Das erwartet Sie hier
Diese Seite ordnet die Vor- und Nachteile der privaten Krankenversicherung ehrlich ein, Sie erfahren, wie sich PKV und GKV unterscheiden, was im Alter mit den Beiträgen passiert und für wen sich der Wechsel wirklich lohnt.
Inhalt dieser Seite- Vorteile der privaten Krankenversicherung (PKV)
- Nachteile der privaten Krankenversicherung (PKV)
- PKV oder GKV: Pro und Contra auf einen Blick
- PKV und GKV im Vergleich: Was sind die Unterschiede?
- Wird die PKV im Alter unbezahlbar?
- Für wen lohnt sich die PKV, für wen die GKV?
- Was kostet die PKV für Familien?
- Warum Sie Ihre PKV mit uns klären sollten
- Häufige Fragen zur privaten Krankenversicherung (FAQ)
Das Wichtigste in Kürze
- Die private Krankenversicherung (PKV) bietet planbare, oft bessere Leistungen und kürzere Wartezeiten – im Gegenzug für eine Gesundheitsprüfung und einkommensunabhängige Beiträge.
- Vorerkrankungen können zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen; im Extremfall lehnt der Versicherer den Antrag ab.
- Die PKV ist eine langfristige Entscheidung: Der Weg zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur unter engen Voraussetzungen möglich.
- Ob sich die PKV lohnt, hängt von Einkommen, Beruf und Lebenssituation ab – nicht vom Wunsch, kurzfristig Beiträge zu sparen.

Robert Böhrk
Unser Experte für die private Krankenversicherung
Sie verdienen gut, sind gesund und überlegen, ob sich der Wechsel in die PKV wirklich lohnt.
Genau an diesem Punkt hilft ein klarer Blick auf die Vor- und Nachteile der privaten Krankenversicherung statt auf Werbeversprechen. Bessere Leistungen, freie Arztwahl und planbare Tarife stehen einer Gesundheitsprüfung, einkommensunabhängigen Beiträgen und einer langfristigen Bindung gegenüber. Die Kernfrage ist dabei nicht, ob die PKV kurzfristig ein paar Euro spart, sondern ob sie langfristig zu Ihrem Leben passt. Denn der Weg zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur unter engen Voraussetzungen möglich. Hier erfahren Sie ausgewogen, für wen sich die private Krankenversicherung lohnt und für wen nicht.
Vorteile der privaten Krankenversicherung (PKV)
Das ist neu in 2026
Neue Grenzwerte: Die Versicherungspflichtgrenze liegt 2026 bei 6.450 Euro monatlich beziehungsweise 77.400 Euro jährlich. Erst wenn das Einkommen dauerhaft darüber liegt, können sich Angestellte privat versichern. → Mehr dazu im Abschnitt „Für wen lohnt die PKV, für wen die GKV?“
Beiträge steigen in beiden Systemen: Sowohl in der PKV als auch in der gesetzlichen Krankenversicherung sind die Beiträge in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Wer mit dauerhaft stabilen Beiträgen wirbt, blendet diese Realität aus. → Mehr dazu im Abschnitt „Wird die PKV im Alter unbezahlbar?“
In der privaten Krankenversicherung (PKV) bestimmen Sie den Leistungsumfang weitgehend selbst und sichern sich vertraglich zugesagte Leistungen. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) richtet sich diese Privatversicherung nach Ihrem Tarif und nicht nach politischen Reformen. Die wichtigsten Vorteile im Überblick:
Vorteile der privaten Krankenversicherung
Nachteile der privaten Krankenversicherung (PKV)
Den Vorteilen stehen Verpflichtungen und Risiken gegenüber, die vor allem langfristig ins Gewicht fallen. Ein Beispiel ist der spätere Wechsel von der PKV in die GKV, der nur unter engen Voraussetzungen gelingt.
Nachteile der privaten Krankenversicherung
Experten-Tipp:
Nur Geld sparen ist der falsche Grund für die PKV
„Wer allein wegen niedriger Beiträge in die private Krankenversicherung wechseln will, spart am Ende selten – es sei denn, er versichert sich bewusst schlechter. Die PKV lohnt sich, wenn Ihnen gute Leistungen und Planbarkeit wichtig sind und Sie fürs Alter vorsorgen. Wählen Sie sie aus Überzeugung, nicht als kurzfristige Sparidee.“
Mit uns sicher in die private Krankenversicherung – ohne Ablehnungsrisiko
Wir sind von Finanztip für die PKV-Beratung empfohlen und klären Ihren Gesundheitszustand vorab anonym ab, bevor ein Antrag gestellt wird. Unsere Beratung ist kostenfrei.
- Anonyme Risikovoranfrage ohne Eintrag in den Wagnisdatenbanken
- Vorab wissen, welcher Versicherer Sie zu welchen Konditionen aufnimmt
- Persönliche Einschätzung statt Vergleichsportal oder AI-Tool
PKV oder GKV: Pro und Contra auf einen Blick
Die private Krankenversicherung punktet mit Leistung und Wahlfreiheit, die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) mit Solidarprinzip und Familienversicherung. Wer vor der Entscheidung steht, wägt vor allem die folgenden Punkte gegeneinander ab.
Gründe für die PKV
- Bessere und frei wählbare Leistungen wie Chefarztbehandlung und Einbettzimmer
- Kürzere Wartezeiten und bevorzugte Terminvergabe beim Arzt
- Beitrag unabhängig vom Einkommen und bei guten Verdienern oft günstiger
- Vertraglich zugesicherte Leistungen, die von politischen Reformen unberührt bleiben
- Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit möglich
Das spricht für die GKV
- Kostenlose Familienversicherung für Kinder und den nicht verdienenden Partner
- Beitrag sinkt bei geringerem Einkommen automatisch
- Keine Gesundheitsprüfung und kein Ablehnungsrisiko
- Unkomplizierte Abrechnung ohne Vorleistung durch den Versicherten
PKV und GKV im Vergleich: Was sind die Unterschiede?
Die private und die gesetzliche Krankenversicherung unterscheiden sich bei Aufnahme, Kosten und Wechsel deutlich. Die folgende Übersicht stellt beide Systeme systematisch gegenüber.
Aufnahme und Leistungen
| Gesetzliche Krankenversicherung | Private Krankenversicherung | |
|---|---|---|
| Wer ist versicherungsberechtigt? | Personen mit Einkommen unter 6.450 Euro monatlich (77.400 Euro jährlich, 2026) müssen sich gesetzlich versichern. Besserverdienende können freiwillig beitreten (Quelle: BMAS). | Arbeitnehmer mit einem Einkommen über 6.450 Euro monatlich (77.400 Euro jährlich, 2026) können privat versichern. Freiberufler, Beamte und Studenten unabhängig vom Einkommen. |
| Aufnahme | Gesetzliche Kassen dürfen keinen Antragsteller ablehnen – jeder wird aufgenommen (Kontrahierungszwang) (Quelle: § 175 SGB V). | Private Versicherer haben ein Wahlrecht und können Bewerber ablehnen. Ausnahme ist der Basistarif mit Aufnahmegarantie (Quelle: § 152 VAG). |
| Leistung | Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten (Quelle: § 12 SGB V). | Leistungen können individuell gewählt werden. Ein größerer Leistungsumfang ist möglich. |
Kosten und Finanzielles
| Gesetzliche Krankenversicherung | Private Krankenversicherung | |
|---|---|---|
| Kosten | Beitrag ist einkommensabhängig. Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich den Beitrag. Beamte und Freiberufler zahlen vollständig selbst. | Beitrag ist einkommensunabhängig und orientiert sich an Alter, Beruf und Gesundheitszustand. |
| Abrechnung | Gesetzliche Versicherer übernehmen Kosten direkt – keine Vorauszahlung erforderlich. | Versicherte zahlen zunächst selbst; die Kosten werden später erstattet. |
| Beitragsrückerstattung | Nur mit Wahltarif möglich. Maximal etwa ein Monatsbeitrag pro Jahr (bis 600 Euro) kann erstattet werden (Quelle: § 53 SGB V). | Nach unserer Beratungserfahrung sind je nach Tarif zwei bis drei Monatsbeiträge pro Jahr bei Nichtinanspruchnahme möglich. |
| Budgetierung | Leistungen sind budgetiert – das kann zu längeren Wartezeiten führen. | Keine Budgetierung; Leistungsgarantie nach Tarif und Bedingungen. |
Wechsel und weitere Konditionen
| Gesetzliche Krankenversicherung | Private Krankenversicherung | |
|---|---|---|
| Familie | Ehepartner (ohne Altersgrenze, aber Einkommensgrenze) und Kinder bis 25 (während Ausbildung; sonst bis 18 beziehungsweise 23) können kostenfrei mitversichert werden (Quelle: § 10 SGB V). | Ehepartner und Kinder müssen selbständig versichert werden. |
| Geltungsbereich | Schutz im EU-Ausland bei vorübergehendem Aufenthalt nach EU-Recht und in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen. | Gilt in ganz Europa und mindestens einen Monat weltweit (tarifabhängig). |
| Mit Blick aufs Alter | Beiträge seit 2006 durchschnittlich 3,9 Prozent pro Jahr gestiegen. Leistungen nicht garantiert (Quelle: PKV-Verband). | Beiträge seit 2006 durchschnittlich 3,4 Prozent pro Jahr gestiegen; im Alter durch Altersrückstellungen gedämpft. Vertraglich zugesagte Leistungen bleiben erhalten (Quelle: PKV-Verband). |
| Wechsel und Kündigung | 12-monatige Bindungsfrist an die Kasse; danach Kündigung zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats (Quelle: § 175 Abs. 4 SGB V). | Kündigung bis spätestens drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres (Quelle: § 205 VVG). |
Experten-Tipp:
Beiträge steigen – in der PKV UND in der GKV
„Mit dauerhaft stabilen Beiträgen zu werben, blendet die Realität aus. Mir ist wichtig, offen darüber zu sprechen: Die Beiträge steigen – in der PKV, aber genauso in der GKV. Seit 2006 waren es rund 3,4 Prozent pro Jahr in der PKV und 3,9 Prozent in der GKV. Wer das einplant und vorsorgt, erlebt später keine böse Überraschung.“
Wird die PKV im Alter unbezahlbar?
Nein, die PKV wird im Alter nicht zwangsläufig unbezahlbar – aber die Beiträge steigen, und ohne Vorsorge kann es im Rentenalter eng werden. Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung sind seit 2006 im Schnitt um 3,4 Prozent pro Jahr gestiegen (Quelle: PKV-Verband). Wichtig zu wissen: Auch die gesetzliche Krankenversicherung wird teurer – dort lag der Anstieg im selben Zeitraum bei durchschnittlich 3,9 Prozent pro Jahr (Quelle: PKV-Verband).
So halten Sie den Beitrag im Alter stabil
Mehrere Instrumente dämpfen den Beitrag im Alter. Schon während des Berufslebens bilden Versicherer Altersrückstellungen – Kapital, das später den Beitragsanstieg abfedert. Zusätzlich erheben sie einen gesetzlichen Zuschlag von zehn Prozent auf den Beitrag, der ab dem Alter von 65 Jahren zur Beitragsdämpfung eingesetzt wird (Quelle: § 149 VAG).
Darüber hinaus können Sie aktiv gegensteuern. Mit einem Beitragsentlastungstarif zahlen Sie heute einen Zusatzbeitrag und senken dafür Ihren Beitrag im Rentenalter. Reicht das nicht, haben Sie ein gesetzliches Recht auf einen Tarifwechsel: Nach § 204 VVG wechseln Sie innerhalb Ihres Versicherers in einen günstigeren Tarif mit vergleichbaren Leistungen und nehmen Ihre Altersrückstellungen mit (Quelle: § 204 VVG).
Wie hoch der Beitrag im Alter konkret ausfällt, hängt von Tarif, Eintrittsalter und gewähltem Selbstbehalt ab. Seriös beziffern lässt sich das nur für den einzelnen Tarif – deshalb lohnt sich vor dem Abschluss eine persönliche Berechnung.
Sozialtarife als Sicherheitsnetz
Wer den Beitrag dauerhaft nicht mehr tragen kann, verliert seinen Versicherungsschutz nicht. Die PKV kennt drei gesetzlich geregelte Sozialtarife, die als Auffangnetz dienen.
| Sozialtarif | Für wen gedacht | Leistung und Beitrag |
|---|---|---|
| Standardtarif | Vor 2009 abgeschlossene Verträge | Leistungen etwa auf GKV-Niveau, Beitrag höchstens auf Höhe des GKV-Höchstbeitrags |
| Basistarif | Alle Privatversicherten, mit Aufnahmegarantie | Leistungen vergleichbar mit der GKV, Beitrag maximal auf Höhe des GKV-Höchstbeitrags (Quelle: § 152 VAG) |
| Notlagentarif | Versicherte mit Beitragsrückständen | Nur Akut- und Schmerzbehandlung sowie Leistungen bei Schwangerschaft, dafür stark reduzierter Beitrag (Quelle: § 153 VAG) |
Was die Beitragsentwicklung für Ihren PKV-Tarif bedeutet
Sie kennen jetzt die Instrumente gegen steigende Beiträge – wie sie sich für Ihren Tarif rechnen, zeigt eine persönliche Berechnung. Finanztip empfiehlt uns für die Beratung zur PKV, und unsere Beratung ist kostenfrei.
- Beitragsentlastungstarif und Tarifwechsel gezielt einplanen
- Altersrückstellungen und Selbstbehalt auf Ihre Situation abstimmen
- Ehrliche Einordnung statt Versprechen stabiler Beiträge
Für wen lohnt sich die PKV, für wen die GKV?
Ob sich die PKV lohnt, hängt vor allem von Beruf, Einkommen und Familiensituation ab. Für Beamte und gut verdienende Angestellte ist sie meist attraktiv, für Familien mit nur einem Einkommen oft die GKV. Ein PKV-Tarifvergleich zeigt, welche Leistungen zu welchem Beitrag möglich sind.
Angestellte
Entscheidend ist die Höhe des Einkommens:
- PKV: Ist das monatliche Einkommen dauerhaft über 6.450 Euro, kommt die private Krankenversicherung infrage.
- GKV: Unter 6.450 Euro ist die PKV nicht möglich; die Versicherung erfolgt in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Beamte
Für Beamte ist die PKV fast immer die günstigere Wahl – wegen der Beihilfe. Die Beihilfe ist ein Zuschuss des Dienstherrn zu den Krankheitskosten: Der Staat übernimmt je nach Bundesland und Familiensituation einen großen Teil der Kosten. Den verbleibenden Anteil deckt ein günstiger Beihilfeergänzungstarif in der PKV. In der gesetzlichen Versicherung ginge dieser Anspruch dagegen meist verloren, weil Beihilfe dort nur in Ausnahmefällen gezahlt wird.
Ein eigener Blick lohnt sich für Beamtenanwärter. Wer sich in Ausbildung oder Referendariat befindet, hat oft ein geringes Einkommen, aber bereits vollen Beihilfeanspruch. Spezielle Anwärter-Sondertarife bieten den Schutz zu stark reduzierten Beiträgen. Über die sogenannte Öffnungsaktion werden Anwärter zudem auch mit Vorerkrankungen ohne Leistungsausschluss und mit begrenztem Risikozuschlag aufgenommen.
Selbständige
Selbständige haben die freie Wahl. Entscheidend ist die Höhe des Einkommens:
- PKV: Bei hohem Einkommen meist günstiger.
- GKV: Bei niedrigem Einkommen meist günstiger. Alternativ ist eine Anwartschaftsversicherung möglich, die den späteren PKV-Zugang zu heutigen Konditionen sichert; die Einstiegsbeiträge beginnen nach unserer Beratungserfahrung je nach Tarif bei rund zehn Euro monatlich.
Studenten
Studenten haben am Anfang die freie Wahl. Sie hängt von der Krankenversicherung der Eltern ab:
- PKV: Sind die Eltern privat versichert, verbeamtet oder ist der Student über 25 Jahre alt, ist die PKV meist günstiger.
- GKV: Sind beide Eltern gesetzlich versichert und ist der Student jünger als 25 Jahre, lohnt sich die gesetzliche Versicherung durch die kostenlose Familienversicherung.
Ehepartner
Entscheidend ist die Krankenversicherung des Ehepartners:
- PKV: Ist der Partner privat versichert und hat der andere ein geringes oder kein Einkommen, ist die PKV meist günstiger.
- GKV: Ist der Partner gesetzlich versichert und hat der andere ein geringes oder kein Einkommen, lohnt sich die gesetzliche Versicherung durch die kostenlose Familienversicherung.
Experten-Tipp:
Stellen Sie den PKV-Antrag nie auf eigene Faust
„Stellen Sie einen PKV-Antrag niemals ungeprüft auf eigene Faust. Eine Ablehnung wegen einer Vorerkrankung landet in den Wagnisdatenbanken der Branche und verfolgt Sie bei jedem weiteren Antrag. Ich kläre den Gesundheitszustand deshalb vorab über eine anonyme Voranfrage – Ihr Name taucht nicht auf, und Sie wissen vorher, wer Sie zu welchen Konditionen aufnimmt.“
Was kostet die PKV für Familien?
In der PKV zahlt jedes Familienmitglied einen eigenen Beitrag – anders als in der GKV, wo Kinder und ein Ehepartner ohne eigenes Einkommen kostenlos mitversichert sind. Ob die PKV für Familien teurer ist, entscheidet sich im Einzelfall und hängt stark vom Arbeitgeberzuschuss ab.
Für angestellte Eltern ist entscheidend, dass der Arbeitgeber die Hälfte des PKV-Beitrags übernimmt – und zwar auch für privat versicherte Kinder und einen Ehepartner ohne eigenes Einkommen. Dieser Zuschuss ist auf die Hälfte des Höchstbeitrags der gesetzlichen Krankenversicherung begrenzt (Quelle: § 257 SGB V).
| Gesetzliche Krankenversicherung | Private Krankenversicherung | |
|---|---|---|
| Kinder | Beitragsfrei mitversichert | Eigener, meist niedriger Kinderbeitrag je Kind |
| Nicht verdienender Ehepartner | Beitragsfrei mitversichert | Eigener Beitrag |
| Arbeitgeberzuschuss | Hälftiger Beitrag automatisch | Hälfte des Beitrags, auch für Familienmitglieder, gedeckelt |
| Faustregel | Bei mehreren Kindern und einem Einkommen meist günstiger | Bei hohem Einkommen und wenigen Kindern oft konkurrenzfähig |
Ob am Ende die GKV oder die PKV günstiger ist, entscheidet das Verhältnis aus Einkommen, Zahl der Kinder und gewähltem Tarif. Eine belastbare Beispielrechnung ergibt sich erst aus Ihren konkreten Tarifdaten.
Warum Sie Ihre PKV mit uns klären sollten
Eine PKV-Entscheidung tragen Sie oft Jahrzehnte. Deshalb prüfen wir Ihren Gesundheitszustand vorab über eine anonyme Risikovoranfrage: Ihr Name taucht nicht auf, und Sie erfahren vorher, wer Sie zu welchen Konditionen aufnimmt. Wir sind von Finanztip empfohlen.
Auch nach dem Abschluss lassen wir Sie nicht allein. Will der Versicherer im Leistungsfall nicht zahlen, begleiten wir Sie: Wir kennen die Vertragsbedingungen, wissen, welche Nachweise nötig sind, und setzen Ihren Anspruch gegenüber dem Versicherer durch. Diese Verbindlichkeit bietet Ihnen weder ein Vergleichsportal noch ein AI-Tool.
Klären Sie mit uns, ob sich die private Krankenversicherung für Sie lohnt
In einem Erstgespräch prüfen wir Ihre Situation und rechnen GKV und PKV ehrlich gegeneinander – auch wenn das Ergebnis gegen die PKV spricht. Unsere Beratung ist kostenfrei und unverbindlich.
- PKV-Beratung von Finanztip empfohlen
- Anonyme Risikovoranfrage vor jedem Antrag
- Über 20 Jahre Erfahrung in der PKV-Beratung
Häufige Fragen zur privaten Krankenversicherung (FAQ)
Wird die private Krankenversicherung im Alter unbezahlbar?
Nein, die private Krankenversicherung wird im Alter nicht zwangsläufig unbezahlbar. Die Beiträge steigen zwar, seit 2006 im Schnitt um 3,4 Prozent pro Jahr, wie Zahlen des PKV-Verbands zeigen – in der gesetzlichen Krankenversicherung waren es sogar 3,9 Prozent. Mehrere Instrumente dämpfen den Beitrag im Alter: Altersrückstellungen, ein gesetzlicher Zuschlag von zehn Prozent, ein Beitragsentlastungstarif und der Tarifwechsel innerhalb Ihres Versicherers. Wer früh vorsorgt, hält den Beitrag im Rentenalter spürbar stabiler.
Wann lohnt sich die private Krankenversicherung?
Die private Krankenversicherung lohnt sich vor allem für Beamte, gut verdienende Angestellte und viele Selbständige. Beamte profitieren von der Beihilfe des Dienstherrn, Angestellte müssen mit ihrem Einkommen dauerhaft über der Versicherungspflichtgrenze liegen. Weniger geeignet ist die PKV oft für Familien mit nur einem Einkommen und mehreren Kindern, weil dort die kostenlose Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung schwer zu schlagen ist.
Woran erkenne ich, ob die private Krankenversicherung sinnvoll ist?
Sinnvoll ist die private Krankenversicherung, wenn Ihnen planbare, oft bessere Leistungen und freie Arztwahl wichtig sind und Sie die Entscheidung langfristig treffen. Weil der Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung nur unter engen Voraussetzungen möglich ist, sollten Sie steigende Beiträge im Alter von Anfang an einplanen. Als reine Sparidee für den Moment ist die PKV dagegen selten die richtige Wahl.
Was ist besser – private oder gesetzliche Krankenversicherung?
Pauschal ist keines der beiden Systeme besser, es kommt auf Ihre Lebenssituation an. Die private Krankenversicherung punktet mit planbaren, frei wählbaren Leistungen und kürzeren Wartezeiten. Die gesetzliche Krankenversicherung überzeugt mit dem Solidarprinzip, einkommensabhängigen Beiträgen und der kostenlosen Familienversicherung. Für Beamte und gut verdienende Singles ist die PKV oft im Vorteil, für Familien mit einem Einkommen häufig die GKV.
Ab welchem Einkommen ist die private Krankenversicherung möglich?
Angestellte können sich privat versichern, wenn ihr Bruttoeinkommen dauerhaft über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Diese liegt 2026 laut BMAS bei 6.450 Euro im Monat beziehungsweise 77.400 Euro im Jahr. Selbständige, Beamte und Studenten können dagegen unabhängig von der Höhe ihres Einkommens in die private Krankenversicherung wechseln.
Warum kann die private Krankenversicherung einen Antrag ablehnen?
Anders als die gesetzlichen Kassen haben private Versicherer ein Wahlrecht und können Anträge ablehnen oder wegen Vorerkrankungen einen Risikozuschlag verlangen. Eine Ausnahme ist der Basistarif: Diesen müssen die Versicherer laut § 152 VAG mit einer Aufnahmegarantie anbieten. Damit eine Ablehnung nicht in den Wagnisdatenbanken der Branche landet, sollten Sie einen Antrag nie ungeprüft auf eigene Faust stellen.
Wie gelingt der Wechsel von der PKV zurück in die GKV?
Ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist möglich, aber an enge Voraussetzungen geknüpft. Angestellte kehren in der Regel zurück, wenn ihr Einkommen unter die Versicherungspflichtgrenze fällt und sie dadurch wieder versicherungspflichtig werden. Ab einem Alter von 55 Jahren ist die Rückkehr in die GKV gesetzlich stark erschwert und gelingt nur in Ausnahmefällen.
Was kostet die PKV für Familien?
In der privaten Krankenversicherung zahlt jedes Familienmitglied einen eigenen Beitrag; eine kostenlose Familienversicherung wie in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es nicht. Für angestellte Eltern übernimmt der Arbeitgeber allerdings die Hälfte des Beitrags, auch für privat versicherte Kinder und einen Ehepartner ohne eigenes Einkommen. Dieser Zuschuss ist nach § 257 SGB V gedeckelt. Ob die PKV für Ihre Familie teurer ist als die GKV, hängt von Einkommen, Kinderzahl und Tarif ab; verlässliche Euro-Beträge ergeben sich erst aus dem konkreten Tarifangebot.
Was passiert mit der PKV bei Arbeitslosigkeit oder in Elternzeit?
Während der Elternzeit läuft Ihre private Krankenversicherung weiter; den Beitrag tragen Sie in dieser Zeit in der Regel selbst, da der Arbeitgeberzuschuss an das Gehalt gekoppelt ist. Bei Arbeitslosigkeit hängt es von Ihrem Alter und der Art der Leistung ab, ob Sie privat versichert bleiben oder in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren. Die genauen Regeln unterscheiden sich je nach Leistung (Arbeitslosengeld I oder Bürgergeld) und Alter und sollten im Einzelfall geprüft werden.
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