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Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung für Hand­werker

Eine private BU schützt Handwerker vor finanzieller Not, wenn Sie nicht mehr arbeiten können.
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung (BU) schützt Hand­werker vor Ein­kommens­ver­lusten, wenn sie ihren Beruf durch Unfall oder Krankheit nicht mehr ausüben können.
  • Der Versicherer zahlt eine vertraglich vereinbarte monatliche Rente, wenn die Fähigkeit zur Berufs­ausübung zu mindestens 50 Prozent gemindert ist.
  • BU-Tarife für Hand­werker weisen bei identischem Leistungsumfang oft große Unterschiede in der Beitragshöhe auf. Ein Versicherungs­vergleich ist bei diesen Policen deshalb besonders wichtig.
  • Die BU sollte für Hand­werker ausdrücklich den ausgeübten Beruf und nicht die allgemeine Erwerbs­fähigkeit versichern.
  • Vor einem Vertragsabschluss sollten Versicherungsnehmer auch die detaillierten Versicherungs­bedingungen ausführlich überprüfen.

Warum brauche ich als Hand­werker eine Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung?

Hand­werker tragen im Vergleich zu vielen anderen Berufsgruppen ein besonders hohes Risiko, vor dem Erreichen des gesetzlichen Rentenalters berufsunfähig zu werden. Zum einen zieht die körperliche Arbeit bei vielen Hand­werkern früher oder später gesundheitliche Folgen nach sich. Zum anderen ist mit ihrer Arbeit oft auch ein hohes Unfallrisiko verbunden. Eine private Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung für Hand­werker schützt vor den finanziellen Folgen, wenn die Ausübung des Berufes durch Krankheit oder Unfall nicht mehr möglich ist. Vor allem selbständige Hand­werker stoßen ohne eine Berufsunfähigkeit schnell an ihre finanziellen Grenzen. Auch Hand­werker, die in einem angestellten Arbeits­verhältnis tätig sind, sollten sich jedoch so frühzeitig wie möglich gegen Berufsunfähigkeit versichern.

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Die gesetzliche Absicherung reicht nicht aus!

Die finanziellen Leistungen aus der gesetzlichen Erwerbs­minderungs­rente reichen heute nicht mehr aus, um die finanziellen Einbußen durch eine Berufsunfähigkeit zu kompensieren. Mit einer gesetzlichen Berufsunfähigkeitsrente und einer Rentenzahlung von rund 50 Prozent ihres früheren Einkommens können nur vor 1961 geborene Personen rechnen.

Angehörige späterer Geburtsjahrgänge erhalten dagegen nur dann eine Erwerbs­minderungs­rente, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, eine beliebige Beschäftigung für drei bzw. bei einer teilweisen Erwerbsminderung für sechs Stunden täglich auszuüben. Ihre Qualifikation für diese Tätigkeit spielt dafür keine Rolle. Unter anderem aus diesem Grund werden rund 50 Prozent dieser Rentenanträge abschlägig beschieden. Zudem reicht die Erwerbs­minderungs­rente nicht zum Leben aus. Selbständige Hand­werker, die keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen, haben bei Berufsunfähigkeit ohnehin keinen Anspruch auf diese gesetzliche Unterstützung.

Herr W. ist Dachdecker und seit Jahren als selbständiger Hand­werker tätig. Eine Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung für Hand­werker hat er aus Kostengründen niemals abgeschlossen. Seine Alters­vorsorge hat er privat geregelt und, seit sein Unternehmen existiert, keine Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt. Für seine persönlichen Ausgaben standen ihm bisher knapp 2.500 Euro zur Verfügung. Nachdem er aufgrund eines Bandscheibenvorfalls seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, ist sein Einkommen auf Null gesunken.
Je früher, desto günstiger wird die BU

Je früher Hand­werker eine Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung abschließen, desto günstiger gestalten sich die Beiträge für die Versicherungspolice. Wer gerade in der Ausbildung steckt, sollte sich bereits jetzt um den Berufs­unfähig­keits­schutz kümmern. Denn in jungen Jahren weist man i. d. R. einen einwandfreien Gesundheitszustand vor, was die Versicherer mit günstigen Ein­stei­ger­bei­trägen belohnen. Einen späteren Berufswechsel muss man dem Versicherer nicht melden. Und: Wenn die Ausbildung endet, das Gehalt steigt oder sich andere Lebensumstände ändern, kann die BU dank der Nach­ver­sicherungs­garantie problemlos angepasst werden. Die Gesund­heits­prü­fung muss für junge oder werdende Hand­werker also nur bei Vertragsabschluss durchgeführt werden.

Unsere BU-Experten helfen Ihnen gern dabei, den passenden Versicherer und BU-Tarif zu finden, der zu Ihrer Situation passt. Kontaktieren Sie uns unter 030 120 82 82 8 oder unter kontakt@transparent-beraten.de. Nutzen Sie auch gern unser kostenfreies Vergleichsformular.

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Was bekomme ich als Hand­werker an Leistungen aus der BU?

Die Leistungen einer Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung für Handwerker bestehen in erster Linie aus einer monatlichen Rentenzahlung – der Berufsunfähigkeitsrente. Die Höhe dieser Rente wird bei Abschluss des Versicherungsvertrags vereinbart.

Grundsätzlich dient eine Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung für Hand­werker dazu, den Lebens­standard vor dem Eintritt der Berufs­unfähigkeit so weit wie möglich zu erhalten. Völlig frei wählbar ist die Höhe der Rente aus einer Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung für Hand­werker jedoch bei den meisten Ver­sicherungs­ge­sell­schaften nicht. Die Grenze liegt in der Regel bei 60 bis 75 Prozent des früheren Bruttoverdienstes. Allerdings gibt es hier durchaus unterschiedliche Regelungen. Viele Versicherungen sind hier auch für die individuellen Wünsche Ihrer Kunden offen. Der Versicherungsfall tritt ein, wenn die versicherte Person zu mindestens 50 Prozent aus gesundheitlichen Gründen zur Ausübung ihres Berufes nicht mehr in der Lage ist.

Höhe der BU-Rente für Hand­werker
Die monatliche Rentenleistung einer Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung für Hand­werker sollte so bemessen sein, dass alle wichtigen Kosten sowie persönlichen Ausgaben im Falle einer Berufsunfähigkeit abgedeckt wären. Auch Beiträge zur Altersvorsorge fließt in die benötigte Versicherungssumme ein.
Optional lässt sich eine Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung für Hand­werker mit anderen Versicherungs­arten – beispielsweise mit einer Risikolebensversicherung, einer Kapitallebensversicherung oder einer privaten Rentenversicherung – kombinieren. Eine separate Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung ermöglicht allerdings größere Flexibilität. Wenn eine Lebens- oder Rentenversicherung aus finanziellen Gründen gekündigt werden soll, ist bei getrennten Policen der Berufs­unfähigkeits­schutz davon nicht betroffen.
Eine Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung für Hand­werker wird in der Regel bis zum Erreichen des gesetzlichen Rentenalters abgeschlossen. Die Laufzeit der Verträge endet somit spätestens mit dem 67. Geburtstag. BU-Verträge, die eine kürzere Laufzeit vorsehen, sollten gemieden werden, da sonst kein umfassender Schutz bis zum Renteneintrittsalter geboten werden kann.
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Wie viel kostet eine BU für mich als Hand­werker?

Die Kosten einer Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung für Hand­werker werden grundsätzlich individuell berechnet. In die Höhe der Beiträge fließen mehrere Faktoren ein.

Faktoren zur Kostenberechnung
  • Umfang des Versicherungsschutzes bzw. gewünschte Höhe der Berufs­unfähig­keits­rente
  • Alter des Versicherungsnehmers zum Zeitpunkt des Versicherungsbeginns
  • Bestehende Vorerkrankungen bzw. Behandlungen/Untersuchungen
  • Risikoprofil des ausgeübten Hand­werks­berufes
  • Gefährliche Hobbys, die mit einem hohen Unfallrisiko verbunden sein können
  • Raucher oder Nichtraucher (Raucher zahlen deutlich höhere Beiträge)
Gesundheitsfragen richtig beantworten

Um eine vollständige und wahr­heits­gemäße Beantwortung der Gesund­heits­fragen für eine Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung kommen Sie als Antragsteller nicht herum. Und das sollten Sie auch wirklich tun, denn falsche Angaben können dazu führen, dass Sie Ihren Versicherungsschutz verlieren. Sollte sich im Falle einer Berufsunfähigkeit herausstellen, dass Sie eine Frage nicht wahrheitsgemäß beantwortet haben, kann der Versicherer die Zahlung der BU-Rente verweigern.

Dies kann natürlich auch unwissentlich passieren. Holen Sie sich daher Hilfe von unseren Versicherungs­experten. Unsere BU-Berater helfen Ihnen nicht nur dabei, den richtigen Tarif zu finden, sondern auch beim Antrag und Vertragsverhandlung. Sie erreichen uns unter 030 120 82 82 8 oder unter kontakt@transparent-beraten.de. Sie können auch gern unser kostenfreies Vergleichsformular nutzen. Lesen Sie außerdem, wie eine BU-Beratung bei uns abläuft.

… mehr zur BU-Beratung

BU-Kosten je nach Versicherer unterschiedlich

Wesentlichen Einfluss auf die Beitragshöhe hat auch die Tarifgestaltung der Ver­sicherungs­gesell­schaften. Hand­werker finden sich häufig in den höchsten und somit auch teuersten Risikoklassen wieder. Die Fachplattform handwerk.magazin hat die aktuellen Policen für Dachdecker, Werkzeugmechaniker, Schreiner und Bürokaufleute in Kooperation mit dem Analyse­haus Morgen&Morgen untersucht. Grundannahme war ein Hand­werker, der mit 30 Jahren eine Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung abschließt. Die monatliche Rentensumme beträgt 1.600 Euro und damit rund 70 Prozent des bisherigen Einkommens der Versicherungs­nehmer. Die – zudem rauchenden – Angehörigen der Handwerksberufe zahlten je nach Anbieter der Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung zwischen 100 und 254 Euro. Bürokaufleute zahlen dazu im Vergleich nur 54 Euro – auch als Raucher (Quelle).

Auch die Experten von Franke und Bornberg weisen darauf hin, dass es deutliche Beitrags­unterschiede für ein- und dieselben Hand­werks­berufe gibt. So zahlte ein 35-jähriger Maurer im Jahr 2018 für seine Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung beim günstigsten Anbieter 228 Euro, beim teuersten Anbieter wurden für eine identische Versicherungsleistung pro Monat 469 Euro fällig. Ein Vergleich von verschiedenen BU-Anbietern und Tarifen ist für Hand­werker daher unabdingbar. Unsere BU-Berater helfen Ihnen dabei, den passenden Versicherungsschutz für Sie zu finden. Nutzen Sie unser Vergleichsformular oder rufen Sie uns direkt an unter 030 – 120 82 82 8 oder schreiben Sie uns an kontakt@transparent-beraten.de.

… mehr zu den Kosten einer BU

Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung für Hand­werker im Test

Die richtige Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Dies gilt sowohl für den passenden Tarif als auch für den passenden BU-Anbieter. Daher vermitteln unsere Versicherungsexperten nur Anbieter und Tarife, die explizit zur eigenen Situation passen. Dies funktioniert am besten über eine persönliche Beratung. Als Handwerker können Sie sich dennoch an unabhängigen Testergebnissen orientieren, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Unsere Top-Empfehlungen für die BU
Wir machen mit folgenden Anbietern regelmäßig sehr gute Erfahrungen:

Tests von unabhängigen Instituten

Die Versicherungsexperten von Franke und Bornberg untersuchen ausgewählte Berufs­unfähig­keits­ver­sicherungen regelmäßig im Hinblick auf die Stabilität, Professionalität, Fairness und Leistungspraxis der Ver­sicherungs­unter­nehmen. Mit durchgehend hervorragenden Noten konnten 2019 die Aachen Münchner, die Allianz, die Ergo Versicherung sowie das Versicherungs­unternehmen HDI punkten. Auch die Swiss Life Deutschland erhielt von den Testern sehr gute bis hervorragende Noten (Quelle).
Das unabhängige Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) weist in seinen Testberichten für 2018 die Ergebnisse für eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Hand­werker gesondert aus. Im Spitzenfeld befinden sich hier die Allianz, die Alte Leipziger, die Axa Versicherung, die Nürnberger Lebensversicherung AG sowie die Swiss Life und die Basler Leben. Als Direktanbieter haben auch die Europa Lebensversicherung und die Hannoversche sehr gute BU-Policen für Hand­werker auf dem Markt (Quelle).
Unabhängige Tests zur BU als Orientierung
Empfehlenswert ist es, eine Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung für Hand­werker zu wählen, die von den unabhängigen Analysehäusern Spitzen­be­wertungen erhalten hat. In die Bewertungen fließen nicht nur Preis-Leistungs-Aspekte, sondern auch die Kompetenz der Anbieter für Berufs­unfähigkeits­ver­sicherungen und die finanzielle Stabilität der Unternehmen ein.
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Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung im Vergleich: Wie finde ich die beste BU für mich?

Bei der Auswahl der passenden Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung und für einen entsprechenden Versicherungsvergleich sind für Hand­werker vor allem die folgenden Punkte wichtig:

  • Preis-Leistungs-Verhältnis der Police
  • Umfassender Versicherungsschutz ohne Risikoausschlüsse und Altersbegrenzungen
  • Ein Blick ins Kleingedruckte der Ver­sicherungs­be­dingungen
Im Hinblick auf den letzten Punkt kann insbesondere die sogenannte „abstrakte Verweisung“ problematisch werden. Eine monatliche Rente wird dann möglicherweise nur als Erwerbs­minderungs­rente gezahlt, bezieht sich also nicht auf den erlernten und ausgeübten Handwerksberuf, sondern auf die Möglichkeit, trotz gesundheitlicher Einschränkungen beliebige Tätigkeiten in einem gewissen Umfang auszuüben. Im Versicherungsvertrag sollte eine solche Klausel daher auf keinen Fall enthalten sein. Mit einer Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung sollte grundsätzlich stets der ausgeübte Beruf versichert werden.
Angestellt arbeitende Hand­werker, die nicht ausschließen, zu einem späteren Zeitpunkt in die Selbständigkeit zu wechseln, sollten sich bei der Auswahl ihrer BU für einen Vertrag entscheiden, der eine akzeptable „Klausel zur Umorganisation“ enthält. Wenn sie Vertragsbestandteil ist, wird keine Berufsunfähigkeitsrente gezahlt, falls das Unternehmen so umorganisiert werden kann, dass eine Weiterarbeit trotz Krankheit möglich ist. Zumindest sollte diese Klausel so gestaltet werden, dass daraus keine größeren finanziellen Einbußen entstehen. Für kleinere Betriebe ist eine Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung für Hand­werker optimal, in denen diese Klausel nicht enthalten ist.
Alternative: Er­werbs­un­fähig­keits­ver­sicherung
Eine private Er­werbs­un­fähig­keits­ver­sicherung kann eine kostengünstigere Alternative sein, wenn der Abschluss einer Berufs­unfähigkeits­ver­sicherung für Hand­werker aus finanziellen Gründen nicht möglich ist. Auch gilt sie als die Arbeits­kraft­absicherung mit der geringeren Einstiegshürde für risiko­reichere Berufe, wie dem Hand­werker. Die Er­werbs­un­fähig­keits­ver­sicherung unterscheidet sich insofern von der BU, dass sie dann zahlt, wenn der Versicherte nur noch max. 3 Stunden am Tag arbeiten kann.
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Dieser Artikel wurde zuletzt am 02.04.2020 aktualisiert.
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Mario Müller
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