Was Sie bei der Berufsunfähigkeits­versicherung und Stress­erkrankungen beachten müssen

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Das erwartet Sie hier

Wie Sie trotz vergangener Stress­erkrankungen eine Berufsunfähigkeits­­versicherung (BU) abschließen und wann die Versicherung bei Berufsunfähigkeit durch Stress zahlt.


Das Wichtigste in Kürze

  • Dauerhafter Stress kann körper­liche und seelische Erkrankungen nach sich ziehen, wie etwa Magen­geschwür, Burnout und Depressionen.
  • Führt der Stress bis zur Berufs­un­fähig­keit, schützt eine private Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung (BU) vor finanziellen Einbußen.
  • Der BU-Versicherer zahlt bei einem nachgewiesenen BU-Grad von mind. 50%, der für 6 Monate oder länger besteht.
  • Im besten Fall lassen Sie es gar nich so weit kommen und beugen Stress im Beruf effektiv vor.

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  1. Stress als Ursache für Berufsunfähigkeit
  2. Zahlt meine BU bei Stress?
  3. BU trotz Stress­erkrankungen abschließen?
  4. Stress im Beruf vorbeugen

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Wie Sie trotz vergangener Stress­erkrankungen eine Berufsunfähigkeits­­versicherung (BU) abschließen und wann die Versicherung bei Berufsunfähigkeit durch Stress zahlt.

Inhalt dieser Seite
  1. Stress als Ursache für Berufsunfähigkeit
  2. Zahlt meine BU bei Stress?
  3. BU trotz Stress­­erkrankungen abschließen?
  4. Stress im Beruf vorbeugen

Das Wichtigste in Kürze

  • Dauerhafter Stress kann körper­liche und seelische Erkrankungen nach sich ziehen, wie etwa Magen­geschwür, Burnout und Depressionen.
  • Führt der Stress bis zur Berufs­un­fähig­keit, schützt eine private Berufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung (BU) vor finanziellen Einbußen.
  • Der BU-Versicherer zahlt bei einem nachgewiesenen BU-Grad von mind. 50%, der für 6 Monate oder länger besteht.
  • Im besten Fall lassen Sie es gar nich so weit kommen und beugen Stress im Beruf effektiv vor.

Stress als Ursache für Berufsunfähigkeit

Rund 60 Prozent der Erwachsenen in Deutschland fühlen sich gestresst. Das geht aus einer Stressstudie der Techniker Krankenkasse hervor. Gut 23 Prozent geben sogar an, häufig unter Stress zu stehen. Als „Stress“ wird dabei eine erhöhte körperliche oder seelische Anspannung verstanden, die verschiedene negative Reaktionen und Folge­erkrankungen hervorrufen kann:

  • Magenschmerzen
  • Verspannungen
  • Schlaf­störungen
  • Kopfschmerzen

Wer dauerhaft unter hohem Druck steht, neigt zu gesundheitsschädigendem Verhalten. Stress geht nicht selten mit einer ungesunden Ernährung, wenig Bewegung und einem Übermaß an Genuss­mitteln wie Nikotin und Alkohol einher. Mit steigendem Stresslevel sinkt zudem die Leistungs­fähigkeit, die Aufmerksamkeit nimmt ab, was wiederum eine höhere Fehlerquote und ein steigendes Unfallrisiko nach sich zieht. Wird der Stress zu viel, droht sogar die Berufs­un­fähigkeit – entweder aufgrund stressbedingter psychischer Leiden oder aufgrund der mit dem Stress einhergehenden körperlichen Symptome.

Externe und interne Stressfaktoren

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Die Psychologie unterscheidet zwischen externen und internen Stressfaktoren. Externe Stressoren sind Umweltfaktoren, interne Stressoren sind meist das Ergebnis von Erziehung und Erfahrungen.

Externe Stressfaktoren

  • Krankheiten oder Schmerzen
  • Leistungs- und Termindruck
  • Ungesunde Ernährung
  • Lärm und Hitze
  • Gravierende Veränderungen der Lebensumstände (z. B. Jobverlust, Tod eines Angehörigen)
  • Ärger oder Mobbing am Arbeitsplatz
  • körperliche Gewalt

Interne Stressfaktoren

  • Zukunfts- und Verlustängste
  • unerfüllte Wünsche
  • starker Ehrgeiz, Hang zum Perfektionismus
  • Phobien

Wie hängen Stresslevel und Berufstätigkeit zusammen?

Der Beruf ist zwar nicht der einzige Stressfaktor im Leben eines Menschen, stellt laut der TK Stress­studie aber die häufigste Stressursache dar. 46 Prozent der Befragten nennen ihre Arbeit als Hauptgrund für den Druck, der auf ihnen lastet, 54 Prozent der Männer und 39 Prozent der Frauen.

Hohe Arbeitsbelastung, das Gefühl, auch in der Freizeit für den Chef oder die Kunden erreichbar sein zu müssen, hohe Ansprüche an die eigene Leistungsfähigkeit und der ständige Vergleich mit den Kollegen: All das trägt zum Arbeitsstress bei. Dauerhafter Stress wirkt sich wiederum negativ auf die körperliche und seelische Gesundheit aus. Unter den Teilnehmern der TK Stressstudie fühlt sich fast ein Drittel der Befragten, die ihren Gesundheitszustand als weniger gut oder schlecht bezeichnen, häufig gestresst. Unter den Gesunden steht dagegen nur jeder Fünfte häufig unter Stress. In besonders hohem Maße wirkt sich Stress auf die psychische Gesundheit aus: 53 Prozent der Studien­teilnehmer mit psychischen Beschwerden beschreiben sich als gestresst (Quelle).

Folgen von Stress können zur Berufsunfähigkeit führen

Viele Betroffenen ignorieren die Symptome eines zu hohen Stresslevels, bis der Dauerstress zum Burnout, zur Depression oder zu einem Magen­geschwür führt. In einigen Fällen machen es stressbedingte Erkrankungen den Betroffenen unmöglich, weiterhin ihrem Job nachzugehen. Mit der Berufsunfähigkeit drohen finanzielle Einbußen, da das Einkommen wegfällt.


Stress kann jeden treffen

Anders als bei einigen anderen Ursachen der Berufsunfähigkeit kann Stress jede Berufsgruppe treffen. Egal ob Sie als Tischler hauptsächlich körperliche Arbeit verrichten oder als Projektmanager den ganzen Tag im Büro sitzen: Grundsätzlich kann jeder von stressbedingter Berufsunfähigkeit getroffen werden.

Mehr zum Thema: Wann ist man berufsunfähig?

Berufsunfähig wegen Stress: Wann zahlt die Berufsunfähigkeits­versicherung?

Eine private Berufsunfähigkeits­versicherung (BU) leistet neben körperlichen grundsätzlich auch bei psychischen Ursachen für Berufsunfähigkeit. Die meisten Berufsunfähigkeits­versicherer erkennen zum Beispiel einen stressbedingten Burnout oder eine Depression als Grund für die Berufsunfähigkeit an, sofern die Versicherungsnehmer eindeutige medizinische Nachweise vorlegen können.

Die Berufsunfähigkeits­versicherung zahlt eine Berufsunfähigkeits­rente aus, wenn ein BU-Grad von mind. 50 Prozent vorliegt. Das bedeutet, Sie können Ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit zu weniger als 50 Prozent nachkommen, über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten hinweg. Ihr behandelnder Arzt muss den vorliegenden Grad der Berufsunfähigkeit bestätigen.

Kann ich eine Berufsunfähigkeits­versicherung trotz vergangener Stress­erkrankungen abschließen?

Waren Sie innerhalb der letzten 5 Jahre bereits wegen stressbedingter Er­kran­kungen in Behandlungen, müssen Sie dies beim Abschluss einer Be­rufs­un­fähig­keits­ver­sicherung innerhalb der Gesundheitsfragen angeben. Der Versicherer kann dann zu dem Schluss kommen, dass ein Versicherungsabschluss ein zu hohes Risiko darstellt. In Folge kann sie den Antrag ablehnen oder dem Vertrag nur mit Risikozuschlägen oder Leistungs­aus­schlüssen zustimmen.


Lassen Sie sich unterstützen

Lassen Sie sich bei der Suche nach einer passenden Berufsunfähigkeits­versicherung am besten von einem unserer unabhängigen BU-Experten unterstützen. Über uns können Sie eine anonyme und un­ver­bindliche Risikovoranfrage an den Versicherer stellen und Ihnen helfen, einen Tarif ohne Ausschlüsse zu finden. Durch die persönliche Beratung mit unseren erfahrenen BU-Beratern finden Sie die optimale Absicherung für Ihre Arbeitskraft. Kontaktieren Sie uns einfach direkt oder fordern Sie einen individuellen Tarifvergleich an.

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So beugen Sie Stress im Beruf und Alltag vor

Im Idealfall warten Sie nicht ab, bis der Stress zur Berufsunfähigkeit führt. Hören Sie auf Ihren Körper und Ihre Psyche und nehmen Sie erste Warnsignale ernst. Mit den richtigen Strategien gelingt es, Stress im Alltag und vor allem im Beruf zu reduzieren und stressbedingten Er­kran­kungen vorzubeugen.

Bewegung an der frischen Luft

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Ausreichend Bewegung und der Aufenthalt an der frischen Luft beugen Stress vor. Sitzen Sie acht Stunden am Tag im Büro, können Sie zum Beispiel die Mittagspause für einen kleinen Spaziergang nutzen. Oder Sie steigen eine Station eher aus dem Bus aus und legen den Rest des Arbeitsweges zu Fuß zurück.

Legen Sie Pausen ein

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Regelmäßige Pausen steigern die Produktivität. Nehmen Sie sich zum Beispiel jede Stunde oder nach dem Abschluss einer Aufgabe ein paar Minuten Zeit, um den Körper zu strecken und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen.

Tages- und Wochenpläne schaffen Struktur

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Erstellen Sie Tages- und Wochenpläne für die anfallenden Arbeitsaufgaben. Auf diese Weise geben Sie Ihrem Arbeitstag nicht nur Struktur, sondern gewinnen auch einen guten Überblick darüber, welche Aufgaben wie viel Zeit in Anspruch nehmen. Planen Sie dabei auch Pufferzeiten für un­vor­her­gesehene Ereignisse mit ein.

Schützen Sie Ihre Freizeit

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Viele Berufstätige haben das Gefühl, auch nach Feierabend noch für den Vorgesetzten oder die Kollegen erreichbar sein zu müssen. Auf diese Weise stehen sie auch in ihrer Freizeit unter Druck. Nehmen Sie sich Ihre Auszeiten, in denen Sie nicht für die Arbeit zur Verfügung stehen und regenerieren können.

Ernähren Sie sich gesund

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Ungesunde Ernährung, viel Fastfood, Nikotin, Alkohol und andere Genussmittel setzen den Körper zusätzlich unter Stress. Mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung tun Sie Ihrem Körper und Ihrer Seele etwas Gutes.

Pflegen Sie soziale Kontakte

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Gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie ist eine wirksame Methode, um Stress abzubauen.

Weitere mögliche Ursachen für Berufsunfähigkeit

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Katharina Burnus
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