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Was Beamte über die private Krankenversicherung wissen sollten, was sie kostet und welche Entlastung die staatliche Beihilfe bietet.
Inhalt dieser Seite- Was Beamte über die PKV wissen sollten
- Warum die PKV für Beamte sinnvoll ist
- Beihilfe und Beihilfesätze
- Beihilfe je Bundesland
- PKV für Beamtenanwärter und Referendare
- Was kostet die PKV für Beamte?
- Was leistet eine gute PKV für Beamte?
- Aktuelle Testergebnisse
- Die richtige PKV finden
- Wichtige Tipps unserer Experten für Sie
- Die häufigsten Fragen zur PKV für Beamte
Das Wichtigste in Kürze
- Beamte erhalten von ihrem Dienstherrn Beihilfe und müssen mit der privaten Krankenversicherung (PKV) nur ihren Eigenanteil an den Krankheitskosten absichern.
- Beamtentarife der PKV kosten meist 220 bis 360 € im Monat, abhängig von Beihilfesatz, Eintrittsalter und Leistungsumfang.
- Der Beihilfesatz liegt für aktive Beamte bei 50 %, für Pensionäre bei 70 % und für Kinder bei 80 % – je höher der Satz, desto günstiger der PKV-Beitrag.
- Beamte auf Widerruf und Anwärter werden über die Öffnungsaktion mit einem Risikozuschlag von maximal 30 % aufgenommen.
- Beamte haben die Wahl zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung – für die meisten aktiven Beamten ist die PKV plus Beihilfe finanziell klar überlegen.

Robert Böhrk
Experte für Gesundheitsvorsorge
Als Beamter tragen Sie nur einen Teil Ihrer Krankheitskosten selbst …
… für den Rest brauchen Sie einen Tarif, der genau zu Ihrem Beihilfesatz passt. Genau hier wird es unübersichtlich: Beihilfesätze, Anerkennungsbeträge und Ergänzungstarife entscheiden darüber, ob am Ende eine Lücke bleibt. Rund 93 Prozent der Beamten sind deshalb privat versichert, doch der günstigste Tarif ist selten der beste. Wir zeigen Ihnen auf dieser Seite, was die PKV für Beamte kostet, wie viel die Beihilfe übernimmt und worauf es beim Leistungsumfang wirklich ankommt. So erkennen Sie schnell, welcher Beamtentarif zu Ihrer Situation passt. Und falls Sie eine Vorerkrankung haben, erfahren Sie, wie Sie ganz ohne Ablehnungsrisiko herausfinden, zu welchen Konditionen Sie versichert werden.
Was Beamte über die PKV wissen sollten
Das ist neu in 2026
Neue Einkommensgrenze 2026: Die Einkommensgrenze für beihilfeberechtigte Ehe- und Lebenspartner liegt 2026 bei 22.648 € und wird jährlich angepasst. → Mehr dazu im Abschnitt „Was leistet eine gute PKV für Beamte?“
Beamte erhalten von ihrem Dienstherrn Beihilfe und müssen nur ihren Eigenanteil an den Krankheitskosten selbst versichern. Genau dafür gibt es spezielle Beihilfetarife der privaten Krankenversicherung. Diese kosten für Beamte meist zwischen 220 und 360 Euro im Monat, je nach Beihilfesatz, Alter und Leistungsumfang.
Als Beamter oder Beamtin sind Sie beihilfeberechtigt – das gilt auch für Beamtenanwärter und Beamte auf Widerruf. Aufgrund dieser beamtenrechtlichen Beihilfeberechtigung tragen Sie in der Regel nur einen Teil Ihrer Krankheitskosten selbst. Den Rest übernimmt die Beihilfestelle des Dienstherrn – je nach Beihilferegelung 50 bis 80 Prozent (Quelle: BBhV § 46).
Private Krankenversicherung spielt entscheidende Rolle
Anders als die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bietet sie spezielle Tarife für Beamte an, die genau auf die Ergänzung der Beihilfeleistungen zugeschnitten sind. Diese Tarife sind oft günstiger als normale PKV-Tarife, weil sie nur die Kosten abdecken, die nicht von der Beihilfe getragen werden.
Rund 93 Prozent der Beamten in Deutschland sind privat krankenversichert (Quelle: PKV-Verband). Bei der Wahl der passenden privaten Krankenversicherung sollten Sie dennoch nicht nur auf die Kosten, sondern auch auf den Leistungsumfang achten. Wir empfehlen Ihnen, sich von unseren Experten für private Krankenversicherungen kostenfrei beraten zu lassen.
Mit uns die ideale private Krankenversicherung finden
Unsere PKV-Beratung wird von Finanztip empfohlen. Wir finden für Sie eine kostengünstige, leistungsstarke private Krankenversicherung. Unsere Beratung ist kostenfrei.
- Spezielle Beamtentarife mit Beihilfeergänzung
- Anonyme Risikovoranfrage vorab
- Immer ein direkter Ansprechpartner
Warum die PKV für Beamte sinnvoll ist
Warum können Sie uns vertrauen?
Unsere Berater haften persönlich für ihre Empfehlung. Wenn unsere Beratung falsch ist und Sie dadurch im Leistungsfall Nachteile haben, stehen wir dafür ein. Das unterscheidet unsere Beratung von jeder AI-generierten Auskunft, für die niemand haftet. Auch deshalb sind wir von Finanztip für die Beratung zur PKV empfohlen.
Die Inhalte dieser Seite wurden von unserer Fachredaktion in enger Zusammenarbeit mit unseren zertifizierten Experten zu diesem Themenbereich erstellt, um Ihnen aktuelle und fachlich korrekte Informationen zu bieten. Qualitätskontrollen stellen sicher, dass die Inhalte regelmäßig aktualisiert und ergänzt werden.
Im direkten Vergleich lohnt sich für Beamte in der Regel die private Krankenversicherung mehr als die GKV. Denn bis auf einige Ausnahmen erhalten Sie einen Zuschuss vom Staat nur in der PKV. Somit fallen Ihre Kosten für die Krankenversicherung geringer aus. Viele Versicherer bieten außerdem sogenannte Beihilfeergänzungstarife, die die speziellen Ansprüche von Beamten abdecken.
Warum sich die PKV für Beamte lohnt
- Optimale Ergänzung zur Beihilfe: Die PKV bietet in Kombination mit der staatlichen Beihilfe einen umfassenden und oft kostengünstigeren Schutz als die GKV. Für ihren Eigenanteil schließen Beamte eine PKV ab, die genau auf diesen Ergänzungsbedarf zugeschnitten ist.
- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Beamtentarife der PKV schließen gezielt die Lücken der Beihilfe. Das führt zu passgenauen Lösungen und einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis. Hinzu kommt: Die PKV-Beiträge hängen nicht vom Einkommen ab, was gerade für Beamte mit höherem Einkommen finanzielle Vorteile hat.
- Höherwertige Leistungen: Die PKV bietet gegenüber der GKV oft bessere Leistungen: freie Arztwahl, kürzere Wartezeiten bei Fachärzten und eine bessere Unterbringung im Krankenhaus.
- Individuelle Gesundheitsvorsorge: Sie wählen aus verschiedenen Tarifoptionen – von der Basisabsicherung bis zum umfassenden Paket mit Zusatzleistungen. So passen Sie den Schutz an Ihre Lebenssituation an.
Private oder gesetzliche Krankenversicherung für Beamte?
Beamte und Beamtenanwärter haben grundsätzlich die Wahl zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung. Ein Großteil entscheidet sich für die PKV, weil er dort auf jeden Fall einen Anspruch auf Beihilfe hat und nur die Restkosten versichern muss.
Gegenüberstellung: PKV und GKV für Beamte
| Private Krankenversicherung | Gesetzliche Krankenversicherung | |
|---|---|---|
| Beitrag | 220–360 € | 430–445 € |
| Kostenberechnung | Abhängig von Alter, Leistungsumfang und Tarifwahl | Abhängig vom Einkommen |
| Kinder | Mit Beihilfetarif einzeln absichern | Beitragsfrei in der Familienversicherung |
| Arztwahl | Freie Arztwahl | Arzt mit Kassenzulassung |
| Medikamente | Kostenübernahme je nach Tarif | Zuzahlung von 10 % für rezeptpflichtige Medikamente |
| Zahnersatz | 50–100 % Kostenübernahme je nach Tarif | Festzuschuss mindestens 60 % (mit Bonusheft bis 75 %) |
Der GKV-Festzuschuss zum Zahnersatz liegt seit 2021 bei mindestens 60 Prozent der Regelversorgung und steigt mit lückenlos geführtem Bonusheft nach fünf Jahren auf 70 und nach zehn Jahren auf 75 Prozent (Quelle: § 55 SGB V). Eine gute PKV übernimmt hier je nach Tarif deutlich mehr.
Darum ist die GKV für Beamte meist nicht zu empfehlen
Die gesetzliche Krankenversicherung ist für Beamte im klassischen System meist nicht empfehlenswert, weil sie nicht beihilfekonform ist. Bund und Länder zahlen für Beamte keinen Arbeitgeberbeitrag zur Krankenversicherung. Der Restbetrag lässt sich nur über die PKV absichern, denn die GKV kennt keine Teilversicherung. In der GKV bleibt Beamten nur die freiwillige Versicherung.
Ausnahme: Pauschale Beihilfe (Hamburger Modell)
Mit der pauschalen Beihilfe gibt es eine Alternative: Statt der klassischen Beihilfe plus PKV können sich Beamte für die GKV entscheiden und erhalten dann einen Zuschuss zum GKV-Beitrag in Höhe des halben Beitrags – ähnlich dem Arbeitgeberanteil von Angestellten. Eingeführt wurde das Modell 2018 in Hamburg, daher der Name „Hamburger Modell“. Inzwischen bieten es rund elf Bundesländer an, unter anderem Hamburg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Quelle: PKV-Verband).
Wichtig: Die Entscheidung für die pauschale Beihilfe ist in der Regel endgültig – ein Wechsel zurück in das klassische Beihilfesystem ist danach meist nicht mehr möglich (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg). In welchen Bundesländern die pauschale Beihilfe gilt und wie sie sich rechnet, zeigen wir auf unserer Seite zur GKV für Beamte:
Gesetzliche Krankenversicherung für Beamte
Experten-Tipp:
Die pauschale Beihilfe ist selten das Schnäppchen, für das sie gehalten wird
„Die pauschale Beihilfe klingt gerecht – der Staat zahlt den halben GKV-Beitrag. Doch dieser Zuschuss ist einkommensabhängig und die Wahl meist unumkehrbar. Für die meisten aktiven Beamten bleibt die klassische Beihilfe plus PKV finanziell klar überlegen. Sinnvoll wird die GKV-Variante vor allem bei Vorerkrankungen ohne PKV-Zugang. Rechnen Sie beides durch, bevor Sie sich lebenslang festlegen.“
Beihilfe und Beihilfesätze
Die Beihilfe ist der Zuschuss Ihres Dienstherrn zu Ihren Krankheitskosten und beträgt je nach Bemessungssatz zwischen 50 und 80 Prozent der beihilfefähigen Aufwendungen. Den verbleibenden Eigenanteil decken Sie über eine private Krankenversicherung ab.
Wer ist beihilfeberechtigt?
- Beamte
- Beamtenanwärter
- Beamte auf Widerruf oder Probe
- Richter
- Ehe- oder Lebenspartner (mit Einkünften unter der jährlichen Grenze, 2026: 22.648 €) und Kinder von beihilfeberechtigten Personen
- Versorgungsempfänger (pensionierte Beamte, ehemalige Richter, Soldaten und Hinterbliebene)
Beihilfesätze: So hoch ist die Beihilfe
Die folgenden Bemessungssätze gelten für die Bundesbeihilfe. Die Landesverordnungen können abweichen (Quelle: BBhV § 46).
| Personenkreis | Bemessungssatz |
|---|---|
| Beihilfeberechtigte Person ohne Kinder oder mit 1 Kind | 50 % |
| Beihilfeberechtigte Person mit 2 oder mehr im Familienzuschlag* berücksichtigungsfähigen Kindern | 70 % |
| Berücksichtigungsfähige Person (Ehepartner) | 70 % |
| Jedes im Familienzuschlag* berücksichtigungsfähige Kind | 80 % |
| Empfänger von Versorgungsbezügen (zum Beispiel Beamte im Ruhestand) | 70 % |
Wofür wird die Beihilfe genau gezahlt?
Beihilfefähig sind laut § 6 BBhV ausschließlich notwendige und wirtschaftlich angemessene Aufwendungen (Quelle: § 6 BBhV). Dabei muss es sich um wissenschaftlich anerkannte Behandlungen handeln, die nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet werden. Für alle durch einen Arzt, Zahnarzt oder Psychotherapeuten verordneten Arzneimittel und Verbandsmaterialien wird Beihilfe gezahlt.
Ausnahmeregelung: Andere Aufwendungen sind ausnahmsweise beihilfefähig, soweit die Verordnung dies vorsieht (Quelle: § 6 BBhV).
Anerkennungsbetrag: Warum trotz 50 Prozent Beihilfe eine Lücke bleibt
Die Beihilfe zahlt nicht 50 Prozent des tatsächlichen Rechnungsbetrags, sondern 50 Prozent des beihilfefähigen Betrags. Das ist ein wichtiger Unterschied, der sich oft erst im Leistungsfall zeigt. Rechnet ein Arzt oberhalb der von der Beihilfe anerkannten Höchstsätze ab, bleibt auf dem übersteigenden Teil eine Lücke, für die weder Beihilfe noch ein einfacher PKV-Tarif automatisch aufkommen.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Zahnarzt rechnet den 3,5-fachen GOZ-Satz ab, die Beihilfe erkennt aber nur den 2,3-fachen Satz als angemessen an. Auf die Differenz erhalten Sie ohne passenden Ergänzungstarif keine Erstattung. Genau deshalb reicht ein reiner Beihilfetarif oft nicht aus – ein Beihilfeergänzungstarif schließt diese Lücke. In unseren Beratungsgesprächen ist der Anerkennungsbetrag einer der Punkte, die wir mit Beamten vor dem Abschluss am häufigsten klären.
Ob am Ende eine Lücke bleibt, hängt vom Anerkennungsbetrag und Ihrem Ergänzungstarif ab – ein Punkt, der sich oft erst im Leistungsfall zeigt. In einer kostenfreien Beratung prüfen wir, welcher Beamtentarif genau Ihre Beihilfelücke schließt. So zahlen Sie im Ernstfall nicht drauf.
Beihilfeergänzungstarife für Beamte
Kostendämpfungspauschale: Selbstbehalt bei der Beihilfe der Länder
Viele Länder ziehen von der Beihilfe eine jährliche Kostendämpfungspauschale ab – einen Selbstbehalt, den der Beamte trägt, bevor die Beihilfe voll greift. Die Höhe richtet sich nach der Besoldungsgruppe und liegt je nach Land zwischen rund 20 und 770 Euro pro Jahr (Quelle: info-beihilfe.de).
Wichtig zu wissen
Bundesbeamte sind von der Kostendämpfungspauschale befreit. Auch in Nordrhein-Westfalen wurde sie ab 2022 abgeschafft. In Baden-Württemberg liegt sie beispielsweise zwischen 90 und 480 Euro, in Berlin zwischen 50 und 770 Euro pro Jahr. Anwärter und Beamte unterhalb der Besoldungsgruppe A7 zahlen die Pauschale in der Regel nicht.
Beihilfe je Bundesland
Die Beihilfe für Beamte variiert deutlich je nach Bundesland, weil Bund und Länder eigene Beihilfeverordnungen haben. Die Grundsätze sind ähnlich – 50 Prozent für aktive Beamte, 70 Prozent für Versorgungsempfänger, 80 Prozent je Kind – doch bei Familienzuschlägen, Wahlleistungen und Selbstbehalten gibt es teils erhebliche Unterschiede.
Übersicht: Beihilfe im Bund und in ausgewählten Ländern
| Bereich | Bemessungssatz aktiv | Versorgungsempfänger | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Bund | 50 % | 70 % | Keine Kostendämpfungspauschale |
| Hessen | 50 % | 70 % | Satz steigt um 5 % je Angehörigem; 15 % Zuschlag bei stationären Wahlleistungen |
| Bremen | 50 % | 60 % | Seit 2026 klassisches Modell: 50 % bis 1 Kind, 70 % ab 2 Kindern |
| Baden-Württemberg | 50 % | 50 % | Für ab 2013 Verbeamtete abgesenkte Sätze; pauschale Beihilfe wählbar |
Eine detaillierte Übersicht über die Beihilfevorschriften aller Bundesländer und des Bundes mit direkten Links zu den einzelnen Verordnungen finden Sie in der Ratgeber-Übersicht zu den Beihilfevorschriften.
Experten-Tipp:
Ein bundesweiter Standardtarif ignoriert Ihr Landesrecht
„Der Tarif, der überall beworben wird, ist selten der, der zu Ihrem Bundesland passt. Denn über den echten Eigenanteil entscheiden Landesverordnung und Kostendämpfungspauschale. Ein Bundesbeamter zahlt keine Pauschale, ein Landesbeamter in Berlin bis zu 770 Euro im Jahr. Wählen Sie einen Beihilfetarif, der exakt zu Ihrer Landesregelung passt – so vermeiden Sie Lücken, die erst im Leistungsfall auffallen.“
PKV für Beamtenanwärter und Referendare
Beamtenanwärter und Referendare haben ebenfalls Anspruch auf Beihilfe und zahlen in speziellen Anwärtertarifen besonders niedrige Beiträge. Der Grund: Für Anwärter werden in dieser Phase noch keine Altersrückstellungen gebildet, weshalb die Versicherer den Beitrag deutlich vergünstigen.
Ein Anwärtertarif kostet je nach Anbieter und Beihilfesatz mitunter nur rund 60 bis 150 Euro im Monat – eine grobe Orientierung, der genaue Beitrag hängt von Alter, Land und Tarif ab. Diese Tarife enthalten meist eine Altersgrenze. Überschreitet der Anwärter diese, muss er den regulären Beitrag zahlen. Nach der Anwartschaft können Versicherte problemlos in einen anderen Tarif desselben Unternehmens oder über einen Anbieter-Wechsel in eine andere Gesellschaft wechseln.
Öffnungsaktion: Aufnahmegarantie für Beamte auf Widerruf
Seit dem 1. Januar 2019 gilt für Beamte auf Widerruf eine wichtige Neuregelung – die Öffnungsaktion. Teilnehmende Versicherer nehmen sie unabhängig vom Gesundheitszustand auf, verzichten auf Leistungsausschlüsse und begrenzen einen etwaigen Risikozuschlag auf maximal 30 Prozent (Quelle: PKV-Serviceportal).
Wichtig ist die Frist: Sie müssen den Antrag auf „Aufnahme im Rahmen der Öffnungsaktion“ innerhalb der ersten sechs Monate nach Ihrer Verbeamtung stellen. Wer diese Frist verpasst, muss die reguläre Gesundheitsprüfung durchlaufen.
Was Referendare beachten sollten
Referendare sind Beamte auf Widerruf und damit ebenfalls beihilfeberechtigt – für sie gelten die Anwärter- und Öffnungsregeln entsprechend. In einzelnen Bundesländern haben Lehramts-Referendare allerdings ein Wahlrecht und können sich freiwillig gesetzlich versichern. Ob sich das lohnt, hängt von der geplanten Laufbahn und der Familienplanung ab. Mehr dazu auf unserer Seite zum Referendariat.
Ein Punkt lohnt beim Berufseinstieg besondere Aufmerksamkeit: kurzfristige Lockangebote nur für Anwärter. Solche Sonderaktionen können kurzfristig günstig wirken, aber langfristig nachteilig sein. Entscheidend ist, wie stabil der Tarif kalkuliert ist und in welchen Tarif Sie nach der Anwartschaft wechseln.
Als Anwärter jetzt den richtigen Beamtentarif sichern
Anwärtertarife sind günstig – aber nur der stabil kalkulierte Tarif zahlt sich langfristig aus. Wir vergleichen für Sie die Anwärtertarife und achten dabei auf die 6-Monats-Frist der Öffnungsaktion. Unsere Beratung ist kostenfrei.
- PKV-Beratung von Finanztip empfohlen
- Passender Anschlusstarif nach der Anwartschaft mitgedacht
- Anonyme Risikovoranfrage vorab – ohne Ablehnungsrisiko
Was kostet die PKV für Beamte?
Die private Krankenversicherung für Beamte kostet meist zwischen 220 und 360 Euro im Monat. Der genaue Beitrag richtet sich zuerst nach der Höhe Ihrer Beihilfeberechtigung: Je höher Ihr Bemessungssatz, desto günstiger der PKV-Tarif, weil sich die abzusichernde Lücke verkleinert.
Rechenbeispiele nach Lebenssituation
Die folgenden Beispiele sind interne Tarifrechnungen unserer Experten (Stand 2026) und dienen der Orientierung.
| Musterkunde 1 | Musterkunde 2 | |
|---|---|---|
| Eintrittsalter | 31 Jahre | 42 Jahre |
| Beamtenstatus | auf Lebenszeit | auf Lebenszeit |
| Familienstand | ledig | verheiratet |
| Kinder | keine Kinder | 2 Kinder |
| Beihilfesatz | 50 % | 70 % |
| Basis-Tarif | 260,10 € | 222,04 € |
| Premium-Tarif | 285,86 € | 229,72 € |
Beispiel Familie mit Kindern
Eine häufige Frage lautet: Was zahlt eine Beamtenfamilie insgesamt? Ein verheirateter Beamter mit 70 Prozent Beihilfe (Musterkunde 2) zahlt für sich rund 222 bis 230 Euro im Monat. Für den Ehepartner mit eigenem Beihilfeanspruch (70 Prozent) und die zwei Kinder (je 80 Prozent Beihilfe) fallen wegen der hohen Beihilfesätze nur vergleichsweise geringe Zusatzbeiträge an. Kinder sind mit 80 Prozent Beihilfe besonders günstig abzusichern.
Für sehr große Familien mit mehreren Kindern kann dagegen die GKV mit ihrer beitragsfreien Familienversicherung günstiger sein. Deshalb lohnt es sich, beide Varianten mit der konkreten Kinderzahl durchzurechnen.
Experten-Tipp:
Warten Sie mit der Systemwahl nicht auf das erste Kind
„Bei Kinderwunsch heißt es oft: erst abwarten, wie viele Kinder kommen. Genau das wird zur Falle. Wer zunächst in die PKV geht und später wegen mehrerer Kinder in die GKV möchte, kommt als Beamter kaum noch zurück. Prüfen Sie schon vor dem ersten Kind, ob die beitragsfreie Familienversicherung der GKV zu Ihrer Familienplanung passt – die Weichen stellen Sie früh, nicht rückwirkend.“
Beispiel Beiträge im Ruhestand
Auch Pensionäre profitieren weiter von der Beihilfe – sogar mit einem höheren Satz. Als Versorgungsempfänger steigt Ihr Beihilfesatz in der Regel von 50 auf 70 Prozent. Dadurch sinkt der Anteil, den Ihre PKV abdecken muss, und der Beitrag reduziert sich spürbar gegenüber der aktiven Dienstzeit.
Wer im Laufe der Jahre ausreichend Altersrückstellungen angesammelt hat, hält seine Beiträge im Alter stabiler. Bei einer sehr geringen Pension kann der Beitrag dennoch zur Belastung werden – dann helfen Optionen wie ein Tarifwechsel nach § 204 VVG oder der Standard- beziehungsweise Basistarif. Prüfen Sie Ihre Beiträge im Alter frühzeitig.
Ihr Beitrag zur privaten Krankenversicherung – konkret berechnet
Die Beispiele oben geben eine Orientierung, doch Ihr Beitrag hängt von Ihrem Beihilfesatz, Alter und Ihrer Familiensituation ab. Wir rechnen Ihnen ein persönliches Angebot auf Basis Ihrer konkreten Daten – kostenfrei. Unsere PKV-Beratung wird von Finanztip empfohlen.
- Angebot auf Basis Ihres tatsächlichen Beihilfesatzes
- Blick auf Beitragsstabilität im Alter, nicht nur auf den Startpreis
- Familie und Kinder mit einberechnet
Beitragsstabilität statt niedrigem Einstiegspreis
Der günstigste Einstiegsbeitrag ist nicht automatisch der beste Tarif. Entscheidend ist, wie stabil ein Tarif über Jahrzehnte kalkuliert ist, denn PKV-Beiträge steigen im Laufe der Zeit. Ein Tarif mit soliden Altersrückstellungen und guter Kalkulationsqualität schützt Sie vor bösen Überraschungen im Ruhestand.
Aus unserer Beratungspraxis wissen wir: Wer nur auf den Startpreis achtet und häufig den Versicherer wechselt, verliert oft bereits aufgebaute Altersrückstellungen. Deshalb sollten auch Beamte den Tarif von Anfang an sorgfältig auswählen, statt später hinterherzuwechseln.
So funktioniert die Kostenerstattung für Beamte
Als Patient erhalten Sie die Arztrechnung und begleichen diese zunächst selbst. Anschließend reichen Sie jeweils eine Ausfertigung der Rechnung bei Ihrer privaten Krankenversicherung und beim Beihilfeträger ein. Die Kosten der ärztlichen Leistungen werden nach den Bemessungssätzen anteilig von Versicherung und Dienstherr übernommen.
Was leistet eine gute PKV für Beamte?
Eine gute private Krankenversicherung bietet Beamten nicht nur einen günstigeren, sondern auch einen leistungsstärkeren Krankenschutz als die GKV. Wichtig ist, dass der Tarif genau die Lücken schließt, die die Beihilfe offenlässt.
Wichtige Leistungen für Beamte
- Wahlärztliche Behandlung: Freie Arztwahl und Zugang zu spezialisierten Behandlungen durch Chefärzte im Krankenhaus.
- Zahnersatz und Zahnbehandlungen: Über die Grundversorgung hinausgehende Zahnbehandlungen und hochwertiger Zahnersatz.
- Heilpraktiker-Leistungen: Erstattungen für alternative Behandlungsmethoden, die die GKV in der Regel nicht abdeckt.
Lücken mit Beihilfeergänzungstarifen schließen
Beihilfeergänzungstarife, auch Prozentualtarife genannt, schließen die Kostenlücke bei Leistungen, die die Beihilfe nicht oder nur teilweise übernimmt. Damit verhindern Sie, dass Sie gewisse Kosten selbst tragen müssen. Das ist zum Beispiel häufig bei Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie der Fall.
Lohnen sich Beihilfeergänzungstarife für Beamte?
Wie ist die Familie von Beamten versichert?
Ehepartner und Kinder von Beamten haben ebenfalls einen Anspruch auf Beihilfe. Somit können auch sie sich privat versichern und von den günstigen Beamtentarifen profitieren. Angehörige erhalten sogar einen höheren Beihilfesatz von 70 bis 80 Prozent, wodurch die PKV-Beiträge gering ausfallen.
Diese Vorteile genießen allerdings nur Angehörige mit kein oder wenig eigenem Einkommen, die nicht in der GKV pflichtversichert sind. Die Einkommensgrenze für berücksichtigungsfähige Ehe- und Lebenspartner in der Bundesbeihilfe liegt 2026 bei 22.648 Euro und wird jährlich angepasst (Quelle: BVA). Maßgeblich ist dabei der Gesamtbetrag der Einkünfte im zweiten Kalenderjahr vor der Antragstellung.
Ehepartner sollten vorab prüfen, ob sie diese Grenze überschreiten, und sich bei Bedarf von der GKV-Pflicht befreien lassen. In den Landesbeihilfeverordnungen können abweichende Grenzen gelten.
„Beamtenkinder“: 80 Prozent Beihilfe
Die Kinder von beihilfeberechtigten Personen haben den höchsten Beihilfeanspruch – der Beihilfesatz liegt bei 80 Prozent. Sogenannte „Beamtenkinder“ haben zu Studienbeginn die Wahl zwischen GKV und PKV. Als Studenten sind sie bis zum 25. Lebensjahr beihilfeberechtigt und zahlen dadurch sehr niedrige PKV-Beiträge.
PKV während der Elternzeit
Auch während der Elternzeit erhalten Beamte weiterhin Beihilfe. In vielen Bundesländern gibt es daneben Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung. Wie hoch diese ausfallen, hängt unter anderem ab von:
- Bundesland
- Dienstherr
- Besoldungsgruppe
- Bezug von Elterngeld
Grundlage bildet die Mutterschutz- und Elternzeitverordnung (Quelle: MuSchEltZV). Die Regelungen unterscheiden sich je Bundesland.
Welche Leistungen Sie wirklich brauchen, hängt von Ihrem Beihilfesatz und Ihrer Lebenssituation ab – bei Zahnersatz, im Krankenhaus und für die Familie. Wir vergleichen für Sie die Beamtentarife und zeigen, worauf es bei den Bedingungen ankommt. Kostenfrei und mit einem festen Ansprechpartner.
Aktuelle Testergebnisse
Ausschnitt der aktuellen Testsieger (2026)
Alle privaten Krankenversicherungen im Test (2026)
Die richtige PKV finden
Die passende PKV für Beamte finden Sie, indem Sie zuerst Ihren Beihilfeanspruch klären und dann gezielt Beamtentarife vergleichen, die exakt die verbleibende Lücke schließen. Der günstigste Standardtarif ist dabei selten der beste – entscheidend sind Leistungsumfang und Beitragsstabilität.
Darauf sollten Sie als Beamter besonders achten
- Wie hoch ist Ihr Beihilfeanspruch? Prüfen Sie, welche Kosten die Beihilfe abdeckt, um den richtigen Ergänzungstarif zu wählen.
- Wie groß soll Ihr Leistungsumfang sein? Meist haben Sie die Wahl zwischen Basis-, Komfort- und Premiumtarif. Überlegen Sie: Möchten Sie ein Einbettzimmer im Krankenhaus? Ist Ihnen eine 100-prozentige Kostenübernahme wichtig?
- Welche Leistungen sind besonders wichtig? Klären Sie, was Sie mitversichert haben wollen: Zahnersatz, alternativmedizinische Behandlungen, Sehhilfen, Auslandsschutz, stationärer und ambulanter Bereich.
- Welche Versicherer bieten spezielle Beamtentarife an? Informieren Sie sich, welche Anbieter sich auf die Absicherung von Beamten spezialisiert haben.
Warum Sie Ihren PKV-Antrag nicht selbst stellen sollten
Wenn Sie direkt bei einem Versicherer einen PKV-Antrag stellen und wegen einer Vorerkrankung abgelehnt werden, wird das in den Datenbanken der Versicherer erfasst. Bei jedem weiteren Antrag – auch bei anderen Anbietern – müssen Sie diese Ablehnung angeben. Das verschlechtert Ihre Chancen erheblich.
Ein Experte stellt die anonyme Risikovoranfrage
Ihr Name taucht nicht auf, es wird nichts gespeichert, und Sie erfahren vorab, welcher Versicherer Sie zu welchen Konditionen annehmen würde. Gerade für Beamte mit Vorerkrankungen ist das der sicherste Weg, denn er nimmt die Angst vor einem Ablehnungseintrag. Diesen Weg bieten weder AI-Auskunftstools noch Vergleichsportale.
Sie haben eine Vorerkrankung und fürchten die Ablehnung? Über eine anonyme Risikovoranfrage erfahren Sie vorab, wer Sie zu welchen Konditionen aufnimmt – ohne dass etwas gespeichert wird. Diesen Weg klären wir mit Ihnen kostenfrei.
Mit anonymer Risikovoranfrage sicher in die PKV – auch mit Vorerkrankung
Bevor Ihr Name irgendwo auftaucht, klären wir anonym, welcher Versicherer Sie zu welchen Konditionen aufnimmt. So riskieren Sie keinen Ablehnungseintrag und wissen vorher, woran Sie sind. Unsere Beratung ist kostenfrei.
- Anonyme Risikovoranfrage – es wird nichts gespeichert
- PKV-Beratung von Finanztip empfohlen
- Konditionen mehrerer Beamtentarife im direkten Vergleich
Häufige Fehler von Beamten beim PKV-Abschluss
- Nur nach dem Preis gehen: Wählen Sie die PKV nach den Leistungen, die im Krankheitsfall wichtig sind, nicht nur nach dem Beitrag.
- Lockangebote für Anwärter annehmen: Kurzfristige Sonderaktionen für Anwärter können langfristig nachteilig sein.
- Sich nicht mit Leistungsbausteinen beschäftigen: Sie profitieren nur, wenn Sie die Leistungen kennen und nutzen.
- Unkenntnis des PKV-Systems: Die PKV funktioniert anders als die GKV – vor allem, wenn Sie zuvor gesetzlich versichert waren.
- Keine Expertenberatung nutzen: Die PKV ist komplex. Eine professionelle Beratung hilft, Fehler zu vermeiden. Unsere Beratung ist kostenfrei und unverbindlich.
So gehen Sie beim Abschluss vor
Informieren Sie sich
Setzen Sie sich mit den Grundlagen der PKV und dem Zusammenspiel mit der Beihilfe auseinander.
Analysieren Sie Ihren Bedarf
Ermitteln Sie, welche gesundheitlichen Leistungen für Sie persönlich wichtig sind.
Lassen Sie sich beraten
Unsere Experten kennen die spezifischen Anforderungen von Beamten und den Versicherungsmarkt und finden einen passgenauen Tarif.
Weitere Berufsgruppen der privaten Krankenversicherung
Mit uns die ideale private Krankenversicherung finden
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- Spezielle Beamtentarife mit Beihilfeergänzung
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Wichtige Tipps unserer Experten für Sie
Gesundheitsfragen für PKV-Beamtentarif
Bei den Gesundheitsfragen steht mehr auf dem Spiel, als der Fragebogen vermuten lässt. Zu Ihrem Antrag auf eine private Krankenversicherung müssen Sie auch als Beamter einen Fragebogen zu Ihrer Gesundheit beantworten. Diese Fragen sind erforderlich, damit der Versicherer Ihren Beitragssatz kalkulieren kann. Beamten auf Lebenszeit und seit 2019 auch auf Widerruf darf im Rahmen der Öffnungsaktion ein Risikoaufschlag von maximal 30 Prozent berechnet werden – vorausgesetzt, die Aufnahmebedingungen sind erfüllt. Mein Rat: Klären Sie Vorerkrankungen vorab über eine anonyme Risikovoranfrage, dann riskieren Sie keinen Ablehnungseintrag und wissen genau, mit welchen Konditionen Sie rechnen können.
Für wen ist eine gesetzliche Krankenversicherung besser?
Die pauschale Aussage ‚PKV ist für Beamte immer besser‘ stimmt nicht. Für sehr große Familien mit mehreren Kindern kann sich eine gesetzliche Krankenversicherung als günstiger erweisen. In der GKV können Kinder beitragsfrei in die Familienversicherung eingeschlossen werden. In der PKV muss dagegen für jede Person ein eigener Vertrag abgeschlossen werden. Mein Rat: Rechnen Sie beide Varianten mit Ihrer konkreten Kinderzahl durch, bevor Sie sich festlegen – die Entscheidung ist später kaum noch zu korrigieren.
Die Kosten der PKV für Beamte im Alter
Wer glaubt, die PKV-Beiträge blieben ein Leben lang gleich, plant falsch. Im Alter ist grundsätzlich mit steigenden Beiträgen zu rechnen. Wer im Laufe der Versicherungsjahre nicht genug Altersrückstellungen gebildet hat, kann in finanzielle Schwierigkeiten geraten – deshalb sollten auch Beamte nicht zu oft den Versicherer wechseln. Ein Vorteil bleibt Beamten aber gegenüber Angestellten und Selbständigen: Sie erhalten auch als Pensionäre die dann sogar höhere Beihilfe vom Dienstherrn und müssen nur die restlichen Krankheitskosten abdecken. Mein Rat: Wer eine geringe Pension erwartet, sollte früh handeln und rechtzeitig auf die Beiträge im Alter achten.
Auf Spezialanbieter für Beamte setzen
Der günstigste Standardtarif ist für Beamte selten der beste. Auf dem Versicherungsmarkt gibt es Anbieter, die sich auf Beamte als Kundengruppe spezialisiert haben und deren Beihilfetarife exakt auf die jeweiligen Landesverordnungen abgestimmt sind. Mein Rat: Vergleichen Sie gezielt diese Spezialtarife statt breiter Standardangebote. In einer ausführlichen Beratung finden wir gemeinsam heraus, welcher Anbieter mit welchen Leistungen am besten zu Ihnen passt.
Mit uns die ideale private Krankenversicherung finden
Unsere PKV-Beratung wird von Finanztip empfohlen. Wir finden für Sie eine kostengünstige, leistungsstarke private Krankenversicherung. Unsere Beratung ist kostenfrei.
- Spezielle Beamtentarife mit Beihilfeergänzung
- Anonyme Risikovoranfrage vorab
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Die häufigsten Fragen zur privaten Krankenversicherung für Beamte
Wie funktioniert die private Krankenversicherung für Beamte?
Beamte erhalten Beihilfe vom Staat in Höhe eines gewissen Prozentsatzes (50 bis 70 Prozent). Dies ist die Höhe, bis zu der der Dienstherr die Krankheitskosten zahlt. Um die restlichen 30 bis 50 Prozent muss sich der Beamte selbst kümmern. Mit der privaten Krankenversicherung kann dieser Restbetrag versichert werden, sodass die PKV den Rest übernimmt. Der Beamte reicht dazu die Rechnungen bei seiner Beihilfestelle und dem privaten Krankenversicherer ein.
Wie viel kostet eine private Krankenversicherung für Beamte?
Die Kosten einer privaten Krankenversicherung für Beamte liegen meist zwischen 220 und 360 Euro im Monat. Die genaue Höhe hängt von mehreren Faktoren ab, wie dem Beihilfesatz, dem Alter und den gewünschten Leistungen. Beamtenanwärter zahlen in speziellen Anwärtertarifen deutlich weniger.
Was zahlt ein Beamter für die private Krankenversicherung?
Ein Beamter zahlt für seinen Eigenanteil an den Krankheitskosten – also den Teil, den die Beihilfe nicht übernimmt. Bei 50 Prozent Beihilfe deckt die PKV die anderen 50 Prozent ab, was meist rund 220 bis 360 Euro im Monat kostet. Je höher der Beihilfesatz, desto niedriger der Beitrag.
Warum ergibt eine private Absicherung für Beamte meist mehr Sinn?
Als Beamter müssen Sie sich nicht privat versichern – Sie haben die Wahl zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung. Jedoch ergibt in den meisten Fällen eine private Absicherung mehr Sinn und lohnt sich nicht nur finanziell, sondern auch aufgrund der umfassenden Gesundheitsleistungen.
Wie können Beamte sich gesetzlich versichern?
Als Beamter können Sie sich für die freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung entscheiden. In rund elf Bundesländern erhalten Sie über die pauschale Beihilfe zudem einen Zuschuss zum GKV-Beitrag. Für Familien mit vielen Kindern kann die GKV mit der Familienversicherung günstiger sein.
Wie erhalte ich den Beihilfeanspruch?
Für den Beihilfeanspruch muss eine Beihilfebescheinigung in schriftlicher Form bei der Beihilfeberechtigungsstelle vorgelegt werden. Diese Beihilfebescheinigung erhalten Sie mit Ihrer Krankenversicherungsbestätigung von Ihrer Krankenversicherung. Sie wird auch unter dem Namen Quotenbescheinigung geführt.
Was ändert sich, wenn sich mein Beihilfeanspruch ändert?
Der Beihilfeanspruch von Beamten kann sich durch eine veränderte Familien- oder Lebenssituation ändern:
- Geburt eines Kindes
- Heirat
- Pensionierung
- Wechsel in ein anderes Bundesland
Ein Antrag auf Änderung der Beihilfe innerhalb von sechs Monaten genügt. Danach wird der Versicherungsschutz an die neue Situation angepasst – in der Regel ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Was müssen Beamtenanwärter beachten?
Auch Beamtenanwärter haben einen Anspruch auf Beihilfe. Viele private Krankenversicherer bieten Spezialtarife an, die günstiger sind als die gesetzliche Krankenversicherung. Die Versicherer können die Beiträge zu einem niedrigeren Satz anbieten, da für Beamtenanwärter noch keine Altersrückstellungen gebildet werden. In den ersten Jahren als Anwärter kostet die PKV mitunter nur rund 60 bis 150 Euro im Monat. Diese Tarife enthalten meist eine Altersgrenze. Ist der Anwärter älter und hat die Grenze überschritten, zahlt er die regulären Beiträge. Nach der Anwartschaft kann der Versicherte ohne Probleme in einen anderen Tarif innerhalb des Unternehmens wechseln. Auch ein kompletter Anbieter-Wechsel ist möglich.
Was gilt für Beamte auf Probe oder Widerruf?
Seit dem 1. Januar 2019 gilt für Beamte auf Widerruf eine wichtige Neuregelung: Sie erhalten in der privaten Krankenversicherung eine Aufnahmegarantie. Das bedeutet:
- Beamte auf Widerruf werden in alle an der Öffnungsaktion teilnehmenden Versicherungsunternehmen aufgenommen – unabhängig vom Gesundheitszustand.
- Sollten Versicherer Risikozuschläge verlangen, sind diese auf maximal 30 Prozent begrenzt.
- Es erfolgen keine Leistungsausschlüsse.
- Bis 2019 hatten es Beamte auf Widerruf mit Vorerkrankungen oder Behinderungen teilweise schwer, einen bezahlbaren PKV-Schutz zu finden. Durch die Öffnungsaktion sind der Gesundheitszustand sowie der Status der Verbeamtung nun zweitrangig.
Sobald Sie als Beamter auf Widerruf verbeamtet werden, sollten Sie sich um Ihren PKV-Schutz kümmern. Sie müssen den Antrag auf „Aufnahme im Rahmen der Öffnungsaktion“ innerhalb der ersten sechs Monate nach Verbeamtung einreichen.
Was gilt für Polizisten, Soldaten und weitere Beamtengruppen?
Für bestimmte Beamtengruppen gilt nicht die Beihilfe, sondern die Heilfürsorge. Dies ist zum Beispiel für Vollzugsbeamte der Bundespolizei oder der Justiz, Beamte der Berufsfeuerwehr oder für Soldaten der Fall. Diese Berufsgruppen unterliegen einem besonders hohen Krankheitsrisiko und werden daher gesondert betrachtet. Der Dienstherr trägt dabei teilweise sogar die kompletten Behandlungskosten. Die freie Heilfürsorge weist in bestimmten Bereichen jedoch große Leistungslücken auf. Betroffene sollten ihren Versicherungsschutz in diesen Bereichen durch Zusatztarife ergänzen.
Wie sind PKV-Beiträge von Beamten steuerlich absetzbar?
Beamte können, wie alle anderen auch, ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung als Sonderausgaben geltend machen. Allerdings gilt das ausschließlich für die Beiträge zur Basisabsicherung. Die Basisabsicherung ist gleichzusetzen mit dem Basistarif, den die privaten Krankenversicherer anbieten und der im Leistungsumfang mit dem der GKV gleichzusetzen ist. Wer seine Krankenversicherungsbeiträge angeben möchte, nutzt dafür die Anlage „Vorsorgeaufwand“ (Quelle: § 10 EStG).
Welche Posten können steuerlich nicht geltend gemacht werden?
- Zusatzleistungen, wie Unterbringung in einem Einbettzimmer und Krankentagegeld
- Beitragsanteile für Komfortleistungen (zum Beispiel Chefarztbehandlung)
- Beitragsanteile für Krankenhaustagegeld und Krankentagegeld
- Beitragsrückerstattung (Erstattet das Versicherungsunternehmen Beiträge zurück, müssen die Rückerstattungen mit den gezahlten Beiträgen verrechnet werden.)
- Selbstbehalt: Dieser zählt nicht als Beitrag zur Krankenversicherung.
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