Private Kranken­versicherung für Polizisten

Von der Ausbildung bis zum Ruhestand: die richtige PKV für Ihr Dienstverhältnis.

Das Wichtigste in Kürze

  • Je nach Bundesland haben Polizisten Anspruch auf Beihilfe oder freie Heilfürsorge.
  • Egal, ob Beihilfe oder Heilfürsorge: Eine PKV ist sinnvoll, um Restkosten oder medizinische Zusatzoptionen abzusichern.
  • Spätestens im Ruhestand benötigen Polizisten in der Regel eine PKV, um sich gegen Restkosten abzusichern.
  • Eine Anwartschafts­versicherung verhindert, dass ein späterer Eintritt in die private Kranken­versicherung diese sehr teuer macht.
  • Auch Ehepartner und Kinder von Polizeibeamten sind meist beihilfeberechtigt und können sich beihilfekonform privat versichern.
  • Leistungen einer guten PKV sind zum Beispiel Wahlleistungen im Krankenhaus wie Unterbringung im Einbettzimmer oder Chefarztbehandlung.
  • Lassen Sie sich kostenfrei von uns zur passenden privaten Kranken­versicherung beraten.

Der teuerste Fehler passiert fast immer ganz am Anfang

„Ich begleite seit Jahren Polizisten von der Ausbildung bis in die Pension – und der teuerste Fehler passiert fast immer am Anfang. Viele Anwärter mit Heilfürsorge halten eine private Kranken­versicherung für überflüssig, weil im aktiven Dienst ja fast alles gedeckt ist. Was dabei untergeht: Mit dem Ruhestand fällt die Heilfürsorge weg, und ein später Neueinstieg wird mit jedem Jahr teurer. Wer diese Kette früh plant, friert seinen jungen Gesundheitszustand ein und zahlt ein ganzes Berufsleben lang weniger.“

Ihr Wegweiser: Was gilt für Sie als Polizist?

Neu für 2026

Zum 1. Januar 2026 gelten neue Sozial­versicherungsrechengrößen: Für Polizisten ist vor allem die Versicherungspflicht­grenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) wichtig: Sie steigt 2026 auf 77.400 Euro im Jahr beziehungsweise 6.450 Euro im Monat. → Mehr dazu im Abschnitt „PKV für angestellte Polizisten: lohnt sich das ohne Beihilfe?“

Die richtige Absicherung hängt davon ab, wo Sie im Polizeidienst gerade stehen. Dieser Wegweiser zeigt Ihnen, welcher Abschnitt für Ihre Situation der wichtigste ist.

Wie sind Polizisten krankenversichert? Beihilfe, Heilfürsorge und PKV

Polizisten sind über die Beihilfe oder die freie Heilfürsorge ihres Dienstherrn abgesichert – je nach Bundesland und dienstlichem Status. Eine private Kranken­versicherung ergänzt beide Systeme: Sie deckt die Restkosten und Zusatzleistungen ab, die der Dienstherr nicht trägt. Spätestens im Ruhestand ist eine PKV für Polizisten fast immer nötig.

So funktioniert die Kranken­versicherung bei der Polizei

Eine private Kranken­versicherung (PKV) bietet umfangreichere Leistungen als die gesetzliche Krankenkasse (GKV). Eine PKV kann zum Beispiel ein Einbettzimmer im Krankenhaus, eine freie Arztwahl und schnellere Termine bei Fachärzten bedeuten.

Anders als bei der GKV hängen die Beiträge zur PKV nicht vom Einkommen ab, sondern von Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und gewähltem Tarif. Für junge, gesunde Polizisten kann die PKV somit günstiger sein als die GKV. Allerdings steigen die Beiträge mit zunehmendem Alter. Bei Vor­erkrankungen kann der Versicherer zudem Risikozuschläge erheben oder Leistungen ausschließen.

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In welchem Umfang eine PKV für Sie sinnvoll ist, hängt davon ab, ob Sie Beihilfe oder Heilfürsorge beziehen. Bei beidem übernimmt Ihr Dienstherr Gesundheitsleistungen – allerdings in unterschiedlichem Umfang. Entsprechend kann eine PKV Sinn ergeben, um restliche Kosten zu übernehmen, die vom Dienstherrn nicht getragen werden, oder um Zusatzleistungen abzudecken.


Müssen Polizisten eine Pflege­versicherung abschließen?

Ja, für Polizisten ist eine Pflege­versicherung Pflicht – unabhängig davon, ob sie Beihilfe oder freie Heilfürsorge beziehen (Quelle: § 23 SGB XI). Wer privat krankenversichert ist, schließt dazu die private Pflegepflicht­versicherung ab.

Die private Pflegepflicht­versicherung muss den gleichen Leistungsumfang wie die soziale Pflege­versicherung bieten. Für Polizeianwärter fällt sie als eigener Baustein an und ist oft der erste Versicherungsbeitrag, den sie überhaupt zahlen.

Alle Informationen zur privaten Pflege­versicherung

Mit uns die passende private Kranken­versicherung für Polizisten finden

Wir sind von Finanztip für die PKV-Beratung empfohlen und finden für Sie einen Tarif, der zu Beihilfe oder Heilfürsorge passt. Unsere Beratung ist kostenfrei.

  • Beihilfe- und heilfürsorgekonforme Tarife
  • Anonyme Risikovoranfrage vorab
  • Immer ein persönlicher Ansprechpartner
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Experte für Gesundheitsvorsorge

Wer kann sich wie versichern?

Welche Art der privaten Kranken­versicherung für Sie als Polizist sinnvoll ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. Das ist hauptsächlich von Ihrem beruflichen Status abhängig. In den folgenden Kapiteln erfahren Sie, wie Sie sich als Polizeianwärter, verbeamteter oder angestellter Polizist mit einer privaten Kranken­versicherung absichern können.

Verbeamtete Polizisten

Polizeibeamte und Polizeianwärter haben je nach Bundesland ein Anrecht auf Heilfürsorge oder Beihilfe ihres Dienstherren. Diese sind ein wichtiger Beitrag zu Gesundheitsleistungen oder decken die Standardleistungen sogar vollständig ab. Dennoch gibt es wichtige Versicherungslücken, gegen die eine private Kranken­versicherung hilft. Polizisten mit Beihilfe und Heilfürsorge sind zudem verpflichtet, eine Pflege­versicherung abzuschließen.

Beihilfe für Polizisten

Haben Beamte Anspruch auf Beihilfe, beteiligt sich der Dienstherr an den Krankheits­kosten des Beamten. Der individuelle Beihilfebemessungssatz liegt zwischen 50 und 80 Prozent und richtet sich nach Ihrem Status und Ihrer Familiensituation – nicht nach dem Bundesland (Quelle: Bundes­verwaltungsamt).

So erhält ein beihilfeberechtigter Beamter im aktiven Dienst in der Regel 50 Prozent, mit zwei berücksichtigungsfähigen Kindern 70 Prozent und im Ruhestand ebenfalls 70 Prozent. Für berücksichtigungsfähige Angehörige liegt der Satz höher: Ehepartner erhalten 70 Prozent, Kinder 80 Prozent (Quelle: Bundes­verwaltungsamt).

  • Bei Eintritt in die PKV wird eine Gesundheitsprüfung durchgeführt, in der Sie als Antragsteller wahrheitsgemäße Angaben zu Ihrem aktuellen Gesundheitszustand machen müssen. Je nach Ergebnis kann es vorkommen, dass der Versicherer den Beitrag erhöht oder Leistungen ausschließt. Den Versicherungsschutz verweigern können private Kranken­versicherungen jedoch nicht, wenn der Polizist sich bei seiner Erstverbeamtung versichern lassen möchte – auch nicht, wenn Vor­erkrankungen vorliegen. Dies verhindert der sogenannte Kontrahierungszwang. Der Risikozuschlag darf dann höchstens 30 Prozent betragen.
  • Sie müssen alle entstandenen Krankheits­kosten zunächst allein tragen und danach alle Rechnungen und Belege bei der Beihilfestelle und der Kranken­versicherung einreichen, um einen Kostenanteil erstattet zu bekommen. Zudem müssen Sie sich an Medikamentenkosten beteiligen.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen können Familienangehörige ebenfalls diese Beihilfe in Anspruch nehmen.
Restkosten­versicherung

Beziehen Sie als Polizist Beihilfe, sollten Sie eine PKV abschließen. So versichern Sie die Kosten, die nicht von der Beihilfe erstattet werden. Wenn Sie in den Ruhestand gehen, übernimmt Ihr Dienstherr in der Regel 70 Prozent der anfallenden Kosten für die Gesundheitsversorgung. Auch hier schließt eine private Kranken­versicherung die Lücke der restlichen Kosten. Die privaten Kranken­versicherer haben dafür spezielle Beihilfe­ergänzungs­tarife entwickelt.

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Freie Heilfürsorge für Polizisten – weder gesetzlich noch privat

Im Gegensatz zur Beihilfe übernimmt die freie Heilfürsorge 100 Prozent der anfallenden Krankheits­kosten. Das Leistungsspektrum ist dabei ungefähr mit dem der gesetzlichen Kranken­versicherung gleichzusetzen. Die freie Heilfürsorge gehört aber weder zur gesetzlichen noch zur privaten Kranken­versicherung, sondern ist ein eigenständiger Kostenträger. Bestimmte Leistungen werden von der Heilfürsorge jedoch nicht komplett erstattet, etwa Zahnersatz oder Sehhilfen. Daher ergibt es Sinn, die Heilfürsorge mit einer PKV zu kombinieren, um diese Zusatzleistungen abzudecken.

  • Die Abrechnung bei Ärzten erfolgt, anders als bei der Beihilfe, automatisch über eine Versichertenkarte.
  • Die Heilfürsorge kann nur vom Polizisten selbst in Anspruch genommen werden. Etwaige Familienmitglieder haben jedoch unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Beihilfe.

Experten-Tipp:
Bei der Heilfürsorge klafft ausgerechnet beim Zahnersatz eine Lücke

„Viele Heilfürsorgeberechtigte verlassen sich darauf, dass wirklich alles abgedeckt ist. Beim Zahnersatz stimmt das nur bedingt: Hochwertige Lösungen wie Inlays oder Implantate zahlen Sie zu großen Teilen selbst. Eine schlanke Zahnzusatz­versicherung fängt genau diese Lücke ab und kostet als junger Polizist oft nur wenige Euro im Monat.“

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Anwartschafts­versicherung

Beamte haben nur während der aktiven Dienstzeit Anspruch auf Heilfürsorge, danach gelten die jeweiligen Beihilfebestimmungen. Spätestens dann benötigen diese Polizisten eine private Kranken­versicherung. Würden Polizisten erst vor ihrem Ruhestand eine PKV beantragen, würde das nicht nur teurere Beiträge bedeuten, sondern könnte gar zu einer Ablehnung führen. Denn mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Krankheiten. Günstige Konditionen sichern Sie sich, indem Sie rechtzeitig eine Anwartschafts­versicherung abschließen. Mit ihr können Sie eine PKV unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt ohne erneute Gesundheitsprüfung wieder aufnehmen.

Anwartschaft in der privaten Kranken­versicherung


Polizeianwärter

Ob Polizeianwärter Beihilfe oder Heilfürsorge erhalten, ist vom Bundesland abhängig. In den meisten Bundesländern erhalten sie während der Ausbildung Heilfürsorge. Ausnahmen sind Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland: Hier sind Anwärter beihilfeberechtigt. In Berlin erhalten nur Anwärter auf den gehobenen und höheren Dienst Beihilfe. In Schleswig-Holstein können Sie sich als Polizeianwärter zwischen Beihilfe und Heilfürsorge entscheiden.


Wie sind Polizisten krankenversichert: Beihilfe und freie Heilfürsorge nach Bundesländern

BundeslandPolizeivollzugsbeamtePolizeianwärterPension
Baden-Württemberg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-HolsteinHeilfürsorgeHeilfürsorgeBeihilfe
BayernBeihilfe (Ausnahme Bereitschaftspolizei: Heilfürsorge)HeilfürsorgeBeihilfe
BerlinBeihilfeAnwärter auf mittleren Dienst: Heilfürsorge; Anwärter auf gehobenen und höheren Dienst: BeihilfeBeihilfe
BrandenburgHeilfürsorgeHeilfürsorgeBeihilfe
HamburgHeilfürsorgeHeilfürsorgeBeihilfe
HessenPolizeihauptwachmeister und Polizeimeister bei der Bereitschaftspolizei: Heilfürsorge; Alle anderen: BeihilfeBeihilfeBeihilfe
NiedersachsenHeilfürsorgeHeilfürsorgeBeihilfe
Rheinland-PfalzBeihilfe; Ausnahme Bereitschaftspolizei: HeilfürsorgeBeihilfeBeihilfe
SaarlandBeihilfeBeihilfeBeihilfe
Schleswig-HolsteinWahlmöglichkeitWahlmöglichkeitBeihilfe
ThüringenBeihilfeHeilfürsorgeBeihilfe
Quellen: Heilfürsorge- und Beihilfeverordnungen der Länder und des Bundes (u. a. Bundespolizei-Heilfürsorgeverordnung); konsolidierte Übersichten: polizeivollzugsbeamte.de und finanzcop.de. Stand der Länderregelungen: 2025. Hinweis: Hessen führt seit 2014 keine freie Heilfürsorge mehr; für die Bundespolizei wurde die Heilfürsorgeverordnung zum 14.03.2025 überarbeitet.

PKV für angestellte Polizisten: lohnt sich das ohne Beihilfe?

Angestellte Polizisten haben keinen Anspruch auf Beihilfe oder Heilfürsorge und entscheiden sich zwischen gesetzlicher und privater Kranken­versicherung wie andere Arbeitnehmer auch. Der Wechsel in die PKV ist nur möglich, wenn ihr Gehalt über der Versicherungspflicht­grenze liegt.

Die Versicherungspflicht­grenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) liegt 2026 bei 6.450 Euro im Monat, das entspricht 77.400 Euro im Jahr (Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales). Wer darunter verdient, muss sich in der gesetzlichen Kranken­versicherung pflichtversichern.

Für gesetzlich versicherte Polizisten übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte des Beitrags

Der Beitrag richtet sich nach dem Einkommen: Je höher der Verdienst, desto höher der Beitrag – jedoch nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Kinder und Ehepartner können unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert werden.

Ohne Beihilfe rechnet sich die PKV für Angestellte anders als für Beamte. Sie müssen den vollen Versicherungsschutz allein absichern, während Beamte nur die Restkosten tragen. Deshalb sollten angestellte Polizisten vor einem Wechsel besonders das Kostenrisiko im Alter und den möglichen Rückweg in die GKV prüfen.

PKV für Familienangehörige von Polizisten

Auch Ehepartner und Kinder von Polizeibeamten sind in der Regel beihilfeberechtigt und können sich beihilfekonform privat versichern. Der Beihilfesatz für Angehörige ist sogar höher als für den Polizisten selbst: Ehepartner erhalten 70 Prozent, Kinder 80 Prozent (Quelle: Bundes­verwaltungsamt).

Damit die Familie richtig abgesichert ist, braucht jeder beihilfeberechtigte Angehörige einen eigenen beihilfekonformen PKV-Tarif für die Restkosten. Der Anspruch auf freie Heilfürsorge gilt dagegen nur für den Polizisten selbst und lässt sich nicht auf die Familie übertragen.

Für den Ehepartner besteht der Beihilfeanspruch nur, wenn dessen eigene Einkünfte unter einer festgelegten Grenze liegen und er nicht selbst gesetzlich pflichtversichert ist. Kinder sind beihilfeberechtigt, solange sie im Familienzuschlag berücksichtigt werden – in der Regel bis zum Alter von 25 Jahren, wenn sie sich in Ausbildung oder Studium befinden.

Ob Ehepartner und Kinder beihilfeberechtigt sind, hängt von Einkommen und Status ab. Wir prüfen für Ihre Familie, wer welchen Anspruch hat, und finden dazu passende beihilfekonforme Tarife. Gerade bei mehreren Kindern lohnt sich der Blick auf einen Anbieter mit familienfreundlichen Beihilfetarifen, weil die Beiträge über die Jahre spürbar ins Gewicht fallen.

Warum ist eine PKV für Polizisten sinnvoll?

Warum können Sie uns vertrauen?

Unsere Berater haften persönlich für ihre Empfehlung. Wenn unsere Beratung falsch ist und Sie dadurch im Leistungsfall Nachteile haben, stehen wir dafür ein. Für unsere Beratung zur PKV sind wir von Finanztip empfohlen. Das unterscheidet unsere Beratung von jeder AI-generierten Auskunft, für die niemand haftet.

Die Inhalte dieser Seite wurden von unserer Fachredaktion in enger Zusammenarbeit mit unseren zertifizierten Experten erstellt, um Ihnen aktuelle und fachlich korrekte Informationen zu bieten. Qualitätskontrollen stellen sicher, dass die Inhalte regelmäßig aktualisiert und ergänzt werden.

Polizisten dürfen ihren Beruf nur ausüben, wenn sie besondere gesundheitliche Voraussetzungen erfüllen (Quelle: Polizeidienstvorschrift PDV 300). Gleichzeitig ist der Beruf des Polizeivollzugsbeamten mit hohen körperlichen und psychischen Risiken verbunden. 2022 wurden etwa 2.669 Polizisten Opfer gefährlicher und schwerer Körper­verletzung, 1.674 Polizisten erlitten vorsätzliche einfache Körper­verletzung (Quelle: BKA). Umso wichtiger ist eine gute medizinische Versorgung, wie sie eine private Kranken­versicherung bietet.


Von der Ausbildung bis zur Pension: warum sich der frühe Abschluss lohnt

Ihre Absicherung als Polizist verändert sich mit jeder Laufbahnstufe – und genau darin liegt der wichtigste Grund für einen frühen Abschluss. Wer die Anwartschaft früh sichert, friert seinen jungen und meist gesunden Gesundheitszustand ein und zahlt später deutlich weniger.

Als Anwärter sind Sie in den meisten Ländern über die Heilfürsorge fast vollständig gedeckt und brauchen nur wenig Zusatzschutz. Im aktiven Dienst mit Beihilfe kommt die Restkosten­versicherung hinzu. Mit dem Eintritt in die Pension wechselt der Beihilfesatz in der Regel auf 70 Prozent – die verbleibenden 30 Prozent tragen Sie über die PKV.

Wer diese Kette früh plant, vermeidet den teuersten Fehler: den späten Einstieg. Denn mit steigendem Alter und möglichen Vor­erkrankungen werden Beiträge teurer, und im schlimmsten Fall droht eine Ablehnung. Eine kleine Anwartschaft schon in der Ausbildung ist deshalb oft die günstigste Weichenstellung fürs ganze Berufsleben.

Experten-Tipp:
Die Anwartschaft ist kein Papierkram für irgendwann später

„Als Anwärter mit Heilfürsorge wirkt eine PKV überflüssig. Doch mit der Pension endet die Heilfürsorge, und ein später Neueinstieg wird teuer oder scheitert an Vor­erkrankungen. Eine kleine Anwartschaft friert Ihren heutigen Gesundheitszustand ein und kostet oft nur einen niedrigen einstelligen Betrag im Monat. Sichern Sie sich dieses Recht früh, statt es im Ruhestand teuer nachzukaufen.“

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Gründe für eine private Kranken­versicherung bei der Polizei

Icon Kreisdiagramm

Bei Beihilfe

Zur Absicherung der Restkosten, die nicht vom Arbeitnehmer übernommen werden.

Bei freier Heilfürsorge

Als Zusatz­versicherung für bestimmte Leistungsoptionen und als Anwartschafts­versicherung, um die Beihilfe im Ruhestand zu ergänzen.

Icon Angestellte

Für Angestellte

Ab Einkommen von 6.450 €/Monat möglich


Was, wenn ich mich erst spät kümmere?

Auch wer den frühen Abschluss verpasst hat, hat noch Optionen. Der Kontrahierungszwang und die Öffnungsaktion helfen zwar nur rund um die Erstverbeamtung. Für ältere Beamte bleiben aber ein guter Beihilfe­ergänzungs­tarif sowie im Zweifel der brancheneinheitliche Basis- oder Standardtarif als Auffangnetz.

Bevor Sie irgendwo einen Antrag stellen, sollten Sie Ihre Aufnahmechancen klären lassen. Wir prüfen das über eine anonyme Risikovoranfrage – dabei taucht Ihr Name nirgends auf und es entsteht kein Ablehnungseintrag, der spätere Anträge erschwert. Diesen Weg bieten weder Vergleichsportale noch AI-Auskünfte.

Auch als Späteinsteiger die passende PKV finden

Ob ein Einstieg für Sie noch günstig möglich ist, klären wir vorab über eine anonyme Risikovoranfrage. Finanztip empfiehlt uns für die Beratung zur PKV.

  • Anonyme Risikovoranfrage ohne Ablehnungseintrag
  • Auch bei Vor­erkrankungen und höherem Eintrittsalter
  • Persönlicher Ansprechpartner, der im Leistungsfall an Ihrer Seite steht
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Experte für Gesundheitsvorsorge

Experten-Tipp:
Ihr garantiertes Aufnahmerecht hat ein Ablaufdatum

„Wer glaubt, eine Vorerkrankung schließe die private Kranken­versicherung aus, unterschätzt die Öffnungsaktion. Innerhalb von sechs Monaten nach der Erstverbeamtung müssen teilnehmende Versicherer Sie aufnehmen, der Risikozuschlag liegt bei höchstens 30 Prozent. Diese Tür schließt sich danach wieder. Klären Sie Ihre Aufnahmechancen deshalb direkt nach der Verbeamtung, nicht erst beim ersten teuren Behandlungsfall.“

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Vorteile der privaten Kranken­versicherung bei der Polizei im Überblick

  • Zahnmedizinische Leistungen (Zahnbehandlung und Zahnersatz)
  • Beitragsrückerstattung, wenn innerhalb eines Jahres keine Leistungen in Anspruch genommen wurden
  • Zeitnahe Arzttermine und kurze Wartezeiten
  • Freie Arztwahl und Behandlung vom Chefarzt im Krankenhaus
  • Ein- oder Zweibettzimmer bei Krankenhausaufenthalt
  • Hohe Zuschüsse bei Zahnbehandlungen
  • Kostenübernahme beziehungsweise Kostenbeteiligung für Sehhilfen

Was kostet eine PKV für Polizisten?

Beamte mit 50 Prozent Beihilfe zahlen für ihre private Kranken­versicherung im Durchschnitt rund 321 Euro im Monat; günstige Tarife beginnen bei etwa 277 Euro (Quelle: DtGV). Der genaue Beitrag hängt von Ihrem Beihilfesatz, Ihrem Eintrittsalter und dem gewählten Tarif ab.

Wichtig zur Einordnung: Der Durchschnitt bezieht alle Altersgruppen und Tarife ein. Junge, gesunde Beamte, die früh einsteigen, zahlen deutlich weniger – für sie sind Beiträge unter 250 Euro im Monat realistisch. Wer erst spät oder mit Vor­erkrankungen einsteigt, zahlt entsprechend mehr. Anwärter mit Heilfürsorge zahlen dagegen zunächst fast nur die Pflegepflicht­versicherung und eine kleine Anwartschaft.


Diese Faktoren beeinflussen Ihre PKV-Beiträge

  • Eintrittsalter
  • Gesundheitszustand
  • Tarif
  • Gesundheitsprüfung
  • Höhe des Beihilfesatzes (50 bis 80 Prozent)
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Rechenbeispiel 1: Anwärterin mit freier Heilfürsorge

Wir haben für eine Beispielkundin ausgerechnet, was sie für ihre Pflegepflicht­versicherung und eine kleine Anwartschaft zahlen würde.

MerkmalWert
BeamtenstatusBeamtin auf Widerruf
Aktueller BerufPolizeianwärterin
BeihilfesatzFreie Heilfürsorge
Selbst­beteiligung300 €
TarifKomfort mit Kranken- und Kurtagegeld

Die Kosten einer Anwartschafts­versicherung sind abhängig davon, ob eine große oder eine kleine Anwartschaft gewünscht wird. Außerdem beeinflussen auch Faktoren wie das Alter, der Gesundheitszustand und individuelle Risiken wie Rauchen und Motorradfahren die Beitragshöhe.

AnbieterMonatliche Kosten
Versicherer 154,77 €
Versicherer 213,55 €
Versicherer 345,54 €

Rechenbeispiel 2: Beamtin mit 50 Prozent Beihilfe

Für einen verbeamteten Polizisten mit 50 Prozent Beihilfe zeigt die folgende Marktübersicht, in welchem Rahmen sich die Beiträge für eine Restkosten­versicherung bewegen. Die Werte stammen aus einer Erhebung der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) und sind als Marktdurchschnitt zu verstehen, nicht als individuelles Angebot.

Tarif-EinordnungMonatlicher Beitrag (Marktdurchschnitt)
Günstiges Angebot277,45 €
Durchschnitt aller Tarife320,92 €
Leistungsstarkes Angebot358,61 €

Diese Zahlen gelten für 50 Prozent Beihilfe des Bundes (Quelle: DtGV). Ihr persönlicher Beitrag kann darunter oder darüber liegen – je nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand und Leistungsumfang.

Was leistet eine gute PKV für Polizisten?

Wichtige Leistungen für Polizisten

  • Wahlleistungen im Krankenhaus (zum Beispiel Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer; Behandlung durch den Chefarzt)
  • Kostenübernahme beziehungsweise Kostenbeteiligung für Sehhilfen
  • Freie Krankenhaus- und Arztwahl
  • Zahnmedizinische Leistungen (Zahnbehandlung und Zahnersatz)
  • Alternative Heilmethoden
  • Übernahme von Kuren (einschließlich möglichst hohem Kurtagegeld)
  • Auslandsschutz

So wählen Sie die richtige PKV aus

Darauf sollten Sie als Polizist besonders achten

Je nachdem, ob Sie Anspruch auf Beihilfe oder Heilfürsorge haben, sollten Sie eine Restkosten­versicherung, eine PKV als Zusatz­versicherung oder eine Anwartschafts­versicherung abschließen. Nur in Ausnahmefällen ist die Absicherung über die gesetzliche Krankenkasse empfehlenswert. Aufgrund der zum Teil enormen Preis- und Leistungsunterschiede zwischen den verschiedenen Angeboten der PKV für Polizisten ist ein Tarifvergleich wichtig. Folgende Punkte helfen Ihnen dabei:

  • Auf Kostendeckung achten: Eine gute PKV für Beamte sollte die Beihilfe so ergänzen, dass möglichst keine zusätzlichen Kosten mehr für den Versicherten entstehen. Erhalten Sie Heilfürsorge, sollten Sie besonders auf die Leistungen zur Zahnbehandlung und für Sehhilfen achten. Hier werden im Rahmen der Heilfürsorge oft nicht alle Kosten übernommen.
  • Versicherungsschutz individuell anpassen: Welche Leistungen sind Ihnen wichtig? Achten Sie darauf, dass die PKV diese Leistungen übernimmt. Passen Sie die PKV Ihren Bedürfnissen an, indem Sie erwünschte Leistungs­bausteine ein- und unerwünschte ausschließen.
  • Tarifvielfalt nutzen: Die persönliche oder familiäre Situation kann sich schnell ändern. Wählen Sie einen PKV-Anbieter mit einer Vielfalt von Tarifen, können Sie den Tarif Ihren Lebensumständen anpassen.

Experten-Tipp:
Beamter zu sein heißt nicht automatisch private Kranken­versicherung

„Der Reflex, als Beamter sofort in die PKV zu wechseln, greift manchmal zu kurz. Mehrere Länder wie Hamburg, Berlin, Bremen, Brandenburg, Thüringen und Baden-Württemberg zahlen auch eine pauschale Beihilfe zum Beitrag der gesetzlichen Kasse. Für Polizisten mit Vor­erkrankungen oder mehreren Kindern kann das die günstigere Lösung sein. Rechnen Sie beide Wege durch, bevor Sie sich festlegen.“

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Beihilfe­ergänzungs­tarif und GOÄ-Erstattung: ein oft unterschätztes Qualitätsmerkmal

Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal ist, wie hoch Ihr Tarif Arztrechnungen erstattet. Die Beihilfe leistet nur bis zum 3,5-fachen Satz der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Viele Ärzte, besonders Spezialisten, rechnen jedoch darüber hinaus ab.

Ohne passenden Schutz bleiben Sie auf diesen Mehrkosten sitzen. Ein guter Beihilfe­ergänzungs­tarif erstattet auch Rechnungsteile oberhalb des 3,5-fachen GOÄ-Satzes und schließt so eine Lücke, die viele erst im Ernstfall bemerken. Achten Sie beim Vergleich gezielt darauf, ob und wie weit Ihr Tarif über den Beihilfehöchstsatz hinaus leistet.


Auf Beitragsstabilität achten

Ein niedriger Einstiegsbeitrag sagt wenig darüber aus, wie sich Ihr Beitrag über 30 oder 40 Jahre entwickelt. Für langfristig stabile Beiträge kommt es auf eine solide Kalkulation des Versicherers an.

Achten Sie auf die Größe und Finanzstärke des Versicherers sowie auf ausreichend gebildete Altersrückstellungen. Diese Rücklagen dämpfen die Beitragssteigerungen im Alter. Ein Anbieter, der bei den Altersrückstellungen spart, wirkt heute günstig, kann Sie später aber teuer zu stehen kommen. Ein Blick auf die Beitragsentwicklung der vergangenen Jahre gibt hier wertvolle Hinweise.


So gehen Sie beim Abschluss vor

Kennen Sie Ihren Ausgangspunkt

Um einen passenden PKV-Tarif zu finden, müssen Sie wissen, in welcher Höhe Sie sich an Kosten beteiligen müssen. Klären Sie, ob Sie Anspruch auf Beihilfe oder Heilfürsorge haben und wie hoch dieser Anspruch ist. Infos finden Sie in der Beihilfe- oder Heilfürsorgeverordnung des jeweiligen Bundeslandes.

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Analysieren Sie Ihren Bedarf

Ermitteln Sie, welche gesundheitlichen und medizinischen Leistungen für Sie persönlich wichtig sind. Berücksichtigen Sie dabei auch Ihre berufsspezifischen Risiken und stellen Sie sicher, dass die Versicherung diese abdeckt.

Informieren Sie sich über Anbieter

Aktuelle Testergebnisse helfen Ihnen, Service, faire Kundenberatung und Erreichbarkeit von Anbietern zu beurteilen.

Beratung in Anspruch nehmen

Der Wechsel eines PKV-Anbieters bringt meist Nachteile mit sich. Legen Sie sich daher nicht vorschnell auf einen Versicherer und Tarif fest, sondern nutzen Sie die kostenlose und unverbindliche Beratung von unseren Fachexperten.

Icon Sprechblase mit Gesicht

Welche Fehler Sie als Polizist bei Abschluss einer PKV nicht begehen sollten

  • Keine passende PKV wählen: Als Polizist benötigen Sie spezielle PKV-Tarife, die mit Beihilfe beziehungsweise Heilfürsorge kompatibel sind.
  • Mit­versicherung von Angehörigen nicht prüfen: Auch Angehörige von Polizisten können von Beihilfe profitieren. Für die Restkosten müssen sie einen beihilfekonformen PKV-Tarif abschließen. Wir empfehlen Ihnen, das für Ihre Familie durchzurechnen.
  • Gesundheitsfragen inkorrekt beantworten: Beantragen Sie eine private Kranken­versicherung, müssen Sie in der Regel Gesundheitsfragen beantworten. Beantworten Sie diese wahrheitsgemäß, um späteren Problemen bei der Leistungsabwicklung vorzubeugen.

Weitere Berufs- und Personengruppen in der privaten Kranken­versicherung

Den passenden PKV-Tarif für Ihr Dienstverhältnis finden

Finanztip empfiehlt uns für die Beratung zur PKV. Wir vergleichen die beihilfe- und heilfürsorgekonformen Tarife und zeigen Ihnen, welcher wirklich zu Ihnen passt.

  • Tarifvergleich für Ihren Beihilfe- oder Heilfürsorgestatus
  • Prüfung von GOÄ-Erstattung und Beitragsstabilität
  • Kostenfrei und ohne Verpflichtung
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Experte für Gesundheitsvorsorge

Private Kranken­versicherung für Polizisten im Test

Ausschnitt der aktuellen Testsieger (2026)

AnbieterDFSI
Unternehmensqualität
IVFP
Unternehmensqualität
ServiceValue
Fairness
Gesamtwertung
von 100
Logo Allianz Deutschland AGAllianzExzellentExzellentSehr gut96
Logo R+V Allgemeine Versicherung AGR+VSehr gutExzellentSehr gut96
Logo LVM VersicherungLVMGutExzellentSehr gut92

Alle privaten Kranken­versicherungen im Test

Die häufigsten Fragen zur privaten Kranken­versicherung für Polizisten (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Beihilfe und Heilfürsorge?

Beide sind Leistungen Ihres Dienstherrn, funktionieren aber unterschiedlich. Die freie Heilfürsorge übernimmt im aktiven Dienst rund 100 Prozent Ihrer Krankheits­kosten, ähnlich wie die gesetzliche Kranken­versicherung. Die Beihilfe zahlt dagegen nur einen Anteil von 50 bis 80 Prozent. Den Rest sichern Sie über eine private Kranken­versicherung ab. Welches System für Sie gilt, hängt von Bundesland und Status ab.

In welchen Bundesländern erhalten Polizisten Beihilfe statt Heilfürsorge?

Die meisten Länder gewähren Polizisten im aktiven Dienst freie Heilfürsorge. Beihilfe ist die Ausnahme und gilt für Polizeivollzugsbeamte zum Beispiel in Bayern, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Thüringen. In Schleswig-Holstein haben Sie ein Wahlrecht. Anwärter werden teils anders eingestuft als fertige Beamte. Im Ruhestand wechseln alle Polizisten in die Beihilfe. Die genaue Zuordnung finden Sie in unserer Bundesland-Tabelle weiter oben.

Warum ist eine private Kranken­versicherung für Polizisten mit Heilfürsorge sinnvoll?

Die Heilfürsorge deckt den aktiven Dienst zwar gut ab, hat aber Lücken bei Zahnersatz und Sehhilfen. Diese schließen Sie mit einer Zusatz­versicherung. Wichtiger noch: Ihr Anspruch auf Heilfürsorge endet mit der Pensionierung. Dann gilt die Beihilfe, und Sie brauchen eine PKV für die Restkosten. Mit einer frühen Anwartschaft sichern Sie sich dafür günstige Konditionen.

Wie sind Polizisten im Ruhestand krankenversichert?

Mit der Pensionierung endet die freie Heilfürsorge. Stattdessen erhalten Sie Beihilfe, die in der Regel 70 Prozent Ihrer Krankheits­kosten übernimmt. Die restlichen 30 Prozent tragen Sie über eine private Kranken­versicherung, häufig über einen Beihilfe­ergänzungs­tarif. Deshalb ist es sinnvoll, schon im aktiven Dienst vorzusorgen. So vermeiden Sie im Ruhestand hohe Beiträge und eine erneute Gesundheitsprüfung.

Was ist eine Anwartschafts­versicherung und wann lohnt sie sich?

Mit einer Anwartschafts­versicherung sichern Sie sich das Recht, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine private Kranken­versicherung einzutreten. Das ist besonders für Polizisten mit Heilfürsorge wichtig, deren Anspruch mit der Pension endet. Die Anwartschaft friert Ihren heutigen Gesundheitszustand ein. Je früher Sie abschließen, desto günstiger bleiben Ihre späteren Beiträge.

Was ist der Unterschied zwischen kleiner und großer Anwartschaft?

Die kleine Anwartschaft sichert nur Ihr Recht auf spätere Aufnahme ohne neue Gesundheitsprüfung. Die große Anwartschaft bildet zusätzlich Altersrückstellungen. Diese Rücklagen dämpfen die Beiträge im Alter. Die kleine Variante ist günstiger, die große lohnt sich vor allem, wenn bis zum späteren Wechsel noch viele Jahre vergehen. Was für Sie passt, hängt von Ihrem Alter und dem geplanten Eintrittszeitpunkt ab.

Was ist die Öffnungsaktion und der Kontrahierungszwang in der PKV?

Die Öffnungsaktion garantiert Beamten zu Laufbahnbeginn die Aufnahme in eine private Kranken­versicherung, auch bei Vor­erkrankungen. Der Antrag muss innerhalb von sechs Monaten nach der Verbeamtung gestellt werden. Der Versicherer darf Sie dann nicht ablehnen, das nennt sich Kontrahierungszwang. Der Risikozuschlag beträgt höchstens 30 Prozent, und Leistungen werden nicht ausgeschlossen.

Wie sind Familienangehörige von Polizisten abgesichert?

Ehepartner und Kinder von Polizeibeamten sind in der Regel beihilfeberechtigt. Der Beihilfesatz ist sogar höher als beim Polizisten selbst: Ehepartner erhalten 70 Prozent, Kinder 80 Prozent. Beim Ehepartner ist Voraussetzung, dass sein Einkommen unter einer festen Grenze liegt und er nicht gesetzlich pflichtversichert ist. Für die Restkosten braucht jeder Angehörige einen eigenen beihilfekonformen Tarif. Freie Heilfürsorge gilt dagegen nur für den Polizisten selbst.

Wovon hängt der Beitrag einer PKV für Polizisten ab?

Anders als in der gesetzlichen Kranken­versicherung richtet sich Ihr Beitrag nicht nach dem Einkommen. Entscheidend sind Ihr Beihilfesatz, Ihr Eintrittsalter, Ihr Gesundheitszustand und der gewählte Tarif. Je höher Ihr Beihilfesatz, desto weniger Restkosten müssen Sie absichern. Beamte mit 50 Prozent Beihilfe zahlen laut DtGV im Schnitt rund 321 Euro im Monat. Junge, gesunde Beamte mit 50 Prozent Beihilfe, die früh einsteigen, kommen oft auf Beiträge unter 250 Euro.

Wann kann ein Polizist aus der privaten zurück in die gesetzliche Kranken­versicherung wechseln?

Das ist nur in engen Ausnahmen möglich. Als angestellter Polizist gelingt der Rückweg, wenn Ihr Einkommen unter die Versicherungspflicht­grenze fällt, in der Regel aber nur vor dem 55. Lebensjahr. Für verbeamtete Polizisten ist ein Wechsel in die gesetzliche Kranken­versicherung praktisch kaum sinnvoll, weil die Beihilfe auf die Ergänzung durch eine PKV ausgelegt ist.

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Beitragsbemessungsgrenze Die Beitragsbemessungsgrenze ist eine Rechengröße, die festlegt, bis zu welchem Betrag das Einkommen von gesetzlich Versicherten zur Beitragsberechnung der gesetzlichen Sozialversicherungen herangezogen wird. Es gibt verschiedene Werte für die Kranken- und Rentenversicherung.
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