Erfahrungen & Bewertungen zu transparent-beraten.de GmbH
Transparent-Beraten logo
Jetzt Vergleich anfordern    
ic_local_phone_black_24px Created with Sketch.
sandwich Created with Sketch.
Wir beraten Sie gern!

Unsere Berater freuen sich von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr (oder nach Vereinbarung) auf Ihre Fragen.

030 – 120 82 82 8 kontakt@transparent-beraten.de
Zweigstellen
Deutschlandweit in Bayern, NRW, Niedersachsen etc. Alle Zweigstellen ›
Kostenfreier Vergleich Private Krankenversicherung
Jetzt Vergleich anfordern
  • Persönlicher Ansprechpartner
  • Hohe Kundenzufriedenheit
  • Ihr unabhängiger Experte
  • Online-, Telefon- & Vorortberatung möglich

Voraussetzungen für die private Krankenversicherung

Das bedeuten Ihr Beruf und Ihr Gesundheitszustand für die Aufnahme in die PKV.
Das Wichtigste in Kürze
  • Um der privaten Krankenversicherung (PKV) beizutreten, muss man einige Voraussetzungen beachten.
  • Einige Berufsgruppen, wie etwa Selbständige, können problemlos in die PKV wechseln.
  • Für andere gelten besondere Bedingungen, wie etwa das Einkommen.
  • Lesen Sie in diesem Beitrag, welche Voraussetzungen für wen gelten und was Sie sonst noch beim Wechsel in die PKV beachten müssen.

Wer sich privat versichern darf

Der Gesetzgeber hat Auflagen definiert, die konkret festlegen, wer sich in Deutschland privat versichern darf und wer nicht. Jedoch gelten in Abhängigkeit der jeweiligen beruflichen Tätigkeit verschiedene Regelungen.

Übersicht

Diese Tabelle verschafft Ihnen einen ersten Überblick, wer die private Krankenversicherung nutzen kann. Klicken Sie die einzelnen Berufsgruppen an, um Details zu erfahren.

Selbständige/FreiberuflerDer Wechsel in die PKV ist grundsätzlich möglich (mit Ausnahmen).
BeamteDer Wechsel ist möglich und lohnt sich für diese Berufsgruppe unter Umständen ganz besonders.
AngestellteOb eine private Krankenversicherung möglich ist, hängt vom Einkommen ab.
Menschen mit keinem/geringem EinkommenKinder und Ehepartner ohne relevantes eigenes Einkommen können sich unter Umständen privat versichern.
StudentenDer Wechsel ist möglich, aber für den Rest des Studiums und unter Umständen noch darüber hinaus bindend.

Welche Voraussetzungen gelten für wen?

Selbständige/Freiberufler

Wer hauptberuflich einer selbständigen Tätigkeit nachgeht, kann wählen, ob er sich freiwillig gesetzlich oder aber privat versichern möchte. Denn im Gegensatz zu abhängig Beschäftigten, ist die Versicherungsfähigkeit in der privaten Krankenversicherung nicht von der Höhe des Verdienstes abhängig.

Ausnahmen für Künstler/Publizisten
Eine Ausnahme von dieser Regel gibt es allerdings. So können Freiberufler, die einer publizistischen oder künstlerischen Tätigkeit nachgehen, unter Umständen in der Künstlersozialkasse (KSK) versicherungspflichtig sein.

Was ist mit nebenberuflich Selbständigen?

Nebenberuflich Selbständige unterliegen zunächst der Verpflichtung, sich gesetzlich zu versichern. Sie können in die PKV wechseln, wenn Sie über der Versicherungspflichtgrenze verdienen oder das Einkommen aus der selbständigen Tätigkeit überwiegt.

… mehr zur PKV für Selbständige

Beamte und Beamtenanwärter

Auch diese Berufsgruppe kann sich grundsätzlich frei für eine gesetzliche oder private Krankenversicherung entscheiden. Fällt dessen Wahl auf einen privaten Versicherungsträger, so leistet der Dienstherr zu den Krankheitskosten mindestens eine Beihilfe von 50 Prozent. Genau dies ist auch der Grund, weshalb Beamte sowie andere Beihilfeberechtigte in der Regel eine private Krankenversicherung in Form der sogenannten Restkostenversicherung abschließen.

Vorteile für Beamte
Für Beamte empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Krankenversicherung in besonderem Maße. Denn die hohe Beihilfe sowie das gesicherte Einkommen schützen vor den finanziellen Nachteilen der PKV. Hinzu kommt noch, dass auch Kinder und Ehepartner von Beamten Beihilfe erhalten und somit unter Umständen ebenfalls von einer kostengünstigen Absicherung profitieren können.
… mehr zur PKV für Beamte

Angestellte

Eine Wahl zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung haben Beschäftigte in der Privatwirtschaft erst dann, wenn ihr Bruttoeinkommen oberhalb der sogenannten Versicherungspflichtgrenze oder Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegt. Diese Grenze steigt jedes Jahr und beläuft sich für 2021 auf 64 350 Euro jährlich. Berücksichtigt werden hierbei regelmäßige Zahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld, aber keine Sonderzahlungen wie Gewinnausschüttungen.

Die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung endet mit Ablauf des Kalenderjahres, in welchem das Gehalt erstmalig diese Grenze überschreitet. Dies gilt allerdings nur dann, wenn das Gehalt auch oberhalb des Grenzwerts für das neue Jahr liegt. Angestellte erhalten einen Arbeitgeberzuschuss zu ihren Versicherungsbeiträgen.

Versicherungsfrei werden abhängig Beschäftigte der Privatwirtschaft, wenn

  • Ihr Jahresarbeitsentgelt aufgrund einer Gehaltserhöhung voraussichtlich für die kommenden 12 Monate oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegen wird. Versicherungsfrei werden Sie in diesem Fall zum nächsten 1. Januar. Werden Sie beispielsweise zum 1. Januar 2021 oberhalb dieser Jahresarbeitensentgeltgrenze verdienen und wird dies auch für das Jahr 2022 der Fall sein, so können Sie zum 1. Januar 2022 zur PKV wechseln.
  • Sie den Arbeitgeber wechseln oder ein Arbeitsverhältnis neu aufnehmen und Ihr Jahresarbeitsentgelt voraussichtlich für die kommenden 12 Monate die Versicherungspflichtgrenze übersteigt. Ab diesem Zeitpunkt – der auf jeden Tag im Jahr fallen kann – können Sie sich für eine private Krankenversicherung entscheiden.
Der Arbeitgeber muss an die Krankenversicherung melden, dass der Arbeitnehmer nicht länger pflichtversichert ist. Sonst kann der Wechsel in die private Krankenversicherung nicht stattfinden. Am schnellsten kann man die GKV verlassen, wenn man die Austrittserklärung in den ersten zwei Wochen nach dem Erlöschen der Versicherungspflicht einreicht. Für eine spätere Abmeldung gilt eine zweimonatige Kündigungsfrist.
Sinkt das Einkommen eines privat versicherten Angestellten unter 55 z.B. durch einen Jobverlust wieder unter die Grenze, ist er erneut zur Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Versicherung verpflichtet.

Studenten

Studenten können zu Studienbeginn eine private Krankenversicherung abschließen. An diese Entscheidung sind sie unwiderruflich bis zum Ende ihrer Hochschulausbildung gebunden. Ein Wechsel ist erstmals wieder mit der Aufnahme einer hauptberuflichen Tätigkeit möglich. Machen Sie sich nach dem Studium selbständig, so müssen Sie privat versichert bleiben – unabhängig von der Höhe ihres Verdienstes.

Bei der PKV sparen
Besonders attraktiv ist die private Absicherung für Studenten, deren Eltern verbeamtet sind, weil sie bis zu 80 Prozent Beihilfe erhalten. Ohnehin lohnt es sich, beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung auf spezielle Tarife zu achten, die einige Gesellschaften bestimmten Berufsgruppen anbieten. Nicht selten bieten diese ein hohes Einsparpotential bei gutem Schutz.

Personen mit keinem/geringem Einkommen

Wer monatlich über kein eigenes Einkommen verfügt oder unter der Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro/Monat verdient, kann sich ebenfalls privat krankenversichern. Hierunter fallen insbesondere Kinder, Hausfrauen und -männer. Im Zweifel entscheidet die gesetzliche Krankenversicherung darüber, ob Sie sich privat versichern dürfen oder ob Sie der Versicherungspflicht in der GKV unterliegen.

… mehr zur PKV für Kinder

Zusammenfassung: Wer kann ab wann in die PKV wechseln?

Ein Wechsel zu Gunsten der PKV ist grundsätzlich dann möglich, sobald Sie versicherungsfrei sind. Das ist für:

  • Angestellte, wenn Sie über der Versicherungspflichtgrenze verdienen
  • Studierende der Studienbeginn. Für Studenten gilt der Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht rückwirkend.
  • Beamte der Zeitpunkt, ab dem sie Beihilfe bekommen
  • Selbständige der Zeitpunkt, ab welchem sie überwiegend einer selbständigen Tätigkeit nachgehen
  • Menschen ohne Einkommen der Zeitpunkt, ab dem sie kein Lohn/Gehalt mehr erhalten
GKV und PKV für Ausländer

Alle in Deutschland lebenden Personen sind dazu verpflichtet, eine Krankenversicherung abzuschließen. Als Arbeitnehmer können oder müssen sie sich gesetzlich versichern lassen. Auch Selbständige brauchen eine Versicherung.

Wer aus einem EU-Mitgliedsland kommt, kann sich schon während der Jobsuche gesetzlich versichern. Arbeitssuchende aus anderen Ländern hingegen müssen eine private Versicherung abschließen. Der Nachweis einer Versicherung kann sogar Voraussetzung für die Erteilung eines Visums sein.

Für Menschen, die nur einen relativ kurzen Aufenthalt planen, bieten einige Anbieter spezielle Versicherungspakete an, die auch Unfall- und Haftpflichtversicherung abdecken. Lesen Sie auf unserer Seite gerne mehr zu Versicherungen für Einwanderer.

Mehr zur PKV für einzelne Berufsgruppen

Sind sie Anwalt, Arzt, Ingenieur, Manager, Diplomat oder Lehrer? Für diese und weitere Berufsgruppen haben wir eigene Seiten zur PKV zusammengestellt, auf denen Sie nachlesen können, welche Vorteile Sie unter Umständen erwarten können und was Sie beachten sollten.


Für wen ist der Wechsel sinnvoll?

Für eine private Krankenversicherung spricht in erster Linie der Zugang zu einer besseren medizinischen Versorgung in zahlreichen Bereichen. Allerdings gehen Tarife mit einer umfassenden Absicherung auch mit einem entsprechenden Preis einher. Einen weitestgehend einheitlichen Leistungskatalog wie in der GKV kennt die PKV nicht. Somit hängt der Beitrag entscheidend vom gewünschten Leistungsumfang ab. Nur wenn Sie sich sicher sind, dass Sie den Beitrag langfristig aufbringen können, sollten Sie einen Wechsel in die PKV in Erwägung ziehen.

Lohnt sich die PKV für Sie?

Ob sich der Abschluss einer privaten Krankenversicherung für Sie lohnt, hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Sie können sich dazu die folgenden Fragen stellen:#

  • Wie wird sich mein Einkommen voraussichtlich entwickeln? Werde ich die stetig steigenden Beiträge auch im Alter zahlen können?
  • Wie sieht es mit meiner Familienplanung aus? Sollen meine Kinder privat oder gesetzlich versichert sein?
  • Wie wichtig sind mir die zusätzlichen Leistungen der PKV?

Bei Unsicherheit, ob sich eine private Krankenversicherung für Sie lohnt, empfiehlt es sich, für diese konsequenzenreiche Entscheidung einen Berater hinzuzuziehen. Einen ersten Überblick kann unsere Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile der PKV gegenüber einer gesetzlichen Versicherung geben.

… mehr zu den Vor- und Nachteilen der PKV

Anwartschaftsversicherung

Für Menschen, die später in eine private Versicherung wechseln wollen, aber noch oder vorübergehend unter Versicherungspflichtgrenze verdienen, ist es möglich, eine Anwartschaftsversicherung abzuschließen. Diese erlaubt es ihnen, der privaten Krankenversicherung ihrer Wahl später zu den gleichen Konditionen wie beim Abschluss der Anwartschaftsversicherung beizutreten, unabhängig davon, ob in der Zwischenzeit gesundheitliche Probleme hinzugekommen sind.

Kostenfreier Tarif-Vergleich zur privaten Krankenversicherung

Aktuelle Tarife aus 2020 für Sie persönlich angepasst und optimiert.
Wir sind stolz auf eine hohe Kundenzufriedenheit!


Voraussetzung Gesundheitszustand

Auch wenn Sie die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, ist ein privater Krankenversicherer nicht verpflichtet, Ihren Antrag anzunehmen und Sie zu versichern. Ihre Entscheidung machen die Anbieter dabei maßgeblich vom Gesundheitszustand des Antragstellers abhängig. Deshalb erfolgt im Rahmen des Antrags eine ausführliche Gesundheitsprüfung in Gestalt eines Fragenkatalogs zu Erkrankungen und Gebrechen. Wer unter bestimmten Vorerkrankungen leidet, muss mit Risikoausschlüssen, Beitragszuschlägen oder gar der Ablehnung seines Antrags rechnen. Je nach Erkrankung kann ein Risikozuschlag 10 bis 30 Prozent des regulären Beitrags ausmachen.

Private Krankenversicherer fragen in der Regel nach folgenden Vorbedingungen:

  • Ablehnungen/Kündigungen bei anderen Anbietern
  • Regelmäßige Einnahme von Medikamenten
  • Behandlungen (wegen Herz-Kreislauf-, Rücken- oder Atemproblemen, Allergien, psychische Problemen, …)
  • Diagnosen zu den oben genannten Beschwerden
  • noch undiagnostizierte Beschwerden, frühere Erkrankungen, Nachwirkungen von Unfällen, Gebrechen
Menschen mit diesen gesundheitlichen Einschränkungen haben es schwerer, eine private Krankenversicherung mit günstigen Konditionen abzuschließen.

  • Wirbelsäulenerkrankungen
  • Rückenleiden
  • Allergien
  • Asthma
  • Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • Bluthochdruck
  • chronische Krankheiten
  • Behinderungen
  • Psychische Erkrankungen (z.B. Depression)
Psychische Erkrankungen führen oft zu einer Antragsablehnung. Hinsichtlich der anderen genannten Erkrankungen müssen Sie von einem Risikozuschlag ausgehen, sollte deren Behandlung nicht seit mindestens einem Jahr abgeschlossen sein.
Gesundheitsfragen ehrlich beantworten
Auch wenn Sie für Ihren konkreten Fall mit einem Beitragszuschlag oder gar einer Ablehnung des Antrags rechnen, sollten Sie die Gesundheitsfragen grundsätzlich korrekt beantworten. Stellt sich nämlich im Nachhinein fest, dass die Angaben nicht den Tatsachen entsprechen, drohen Ihnen Leistungsausschlüsse oder ein nachträglicher Versicherungsrücktritt.

Ebenfalls schwer zu versichern: Riskante Berufe

Berufe, die mit großen Gesundheitsgefahren einhergehen (z.B. Stuntfrau) oder bei denen die Entwicklung des Einkommens besonders unvorhersehbar ist (z.B. Schauspieler) machen es ebenfalls schwieriger, eine private Krankenversicherung abzuschließen.


Fazit

Ob die private Krankenversicherung eine Option für Sie ist, hängt von Ihrer Berufsgruppe, Ihrem Einkommen und Ihrem Gesundheitszustand ab. Wenn Sie eine solche abschließen wollen, lohnt sich ein Blick darauf, wie verschiedene private Krankenversicherungen im Test unabhängiger Agenturen abgeschnitten haben und der Rückgriff auf eine Beratung und einen Vergleich verschiedener Angebote. Immerhin handelt es sich bei der Wahl zwischen verschiedenen Versicherungstarifen um eine Entscheidung, mit der Sie langfristig zufrieden sein sollten.


Mehr zum Thema
private krankenzusatzversicherung
Private Krankenzusatzversicherung
Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll
Ist die Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?
versicherungen für freelancer
Versicherungen für Freiberufler
Dieser Artikel wurde zuletzt am 18.11.2020 aktualisiert.
Über den Autor
Swantje Niemann
Swantje Niemann
mehr erfahren
ic_arrow_upward_black_24px Created with Sketch. zum Seitenanfang Private Krankenversicherung