Private Kranken­versicherung für Feuerwehrleute

Beihilfekonforme PKV für Feuerwehrbeamte – die Lücke zur Beihilfe passgenau geschlossen.

Das erwartet Sie hier

Was Feuerwehrbeamte über die private Kranken­versicherung wissen müssen, was sie kostet und worauf sie achten sollten.

Inhalt dieser Seite
  1. Was sollten Feuerwehrleute über die PKV wissen?
  2. Warum ist eine PKV für Feuerwehrbeamte sinnvoll?
  3. Was kostet die PKV für Feuerwehrbeamte?
  4. Was leistet sie und wann leistet sie nicht?
  5. Private Kranken­­versicherung für Feuerwehrleute im Test
  6. So wählen Sie die richtige PKV aus
  7. Wichtige Tipps unserer Experten für Sie
  8. Häufige Fragen zur PKV für Feuerwehrleute
Von Maureen Menger
Fachlich geprüft durch Robert Böhrk
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Feuerwehrleute erhalten je nach Bundesland Beihilfe oder Heilfürsorge. Diese sollten sie mit einer privaten Kranken­versicherung ergänzen.
  • Feuerwehrbeamte, die aktuell keine private Kranken­versicherung benötigen, können mittels einer Anwartschafts­versicherung für ihre Pension vorsorgen.
  • Die private Kranken­versicherung für Feuerwehrleute gibt es bereits ab 192 € im Monat.
  • Lassen Sie sich kostenfrei zur passenden privaten Kranken­versicherung beraten – unsere PKV-Beratung wird von Finanztip empfohlen.

Als Feuerwehrbeamter sichern Sie sich anders ab als die meisten Privatversicherten …

Als Beamter der Berufsfeuerwehr tragen Sie im Einsatz täglich Verantwortung und stehen bei Ihrer eigenen Absicherung vor einer besonderen Ausgangslage. Ihr Dienstherr übernimmt über Beihilfe oder Heilfürsorge bereits einen großen Teil Ihrer Gesundheitskosten. Für Sie geht es deshalb nicht um eine teure Voll­versicherung, sondern darum, die verbleibende Lücke passgenau zu schließen. Genau hier entscheidet sich, ob Ihr Schutz im Ernstfall wirklich hält und Ihr Beitrag fair bleibt. Viele Feuerwehrbeamte unterschätzen, wie sehr sich ihre Situation von der anderer Privatversicherter unterscheidet. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Absicherung zu Ihrer Laufbahn passt und worauf es dabei wirklich ankommt.

Was sollten Feuerwehrleute über die private Kranken­versicherung wissen?

Neu für Feuerwehrbeamte 2026

Testsieger 2026: Die aktuellen Testsieger der privaten Kranken­versicherung für 2026 stehen fest – Allianz und R+V führen die Wertung mit 96 von 100 Punkten an. → Mehr dazu im Abschnitt „Private Kranken­versicherung für Feuerwehrleute im Test“

Feuerwehrleute bei der Berufsfeuerwehr sind Beamte. Wie viele andere Beamte auch benötigen sie eine private Kranken­versicherung (PKV) nicht als vollumfänglichen Schutz, sondern um Versorgungslücken zu schließen oder Zusatzleistungen zu erhalten. Denn bei Feuerwehrleuten übernimmt der Dienstherr grundsätzlich die Gesundheitsleistungen. Je nach Bundesland wird entweder Heilfürsorge oder Beihilfe gezahlt:

  • Heilfürsorge: Eine Absicherung durch Heilfürsorge entspricht ungefähr der gesetzlichen Kranken­versicherung. Gewährt der Dienstherr Heilfürsorge, zahlt er 100 Prozent der erstattungsfähigen Aufwendungen. Das heißt, in dieser Zeit ist theoretisch keine zusätzliche Kranken­versicherung nötig. Möchten Sie allerdings mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen, müssen Sie eine private Kranken­versicherung abschließen.
  • Beihilfe: Bei der Beihilfe wird nur ein Teil der Kosten übernommen. Die Beihilfe muss daher mit einem speziellen Beihilfetarif der privaten Kranken­versicherung kombiniert werden, der für den anderen Teil aufkommt. Diese spezielle private Kranken­versicherung wird auch Restkosten­versicherung genannt. Ein typischer Beihilfesatz für Beamte liegt bei 50 Prozent. Die Beihilfesätze variieren jedoch je nach Bundesland (Quelle: Handelsblatt). Die genaue Höhe Ihrer Beihilfe finden Sie in den jeweiligen Beihilfeverordnungen zum Beispiel über das Internetportal Beihilfe. Wenn sich beihilfeberechtigte Feuerwehrbeamte für eine private Kranken­versicherung entscheiden, müssen sie bei Arztbesuchen in Vorleistung gehen. Sie bekommen dann vom Arzt einen Beleg über die erbrachten Leistungen und müssen diesen für eine Kostenerstattung bei der Beihilfestelle einreichen.

Feuerwehrleute mit Heilfürsorge sind gesetzlich verpflichtet, eine Pflegepflicht­versicherung abzuschließen (Quelle: § 23 SGB XI).


Beihilfesätze und Bundesland-Zuordnung im Überblick

Wie hoch die Beihilfe für Feuerwehrbeamte ausfällt, hängt von der Person und vom Bundesland ab. Für den Beamten selbst gilt im aktiven Dienst ein Beihilfesatz von 50 Prozent, im Ruhestand von 70 Prozent.

PersonengruppeBeihilfesatzÜber die PKV abzusichern
Feuerwehrbeamter im aktiven Dienst50 %50 %
Feuerwehrbeamter im Ruhestand70 %30 %
Berücksichtigungsfähiger Ehepartner70 %30 %
Berücksichtigungsfähige Kinder80 %20 %

Der Satz für aktive Beamte steigt ab dem zweiten berücksichtigungsfähigen Kind auf 70 Prozent (Quelle: BVA).

Ob ein Feuerwehrbeamter im aktiven Dienst Heilfürsorge oder Beihilfe erhält, unterscheidet sich je nach Bundesland und Dienstverhältnis. Diese Zuordnung ändert sich immer wieder und wird in den Quellen teils widersprüchlich angegeben.

Absicherung im aktiven DienstBundesländer
Heilfürsorge (100 Prozent Kostenübernahme durch den Dienstherrn)Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein
Beihilfe (Regelsatz, Rest über die PKV)Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Thüringen
Uneinheitlich, gemeindeabhängigHessen (die Entscheidung liegt bei der jeweiligen Gemeinde, in der Praxis überwiegend Beihilfe)

Wichtig zu wissen:

  • In einigen Heilfürsorge-Ländern wird ein kleiner Eigenanteil angerechnet – in Hamburg und Schleswig-Holstein jeweils rund 1,4 Prozent, in Sachsen-Anhalt ein gestaffelter Eigenbeitrag.
  • Nordrhein-Westfalen: Nur beim Land beschäftigte Feuerwehrbeamte erhalten Heilfürsorge. Die kommunalen Berufsfeuerwehren – der Regelfall – bekommen Beihilfe.
  • Niedersachsen: grundsätzlich Heilfürsorge-Land (§ 115 NBG). Für nach dem 31. Januar 1999 ernannte Beamte können Gemeinden per Satzung abweichend Beihilfe festlegen.
  • Hamburg: gesetzlich ein Heilfürsorge-Land. Feuerwehrbeamte können die Heilfürsorge aber unwiderruflich ablehnen und stattdessen Beihilfe beziehen – dann greift auch die pauschale Beihilfe („Hamburger Modell“, rund 50 Prozent Zuschuss zum Krankenkassenbeitrag). Die pauschale Beihilfe ersetzt die Heilfürsorge also nicht, sondern ist eine Wahloption für Beamte, die sich gegen die Heilfürsorge entschieden haben.

Ab Eintritt in den Ruhestand erhalten Feuerwehrbeamte in allen Bundesländern Beihilfe (Regelsatz 70 Prozent) – die Heilfürsorge endet mit dem aktiven Dienst.

Quellen: Landesrecht der jeweiligen Länder

Unter anderem § 115 NBG (Niedersachsen), Sächsische Heilfürsorgeverordnung, Heilfürsorgeverordnung Schleswig-Holstein und die Angaben der Stadt Hamburg zur pauschalen Beihilfe. Für Hessen, Rheinland-Pfalz und Berlin empfiehlt sich vor rechtsverbindlicher Nutzung ein Abgleich mit dem jeweiligen Landesbeamtengesetz.


Ablehnung in der PKV? Diese Möglichkeiten haben Beamte

Schätzt der Anbieter einer PKV das Krankheits­risiko eines Feuerwehrbeamten als hoch ein, hat er das Recht, Risikozuschläge zu berechnen, Leistungen auszuschließen oder sogar den Antrag abzulehnen. Feuerwehrleute, für die eine Ablehnung wahrscheinlich ist, können in den ersten sechs Monaten nach der erstmaligen Verbeamtung einen Antrag auf eine sogenannte Öffnungsaktion oder Öffnungsklausel der PKV stellen. Diese Klausel garantiert, dass alle Beamte zu Beginn ihrer Laufbahn in die PKV aufgenommen werden. Diese Klausel sorgt zudem dafür, dass Risikozuschläge auf maximal 30 Prozent des tariflichen Kostenbeitrags begrenzt sind. Nicht alle Versicherer bieten allerdings diese Öffnungsklausel an (Quelle: Verband der Privaten Kranken­versicherungen e. V.).

Experten-Tipp:
Beamtenanwärter sollten die PKV-Wahl nicht überstürzen

„Beamte auf Widerruf und Beamtenanwärter können zwischen gesetzlicher und privater Kranken­versicherung wählen. Wer sich für die PKV entscheidet und später nicht übernommen wird, kommt nur über einen sozial­versicherungspflichtigen Job oder die Familien­versicherung zurück in die gesetzliche Kranken­versicherung. Sonst bleiben sechs Monate für den Wechsel in einen Volltarif – danach droht eine neue Gesundheitsprüfung. Mein Rat: Treffen Sie diese Wahl früh und bewusst.“

Foto von Robert Böhrk
Experte für Gesundheitsvorsorge

Fürs Pensionsalter vorsorgen

Ab der Pension erhalten alle Feuerwehrleute unabhängig vom Bundesland Beihilfe. Spätestens dann benötigen Feuerwehrmänner und -frauen, die zuvor Heilfürsorge erhalten haben, eine Restkosten­versicherung. Sie können für diese vorab eine Anwartschafts­versicherung abschließen.

So funktioniert die Anwartschaft in der privaten Kranken­versicherung

Kleine oder große Anwartschaft – was lohnt sich?

Bei der Anwartschafts­versicherung gibt es zwei Varianten, die sich in Kosten und Leistung unterscheiden:

  • Kleine Anwartschaft: Sie friert nur den Gesundheitszustand ein, sodass später keine erneute Gesundheitsprüfung nötig ist. Als Orientierung kostet sie rund fünf bis zehn Prozent des späteren Beitrags und passt gut zur Ausbildungs- und Heilfürsorgezeit.
  • Große Anwartschaft: Sie sichert zusätzlich das Eintrittsalter und baut bereits Alterungsrückstellungen auf, sodass der Beitrag im Alter niedriger ausfällt. Als Orientierung kostet sie rund 25 Prozent des späteren Beitrags.

Als Faustregel gilt: Während der Ausbildung reicht oft die kleine Anwartschaft, für die Verbeamtung auf Lebenszeit ist die große Anwartschaft meist die bessere Wahl. Die genannten Kostenanteile sind Orientierungswerte und keine festen Tarifangaben.

Mit uns die ideale private Kranken­versicherung finden

Je früher Sie Ihre Absicherung regeln, desto günstiger bleibt der Beitrag – gerade für Anwärter und Berufseinsteiger. Wir sind von Finanztip für unsere PKV-Beratung empfohlen und finden mit Ihnen den passenden beihilfekonformen Tarif:

  • Innovative ETF-Altersabsicherung der PKV-Beiträge
  • Anonyme Risikovoranfrage vorab
  • Immer ein direkter Ansprechpartner
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Experte für Gesundheitsvorsorge

Warum ist eine private Kranken­versicherung für Feuerwehrbeamte sinnvoll?

Warum können Sie uns vertrauen?

Unsere Berater haften persönlich für ihre Empfehlung. Wenn unsere Beratung falsch ist und Sie dadurch im Leistungsfall Nachteile haben, stehen wir dafür ein. Das unterscheidet unsere Beratung von jeder AI-generierten Auskunft, für die niemand haftet. Wir sind von Finanztip empfohlen.

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Feuerwehrleute haben einen risikoreichen Beruf. Folgende Verletzungen sind häufig (Quelle: ZeitOnline):

  • Beinbrüche durch Stolpern oder Ausrutschen
  • Hitzschlag
  • Sonnenstich
  • Rauchgasvergiftung beim Löschen von Vegetationsbränden in heißen Sommern
  • Psychische Erkrankungen wie posttraumatische Belastungsstörung

Prinzipiell sind Feuerwehrleute im Krankheits­fall durch ihren Dienstherren abgesichert. Diese Absicherung ist jedoch mehr oder weniger umfassend – entweder werden nicht alle Leistungen oder nicht alle Leistungen im vollen Umfang übernommen. Daher ist es für Feuerwehrleute wichtig, zu prüfen, ob und welche Versicherung sie benötigen, um umfassend geschützt zu sein.


Warum sich frühes Handeln für Feuerwehrbeamte auszahlt

Je früher Feuerwehrbeamte ihre private Absicherung regeln, desto günstiger und sicherer wird sie. Der Beitrag richtet sich nach dem Gesundheitszustand beim Abschluss – und der ist in jungen Jahren am besten. Wer erst kurz vor der Pension eine Restkosten­versicherung sucht, muss mit Zuschlägen, Leistungsausschlüssen oder einer Ablehnung rechnen.

Besonders Beamtenanwärter und Berufseinsteiger profitieren von einem frühen Abschluss. Sie sichern sich niedrige Einstiegsbeiträge und frieren ihren guten Gesundheitszustand für die Zukunft ein. Auch wer aktuell Heilfürsorge bezieht und noch keine Voll­versicherung braucht, sollte früh eine Anwartschaft abschließen, um sich diese Konditionen für das Pensionsalter zu sichern.

Experten-Tipp:
Die Anwartschaft gehört an den Anfang der Laufbahn, nicht ans Ende

„Viele warten mit der privaten Absicherung, bis die Pension näher rückt – ein teurer Fehler. Zu Versicherungsbeginn steht eine Gesundheitsprüfung, und die fällt in jungen Jahren fast immer besser aus. Wer erst spät eine Restkosten­versicherung sucht, riskiert Zuschläge, Ausschlüsse oder eine Ablehnung. Sichern Sie sich den guten Gesundheitszustand früh über eine Anwartschaft – das hält den Beitrag dauerhaft niedrig.“

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PKV, Restkosten­versicherung oder Anwartschafts­versicherung – wer braucht was?

Feuerwehrleute mit Heilfürsorge

Gewährt der Dienstherr Heilfürsorge, ist theoretisch keine zusätzliche Kranken­versicherung nötig. Wünschen Sie jedoch mehr als die gesetzlichen Leistungen, müssen Sie eine PKV abschließen. Schließen Sie dafür am besten frühzeitig eine sogenannte Anwartschaft ab.

Feuerwehrleute mit Beihilfe

Anders als bei der Heilfürsorge übernimmt der Dienstherr, im Falle des Bezugs von Beihilfe, lediglich 50 bis 80 Prozent der anfallenden Arztkosten für Feuerwehrbeamte. Für die Abdeckung der restlichen 20 bis 50 Prozent muss eine private Kranken­versicherung (PKV) abgeschlossen werden.

Icon Sessel

Pensionierte Feuerwehrleute

Wird ein Beamter der Berufsfeuerwehr pensioniert, erlischt das Recht auf Heilfürsorge – ab jetzt greift die Beihilfe. In der Regel liegt diese für pensionierte Beamte bei 70 Prozent. Das heißt, der Versicherte benötigt eine Restkosten­versicherung für die fehlenden 30 Prozent der Kosten.

Was kostet die private Kranken­versicherung für Feuerwehrbeamte?

Eine private Kranken­versicherung für Feuerwehrbeamte kostet je nach Alter, Beihilfesatz und Leistungen meist zwischen rund 60 Euro für Anwärter und mehreren Hundert Euro im Monat. Weil der Dienstherr über die Beihilfe einen großen Teil der Kosten trägt, zahlen Feuerwehrbeamte deutlich weniger als privat versicherte Angestellte oder Selbständige.

Beispielbeiträge für verschiedene Profile

Die folgenden Werte sind Orientierungswerte aus typischen Tarifberechnungen und keine Preisgarantie. Ihr tatsächlicher Beitrag hängt vom gewählten Tarif, Ihrem Gesundheitszustand und Ihrem Bundesland ab.

ProfilBeihilfeBeispielbeitrag PKV (monatlich)
Anwärter beziehungsweise Berufseinsteiger, Anfang 20Anwärtertarifrund 60 bis 110 €
Feuerwehrbeamter mit Familie, Mitte 3050 %rund 220 bis 370 €
Spät-Einsteiger, Mitte 4050 %ab rund 350 € aufwärts
Pensionär70 %rund 200 bis 300 € (Restkosten)

Konkretes Kostenbeispiel

  • Feuerwehrmann
  • Wohnhaft in Berlin
  • 1993 geboren
  • Ein beihilfeberechtigtes Kind
  • Ohne Vor­erkrankungen
  • Legt besonders viel Wert auf Psychotherapie
Icon Feuerwehrmann

Dieser Beispielkunde kann sich ab 218,87 Euro monatlich versichern. Der Wert stammt aus einer konkreten Tarifberechnung und ist ein Beispielwert ohne Preisgarantie.


Rechenbeispiel für den Ruhestand

Im Ruhestand erhalten Feuerwehrbeamte 70 Prozent Beihilfe – die private Restkosten­versicherung deckt dann nur noch die restlichen 30 Prozent ab. Bei angenommenen Krankheits­kosten von 4.000 Euro im Jahr übernimmt die Beihilfe rund 2.800 Euro, die verbleibenden 1.200 Euro trägt die Restkosten­versicherung. Genau für diese Lücke sorgt eine früh abgeschlossene Anwartschaft vor. Die Beträge sind Beispielwerte zur Veranschaulichung.


Praxisbeispiel: Restkosten­versicherung trotz Vorerkrankung

Ein 28-jähriger Feuerwehrbeamter auf Probe mit einer Vorerkrankung am Rücken wollte eine beihilfekonforme private Kranken­versicherung abschließen. Bei einer direkten Anfrage beim Versicherer drohten Risikozuschläge oder eine Ablehnung. Über die Öffnungsaktion innerhalb der ersten sechs Monate nach der Verbeamtung wurde er dennoch in einen beihilfekonformen Tarif aufgenommen – mit einem auf 30 Prozent begrenzten Risikozuschlag statt einer Ablehnung.

Icon Gesundheitscheck Schmerzen

Günstige Konditionen für Beamte

Dank der Beihilfe, aber auch dank Beamtentarifen der privaten Kranken­versicherungen, zahlen Feuerwehrbeamte im Vergleich zu Selbständigen und Angestellten besonders wenig. Laut der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) betrug 2025 der monatliche Beitrag zur privaten Kranken­versicherung für Beamte durchschnittlich 338,89 Euro (Quelle: DtGV).


Diese Faktoren beeinflussen die Beitragshöhe

  • Im Tarif enthaltene Leistungen
  • Gewünschte Zusatzbausteine
  • Familienstand
  • Selbstbehalt
  • Alter und Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers
  • PKV-Anbieter

Was leistet sie und wann leistet sie nicht?

Diese Leistungen sollte eine gute private Kranken­versicherung Feuerwehrleuten bieten

Freie Arztwahl

Ambulante Psychotherapie, mindestens 50 Sitzungen pro Jahr

Icon Pille und Tablette

Hohe Kostenübernahme für Hilfsmittel und Heilmittel

Kostenübernahme für fehlende Beihilfeanteile durch die Kranken­versicherung

Beitragsentlastung in der Pension

Krankenhausleistungen mit Wahlleistungsoption

Icon Zahn

Zahnschutz

Icon Graph

Beitragsstabilität

Wann leistet eine private Kranken­versicherung für Feuerwehrleute nicht?

  • Ausland: Prinzipiell sind Sie im Ausland als Feuerwehrbeamter krankenversichert. Die Beihilfe deckt allerdings nur Standardleistungen ab. Prüfen Sie daher bei Bedarf genau in der Beihilfeverordnung und in den Versicherungs­bedingungen, wie Sie im Ausland krankenversichert sind.
  • Angehörige: Prinzipiell muss jedes Familienmitglied einen eigenen Vertrag mit der privaten Kranken­versicherung abschließen und entsprechend Beiträge zahlen. In der gesetzlichen Kranken­versicherung können Kinder, Ehegatten sowie eingetragene Lebenspartner beitragsfrei mitversichert werden. Solch eine Familien­versicherung gibt es in der privaten Kranken­versicherung nicht.
  • Vor­erkrankungen: Wenn Sie Gesundheitsfragen beim Abschluss einer privaten Kranken­versicherung nicht wahrheitsgemäß beantworten oder Vor­erkrankungen verschweigen, kann die PKV den Antrag ablehnen oder rückwirkend beenden.

Experten-Tipp:
Verlassen Sie sich im Ausland nicht allein auf die Beihilfe

„Der Beihilfeanspruch bleibt zwar im Ausland bestehen, aber nur für Standardleistungen – und ausländische Kliniken rechnen oft teurer ab. So bleiben Feuerwehrbeamte schnell auf einem Teil der Kosten sitzen. Ein medizinisch nötiger Rücktransport nach Deutschland ist gar nicht beihilfefähig. Schließen Sie für Reisen deshalb eine private Auslandskranken­versicherung ab – sie kostet wenig und deckt genau diese Lücke.“

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Experte für Gesundheitsvorsorge

Mögliche weitere Leistungen einer PKV für Feuerwehrleute

  • Unterbringung im Krankenhaus im Einbettzimmer oder Zweibettzimmer
  • Chefarztbehandlung
  • Heilpraktikerbehandlung
  • Zahnersatz
  • Kieferorthopädische Leistungen
  • Auslandskranken­versicherung für Feuerwehrleute

Private Kranken­versicherung für Feuerwehrleute im Test

Wir haben für Sie aktuelle Testergebnisse zur privaten Kranken­versicherung zusammengefasst. Auch wenn es noch keine Tests zu speziell einer PKV für Feuerwehrleute von unabhängigen Instituten gibt: Allgemeine Testberichte gelten ebenso für Feuerwehrbeamte und bieten Ihnen zusammen mit unseren Empfehlungen eine erste Orientierung bei der Wahl von Anbietern und Tarifen.

Ausschnitt der aktuellen Testsieger (2026)

AnbieterDFSI
Unternehmensqualität
IVFP
Unternehmensqualität
ServiceValue
Fairness
Gesamtwertung
von 100
Logo Allianz Deutschland AGAllianzExzellentExzellentSehr gut96
Logo R+V Allgemeine Versicherung AGR+VSehr gutExzellentSehr gut96
Logo LVM VersicherungLVMGutExzellentSehr gut92

Die ganze Tabelle und die aktuellen Testsieger der privaten Kranken­versicherung sowie die Empfehlungen unserer Experten finden Sie hier:

Alle privaten Kranken­versicherungen im Test (2026)

So wählen Sie die richtige PKV aus

Darauf sollten Sie achten

  • Hilfs- und Heilmittel: Die Beihilfe übernimmt weder die Kosten für Brillen und Kontaktlinsen noch für Medikamente für sogenannte Bagatell­erkrankungen (zum Beispiel Kopfschmerztabletten). Wer solche Kosten über entsprechende Ergänzungstarife gedeckt wissen möchte, sollte auf einen offenen Hilfsmittelkatalog achten. Dann werden alle Hilfsmittel erstattet, die medizinisch notwendig sind. Ebenso wichtig sind angemessene Höchstbeträge, beispielsweise für die Erstattung von Rollstühlen.
  • Stationäre Versorgung: Beim Abschluss von Restkosten­versicherungen sollten Sie darauf achten, dass eine Unterbringung im Einbettzimmer oder Zweibettzimmer und die Chefarztbehandlung mitversichert sind. Empfehlenswert sind außerdem Tarife, die ein Tagegeld zahlen, wenn Sie auf die Unterbringung im Einzelzimmer und die Chefarztbehandlung verzichten. Achten Sie auch darauf, dass vorbereitende und anschließende Behandlungen gedeckt sind. Erfahren Sie mehr zur stationären Behandlung in der PKV.
  • Ambulante Versorgung und zahnärztliche Behandlungen: In diesem Bereich sind vor allem die Erstattungssätze wichtig. Die Beihilfe zahlt in der Regel höchstens den 2,3-fachen Gebührensatz. Eine private Kranken­versicherung sollte sowohl bei der ambulanten Versorgung als auch bei zahnärztlichen Behandlungen mindestens den 3,5-fachen Gebührensatz (für Zahnärzte) bezahlen. Wichtig ist auch die Arztwahl. Das heißt, Sie können direkt zum Facharzt gehen und müssen sich nicht erst eine Überweisung von Ihrem Hausarzt holen.
  • Alternativmedizin: Wenn Sie Wert auf alternative Heilmethoden legen, sollten Sie darauf achten, dass diese grundsätzlich erstattungsfähig sind und keine zu niedrigen Höchstbegrenzungen festgelegt sind. Wichtig ist auch, dass in den Versicherungs­bedingungen keine Klausel versteckt ist, die die Erstattung nur dann erlaubt, wenn sich die Heilbehandlung als Erfolg ­versprechend erweist.

Welche Fehler Sie als Feuerwehrmann auf keinen Fall bei Abschluss einer PKV begehen sollten

  • Keine Anwartschafts­versicherung abschließen: Haben Sie als Feuerwehrmann oder -frau Anspruch auf Heilfürsorge, erhalten Sie in der Regel ab der Pension Beihilfe. Beihilfe muss mit einer privaten Kranken­versicherung kombiniert werden. Schließen Sie daher möglichst frühzeitig eine Anwartschafts­versicherung hierfür ab.
  • Beihilfe für Angehörige nicht nutzen: Angehörige von Feuerwehrbeamten können von Beihilfe profitieren. Ehepartner erhalten typischerweise 70 Prozent, Kinder 80 Prozent. Der genaue Beihilfesatz kann jedoch je nach Bundesland davon abweichen (Quelle: Handelsblatt). Für die Restkosten müssen auch Ihre Angehörigen einen beihilfekonformen PKV-Tarif abschließen.
  • Keine Beratung nutzen: Unsere Seite zu aktuellen Testergebnissen zur privaten Kranken­versicherung kann Ihnen eine erste Orientierung bieten. Setzen Sie dennoch auf Sicherheit und lassen Sie sich kostenfrei und unverbindlich von unseren Experten beraten.

Wichtige Tipps unserer Experten für Sie

Experten-Tipp:
Die freiwillig gesetzliche Versicherung kann Beihilfe kosten

„Feuerwehrbeamte dürfen sich auch freiwillig gesetzlich versichern. Klingt bequem, hat aber einen Haken: In diesem Fall gibt es weder Heilfürsorge noch Beihilfe – den vollen Beitrag zahlen Sie selbst. Für die meisten Beamten ist die PKV mit Beihilfezuschuss deshalb günstiger. Wägen Sie beide Wege vorher genau ab. Die wichtigsten Vor- und Nachteile stehen im Vergleich unten.“

Foto von Robert Böhrk
Experte für Gesundheitsvorsorge
Private Kranken­versicherungGesetzliche Kranken­versicherung
Günstige Beiträge durch BeihilfeKeine Gesundheitsfragen
Leistungen können individuell zusammengestellt werden.Meist günstigere Beiträge, wenn Beamtenstatus endet
Höheres VersorgungsniveauFamilien­versicherung möglich – günstig für kinderreiche Familien

In Hamburg und einigen anderen Bundesländern erhalten Sie einen 50-prozentigen Zuschuss Ihres Dienstherrn zum Krankenkassenbeitrag. In anderen Bundesländern gibt es diesen Zuschuss nicht. Hier müssen die Beamten den Krankenkassenbeitrag selbst bezahlen.


Weitere Berufs- und Personengruppen der privaten Kranken­versicherung

Mit uns die ideale private Kranken­versicherung finden

Wir finden für Sie eine kostengünstige, leistungsstarke private Kranken­versicherung – und begleiten Sie auch im Leistungsfall:

  • PKV-Beratung von Finanztip empfohlen
  • Innovative ETF-Altersabsicherung der PKV-Beiträge
  • Immer ein direkter Ansprechpartner
Foto von Robert Böhrk
Experte für Gesundheitsvorsorge

Häufige Fragen zur PKV für Feuerwehrleute

Wann erhalten Feuerwehrbeamte Beihilfe und wann Heilfürsorge?

Ob ein Feuerwehrbeamter Beihilfe oder Heilfürsorge erhält, hängt vom Bundesland und vom Dienstverhältnis ab. Im aktiven Dienst gewähren manche Länder Heilfürsorge, also die volle Kostenübernahme. Andere zahlen Beihilfe mit einem Satz von meist 50 Prozent. Spätestens ab der Pension erhalten alle Feuerwehrbeamten bundesweit Beihilfe, in der Regel 70 Prozent. Den verbleibenden Anteil deckt eine private Kranken­versicherung ab.

Was ist eine Restkosten­versicherung für Feuerwehrbeamte?

Eine Restkosten­versicherung ist der Teil der privaten Kranken­versicherung, der genau die Lücke der Beihilfe schließt. Bei einem Beihilfesatz von 50 Prozent übernimmt sie die anderen 50 Prozent der Kosten, im Ruhestand bei 70 Prozent Beihilfe die restlichen 30 Prozent. Weil sie nur den offenen Rest absichert, ist sie deutlich günstiger als eine private Voll­versicherung. Der Tarif muss beihilfekonform sein, damit er zum jeweiligen Beihilfesatz passt.

Wie sind freiwillige und ehrenamtliche Feuerwehrleute krankenversichert?

Über das Ehrenamt selbst sind freiwillige und ehrenamtliche Feuerwehrleute in der Regel nicht beihilfeberechtigt. Ihre Kranken­versicherung richtet sich allein nach ihrem Hauptberuf, etwa als Angestellte, Selbständige oder Beamte einer anderen Laufbahn. Bei Unfällen im Einsatz greift zwar die gesetzliche Unfall­versicherung des Trägers. Diese ersetzt aber keine eigene Kranken­versicherung für den Alltag.

Warum brauchen Feuerwehrleute mit Heilfürsorge eine private Pflege­versicherung?

Auch wer über die Heilfürsorge abgesichert ist, muss laut § 23 SGB XI eine private Pflegepflicht­versicherung abschließen. Die Heilfürsorge deckt nur Krankheits­kosten ab, nicht das Pflegerisiko. Diese Pflicht besteht unabhängig davon, ob zusätzlich eine private Kranken­versicherung vorhanden ist.

Was passiert mit der Kranken­versicherung, wenn ein Feuerwehrbeamter vorzeitig dienstunfähig wird?

Wird ein Feuerwehrbeamter vor der Altersgrenze dienstunfähig und in den Ruhestand versetzt, ändert sich die Absicherung wie bei der regulären Pensionierung: Die Heilfürsorge entfällt und es greift die Beihilfe, meist mit 70 Prozent. Für die verbleibenden 30 Prozent wird eine Restkosten­versicherung nötig. Wer zuvor nur Heilfürsorge hatte und keine Anwartschaft abgeschlossen hat, muss dann eine neue Gesundheitsprüfung durchlaufen. Genau davor schützt eine früh abgeschlossene Anwartschafts­versicherung.

Wie können sich Feuerwehrbeamte freiwillig gesetzlich versichern?

Feuerwehrbeamte dürfen sich freiwillig gesetzlich versichern. Allerdings entfällt dann in den meisten Bundesländern der Zuschuss des Dienstherrn: Es gibt weder Heilfürsorge noch Beihilfe, sodass der volle gesetzliche Beitrag selbst zu zahlen ist. Nur in Ländern mit pauschaler Beihilfe, zum Beispiel dem „Hamburger Modell“, übernimmt der Dienstherr die Hälfte des Beitrags. Für die meisten Feuerwehrbeamten ist die private Kranken­versicherung mit Beihilfe deshalb günstiger.

Welchen Beihilfeanspruch haben Angehörige von Feuerwehrbeamten?

Berücksichtigungsfähige Angehörige haben einen eigenen Beihilfeanspruch. Ehepartner erhalten typischerweise 70 Prozent, Kinder 80 Prozent, wobei der genaue Satz je nach Bundesland abweichen kann. Anders als in der gesetzlichen Kranken­versicherung gibt es in der privaten Kranken­versicherung keine kostenfreie Familien­versicherung. Jeder Angehörige benötigt daher einen eigenen beihilfekonformen Vertrag für die Restkosten.

Was ändert sich an der PKV, wenn ein Feuerwehrbeamter in ein anderes Bundesland wechselt?

Die private Kranken­versicherung selbst bleibt bestehen und zieht mit um. Ändern kann sich aber der Beihilfeanspruch, denn Beihilfesätze und die Zuordnung von Heilfürsorge oder Beihilfe sind Ländersache. Wer zu einem Dienstherrn in einem anderen Bundesland wechselt und dabei von der Heilfürsorge in die Beihilfe rutscht, braucht plötzlich eine Restkosten­versicherung. Prüfen Sie vor einem Wechsel die Beihilfeverordnung des neuen Landes und passen Sie Ihren Tarif rechtzeitig an.

Was gilt für die Kranken­versicherung von Beamtenanwärtern bei der Feuerwehr?

Beamtenanwärter und Beamte auf Widerruf können zwischen gesetzlicher und privater Kranken­versicherung wählen. Während der Ausbildung erhalten viele bereits Heilfürsorge oder Beihilfe und zahlen dank Anwärtertarifen besonders niedrige Beiträge, oft ab rund 60 Euro im Monat. Wichtig ist eine frühe und bewusste Entscheidung: Wer sich für die private Kranken­versicherung entscheidet und später nicht übernommen wird, kommt nur unter bestimmten Voraussetzungen in die gesetzliche Kranken­versicherung zurück.

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Beitragsbemessungsgrenze Die Beitragsbemessungsgrenze ist eine Rechengröße, die festlegt, bis zu welchem Betrag das Einkommen von gesetzlich Versicherten zur Beitragsberechnung der gesetzlichen Sozialversicherungen herangezogen wird. Es gibt verschiedene Werte für die Kranken- und Rentenversicherung.
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