Private Kranken­versicherung für Selbständige

Kosten, Leistungen und die Gesundheitsprüfung – kostenfrei und persönlich geprüft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Selbständige können auch ohne überdurchschnittliches Einkommen eine private Kranken­versicherung (PKV) abschließen.
  • Je nach Situation kann die PKV gegenüber der gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) nicht nur leistungsstärker, sondern auch kostengünstiger sein.
  • Eine private Kranken­versicherung für Selbständige gibt es bereits ab rund 330 € im Monat.
  • Die Entscheidung für die PKV an sich und für den Anbieter sollte mit Bedacht getroffen werden, da Wechsel zwischen Anbietern und Versicherungssystemen in der Regel schwierig oder teuer sind.
  • Lassen Sie sich kostenfrei von uns zur passenden privaten Kranken­versicherung beraten – unsere PKV-Beratung wird von Finanztip empfohlen.

Für viele Selbständige ist die PKV die bessere Wahl – wenn die Weichen früh richtig stehen

„Als Selbständiger haben Sie bei der Kranken­versicherung eine Freiheit, die Angestellte so nicht kennen. Die PKV ist oft leistungsstärker und günstiger. Doch Tarifwahl und Gesundheitsprüfung legen Sie auf Jahrzehnte fest – hier entscheidet sich, ob die PKV zum Vorteil wird oder zur Last. Deshalb lohnt sich eine fundierte Beratung, bevor Sie den ersten Antrag stellen.“

Was sollte ein Selbständiger über die private Kranken­versicherung wissen?

Das ist für Selbständige 2026 neu

Versicherungspflicht­grenze 2026: Die Versicherungspflicht­grenze liegt 2026 bei 6.450 Euro im Monat (77.400 Euro im Jahr) und entscheidet, ob nebenberuflich Selbständige in die PKV dürfen. → Mehr dazu im Abschnitt „Was Selbständige über die PKV wissen sollten“

Icon Kalender

GKV-Mindestbeitrag für Selbstständige 2026: Der GKV-Mindestbeitrag für Selbständige beträgt 2026 rund 192,48 Euro aus der Mindestbemessungsgrundlage von 1.318,33 Euro. → Mehr dazu im Abschnitt „Was kostet die PKV für Selbständige?“

Durchschnittlicher GKV-Zusatzbeitrag steigt: Der durchschnittliche GKV-Zusatzbeitrag steigt 2026 auf 2,9 Prozent. → Mehr dazu im Abschnitt „Was kostet die PKV für Selbständige?“

Wer sich als Selbständiger privat versichern will, kann das in der Regel jederzeit tun. Anders als Angestellte müssen Selbständige nicht über der Versicherungspflicht­grenze verdienen, um ­versicherungsfrei zu sein. Versicherungsfrei bedeutet nicht, dass Sie sich nicht krankenversichern müssen. In Deutschland muss sich prinzipiell jeder krankenversichern (Quelle: Versicherungs­vertrags­gesetz § 193). Es bedeutet vielmehr, dass Selbständige oder Firmengründer sich zwischen der gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) und der privaten Kranken­versicherung (PKV) entscheiden können. Die einzige Ausnahme bilden Künstler und Publizisten.


PKV oder GKV als Selbständiger – was ist besser?

Ob PKV oder GKV besser ist, hängt vor allem von Einkommen, Alter und Gesundheit ab. Junge, gesunde Selbständige mit stabilem Einkommen fahren in der PKV meist günstiger und leistungsstärker. Bei geringem Einkommen, Vor­erkrankungen oder mehreren Kindern ist oft die GKV die bessere Wahl. Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:

Private Kranken­versicherung

  • Individuell dazu- und abwählbare Leistungen
  • Versicherungsbeitrag von Tarif, Gesundheitsrisiken, Alter, Beitragsanpassungen und weiteren Faktoren abhängig
  • Einmal vereinbarte Leistungen sind vertraglich garantiert
  • Jede Versicherte Person hat einen eigenen Vertrag und muss Beiträge zahlen

Gesetzliche Kranken­versicherung

  • Grundlegende Gesundheitsversorgung unabhängig von Alter, Einkommen und Risiken, identische Leistungen für alle
  • Versicherungsbeitrag beträgt 14,6 % des Einkommens plus Zusatzbeitrag
  • Leistungen können von Versicherung verändert werden
  • Beitragsfreie Versicherung von Familienmitgliedern ohne eigenes Einkommen möglich

Langfristige Entscheidung

Wenn Sie sich als Selbständiger für die private Kranken­versicherung entscheiden, ist dies eine dauerhafte Entscheidung: Ein Wechsel zurück in die gesetzliche Kranken­versicherung ist nur durch die Aufgabe der hauptberuflichen Selbständigkeit möglich und kann ab dem Alter von 55 nur über die Familien­versicherung eines Familienmitglieds stattfinden.

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PKV für Freiberufler, Künstler und Publizisten

Für Freiberufler gelten bei der privaten Kranken­versicherung dieselben Regeln wie für andere Selbständige: Ärzte, Anwälte, Architekten oder IT-Freelancer sind ­versicherungsfrei und können frei zwischen GKV und PKV wählen. Ein Mindesteinkommen müssen sie dafür nicht nachweisen.

Eine Ausnahme gilt für Künstler und Publizisten, die über die Künstlersozialkasse (KSK) pflichtversichert sind. Sie müssen wie Angestellte ein Einkommen über der Versicherungspflicht­grenze vorweisen, um in die PKV wechseln zu können. Gleichzeitig erhalten sie ein Äquivalent zum Arbeitgeberzuschuss von der Künstlersozialkasse.

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Mit uns die ideale private Kranken­versicherung finden

Wir sind für die PKV-Beratung von Finanztip empfohlen und finden für Sie eine kostengünstige, leistungsstarke private Kranken­versicherung. Unsere Beratung ist kostenfrei.

  • Anonyme Risikovoranfrage vorab
  • Innovative ETF-Altersabsicherung der PKV-Beiträge
  • Immer ein direkter Ansprechpartner
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Experte für Gesundheitsvorsorge

Warum ist eine private Kranken­versicherung für Selbständige sinnvoll?

Warum können Sie uns vertrauen?

Unsere Berater haften persönlich für ihre Empfehlung. Wenn unsere Beratung falsch ist und Sie dadurch im Leistungsfall Nachteile haben, stehen wir dafür ein. Das unterscheidet unsere Beratung von jeder AI-generierten Auskunft, für die niemand haftet. Für die Beratung zur privaten Kranken­versicherung sind wir von Finanztip empfohlen.

Die Inhalte dieser Seite wurden von der Fachredaktion des Versicherungsexperten und Beratungsportals transparent-beraten.de in enger Zusammenarbeit mit unseren zertifizierten Experten erstellt, um Ihnen aktuelle und fachlich korrekte Informationen zu bieten. Qualitätskontrollen stellen sicher, dass die Inhalte regelmäßig aktualisiert und ergänzt werden.

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Geringe Kosten

In der gesetzlichen Krankenkasse bestimmt die Höhe des Einkommens die Höhe der Beiträge. Gutverdienende Selbständige müssten in der GKV also hohe Beiträge zahlen. In der PKV hingegen ist die Beitragshöhe hauptsächlich abhängig vom Tarif, Alter und Gesundheitszustand. Selbständige mit hohem Einkommen können hier im Vergleich zur GKV zumeist sparen, soweit sie jung und gesund sind. Selbständige mit einer PKV können zudem in der Regel von Beitragsrückerstattungen am Ende des Kalenderjahres profitieren, wenn sie die Leistungen nicht in Anspruch genommen haben.


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Individueller Leistungsumfang

Anders als bei der GKV können Selbständige bei der privaten Kranken­versicherung die Leistungen den eigenen Bedürfnissen anpassen und somit auch die Kosten kontrollieren. Außerdem profitiert der Privatversicherte meistens von besseren medizinischen Leistungen.


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Schnellere Arzttermine

Eine private Kranken­versicherung führt in der Regel zu kürzeren Wartezeiten für Arzttermine.


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Frühere Zahlung des Krankentagegelds

Für Selbständige ist besonders wichtig, dass sie in der PKV eine frühere Zahlung des Krankentagegelds vereinbaren können. In der gesetzlichen Kranken­versicherung müssten sie sechs Wochen darauf warten.


Wann ist eine PKV sinnvoll?

  • Jung, gut verdienend und ohne Vor­erkrankungen: Die Höhe der PKV-Beiträge hängt hauptsächlich vom Alter und Gesundheitszustand ab. Demgegenüber bemessen sich die Beiträge in der GKV nach der Höhe des Einkommens. Für gut verdienende Selbständige kann daher eine GKV weniger attraktiv sein, da sie hier hohe Beiträge zahlen würden. In der PKV können hingegen vor allem junge Selbständige ohne Vor­erkrankungen mit niedrigen Beiträgen rechnen.
  • Existenzgründer: Existenzgründer verfügen häufig noch nicht über ein regelmäßiges Einkommen. Sie sind also meistens daran interessiert, die Kosten für die Kranken­versicherung niedrig zu halten. Existenzgründer können dafür einen günstigen Basistarif wählen, der eine grundlegende Absicherung bietet, die dem Niveau der gesetzlichen Kranken­versicherung entspricht.
  • Etablierte Unternehmer: Für etablierte Unternehmer steht meist nicht länger kostengünstiger Versicherungsschutz im Vordergrund. Stattdessen haben optimale Gesundheitsleistungen Priorität. Alternative Heilverfahren, die Unterbringung im Einbettzimmer und hochwertige Erstattungen im dentalen Bereich dürfen dann etwas mehr kosten. Der große Vorteil bei der PKV ist, dass die Leistungen flexibel angepasst werden können. Zudem können Premiumtarife interessant sein.

Wann ist eine PKV weniger sinnvoll?

  • Älter und mit Vor­erkrankungen: Da die Höhe der PKV-Beiträge vom Alter und von Gesundheitsrisiken abhängt, kann es sein, dass sich eine PKV für ältere Selbständige mit Vor­erkrankungen nicht lohnt. Lassen Sie sich in diesem Fall am besten beraten. Wie eine anonyme Risikovoranfrage Sie hier schützt, lesen Sie im Abschnitt „Gesundheitsprüfung und anonyme Risikovoranfrage“.
  • Mit Kindern: In der PKV müssen Selbständige für jedes Kind Beiträge zahlen. In der GKV können Kinder kostenlos mitversichert werden. Da eine PKV für Kinder jedoch oft sehr günstig ist – insbesondere, wenn ihre Eltern die besonderen Aufnahmekonditionen für Babys nutzen können –, ist dies oft schon für unter 200 Euro möglich.
  • Mit geringem oder unvorhersehbarem Einkommen: Selbständige, die kein Vermögen haben und in einer Branche arbeiten, in der das Einkommen gering oder besonders unsicher ist, sollten den Verbleib in der gesetzlichen Kranken­versicherung erwägen. Beachten Sie dabei, dass die GKV von einem Mindesteinkommen als Berechnungsgrundlage ausgeht (2026: 1.318,33 Euro). Somit werden für die Kranken­versicherung mindestens 192,48 Euro* fällig, selbst wenn ein Selbständiger weniger verdient (Quelle: Bundesregierung). Das ist jedoch günstiger als die Beiträge, die er in der PKV zahlen würde. Haben Selbständige hingegen ein Einkommen unter der Geringfügigkeitsgrenze, können sie sich zum Beispiel über einen Partner in der gesetzlichen Kranken­versicherung familienversichern. Verdienen sie mehr, fallen die üblichen GKV-Beiträge an.

*Ohne individuellen Zusatzbeitrag und Beitrag zur sozialen Pflege­versicherung.

Was kostet Sie eine private Kranken­versicherung für Selbständige?

Was eine PKV für Selbständige kostet, hängt vor allem von Alter, Gesundheitszustand und gewähltem Tarif ab – nicht vom Einkommen. Für einen jungen, gesunden Selbständigen beginnen leistungsstarke Tarife bereits ab rund 330 Euro im Monat.

Rechenbeispiel

Unsere Musterkundin sucht eine private Kranken­versicherung mit den folgenden Merkmalen

  • Krankentagegeld ab dem 29. Tag
  • Erstattung von mindestens 30 Psychotherapie-Sitzungen ohne vorherige Zusage
  • Selbstbehalt bis zu 900 Euro
Icon Lupe

Im günstigsten für sie infrage kommenden Tarif muss sie mit den folgenden Kosten rechnen:

PositionBetrag
Beitrag329,71 €
Beitrag inklusive Selbstbehalt404,71 €
Zum Vergleich: GKV-Beitrag (ohne Zusatzbeitrag)730 €
Musterkundin: 30 Jahre alt, selbständig, 60.000 Euro jährliches Bruttoeinkommen, keine Vor­erkrankungen

Wer im Verlauf eines Kalenderjahrs keine Gesundheitsleistungen in Anspruch nimmt, erhält bei vielen Anbietern und Tarifen einen Teil der eingezahlten Versicherungsbeiträge zurück. Wie diese Beitragsrückerstattung gestaltet ist, unterscheidet sich von Versicherung zu Versicherung. Auch lassen sich die Beiträge durch die Vereinbarung eines Selbstbehalts oder den Verzicht auf weniger wichtige Leistungen senken.


PKV oder GKV: der Beitragsvergleich nach Einkommen

In der gesetzlichen Kranken­versicherung steigt Ihr Beitrag mit dem Einkommen, in der privaten nicht. Ab einem monatlichen Bruttoeinkommen von rund 1.900 Euro kann ein junger, gesunder Selbständiger in der PKV daher günstiger fahren als in der GKV. Die folgende Tabelle zeigt den Zusammenhang für verschiedene Einkommensstufen:

Monatliches BruttoeinkommenGKV-Beitrag (17,5 %, ohne Pflege)PKV-Beitrag (Beispiel, jung und gesund)
Bis 1.318 € (Mindestbemessung)rund 231 €ab rund 330 €
2.500 €rund 438 €ab rund 330 €
4.000 €rund 700 €ab rund 330 €
Ab 5.812,50 € (Höchstbeitrag)rund 1.017 €ab rund 330 €
GKV = allgemeiner Beitragssatz 14,6 Prozent plus durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2,9 Prozent (2026), ohne Pflege­versicherung. Der PKV-Beitrag ist beispielhaft für einen 30-jährigen, gesunden Selbständigen und hängt real von Tarif, Alter und Gesundheit ab (Quelle: Bundesregierung).

Wichtig ist die Kehrseite

Bei sehr geringem oder schwankendem Einkommen bleibt die GKV meist die günstigere Wahl, weil ihr Mindestbeitrag unter einem typischen PKV-Beitrag liegt. Der PKV-Beitrag ist außerdem unabhängig vom Einkommen – er sinkt in Auftragsflauten nicht mit.

Icon Geldscheine

Ob sich die PKV für Sie lohnt, hängt von Einkommen, Alter und Gesundheit ab. In einem kostenfreien Gespräch ordnen wir Ihre Situation ein und zeigen, welche Tarife wirklich zu Ihnen passen – ohne Verpflichtung.


Ist die PKV für Selbständige steuerlich absetzbar?

Ja. Selbständige können die Beiträge zur privaten Kranken­versicherung als sonstige Vorsorgeaufwendungen von der Steuer absetzen, soweit sie auf die Basisabsicherung entfallen (Quelle: § 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG). Die Basisabsicherung umfasst die Leistungen, die in etwa denen der GKV entsprechen.

Nicht absetzbare Leistungen

Nicht absetzbar sind Beiträge für Komfortleistungen wie Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer sowie für das Krankentagegeld. Als Faustregel sind rund 80 Prozent der gezahlten Beiträge begünstigt. Die private Kranken­versicherung ermittelt den genauen Anteil jährlich und stellt eine Steuerbescheinigung aus. Beitragsrückerstattungen mindern den absetzbaren Betrag und müssen in der Steuererklärung angegeben werden.

Icon rotes X

Experten-Tipp:
Rechnen Sie die PKV nicht mit dem Steuervorteil schön

„Im Verkaufsgespräch klingt die Steuerersparnis oft wie ein Hauptargument für die PKV. Doch absetzbar ist nur die Basisabsicherung – Komfortleistungen und Krankentagegeld nicht, und Beitragsrückerstattungen kürzen den Betrag zusätzlich. Mein Rat: Lassen Sie sich vorab den tatsächlich absetzbaren Anteil beziffern und entscheiden Sie über den Nettobeitrag, nicht über die reine Steuerhoffnung.“

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Experte für Gesundheitsvorsorge

Wie entwickeln sich die PKV-Beiträge im Alter?

PKV-Beiträge steigen im Alter – im langjährigen Durchschnitt um rund drei Prozent pro Jahr (Quelle: PKV-Verband). Ein Beitrag von 350 Euro mit 35 Jahren kann bis zum Rentenbeginn rechnerisch auf über 900 Euro anwachsen. Mehrere Mechanismen bremsen diesen Anstieg jedoch spürbar.

Icon Treppe mit Pfeil

Steigende Beiträge im Alter sind die größte Sorge vieler Selbständiger in der PKV. Mit der richtigen Kombination aus Tarifwahl, Altersrückstellungen und einem ETF-Polster bleiben sie planbar. Wir rechnen Ihre persönliche Situation kostenfrei durch und zeigen, welcher Hebel bei Ihnen am meisten bringt.


Beispielrechnung: PKV-Beitrag über 30 Jahre

Die folgende Hochrechnung zeigt, wie sich ein Startbeitrag von 350 Euro bei rund drei Prozent jährlicher Steigerung entwickelt:

AlterMonatsbeitrag (Beispiel)
35 (Start)350 €
45470 €
55632 €
67901 €
Beispielrechnung mit rund drei Prozent jährlicher Steigerung. Tatsächliche Anpassungen erfolgen nicht gleichmäßig, sondern sprunghaft und tarifabhängig (Quelle: PKV-Verband).

Diese Zahl schreckt viele Selbständige ab. Sie ist aber nur die halbe Wahrheit, denn der Bruttobeitrag wird im Alter durch mehrere Faktoren gedämpft.


Wie Altersrückstellungen und der gesetzliche Zuschlag wirken

Die private Kranken­versicherung bildet sogenannte Alterungsrückstellungen: Jüngere Versicherte zahlen mehr, als sie im Moment kosten, und dieses Kapital dämpft später den Beitragsanstieg (Quelle: § 149 VAG). Zusätzlich zahlen Versicherte bis 60 einen gesetzlichen Zuschlag von zehn Prozent, der ab 65 gezielt zur Beitragsentlastung eingesetzt wird.

Icon Uhr Zeit Achtung

Im Ruhestand fallen weitere Kostenblöcke weg. Das Krankentagegeld brauchen Sie dann nicht mehr, was den Beitrag senkt. Und über einen internen Tarifwechsel oder einen Beitragsentlastungstarif lässt sich der Beitrag zusätzlich stabilisieren.


PKV-Beiträge über eine ETF-basierte Vorsorge absichern

Wir setzen auf einen Baustein, den Sie bei keinem Vergleichsportal finden: die gezielte Absicherung Ihrer PKV-Beiträge über eine kapitalmarktbasierte Vorsorge. Die Idee ist einfach – parallel zum Versicherungsbeitrag bauen Sie über einen ETF-Sparplan ein Kapitalpolster auf.

Icon Geldschein mit Profit

Dieses Kapital nutzen Sie später, um die steigenden Beiträge im Alter abzufedern. Über lange Zeiträume haben breit gestreute Aktien-ETF in der Vergangenheit Renditen erzielt, die deutlich über der jährlichen Beitragssteigerung lagen. Eine Garantie dafür gibt es nicht. Doch der Zinseszinseffekt über 20 bis 30 Jahre macht diese Strategie zu einem starken Hebel. Das gilt besonders für Selbständige, die ihre Vorsorge ohnehin selbst organisieren müssen.

Experten-Tipp:
Verlassen Sie sich im Alter nicht allein auf die Altersrückstellung

„Die Branche verweist gern auf Altersrückstellungen und den internen Tarifwechsel – als regele das System die Beiträge im Alter von selbst. Das greift zu kurz. Wer die Beitragssprünge wirklich abfedern will, baut parallel ein eigenes Kapitalpolster auf. Ein breit gestreuter ETF-Sparplan über 20 bis 30 Jahre ist dafür der stärkste Hebel, den Selbständige selbst in der Hand haben.“

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Ihre private Kranken­versicherung im Alter bezahlbar halten

Wir sind von Finanztip für die PKV-Beratung empfohlen und entwickeln mit Ihnen eine Beitrags- und Altersstrategie – vom passenden Tarif über Altersrückstellungen bis zur kapitalmarktbasierten Absicherung Ihrer Beiträge. Unsere Beratung ist kostenfrei.

  • Persönlicher Tarifvergleich mit Zugang zum gesamten Markt
  • ETF-basierter Baustein gegen steigende Beiträge im Alter
  • Fester Ansprechpartner statt anonymem Vergleichsrechner
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Gesundheitsprüfung und anonyme Risikovoranfrage

Vor jedem PKV-Vertrag steht eine Gesundheitsprüfung. Anders als die gesetzliche Kranken­versicherung darf ein privater Versicherer Anträge ablehnen oder Risikozuschläge erheben. Eine anonyme Risikovoranfrage schützt Sie davor, dass eine Ablehnung Ihre Chancen bei anderen Anbietern verschlechtert.

Eine Vorerkrankung muss den Weg in die PKV nicht verbauen. Über eine anonyme Risikovoranfrage prüfen wir bei mehreren Versicherern, wer Sie zu welchen Konditionen annimmt – ohne Ablehnungseintrag. So entscheiden Sie mit Sicherheit statt auf gut Glück.

Icon Sprechblase mit Haken

Was die PKV bei Vor­erkrankungen prüft

Im Antrag fragt der Versicherer nach Ihren Vor­erkrankungen der vergangenen Jahre. Je nach Befund sind drei Reaktionen möglich: ein Risikozuschlag auf den Beitrag, ein Leistungsausschluss für bestimmte Behandlungen oder die Ablehnung des Antrags. Falsche oder unvollständige Angaben können später zum Verlust des Versicherungsschutzes führen.

In unseren Risikovoranfragen für Selbständige führen erfahrungsgemäß Rückenleiden und psychische Vor­erkrankungen am häufigsten zu Zuschlägen. Ob und wie hoch ein Zuschlag ausfällt, unterscheidet sich dabei stark von Versicherer zu Versicherer – genau hier lohnt der Vergleich vor dem Antrag.

Icon Blatt mit Lupe

Experten-Tipp:
Eine Vorerkrankung ist kein PKV-Aus – ein voreiliger Antrag schon

„Viele Selbständige geben die PKV nach einer Diagnose innerlich auf. Dabei bewertet jeder Versicherer dasselbe Rückenleiden oder die psychische Vorgeschichte völlig unterschiedlich – der eine lehnt ab, der nächste nimmt Sie mit moderatem Zuschlag. Entscheidend ist, mehrere Anbieter über eine anonyme Voranfrage zu vergleichen, bevor irgendein Antrag aktenkundig wird.“

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Warum Sie den PKV-Antrag nicht allein stellen sollten

Wenn Sie direkt bei einem Versicherer einen Antrag stellen und abgelehnt werden, wird das in den Datenbanken der Versicherer erfasst. Bei jedem weiteren Antrag – auch bei anderen Anbietern – müssen Sie diese Ablehnung angeben. Das verschlechtert Ihre Chancen erheblich. Über einen Experten läuft die Gesundheitsprüfung als anonyme Risikovoranfrage: Ihr Name taucht nicht auf, es wird nichts gespeichert, und Sie erfahren vorab, welcher Versicherer Sie zu welchen Konditionen annehmen würde. Diesen Weg bieten weder AI-Tools noch Vergleichsportale.

Icon Händeschütteln

Praxisbeispiel: Freiberufler mit Vorerkrankung findet doch einen Tarif

Ein 45-jähriger selbständiger Grafiker mit rund 70.000 Euro Jahresgewinn wollte in die PKV wechseln, hatte aber einen medikamentös behandelten Bluthochdruck. Aus Sorge vor einer Ablehnung hätte er den Wechsel fast aufgegeben. Über eine anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Anbietern zeigte sich: Zwei Versicherer hätten abgelehnt, ein dritter bot einen leistungsstarken Tarif mit moderatem Risikozuschlag an.

Statt eines GKV-Höchstbeitrags von über 1.000 Euro zahlt er nun rund 520 Euro im Monat inklusive Zuschlag – und behielt seine reine Antragshistorie, weil keine Ablehnung aktenkundig wurde. Ohne die anonyme Voranfrage hätte ein Direktantrag beim erstbesten Versicherer diese Option womöglich verbaut.

Icon grüner Kreis abgehakt

Das Beispiel zeigt, wie viel eine anonyme Voranfrage retten kann. Welcher Versicherer Sie mit Ihrer Vorgeschichte zu welchen Konditionen annimmt, lässt sich vorab klären – bevor irgendein Antrag aktenkundig wird. Diesen Schritt übernehmen wir für Sie.

Trotz Vorerkrankung sicher in die private Kranken­versicherung

Bevor ein einziger Antrag aktenkundig wird, fragen wir für Sie anonym bei mehreren Versicherern an. Sie erfahren vorab, wer Sie zu welchen Konditionen annimmt – ohne Risiko eines Ablehnungseintrags. Unsere Beratung ist kostenfrei.

  • Anonyme Risikovoranfrage ohne Ablehnungseintrag
  • PKV-Beratung von Finanztip empfohlen
  • Vergleich der Risikozuschläge mehrerer Anbieter
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Experte für Gesundheitsvorsorge

Krankentagegeld für Selbständige richtig dimensionieren

Selbständige erhalten im Krankheits­fall keine Lohnfortzahlung. Das Krankentagegeld sollte daher Ihren monatlichen Nettobedarf decken. Die einfachste Rechenlogik: Teilen Sie Ihren monatlichen Bedarf durch 30, um den passenden Tagessatz zu ermitteln.

Wie hoch sollte das Krankentagegeld sein?

Rechnen Sie Ihre private Lebenshaltung und Ihre betrieblichen Fixkosten zusammen, die auch bei Krankheit weiterlaufen. Ein Beispiel: Bei 3.000 Euro monatlichem Bedarf ergibt sich ein Tagessatz von 100 Euro. Wichtig ist die gesetzliche Grenze: Das Krankentagegeld darf Ihr durchschnittliches Nettoeinkommen nicht übersteigen, sonst kürzt der Versicherer im Leistungsfall.

Icon Geld Stapel

Welche Karenzzeit ist sinnvoll?

Die Karenzzeit legt fest, ab welchem Krankheits­tag das Krankentagegeld fließt – üblich sind der 15., 22., 29. oder 43. Tag. Je früher die Zahlung beginnt, desto teurer wird der Baustein. Richten Sie die Karenzzeit an Ihren Rücklagen aus: Wer sechs Wochen aus eigener Kraft überbrücken kann, wählt einen späteren Karenztag und spart Beitrag. Eine passende Krankentagegeld­versicherung gehört für Selbständige zum Pflichtbaustein.

Icon Kalender

Ob 15. oder 43. Karenztag, welcher Tagessatz und welcher Tarif zusammenpassen, ist ohne Vergleich schwer zu beurteilen. Unsere Experten dimensionieren das Krankentagegeld passend zu Ihren Rücklagen und prüfen im selben Schritt den gesamten Tarif – kostenfrei und unverbindlich.

Experten-Tipp:
Sparen Sie das Krankentagegeld nicht klein

„Um Beitrag zu sparen, schieben viele Selbständige die Karenzzeit möglichst weit nach hinten. Wer aber keine drei bis sechs Monatsausgaben zurückgelegt hat, steht bei längerer Krankheit schnell ohne Einkommen da. Mein Rat: Richten Sie den Karenztag ehrlich an Ihren Rücklagen aus – lieber etwas mehr Beitrag als eine gefährliche Einkommenslücke.“

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Was leistet eine gute private Kranken­versicherung für Selbständige?

Wichtige Leistungen für Selbständige

Icon Personalbeschaffung

Freie Arztwahl

Icon Pfeile nach oben

Erstattung des Höchstsatzes der Gebührenverordnung der Ärzte

Icon Pille und Tablette

Kostenerstattung für Medikamente und Hilfsmittel

Icon Zahn

Umfassende Kostenübernahme für Zahnbehandlungen

Icon Geldschein mit Kassenzettel

Erstattung von Psychotherapie (die Wahrscheinlichkeit, einmal im Leben zum Beispiel an einer Depression zu erkranken, ist sehr hoch)

Icon Weltkugel

Erstattung von Leistungen im Ausland

Icon Yoga

Erstattung von Reha-Leistungen

Icon Kissen

Krankentagegeld zum Ausgleich fehlenden Einkommens bei längerer Krankheit

Private Kranken­versicherung für Selbständige im Test

Ausschnitt der aktuellen Testsieger (2026)

AnbieterDFSI
Unternehmensqualität
IVFP
Unternehmensqualität
ServiceValue
Fairness
Gesamtwertung
von 100
Logo Allianz Deutschland AGAllianzExzellentExzellentSehr gut96
Logo R+V Allgemeine Versicherung AGR+VSehr gutExzellentSehr gut96
Logo LVM VersicherungLVMGutExzellentSehr gut92

Alle privaten Kranken­versicherungen im Test (2026)

Wann lohnt sich die PKV für Selbständige? Die Checkliste

Die PKV lohnt sich für Selbständige vor allem, wenn sie jung, gesund und dauerhaft gut verdienen. Bei geringem oder schwankendem Einkommen, mehreren Kindern oder Vor­erkrankungen ist die GKV oft die bessere Wahl. Anhand der folgenden Punkte können Sie Ihre Situation einordnen.

Für die PKV spricht, wenn:

  • Sie jünger als 40 Jahre sind.
  • Sie keine oder nur geringe Vor­erkrankungen haben.
  • Ihr Einkommen stabil über rund 5.000 Euro im Monat liegt.
  • Sie Wert auf bessere Leistungen und kurze Wartezeiten legen.
  • Sie Rücklagen für steigende Beiträge bilden können.

Für die GKV spricht, wenn:

  • Ihr Einkommen gering oder stark schwankend ist.
  • Sie mehrere Kinder beitragsfrei mitversichern möchten.
  • Sie relevante Vor­erkrankungen haben.
  • Sie sich eine spätere Rückkehr in die GKV offenhalten wollen.

So wählen Sie die richtige private Kranken­versicherung aus

Darauf sollten Sie als Selbständige besonders achten

Lassen Sie sich vor dem Abschluss einer privaten Kranken­versicherung unbedingt beraten. Unsere Beratung zur privaten Kranken­versicherung ist kostenfrei und unverbindlich. Unsere PKV-Experten helfen Ihnen gerne dabei, aus verschiedenen Anbietern und Tarifen das für Sie passende Angebot auszuwählen. Die folgenden Punkte können Ihnen darüber hinaus beim Abschluss helfen:

  • Langfristig denken: Durch Kinder können Ihnen weitere Beitragskosten entstehen. Finanzielle Einbußen können es Ihnen wiederum erschweren, die im Alter steigenden PKV-Beiträge zu zahlen. Bei der Entscheidung zwischen GKV und PKV sollten Sie daher Ihre familiäre und finanzielle Planung für die nächsten Jahre mitbedenken.
  • Leistung individuell anpassen: Achten Sie darauf, dass der Tarif die oben genannten Leistungen abdeckt und zu Ihrer individuellen Situation passt. Prüfen Sie auch, ob zusätzliche Leistungen wie Auslandsschutz oder alternative Heilmethoden für Sie wichtig und im Tarif enthalten sind.
  • Tarifvielfalt nutzen: Die berufliche oder familiäre Situation kann sich schnell ändern. Wählen Sie am besten einen PKV-Anbieter, der eine Vielfalt von Tarifen im Angebot hat. So können Sie den Tarif bei Bedarf Ihren Lebensumständen anpassen. Es ist zwar möglich, den Tarif kostenlos zu wechseln, allerdings kann die Versicherung eine erneute Gesundheitsprüfung verlangen und einen Risikozuschlag erheben.

Welche Fehler Sie als Selbständige auf keinen Fall beim Abschluss einer privaten Kranken­versicherung begehen sollten:

  • Vorschnell entscheiden: Ein späterer Wechsel zu einem anderen PKV-Anbieter ist zwar möglich, geht aber häufig mit finanziellen Verlusten einher. Unabhängige Testergebnisse können Ihnen bei einer ersten Orientierung helfen. Lassen Sie sich am besten beraten. Unsere PKV-Beratung ist zum Beispiel kostenlos und unverbindlich. Nehmen Sie sich auch Zeit, die Versicherungs­bedingungen aufmerksam zu lesen und zu prüfen, ob sie Ihren Ansprüchen genügen.
  • Nur auf den Preis schauen: Auf den ersten Blick mag eine PKV teuer erscheinen. Vergessen Sie jedoch nicht, dass es hier um Ihre langfristige gesundheitliche Versorgung geht. Prüfen Sie für sich, welche Leistungen Ihnen im Krankheits­fall wichtig sind, und wählen Sie die PKV, die für Sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
  • Keine Beratung nutzen: Nutzen Sie daher die Beratung durch unsere Experten – sie ist kostenlos und unverbindlich.

Experten-Tipp:
Der niedrigste Einstiegsbeitrag ist selten der günstigste Tarif

„Lockangebote mit besonders niedrigem Startbeitrag wirken verführerisch. Doch entscheidend ist, wie stabil ein Versicherer seine Beiträge über Jahrzehnte kalkuliert – ein zu knapp gerechneter Tarif holt die Ersparnis später über Beitragssprünge zurück. Achten Sie auf die Beitragsstabilität und die Finanzkraft des Anbieters, nicht allein auf den ersten Monatsbeitrag.“

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Experte für Gesundheitsvorsorge

Weitere Berufs- und Personengruppen in der privaten Kranken­versicherung

Mit uns die ideale private Kranken­versicherung finden

Wir sind von Finanztip für die PKV-Beratung empfohlen und finden für Sie eine kostengünstige, leistungsstarke private Kranken­versicherung. Unsere Beratung ist kostenfrei.

  • Anonyme Risikovoranfrage vorab
  • Innovative ETF-Altersabsicherung der PKV-Beiträge
  • Immer ein direkter Ansprechpartner
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Experte für Gesundheitsvorsorge

Die häufigsten Fragen zur privaten Kranken­versicherung für Selbständige

Was kostet eine private Kranken­versicherung für Selbständige?

Die Beiträge der privaten Kranken­versicherung hängen vom gewählten Leistungsumfang, vom Alter und Gesundheitszustand der Versicherten sowie vom Selbstbehalt ab. Die Preisspanne ist entsprechend groß. Eine dreißigjährige Versicherungsnehmerin ohne Vor­erkrankungen findet einen leistungsstarken Tarif bereits ab rund 330 Euro im Monat, kann aber auch für einen Premiumtarif das Doppelte wählen.

Was kostet eine gesetzliche Kranken­versicherung für Selbständige?

Selbständige zahlen 14,6 Prozent ihres Einkommens plus einen Zusatzbeitrag von durchschnittlich 2,9 Prozent (Stand: 2026). Das Einkommen, das zur Berechnung herangezogen wird, ist durch die Beitragsbemessungsgrenze und die Einkommensgrenze zur Berechnung des Mindestbeitrags nach oben und nach unten gedeckelt. Somit beträgt der Beitrag mindestens 192,48 Euro* und maximal 848,63 Euro*.

*Ohne individuellen Zusatzbeitrag und Beitrag zur sozialen Pflege­versicherung.

Wie muss ich mich als Selbständiger versichern?

Selbständige sind mit Ausnahme einiger Freiberufler ­versicherungsfrei. Das heißt, sie können freiwillig in der gesetzlichen Kranken­versicherung bleiben oder sich privat versichern.

Welche Selbständigen können gesetzlich statt privat versichert bleiben?

Sofern Selbständige die Bedingungen für eine freiwillige gesetzliche Versicherung erfüllen (sie müssen in den letzten fünf Jahren beziehungsweise im letzten Jahr eine bestimmte Anzahl von Monaten gesetzlich versichert gewesen sein), können sie sich auch gesetzlich versichern. Viele Selbständige wählen jedoch eine private Versicherung.

Welche Einkommensvoraussetzungen gelten für Selbständige in der PKV?

Für Selbständige gelten keine Einkommensvoraussetzungen. Anders als Angestellte müssen sie kein Mindesteinkommen erreichen und keine Versicherungspflicht­grenze überschreiten, um sich privat zu versichern. Sie sind ­versicherungsfrei und können frei zwischen gesetzlicher und privater Kranken­versicherung wählen. Die einzige Ausnahme sind Künstler und Publizisten, die über die Künstlersozialkasse pflichtversichert sind: Sie brauchen ein Einkommen über der Versicherungspflicht­grenze, die 2026 bei 6.450 Euro im Monat liegt.

Wie kommen Selbständige aus der PKV wieder zurück in die gesetzliche Kranken­versicherung?

Eine Rückkehr ist schwierig und sollte von Anfang an mitbedacht werden. Als hauptberuflich Selbständiger kommen Sie in der Regel nur zurück in die GKV, wenn Sie die Selbständigkeit aufgeben, zum Beispiel durch eine sozial­versicherungspflichtige Anstellung unter der Versicherungspflicht­grenze. Ab dem Alter von 55 Jahren ist der Weg zurück laut § 6 SGB V praktisch versperrt. Dann bleibt meist nur die Familien­versicherung über einen gesetzlich versicherten Partner.

Was passiert mit meiner privaten Kranken­versicherung, wenn ich als Selbständiger arbeitslos werde?

Das hängt von der bezogenen Leistung ab. Beziehen Sie Bürgergeld, bleiben Sie in der PKV und können beim Jobcenter einen Zuschuss zum Beitrag beantragen. Ein Wechsel in den günstigeren Basistarif senkt die Kosten zusätzlich. Erhalten Sie dagegen Arbeitslosengeld I, werden Sie in der Regel wieder gesetzlich versichert. Arbeitslosengeld I bekommen Selbständige allerdings nur, wenn sie sich zuvor freiwillig gegen Arbeitslosigkeit abgesichert haben.

Wann lohnt sich die PKV für Selbständige mit Kindern?

Das hängt von Ihrer Familienplanung ab. In der gesetzlichen Kranken­versicherung sind Kinder ohne eigenes Einkommen beitragsfrei mitversichert, in der PKV zahlen Sie für jedes Kind einen eigenen Beitrag. Dieser ist oft günstiger als gedacht: Für Kinder sind Tarife häufig schon für unter 200 Euro im Monat zu haben, vor allem bei den besonderen Aufnahmekonditionen für Babys. Bei mehreren Kindern und schwankendem Einkommen kann die GKV dennoch die günstigere Wahl sein. Rechnen Sie beide Varianten für Ihre Situation durch.

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Lena Mierbach
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Beitragsbemessungsgrenze Die Beitragsbemessungsgrenze ist eine Rechengröße, die festlegt, bis zu welchem Betrag das Einkommen von gesetzlich Versicherten zur Beitragsberechnung der gesetzlichen Sozialversicherungen herangezogen wird. Es gibt verschiedene Werte für die Kranken- und Rentenversicherung. Zinseszinseffekt Auf bereits verdiente Zinsen werden neue Zinsen berechnet. Dies führt zu einem exponentiellen Wachstum des investierten Kapitals über die Zeit.
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