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Versicherungen für Student/innen mit Kind

Studenten und Studentinnen, die während ihres Studiums ein Kind bekommen, stehen vor besonderen Herausforderungen: Das ohnehin geringe Einkommen wird knapp und das Studium muss unterbrochen bzw. verlängert werden. Auch im Versicherungsbedarf ändert sich einiges.

Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einem Kind im Studium entsteht für die studentischen Eltern zusätzlicher Versicherungsbedarf, insbesondere zur finanziellen Absicherung des Kindes.
  • Die Krankenversicherung für das Kind ist oft kostenlos, weil die Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse genutzt werden kann. Muss das Kind privat krankenversichert werden, fallen dafür Extra-Beiträge an.
  • Zur finanziellen Existenzsicherung sind eine Berufsunfähigkeitsversicherung sowie eine Risikolebensversicherung für die Eltern und eine Unfallversicherung für das Kind sinnvoll.
  • Die zusätzlichen Kosten für Versicherungen für Student/innen mit Kind belaufen sich auf durchschnittlich 70 Euro im Monat. Soll das Kind privat krankenversichert werden, kommen etwa 90 Euro hinzu.
  • Studierende mit Kind erhalten eine Vielzahl an finanziellen Unterstützungsleistungen, wie etwa Kindergeld, Elterngeld und Kinderzuschlag. Auch das BAfÖG-Amt berücksichtigt die neue Situation.

Elternschaft im Studium – eine besondere Herausforderung

Eine Elternschaft im Studium ist eine besondere Herausforderung. Gerade ein neugeborenes Kind verlangt umfassende Betreuung „rund um die Uhr“ und viel Zeit. Zeit, die eigentlich fürs Lernen und für Vorlesungsbesuche benötigt wird. Daher bedeutet ein Kind vielfach eine Studienverlängerung und verschärft eine finanziell ohnehin schwierige Situation. Mit einem Kind bleibt für einen typischen Studentenjob wenig Zeit und Freiraum. Studentenhaushalten fehlt üblicherweise ein geregeltes Einkommen. Zumindest finanziell gibt es Unterstützung für Studierende mit Kind. Versicherungstechnisch ändert sich durch die Elternschaft ebenfalls einiges, denn z. T. ist ein besonderer Absicherungsbedarf gegeben.

Was ändert sich in der Krankenversicherung?

Die gesetzliche Krankenversicherung

Für Student/innen mit Kind ist die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) besonders vorteilhaft, da das Neugeborene in der Regel im Rahmen der Familienversicherung kostenlos mitversichert werden kann. Damit ist ein wesentlicher Kostenfaktor, den Kinder mit sich bringen, automatisch abgedeckt. Dies bedeutet eine spürbare finanzielle Entlastung. Wie sich die gesetzliche Krankenversicherung für Studenten genau gestaltet, hängt von der jeweiligen Konstellation ab.

Folgende Ausgangssituationen sind möglich:

  • Beide Elternteile studieren, sind unter 25 und noch über ihre Eltern beitragsfrei in der Familienversicherung versichert. Dann kann auch das Kind über die Großeltern in die Familienversicherung aufgenommen werden. Dies ist seit 2009 möglich. In diesem Fall sind von der jungen Familie überhaupt keine Krankenkassenbeiträge zu zahlen.
  • Beide Elternteile studieren, einer ist in der studentischen gesetzlichen Krankenversicherung, der andere (da noch unter 25 Jahren) in der Familienversicherung der Eltern. Dann kann das Kind über die studentische Krankenversicherung kostenlos in der Familienversicherung versichert werden. Nur der Elternteil in der studentischen Krankenversicherung zahlt Beiträge.
  • Ein Elternteil ist bereits berufstätig und Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse. Sind die Eltern verheiratet, können der studierende Elternteil und das Kind in den Genuss der Familienversicherung bei der Krankenkasse des berufstätigen Elternteils kommen. Nur der berufstätige Elternteil zahlt Beiträge. Sind sie nicht verheiratet, ist der studierende Elternteil entweder noch über die Familienversicherung bei den Eltern mitversichert oder muss sich in der studentischen Krankenversicherung versichern. Das Kind kann über jeden der beiden Elternteile in der Familienversicherung kostenlos versichert werden.

Mehr zur gesetzlichen Krankenversicherung

Änderungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung

Die gesetzliche Pflegeversicherung unterscheidet für ihre Beiträge zwischen Versicherten unter und über 23 Jahren sowie mit und ohne Kindern. So zahlen alle Versicherten jeden Alters, die mind. ein Kind haben, den vergünstigten Beitragssatz. Dies gilt auch für alle Versicherten unter 23 Jahren. Ist man über 23 Jahre alt und kinderlos, so zahlt man den erhöhten Beitragssatz – inklusive des sog. Kinderlosenzuschlages.

2019 beträgt der einheitliche Beitragssatz zur sozialen Pflegeversicherung 3,05 Prozent für Versicherte mit Kindern bzw. 3,30 Prozent für Kinderlose (über 23 Jahre). Dieser Beitragssatz wird bei nicht-berufstätigen Studenten vom monatlichen Bedarf abgezogen, der nach dem BAfÖG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) festgelegt wird.

Eigene Beiträge zur Pflegeversicherung zahlen jedoch nur jene Student/innen, die nicht mehr beitragsfrei in der Familienversicherung ihrer Eltern mitversichert sind.

Die private Krankenversicherung

Alternativ zur gesetzlichen Krankenversicherung ist zu Beginn des Studiums auch eine Entscheidung für die private Krankenversicherung (PKV) möglich. Das ist vor allem für Studierende von verbeamteten Eltern oft die günstigere Lösung. Die PKV hat allerdings den Nachteil, dass es hier keine Familienversicherung gibt. Sind beide Elternteile privat versichert, muss das Kind gesondert privat versichert werden. Dafür fallen natürlich auch gesonderte Beiträge an – für Studentenhaushalte mit knappem Einkommen eine zusätzliche Belastung. 80 Euro Beitrag im Monat sind ein Orientierungswert. Für die PKV spricht allerdings der große Leistungsumfang, der im Vergleich zur GKV weitaus mehr Schutz bietet.

Mehr zu den Vor- und Nachteilen einer PKV

Ist ein Elternteil gesetzlich, der andere privat versichert, kann in bestimmten Fällen die Familienversicherung über den gesetzlich versicherten Elternteil genutzt werden. Das hängt allerdings von der jeweiligen Konstellation ab und ist nicht immer möglich.

Mehr zur PKV für Familien

Eine Rückkehr zur gesetzlichen Krankenkasse ist während des Studiums normalerweise nicht möglich. Das gilt auch dann, wenn sich durch ein Kind die Lage anders darstellt und gesetzlicher Krankenschutz die bessere Lösung gewesen wäre. Die zu Studienbeginn beantragte Befreiung von der Versicherungspflicht ist für die (Regel)Studienzeit bindend. Erst mit der Veränderung des Familienstandes oder der Aufnahme einer Beschäftigung nach dem Studium kann sich die Frage der Krankenversicherung erneut stellen.

Mehr zur privaten Krankenversicherung

Krankenversicherung in höheren Semestern
Bei vielen Studierenden mit Kind verlängert sich das Studium. Wichtig zu wissen: Studierende, die das 30. Lebensjahr vollendet oder bereits 14 Fachsemester absolviert haben, können sich nicht länger in der gesetzlichen studentischen Krankenversicherung versichern. Sie haben dann die Wahl zwischen der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung „zum Normaltarif“ oder der privaten Krankenversicherung. Wer ein Kind mitbringt, kann dann in der GKV weiter die Familienversicherung nutzen. In der PKV ist eine Extra-Versicherung erforderlich. In der Regel ist die GKV wegen der Familienversicherung trotz der höheren Beiträge im Vergleich zur studentischen Krankenversicherung die günstigere Lösung.

Private Krankenzusatzversicherungen

Kinder während des Studiums sind meist noch klein. In diesem Alter werden üblicherweise noch keine privaten Krankenzusatzversicherungen als Ergänzung zum gesetzlichen Krankenschutz benötigt. Eine Zahnzusatzversicherung ist zum Beispiel nicht vor dem dritten Lebensjahr sinnvoll. Krankenhausaufenthalte im Kindesalter kommen nur ausnahmsweise vor, so dass auch nicht zwingend eine stationäre Zusatzversicherung benötigt wird. Hier können Studenten-Eltern also sparen.

Mehr zu privaten Krankenzusatzversicherungen

Warum macht eine Berufsunfähigkeitsversicherung Sinn?

Ohne Beruf eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Das kann für Studierende mit Kind durchaus angebracht sein, insbesondere für Alleinerziehende. In jungen Jahren erscheint das Berufsunfähigkeitsrisiko zwar gering, ist aber durchaus vorhanden. Oft sind für Berufsunfähigkeit nicht körperliche Leiden verantwortlich, sondern seelische. Auch ein Unfall kann zu dauerhafter Berufsunfähigkeit führen. Die Versicherung zahlt im Fall der Berufsunfähigkeit eine monatliche Rente, die zur Sicherung des Lebensunterhalts eingesetzt werden kann. Das ist schon als Single wichtig – mit einem Kind erst recht.

Besonderer Vorteil: Studierende verfügen über günstige Eintrittsvoraussetzungen für die Berufsunfähigkeitsversicherung, da sie meist noch jung und gesund sind. Die Beiträge bleiben überschaubar. Die Versicherung leistet auch dann, wenn krankheits- oder unfallbedingt das Studium aufgegeben werden muss.

Beim Abschluss sollte auf eine Nachversicherungsgarantie geachtet werden. Der Versicherungsschutz kann dann bei grundlegenden Änderungen von Lebensumständen (Heirat, weitere Kinder usw.) ohne erneute Gesundheitsprüfung angepasst werden. Auch sonst empfiehlt sich bei der Auswahl der Versicherung ein genauer Vergleich der jeweiligen Versicherungsbedingungen. Wichtig ist der Verzicht auf die sogenannte „abstrakte Verweisung“ im Vertrag, damit im Falle einer Berufsunfähigkeit keine alternative Tätigkeit aufgedrängt wird. Die Versicherung sollte zudem bis zum Renteneintrittsalter laufen. Günstige Versicherungsangebote gibt es bereits für Beiträge von 30 bis 50 Euro im Monat.

Mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Lohnt sich eine private Unfallversicherung?

Studierende genießen auf den Wegen zwischen Uni und Zuhause gesetzlichen Unfallschutz. Dieser gilt allerdings nicht für Sport- und Freizeitaktivitäten außerhalb des Studiums. Schutz bietet hier eine private Unfallversicherung. Diese leistet bei Unfällen mit folgender Invalidität mit einer Einmalzahlung oder einer Unfallrente in Abhängigkeit vom Invaliditätsgrad. Ein solcher Versicherungsschutz für sich selbst ist stets eine Abwägungsfrage.

Mehr zur privaten Unfallversicherung

Bei Kindern macht ein privater Unfallschutz viel Sinn. Denn gerade Kleinkinder sind besonders unfallgefährdet, da sie die Folgen ihres Tuns nicht einschätzen können und unachtsamer sind als Erwachsene. Eine entsprechende Versicherung ist eine gute Vorsorge. Eine Unfallversicherung für Kinder, auch Kinderinvaliditätsversicherung genannt, ist schon für unter 10 Euro im Monat erhältlich.

Mehr zur Unfallversicherung für Kinder

Ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?

Für den eigenen Todesfall vorzusorgen, liegt für Studenten fern und ist als Single auch nicht notwendig. Mit der Geburt eines Kindes ändert sich dies aber. Dann ist man für dessen finanzielle Absicherung in der Pflicht, in der Regel auch für die finanzielle Sicherheit des anderen Elternteils. Mit einer Risikolebensversicherung lässt sich für den schlimmsten Fall ein finanzielles Sicherheitspolster schaffen.

Bei Tod des Versicherungsnehmers wird die vereinbarte Versicherungssumme an hinterbliebene Begünstigte gezahlt, zum Beispiel an das Kind. Besonders günstig ist eine sog. verbundene Risikolebensversicherung, in der beide Elternteile Vertragspartner sind. Stößt beiden gleichzeitig etwas zu – zum Beispiel bei einem gemeinsamen Unfall -, wird die Versicherungssumme allerdings nur einmal ausbezahlt. Das kann bei zwei getrennten Verträgen nicht passieren. Eine Risikolebensversicherung über 100.000 Euro kostet oft weniger als 10 Euro im Monat.

Mehr zur Risikolebensversicherung

Immer richtig und wichtig: die Haftpflichtversicherung

Eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder haben. Denn für selbst verursachte Schäden bei Dritten besteht eine betraglich nicht begrenzte Haftpflicht in Höhe des tatsächlichen Schadens. Die Beiträge für eine Haftpflichtversicherung für Studenten sind überschaubar und belaufen sich auf 30 bis 50 Euro im Jahr im Single-Tarif. Viele Studierende sind noch in der Haftpflichtversicherung ihrer Eltern mitversichert, so dass kein eigener Versicherungsschutz benötigt wird. Dies ändert sich jedoch, wenn man seinen ersten Bildungsweg (beispielsweise das Bachelor-Studium) beendet.

Neugeborene sind noch nicht deliktfähig, haften also auch noch nicht für ihr Tun oder Unterlassen. Die Deliktsfähigkeit beginnt eingeschränkt erst ab dem 7. Lebensjahr und vollumfänglich ab dem 10. Lebensjahr. Spätestens dann sollten Kinder in eine private Haftpflichtversicherung einbezogen werden. Der eigene Haftpflicht-Tarif kann dann von „Single“ auf „Familie“ geändert werden.

Mehr zur Haftpflichtversicherung für Studenten

Was kostet der Versicherungsschutz mit Kind?

Geht man davon aus, dass das Kind im Rahmen der Familienversicherung krankenversichert werden kann, entstehen keine zusätzlichen Kosten für die Krankenversicherung. Ist eine private Krankenversicherung erforderlich, ist mit Kosten von mindestens 80 bis 100 Euro im Monat zu rechnen. Zusätzliche Versicherungskosten entstehen ggf. durch

  • eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit ca. 30 bis 50 Euro monatlich,
  • eine Risikolebensversicherung mit zum Beispiel 10 Euro monatlich,
  • eine Unfallversicherung zumindest für das Kind mit rund 10 Euro im Monat sowie
  • eine eigene Privathaftpflichtversicherung, falls erforderlich mit etwa 40 bis 70 Euro im Jahr.

Die Versicherungskosten halten sich also insgesamt in Grenzen, insbesondere wenn die Krankenversicherung kostenlos gestaltet werden kann. Für das Kind selbst fallen dann nur die geringen Beiträge für eine Unfallversicherung an.

Welche finanziellen Unterstützungen gibt es?

Die Versicherungskosten sind allerdings nur ein geringer Teil der Kosten, die ein Kind mit sich bringt. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes belaufen sich die Kosten für ein Kleinkind auf gut 500 Euro im Monat. Darin sind laufende Kosten für Verpflegung, Windeln, Spielzeug, Unterkunft und Kleidung berücksichtigt, nicht dagegen die Kosten für die Erstausstattung (Wiege, Kinderwagen usw.). Für Student/innen mit Kind gibt es jedoch eine Reihe von Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Kindergeld

Jeder, der in Deutschland wohnhaft ist und Kinder hat, besitzt Anspruch auf Kindergeld – unabhängig vom beruflichen Status und Einkommen. Das gilt selbstverständlich auch für Studierende. Beim ersten Kind beträgt das Kindergeld seit Juli 2019 insgesamt 204 Euro monatlich. Damit lassen sich bereits rund 40 Prozent der Kosten des Kindes decken. Viele Studenten beziehen selbst noch Kindergeld, denn für „Kinder“ im Studium besteht ein Kindergeldanspruch bis zum vollendeten 25. Lebensjahr.

Elterngeld auch für nicht-Erwerbstätige

Studierende können auch einen Anspruch auf Elterngeld geltend machen, selbst wenn sie vor der Elternschaft nicht erwerbstätig waren. Dies ist bei den meisten Studierenden der Fall. Der Mindestbetrag des Elterngeldes liegt bei 300 Euro im Monat.

Bestanden zuvor Arbeitseinkünfte, berechnet sich das Elterngeld nach einem bestimmten Verfahren, das bis zu 67 Prozent des letzten Einkommens als Zahlung ermöglicht. Maximal sind 1.800 Euro im Monat möglich. Das Studium kann während des Bezugs von Elterngeld fortgesetzt werden. Das Elterngeld wird regulär bis zu 14 Monate gezahlt, als „ElterngeldPlus“ bis zu 28 Monate.

Kinderzuschlag

Der Kinderzuschlag ist eine Hilfeleistung zur Finanzierung des Kindesunterhalts für Eltern mit geringem Einkommen. Der Zuschlag beträgt seit Juli 2019 bis zu 185 Euro im Monat. Voraussetzung ist ein Mindesteinkommen von 600 Euro im Monat bei Alleinerziehenden bzw. 900 Euro bei Paaren. Bei Studierenden ist ein solcher Verdienst in vielen Fällen nicht gegeben, so dass der Kinderzuschlag nur ausnahmsweise in Betracht kommt. Studiert ein Partner und der andere geht einer Beschäftigung mit geringem Einkommen nach, ist der Kinderzuschlag dagegen sehr wahrscheinlich.

Mutterschaftsgeld

Das Mutterschaftsgeld ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen für erwerbstätige Mütter. Das Geld bekommt man ab sechs Wochen vor und bis acht Wochen nach der Geburt. Studentinnen, die nicht arbeiten, erhalten kein Mutterschaftsgeld. Neben der Erwerbstätigkeit ist die eigenständige GKV-Mitgliedschaft Voraussetzung für die Zahlung durch die Krankenkasse. Studentinnen, die als studentische Hilfskraft einem Nebenjob nachgehen und über die studentische Krankenversicherung versichert sind, erfüllen zum Beispiel diese Bedingungen.

Das Mutterschaftsgeld wird auf Tagesbasis berechnet und beträgt bis zu 13 Euro pro Tag. Wer als Studentin privat oder über die Eltern in der Familienversicherung versichert ist, hat einen Anspruch auf ein einmaliges Mutterschaftsgeld in Höhe von 210 Euro, das über das Bundesversicherungsamt ausgezahlt wird. Zusätzlich zum Mutterschaftsgeld muss der Arbeitgeber einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zum Ausgleich des Verdienstausfalls zahlen.

Was passiert mit meinem BAföG?

Das Studium kann „im Umfeld der Geburt“ bis zu drei Monate unterbrochen werden, ohne dass der BAföG-Anspruch beeinträchtigt wird. Nach der Geburt können Bafög-beziehende Eltern einige Erleichterungen nutzen. So wird ein Kinderbetreuungszuschlag in Höhe von 130 Euro für jedes Kind gewährt. Er kann jeweils nur von einem Elternteil in Anspruch genommen werden.

Außerdem ist es möglich, die Förderungshöchstdauer zu verlänger. Dies ist sowohl aufgrund der Schwangerschaft möglich, als auch in Abhängigkeit von den Lebensjahren des Kindes.

    • Verlängerung aufgrund der Schwangerschaft: um 1 Semester
    • Verlängerung vom 1. bis 10. Lebensjahr des Kindes: um 1 Semester pro Lebensjahr
    • Verlängerung aufgrund von Erkrankungen des Kindes: individuell

Weitere Informationen zum BAföG-Anspruch erhalten Student/innen mit Kind bei Sozialberatungsstellen der Studierendenvertretung, beim zuständigen Studentenwerk oder bei ihrer Hochschule.

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