Allianz Private Kranken­versicherung

Tarife, Testergebnisse und Erfahrungen.

Das erwartet Sie hier

Welche Tarife die Allianz in der privaten Kranken­versicherung anbietet, was sie kosten und wie das Haus in Tests und Kundenurteilen abschneidet.

Inhalt dieser Seite
  1. Auf einen Blick
  2. Aktuelle Testergebnisse
  3. Im Vergleich
  4. Tarife und Leistungen
  5. Für Ihre Gruppe
  6. Preise
  7. Stärken und Schwächen
  8. Erfahrungen und Beschwerden
  9. Unsere Einschätzung
  10. Häufige Fragen
Foto von Mario Müller
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Die private Kranken­versicherung der Allianz erreicht in unserer Gesamtauswertung 96 von 100 Punkten und liegt punktgleich mit der R+V auf Rang zwei der zehn gezeigten Anbieter.
  • Die Voll­versicherung heißt MeinGesundheitsschutz und ist in den Stufen Plus und Best wählbar, jeweils mit 30 %, 10 % oder ohne Selbst­beteiligung.
  • Ärzte und Medizinstudierende kommen über Gruppenverträge mit Ärztekammern, Marburger Bund und Verband der Heilberufe in eigene Tarife.
  • Wer ein Jahr keine Rechnung einreicht, bekommt in MeinGesundheitsschutz eine Beitragsrückerstattung von bis zu 30 %, davon 10 % garantiert.
  • Für Ärzte, Beamte und gut verdienende Angestellte passt die Allianz, für Existenzgründer mit knappem Budget nicht: Einen eigenen Gründertarif gibt es nicht, und der Optionstarif zahlt keine Leistungen.
  • Die Allianz Private Kranken­versicherungs-AG meldet für 2025 eine Solvenzquote von 454 %.

Allianz auf einen Blick

Wie gut ist die Allianz?

96 von 100 Punkten
in unserer Gesamtauswertung

  • DFSI 2025/26: „Exzellent“
  • IVFP 2025: „Exzellent“
  • ServiceValue Fairness 2026: „Sehr gut“

Die Allianz ist das einzige Haus, das im DFSI-Rating 2025/26 die Gesamtnote „Exzellent“ erhält. Auch das IVFP vergibt 2025 die Höchstnote, und im Kundenurteil von ServiceValue 2026 ist sie in allen fünf Teildimensionen „Sehr gut“.

In unserer Gesamtauswertung steht sie mit 96 Punkten punktgleich mit der R+V auf Rang zwei. Vor ihr liegt nur die Provinzial. Die Punkte stützen sich auf drei Höchst- oder Spitzenurteile und eine BaFin-Beschwerdequote von 2,91, die deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 6,27 liegt.


Was kostet sie?

Der Beitrag hängt vom Eintrittsalter, von der Leistungsstufe, von der Selbst­beteiligung und vom Gesundheitszustand ab. Die Allianz veröffentlicht Musterbeiträge für 2026, die Bausteine wie Zahn­versicherung und Krankentagegeld schon enthalten.

ProfilTarifBeitrag im Monat
Angestellt, 24 JahreMeinGesundheitsschutz Plus 90 mit Zahn 90717,26 €
Angestellt, 34 JahreMeinGesundheitsschutz Plus 90 mit Zahn 90834,26 €
Selbständig, 30 Jahre, Krankentagegeld ab dem 43. TagMeinGesundheitsschutz Plus777,26 €

Die Beträge sind Musterbeiträge der Allianz mit Stand 2026. Angestellte tragen davon nur die Hälfte, weil der Arbeitgeber 50 Prozent zuschießt: Bei der 24-jährigen Person bleiben 358,63 Euro, bei der 34-jährigen 417,13 Euro Eigenanteil.


Für wen passt sie?

  • Ärzte: Gruppenverträge mit Ärztekammern und unbegrenzte Erstattung ärztlicher Leistungen in Ärzte Best 100
  • Beamte mit Beihilfe: Restkostentarife, Öffnungsaktion mit Risikozuschlag höchstens 30 Prozent und bis zu 35 Prozent Beitragsrückerstattung
  • Angestellte über JAEG: Best-Stufe erstattet Honorare über dem Höchstsatz der Gebührenordnung
  • Existenzgründer: Kein Gründertarif, und der Optionstarif OptionFlexiMed zahlt keine Leistungen

Was hinter jeder Einordnung steckt, steht mit Konditionen und Stolperfallen im Kapitel Für Ihre Gruppe.


Wer steckt hinter der Allianz?

Risikoträger ist die Allianz Private Kranken­versicherungs-AG mit Sitz in München, eine Gesellschaft der Allianz-Gruppe. Ihre Solvenzquote liegt 2025 bei 454 Prozent nach 391 Prozent im Vorjahr, das Haus hält also gut das Vierfache der gesetzlich geforderten Eigenmittel vor (Quelle: Bericht über Solvabilität und Finanzlage 2025).

Bei der BaFin gingen 2025 je 100.000 versicherte Personen 2,91 Beschwerden über die Allianz ein, der Branchendurchschnitt liegt bei 6,27. Auf Trustpilot bewerten Kunden die Allianz Deutschland über alle Sparten mit 4,7 von 5 Sternen bei 19.569 Bewertungen.

  • Risikoträger
    Allianz Private Kranken­versicherungs-AG, München, Allianz-Gruppe
  • Tarife
    MeinGesundheitsschutz Plus und Best, Ärzte Plus 100 und Ärzte Best 100, Beihilfetarife, Ausbildungstarife, OptionFlexiMed
  • Finanzstärke
    Solvenzquote 454 % (2025), Vorjahr 391 %
  • Neugeschäft
    Offen, alle genannten Tarife sind im Verkauf

Private Kranken­versicherung der Allianz im Test (2026)

Drei Erhebungen bestimmen das Bild in dieser Sparte: das DFSI-Rating zur Unternehmensqualität, der Unternehmensvergleich des IVFP und das Kundenurteil zur Fairness von ServiceValue. Dazu kommt die Beschwerdestatistik der BaFin.

Gesamtwertung aus allen Testergebnissen

In die Gesamtauswertung fließen für die Allianz vier Quellen ein: das DFSI-Rating 2025/26, der IVFP-Unternehmensvergleich 2025, das ServiceValue-Kundenurteil zur Fairness 2026 und die BaFin-Beschwerdestatistik 2025. Alle drei Testhäuser bewerten das Unternehmen, nicht einen einzelnen Tarif.

Die Allianz private Kranken­versicherung erhält von möglichen 100 Punkten:

96

Wir haben für Sie alle Ergebnisse dieser Tests zusammengetragen und nach unserem eigens dafür erstellten Bewertungsschlüssel ausgewertet. In unserer Gesamtwertung können die Anbieter einen Wert von maximal 100 erreichen.

Zur Gesamtauswertung der privaten Kranken­versicherung


Das DFSI-Rating

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat für den Jahrgang 2025/26 die 31 wichtigsten privaten Kranken­versicherer untersucht. Bewertet werden Substanzkraft, Produktqualität und Service des Unternehmens, Beiträge für den einzelnen Kunden fließen nicht ein (Quelle: DFSI).

TeilbereichPunkteNote
Substanzkraft85,29Sehr gut (1,3)
Produktqualität92,76Exzellent (0,9)
Service98,83Exzellent (0,6)
Gesamtergebnis90,99Exzellent (1,0)

Mit der Gesamtnote „Exzellent“ ist die Allianz das einzige Haus im Feld mit dieser Wertung und belegt Platz eins von 31. Am stärksten fällt der Service aus, am schwächsten die Substanzkraft, die mit „Sehr gut“ in der zweitbesten Stufe liegt.


Das IVFP-Rating

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat im Unternehmensvergleich 2025 insgesamt 34 Gesellschaften nach 23 Kriterien geprüft. Bewertet werden Stabilität, Sicherheit, Ertragskraft und Markterfolg, kein Tarif und keine Leistung (Quelle: IVFP).

GesellschaftGesamtergebnis
Allianz Private Kranken­versicherungs-AGExzellent

Die Allianz erhält die Höchstnote „Exzellent“ und ist damit eine von sechs Gesellschaften an der Spitze dieses Ratings.

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Experte für Gesundheitsvorsorge

Im Vergleich zu anderen privaten Kranken­versicherern

Allianz im Marktvergleich

AnbieterDFSI
Unternehmensqualität
IVFP
Unternehmensqualität
ServiceValue
Fairness
Beschwerde­quoteGesamtwertung
von 100
Logo ProvinzialProvinzial–Exzellent––100
Logo Allianz Deutschland AGAllianzExzellentExzellentSehr gut2,9196
Logo R+V Allgemeine Versicherung AGR+VSehr gutExzellentSehr gut0,1796
Logo LVM VersicherungLVMGutExzellentSehr gut1,3692
Logo DKV Deutsche Krankenversicherung AGDKVSehr gutSehr gutSehr gut3,4685
Logo SIGNAL IDUNASignal IdunaSehr gutExzellentSehr gut3,2385
Logo uniVersauniVersa–ExzellentGut3,6883
Logo Envivas Krankenversicherung AGEnvivasGutSehr gut–1,1181
Logo Debeka-GruppeDebekaGutSehr gutSehr gut4,0581
Logo Württembergische Versicherung AGWürttembergischeSehr gutSehr gutGut0,3981
Quelle: DFSI, IVFP, ServiceValue Kundenurteil Fairness, www.transparent-beraten.de; für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Gewähr und keine Haftung übernommen

Ein Strich heißt: In dieser Erhebung wurde der Anbieter nicht untersucht.

Mit 96 von 100 Punkten steht die Allianz punktgleich mit der R+V auf Rang zwei und damit in der Spitzengruppe. Sie ist der einzige Anbieter der Tabelle, der bei DFSI und IVFP jeweils die Höchstnote „Exzellent“ trägt.

Eine niedrigere Beschwerdequote hat die R+V mit 0,17, ebenso die LVM mit 1,36. Bei der Substanzkraft im DFSI-Rating liegen R+V und Signal Iduna mit „Exzellent“ vor der Allianz, die dort „Sehr gut“ erhält.

Alle privaten Kranken­versicherer im Vergleich

Tarife und Leistungen der privaten Kranken­versicherung der Allianz

Die Allianz staffelt die Voll­versicherung nach Leistungsstufe und Berufsgruppe. Jede Stufe ist mit drei Selbst­beteiligungen kombinierbar: 70 bedeutet 30 Prozent Eigenanteil bis höchstens 1.500 Euro im Jahr, 90 bedeutet zehn Prozent bis höchstens 500 Euro, 100 bedeutet keine Selbst­beteiligung.

TarifFür wenArt des TarifsBesonderheit
MeinGesundheitsschutz PlusAngestellte und SelbständigeVoll­versicherungErstattung bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung
MeinGesundheitsschutz BestAngestellte und SelbständigeVoll­versicherungErstattung auch über dem Höchstsatz der Gebührenordnung
Ärzte Plus 100Ärzte über GruppenverträgeVoll­versicherungZweibettzimmer, Psychotherapie bis 50 Sitzungen
Ärzte Best 100Ärzte über GruppenverträgeVoll­versicherungÄrztliche Leistungen unbegrenzt, Einbettzimmer
BeihilfetarifeBeamte und AnwärterRestkosten­versicherungErgänzt die Beihilfe bis 100 Prozent
OptionFlexiMedGesetzlich Versicherte mit WechselplanOptionstarifSichert den Gesundheitszustand, zahlt keine Leistungen

MeinGesundheitsschutz Plus

Plus ist die mittlere Leistungsstufe der Reihe. Ambulante Arztleistungen erstattet der Tarif zu 100 Prozent, aber nur bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung für Ärzte. Heilpraktiker zahlt er bis 1.000 Euro im Jahr, Sehhilfen bis 500 Euro in 36 Monaten, im Krankenhaus gilt das Ein- oder Zweibettzimmer.

Wer ein Kalenderjahr keine Rechnung einreicht, bekommt bis zu 30 Prozent Beitrag zurück; garantiert sind zehn Prozent, den Rest zahlt die Allianz erfolgsabhängig. Bei Elterngeldbezug und in der Elternzeit sind Versicherte sechs Monate beitragsfrei, Neugeborene ebenfalls für sechs Monate plus den Geburtsmonat (Angaben der Allianz).


MeinGesundheitsschutz Best

Best ist die Höchststufe. Der entscheidende Unterschied zu Plus: Honorare über dem Höchstsatz der Gebührenordnung sind mitversichert, und genau das ist bei Spezialisten und in Privatkliniken der häufigste Streitpunkt. Heilpraktiker zahlt Best bis 2.000 Euro im Jahr, Sehhilfen bis 1.000 Euro in 36 Monaten. Im Krankenhaus kommt die Wunschverlegung in eine Klinik der Wahl dazu (Angaben der Allianz).


Ärzte Plus 100

Die Ärztetarife laufen über Gruppenverträge mit nahezu allen Ärztekammern, dem Marburger Bund und dem Verband der Heilberufe. Ärzte Plus 100 erstattet ärztliche Leistungen bis zum Steigerungsfaktor 3,5 der Gebührenordnung und bringt im Krankenhaus das Zweibettzimmer mit. Psychotherapie zahlt der Tarif bis zur 30. Sitzung voll, danach zu 70 Prozent, insgesamt für höchstens 50 Sitzungen.

Beim Zahnersatz liegt die Erstattung bei 75 Prozent, Sehhilfen sind auf 250 Euro in 24 Monaten begrenzt. Bei Leistungsfreiheit gibt es bis zu 20 Prozent eines Jahresbeitrags zurück (Angaben der Allianz).


Ärzte Best 100

Ärzte Best 100 erstattet ärztliche Leistungen ohne Begrenzung auf einen Gebührensatz und sieht im Krankenhaus das Einbettzimmer vor. Psychotherapie zahlt der Tarif ab der 31. Sitzung zu 70 Prozent, aber ohne Sitzungsgrenze. Zahnersatz erstattet er zu 85 Prozent, Inlays zu 100 Prozent, Implantate ohne Mengengrenze. Der Auslandsschutz reicht bis zwölf Monate, Sehhilfen bis 400 Euro in 24 Monaten (Angaben der Allianz).


Beihilfetarife

Beamte, Anwärter und berücksichtigungsfähige Angehörige sichern mit den Beihilfe­ergänzungs­tarifen Plus und Best die Restkosten zum Beihilfesatz ab. Best ergänzt Leistungen wie Heilpraktiker und die operative Korrektur der Sehschärfe. Für das Krankenhaus gibt es zwei Ergänzungen, eine für das Einbett- und eine für das Zweibettzimmer.

Anwärter und Referendare kommen bis zum 38. Geburtstag in den Anwärtertarif, der höchstens 36 Monate läuft. Danach wechseln sie ohne neue Gesundheitsprüfung in den regulären Beihilfetarif. Die Beitragsrückerstattung liegt bei bis zu 35 Prozent, für Anwärter bei bis zu 50 Prozent (Angaben der Allianz).


OptionFlexiMed

OptionFlexiMed ist ein Optionstarif und keine Kranken­versicherung: Er zahlt keine Leistungen. Er hält den heutigen Gesundheitszustand fest, damit später der Wechsel in die private Voll­versicherung oder eine Zusatz­versicherung ohne neue Gesundheitsprüfung möglich ist.

Der Beitrag beginnt bei 4,95 Euro im Monat für Eintrittsalter bis 24 Jahre und erreicht im höchsten Eintrittsalter 13,95 Euro. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre und ist einmal um zehn Jahre verlängerbar, längstens bis zum 50. Geburtstag. Die Zeit im Optionstarif zählt beim späteren Wechsel für die Bonusstaffel der Beitragsrückerstattung (Angaben der Allianz).


Beitragsstabilität

Im Bestand der Voll­versicherung hat die Allianz die Beiträge von 2016 bis 2025 im Schnitt um 5,0 Prozent pro Jahr angehoben, im Beihilfebereich um 3,4 Prozent. 2025 lagen die Anpassungen bei 9,7 Prozent ohne Beihilfe und 10,2 Prozent mit Beihilfe (Quelle: Assekurata-Ratingbericht 2026).

Gegen den Beitrag im Alter bietet die Allianz den Zusatztarif MeineBeitragsentlastung, der Entlastungsbeginn ist zwischen 60 und 70 Jahren wählbar, voreingestellt sind 67. Wer mit 30 Jahren 87,60 Euro im Monat einzahlt, senkt den Beitrag ab 67 um 300 Euro im Monat. Mit MeineWechseloption lässt sich der Schutz bis zum 50. Geburtstag dreimal ohne neue Risikoprüfung erhöhen (Angaben der Allianz).

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Die private Kranken­versicherung der Allianz für Ihre Gruppe

Angestellte über JAEG

Angestellte dürfen erst wechseln, wenn ihr Bruttogehalt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt: 2026 sind das 77.400 Euro im Jahr (Quelle: Bundesregierung). Für diese Gruppe ist MeinGesundheitsschutz Plus der Regelfall, Best lohnt sich, wenn Honorare über dem Höchstsatz der Gebührenordnung erstattet werden sollen.

Der Arbeitgeber zahlt die Hälfte des Beitrags, 2026 höchstens 508,59 Euro im Monat, auch für den Entlastungstarif. Garantiert sind zehn Prozent Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit. Die Stolperfalle liegt beim Weg zurück: In die gesetzliche Kasse kommt nur, wer wieder unter die Grenze fällt, und ab 55 Jahren praktisch gar nicht mehr.


Beamte mit Beihilfe

Für Beamte ist die Allianz breit aufgestellt: Sie deckt den offenen Anteil zum Beihilfesatz vollständig ab und bietet zwei Krankenhaus-Ergänzungen. Über die Öffnungsaktion darf der erste Antrag eines Beamten nicht abgelehnt werden, der Risikozuschlag ist auf 30 Prozent begrenzt.

Ein Anwärter mit 19 Jahren und 50 Prozent Beihilfe zahlt nach Angaben der Allianz 72,34 Euro im Monat, eine 27-jährige Beamtin mit einem Kind 352,24 Euro (Stand Mai 2026). Die Stolperfalle: Senkt ein Bundesland später den Beihilfesatz, muss der Restkostentarif aufgestockt werden, und das klappt ohne neue Gesundheitsprüfung nur im vereinbarten Rahmen.


Studenten

Studierende schließen die Ausbildungstarife MeinGesundheitsschutz Plus 70A und Best 70A bis zum vollendeten 39. Lebensjahr ab. Mit Zahnbaustein kostet Plus im Eintrittsalter 21 bis 24 Jahre 290,56 Euro im Monat, Best 324,17 Euro; bis 24 Jahre ist dabei noch kein Beitrag für die Pflegepflicht­versicherung enthalten (Angaben der Allianz, Stand 2026).

Die Stolperfalle ist die Frist: Die Befreiung von der gesetzlichen Versicherungspflicht ist nur innerhalb von drei Monaten nach deren Beginn möglich und gilt für das ganze Studium. Nach dem Studium geht es in einen regulären Tarif, die Beitragsrückerstattung beginnt dann von vorn.


Selbständige

Für Selbständige entscheidet das Krankentagegeld. Die Allianz bietet es zur Voll­versicherung ab dem 43. Tag an, mit Tagessätzen von zum Beispiel 100, 130 oder 200 Euro. Eine 30-jährige selbständige Person ohne Kinder zahlt mit Krankentagegeld ab dem 43. Tag und 100 Euro Tagessatz nach Angaben der Allianz 777,26 Euro im Monat.

Bei schwankenden Einnahmen lässt sich über die Selbst­beteiligung steuern: Stufe 70 senkt den Beitrag, verlangt im Krankheits­jahr aber bis zu 1.500 Euro aus eigener Tasche. Die Stolperfalle ist die Karenzzeit: 42 Tage ohne Einkommen muss ein Betrieb überbrücken können.


Ärzte

Ärzte sind bei der Allianz eine eigene Zielgruppe. Über die Gruppenverträge mit Ärztekammern, Marburger Bund und Verband der Heilberufe kommen sie in Tarife, die sie einzeln nicht bekommen; Ärzte Best 100 erstattet ärztliche Leistungen unbegrenzt.

Medizinstudierende mit 21 Jahren zahlen im Ausbildungstarif MedizinerPlus100 A laut Allianz 314,57 Euro im Monat, ein 30-jähriger Arzt im Plus-Tarif 642,18 Euro, ein 42-jähriger im Best-Tarif 819,53 Euro. Die Stolperfalle liegt bei den Nebenleistungen: Sehhilfen sind in Ärzte Plus 100 auf 250 Euro in 24 Monaten begrenzt, der Zahnersatz auf 75 Prozent.


Existenzgründer

Existenzgründer behandelt die Allianz tariflich wie Selbständige, einen eigenen Gründertarif gibt es nicht. Günstiger wird der Einstieg nur über die Selbst­beteiligungsstufe 70 oder über OptionFlexiMed, das ab 4,95 Euro im Monat den Gesundheitszustand sichert.

Genau dieser Optionstarif ist die Stolperfalle: Er zahlt in der Gründungsphase keine Leistungen. Wer ihn als Absicherung missversteht, steht im Krankheits­fall ohne Schutz da. Ohne Arbeitgeberzuschuss trägt ein Gründer zudem den vollen Beitrag allein.


Private Kranken­versicherung für Ihre Berufsgruppe

Preise der privaten Kranken­versicherung der Allianz

Was Sie bei der Allianz zahlen, hängt vom Eintrittsalter, vom Gesundheitszustand, von der Leistungsstufe und von der Selbst­beteiligung ab. Das Haus veröffentlicht Musterbeiträge für 2026, die zeigen, in welcher Größenordnung sich die Voll­versicherung bewegt.

MusterprofilTarifBeitrag im Monat
Angestellt, 24 JahreMeinGesundheitsschutz Plus 90 mit Zahn 90717,26 €
Angestellt, 34 JahreMeinGesundheitsschutz Plus 90 mit Zahn 90834,26 €
Selbständig, 30 Jahre, Krankentagegeld ab dem 43. TagMeinGesundheitsschutz Plus777,26 €
Beamtin, 27 Jahre, 50 % Beihilfe, ein KindBeihilfetarife352,24 €
Arzt, 30 JahreÄrzte Plus 100642,18 €

Die Werte sind Musterbeiträge der Allianz mit Stand 2026, für Beamte Stand Mai 2026. Angestellte zahlen nur die Hälfte selbst, der Arbeitgeberzuschuss beträgt 2026 höchstens 508,59 Euro im Monat. Aus 717,26 Euro werden so 358,63 Euro Eigenanteil, aus 834,26 Euro werden 417,13 Euro.

Zwei Größen verändern den Beitrag dauerhaft. Die Selbst­beteiligung senkt ihn sofort, verlagert aber Kosten in das Krankheits­jahr. Die Beitragsrückerstattung wirkt im Jahr danach: bis zu 30 Prozent in MeinGesundheitsschutz, bis zu 35 Prozent in den Beihilfetarifen. Die Grundlagen zur Sparte stehen auf unserer Seite zur privaten Kranken­versicherung.

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Stärken und Schwächen

Wichtige Leistungen einer privaten Kranken­versicherung

Eine private Kranken­versicherung ersetzt die gesetzliche Kranken­versicherung vollständig, deshalb entscheidet allein der Vertrag darüber, welche Kosten später erstattet werden. Wichtig sind die freie Arztwahl ohne Hausarztzwang, die Erstattung ärztlicher Honorare auch über den Regelhöchstsatz der Gebührenordnung hinaus und die Leistungen im Krankenhaus wie Chefarztbehandlung und Ein- oder Zweibettzimmer. Ebenso zählen Zahnbehandlung und Zahnersatz, Heil- und Hilfsmittel mit offenem Katalog sowie Psychotherapie ohne enge Sitzungsgrenzen. Für die Zukunft entscheidend sind die Höhe der Selbst­beteiligung, Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit und Bausteine, die den Beitrag im Alter senken.

Stärken der Allianz

  • Honorare über dem Höchstsatz der Gebührenordnung sind in MeinGesundheitsschutz Best und in Ärzte Best 100 mitversichert.
  • Eigene Tarifwelten für Ärzte und für Beihilfeberechtigte, bei den Ärzten über Gruppenverträge mit nahezu allen Ärztekammern.
  • Öffnungsaktion für Beamte: Der erste Antrag wird nicht abgelehnt, der Risikozuschlag ist auf 30 Prozent begrenzt.
  • Sechs Monate Beitragsfreiheit bei Elterngeldbezug und in der Elternzeit.
  • Zwei Bausteine gegen den Beitrag im Alter: MeineBeitragsentlastung und MeineWechseloption für drei Erhöhungen ohne neue Risikoprüfung.
  • Solvenzquote von 454 Prozent im Jahr 2025.

Schwächen der Allianz

  • MeinGesundheitsschutz Plus erstattet Arzthonorare nur bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung, alles darüber trägt der Versicherte.
  • Heilpraktiker sind in Plus auf 1.000 Euro im Jahr gedeckelt, Sehhilfen auf 500 Euro in 36 Monaten.
  • Die Ärztetarife sind bei Nebenleistungen knapp: Sehhilfen in Ärzte Plus 100 bis 250 Euro in 24 Monaten, Zahnersatz nur 75 Prozent.
  • Die Beitragsrückerstattung in MeinGesundheitsschutz ist nur zu zehn Prozent garantiert, der Rest hängt vom Geschäftserfolg ab.
  • 2025 stiegen die Beiträge im Bestand der Voll­versicherung um 9,7 Prozent ohne Beihilfe und 10,2 Prozent mit Beihilfe.
  • Kein eigener Tarif für Existenzgründer; OptionFlexiMed sichert nur den Gesundheitszustand und zahlt keine Leistungen.

Erfahrungen und Beschwerden

Bewertungen auf Bewertungsplattformen

Auf Trustpilot führt die Allianz Deutschland unter www.allianz.de ein Profil mit 4,7 von 5 Sternen bei 19.569 Bewertungen (abgerufen am 04.10.2026). Bewertet wird dort das Gesamtunternehmen über alle Sparten, nicht die private Kranken­versicherung allein. Das Bild ist zweigeteilt: 82 Prozent der Bewertungen geben fünf Sterne, 13 Prozent nur einen (Quelle: Trustpilot).

Die Publikumsbewertung fällt damit ähnlich gut aus wie die Testurteile, misst aber etwas anderes: einzelne Kontakte mit dem Versicherer über alle Sparten statt der Unternehmensqualität in der Kranken­versicherung.


Was Kunden berichten

Zwei Themen wiederholen sich in den Bewertungen. Gelobt wird die schnelle Erstattung eingereichter Rechnungen, teils noch am Tag der Einreichung, und die Abwicklung über App und digitale Assistenten. Kritisiert wird die Erreichbarkeit: Mehrere Bewertungen beklagen unbeantwortete E‑Mails und Verzögerungen bei komplexeren Fällen.

Häufigster Kritikpunkt ist damit nicht die Erstattung, sondern die Kommunikation bei Nachfragen. Wer Wert auf einen festen Ansprechpartner legt, sollte vor dem Abschluss klären, wie die Betreuung organisiert ist.


Kundenurteil zur Fairness

ServiceValue hat für das Kundenurteil zur Fairness von privaten Kranken­versicherern 2026 die Urteile von 2.716 Kunden zu 30 Versicherern ausgewertet. Gefragt wurde nach fünf Teildimensionen: Produktangebot, Kundenberatung, Leistungsabwicklung, Preis-Leistungs-Verhältnis und Kundenkommunikation.

Die Allianz erhält in allen fünf Teildimensionen und in der Gesamtwertung das Urteil „Sehr gut“ (Quelle: ServiceValue). Im 5-Jahres-Ranking derselben Studie gehört sie zu den Versicherern, die seit 2022 durchgängig ausgezeichnet sind.


Beschwerden bei der BaFin

Die Beschwerdequote der Allianz liegt für 2025 bei 2,91 Beschwerden je 100.000 versicherte Personen. Dahinter stehen 90 Beschwerden bei 3.090.849 versicherten Personen; der Branchendurchschnitt liegt bei 6,27, die Allianz kommt also auf knapp die Hälfte (Quelle: BaFin).

Die Quote zählt bei Kranken­versicherern Personen, nicht Verträge, und erfasst Voll- und Zusatz­versicherung gemeinsam. Sie sagt, wie viele Beschwerden eingingen, nicht wie viele berechtigt waren.

Unsere Einschätzung als Experten

Einordnung

Die Allianz ist in der privaten Kranken­versicherung kein Preisanbieter, sondern ein Qualitätsanbieter. Sie trägt als einziges Haus bei DFSI und IVFP die Höchstnote und kommt in unserer Gesamtauswertung auf 96 von 100 Punkten.

Der Zuschnitt der Tarife ist konsequent zweistufig: Plus deckt den Standard einer guten Voll­versicherung, Best kauft die Freiheit bei Arzthonoraren und Klinikwahl dazu. Wer nur den Einstiegsbeitrag vergleicht, findet die Allianz selten oben. Wer die Erstattung über dem Höchstsatz und die Bausteine für den Beitrag im Alter vergleicht, sehr wohl.


Für wen ja, für wen nein

Ja für Ärzte und Medizinstudierende, weil die Gruppenverträge und die unbegrenzte Honorarerstattung in Ärzte Best 100 in dieser Form selten sind. Ja für Beamte, die den offenen Beihilfeanteil punktgenau schließen wollen. Ja für Angestellte, die eine hohe Leistungsstufe langfristig tragen können.

Nein für alle, die zuerst auf den Beitrag schauen: Wer die Voll­versicherung möglichst günstig braucht, sollte die Angebote mehrerer Häuser rechnen lassen. Nein auch für Gründer, die OptionFlexiMed für eine Absicherung halten; der Tarif zahlt keine Leistungen.


Regulierungspraxis

In der Teildimension faire Leistungsabwicklung des ServiceValue-Kundenurteils 2026 erhält die Allianz „Sehr gut“. Das Urteil stammt von Versicherten, die in den zwölf Monaten vor der Befragung Kunde waren, misst also die erlebte Abwicklung und nicht die Vertragsbedingungen.

Mit uns die ideale private Kranken­versicherung finden

Unsere Beratung zur privaten Kranken­versicherung ist von Finanztip empfohlen. Wir können Ihnen kostengünstige und leistungsstarke private Kranken­versicherungen anbieten:

  • Anonyme Risikovoranfrage vorab
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Häufige Fragen zur privaten Kranken­versicherung der Allianz

Wie reiche ich meine Arztrechnungen bei der Allianz ein?

Am schnellsten geht es über die Allianz Gesundheits-App: Rechnung abfotografieren oder den aufgedruckten Code scannen und absenden. Ein Einreichungsformular ist nicht nötig. In der App sehen Sie anschließend den Status jedes eingereichten Dokuments bis zur Erstattung. Alternativ nimmt die Allianz Rechnungen über den Online-Service und per Post an.

Hat die Allianz die Beiträge in der privaten Kranken­versicherung erhöht?

Ja, 2025 stiegen die Beiträge im Bestand der Voll­versicherung um 9,7 Prozent ohne Beihilfe und um 10,2 Prozent in der Beihilfe­versicherung, wie der Ratingbericht von Assekurata ausweist. Über zehn Jahre von 2016 bis 2025 lag die Anpassung im Schnitt bei 5,0 Prozent pro Jahr ohne Beihilfe und 3,4 Prozent mit Beihilfe. Wie stark Ihr eigener Beitrag steigt, hängt von Tarif und Alter ab.

Wie komme ich innerhalb der Allianz in einen günstigeren Tarif?

Sie haben ein gesetzliches Recht auf einen Tarifwechsel innerhalb desselben Versicherers, und zwar unter Mitnahme Ihrer Alterungsrückstellung, geregelt in § 204 VVG. Für Mehrleistungen gegenüber dem alten Tarif darf die Allianz eine Gesundheitsprüfung verlangen oder einen Leistungsausschluss vereinbaren. Für den gleichwertigen oder niedrigeren Teil darf sie das nicht.

Warum steigen die Beiträge der Allianz, obwohl ich keine Leistungen abgerufen habe?

Private Kranken­versicherer kalkulieren die Beiträge für ein ganzes Kollektiv, nicht für einzelne Versicherte. Weichen die tatsächlichen Leistungsausgaben oder die Sterbewahrscheinlichkeiten dauerhaft von der Kalkulation ab, muss der Versicherer die Beiträge überprüfen und gegebenenfalls anpassen; die Voraussetzungen stehen in § 203 VVG. Ihr eigenes Verhalten wirkt nur über die Beitragsrückerstattung.

Wie kündige ich meine private Kranken­versicherung bei der Allianz?

Die Kündigung ist zum Ende jedes Versicherungsjahres mit einer Frist von drei Monaten möglich, bei einer Voll­versicherung aber nur, wenn Sie den Nachweis über einen neuen Versicherungsschutz vorlegen; das regelt § 205 VVG. Ohne diesen Nachweis bleibt der Vertrag bestehen, weil in Deutschland eine Kranken­versicherungspflicht gilt. Nach einer Beitragserhöhung haben Sie zusätzlich ein Sonderkündigungsrecht.

Nimmt die Allianz auch Kunden mit Vor­erkrankungen an?

Eine Vorerkrankung führt nicht automatisch zur Ablehnung. Die Allianz kann bei der Gesundheitsprüfung einen Risikozuschlag erheben, einzelne Leistungen ausschließen oder den Antrag ablehnen. Für Beamte gilt die Öffnungsaktion: Der erste Antrag wird nicht abgelehnt, der Zuschlag ist auf 30 Prozent begrenzt. Wie das Haus Ihren Fall bewertet, lässt sich vorab über eine anonyme Risikovoranfrage klären, die keinen Eintrag hinterlässt.

Wie viel Beitrag bekomme ich zurück, wenn ich keine Rechnungen einreiche?

In der Reihe MeinGesundheitsschutz sind es bis zu 30 Prozent eines Jahresbeitrags, davon zehn Prozent garantiert. In den Beihilfetarifen sind es bis zu 35 Prozent, für Beamtenanwärter bis zu 50 Prozent, in den Ärztetarifen bis zu 20 Prozent. Entscheidend ist, dass Sie für das komplette Kalenderjahr keine Rechnung eingereicht haben, nicht, dass Sie nicht beim Arzt waren.

Lohnt OptionFlexiMed, wenn der Tarif keine Leistungen zahlt?

Der Tarif ist eine Wette auf Ihre Gesundheit, kein Versicherungsschutz. Er hält den heutigen Gesundheitszustand für zehn Jahre fest, verlängerbar um weitere zehn, und erlaubt danach den Wechsel in die private Voll­versicherung ohne neue Gesundheitsprüfung. Sinnvoll ist er für junge Leute, die noch gesetzlich versichert sind, den Wechsel aber absehbar planen. Wer den Wechsel nicht plant, zahlt für nichts.

Was passiert mit meinem Allianz-Vertrag, wenn ich die Beiträge nicht mehr zahlen kann?

Melden Sie sich früh, dann lässt sich meist über eine höhere Selbst­beteiligung oder einen Tarifwechsel nach § 204 VVG etwas ändern. Bleiben Beiträge über längere Zeit offen, stellt der Versicherer den Vertrag in den Notlagentarif um, der nur noch akute Erkrankungen, Schmerzzustände und Schwangerschaft abdeckt; das schreibt § 193 VVG vor. Sind die Rückstände beglichen, geht es in den alten Tarif zurück.

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Lena Mierbach
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