Private Kranken­versicherung für Lehrer

Kosten, Leistungen, aktuelle Testergebnisse und Vergleich (2021)
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Das erwartet Sie hier

Ab wann sich eine private Kranken­versicherung für Lehrer lohnen kann, wieviel sie kostet und welche Rolle die Art der Anstellung für den Versicherungs­schutz spielt.

Inhalt dieser Seite
  1. Private Kranken­­versicherung für Lehrer
  2. Hinweise für Angestellte, Selbständige, Beamte und Lehramtsanwärter
  3. Kosten (inkl. Rechenbeispiel)
  4. Aktuelle Testergebnisse
  5. PKV Vergleich für Lehrer
  6. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Welche Angebote der privaten Kranken­versicherung (PKV) Lehrer wahrnehmen können, hängt vom Arbeits­verhältnis ab.
  • Angestellte Lehrer können erst ab einem bestimmten Gehalt in die PKV wechseln.
  • Selbständige und verbeamtete Lehrer haben die Wahl, ob sie privat oder gesetzlich versichert sein sollen.
  • Eine PKV für Lehrer gibt es bereits ab 150,09 € im Monat. Die Kosten können jedoch stark variieren.

Private Kranken­versicherung für Lehrer

In der privaten Kranken­versicherung (PKV) sind Lehrer keine gesonderte Berufs­gruppe. In diesem Beruf kommt es für die Konditionen darauf an, ob Sie angestellt, verbeamtet oder freiberuflich tätig sind.

Je nachdem gelten für Sie die regulären Bedingungen oder Sie können von Sondertarifen profitieren. Aber auch während Ihres Lehramtsstudiums kann bei den richtigen Voraussetzungen die private Kranken­versicherung sinnvoll sein.


PKV für Lehrer besonders zu empfehlen

  1. Verbeamtete Lehrer sind nicht in der gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) ­versicherungspflichtig und haben einen Anspruch auf Beihilfe. Somit ist für sie die private Kranken­versicherung eine sehr gute und vor allem günstige Alternative.
  2. Bereits Lehramtsanwärter erhalten Beihilfe und besonders günstige Tarife, die bei vielen Anbietern jedoch an ein Höchstalter gebunden sind.
  3. Lehrer, die freiberuflich tätig sind, können sich als Selbständige meist günstiger in der PKV versichern.
  4. Oft profitieren Lehrer in der privaten Kranken­versicherung von einer besseren medizinischen Versorgung und können ihre Leistungen an ihre individuellen Bedürfnissen anpassen.

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PKV für Lehrer: Art der Beschäftigung bei Wahl der Kranken­versicherung entscheidend

Die berufliche Situation ist ausschlaggebend für die Wahl der Kranken­versicherung. So profitieren Beamte in der privaten Kranken­versicherung von Beihilfetarifen und damit von geringen Kosten sowie guten medizinischen Leistungen. Für Angestellte und Selbständige kommen andere Tarife in Frage.

Angestellte Lehrer

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Lehrer im Angestelltenverhältnis müssen für den Wechsel in die private Kranken­versicherung ausreichend verdienen. 2021 müssen Sie mindestens 64.350 Euro Bruttojahresgehalt nachweisen können, ehe sich jeder weitere Schritt lohnt. Dieses Niveau sollten sie mit ihren Einkünften für voraussichtlich ein Jahr halten können.

Auch darüber hinaus kann sich die PKV auch für angestellte Lehrer lohnen, da sie von einer besseren medizinischen Versorgung profitieren und ihre Leistungen individueller wählen können. Allerdings zahlen sie auch für jedes Familienmitglied einen eigenen Beitrag: Eine Familien­versicherung wie in der GKV kennt die PKV nicht.

Mehr zur PKV für Angestellte

Verbeamtete Lehrer

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Verbeamtete Lehrer können sich zwischen der privaten und der freiwilligen gesetzlichen Kranken­versicherung entscheiden. In den allermeisten Fällen lohnt sich die PKV eher. Denn sie bekommen in den meisten Bundesländern keinen Arbeitgeberzuschuss in der GKV (es gibt einige Ausnahmen. Mehr dazu hier: GKV für Beamte).

Dafür haben sie Anspruch auf Beihilfe ihres Dienstherren. Das bedeutet: Dieser kommt für 50 bis 80 Prozent der Kosten bei Krankheits-, Pflege-, Geburts- und Todesfällen auf. Diese Beihilfe können Lehrer mit einer Restkosten­versicherung der PKV ergänzen, die besonders günstig ist. Teilweise profitieren sie auch von Beihilfeergänzungstarifen. Der Beihilfe-Anspruch gilt im Übrigen auch für den Ehepartner und die Kinder.

Mehr zur PKV für Beamte

Selbständige Lehrer

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Viele Lehrer sind heute auf freiberuflicher Basis tätig. Wer selbständig ist, kann wählen, ob er Mitglied der privaten oder gesetzlichen Kranken­versicherung (als freiwillig Versicherter) sein will. Die Mitgliedschaft ist nicht an das Einkommen geknüpft wie bei Angestellten.

Nicht selten ist die PKV für selbständige Lehrer günstiger, da sie bei der GKV nicht von Arbeitgeberzuschüssen profitieren und das Einkommen keine Rolle für die Beitragskalkulation spielt. Zudem können sie die PKV-Beiträge von der Steuer absetzen.

Mehr zur PKV für Selbständige

Private Kranken­versicherung für Lehramtsanwärter

Bereits in der Ausbildung (Referendariat) erhalten Lehrer Beihilfe und sind somit nicht mehr pflichtversichert. Trotzdem können sie sich für eine freiwillige Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Kranken­versicherung entscheiden. Allerdings erhalten sie in der GKV in den meisten Bundesländern keine Arbeitgeberzuschüsse. Das bedeutet, dass die GKV für Referendare in der Regel teurer ist.


PKV ist meistens günstiger

In den meisten Fällen fahren also Lehramtsanwärter mit der privaten Kranken­versicherung besser. Da die Tarife gesondert ohne Altersrückstellungen kalkuliert werden, ist die PKV für Referendare meist günstiger. Allerdings gelten solche Sondertarife nur bis zu einem gewissen Höchstalter.

Die berufliche Situation ist ausschlaggebend für die Wahl der Kranken­versicherung. So profitieren Beamte in der privaten Kranken­versicherung von Beihilfetarifen und damit von geringen Kosten sowie guten medizinischen Leistungen. Für Angestellte und Selbständige kommen andere Tarife in Frage.

Experten-Tipp:

„Selbst Lehramtsanwärter mit gesundheitlichen Problemen können unter Umständen von der PKV profitieren. Gewisse Versicherer nehmen mit sogenannten Öffnungsaktionen unter bestimmten Bedingungen auch Referendare auf, die sonst aufgrund ihres Gesundheits­zustandes keine PKV abschließen könnten.“

Foto von Robert Böhrk
Signatur von Robert Böhrk
Robert Böhrk
Berater

Das passiert mit der PKV nach der Ausbildung

  1. Wird ein Lehrer nach dem Referendariat verbeamtet, kann er weiterhin von der privaten Kranken­versicherung mit Beihilfe profitieren. Allerdings zahlt er meist etwas höhere Beiträge, da diese nun mit Altersrückstellungen ermittelt werden.
  2. Als angestellter Lehrer muss er in die gesetzliche Kranken­versicherung übertreten, sofern sein Gehalt die Versicherungs­pflichtgrenze unterschreitet. Es ist ratsam, mit einer Anwartschaft die PKV beitragsfrei zu stellen. So kann man später ohne Gesundheits­prüfung wieder in die PKV beitreten. Bei Arbeits­losigkeit können Lehrer unter gewissen Umständen in der PKV bleiben – beispielsweise wenn sie kein Arbeits­losengeld I erhalten.

Achtung vor Lockangeboten

Viele PKV offerieren in solchen Fällen eine Übergangslösung, damit der Beitrag trotz fehlender Beihilfe nicht allzu sehr steigt. Vorsicht ist allerdings bei Lockangeboten angebracht: Oft erweisen sich diese an irgendeiner Stelle als unzulänglich. Daher sollte man die Angebote gut miteinander vergleichen, am besten mit Hilfe eines Experten. Eventuell begleitet einem die PKV ein Leben lang.

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Kosten der PKV für Lehrer

Wie viel die private Kranken­versicherung für einen Lehrer kostet, unterscheidet sich natürlich stark je nach den individuellen Gegebenheiten. Grob gesagt kann eine private Kranken­versicherung für Lehrer etwa 350 Euro im Monat kosten.

Rechenbeispiel: Verbeamtete Lehrerin

In unserem Rechenbeispiel nehmen wir eine Lehrerin (35) aus Berlin, die verbeamtet ist und keine Kinder hat. Ihr Bruttojahresgehalt beträgt 50.000 Euro. Sie hat Anspruch auf 50 Prozent Beihilfe. In der Tabelle sehen Sie die monatlichen Beiträge und Leistungen der privaten und gesetzlichen Kranken­versicherung im Vergleich:

GKVPKV
Arztmeist Hausarztfreie Arztwahl
Leistungen KrankenhausMehrbettzimmerEin- oder Zweibettzimmer
Behandlung KrankenhausStationsarztWahlarzt oder Privatarzt
Beitragsrückerstattung0 €290 €
Monatliche Kosten686 €280 €

Kosten der privaten Kranken­versicherung


Rechenbeispiel: angestellter Lehrer im öffentlichen Dienst

Musterkunde:

  • Geburtsjahr: 1976
  • Beruf: angestellter Lehrer
  • öffentlicher Dienst, nicht verbeamtet
LeistungsumfangMonatliche Kosten
Grundschutz150 €*
Komfortschutz206 €*
Premiumschutz287 €*
*Effektivbeitrag (monatlicher Beitrag abzüglich des Arbeitgeberanteils)

Erläuterungen zu Leistungsumfang und Leistungsunterschieden der Tarife

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Der Grundschutz ist in seinem Umfang, dem der gesetzlichen Leistungen sehr ähnlich. Er enthält im Gegensatz zum Komfort- und Premiumschutz bestimmte Leistungen gar nicht. Dazu gehören: Kosten für Heilpraktiker, Psychotherapie und andere alternative Heilmethoden. Darüber hinaus gibt es keinen Anspruch auf eine Unterbringung im Einbett- bzw. Zweibettzimmer und auch die Chefarztbehandlung fällt beim Grundschutz weg. Außerdem gibt es Einschränkungen bei der Kostenerstattung. So werden bei einer Vielzahl von Leistungen lediglich die Kosten in Höhe von etwa 50-80 % erstattet.

Beim Premiumschutz erstattet die PKV nahezu alle Leistungen zu 80 bis 100 %. Ausnahme sind die Kosten für Zahnersatz (Prothesen, Brücken, Kronen), sowie Inlays, Implantate und Kieferorthopädie.

Private Kranken­versicherung für Lehrer: Aktuelle Testberichte (2021)

Die private Kranken­versicherung wird regelmäßig in unabhängigen Tests geprüft. Dabei steht neben Kosten und Leistungen auch die Unternehmensstärke im Vordergrund. Spezielle Tests zur PKV für Lehrer gibt es momentan leider nicht. Lehrer und Lehramtsanwärter können sich lediglich an den allgemeinen PKV-Testberichten oder den Testergebnissen für Beamte orientieren.

Zuletzt hat die Stiftung Warentest 26 PKV-Tarife auf die Eignung für Beamte getestet. Ausschlaggebend war ein bestimmter Mindest-Leistungsumfang. Zu den Top 3 für verbeamtete Lehrer gehören: Concordia, LVM, Debeka

Weitere Testergebnisse zu den Anbietern der privaten Kranken­versicherung finden Sie hier:

Aktuelle Testsieger der PKV (2021)

PKV für Lehrer im Vergleich: Das ist wichtig

  • Ist ein Lehrer Beamter, lohnt sich die private Kranken­versicherung in den meisten Fällen. Nur wenn er viele Kinder hat, könnte es günstiger sein, in der gesetzlichen Kranken­versicherung zu bleiben. Denn in der PKV zahlt man für jedes Kind einen eigenen Beitrag.
  • Sonst ist es sinnvoll, bereits als Student zu wechseln. Denn dann profitieren Lehramtsanwärter von besonders günstigen Beiträgen.
  • Auch selbständige Lehrer machen häufig gute Erfahrungen mit der PKV.
  • Nur im Angestelltenverhältnis sollten Sie genau durchrechnen, ob die Kosten einer privaten Kranken­versicherung für Sie bezahlbar sind.

Eine kleine Stellschraube für die Höhe der Kosten finden Sie in der Höhe Ihrer Selbstbeteiligung. Je mehr Sie die Kosten für Medikamente und Behandlungen selbst tragen, desto günstiger wird die private Kranken­versicherung. Für einen ersten Eindruck über die Preislage lohnt sich immer ein kostenloser Vergleich aktueller PKV-Tarife. Dies ist sehr individuell – lassen Sie sich daher einen Vergleich immer extra für Sie erstellen.

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Fazit

Für Lehrer lohnt sich in den allermeisten Fällen eine private Kranken­versicherung. Nicht nur bietet diese einen umfassenderen Leistungsumfang, sondern ist in der Regel um einiges günstiger. Gerade für beihilfeberechtigte Lehrer ist eine PKV sinnvoll. Einzig, wer eine große Familie hat, sollte die Beiträge genau mit der GKV vergleichen.

Zudem ist die Entscheidung für eine PKV meist sehr langfristig. Wer sich die Option der Kranken­versicherung offenhalten will, sollte eher nicht direkt als Lehramtsanwärter in die PKV wechseln oder zumindest die Vor- und Nachteile gründlich abwägen. Nichtsdestotrotz sollte stets der PKV-Anbieter und Tarif mit großer Sorgfalt gewählt werden. Lassen Sie sich dabei unbedingt von unseren PKV-Experten unterstützen. Nutzen Sie unser Formular auf dieser Seite.


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Katharina Tennius
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