Private Kranken­versicherung für Beamte

Beihilfe verstehen, Eigenanteil clever absichern – was die PKV für Beamte kostet und worauf es beim Tarif ankommt.

Das erwartet Sie hier

Was Beamte über die private Kranken­versicherung wissen sollten, was sie kostet und welche Entlastung die staatliche Beihilfe bietet.

Inhalt dieser Seite
  1. Was Beamte über die PKV wissen sollten
  2. Warum die PKV für Beamte sinnvoll ist
  3. Beihilfe und Beihilfesätze
  4. Beihilfe je Bundesland
  5. PKV für Beamtenanwärter und Referendare
  6. Was kostet die PKV für Beamte?
  7. Was leistet eine gute PKV für Beamte?
  8. Aktuelle Testergebnisse
  9. Die richtige PKV finden
  10. Wichtige Tipps unserer Experten für Sie
  11. Die häufigsten Fragen zur PKV für Beamte
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Von Maureen Menger
Zuletzt aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

  • Beamte erhalten von ihrem Dienstherrn Beihilfe und müssen mit der privaten Kranken­versicherung (PKV) nur ihren Eigenanteil an den Krankheits­kosten absichern.
  • Beamtentarife der PKV kosten meist 220 bis 360 € im Monat, abhängig von Beihilfesatz, Eintrittsalter und Leistungsumfang.
  • Der Beihilfesatz liegt für aktive Beamte bei 50 %, für Pensionäre bei 70 % und für Kinder bei 80 % – je höher der Satz, desto günstiger der PKV-Beitrag.
  • Beamte auf Widerruf und Anwärter werden über die Öffnungsaktion mit einem Risikozuschlag von maximal 30 % aufgenommen.
  • Beamte haben die Wahl zwischen privater und gesetzlicher Kranken­versicherung – für die meisten aktiven Beamten ist die PKV plus Beihilfe finanziell klar überlegen.

Als Beamter tragen Sie nur einen Teil Ihrer Krankheits­kosten selbst …

… für den Rest brauchen Sie einen Tarif, der genau zu Ihrem Beihilfesatz passt. Genau hier wird es unübersichtlich: Beihilfesätze, Anerkennungsbeträge und Ergänzungstarife entscheiden darüber, ob am Ende eine Lücke bleibt. Rund 93 Prozent der Beamten sind deshalb privat versichert, doch der günstigste Tarif ist selten der beste. Wir zeigen Ihnen auf dieser Seite, was die PKV für Beamte kostet, wie viel die Beihilfe übernimmt und worauf es beim Leistungsumfang wirklich ankommt. So erkennen Sie schnell, welcher Beamtentarif zu Ihrer Situation passt. Und falls Sie eine Vorerkrankung haben, erfahren Sie, wie Sie ganz ohne Ablehnungsrisiko herausfinden, zu welchen Konditionen Sie versichert werden.

Was Beamte über die PKV wissen sollten

Das ist neu in 2026

Neue Einkommensgrenze 2026: Die Einkommensgrenze für beihilfeberechtigte Ehe- und Lebenspartner liegt 2026 bei 22.648 € und wird jährlich angepasst. → Mehr dazu im Abschnitt „Was leistet eine gute PKV für Beamte?“

Icon Kalender

Beamte erhalten von ihrem Dienstherrn Beihilfe und müssen nur ihren Eigenanteil an den Krankheits­kosten selbst versichern. Genau dafür gibt es spezielle Beihilfetarife der privaten Kranken­versicherung. Diese kosten für Beamte meist zwischen 220 und 360 Euro im Monat, je nach Beihilfesatz, Alter und Leistungsumfang.

Als Beamter oder Beamtin sind Sie beihilfeberechtigt – das gilt auch für Beamtenanwärter und Beamte auf Widerruf. Aufgrund dieser beamtenrechtlichen Beihilfeberechtigung tragen Sie in der Regel nur einen Teil Ihrer Krankheits­kosten selbst. Den Rest übernimmt die Beihilfestelle des Dienstherrn – je nach Beihilferegelung 50 bis 80 Prozent (Quelle: BBhV § 46).


Private Kranken­versicherung spielt entscheidende Rolle

Anders als die gesetzliche Kranken­versicherung (GKV) bietet sie spezielle Tarife für Beamte an, die genau auf die Ergänzung der Beihilfeleistungen zugeschnitten sind. Diese Tarife sind oft günstiger als normale PKV-Tarife, weil sie nur die Kosten abdecken, die nicht von der Beihilfe getragen werden.

Icon Dokument

Rund 93 Prozent der Beamten in Deutschland sind privat krankenversichert (Quelle: PKV-Verband). Bei der Wahl der passenden privaten Kranken­versicherung sollten Sie dennoch nicht nur auf die Kosten, sondern auch auf den Leistungsumfang achten. Wir empfehlen Ihnen, sich von unseren Experten für private Kranken­versicherungen kostenfrei beraten zu lassen.

Mit uns die ideale private Kranken­versicherung finden

Unsere PKV-Beratung wird von Finanztip empfohlen. Wir finden für Sie eine kostengünstige, leistungsstarke private Kranken­versicherung. Unsere Beratung ist kostenfrei.

  • Spezielle Beamtentarife mit Beihilfeergänzung
  • Anonyme Risikovoranfrage vorab
  • Immer ein direkter Ansprechpartner
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Experte für Gesundheitsvorsorge

Warum die PKV für Beamte sinnvoll ist

Warum können Sie uns vertrauen?

Unsere Berater haften persönlich für ihre Empfehlung. Wenn unsere Beratung falsch ist und Sie dadurch im Leistungsfall Nachteile haben, stehen wir dafür ein. Das unterscheidet unsere Beratung von jeder AI-generierten Auskunft, für die niemand haftet. Auch deshalb sind wir von Finanztip für die Beratung zur PKV empfohlen.

Die Inhalte dieser Seite wurden von unserer Fachredaktion in enger Zusammenarbeit mit unseren zertifizierten Experten zu diesem Themenbereich erstellt, um Ihnen aktuelle und fachlich korrekte Informationen zu bieten. Qualitätskontrollen stellen sicher, dass die Inhalte regelmäßig aktualisiert und ergänzt werden.

Im direkten Vergleich lohnt sich für Beamte in der Regel die private Kranken­versicherung mehr als die GKV. Denn bis auf einige Ausnahmen erhalten Sie einen Zuschuss vom Staat nur in der PKV. Somit fallen Ihre Kosten für die Kranken­versicherung geringer aus. Viele Versicherer bieten außerdem sogenannte Beihilfe­ergänzungs­tarife, die die speziellen Ansprüche von Beamten abdecken.


Warum sich die PKV für Beamte lohnt

  • Optimale Ergänzung zur Beihilfe: Die PKV bietet in Kombination mit der staatlichen Beihilfe einen umfassenden und oft kostengünstigeren Schutz als die GKV. Für ihren Eigenanteil schließen Beamte eine PKV ab, die genau auf diesen Ergänzungsbedarf zugeschnitten ist.
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Beamtentarife der PKV schließen gezielt die Lücken der Beihilfe. Das führt zu passgenauen Lösungen und einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis. Hinzu kommt: Die PKV-Beiträge hängen nicht vom Einkommen ab, was gerade für Beamte mit höherem Einkommen finanzielle Vorteile hat.
  • Höherwertige Leistungen: Die PKV bietet gegenüber der GKV oft bessere Leistungen: freie Arztwahl, kürzere Wartezeiten bei Fachärzten und eine bessere Unterbringung im Krankenhaus.
  • Individuelle Gesundheitsvorsorge: Sie wählen aus verschiedenen Tarifoptionen – von der Basisabsicherung bis zum umfassenden Paket mit Zusatzleistungen. So passen Sie den Schutz an Ihre Lebenssituation an.

Private oder gesetzliche Kranken­versicherung für Beamte?

Beamte und Beamtenanwärter haben grundsätzlich die Wahl zwischen privater und gesetzlicher Kranken­versicherung. Ein Großteil entscheidet sich für die PKV, weil er dort auf jeden Fall einen Anspruch auf Beihilfe hat und nur die Restkosten versichern muss.

Gegenüberstellung: PKV und GKV für Beamte

Private Kranken­versicherungGesetzliche Kranken­versicherung
Beitrag220–360 €430–445 €
KostenberechnungAbhängig von Alter, Leistungsumfang und TarifwahlAbhängig vom Einkommen
KinderMit Beihilfetarif einzeln absichernBeitragsfrei in der Familien­versicherung
ArztwahlFreie ArztwahlArzt mit Kassenzulassung
MedikamenteKostenübernahme je nach TarifZuzahlung von 10 % für rezeptpflichtige Medikamente
Zahnersatz50–100 % Kostenübernahme je nach TarifFestzuschuss mindestens 60 % (mit Bonusheft bis 75 %)
Beiträge pro Monat. Mehr zu den Leistungsunterschieden in der PKV.

Der GKV-Festzuschuss zum Zahnersatz liegt seit 2021 bei mindestens 60 Prozent der Regelversorgung und steigt mit lückenlos geführtem Bonusheft nach fünf Jahren auf 70 und nach zehn Jahren auf 75 Prozent (Quelle: § 55 SGB V). Eine gute PKV übernimmt hier je nach Tarif deutlich mehr.


Darum ist die GKV für Beamte meist nicht zu empfehlen

Die gesetzliche Kranken­versicherung ist für Beamte im klassischen System meist nicht empfehlenswert, weil sie nicht beihilfekonform ist. Bund und Länder zahlen für Beamte keinen Arbeitgeberbeitrag zur Kranken­versicherung. Der Restbetrag lässt sich nur über die PKV absichern, denn die GKV kennt keine Teil­versicherung. In der GKV bleibt Beamten nur die freiwillige Versicherung.

Ausnahme: Pauschale Beihilfe (Hamburger Modell)

Mit der pauschalen Beihilfe gibt es eine Alternative: Statt der klassischen Beihilfe plus PKV können sich Beamte für die GKV entscheiden und erhalten dann einen Zuschuss zum GKV-Beitrag in Höhe des halben Beitrags – ähnlich dem Arbeitgeberanteil von Angestellten. Eingeführt wurde das Modell 2018 in Hamburg, daher der Name „Hamburger Modell“. Inzwischen bieten es rund elf Bundesländer an, unter anderem Hamburg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Quelle: PKV-Verband).

Icon Achtung

Wichtig: Die Entscheidung für die pauschale Beihilfe ist in der Regel endgültig – ein Wechsel zurück in das klassische Beihilfesystem ist danach meist nicht mehr möglich (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg). In welchen Bundesländern die pauschale Beihilfe gilt und wie sie sich rechnet, zeigen wir auf unserer Seite zur GKV für Beamte:

Gesetzliche Kranken­versicherung für Beamte

Experten-Tipp:
Die pauschale Beihilfe ist selten das Schnäppchen, für das sie gehalten wird

„Die pauschale Beihilfe klingt gerecht – der Staat zahlt den halben GKV-Beitrag. Doch dieser Zuschuss ist einkommensabhängig und die Wahl meist unumkehrbar. Für die meisten aktiven Beamten bleibt die klassische Beihilfe plus PKV finanziell klar überlegen. Sinnvoll wird die GKV-Variante vor allem bei Vor­erkrankungen ohne PKV-Zugang. Rechnen Sie beides durch, bevor Sie sich lebenslang festlegen.“

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Experte für Gesundheitsvorsorge

Beihilfe und Beihilfesätze

Die Beihilfe ist der Zuschuss Ihres Dienstherrn zu Ihren Krankheits­kosten und beträgt je nach Bemessungssatz zwischen 50 und 80 Prozent der beihilfefähigen Aufwendungen. Den verbleibenden Eigenanteil decken Sie über eine private Kranken­versicherung ab.

Wer ist beihilfeberechtigt?

  • Beamte
  • Beamtenanwärter
  • Beamte auf Widerruf oder Probe
  • Richter
  • Ehe- oder Lebenspartner (mit Einkünften unter der jährlichen Grenze, 2026: 22.648 €) und Kinder von beihilfeberechtigten Personen
  • Versorgungsempfänger (pensionierte Beamte, ehemalige Richter, Soldaten und Hinterbliebene)

Beihilfesätze: So hoch ist die Beihilfe

Die folgenden Bemessungssätze gelten für die Bundesbeihilfe. Die Landesverordnungen können abweichen (Quelle: BBhV § 46).

PersonenkreisBemessungssatz
Beihilfeberechtigte Person ohne Kinder oder mit 1 Kind50 %
Beihilfeberechtigte Person mit 2 oder mehr im Familienzuschlag* berücksichtigungsfähigen Kindern70 %
Berücksichtigungsfähige Person (Ehepartner)70 %
Jedes im Familienzuschlag* berücksichtigungsfähige Kind80 %
Empfänger von Versorgungsbezügen (zum Beispiel Beamte im Ruhestand)70 %
* Begriffserklärung Familienzuschlag: Der Familienzuschlag ist Teil der Beamtenbesoldung und richtet sich in seiner Höhe nach dem Familienstand und der Anzahl der Kinder, für die ein Anspruch auf Kindergeld besteht.

Wofür wird die Beihilfe genau gezahlt?

Beihilfefähig sind laut § 6 BBhV ausschließlich notwendige und wirtschaftlich angemessene Aufwendungen (Quelle: § 6 BBhV). Dabei muss es sich um wissenschaftlich anerkannte Behandlungen handeln, die nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet werden. Für alle durch einen Arzt, Zahnarzt oder Psychotherapeuten verordneten Arzneimittel und Verbandsmaterialien wird Beihilfe gezahlt.

Icon Bezahlen Geldschein

Ausnahmeregelung: Andere Aufwendungen sind ausnahmsweise beihilfefähig, soweit die Verordnung dies vorsieht (Quelle: § 6 BBhV).


Anerkennungsbetrag: Warum trotz 50 Prozent Beihilfe eine Lücke bleibt

Die Beihilfe zahlt nicht 50 Prozent des tatsächlichen Rechnungsbetrags, sondern 50 Prozent des beihilfefähigen Betrags. Das ist ein wichtiger Unterschied, der sich oft erst im Leistungsfall zeigt. Rechnet ein Arzt oberhalb der von der Beihilfe anerkannten Höchstsätze ab, bleibt auf dem übersteigenden Teil eine Lücke, für die weder Beihilfe noch ein einfacher PKV-Tarif automatisch aufkommen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Zahnarzt rechnet den 3,5-fachen GOZ-Satz ab, die Beihilfe erkennt aber nur den 2,3-fachen Satz als angemessen an. Auf die Differenz erhalten Sie ohne passenden Ergänzungstarif keine Erstattung. Genau deshalb reicht ein reiner Beihilfetarif oft nicht aus – ein Beihilfe­ergänzungs­tarif schließt diese Lücke. In unseren Beratungsgesprächen ist der Anerkennungsbetrag einer der Punkte, die wir mit Beamten vor dem Abschluss am häufigsten klären.

Icon Zahnarzt Geräte

Ob am Ende eine Lücke bleibt, hängt vom Anerkennungsbetrag und Ihrem Ergänzungstarif ab – ein Punkt, der sich oft erst im Leistungsfall zeigt. In einer kostenfreien Beratung prüfen wir, welcher Beamtentarif genau Ihre Beihilfelücke schließt. So zahlen Sie im Ernstfall nicht drauf.

Beihilfe­ergänzungs­tarife für Beamte


Kostendämpfungspauschale: Selbstbehalt bei der Beihilfe der Länder

Viele Länder ziehen von der Beihilfe eine jährliche Kostendämpfungspauschale ab – einen Selbstbehalt, den der Beamte trägt, bevor die Beihilfe voll greift. Die Höhe richtet sich nach der Besoldungsgruppe und liegt je nach Land zwischen rund 20 und 770 Euro pro Jahr (Quelle: info-beihilfe.de).

Wichtig zu wissen

Bundesbeamte sind von der Kostendämpfungspauschale befreit. Auch in Nordrhein-Westfalen wurde sie ab 2022 abgeschafft. In Baden-Württemberg liegt sie beispielsweise zwischen 90 und 480 Euro, in Berlin zwischen 50 und 770 Euro pro Jahr. Anwärter und Beamte unterhalb der Besoldungsgruppe A7 zahlen die Pauschale in der Regel nicht.

Icon Glühbirne

Beihilfe je Bundesland

Die Beihilfe für Beamte variiert deutlich je nach Bundesland, weil Bund und Länder eigene Beihilfeverordnungen haben. Die Grundsätze sind ähnlich – 50 Prozent für aktive Beamte, 70 Prozent für Versorgungsempfänger, 80 Prozent je Kind – doch bei Familienzuschlägen, Wahlleistungen und Selbstbehalten gibt es teils erhebliche Unterschiede.

Übersicht: Beihilfe im Bund und in ausgewählten Ländern

BereichBemessungssatz aktivVersorgungsempfängerBesonderheiten
Bund50 %70 %Keine Kostendämpfungspauschale
Hessen50 %70 %Satz steigt um 5 % je Angehörigem; 15 % Zuschlag bei stationären Wahlleistungen
Bremen50 %60 %Seit 2026 klassisches Modell: 50 % bis 1 Kind, 70 % ab 2 Kindern
Baden-Württemberg50 %50 %Für ab 2013 Verbeamtete abgesenkte Sätze; pauschale Beihilfe wählbar
Bemessungssätze für aktive Beamte ohne oder mit einem Kind. Quellen: info-beihilfe.de; länderspezifische Angaben zu Hessen, Bremen und Baden-Württemberg.

Eine detaillierte Übersicht über die Beihilfevorschriften aller Bundesländer und des Bundes mit direkten Links zu den einzelnen Verordnungen finden Sie in der Ratgeber-Übersicht zu den Beihilfevorschriften.

Experten-Tipp:
Ein bundesweiter Standardtarif ignoriert Ihr Landesrecht

„Der Tarif, der überall beworben wird, ist selten der, der zu Ihrem Bundesland passt. Denn über den echten Eigenanteil entscheiden Landesverordnung und Kostendämpfungspauschale. Ein Bundesbeamter zahlt keine Pauschale, ein Landesbeamter in Berlin bis zu 770 Euro im Jahr. Wählen Sie einen Beihilfetarif, der exakt zu Ihrer Landesregelung passt – so vermeiden Sie Lücken, die erst im Leistungsfall auffallen.“

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PKV für Beamtenanwärter und Referendare

Beamtenanwärter und Referendare haben ebenfalls Anspruch auf Beihilfe und zahlen in speziellen Anwärtertarifen besonders niedrige Beiträge. Der Grund: Für Anwärter werden in dieser Phase noch keine Altersrückstellungen gebildet, weshalb die Versicherer den Beitrag deutlich vergünstigen.

Ein Anwärtertarif kostet je nach Anbieter und Beihilfesatz mitunter nur rund 60 bis 150 Euro im Monat – eine grobe Orientierung, der genaue Beitrag hängt von Alter, Land und Tarif ab. Diese Tarife enthalten meist eine Altersgrenze. Überschreitet der Anwärter diese, muss er den regulären Beitrag zahlen. Nach der Anwartschaft können Versicherte problemlos in einen anderen Tarif desselben Unternehmens oder über einen Anbieter-Wechsel in eine andere Gesellschaft wechseln.


Öffnungsaktion: Aufnahmegarantie für Beamte auf Widerruf

Seit dem 1. Januar 2019 gilt für Beamte auf Widerruf eine wichtige Neuregelung – die Öffnungsaktion. Teilnehmende Versicherer nehmen sie unabhängig vom Gesundheitszustand auf, verzichten auf Leistungsausschlüsse und begrenzen einen etwaigen Risikozuschlag auf maximal 30 Prozent (Quelle: PKV-Serviceportal).

Icon Kalender

Wichtig ist die Frist: Sie müssen den Antrag auf „Aufnahme im Rahmen der Öffnungsaktion“ innerhalb der ersten sechs Monate nach Ihrer Verbeamtung stellen. Wer diese Frist verpasst, muss die reguläre Gesundheitsprüfung durchlaufen.


Was Referendare beachten sollten

Referendare sind Beamte auf Widerruf und damit ebenfalls beihilfeberechtigt – für sie gelten die Anwärter- und Öffnungsregeln entsprechend. In einzelnen Bundesländern haben Lehramts-Referendare allerdings ein Wahlrecht und können sich freiwillig gesetzlich versichern. Ob sich das lohnt, hängt von der geplanten Laufbahn und der Familienplanung ab. Mehr dazu auf unserer Seite zum Referendariat.

Ein Punkt lohnt beim Berufseinstieg besondere Aufmerksamkeit: kurzfristige Lockangebote nur für Anwärter. Solche Sonderaktionen können kurzfristig günstig wirken, aber langfristig nachteilig sein. Entscheidend ist, wie stabil der Tarif kalkuliert ist und in welchen Tarif Sie nach der Anwartschaft wechseln.

Icon Prozent in Kreis mit Pfeil

Als Anwärter jetzt den richtigen Beamtentarif sichern

Anwärtertarife sind günstig – aber nur der stabil kalkulierte Tarif zahlt sich langfristig aus. Wir vergleichen für Sie die Anwärtertarife und achten dabei auf die 6-Monats-Frist der Öffnungsaktion. Unsere Beratung ist kostenfrei.

  • PKV-Beratung von Finanztip empfohlen
  • Passender Anschlusstarif nach der Anwartschaft mitgedacht
  • Anonyme Risikovoranfrage vorab – ohne Ablehnungsrisiko
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Was kostet die PKV für Beamte?

Die private Kranken­versicherung für Beamte kostet meist zwischen 220 und 360 Euro im Monat. Der genaue Beitrag richtet sich zuerst nach der Höhe Ihrer Beihilfeberechtigung: Je höher Ihr Bemessungssatz, desto günstiger der PKV-Tarif, weil sich die abzusichernde Lücke verkleinert.

Rechenbeispiele nach Lebenssituation

Die folgenden Beispiele sind interne Tarifrechnungen unserer Experten (Stand 2026) und dienen der Orientierung.

Musterkunde 1Musterkunde 2
Eintrittsalter31 Jahre42 Jahre
Beamtenstatusauf Lebenszeitauf Lebenszeit
Familienstandledigverheiratet
Kinderkeine Kinder2 Kinder
Beihilfesatz50 %70 %
Basis-Tarif260,10 €222,04 €
Premium-Tarif285,86 €229,72 €
Beiträge pro Monat für den Beamten selbst.

Beispiel Familie mit Kindern

Eine häufige Frage lautet: Was zahlt eine Beamtenfamilie insgesamt? Ein verheirateter Beamter mit 70 Prozent Beihilfe (Musterkunde 2) zahlt für sich rund 222 bis 230 Euro im Monat. Für den Ehepartner mit eigenem Beihilfeanspruch (70 Prozent) und die zwei Kinder (je 80 Prozent Beihilfe) fallen wegen der hohen Beihilfesätze nur vergleichsweise geringe Zusatzbeiträge an. Kinder sind mit 80 Prozent Beihilfe besonders günstig abzusichern.

Icon Familie

Für sehr große Familien mit mehreren Kindern kann dagegen die GKV mit ihrer beitragsfreien Familien­versicherung günstiger sein. Deshalb lohnt es sich, beide Varianten mit der konkreten Kinderzahl durchzurechnen.

Experten-Tipp:
Warten Sie mit der Systemwahl nicht auf das erste Kind

„Bei Kinderwunsch heißt es oft: erst abwarten, wie viele Kinder kommen. Genau das wird zur Falle. Wer zunächst in die PKV geht und später wegen mehrerer Kinder in die GKV möchte, kommt als Beamter kaum noch zurück. Prüfen Sie schon vor dem ersten Kind, ob die beitragsfreie Familien­versicherung der GKV zu Ihrer Familienplanung passt – die Weichen stellen Sie früh, nicht rückwirkend.“

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Beispiel Beiträge im Ruhestand

Auch Pensionäre profitieren weiter von der Beihilfe – sogar mit einem höheren Satz. Als Versorgungsempfänger steigt Ihr Beihilfesatz in der Regel von 50 auf 70 Prozent. Dadurch sinkt der Anteil, den Ihre PKV abdecken muss, und der Beitrag reduziert sich spürbar gegenüber der aktiven Dienstzeit.

Icon grauhaarige Frau

Wer im Laufe der Jahre ausreichend Altersrückstellungen angesammelt hat, hält seine Beiträge im Alter stabiler. Bei einer sehr geringen Pension kann der Beitrag dennoch zur Belastung werden – dann helfen Optionen wie ein Tarifwechsel nach § 204 VVG oder der Standard- beziehungsweise Basistarif. Prüfen Sie Ihre Beiträge im Alter frühzeitig.

Ihr Beitrag zur privaten Kranken­versicherung – konkret berechnet

Die Beispiele oben geben eine Orientierung, doch Ihr Beitrag hängt von Ihrem Beihilfesatz, Alter und Ihrer Familiensituation ab. Wir rechnen Ihnen ein persönliches Angebot auf Basis Ihrer konkreten Daten – kostenfrei. Unsere PKV-Beratung wird von Finanztip empfohlen.

  • Angebot auf Basis Ihres tatsächlichen Beihilfesatzes
  • Blick auf Beitragsstabilität im Alter, nicht nur auf den Startpreis
  • Familie und Kinder mit einberechnet
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Beitragsstabilität statt niedrigem Einstiegspreis

Der günstigste Einstiegsbeitrag ist nicht automatisch der beste Tarif. Entscheidend ist, wie stabil ein Tarif über Jahrzehnte kalkuliert ist, denn PKV-Beiträge steigen im Laufe der Zeit. Ein Tarif mit soliden Altersrückstellungen und guter Kalkulationsqualität schützt Sie vor bösen Überraschungen im Ruhestand.

Icon Uhr mit Pfeil

Aus unserer Beratungspraxis wissen wir: Wer nur auf den Startpreis achtet und häufig den Versicherer wechselt, verliert oft bereits aufgebaute Altersrückstellungen. Deshalb sollten auch Beamte den Tarif von Anfang an sorgfältig auswählen, statt später hinterherzuwechseln.


So funktioniert die Kostenerstattung für Beamte

Als Patient erhalten Sie die Arztrechnung und begleichen diese zunächst selbst. Anschließend reichen Sie jeweils eine Ausfertigung der Rechnung bei Ihrer privaten Kranken­versicherung und beim Beihilfeträger ein. Die Kosten der ärztlichen Leistungen werden nach den Bemessungssätzen anteilig von Versicherung und Dienstherr übernommen.

Icon Geldschein mit Kassenzettel

Was leistet eine gute PKV für Beamte?

Eine gute private Kranken­versicherung bietet Beamten nicht nur einen günstigeren, sondern auch einen leistungsstärkeren Krankenschutz als die GKV. Wichtig ist, dass der Tarif genau die Lücken schließt, die die Beihilfe offenlässt.

Wichtige Leistungen für Beamte

  • Wahlärztliche Behandlung: Freie Arztwahl und Zugang zu spezialisierten Behandlungen durch Chefärzte im Krankenhaus.
  • Zahnersatz und Zahnbehandlungen: Über die Grundversorgung hinausgehende Zahnbehandlungen und hochwertiger Zahnersatz.
  • Heilpraktiker-Leistungen: Erstattungen für alternative Behandlungsmethoden, die die GKV in der Regel nicht abdeckt.

Lücken mit Beihilfe­ergänzungs­tarifen schließen

Beihilfe­ergänzungs­tarife, auch Prozentualtarife genannt, schließen die Kostenlücke bei Leistungen, die die Beihilfe nicht oder nur teilweise übernimmt. Damit verhindern Sie, dass Sie gewisse Kosten selbst tragen müssen. Das ist zum Beispiel häufig bei Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie der Fall.

Icon Zahn

Lohnen sich Beihilfe­ergänzungs­tarife für Beamte?


Wie ist die Familie von Beamten versichert?

Ehepartner und Kinder von Beamten haben ebenfalls einen Anspruch auf Beihilfe. Somit können auch sie sich privat versichern und von den günstigen Beamtentarifen profitieren. Angehörige erhalten sogar einen höheren Beihilfesatz von 70 bis 80 Prozent, wodurch die PKV-Beiträge gering ausfallen.

Diese Vorteile genießen allerdings nur Angehörige mit kein oder wenig eigenem Einkommen, die nicht in der GKV pflichtversichert sind. Die Einkommensgrenze für berücksichtigungsfähige Ehe- und Lebenspartner in der Bundesbeihilfe liegt 2026 bei 22.648 Euro und wird jährlich angepasst (Quelle: BVA). Maßgeblich ist dabei der Gesamtbetrag der Einkünfte im zweiten Kalenderjahr vor der Antragstellung.

Ehepartner sollten vorab prüfen, ob sie diese Grenze überschreiten, und sich bei Bedarf von der GKV-Pflicht befreien lassen. In den Landesbeihilfeverordnungen können abweichende Grenzen gelten.

„Beamtenkinder“: 80 Prozent Beihilfe

Die Kinder von beihilfeberechtigten Personen haben den höchsten Beihilfeanspruch – der Beihilfesatz liegt bei 80 Prozent. Sogenannte „Beamtenkinder“ haben zu Studienbeginn die Wahl zwischen GKV und PKV. Als Studenten sind sie bis zum 25. Lebensjahr beihilfeberechtigt und zahlen dadurch sehr niedrige PKV-Beiträge.

Icon Student

PKV während der Elternzeit

Auch während der Elternzeit erhalten Beamte weiterhin Beihilfe. In vielen Bundesländern gibt es daneben Zuschüsse zur Kranken- und Pflege­versicherung. Wie hoch diese ausfallen, hängt unter anderem ab von:

  • Bundesland
  • Dienstherr
  • Besoldungsgruppe
  • Bezug von Elterngeld

Grundlage bildet die Mutterschutz- und Elternzeitverordnung (Quelle: MuSchEltZV). Die Regelungen unterscheiden sich je Bundesland.

Welche Leistungen Sie wirklich brauchen, hängt von Ihrem Beihilfesatz und Ihrer Lebenssituation ab – bei Zahnersatz, im Krankenhaus und für die Familie. Wir vergleichen für Sie die Beamtentarife und zeigen, worauf es bei den Bedingungen ankommt. Kostenfrei und mit einem festen Ansprechpartner.

Aktuelle Testergebnisse

Ausschnitt der aktuellen Testsieger (2026)

AnbieterDFSI
Unternehmensqualität
IVFP
Unternehmensqualität
ServiceValue
Fairness
Gesamtwertung
von 100
Logo Allianz Deutschland AGAllianzExzellentExzellentSehr gut96
Logo R+V Allgemeine Versicherung AGR+VSehr gutExzellentSehr gut96
Logo LVM VersicherungLVMGutExzellentSehr gut92

Alle privaten Kranken­versicherungen im Test (2026)

Die richtige PKV finden

Die passende PKV für Beamte finden Sie, indem Sie zuerst Ihren Beihilfeanspruch klären und dann gezielt Beamtentarife vergleichen, die exakt die verbleibende Lücke schließen. Der günstigste Standardtarif ist dabei selten der beste – entscheidend sind Leistungsumfang und Beitragsstabilität.

Darauf sollten Sie als Beamter besonders achten

  • Wie hoch ist Ihr Beihilfeanspruch? Prüfen Sie, welche Kosten die Beihilfe abdeckt, um den richtigen Ergänzungstarif zu wählen.
  • Wie groß soll Ihr Leistungsumfang sein? Meist haben Sie die Wahl zwischen Basis-, Komfort- und Premiumtarif. Überlegen Sie: Möchten Sie ein Einbettzimmer im Krankenhaus? Ist Ihnen eine 100-prozentige Kostenübernahme wichtig?
  • Welche Leistungen sind besonders wichtig? Klären Sie, was Sie mitversichert haben wollen: Zahnersatz, alternativmedizinische Behandlungen, Sehhilfen, Auslandsschutz, stationärer und ambulanter Bereich.
  • Welche Versicherer bieten spezielle Beamtentarife an? Informieren Sie sich, welche Anbieter sich auf die Absicherung von Beamten spezialisiert haben.

Warum Sie Ihren PKV-Antrag nicht selbst stellen sollten

Wenn Sie direkt bei einem Versicherer einen PKV-Antrag stellen und wegen einer Vorerkrankung abgelehnt werden, wird das in den Datenbanken der Versicherer erfasst. Bei jedem weiteren Antrag – auch bei anderen Anbietern – müssen Sie diese Ablehnung angeben. Das verschlechtert Ihre Chancen erheblich.

Ein Experte stellt die anonyme Risikovoranfrage

Ihr Name taucht nicht auf, es wird nichts gespeichert, und Sie erfahren vorab, welcher Versicherer Sie zu welchen Konditionen annehmen würde. Gerade für Beamte mit Vor­erkrankungen ist das der sicherste Weg, denn er nimmt die Angst vor einem Ablehnungseintrag. Diesen Weg bieten weder AI-Auskunftstools noch Vergleichsportale.

Icon Sprechblase

Sie haben eine Vorerkrankung und fürchten die Ablehnung? Über eine anonyme Risikovoranfrage erfahren Sie vorab, wer Sie zu welchen Konditionen aufnimmt – ohne dass etwas gespeichert wird. Diesen Weg klären wir mit Ihnen kostenfrei.

Mit anonymer Risikovoranfrage sicher in die PKV – auch mit Vorerkrankung

Bevor Ihr Name irgendwo auftaucht, klären wir anonym, welcher Versicherer Sie zu welchen Konditionen aufnimmt. So riskieren Sie keinen Ablehnungseintrag und wissen vorher, woran Sie sind. Unsere Beratung ist kostenfrei.

  • Anonyme Risikovoranfrage – es wird nichts gespeichert
  • PKV-Beratung von Finanztip empfohlen
  • Konditionen mehrerer Beamtentarife im direkten Vergleich
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Experte für Gesundheitsvorsorge

Häufige Fehler von Beamten beim PKV-Abschluss

  • Nur nach dem Preis gehen: Wählen Sie die PKV nach den Leistungen, die im Krankheits­fall wichtig sind, nicht nur nach dem Beitrag.
  • Lockangebote für Anwärter annehmen: Kurzfristige Sonderaktionen für Anwärter können langfristig nachteilig sein.
  • Sich nicht mit Leistungs­bausteinen beschäftigen: Sie profitieren nur, wenn Sie die Leistungen kennen und nutzen.
  • Unkenntnis des PKV-Systems: Die PKV funktioniert anders als die GKV – vor allem, wenn Sie zuvor gesetzlich versichert waren.
  • Keine Expertenberatung nutzen: Die PKV ist komplex. Eine professionelle Beratung hilft, Fehler zu vermeiden. Unsere Beratung ist kostenfrei und unverbindlich.

So gehen Sie beim Abschluss vor

Icon Brille

Informieren Sie sich

Setzen Sie sich mit den Grundlagen der PKV und dem Zusammenspiel mit der Beihilfe auseinander.

Icon Lupe

Analysieren Sie Ihren Bedarf

Ermitteln Sie, welche gesundheitlichen Leistungen für Sie persönlich wichtig sind.

Icon Sprechblasen

Lassen Sie sich beraten

Unsere Experten kennen die spezifischen Anforderungen von Beamten und den Versicherungsmarkt und finden einen passgenauen Tarif.


Weitere Berufsgruppen der privaten Kranken­versicherung

Mit uns die ideale private Kranken­versicherung finden

Unsere PKV-Beratung wird von Finanztip empfohlen. Wir finden für Sie eine kostengünstige, leistungsstarke private Kranken­versicherung. Unsere Beratung ist kostenfrei.

  • Spezielle Beamtentarife mit Beihilfeergänzung
  • Anonyme Risikovoranfrage vorab
  • Immer ein direkter Ansprechpartner
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Experte für Gesundheitsvorsorge

Wichtige Tipps unserer Experten für Sie

Icon Ordner

Gesundheitsfragen für PKV-Beamtentarif

Bei den Gesundheitsfragen steht mehr auf dem Spiel, als der Fragebogen vermuten lässt. Zu Ihrem Antrag auf eine private Kranken­versicherung müssen Sie auch als Beamter einen Fragebogen zu Ihrer Gesundheit beantworten. Diese Fragen sind erforderlich, damit der Versicherer Ihren Beitragssatz kalkulieren kann. Beamten auf Lebenszeit und seit 2019 auch auf Widerruf darf im Rahmen der Öffnungsaktion ein Risikoaufschlag von maximal 30 Prozent berechnet werden – vorausgesetzt, die Aufnahmebedingungen sind erfüllt. Mein Rat: Klären Sie Vor­erkrankungen vorab über eine anonyme Risikovoranfrage, dann riskieren Sie keinen Ablehnungseintrag und wissen genau, mit welchen Konditionen Sie rechnen können.


Icon Kind mit Mütze

Für wen ist eine gesetzliche Kranken­versicherung besser?

Die pauschale Aussage ‚PKV ist für Beamte immer besser‘ stimmt nicht. Für sehr große Familien mit mehreren Kindern kann sich eine gesetzliche Kranken­versicherung als günstiger erweisen. In der GKV können Kinder beitragsfrei in die Familien­versicherung eingeschlossen werden. In der PKV muss dagegen für jede Person ein eigener Vertrag abgeschlossen werden. Mein Rat: Rechnen Sie beide Varianten mit Ihrer konkreten Kinderzahl durch, bevor Sie sich festlegen – die Entscheidung ist später kaum noch zu korrigieren.


Icon Geldscheine

Die Kosten der PKV für Beamte im Alter

Wer glaubt, die PKV-Beiträge blieben ein Leben lang gleich, plant falsch. Im Alter ist grundsätzlich mit steigenden Beiträgen zu rechnen. Wer im Laufe der Versicherungsjahre nicht genug Altersrückstellungen gebildet hat, kann in finanzielle Schwierigkeiten geraten – deshalb sollten auch Beamte nicht zu oft den Versicherer wechseln. Ein Vorteil bleibt Beamten aber gegenüber Angestellten und Selbständigen: Sie erhalten auch als Pensionäre die dann sogar höhere Beihilfe vom Dienstherrn und müssen nur die restlichen Krankheits­kosten abdecken. Mein Rat: Wer eine geringe Pension erwartet, sollte früh handeln und rechtzeitig auf die Beiträge im Alter achten.


Icon Blatt mit Lupe

Auf Spezialanbieter für Beamte setzen

Der günstigste Standardtarif ist für Beamte selten der beste. Auf dem Versicherungsmarkt gibt es Anbieter, die sich auf Beamte als Kundengruppe spezialisiert haben und deren Beihilfetarife exakt auf die jeweiligen Landesverordnungen abgestimmt sind. Mein Rat: Vergleichen Sie gezielt diese Spezialtarife statt breiter Standardangebote. In einer ausführlichen Beratung finden wir gemeinsam heraus, welcher Anbieter mit welchen Leistungen am besten zu Ihnen passt.

Mit uns die ideale private Kranken­versicherung finden

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Experte für Gesundheitsvorsorge

Die häufigsten Fragen zur privaten Kranken­versicherung für Beamte

Wie funktioniert die private Kranken­versicherung für Beamte?

Beamte erhalten Beihilfe vom Staat in Höhe eines gewissen Prozentsatzes (50 bis 70 Prozent). Dies ist die Höhe, bis zu der der Dienstherr die Krankheits­kosten zahlt. Um die restlichen 30 bis 50 Prozent muss sich der Beamte selbst kümmern. Mit der privaten Kranken­versicherung kann dieser Restbetrag versichert werden, sodass die PKV den Rest übernimmt. Der Beamte reicht dazu die Rechnungen bei seiner Beihilfestelle und dem privaten Kranken­versicherer ein.

Wie viel kostet eine private Kranken­versicherung für Beamte?

Die Kosten einer privaten Kranken­versicherung für Beamte liegen meist zwischen 220 und 360 Euro im Monat. Die genaue Höhe hängt von mehreren Faktoren ab, wie dem Beihilfesatz, dem Alter und den gewünschten Leistungen. Beamtenanwärter zahlen in speziellen Anwärtertarifen deutlich weniger.

Was zahlt ein Beamter für die private Kranken­versicherung?

Ein Beamter zahlt für seinen Eigenanteil an den Krankheits­kosten – also den Teil, den die Beihilfe nicht übernimmt. Bei 50 Prozent Beihilfe deckt die PKV die anderen 50 Prozent ab, was meist rund 220 bis 360 Euro im Monat kostet. Je höher der Beihilfesatz, desto niedriger der Beitrag.

Warum ergibt eine private Absicherung für Beamte meist mehr Sinn?

Als Beamter müssen Sie sich nicht privat versichern – Sie haben die Wahl zwischen privater und gesetzlicher Kranken­versicherung. Jedoch ergibt in den meisten Fällen eine private Absicherung mehr Sinn und lohnt sich nicht nur finanziell, sondern auch aufgrund der umfassenden Gesundheitsleistungen.

Wie können Beamte sich gesetzlich versichern?

Als Beamter können Sie sich für die freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Kranken­versicherung entscheiden. In rund elf Bundesländern erhalten Sie über die pauschale Beihilfe zudem einen Zuschuss zum GKV-Beitrag. Für Familien mit vielen Kindern kann die GKV mit der Familien­versicherung günstiger sein.

Wie erhalte ich den Beihilfeanspruch?

Für den Beihilfeanspruch muss eine Beihilfebescheinigung in schriftlicher Form bei der Beihilfeberechtigungsstelle vorgelegt werden. Diese Beihilfebescheinigung erhalten Sie mit Ihrer Kranken­versicherungsbestätigung von Ihrer Kranken­versicherung. Sie wird auch unter dem Namen Quotenbescheinigung geführt.

Was ändert sich, wenn sich mein Beihilfeanspruch ändert?

Der Beihilfeanspruch von Beamten kann sich durch eine veränderte Familien- oder Lebenssituation ändern:

  • Geburt eines Kindes
  • Heirat
  • Pensionierung
  • Wechsel in ein anderes Bundesland

Ein Antrag auf Änderung der Beihilfe innerhalb von sechs Monaten genügt. Danach wird der Versicherungsschutz an die neue Situation angepasst – in der Regel ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Was müssen Beamtenanwärter beachten?

Auch Beamtenanwärter haben einen Anspruch auf Beihilfe. Viele private Kranken­versicherer bieten Spezialtarife an, die günstiger sind als die gesetzliche Kranken­versicherung. Die Versicherer können die Beiträge zu einem niedrigeren Satz anbieten, da für Beamtenanwärter noch keine Altersrückstellungen gebildet werden. In den ersten Jahren als Anwärter kostet die PKV mitunter nur rund 60 bis 150 Euro im Monat. Diese Tarife enthalten meist eine Altersgrenze. Ist der Anwärter älter und hat die Grenze überschritten, zahlt er die regulären Beiträge. Nach der Anwartschaft kann der Versicherte ohne Probleme in einen anderen Tarif innerhalb des Unternehmens wechseln. Auch ein kompletter Anbieter-Wechsel ist möglich.

Was gilt für Beamte auf Probe oder Widerruf?

Seit dem 1. Januar 2019 gilt für Beamte auf Widerruf eine wichtige Neuregelung: Sie erhalten in der privaten Kranken­versicherung eine Aufnahmegarantie. Das bedeutet:

  • Beamte auf Widerruf werden in alle an der Öffnungsaktion teilnehmenden Versicherungs­unternehmen aufgenommen – unabhängig vom Gesundheitszustand.
  • Sollten Versicherer Risikozuschläge verlangen, sind diese auf maximal 30 Prozent begrenzt.
  • Es erfolgen keine Leistungsausschlüsse.
  • Bis 2019 hatten es Beamte auf Widerruf mit Vor­erkrankungen oder Behinderungen teilweise schwer, einen bezahlbaren PKV-Schutz zu finden. Durch die Öffnungsaktion sind der Gesundheitszustand sowie der Status der Verbeamtung nun zweitrangig.

Sobald Sie als Beamter auf Widerruf verbeamtet werden, sollten Sie sich um Ihren PKV-Schutz kümmern. Sie müssen den Antrag auf „Aufnahme im Rahmen der Öffnungsaktion“ innerhalb der ersten sechs Monate nach Verbeamtung einreichen.

Was gilt für Polizisten, Soldaten und weitere Beamtengruppen?

Für bestimmte Beamtengruppen gilt nicht die Beihilfe, sondern die Heilfürsorge. Dies ist zum Beispiel für Vollzugsbeamte der Bundespolizei oder der Justiz, Beamte der Berufsfeuerwehr oder für Soldaten der Fall. Diese Berufsgruppen unterliegen einem besonders hohen Krankheits­risiko und werden daher gesondert betrachtet. Der Dienstherr trägt dabei teilweise sogar die kompletten Behandlungskosten. Die freie Heilfürsorge weist in bestimmten Bereichen jedoch große Leistungslücken auf. Betroffene sollten ihren Versicherungsschutz in diesen Bereichen durch Zusatztarife ergänzen.

Wie sind PKV-Beiträge von Beamten steuerlich absetzbar?

Beamte können, wie alle anderen auch, ihre Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung als Sonderausgaben geltend machen. Allerdings gilt das ausschließlich für die Beiträge zur Basisabsicherung. Die Basisabsicherung ist gleichzusetzen mit dem Basistarif, den die privaten Kranken­versicherer anbieten und der im Leistungsumfang mit dem der GKV gleichzusetzen ist. Wer seine Kranken­versicherungsbeiträge angeben möchte, nutzt dafür die Anlage „Vorsorgeaufwand“ (Quelle: § 10 EStG).

Welche Posten können steuerlich nicht geltend gemacht werden?
  • Zusatzleistungen, wie Unterbringung in einem Einbettzimmer und Krankentagegeld
  • Beitragsanteile für Komfortleistungen (zum Beispiel Chefarztbehandlung)
  • Beitragsanteile für Krankenhaustagegeld und Krankentagegeld
  • Beitragsrückerstattung (Erstattet das Versicherungs­unternehmen Beiträge zurück, müssen die Rückerstattungen mit den gezahlten Beiträgen verrechnet werden.)
  • Selbstbehalt: Dieser zählt nicht als Beitrag zur Kranken­versicherung.

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Nachgelagerte Besteuerung Renten werden erst bei Auszahlung besteuert, während die Beiträge in der Ansparphase steuerfrei oder steuermindernd sind. Ziel ist es, die Steuerlast ins Rentenalter zu verlagern, wenn das Einkommen meist geringer ist. Beitragsbemessungsgrenze Die Beitragsbemessungsgrenze ist eine Rechengröße, die festlegt, bis zu welchem Betrag das Einkommen von gesetzlich Versicherten zur Beitragsberechnung der gesetzlichen Sozialversicherungen herangezogen wird. Es gibt verschiedene Werte für die Kranken- und Rentenversicherung.
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