Das erwartet Sie hier
Wann sich die private Krankenversicherung für Studenten wirklich lohnt, welche Fristen und Kosten gelten und für wen die gesetzliche Krankenversicherung die bessere Wahl bleibt.
Inhalt dieser Seite- Kernantwort: Lohnt sich die PKV für Studenten?
- Welche Situation trifft auf Sie zu?
- Das sollten Studenten über die PKV wissen
- Für wen lohnt sich die PKV – und für wen nicht?
- Wann und wie können Studenten wechseln?
- Krankenversicherung für Werkstudenten
- PKV für Studierende über 30 und Promovierende
- Krankenversicherung für internationale Studierende
- Leistungen, Studententarife und Kosten
- Private Krankenversicherung im Test
- Die beste PKV finden und im Ausland versichert sein
- Die häufigsten Fragen zur PKV für Studenten (FAQ)
Das Wichtigste in Kürze
- Studenten haben die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung; für die meisten unter 25 Jahren ist die kostenfreie Familienversicherung die günstigste Option.
- Ein Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) ist nur zu bestimmten Anlässen möglich (Studienbeginn oder Ende der Familienversicherung) und an Fristen gebunden.
- Die studentische Pflichtversicherung in der GKV kostet 2026 rund 87,38 € plus Zusatz- und Pflegebeitrag.
- Eine PKV im Studententarif ist als Beispiel ab rund 74 € pro Monat möglich, bindet Sie aber mindestens bis zum Studienende.
- Ab dem 30. Lebensjahr endet die studentische Pflichtversicherung; danach gilt die freiwillige GKV (2026 mindestens rund 192,48 €) oder die PKV.
- Lassen Sie sich kostenfrei von uns zur passenden Krankenversicherung beraten – unsere PKV-Beratung wird von Finanztip empfohlen.

Robert Böhrk
Unser Experte für die private Krankenversicherung
Gesetzlich oder privat? Wir ordnen Ihre Krankenversicherung im Studium ehrlich ein
Zwischen Immatrikulation, Nebenjob und knapper Kasse ist die Krankenversicherung selten das, worüber Sie sich freiwillig Gedanken machen. Trotzdem fällt gleich zu Studienbeginn eine Entscheidung, die Sie für die gesamte Studienzeit bindet: gesetzlich oder privat. Die gute Nachricht ist, dass für die meisten Studierenden unter 25 die kostenfreie Familienversicherung ohnehin am günstigsten ist und für viele andere die studentische Pflichtversicherung. Eine private Krankenversicherung lohnt sich nur in bestimmten Fällen, etwa für Kinder von Beamten oder für alle, die dauerhaft privat bleiben wollen. Wir sagen Ihnen offen, in welche Gruppe Sie gehören, statt Ihnen einen Tarif zu verkaufen, den Sie nicht brauchen.
Kernantwort: Lohnt sich die PKV für Studenten?
Das ist neu in 2026
Versicherungspflichtgrenze 2026: Die Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze, JAEG) liegt 2026 bei 77.400 Euro im Jahr. → Mehr dazu im Abschnitt „Wann und wie können Studenten wechseln?“
Studenten haben in Deutschland die Wahl zwischen der gesetzlichen (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV). Für die meisten Studierenden unter 25 Jahren ist die kostenfreie Familienversicherung oder die studentische Pflichtversicherung die günstigste Lösung.
Eine private Krankenversicherung für Studenten lohnt sich vor allem für Kinder von Beamten, für Studierende mit höheren Leistungsansprüchen und für alle, die dauerhaft privat versichert bleiben wollen. Sie ist im Studententarif als Beispiel bereits ab rund 74 Euro monatlich möglich, bindet Sie aber mindestens bis zum Studienende.
Der Wechsel in die PKV ist nur zu bestimmten Anlässen und innerhalb fester Fristen möglich, etwa innerhalb von drei Monaten nach Studienbeginn. Ab dem 30. Lebensjahr endet die studentische Pflichtversicherung, danach bleibt die freiwillige GKV oder die PKV.
Erst prüfen, dann entscheiden – kostenfrei und ohne Verkaufsdruck
Bevor Sie sich festlegen, prüfen wir kostenfrei, welche Versicherung zu Ihrer Situation passt, auch wenn das die gesetzliche ist. Finanztip empfiehlt uns für die Beratung zur PKV.
- Ehrliche Einordnung GKV oder PKV
- Kein Verkaufsdruck, keine Kosten für Sie
- Alle Fristen und Wechselanlässe im Blick
Welche Situation trifft auf Sie zu?
Bevor Sie über eine private Krankenversicherung nachdenken, lohnt sich eine ehrliche Einordnung Ihrer Lage. Für viele Studierende ist die gesetzliche Krankenversicherung die richtige und günstigste Wahl. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen, wo Sie stehen.
- Unter 25, Eltern gesetzlich versichert: Sie bleiben meist kostenfrei in der Familienversicherung. Eine PKV lohnt sich hier in der Regel nicht.
- Kind von Beamten: Über Beihilfe und einen günstigen Ergänzungstarif sind Sie oft sehr preiswert privat abgesichert – bis zum 25. Geburtstag.
- Werkstudent mit Nebenjob: Ihr Versicherungsstatus hängt von Stundenzahl und Verdienst ab. Meist bleibt die studentische Pflichtversicherung.
- Über 30 oder in der Promotion: Die studentische Pflichtversicherung endet. Jetzt entscheidet sich, ob freiwillige GKV oder PKV günstiger ist.
- Internationale Studierende: Sie brauchen für die Immatrikulation einen anerkannten Versicherungsnachweis. Für Sie gelten je nach Herkunftsland eigene Regeln.
Wo genau die PKV für Sie sinnvoll ist, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten – jeweils passend zu Ihrer Situation.
Für viele Studierende ist die gesetzliche Versicherung die günstigste Wahl, für andere lohnt sich die PKV. Welche Gruppe auf Sie zutrifft, klären wir kostenfrei und ohne Verkaufsdruck.
Gesetzliche Krankenversicherung für Studenten
Das sollten Studenten über die private Krankenversicherung wissen
Studenten haben die Wahl
Da in Deutschland eine Versicherungspflicht gilt, brauchen Studierende eine Krankenversicherung. Eine Immatrikulation ist nur mit einem Versicherungsnachweis möglich (Quelle: § 5 SGB V).
Studenten haben grundsätzlich die Wahl zwischen einer gesetzlichen und einer privaten Krankenversicherung. Diese Entscheidung können Sie nur zu bestimmten Anlässen treffen und nicht ohne Weiteres rückgängig machen. Setzen Sie sich daher im Voraus gut mit den Vor- und Nachteilen auseinander.
So unterscheiden sich die Versicherungen
Gesetzliche Krankenversicherung
In der gesetzlichen Krankenversicherung hängt die Höhe Ihres Beitrags normalerweise von Ihrem Einkommen ab. Die Leistungen sind weitgehend einheitlich und können sich ändern. Für Studenten gibt es je nach Alter und Versicherungsstatus der Eltern besondere Konditionen.
- Familienversicherung
Bis zum 25. Lebensjahr können Studierende über ihre gesetzlich versicherten Eltern kostenfrei mitversichert sein. Durch einen freiwilligen Wehrdienst oder anerkannten Freiwilligendienst verlängert sich diese Zeit um bis zu ein Jahr (Quelle: § 10 SGB V). - Studentische Krankenversicherung (KVdS)
Können Sie die Familienversicherung nicht nutzen, versichern Sie sich bis zum 30. Lebensjahr über die studentische Pflichtversicherung selbst. Sie zahlen einen Festbetrag zuzüglich Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse. Das ist günstiger als eine freiwillige gesetzliche Versicherung.
Private Krankenversicherung
In der privaten Krankenversicherung wählen Sie zwischen Tarifen mit unterschiedlichem Leistungsumfang. Die Höhe der Beiträge hängt vom gewünschten Leistungsumfang, Ihrem Alter und Ihrem Gesundheitszustand ab. Einmal vereinbarte Leistungen können nicht wieder gestrichen werden.
Im Unterschied zur gesetzlichen Krankenversicherung darf die private Krankenversicherung Aufnahmeanträge ablehnen. Auch hier gibt es für Studenten unter Umständen besondere Tarife.
- Studententarife: Auch in der privaten Krankenversicherung gibt es spezielle, kostengünstige Tarife für Studenten.
- Beihilfeergänzungstarife für Kinder von Beamten: Für studierende Kinder von Beamten unter 25 Jahren übernimmt der Staat die Kosten für Behandlungen und Medikamente zu normalerweise 80 Prozent (Beihilfe) (Quelle: § 46 BBhV). Der verbleibende Teil lässt sich kostengünstig privat versichern. Nach dem 25. Geburtstag bleiben Sie privat versichert, zahlen dann aber Beiträge für die volle Kostenübernahme.
Optionen im Überblick
| Alter oder Situation | PKV möglich? | GKV möglich? | Familienversicherung |
|---|---|---|---|
| Unter 25 | Ja | Ja, studentische Krankenversicherung, wenn Familienversicherung nicht möglich ist | Ja, wenn Voraussetzungen erfüllt sind |
| Ab 25 bis 30 | Ja | Ja, studentische Krankenversicherung | Nein |
| Ab 30 | Ja | Ja, freiwillige GKV zum Normaltarif | Nein |
| Promotionsstudium | Ja | Ja, freiwillige GKV zum Normaltarif | Nein |
Hinweis: Die früher geltende Grenze von 14 Fachsemestern wurde 2020 abgeschafft. Maßgeblich für das Ende der studentischen Pflichtversicherung ist heute allein das 30. Lebensjahr (Quelle: vdek).
Private Krankenversicherung im Überblick
Mit uns die ideale private Krankenversicherung finden
Wir finden für Sie kostengünstige und leistungsstarke private Krankenversicherungen. Wir sind von Finanztip empfohlen und unsere PKV-Beratung ist kostenfrei.
- Anonyme Risikovoranfrage vorab
- Innovative ETF-Altersabsicherung der PKV-Beiträge
- Immer ein direkter Ansprechpartner
Für wen lohnt sich die PKV – und für wen nicht?
Ob sich eine private Krankenversicherung für Sie lohnt, hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Für viele Studierende ist die gesetzliche Krankenversicherung die günstigere und passendere Wahl. Es gibt aber klare Fälle, in denen die PKV Vorteile bietet.
Wann die PKV sinnvoll ist
Besonders preiswert ist die PKV für Kinder von Beamten: Über die Beihilfe sind bis zum 25. Geburtstag oft nur geringe Ergänzungsbeiträge nötig. Auch für junge, gesunde Studierende mit dem Wunsch nach mehr Leistungen kann sich ein Studententarif rechnen.
Sinnvoll ist die private Krankenversicherung außerdem, wenn Sie langfristig privat bleiben möchten – etwa mit dem Ziel Verbeamtung oder Selbständigkeit. Wer früh einsteigt, sichert sich niedrige Einstiegsbeiträge und seinen aktuellen Gesundheitszustand.
Wann die PKV sich nicht lohnt
Können Sie die kostenfreie Familienversicherung nutzen, lohnt sich der Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung fast immer. Die studentische Pflichtversicherung ist ebenfalls günstig und ohne Gesundheitsprüfung zugänglich.
Auch bei Vorerkrankungen kann die PKV teuer werden oder ganz verwehrt bleiben, weil die Versicherer Anträge ablehnen dürfen. Und je mehr Leistungen ein Tarif bietet, desto höher der Beitrag – gerade die günstigen Studententarife bieten nicht zwingend ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als die GKV.
Berücksichtigen Sie Ihre Zukunftspläne
Wichtig ist auch, was in den nächsten Jahren bevorsteht. Ein Beihilfeergänzungstarif ist sehr günstig, doch die Kosten steigen, sobald Sie 25 werden und die Beihilfe entfällt. Die Entscheidung kann Sie zudem über das Studienende hinaus binden.
Zu den Vor- und Nachteilen der PKV im Allgemeinen
Experten-Tipp:
Unentschlossen? Dann sichern Sie sich wenigstens Ihren Gesundheitszustand
„Wer sich noch nicht festlegen will, verschenkt oft ungenutzt seinen guten Gesundheitszustand und zahlt bei späterem Einstieg drauf. Einige Versicherer bieten dafür einen Flex-Tarif: Sie legen die Gesundheitsprüfung einmal ab und frieren Ihren jetzigen Zustand ein. Wechseln Sie später, dient diese Prüfung als Basis für Ihren Beitrag. Bis dahin zahlen Sie nur circa fünf bis sechs Euro monatlich.“
Vor- und Nachteile der PKV für Studenten
Vorteile einer privaten Krankenversicherung
- Kostenvorteil gegenüber der gesetzlichen Versicherung möglich
- Leistungen, welche die gesetzliche Krankenversicherung nicht übernimmt
- Guter Versicherungsschutz auch im Ausland
- Besonders günstiger Versicherungsschutz für Kinder von Beamten
- Beitragsrückerstattung, wenn Sie ein Jahr lang keine Rechnungen eingereicht haben
- Sie können sich Zusatzleistungen individuell zusammenstellen
- Im Vertrag vereinbarte Leistungen können nicht wieder gestrichen werden.
Das spricht gegen eine PKV für Studenten
- Es gibt keine Familienversicherung wie in der gesetzlichen Krankenversicherung.
- Kinder von Beamten zahlen ab 25 mehr, da das Kindergeld entfällt und damit auch die Beihilfe.
- Gerade die günstigen Studententarife bieten nicht notwendigerweise ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als eine gesetzliche Krankenversicherung.
Ihre PKV-Entscheidung hängt von Ihren Zahlen ab – wir rechnen sie durch
Sie haben gesehen: Ob sich die private Krankenversicherung lohnt, entscheidet Ihre persönliche Lage. Wir vergleichen GKV und PKV konkret für Sie und sagen Ihnen auch, wenn die gesetzliche Versicherung günstiger ist.
- Vergleich auf Basis Ihrer konkreten Daten
- Ehrliche Empfehlung, auch zugunsten der GKV
- Finanztip empfiehlt unsere PKV-Beratung
Wann und wie können Studenten wechseln?
Studenten können sich nur zu bestimmten Anlässen von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreien lassen und in die private Krankenversicherung wechseln. Die Fristen sind knapp und bindend.
Wann ist ein Wechsel möglich?
- Beginn des Studiums (innerhalb von drei Monaten nach Studienbeginn)
- Vollendung des 30. Lebensjahrs (innerhalb von zwei Wochen nach Hinweis der Krankenkasse auf diese Möglichkeit)
- Ende der Absicherung über die Familienversicherung (innerhalb von drei Monaten)
Versäumen Sie es, die Befreiung von der Versicherungspflicht fristgemäß zu beantragen, können Sie erst dann in die private Krankenversicherung wechseln, wenn die Versicherungspflicht endet.
Wichtig: Die Befreiung von der Versicherungspflicht gilt für die gesamte Studiendauer und ist unwiderruflich (Quelle: § 8 SGB V). Wer sie einmal erklärt hat, kann während des Studiums nicht mehr zurück in die GKV.
Warum Sie den PKV-Antrag nicht allein stellen sollten
Stellen Sie direkt bei einem Versicherer einen Antrag und werden abgelehnt, kann das in den Datenbanken der Versicherer erfasst werden. Bei jedem weiteren Antrag müssen Sie diese Ablehnung angeben, was Ihre Chancen verschlechtert.
Wir stellen für Sie eine anonyme Risikovoranfrage
Ihr Name taucht nicht auf, es wird nichts gespeichert, und Sie erfahren vorab, welcher Versicherer Sie zu welchen Konditionen annehmen würde. Diesen Weg bietet weder ein AI-Auskunftstool noch ein Vergleichsportal.
Mit anonymer Risikovoranfrage sicher in die private Krankenversicherung
Ein eigener Direktantrag kann bei Ablehnung Spuren in den Versichererdatenbanken hinterlassen. Wir fragen anonym für Sie an, ohne dass Ihr Name gespeichert wird, und Sie erfahren vorab, wer Sie zu welchen Konditionen aufnimmt. Unsere PKV-Beratung wird von Finanztip empfohlen.
- Anonyme Risikovoranfrage vorab
- Kein Ablehnungseintrag in Ihrer Akte
- Konditionen kennen, bevor Sie sich binden
Diese Rolle spielt der Versicherungsstatus der Eltern
Für welches System sich Studierende entscheiden können, hängt auch davon ab, wo ihre Eltern versichert sind.
- Private Krankenversicherung beider Eltern: Sind beide Elternteile privat versichert, haben Sie keinen Zugang zur gesetzlichen Familienversicherung. Ihnen bleibt die Wahl zwischen der studentischen Krankenversicherung der GKV und einem privaten Tarif.
- Private Krankenversicherung eines Elternteils: Sind Ihre Eltern verheiratet und verdient der privat versicherte Elternteil weniger als der gesetzlich Versicherte, ist die kostenfreie Mitversicherung über die GKV möglich. Sie können sich aber auch privat versichern.
- Gesetzliche Krankenversicherung beider Elternteile: In diesem Fall können Sie sich kostenfrei über die Krankenkasse Ihrer Eltern versichern oder sich für die private Absicherung entscheiden.
Das passiert nach dem Studium
Wie es nach dem Studium weitergeht, hängt von Ihrer beruflichen Laufbahn ab. Zur Einordnung: Ein Wechsel in die PKV ist als Angestellter erst möglich, wenn Ihr Einkommen die Versicherungspflichtgrenze übersteigt – 2026 sind das 77.400 Euro im Jahr (Quelle: krankenkassen.de).
Angestellte Tätigkeit
Die meisten Hochschulabsolventen starten als Angestellte in den Beruf. Liegt das Einstiegsgehalt unter der Versicherungspflichtgrenze, besteht wieder Versicherungspflicht in der GKV. Mit einer Anwartschaftsversicherung sichern sich während des Studiums privat Versicherte den späteren Wiedereintritt in die PKV zu günstigen Bedingungen.
So funktioniert die Anwartschaft in der privaten Krankenversicherung
Selbständigkeit
Wer gleich nach dem Studium in die Selbständigkeit startet und bisher gesetzlich versichert war, kann sich freiwillig krankenversichern lassen oder in die private Krankenversicherung eintreten. Wer schon im Studium privat versichert war, führt die Versicherung weiter.
Verbeamtung
Für angehende Beamte ist die private Krankenversicherung wegen des Beihilfeanspruchs meist die bessere Wahl. Bereits Beamtenanwärter können sie nutzen.
Arbeitslosigkeit
Beziehen Sie nach dem Studium Bürgergeld, bleiben Sie in der Versicherung, in der Sie während des Studiums waren. Die Kosten der privaten Krankenversicherung ändern sich während der Arbeitslosigkeit nicht, aber Sie haben Anspruch auf Zuschüsse.
Experten-Tipp:
Wer auf den „richtigen Moment“ wartet, zahlt später drauf
„Viele schieben die private Krankenversicherung auf, bis das Studium vorbei ist. Doch der Beitrag richtet sich nach dem Eintrittsalter, und im Alter schnellt er erheblich in die Höhe. So zahlt ein 38-Jähriger mit einem Selbstbehalt von 1.000 Euro bereits 123,04 Euro monatlich. Wer früh und gesund einsteigt, sichert sich dauerhaft niedrige Beiträge.“
Krankenversicherung für Werkstudenten
Werkstudenten bleiben in der Regel in der studentischen Pflichtversicherung, solange sie während der Vorlesungszeit höchstens 20 Stunden pro Woche arbeiten. Das sogenannte Werkstudentenprivileg macht sie in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei (Quelle: Deutsche Rentenversicherung).
Die 20-Stunden-Grenze
Entscheidend ist die 20-Stunden-Grenze in der Vorlesungszeit. Arbeiten Sie regelmäßig mehr, gelten Sie nicht mehr als Werkstudent, sondern als Arbeitnehmer, und unterliegen der vollen Versicherungspflicht. In der vorlesungsfreien Zeit dürfen Sie auch mehr als 20 Stunden arbeiten.
Ein reiner Minijob ist dagegen mit der Familienversicherung vereinbar. Die Minijobgrenze liegt seit dem 1. Januar 2026 bei 603 Euro im Monat (7.236 Euro im Jahr) und ist an den Mindestlohn von 13,90 Euro gekoppelt (Minijob-Zentrale). Für Werkstudenten gilt keine feste Verdienstgrenze in diesem Sinne – entscheidend ist die 20-Stunden-Grenze pro Woche während der Vorlesungszeit.
Lohnt sich die PKV als Werkstudent?
Für die meisten Werkstudenten ist die studentische GKV die günstigste und einfachste Lösung, da der Beitrag unabhängig vom Nebenverdienst ist. Ihr Werkstudenten-Einkommen erhöht den Beitrag in der studentischen Pflichtversicherung nicht.
Eine private Krankenversicherung kann sich lohnen, wenn Sie jung und gesund sind und Wert auf mehr Leistungen legen – etwa bessere Zahnleistungen oder kurze Wartezeiten. Auch hier greift die 20-Stunden-Grenze: Überschreiten Sie sie dauerhaft, kann Versicherungspflicht in der GKV entstehen.
Experten-Tipp:
Mehr Stunden bringen nicht automatisch mehr Netto
„Viele Werkstudenten stocken ihre Stunden auf und verlieren die 20-Stunden-Grenze aus dem Blick. Reißen Sie sie dauerhaft, entsteht Versicherungspflicht und der Beitrag frisst den Mehrverdienst. Mein Rat: Planen Sie die Stunden bewusst um die Grenze herum. Ein Wechsel in die PKV lohnt nur bei echtem Leistungswunsch, nicht wegen des Nebenjobs.“
Als Werkstudent GKV und PKV im direkten Vergleich
Ob sich bei Ihrem Nebenjob die private oder die studentische gesetzliche Versicherung mehr lohnt, zeigt nur die Rechnung mit Ihren Zahlen. Wir rechnen beide Varianten für Sie durch, kostenfrei und ohne Verkaufsdruck.
- Beitrag unabhängig vom Nebenverdienst geprüft
- 20-Stunden-Grenze im Blick
- PKV-Beratung von Finanztip empfohlen
PKV für Studierende über 30 und Promovierende
Ab dem 30. Lebensjahr endet die studentische Pflichtversicherung. Studierende über 30 und Promovierende wählen dann zwischen der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung.
Ob früher PKV-Einstieg oder gesetzlich bleiben: Die Entscheidung wirkt weit über das Studium hinaus. In einer kostenfreien Beratung ordnen wir Ihre Berufspläne ein und rechnen beide Wege für Sie durch.
Die günstigen Studententarife entfallen meist
Die klassischen Studententarife der PKV und die studentische Pflichtversicherung richten sich an junge Erstversicherte bis 30. Danach stehen sie in der Regel nicht mehr offen. Sie können sich aber weiterhin privat versichern – nach einer Gesundheitsprüfung und zu einem regulären, altersabhängigen Beitrag.
In Ausnahmefällen ist die studentische Pflichtversicherung über 30 hinaus möglich, wenn ein Hinderungsgrund die Überschreitung der Altersgrenze verursacht hat – etwa eine Erkrankung von mindestens drei Monaten oder eine Behinderung, die das Studium verzögert hat (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V). Eine feste Höchstaltersgrenze gibt es seit 2020 nicht mehr; die genauen Voraussetzungen prüfen wir für Ihren Einzelfall.
Was kostet die Krankenversicherung über 30?
Als freiwilliges Mitglied der GKV zahlen Sie 2026 mindestens rund 192,48 Euro monatlich (Mindestbemessungsgrundlage 1.318,33 Euro, allgemeiner Beitragssatz 14,6 Prozent), zuzüglich kassenindividuellem Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung (Quelle: krankenkassen.de).
Ein PKV-Beitrag lässt sich für über 30-Jährige nicht pauschal beziffern, da er stark von Alter, Tarif und Gesundheit abhängt. Als Beispielrechnung kann ein 32-jähriger Studierender mit einem Selbstbehalt von 1.000 Euro je nach Tarif rund 150 bis 200 Euro monatlich zahlen. Ob sich das gegenüber der freiwilligen GKV lohnt, entscheidet der Leistungsumfang.
Experten-Tipp:
Über 30 zählt nicht der Einstiegsbeitrag, sondern das ganze Berufsleben
„Über 30 lockt die PKV oft mit einem Beitrag unter der freiwilligen GKV. Doch dieser Vergleich ist eine Momentaufnahme. Entscheidend ist, wohin Sie beruflich steuern: Wer Verbeamtung oder Selbständigkeit anpeilt, für den kann der frühe Einstieg sinnvoll sein. Wer später angestellt und pflichtversichert wird, sollte die Rückkehr in die GKV von Anfang an mitdenken.“
Über 30: Ihr PKV-Beitrag hängt von Alter und Tarif ab
Ab 30 entfallen die günstigen Studententarife und die studentische Pflichtversicherung. Wir erstellen Ihnen ein persönliches Angebot, das Alter, Gesundheit und Ihre Berufspläne berücksichtigt, und vergleichen es mit der freiwilligen GKV. Finanztip empfiehlt uns für die Beratung zur PKV.
- Persönliches Angebot mit Alters- und Tarifbezug
- Vergleich mit der freiwilligen GKV
- Berufspläne wie Verbeamtung eingeplant
Krankenversicherung für internationale Studierende
Internationale Studierende brauchen für die Immatrikulation einen anerkannten Krankenversicherungsnachweis. Welche Versicherung die Hochschule akzeptiert, hängt vor allem davon ab, ob Sie aus einem EU-Land oder aus einem Nicht-EU-Land kommen.
Studierende aus der EU und dem EWR
Kommen Sie aus einem EU- oder EWR-Land oder der Schweiz, gilt Ihre gesetzliche Krankenversicherung aus der Heimat über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) meist weiter. Damit sind Sie in Deutschland regulär versorgt und können sich von der deutschen Versicherungspflicht befreien lassen.
Reicht der Schutz nicht aus oder haben Sie keine EHIC, können Sie sich in Deutschland gesetzlich oder – je nach Alter und Situation – privat versichern.
Studierende aus Nicht-EU-Ländern
Kommen Sie aus einem Nicht-EU-Land, benötigen Sie in der Regel eine deutsche Krankenversicherung. Bis zum 30. Lebensjahr steht Ihnen meist die studentische Pflichtversicherung offen; darüber hinaus oder als Alternative gibt es private Tarife, teils als spezielle Incoming-Tarife für Studierende.
Wichtig ist, dass der gewählte Tarif von Ihrer Hochschule anerkannt wird und den Nachweis für die Einschreibung liefert. Vor Studienbeginn abgeschlossene Reisekranken- oder Incoming-Tarife werden nicht immer akzeptiert – prüfen Sie das rechtzeitig.
Versicherung für Studenten im Ausland
Experten-Tipp:
Der billigste Auslandstarif nützt nichts, wenn die Uni ihn ablehnt
„Internationale Studierende buchen aus dem Heimatland oft den günstigsten Reise- oder Incoming-Tarif. Zur Einschreibung wird der dann nicht anerkannt und die Zeit drängt. Prüfen Sie vor Abschluss, ob der Tarif den Nachweis für die Immatrikulation liefert. Aus einem EU-Land klären Sie zuerst, ob Ihre EHIC ausreicht, bevor Sie doppelt zahlen.“
Schnell zum anerkannten Versicherungsnachweis für Ihre Immatrikulation
Der Nachweis muss oft schon zur Einschreibung vorliegen, und nicht jeder Auslandstarif wird von der Hochschule anerkannt. Wir helfen Ihnen, zügig einen anerkannten Schutz zu finden, der zu Ihrem Herkunftsland und Ihrem Alter passt.
- Von der Hochschule anerkannter Nachweis
- Passend für EU- und Nicht-EU-Studierende
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Leistungen, Studententarife und Kosten
Welche Leistungen bietet die PKV für Studenten?
Die private Krankenversicherung punktet gegenüber der gesetzlichen meist mit einem höheren Leistungsniveau. Wichtige Leistungen sind die Erstattung des Höchstsatzes der Gebührenordnung für Ärzte sowie die Kostenübernahme für Medikamente, Hilfsmittel und Zahnbehandlungen.
Häufig können Sie zwischen Einsteiger-, Komfort- und Premiumtarifen wählen und diese um Zusatzbausteine ergänzen. Möglich ist die Kostenübernahme im folgenden Umfang:
100 Prozent der Kosten für Hilfsmittel und medizinische Heilmittel
100 Prozent der Kosten für Sehhilfen und Alternative Heilmethoden
100 Prozent der Kosten für Verband- und Arzneimittel sowie der Behandlungskosten bei Erstbehandlung durch den Primärarzt
100 Prozent der Kosten bei Entbindung und stationäre Heilbehandlung
100 Prozent der Aufwendungen für Zahnersatz und Kieferorthopädie
100 Prozent des Rechnungsbetrags bei Zahnbehandlungen
Beachten Sie: Was konkret versichert ist, hängt vom gewählten Tarif ab. Je mehr Leistungen der Tarif bietet, desto höher fallen die Kosten aus.
Psychotherapie und mentale Gesundheit im Studium
Prüfungsstress, Zukunftsangst und Lebensumbrüche gehören für viele zum Studium – psychische Belastungen sind bei Studierenden weit verbreitet. Umso wichtiger ist die Frage, wie gut Ihre Krankenversicherung Psychotherapie abdeckt.
In der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Richtlinien-Psychotherapie grundsätzlich abgedeckt, oft aber mit langen Wartezeiten auf einen Kassenplatz. In der privaten Krankenversicherung hängt der Umfang vom Tarif ab: Einige Tarife übernehmen ambulante Psychotherapie großzügig, andere begrenzen die Sitzungszahl pro Jahr oder verlangen eine vorherige Zusage.
Wer Wert auf schnelle Therapieplätze und flexible Behandlung legt, sollte diesen Punkt beim Tarifvergleich gezielt prüfen. Achten Sie auf die Zahl der erstatteten Sitzungen und darauf, ob auch Privatpraxen ohne Kassenzulassung übernommen werden.
Experten-Tipp:
Beim Thema Psychotherapie trügt der günstige Studententarif
„Viele gehen davon aus, die PKV sei bei Psychotherapie automatisch besser als die Kasse. Gerade günstige Studententarife begrenzen aber die Sitzungszahl oder verlangen eine Zusage vorab. Wenn mentale Gesundheit für Sie zählt, prüfen Sie vor Abschluss die erstatteten Sitzungen und ob auch Privatpraxen ohne Kassensitz übernommen werden – nicht erst im Ernstfall.“
Studententarife der privaten Krankenversicherung
Viele private Krankenversicherungen bieten günstige Studententarife an. Teils sind es individuelle Angebote für Studierende, teils reguläre Tarife, die für junge, gesunde Menschen besonders günstig sind.
Einige wenige Versicherer bieten noch Tarife an, die auf den einheitlichen Bedingungen für die private studentische Krankenversicherung (PSKV) beruhen. Diese haben folgende Besonderheiten:
- Keine Bildung von Altersrückstellungen
- Übernahme des 1,7-fachen Satzes der Gebührenordnung für Ärzte beziehungsweise des 2,0-fachen Satzes für Zahnärzte (typisch bei der PKV ist mindestens das 2,3-fache)
- Direkte Abrechnung mit dem Arzt statt Anwendung des Kostenerstattungsprinzips
Es handelt sich also um Tarife, die der finanziellen Situation von Studierenden entgegenkommen, aber Abstriche bei den Leistungen bedeuten.
Debeka-Studententarif
Die Debeka ist einer der Versicherer, die für Studierende einen Tarif nach den Bedingungen der privaten studentischen Krankenversicherung (PSKV) anbieten (Debeka). Er ist auf die Zeit des Studiums zugeschnitten und für junge Studierende vergleichsweise günstig, weil der Beitrag altersabhängig kalkuliert wird.
Kennzeichnend sind auch hier die PSKV-Merkmale: Erstattung bis zum 1,7-fachen Satz der Ärzte-Gebührenordnung und bis zum 2,0-fachen für Zahnärzte, keine Altersrückstellungen und die direkte Abrechnung mit dem Arzt. Als Beispiel liegt der Studententarif-Beitrag im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich pro Monat.
Wichtig für den Zugang ist die Befreiung von der Versicherungspflicht: Zu Studienbeginn müssen Sie sich innerhalb von drei Monaten bei einer gesetzlichen Krankenkasse befreien lassen, bevor Sie in den privaten Studententarif wechseln. Diese Befreiung gilt für die gesamte Studiendauer und ist bindend (Quelle: § 8 SGB V).
Ab dem 25. Geburtstag ändert sich für Kinder von Beamten die Lage: Fällt die Beihilfe weg, steigt der Beitrag, weil dann der volle Versicherungsschutz nötig ist. Planen Sie diesen Kostensprung ab 25 frühzeitig ein.
Wann zahlt die private Krankenversicherung für Studenten nicht?
- Nicht vom Versicherungsvertrag abgedeckte Leistungen
- Behandlungen, Heil- und Hilfsmittel, die nicht medizinisch notwendig sind
- Unangemessen hohe Kosten
- Bereits vor Vertragsschluss begonnene Behandlungen (Vorvertraglichkeit) oder Verstoß gegen vorvertragliche Anzeigepflichten
- Wenn die Kosten den vereinbarten Selbstbehalt noch nicht überschritten haben
Wann zahlt die PKV nicht und was Sie tun können
Wenn der Versicherer nicht zahlen will
Lehnt ein Versicherer eine Leistung ab, stehen wir als Ihre Berater an Ihrer Seite: Wir prüfen die Ablehnung, fordern die Begründung an und setzen Ihren Anspruch durch. Das ist unser Job – Sie müssen sich nicht allein durch Widerspruchsverfahren kämpfen. Diesen Beistand bietet keine AI-Auskunft und kein Vergleichsportal.
Was kostet die private Krankenversicherung für Studenten?
Die Kosten der privaten Krankenversicherung hängen von Ihrem Studentenstatus, Ihrem Alter und Gesundheitszustand sowie den gewählten Leistungen ab. Ein wichtiger Faktor ist der Selbstbehalt – der Anteil an Kosten, den Sie selbst tragen. Reichen Sie ein Jahr lang keine Rechnungen ein, sind Rückerstattungen möglich.
Kostenbeispiel
Für einen 23-jährigen Studenten sind zum Beispiel folgende Kosten möglich:
| Höhe des Selbstbehalts | Monatliche Beitragskosten |
|---|---|
| 500 € | 92,82 € |
| 1.000 € | 74 € |
Für Studierende um die 30 Jahre liegt der Beitrag deutlich höher, da er mit dem Alter steigt. Als grobe Orientierung sind es je nach Tarif rund 150 bis 200 Euro monatlich.
Zum Vergleich: Kosten der gesetzlichen Versicherung
Wer sich für die studentische Krankenversicherung der GKV entscheidet, zahlt 2026 rund 87,38 Euro (Krankenversicherungsanteil) zuzüglich kassenindividuellem Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung (Quelle: vdek).
Sind Sie über 30 Jahre alt, bleiben Sie der GKV als freiwilliges Mitglied erhalten. Dafür zahlen Sie 2026 mindestens rund 192,48 Euro zuzüglich Zusatzbeitrag und Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung (Quelle: krankenkassen.de).
BAföG und die Krankenversicherung
Beziehen Sie BAföG und zahlen eigene Beiträge, erhalten Sie einen Zuschlag zur Kranken- und Pflegeversicherung, sofern keine Familienversicherung besteht (Quelle: § 13a BAföG). Bei studentischer Pflichtversicherung beträgt er 137 Euro monatlich (102 Euro Kranken- plus 35 Euro Pflegeversicherung). Bei freiwilliger gesetzlicher Versicherung – meist ab 30 Jahren – sind es bis zu 189 Euro (bis zu 155 Euro Kranken- plus 34 Euro Pflegeversicherung).
In der privaten Krankenversicherung spielt die Höhe des BAföG keine Rolle für den Beitrag. In der studentischen Pflichtversicherung dagegen schon: Steigt der BAföG-Bedarfssatz, steigt auch der GKV-Beitrag, da der Bedarfssatz die Berechnungsgrundlage bildet.
Experten-Tipp:
Auch als GKV-Student müssen Sie Leistungslücken nicht hinnehmen
„Wer gesetzlich versichert ist, muss die Leistungslücken der GKV nicht einfach akzeptieren – gezielte private Krankenzusatzversicherungen schließen sie. Das gilt für Studenten, die
- über ihre Eltern in der Familienversicherung versichert sind,
- sich für die gesetzliche studentische Krankenversicherung entschieden haben oder
- jenseits der 30 die freiwillige GKV-Versicherung gewählt haben.
Zusatztarife gibt es zahlreich und für unterschiedlichste Versicherungszwecke. Studententarife wie bei der Krankenvollversicherung sind allerdings die Ausnahme. Nicht jede Zusatzversicherung ist sinnvoll.“
Private Krankenversicherung im Test
Ausschnitt der aktuellen Testsieger (2026)
Hinweis: Die folgende Tabelle zeigt einen Ausschnitt aus dem allgemeinen PKV-Test und ist nicht studentenspezifisch.
Alle privaten Krankenversicherer im Test
Die beste PKV finden und im Ausland versichert sein
Warum können Sie uns vertrauen?
Unsere Berater haften persönlich für ihre Empfehlung. Ist unsere Beratung falsch und Sie haben dadurch im Leistungsfall Nachteile, stehen wir dafür ein. Das unterscheidet unsere Beratung von jeder AI-generierten Auskunft, für die niemand haftet.
Für die Beratung zur PKV sind wir von Finanztip empfohlen. Die Inhalte dieser Seite wurden von unserer Fachredaktion in enger Zusammenarbeit mit unseren zertifizierten Experten erstellt und werden regelmäßig aktualisiert.
Wie wählen Sie als Student die beste private Krankenversicherung?
Wie vorteilhaft und günstig eine private Krankenversicherung für Sie ist, hängt vom gewählten Tarif ab. Achten Sie auf folgende Punkte:
- Beinhaltet der Tarif die Leistungen, die Ihnen wichtig sind?
- Können Sie durch Verzicht auf weniger wichtige Leistungen sparen?
- Bis zu welcher Höhe erstattet die Versicherung Arztrechnungen?
- Ist der Selbstbehalt trotz des niedrigen Studien-Einkommens gut tragbar?
Da Sie mit der Entscheidung eine langfristige Verpflichtung eingehen, sollten Sie sich gut informieren und gegebenenfalls beraten lassen. Das gilt besonders bei Vorerkrankungen, die es schwieriger machen, sich zu guten Konditionen privat zu versichern.
Mit Vorerkrankungen wird die PKV schnell teuer oder ganz abgelehnt. Wir stellen vorab eine anonyme Risikovoranfrage, damit kein Ablehnungseintrag entsteht, und sagen Ihnen ehrlich, ob sich der Wechsel für Sie lohnt.
So gehen Sie beim Abschluss vor
- Entscheidung für ein Versicherungssystem: Überlegen Sie, ob eine private oder gesetzliche Krankenversicherung für Sie sinnvoller ist. Lassen Sie sich am besten beraten.
- Tarifauswahl: Möchten Sie sich privat versichern, lassen Sie sich kostenfrei von unseren PKV-Experten beraten. Wir haben den Überblick über Anbieter und Tarife und helfen bei der Auswahl.
- Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht: Stellen Sie den Antrag. Sind Sie bisher gesetzlich versichert, bei Ihrer Krankenkasse; sind Sie privat versichert, bei einer beliebigen gesetzlichen Kasse. Achten Sie auf die Fristen.
- Antrag bei der privaten Krankenversicherung: Beantworten Sie die Gesundheitsfragen korrekt.
- Nachweis einreichen: Reichen Sie den Versicherungsnachweis bei Ihrer Universität ein, um die Immatrikulationsvoraussetzungen zu erfüllen.
- Vertrag unterschreiben: Nimmt der Versicherer Ihren Antrag an, prüfen und unterschreiben Sie das Vertragsangebot.
Diese Fehler sollten Sie vermeiden
- Fristen verpassen
Stellen Sie Ihren Antrag rechtzeitig nach Studienbeginn, nach Auslaufen der Familienversicherung oder zu Ihrem 30. Geburtstag. - Auf Recherche verzichten
Rechnen Sie nach, welche Kosten langfristig entstehen. - Selbstbehalt unterschätzen
Ein hoher Selbstbehalt senkt den Beitrag, kann Sie im Ernstfall aber belasten. - Nicht langfristig denken
Beziehen Sie nicht nur den kurzfristigen Kostenvorteil ein, sondern auch die lange Bindung. - Vorteile nicht nutzen
Haben Sie unter 25 Jahren Zugang zur Familienversicherung, nutzen Sie zuerst diese.
Studenten im Ausland: PKV im Auslandssemester
Immer mehr Studierende absolvieren ein Auslandssemester. Der Versicherungsschutz einer privaten Krankenversicherung gilt oft weltweit, während gesetzlich Versicherte häufig nur begrenzt abgesichert sind. Wie gut Sie geschützt sind, hängt aber stark vom Zielland ab.
Innerhalb der EU
Innerhalb der EU und des EWR hilft die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) gesetzlich Versicherten bei akuten Behandlungen. Privatversicherte gehen oft in Vorleistung und rechnen die Kosten später ab. Für längere Aufenthalte lohnt sich eine Prüfung, ob der Tarif das Zielland dauerhaft abdeckt.
Außerhalb der EU und USA-Sonderfall
Außerhalb der EU – besonders in den USA – reicht der normale Schutz häufig nicht. Viele US-Hochschulen verlangen den Abschluss einer eigenen Hochschulversicherung, selbst wenn Sie bereits versichert sind. Die Behandlungskosten sind dort sehr hoch.
Achten Sie außerdem auf die Klausel zum Rücktransport: Gute Tarife zahlen den medizinisch sinnvollen Rücktransport, nicht nur den medizinisch notwendigen. Klären Sie vor der Abreise, was Ihr Tarif im Ausland genau leistet.
Experten-Tipp:
Verlassen Sie sich im Auslandssemester nicht auf den GKV-Schutz
„Viele Studierende gehen davon aus, ihr gesetzlicher Schutz reiche im Auslandssemester – außerhalb der EU ist er aber oft begrenzt. Der Schutz einer privaten Krankenversicherung gilt dagegen häufig weltweit. Rechnen Sie aber damit, dass Privatpatienten im Ausland in Vorleistung gehen und die Kosten erst später erstattet bekommen. Klären Sie vor der Abreise, was Ihr Tarif genau leistet.“
Weitere Personen- und Berufsgruppen in der privaten Krankenversicherung
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Die häufigsten Fragen zur privaten Krankenversicherung für Studenten (FAQ)
Wann lohnt sich eine private Krankenversicherung für Studenten?
Eine private Krankenversicherung kann sich für Studenten durchaus lohnen. Kostengünstige Studententarife erleichtern den Einstieg und können im Alter für geringere Beiträge sorgen. Zudem profitieren Studenten von einem breiteren Leistungsangebot, das über den Grundschutz der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgeht.
Wie teuer ist eine private Krankenversicherung für Studenten?
Eine private Krankenversicherung für Studenten kostet als Beispiel ab rund 74 Euro im Monat. Das ist im Vergleich zu regulären PKV-Beiträgen sehr günstig und nur möglich, wenn der Versicherer einen speziellen Studententarif anbietet. Je nach Alter, Gesundheitszustand und Zusatzleistungen kann die PKV aber auch bis zu 230 Euro im Monat kosten.
Wie lange sind Studenten bei den Eltern mitversichert?
Sind die Eltern gesetzlich krankenversichert, sind Studenten bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres in der Familienversicherung mitversichert. Sind die Eltern privat versichert, ist keine Mitversicherung möglich; Sie brauchen in der Regel einen eigenen Vertrag.
Wie sind Werkstudenten krankenversichert?
Werkstudenten bleiben in der Regel in der studentischen Pflichtversicherung, solange sie in der Vorlesungszeit höchstens 20 Stunden pro Woche arbeiten. Dieses Werkstudentenprivileg macht den Nebenjob in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung beitragsfrei, der Beitrag hängt also nicht vom Verdienst ab. Überschreiten Sie die 20-Stunden-Grenze dauerhaft, kann Versicherungspflicht als Arbeitnehmer entstehen. In der vorlesungsfreien Zeit dürfen Sie auch mehr arbeiten.
Wie kommen Sie als Student wieder aus der PKV heraus?
Zu Studienbeginn haben Sie drei Monate Zeit, sich zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung zu entscheiden. Diese Entscheidung ist danach für die gesamte Studiendauer bindend – ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist während des Studiums nicht möglich. Erst nach dem Studium werden Sie wieder gesetzlich versicherungspflichtig, sobald Sie eine angestellte Tätigkeit mit einem Einkommen unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze aufnehmen.
Welche Rolle spielt BAföG bei der privaten Krankenversicherung?
Wer BAföG bezieht, kann sich ebenfalls privat versichern. Bestehen keine Familienversicherung und zahlen Sie eigene Beiträge, bezuschusst das BAföG-Amt die Kranken- und Pflegeversicherung. Auf den PKV-Beitrag selbst hat die Höhe des BAföG keinen Einfluss. In der studentischen gesetzlichen Krankenversicherung dagegen steigt der Beitrag mit jeder BAföG-Erhöhung, weil der BAföG-Bedarfssatz die Berechnungsgrundlage bildet.
Welche Krankenversicherung gilt für duale Studenten?
Sowohl Studierenden in dualen Studiengängen als auch an Berufsakademien bleibt eine studentische Krankenversicherung zumeist verwehrt. Sie gelten meist als Beschäftigte und sind darüber versicherungspflichtig.
Wann enden die günstigen Studententarife – auch für Studierende über 30?
Die klassischen Studententarife und die studentische Pflichtversicherung enden in der Regel mit dem 30. Lebensjahr. Über 30 wählen Sie zwischen der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung und einem regulären PKV-Tarif nach Gesundheitsprüfung. In Ausnahmefällen, etwa bei einer studienverzögernden Erkrankung, ist die studentische Versicherung länger möglich.
Wie gut deckt die private Krankenversicherung Psychotherapie im Studium ab?
Wie gut Psychotherapie abgedeckt ist, hängt in der privaten Krankenversicherung vom gewählten Tarif ab. Einige Tarife übernehmen ambulante Psychotherapie großzügig, andere begrenzen die Zahl der Sitzungen pro Jahr oder verlangen vorab eine Zusage. Gerade günstige Studententarife schränken die Sitzungszahl oft ein. Achten Sie beim Vergleich auf die Zahl der erstatteten Sitzungen und darauf, ob auch Privatpraxen ohne Kassenzulassung übernommen werden.
Was zeichnet den Debeka-Studententarif aus?
Die Debeka bietet für Studierende einen Tarif nach den Bedingungen der privaten studentischen Krankenversicherung (PSKV) an. Kennzeichnend sind die Erstattung bis zum 1,7-fachen Satz der Ärzte-Gebührenordnung und bis zum 2,0-fachen für Zahnärzte, keine Altersrückstellungen sowie die direkte Abrechnung mit dem Arzt. Der Tarif ist auf die Studienzeit zugeschnitten und für junge Studierende vergleichsweise günstig. Voraussetzung ist die fristgerechte Befreiung von der Versicherungspflicht zu Studienbeginn.
Welche Krankenversicherung brauchen internationale Studierende?
Internationale Studierende benötigen für die Immatrikulation einen anerkannten Versicherungsnachweis. Studierende aus der EU nutzen häufig ihre heimische Versicherung über die EHIC. Studierende aus Nicht-EU-Ländern brauchen meist eine deutsche Krankenversicherung, bis 30 Jahre oft die studentische Pflichtversicherung.
Wie sind Studenten im Auslandssemester krankenversichert?
Der Schutz einer privaten Krankenversicherung gilt oft weltweit, während gesetzlich Versicherte im Ausland häufig nur begrenzt abgesichert sind. Innerhalb der EU und des EWR hilft gesetzlich Versicherten die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), Privatversicherte gehen dagegen meist in Vorleistung. Außerhalb der EU, besonders in den USA, reicht der normale Schutz oft nicht, und viele Hochschulen verlangen eine eigene Versicherung. Prüfen Sie vor der Abreise, ob Ihr Tarif das Zielland abdeckt und den Rücktransport zahlt.
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