Private Kranken­versicherung für Grenzgänger

Kosten, Leistungen, aktuelle Testergebnisse und Vergleich (2021)
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Das erwartet Sie hier

Wie Sie sich als Grenzgänger in der privaten Kranken­versicherung (PKV) versichern können, wie viel das kostet und welche Leistungen Sie dafür erhalten.

Inhalt dieser Seite
  1. PKV für Grenzgänger im Überblick
  2. Alle Infos für schweizer Grenzgänger
  3. Alle Infos für österreichische Grenzgänger
  4. Aktuelle Testergebnisse
  5. Fazit: Tipps für den Vergleich

Das Wichtige in Kürze

  • Eine gute Absicherung für den Krankheitsfall gewährt eine spezielle private Kranken­versicherung für Grenzgänger.
  • Besondere Voraussetzungen gelten u.a. für Schweizer Grenzgänger. Sie können sich sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland versichern.
  • Eine private Kranken­versicherung für Grenzgänger gibt es bereits ab 185 € im Monat.
  • Für Personen, die zwischen Deutschland und Österreich pendeln, ist die deutsche PKV meist die bessere Wahl.

Private Kranken­versicherung für Grenzgänger

Als Grenzgänger haben Sie häufig die Wahl, ob Sie sich in Ihrem Beschäftigungsland oder Ihrem Wohnland krankenversichern. Je nachdem, welche Option Sie wählen, sind bürokratische Schritte und Besonderheiten zu beachten.

Eine deutsche private Kranken­versicherung (PKV) für Grenzgänger verspricht dabei eine leistungsstarke Absicherung und Gestaltungsspielraum im Versicherungs­schutz.


Kranken­versicherung in Deutschland

Bevor Sie sich dafür entscheiden, müssen Sie sich aber von der Kranken­versicherungspflicht in Ihrem Beschäftigungsland befreien lassen. Den entsprechenden Antrag sollten Sie bereits einige Wochen vor Ihrem Arbeits­antritt stellen. Entscheiden Sie sich für einen deutschen PKV-Tarif, sollten Sie zudem rechtzeitig abklären, ob Ihr Arbeitgeber diesen auch akzeptiert. Vor Versicherungs­abschluss ist außerdem zu klären, welchen Leistungsumfang die PKV im Beschäftigungsland überhaupt abdeckt. Viele private Kranken­versicherungen begrenzen ihren Versicherungs­schutz für Auslandsaufenthalte zum Beispiel auf eine bestimmte Verweildauer.


Kranken­versicherung im Beschäftigungsland

Alternativ können Sie häufig auch eine private Kranken­versicherung im Beschäftigungsland abschließen. Der Leistungsumfang unterscheidet sich allerdings oft deutlich von einer deutschen PKV. Eventuell werden weitere Zusatz­versicherungen nötig. Achten Sie darauf, dass eine soziale Pflege­versicherung eingeschlossen ist. Für private Kranken­versicherungen im Ausland gelten zudem häufig andere Beitragsbemessungsgrenzen als in Deutschland.

Experten-Tipp:

„Als abhängig beschäftigter Grenzgänger werden Sie in der Regel automatisch im Beschäftigungsland krankenversichert. Benötigen Sie die Leistungen Ihrer Kranken­versicherung im Wohnland, weisen Sie Ihren Leistungsanspruch mittels des Vordrucks E 106/ S1 nach. Ausnahmen von dieser Regel gelten lediglich, wenn Sie von Ihrer Firma zum Arbeiten ins Ausland entsendet werden. Doch auch nicht entsendete Grenzgänger können sich dafür entscheiden, eine Kranken­versicherung in Deutschland abzuschließen.“

Foto von Robert Böhrk
Signatur von Robert Böhrk
Robert Böhrk
Berater

Entscheidung für das Versicherungs­land ist bindend

Haben Sie sich einmal dazu entschieden, in welchem Land Sie sich versichern lassen wollen, ist diese Entscheidung bindend. Auch bei Wechsel des Arbeitgebers oder des Arbeits­ortes besteht meist keine Möglichkeit mehr, zur Kranken­versicherung im jeweils anderen Land zu wechseln. Ausnahmen gelten nur bei Änderungen des Familienstands oder der Geburt eines Kindes. Die Wahl der privaten Kranken­versicherung für Grenzgänger sollte daher gut überlegt sein.


Wie ist meine Familie versichert?

Die gesetzliche Kranken­versicherung für Grenzgänger in Deutschland bietet die Möglichkeit, nicht beschäftige Familienmitglieder mitzuversichern. Arbeiten Eltern in unterschiedlichen Ländern, sind Kinder in dem Land mitversichert, in dem die Familie ihren Wohnsitz hat.

In der privaten Kranken­versicherung muss jedoch für jedes Familienmitglied ein eigener Vertrag geschlossen werden.

Private Kranken­versicherung für Familien

Private Kranken­versicherung für schweizer Grenzgänger

Genau wie in Deutschland besteht in der Schweiz Kranken­versicherungspflicht. Wer in Deutschland lebt und in der Schweiz arbeitet, ist grundsätzlich auch in der Schweiz ­versicherungspflichtig. Für schweizer Grenzgänger gibt es jedoch verschiedene Wechselmöglichkeiten zwischen den Kranken­versicherungssystemen in Deutschland und in der Schweiz.

Ländervergleich: Kranken­versicherungssysteme in Deutschland und in der Schweiz

DeutschlandSchweiz
Es gibt die gesetzliche (GKV) und die private Kranken­versicherung (PKV).Es gibt nur die gesetzliche Absicherung.
In der GKV gibt es eine Selbstbeteiligung in Form von Zuzahlungen für Medikamente und bestimmte Behandlungen. In der PKV gibt es Tarife mit oder ohne festgelegtem oder flexiblem Selbstbehalt.Es gibt eine grundsätzliche Selbstbeteiligung in Höhe von 10 % und ein Franchise von max. 300 CHF.
GKV und PKV leisten in einem bestimmten Umfang für Zahnbehandlungen.Es gibt keine Kostenübernahme für Zahnbehandlungen. Es besteht die Option einer deutschen Zahnzusatz­versicherung.
Pflicht­versicherung in der gesetzlichen oder privaten Pflege­versicherung, die dann Leistungen im Pflegefall erbringt.Es gibt keine Pflegepflicht­versicherung, sondern Leistungen nach Sachleistungsprinzip im Pflegefall. Es besteht die Option einer deutschen Pflegezusatz­versicherung.

3 Optionen für schweizer Grenzgänger

Als Arbeitnehmer und Grenzgänger zwischen Deutschland und Schweiz haben Sie grundsätzlich 3 Möglichkeiten, wie Sie sich krankenversichern können. Im Folgenden finden Sie eine kurze Übersicht, nähere Informationen zu den einzelnen Möglichkeiten geben wir Ihnen weiter unten sowie weitere Hinweise zum Wechsel.

Schweizer gesetzliche Kranken­versicherung

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Sie treten automatisch in den EU/EFTA-Tarif nach bilateralem Abkommen der schweizerischen Pflicht­versicherung ein, solange Sie keine adäquate Versicherung in Deutschland nachweisen können. Die Schweizer Grund­versicherung nach dem Kranken­versicherungsgesetz (KVG) übernimmt die Grundversorgung bei Behandlungen in der Schweiz gemäß Schweizer Sozialrecht sowie bei Behandlungen in Deutschland nach deutschem Recht.

Der Selbstbehalt in der Schweiz

Bei Behandlungen in der Schweiz sind ein Selbstbehalt von 10 Prozent sowie ein festgelegter Betrag, die Franchise, zu zahlen. In der Regel beträgt die Franchise 300 CHF und der Selbstbehalt maximal 700 CHF pro Jahr. Die Krankentagegeld­versicherung ist unabhängig von der Kranken­versicherung und wird häufig vom Arbeitgeber abgeschlossen. In Deutschland werden bei Leistungsbezug Medikamentenzuzahlungen sowie weitere deutsche kassentypische Zuzahlungen fällig. Außerdem müssen Sie bei Behandlungen in Deutschland das EU / EFTA Formular E 106 vorlegen.

Wonach richten sich die Kosten der schweizer Kranken­versicherung?

Die Prämien der Schweizer Krankenkasse sind nicht einkommensabhängig und gerade für Gutverdiener oft tiefer, als die Beiträge in der freiwillig gesetzlichen Kranken­versicherung. Allerdings steigen die Beiträge mit dem Alter und jedes Kind kostet zusätzlich. Für Zahnbehandlungen, Zahnersatz und Pflege ist eine Zusatz­versicherung empfehlenswert.

Deutsche gesetzliche Kranken­versicherung

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Waren Sie vor Ihrem Stellenantritt in der Schweiz in Deutschland bereits gesetzlich versichert, so können Sie Ihre Absicherung in Form einer freiwilligen Mitgliedschaft weiterführen. Allerdings wird dies oft teuer, da in der Schweiz der gesetzliche Arbeitgeber-Anteil von circa 50 Prozent entfällt.

Wonach richten sich die Kosten der deutschen GKV?

Ihr Beitrag wird nach dem gültigem Beitragssatz berechnet, der in Deutschland bundesweit einheitlich ist. Ein kinderloser, lediger Grenzgänger muss beispielsweise mit einem Abzug von 14,6 % seines Bruttogehalts rechnen. Dieser ist aber aufgrund der Beitragsbemessungsgrenze limitiert. 2021 wäre bei unserem Beispiel ein Beitrag von maximal 928,80 Euro fällig. Hinzu kommt jedoch der individuelle Zusatzbeitrag, den jede Krankenkasse selbst bestimmt.

Für wen ist die deutsche GKV sinnvoll?

Sinnvoll ist die gesetzliche Krankenkasse vor allem dann, wenn das Schweizer Einkommen eher niedrig ist und Angehörige kostenlos in der Familien­versicherung mitversichert werden sollen. Denn in der Schweiz muss selbst für Kinder eine Prämie bezahlt werden.

Deutsche private Kranken­versicherung

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Der Abschluss einer PKV in Deutschland lohnt sich vor allem für junge Singles. Bedenken Sie, dass es in der Regel nicht möglich ist, als Rentner in die gesetzliche Kranken­versicherung in Deutschland zurückzukehren. Wichtig ist es, seine private Kranken­versicherung sorgfältig auszuwählen und lebenslang bei dieser zu bleiben, um hohe Beitragsanpassungen zu vermeiden. Denn wer die Versicherung wechselt, kann die bereits gebildeten Altersrücktstellungen nur zum Teil mitnehmen.

Was bringt mir die deutsche PKV?

Generell ist das Leistungsspektrum in der PKV viel breiter aufgestellt. Außerdem können Sie Ihren Versicherungs­schutz individuell zusammenstellen. Alle Besonderheiten der PKV erläutern wir Ihnen hier: Die private Kranken­versicherung.

Das Optionsrecht: Sie haben die Wahl

Arbeiten Sie in der Schweiz, sind Sie zunächst automatisch in der schweizer Grund­versicherung versichert. Dies können Sie per Antrag jedoch ändern. Dafür stellen Sie bei Ihrem Arbeits­kanton einen Antrag auf Befreiung von der Versicherungs­pflicht. Beachten Sie: Sie benötigen dann auch bereits den Nachweis über eine deutsche Kranken­versicherung, beispielsweise über die europäische Versicherungs­karte, die Sie von der deutschen GKV erhalten. Ihre deutsche Kranken­versicherung (PKV oder GKV) muss außerdem auch Leistungen in der Schweiz abdecken.

Diese Fristen müssen Sie einhalten

Ab Aufnahme der Erwerbs­tätigkeit in der Schweiz haben Sie 3 Monate lang Zeit, um sich für eine Art der Kranken­versicherung zu entscheiden und sich von der Versicherungs­pflicht befreien zu lassen. Ein späterer Zeitpunkt ist nur möglich, wenn Sie heiraten oder Nachwuchs bekommen. Dann haben Sie erneut 3 Monate nach Geburt oder Heirat Zeit, den Wechsel durchzuführen.

Wann Sie sich in Deutschland versichern müssen

Nicht immer besteht die Wahl zwischen einer Kranken­versicherung in Deutschland oder in der Schweiz. Es gibt 2 Szenarien, in denen Sie sich in Deutschland versichern müssen:

  • Wenn Sie in der Schweiz leben und in Deutschland voll sozial­versicherungspflichtig beschäftigt sind
  • Wenn Sie neben Ihrer Beschäftigung in der Schweiz noch einer unselbständigen Tätigkeit in Deutschland nachgehen

Verdienen Sie dabei unter der Versicherungs­pflichtgrenze (2021: 64.350 Euro), sind Sie in der GKV versichert. Bei Arbeits­antritt teilen Sie Ihrem Arbeitgeber mit, wo Sie sich versichern lassen möchten. Der Arbeitgeber meldet Sie bei der Krankenkasse an und übernimmt einen Teil der Kosten. Verdienen Sie über der Versicherungs­pflichtgrenze, können Sie sich auch privat versichern

Voraussetzungen für die private Kranken­versicherung

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Private Kranken­versicherung für österreichische Grenzgänger

Das Kranken­versicherungssystem in Deutschland und Österreich ist relativ ähnlich, es gibt aber ein paar bedeutende Unterschiede: Private Kranken­versicherungen gibt es in Österreich nur als Zusatz­versicherung. Anders als in Deutschland besteht in Österreich zudem keine freie Krankenkassenwahl.

Die Absicherung in Österreich

Die Versicherung wird abhängig von der Region und der Tätigkeit zugeteilt. Für Arbeiter und Angestellte sind die Gebietskrankenkassen (GKK) zuständig. Von ihrer Kranken­versicherung erhalten sie eine E-Card, auf der ihre persönlichen Daten gespeichert sind. Die E-Card können Grenzgänger auch bei Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten in Deutschland vorlegen.

Die Beitragssätze zur GKK sind etwas niedriger als in Deutschland, allerdings gelten mehr Selbstbehalte. Das macht oft den Abschluss privater Zusatz­versicherungen notwendig. Dazu gehört beispielsweise die Sonderklasse-Versicherung, die bei Krankenhausaufenthalten bessere Konditionen bietet. Weitere Zusatzpolicen übernehmen die Kosten für Zahnbehandlungen, Kuren und alternative Heilmethoden.

Deutsche PKV ist oft die bessere Wahl

Den Versicherungs­träger Ihrer Zusatzpolicen können Sie in Österreich frei wählen, die Beiträge sind allerdings vergleichsweise hoch. Leben Sie in Deutschland und arbeiten in Österreich, ist der Abschluss einer deutschen privaten Kranken­versicherung für Grenzgänger häufig die günstigere Wahl.

Wenn Sie in Österreich leben und in Deutschland arbeiten

Wohnen Sie in Österreich und gehen einer sozial­versicherungspflichtigen Beschäftigung in Deutschland nach, müssen Sie sich in einer deutschen Kranken­versicherung versichern. Ihr Arbeitgeber übernimmt die Anmeldung sowie einen Teil der Kosten. Eine private Kranken­versicherung können Sie als Arbeitnehmer erst ab einem Bruttojahreseinkommen von 64.350 Euro abschließen (Stand 2021).

Private Kranken­versicherung für Grenzgänger:
Aktuelle Testberichte (2021)

Welche private Kranken­versicherung explizit für Grenzgänger die besten sind, wird nicht getestet. Um einen Eindruck über den deutschen Versicherungs­markt zu erhalten, können Sie sich jedoch auch an allgemeinen Tests zur PKV orientieren. Wir haben Ihnen auf unserer Seite die aktuellen Testsieger zusammengetragen:

Aktuelle Testsieger (2021)

Private Kranken­versicherungen als Grenzgänger vergleichen

Als Grenzgänger zwischen Deutschland und Schweiz oder Deutschland und Österreich haben Sie mehrere Möglichkeiten, wie Sie sich krankenversichern können. Gehen Sie dabei am besten wie folgt vor:

  1. Wo wohnen Sie? Zunächst sind Sie automatisch gesetzlich in dem Land versichert, in dem Sie arbeiten.
  2. Möchten Sie in diesem Land krankenversichert bleiben? Dann müssen Sie nichts weiter tun. Handelt es sich dabei um Deutschland, dann überprüfen Sie, welche gesetzliche Krankenkasse die günstigste für Sie wäre (Vergleich von deutschen gesetzlichen Kranken­versicherungen).
  3. Möchten Sie sich in Deutschland privat versichern lassen? Dann lassen Sie sich von der gesetzlichen Versicherungs­pflicht befreien und vergleichen Sie deutsche PKV-Tarif miteinander.
  4. Achten Sie dabei auf den Leistungsumfang: Deckt der Tarif alle Leistungen ab, die Ihnen persönlich wichtig sind? Deckt der Tarif auch ausreichend Leistungen in Ihrem Heimatlang ab?
  5. Wie und wo arbeitet Ihr Ehepartner und wie soll Ihre Familie versichert werden? Beziehen Sie auch diesen Aspekt in Ihre Überlegungen mit ein.

Der Wechsel in eine deutsche private Kranken­versicherung ist dabei auf Lebenszeit bindend und sollte gut überlegt sein. Holen Sie sich professionelle Hilfe, damit Sie langfristig rundum versorgt sind. Als Grenzgänger zwischen Deutschland und Schweiz können Sie dafür unser kostenfreies Formular für den Tarifvergleich nutzen. Unsere Experten unterstützen Sie.

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Weitere Berufs­- und Personengruppen der privaten Kranken­versicherung

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Katharina Tennius
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