Versicherungen für Student/innen mit Kind

Foto von von Nina Bruckmann
von Nina Bruckmann
aktualisiert

Das Wichtige in Kürze

  • Mit einem Kind im Studium entsteht für die studentischen Eltern zusätzlicher Versicherungs­bedarf, insbesondere zur finanziellen Absicherung des Kindes.
  • Die Kranken­­versicherung für das Kind ist oft kostenlos, weil die Familien­versicherung in der gesetzlichen Kranken­kasse genutzt werden kann. Muss das Kind privat krankenversichert werden, fallen dafür Extra-Beiträge an.
  • Zur finanziellen Existenzsicherung sind eine Berufs­unfähigkeits­versicherung sowie eine Risikolebens­versicherung für die Eltern und eine Unfall­versicherung für das Kind sinnvoll.
  • Die zusätzlichen Kosten für Versicherungen für Student/innen mit Kind belaufen sich auf durchschnittlich 70 Euro im Monat. Soll das Kind privat krankenversichert werden, kommen etwa 90 Euro hinzu.
  • Studierende mit Kind erhalten eine Vielzahl an finanziellen Unterstützungs­leistungen, wie etwa Kindergeld, Elterngeld und Kinderzuschlag. Auch das BAfÖG-Amt berücksichtigt die neue Situation.

Elternschaft im Studium – eine besondere Herausforderung

Eine Elternschaft im Studium ist eine besondere Herausforderung. Gerade ein neugeborenes Kind verlangt umfassende Betreuung „rund um die Uhr“ und viel Zeit. Zeit, die eigentlich fürs Lernen und für Vorlesungsbesuche benötigt wird. Daher bedeutet ein Kind vielfach eine Studienverlängerung und verschärft eine finanziell ohnehin schwierige Situation. Mit einem Kind bleibt für einen typischen Studentenjob wenig Zeit und Freiraum. Studentenhaushalten fehlt üblicherweise ein geregeltes Einkommen. Zumindest finanziell gibt es Unterstützung für Studierende mit Kind. Versicherungs­technisch ändert sich durch die Elternschaft ebenfalls einiges, denn z. T. ist ein besonderer Absicherungsbedarf gegeben.

Was ändert sich in der Kranken­­versicherung?

Die gesetzliche Kranken­­versicherung

Für Student/innen mit Kind ist die gesetzliche Kranken­­versicherung (GKV) besonders vorteilhaft, da das Neugeborene in der Regel im Rahmen der Familien­versicherung kostenlos mitversichert werden kann. Damit ist ein wesentlicher Kostenfaktor, den Kinder mit sich bringen, automatisch abgedeckt. Dies bedeutet eine spürbare finanzielle Entlastung. Wie sich die gesetzliche Kranken­­versicherung für Studenten genau gestaltet, hängt von der jeweiligen Konstellation ab.

Folgende Ausgangssituationen sind möglich:

  • Beide Elternteile studieren, sind unter 25 und noch über ihre Eltern beitragsfrei in der Familien­versicherung versichert. Dann kann auch das Kind über die Großeltern in die Familien­versicherung aufgenommen werden. Dies ist seit 2009 möglich. In diesem Fall sind von der jungen Familie überhaupt keine Kranken­kassenbeiträge zu zahlen.
  • Beide Elternteile studieren, einer ist in der studentischen gesetzlichen Kranken­­versicherung, der andere (da noch unter 25 Jahren) in der Familien­versicherung der Eltern. Dann kann das Kind über die studentische Kranken­­versicherung kostenlos in der Familien­versicherung versichert werden. Nur der Elternteil in der studentischen Kranken­­versicherung zahlt Beiträge.
  • Ein Elternteil ist bereits berufstätig und Mitglied einer gesetzlichen Kranken­kasse. Sind die Eltern verheiratet, können der studierende Elternteil und das Kind in den Genuss der Familien­versicherung bei der Kranken­kasse des berufstätigen Elternteils kommen. Nur der berufstätige Elternteil zahlt Beiträge. Sind sie nicht verheiratet, ist der studierende Elternteil entweder noch über die Familien­versicherung bei den Eltern mitversichert oder muss sich in der studentischen Kranken­­versicherung versichern. Das Kind kann über jeden der beiden Elternteile in der Familien­versicherung kostenlos versichert werden.

Ist ein Elternteil gesetzlich, der andere privat versichert, kann in bestimmten Fällen die Familien­versicherung über den gesetzlich versicherten Elternteil genutzt werden. Das hängt allerdings von der jeweiligen Konstellation ab und ist nicht immer möglich.


Änderungen in der gesetzlichen Pflege­versicherung

Die gesetzliche Pflege­versicherung unterscheidet für ihre Beiträge zwischen Versicherten unter und über 23 Jahren sowie mit und ohne Kindern. So zahlen alle Versicherten jeden Alters, die mind. ein Kind haben, den vergünstigten Beitrags­satz. Dies gilt auch für alle Versicherten unter 23 Jahren. Ist man über 23 Jahre alt und kinderlos, so zahlt man den erhöhten Beitrags­satz – inklusive des sog. Kinderlosenzuschlages.

2021 beträgt der einheitliche Beitrags­satz zur sozialen Pflege­versicherung 3,05 Prozent für Versicherte mit Kindern bzw. 3,30 Prozent für Kinderlose (über 23 Jahre). Dieser Beitrags­satz wird bei nicht-berufstätigen Studenten vom monatlichen Bedarf abgezogen, der nach dem BAfÖG (Bundes­ausbildungsförderungsgesetz) festgelegt wird.

Eigene Beiträge zur Pflege­versicherung zahlen jedoch nur jene Student/innen, die nicht mehr beitragsfrei in der Familien­versicherung ihrer Eltern mitversichert sind.


Die private Kranken­­versicherung

Alternativ zur gesetzlichen Kranken­­versicherung ist zu Beginn des Studiums auch eine Entscheidung für die private Kranken­­versicherung (PKV) möglich. Das ist vor allem für Studierende von verbeamteten Eltern oft die günstigere Lösung. Die PKV hat allerdings den Nachteil, dass es hier keine Familien­versicherung gibt. Sind beide Elternteile privat versichert, muss das Kind gesondert privat versichert werden. Dafür fallen natürlich auch gesonderte Beiträge an – für Studentenhaushalte mit knappem Einkommen eine zusätzliche Belastung. 80 Euro Beitrag im Monat sind ein Orientierungswert. Für die PKV spricht allerdings der große Leistungs­umfang, der im Vergleich zur GKV weitaus mehr Schutz bietet.

Eine Rückkehr zur gesetzlichen Kranken­kasse ist während des Studiums normalerweise nicht möglich. Das gilt auch dann, wenn sich durch ein Kind die Lage anders darstellt und gesetzlicher Kranken­schutz die bessere Lösung gewesen wäre. Die zu Studienbeginn beantragte Befreiung von der Versicherungs­pflicht ist für die (Regel)Studienzeit bindend. Erst mit der Veränderung des Familienstandes oder der Aufnahme einer Beschäftigung nach dem Studium kann sich die Frage der Kranken­­versicherung erneut stellen.


Kranken­­versicherung in höheren Semestern

Bei vielen Studierenden mit Kind verlängert sich das Studium. Wichtig zu wissen: Studierende, die das 30. Lebensjahr vollendet oder bereits 14 Fachsemester absolviert haben, können sich nicht länger in der gesetzlichen studentischen Kranken­­versicherung versichern. Sie haben dann die Wahl zwischen der freiwilligen gesetzlichen Kranken­­versicherung „zum Normaltarif“ oder der privaten Kranken­­versicherung. Wer ein Kind mitbringt, kann dann in der GKV weiter die Familien­versicherung nutzen. In der PKV ist eine Extra-Versicherung erforderlich. In der Regel ist die GKV wegen der Familien­versicherung trotz der höheren Beiträge im Vergleich zur studentischen Kranken­­versicherung die günstigere Lösung.


Private Kranken­zusatz­versicherungen

Kinder während des Studiums sind meist noch klein. In diesem Alter werden üblicherweise noch keine privaten Kranken­zusatz­versicherungen als Ergänzung zum gesetzlichen Kranken­schutz benötigt. Eine Zahnzusatz­versicherung ist zum Beispiel nicht vor dem dritten Lebensjahr sinnvoll. Kranken­haus­aufenthalte im Kindesalter kommen nur ausnahmsweise vor, so dass auch nicht zwingend eine stationäre Zusatz­versicherung benötigt wird. Hier können Studenten-Eltern also sparen.

Warum ergibt eine Berufs­unfähigkeits­versicherung Sinn?

Ohne Beruf eine Berufs­unfähigkeits­versicherung? Das kann für Studierende mit Kind durchaus angebracht sein, insbesondere für Alleinerziehende. In jungen Jahren erscheint das Berufs­unfähigkeitsrisiko zwar gering, ist aber durchaus vorhanden. Oft sind für Berufs­unfähigkeit nicht körperliche Leiden verantwortlich, sondern seelische. Auch ein Unfall kann zu dauerhafter Berufs­unfähigkeit führen. Die Versicherung zahlt im Fall der Berufs­unfähigkeit eine monatliche Rente, die zur Sicherung des Lebensunterhalts eingesetzt werden kann. Das ist schon als Single wichtig – mit einem Kind erst recht.

Besonderer Vorteil: Studierende verfügen über günstige Eintrittsvoraussetzungen für die Berufs­unfähigkeits­versicherung, da sie meist noch jung und gesund sind. Die Beiträge bleiben überschaubar. Die Versicherung leistet auch dann, wenn krankheits- oder unfallbedingt das Studium aufgegeben werden muss.

Beim Abschluss sollte auf eine Nach­versicherungs­garantie geachtet werden. Der Versicherungs­schutz kann dann bei grundlegenden Änderungen von Lebensumständen (Heirat, weitere Kinder usw.) ohne erneute Gesundheits­prüfung angepasst werden. Auch sonst empfiehlt sich bei der Auswahl der Versicherung ein genauer Vergleich der jeweiligen Versicherungs­­bedingungen. Wichtig ist der Verzicht auf die sogenannte „abstrakte Verweisung“ im Vertrag, damit im Falle einer Berufs­unfähigkeit keine alternative Tätigkeit aufgedrängt wird. Die Versicherung sollte zudem bis zum Renteneintrittsalter laufen. Günstige Versicherungs­angebote gibt es bereits für Beiträge von 30 bis 50 Euro im Monat.

Jetzt Berufs­unfähigkeits­versicherungen für Studierende mit Kind vergleichen und direkt online abschließen

Die Testsieger 2021 aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich.

Lohnt sich eine private Unfall­versicherung?

Studierende genießen auf den Wegen zwischen Uni und Zuhause gesetzlichen Unfallschutz. Dieser gilt allerdings nicht für Sport- und Freizeitaktivitäten außerhalb des Studiums. Schutz bietet hier eine private Unfall­versicherung. Diese leistet bei Unfällen mit folgender Invalidität mit einer Einmalzahlung oder einer Unfallrente in Abhängigkeit vom Invaliditätsgrad. Ein solcher Versicherungs­schutz für sich selbst ist stets eine Abwägungsfrage.

Bei Kindern macht ein privater Unfallschutz viel Sinn. Denn gerade Kleinkinder sind besonders unfallgefährdet, da sie die Folgen ihres Tuns nicht einschätzen können und unachtsamer sind als Erwachsene. Eine entsprechende Versicherung ist eine gute Vorsorge­. Eine Unfall­versicherung für Kinder, auch Kinderinvaliditäts­versicherung genannt, ist schon für unter 10 Euro im Monat erhältlich.

Jetzt Unfall­versicherungen für Studierende mit Kind vergleichen und direkt online abschließen

Die Testsieger 2021 aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich.

Ist eine Risikolebens­versicherung sinnvoll?

Für den eigenen Todesfall vorzusorgen, liegt für Studenten fern und ist als Single auch nicht notwendig. Mit der Geburt eines Kindes ändert sich dies aber. Dann ist man für dessen finanzielle Absicherung in der Pflicht, in der Regel auch für die finanzielle Sicherheit des anderen Elternteils. Mit einer Risikolebens­versicherung lässt sich für den schlimmsten Fall ein finanzielles Sicherheitspolster schaffen.

Bei Tod des Versicherungs­nehmers wird die vereinbarte Versicherungs­summe an hinterbliebene Begünstigte gezahlt, zum Beispiel an das Kind. Besonders günstig ist eine sog. verbundene Risikolebens­versicherung, in der beide Elternteile Vertragspartner sind. Stößt beiden gleichzeitig etwas zu – zum Beispiel bei einem gemeinsamen Unfall -, wird die Versicherungs­summe allerdings nur einmal ausbezahlt. Das kann bei zwei getrennten Verträgen nicht passieren. Eine Risikolebens­versicherung über 100.000 Euro kostet oft weniger als 10 Euro im Monat.

Kostenfreier Tarifvergleich zur Risikolebens­versicherung für Studierende mit Kind

Passgenau und individuell von unseren mehrfach ausgezeichneten Experten erstellt.

Immer richtig und wichtig: die Haftpflicht­versicherung

Eine private Haftpflicht­versicherung sollte jeder haben. Denn für selbst verursachte Schäden bei Dritten besteht eine betraglich nicht begrenzte Haftpflicht in Höhe des tatsächlichen Schadens. Die Beiträge für eine Haftpflicht­versicherung für Studenten sind überschaubar und belaufen sich auf 30 bis 50 Euro im Jahr im Single-Tarif. Viele Studierende sind noch in der Haftpflicht­versicherung ihrer Eltern mitversichert, so dass kein eigener Versicherungs­schutz benötigt wird. Dies ändert sich jedoch, wenn man seinen ersten Bildungsweg (beispielsweise das Bachelor-Studium) beendet.

Neugeborene sind noch nicht deliktfähig, haften also auch noch nicht für ihr Tun oder Unterlassen. Die Deliktsfähigkeit beginnt eingeschränkt erst ab dem 7. Lebensjahr und vollumfänglich ab dem 10. Lebensjahr. Spätestens dann sollten Kinder in eine private Haftpflicht­versicherung einbezogen werden. Der eigene Haftpflicht-Tarif kann dann von „Single“ auf „Familie“ geändert werden.

Jetzt Haftpflicht­versicherungen für Studierende mit Kind vergleichen und direkt online abschließen

Die Testsieger 2021 aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich.

Was kostet der Versicherungs­schutz mit Kind?

Geht man davon aus, dass das Kind im Rahmen der Familien­versicherung krankenversichert werden kann, entstehen keine zusätzlichen Kosten für die Kranken­­versicherung. Ist eine private Kranken­­versicherung erforderlich, ist mit Kosten von mindestens 80 bis 100 Euro im Monat zu rechnen. Zusätzliche Versicherungs­kosten entstehen ggf. durch

  • eine Berufs­unfähigkeits­versicherung mit ca. 30 bis 50 Euro monatlich,
  • eine Risikolebens­versicherung mit zum Beispiel 10 Euro monatlich,
  • eine Unfall­versicherung zumindest für das Kind mit rund 10 Euro im Monat sowie
  • eine eigene Privat­haftpflicht­versicherung, falls erforderlich mit etwa 40 bis 70 Euro im Jahr.

Die Versicherungs­kosten halten sich also insgesamt in Grenzen, insbesondere wenn die Kranken­­versicherung kostenlos gestaltet werden kann. Für das Kind selbst fallen dann nur die geringen Beiträge für eine Unfall­versicherung an.

Welche finanziellen Unterstützungen gibt es?

Die Versicherungs­kosten sind allerdings nur ein geringer Teil der Kosten, die ein Kind mit sich bringt. Nach Angaben des statistischen Bundes­amtes belaufen sich die Kosten für ein Kleinkind auf gut 500 Euro im Monat. Darin sind laufende Kosten für Verpflegung, Windeln, Spielzeug, Unterkunft und Kleidung berücksichtigt, nicht dagegen die Kosten für die Erstausstattung (Wiege, Kinderwagen usw.). Für Student/innen mit Kind gibt es jedoch eine Reihe von Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung zu erhalten.


Kindergeld

Jeder, der in Deutschland wohnhaft ist und Kinder hat, besitzt Anspruch auf Kindergeld – unabhängig vom beruflichen Status und Einkommen. Das gilt selbstverständlich auch für Studierende. Für die ersten zwei Kinder beträgt das Kindergeld 2021 insgesamt 219 Euro monatlich. Damit lassen sich bereits rund 40 Prozent der Kosten des Kindes decken. Viele Studenten beziehen selbst noch Kindergeld, denn für „Kinder“ im Studium besteht ein Kindergeldanspruch bis zum vollendeten 25. Lebensjahr.


Elterngeld auch für nicht-Erwerbs­tätige

Studierende können auch einen Anspruch auf Elterngeld geltend machen, selbst wenn sie vor der Elternschaft nicht erwerbstätig waren. Dies ist bei den meisten Studierenden der Fall. Der Mindest­betrag des Elterngeldes liegt bei 300 Euro im Monat.

Bestanden zuvor Arbeits­einkünfte, berechnet sich das Elterngeld nach einem bestimmten Verfahren, das bis zu 67 Prozent des letzten Einkommens­ als Zahlung ermöglicht. Maximal sind 1.800 Euro im Monat möglich. Das Studium kann während des Bezugs von Elterngeld fortgesetzt werden. Das Elterngeld wird regulär bis zu 14 Monate gezahlt, als „ElterngeldPlus“ bis zu 28 Monate.


Kinderzuschlag

Der Kinderzuschlag ist eine Hilfeleistung zur Finanzierung des Kindesunterhalts für Eltern mit geringem Einkommen. Der Zuschlag beträgt 2021 bis zu 205 Euro im Monat. Voraussetzung ist ein Mindest­einkommen von 600 Euro im Monat bei Alleinerziehenden bzw. 900 Euro bei Paaren. Bei Studierenden ist ein solcher Verdienst in vielen Fällen nicht gegeben, so dass der Kinderzuschlag nur ausnahmsweise in Betracht kommt. Studiert ein Partner und der andere geht einer Beschäftigung mit geringem Einkommen nach, ist der Kinderzuschlag dagegen sehr wahrscheinlich.


Mutterschaftsgeld

Das Mutterschaftsgeld ist eine Leistung der gesetzlichen Kranken­kassen für erwerbstätige Mütter. Das Geld bekommt man ab sechs Wochen vor und bis acht Wochen nach der Geburt. Studentinnen, die nicht arbeiten, erhalten kein Mutterschaftsgeld. Neben der Erwerbs­tätigkeit ist die eigenständige GKV-Mitgliedschaft Voraussetzung für die Zahlung durch die Kranken­kasse. Studentinnen, die als studentische Hilfskraft einem Nebenjob nachgehen und über die studentische Kranken­­versicherung versichert sind, erfüllen zum Beispiel diese Bedingungen.

Das Mutterschaftsgeld wird auf Tages­basis berechnet und beträgt bis zu 13 Euro pro Tag. Wer als Studentin privat oder über die Eltern in der Familien­versicherung versichert ist, hat einen Anspruch auf ein einmaliges Mutterschaftsgeld in Höhe von 210 Euro, das über das Bundes­­versicherungs­amt ausgezahlt wird. Zusätzlich zum Mutterschaftsgeld muss der Arbeitgeber einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zum Ausgleich des Verdienstausfalls zahlen.


Was passiert mit dem BAföG?

Das Studium kann „im Umfeld der Geburt“ bis zu drei Monate unterbrochen werden, ohne dass der BAföG-Anspruch beeinträchtigt wird. Nach der Geburt können Bafög-beziehende Eltern einige Erleichterungen nutzen. So wird ein Kinderbetreuungszuschlag in Höhe von 130 Euro für jedes Kind gewährt. Er kann jeweils nur von einem Elternteil in Anspruch genommen werden.

Außerdem ist es möglich, die Förderungshöchstdauer zu verlängern. Dies ist sowohl aufgrund der Schwangerschaft möglich, als auch in Abhängigkeit von den Lebensjahren des Kindes.

  • Verlängerung aufgrund der Schwangerschaft: um 1 Semester
  • Verlängerung vom 1. bis 10. Lebensjahr des Kindes: um 1 Semester pro Lebensjahr
  • Verlängerung aufgrund von Erkrankungen des Kindes: individuell

Weitere Informationen zum BAföG-Anspruch erhalten Student/innen mit Kind bei Sozialberatungsstellen der Studierendenvertretung, beim zuständigen Studentenwerk oder bei ihrer Hochschule.

Haben Sie alles gefunden?

Schnelle Frage, Kritik oder Feedback?

Wir helfen Ihnen gerne. Professionelle Beratung von echten Menschen. Rufen Sie uns zum Ortstarif an oder schreiben Sie uns per E–Mail.

Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
Ihre Ansprechpartnerin