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Private Kranken­versicherung für Familien

Kosten, Leistungen, aktuelle Testergebnisse und Vergleich (2021)
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Das erwartet Sie hier

Wie Eltern und Kinder von der privaten Kranken­versicherung für Familien profitieren können, welche Voraussetzungen gelten und woran sich die Beitragskosten orientieren .

Inhalt dieser Seite
  1. Wann lohnt sich die PKV?
  2. PKV für Babys und Kinder
  3. Leistungen für Familien
  4. Kosten
  5. Aktuelle Testergebnisse
  6. PKV Vergleich für Familien
  7. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Anders als in der gesetzlichen Kranken­versicherung gibt es in der privaten Kranken­versicherung keine Familien­versicherung.
  • Kinder können privat versichert werden, wenn mindestens ein Elternteil privat vollversichert ist.
  • Ob ein Ehepartner privat versichert werden kann, hängt von dessen Beruf und Einkommen ab.
  • Die private Kranken­versicherungen für Kinder und Ehepartner ist in der Regel sehr preisgünstig.
  • Sie ist bereits ab 185 € im Monat erhältlich.

Wann ist eine private Kranken­versicherung für Familien sinnvoll?

Anders als in der gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) ist es in der privaten Kranken­versicherung (PKV) nicht möglich, Familienangehörige ohne eigenes Einkommen kostenlos mitzuversichern – für jede privat versicherte Person fallen eigene Versicherungsbeiträge an. Trotzdem versichern viele Menschen ihre Kinder und Ehepartner privat. Teils wegen der zusätzlichen Leistungen der PKV, teils, weil sie das zwangsläufig tun müssen.

Wann lohnt sich die private Kranken­versicherung für Familien?

Die private Kranken­versicherung kann sich jedoch selbst angesichts der zusätzlichen Versicherungsbeiträge für Kinder lohnen, wenn der Versicherungsnehmer sehr gut verdient – bei einem hohen Einkommen zahlt er unter Umständen trotzdem einen prozentual geringeren Anteil seines Einkommens als bei der gesetzlichen Kranken­versicherung.

Doch selbst, wenn die Kosten der Versicherung für die ganze Familie die der gesetzlichen Kranken­versicherung übersteigen, sind die zusätzlichen Leistungen der privaten Kranken­versicherung für viele Versicherungsnehmer ein Anreiz, sich für diese zu entscheiden.

Bedingungen für die PKV für Familien und Kinder

Ob Familienmitglieder Zugang zur privaten Kranken­versicherung haben, hängt bei Kindern vom Familienstand und Versicherungsstatus der Eltern ab. Bei Ehepartnern hingegen kommt es darauf an, ob sie die Voraussetzungen der privaten Kranken­versicherung erfüllen – haben sie z.B. als Angestellte ein Einkommen über der Geringfügigkeits-, aber unter der Versicherungspflichtgrenze, müssen Sie sich gesetzlich versichern.

Mehr zur Versicherung für Kinder und Ehepartner

Hier erfahren Sie mehr dazu, wann eine private Kranken­versicherung für Ehepartner in Frage kommt:

PKV für Ehepartner

Wann Sie Ihr Kind oder Baby privat krankenversichern können oder müssen und welche Bedingungen im Detail gelten, erfahren Sie im Abschnitt „PKV für Babys und Kinder“ .

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Babys und Kinder in der privaten Kranken­versicherung

Private Kranken­versicherung für Babys

Aufgrund der geltenden kostenfreien Familien­versicherung kommt für Babys meist die gesetzliche Krankenkasse in Frage. Sie kann allerdings nur gewählt werden, wenn mindestens ein Familienmitglied gesetzlich versichert ist. Die Regelungen für Babys gleichen denen für Kinder: Ist ein Elternteil privat versichert, muss das Baby in der Regel bei dem Elternteil mit dem höheren Einkommen versichert werden, sofern dieses höher als die die Jahresarbeitsentgeltgrenze (2021: 64.350 Euro) ist. Nicht verheiratete Paare können sich dagegen entscheiden, bei wem das Kind versichert sein soll. Insofern ist die Versicherung der Eltern entscheidend dafür, ob das Baby in der PKV oder in der GKV versichert werden muss.

Ist ein Neugeborenes automatisch krankenversichert?

War der privat versicherte Elternteil:

  • bereits drei Monate privat versichert
  • meldet das Kind bei der gleichen Versicherung an, bei der er auch ist, es sich also um eine Nach­versicherung handelt
  • wählt einen identischen Tarif
  • und beachtet die Anmeldefrist von zwei Monaten

sind private Kranken­versicherungen gezwungen, das Kind ohne Gesundheitsprüfung mit eventuell daraus resultierenden Preiserhöhungen zu versichern. Dies nennt sich Kontrahierungszwang. Beachtet man diese Punkte, wird das Neugeborene automatisch mit der Geburt krankenversichert.

Icon Familie mit Kind

Garantierter Versicherungsschutz, auch bei Vorerkrankungen

Die Verpflichtung des Versicherers, auch Neugeborene mit Vorerkrankungen ohne Risikozuschlag anzunehmen, ist dann wichtig für Familien in der PKV, wenn das Baby bei der Geburt oder kurze Zeit danach ernsthaft erkrankt. Der Gesundheitszustand spielt nämlich beim Vertragsabschluss und bei der Festlegung der Versicherungsprämie eine große Rolle. Ist der Versicherte nicht gesund, kann die Gesellschaft einen erheblichen Risikozuschlag auf den Versicherungsbeitrag verlangen. Diese Möglichkeit ist bei einem Neugeborenen aufgrund des Annahmezwangs nicht gegeben – dies gilt eben auch, wenn das Kind nicht gesund zur Welt kommt.

Das Kind ist dann rückwirkend ab Geburt versichert, sodass keine Versicherungslücke entsteht. Bis zur Entbindung erfolgten die Versicherungsleistungen ohnehin über die Mutter. Dieser Aufnahmezwang gilt auch für Adoptivkinder, allerdings sind hier Risikozuschläge möglich.

Allein­versicherung des Babys möglich?

Für die Eltern kann es von größter Bedeutung sein, ihr Kind durch den Annahmezwang zu akzeptablen Konditionen zu versichern. Vielleicht möchte man diesen Kontrahierungszwang aber nicht nutzen. Deshalb bieten viele Gesellschaften die Möglichkeit, Kinder allein zu versichern.

Diese Möglichkeit greift auch, wenn die Zweimonatsfrist des Kontrahierungszwangs oder die gleichwertige Tarifleistung für das Baby nicht zur Anwendung kommen. Wer sein Baby bei einer anderen Gesellschaft oder in einem abweichenden Tarif versichern will, muss aber wissen, dass bei Bedarf eine Gesundheitsprüfung verlangt werden darf, die bei Vorerkrankungen die Beiträge in die Höhe treiben kann. In der Regel kostet eine private Kranken­versicherung für ein Baby ab 80 Euro im Monat.

Experten-Tipp:

„Für frischgebackene Eltern ist die erste Zeit nach der Geburt sehr intensiv. Darüber kann man leicht vergessen, sich mit Versicherungsfragen auseinanderzusetzen. Damit Sie die Frist von zwei Monaten für die erleichterte Aufnahme nicht verpassen, sollten Sie die Unterlagen beim Versicherer am besten schon vor der Entbindung anfordern.“

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Signatur von Robert Böhrk
Robert Böhrk
Berater

Wann ist eine private Kranken­versicherung für Kinder möglich?

Ob eine private Kranken­versicherung für den Nachwuchs sinnvoll, möglich oder sogar unumgänglich ist, hängt unter anderem vom Versicherungsschutz und dem Personenstand der Eltern ab. Folgende Szenarien sind möglich:

Beide (miteinander verheirateten) Elternteile sind in der GKV

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Wenn beide Eltern gesetzlich krankenversichert sind, ist eine Familien­versicherung eine gute Wahl, da die Eltern dadurch sparen können. Sie müssen das Kind nicht separat versichern und somit fallen für die Versicherung auch keine Kosten an. Kinder sind in der GKV kostenlos mitversichert. Zusatzkosten entstehen nur durch Zusatz­versicherungen.

Beide (miteinander verheirateten) Elternteile sind in der PKV

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Sind die Eltern jeweils privat versichert, ist es auch das Kind. Die Mitgliedschaft in der GKV ist in diesem Fall ausgeschlossen. Da beide Elternteile eine separate Versicherung besitzen, lässt sich die des Kindes an eine der beiden Versicherungen koppeln. Welche das ist, können die Eltern selbst entscheiden.

Ein Elternteil ist in der PKV und der Ehepartner ist in der GKV

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In diesem Fall fällt die Entscheidung nach dem Versicherungsstatus, den der Hauptverdiener innehat. Hat dieser ein ein Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2021: 64.350 Euro) und ist gleichzeitig privat krankenversichert, ist es auch das Kind. Alternativ kann es freiwillig gesetzlich versichert werden. Dabei handelt es sich aber nicht um die kostenlose Mit­versicherung in der Familien­versicherung. Hauptverdiener ist immer der Elternteil mit dem höheren Einkommen.

Die Eltern sind nicht verheiratet

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Liegt keine Ehe zwischen den Eltern vor, haben sie die freie Entscheidungsgewalt darüber, über wen das Kind versichert wird. Demnach ist – abhängig von den Eltern – die kostenlose Mitgliedschaft in der GKV oder die leistungsreichere Mitgliedschaft in der PKV möglich.

Was passiert im Fall einer Scheidung?

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Bei einer Scheidung der Eltern kann sich der Versicherungsstatus des Kindes ändern. Sind beide gesetzlich versichert, bleibt das Kind kostenlos gesetzlich versichert, sind beide privat versichert, gilt das in der Regel auch weiterhin für das Kind. Ist nach der Scheidung ein Partner privat und einer gesetzlich versichert, kommt es auf den Einzelfall an. Wer für die private Kranken­versicherung des Kindes zahlt, hängt von der Unterhaltspflicht ab.

Experten-Tipp:

„Da die privaten Kranken­versicherer für den Versicherten erst ab einem Alter von 21 Jahren Altersrückstellungen bilden müssen, sind die speziellen Kinder-Tarife besonders günstig: Eine PKV für Kinder kostet ab 100 Euro im Monat. Für Kinder werden also noch keine Altersrückstellungen gebildet. Aus diesem Grund müssen privat versicherte Kinder und Jugendliche auch keinen finanziellen Verlust fürchten, wenn sie den Anbieter wechseln und sich beispielsweise bei Ausbildungsbeginn gesetzlich versichern möchten.“

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Robert Böhrk
Berater

Wie lange sind Kinder privat versichert?

Es gibt mehrere Umstände, unter denen ein Kind von der PKV in die GKV wechseln kann oder sogar muss. Das kann geschehen, wenn es z.B. durch die Aufnahme einer Arbeit gesetzlich ­versicherungspflichtig wird oder sich die Einkünfte des Kindes oder die finanzielle oder familiäre Situation der Eltern ändert.

Kinder über 18

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Am 18. Geburtstag ändert sich für privat versicherte Kinder zunächst nichts, wenn sie nicht in die gesetzliche Versicherung wechseln wollen. Der Versicherungsschutz bleibt erhalten. Nur die Kinder von Beamten können am 25. Geburtstag Einschnitte erleben: dann fällt nämlich der Anspruch auf Beihilfe durch den Staat weg. Das kommt daher, weil zu diesem Zeitpunkt auch der Anspruch auf Kindergeld entfällt. Die Beiträge für die PKV steigen dann.

Übergang in den Erwachsenentarif

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Mit 19/20 gehen Kinder in den Erwachsenentarif der PKV über – nun steigen die Beiträge an und sie zahlen auch Altersrückstellungen. Mit dem Auszug, dem Beginn einer Ausbildung, einer Arbeit oder eines Studiums werden sie in der Regel zur Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Versicherung verpflichtet.

Sonderfall Studenten und Azubis

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Wichtig für Studenten: Beginnt das Studium, müssen Kinder in der PKV sich innerhalb von drei Monaten von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen, um in der PKV zu bleiben. Viele private Kranken­versicherungen bieten Studententarife an. Bei Beginn einer Ausbildung ist die Mitgliedschaft in der PKV beendet.

Anwartschaft für eine spätere Versicherung

Mit einer Anwartschafts­versicherung ist es für Kinder, die gesetzlich ­versicherungspflichtig werden, möglich, sich die Option eines späteren Wechsels zurück in die PKV ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhalten, falls ein Ende der Versicherungspflicht nach der Ausbildung in Aussicht steht. Ohne eine solche Versicherung hängen die Möglichkeit und die Konditionen einer Wiederaufnahme in die PKV von dem Ergebnis einer erneuten Gesundheitsprüfung ab.

Besondere Konditionen für Kinder von Beamten

Beamte können ihre Kinder noch günstiger in der PKV versichern als alle anderen Gruppen. Durch die staatlichen Beihilfen des Dienstherren fallen die Zusatzkosten für Kinder deutlich geringer aus. Die Hilfen decken 80 Prozent dieser Kosten ab. Somit zahlt die PKV nur noch 20 Prozent der Behandlungskosten. Die Ersparnis wird an die Eltern weitergegeben, sodass die Beiträge für das Kind günstiger sind.

Mehr zur PKV für Beamte

Was passiert, wenn das Kind zum Arzt muss oder krank wird?

Hier funktioniert die PKV nicht anders als bei Erwachsenen. Geben Sie bei Arztbesuchen einfach an, dass Ihr Kind privat versichert ist. Nach der Behandlung erhalten Sie eine Rechnung, die Sie bei Ihrer PKV einreichen können. Je nach Selbstbehalt erstattet diese Ihnen dann die Kosten zurück.

Sie dürfen zudem bei der PKV Ihr Kind bei laufendem Gehalt selbst betreuen, wenn es wegen Krankheit zu Hause bleiben muss. Ist das Kind unter acht Jahre alt, so muss der Arbeitgeber das Gehalt für fünf Tage im Jahr weiterzahlen. Allerdings darf im Arbeits- oder Tarifvertrag keine andere Regelung vereinbart worden sein.

Auch können sich Eltern unabhängig davon für zehn Arbeitstage jährlich freistellen lassen, wenn ein privat versichertes Kind unter zwölf Jahren krank wird. Bei Alleinerziehenden besteht der Anspruch auf 20 Arbeitstage pro Kind.

Ratgeber: Kind krank bei berufstätigen Eltern

Leistungen der privaten Kranken­versicherung für Familien

Eine private Kranken­versicherung verspricht umfangreiche Leistungen und kurze Wartezeiten. Darum wird sie von vielen Verbrauchern, welche die Wahl haben, der gesetzlichen Kranken­versicherung vorgezogen. Für Familien gibt es jedoch einige Besonderheiten zu beachten

In der privaten Kranken­versicherung gibt es keine Familien­versicherung wie in der GKV. Einige private Kranken­versicherungen haben Familientarife in ihrer Produktpalette und manchmal erstrecken sich auch Vorteile für Angehörige bestimmter Berufsgruppen auf deren Familien – so bieten z.B. einige Versicherer besonders leistungsstarke Tarife für Ärzte und Zahnärzte an, von denen auch deren Angehörige profitieren. Grundsätzlich hat aber jede Person ihren eigenen Vertrag.

Individuelle Leistungen

Ihre Leistungen für die Kinder und Ehepartner von Versicherten unterscheiden sich nicht wesentlich von den normalen Leistungen der PKV – auch hier können die Kunden entscheiden, welche Leistungen Ihnen besonders wichtig sind. Der Leistungskatalog privater Kranken­versicherungen enthält z.B. die folgenden Leistungen:

  • Erstattung des Höchstsatzes der Gebührenordnung der Ärzte
  • Übernahme von Medikamenten und Hilfsmitteln
  • Übernahme von Kuren und Reha
  • Freie Wahl zwischen Ärzten und Krankenhäusern
  • Reduzierte Wartezeiten für Termine bei Fachärzten
  • Einzelzimmer und Chefarztbehandlung im Krankenhaus
  • Rooming-In (Übernachtung eines Elternteils im Krankenhaus, während das Kind stationär behandelt wird)
  • Erstattung von Behandlungen bei Heilpraktikern
  • Erstattung teurerer Behandlungen durch Spezialisten
  • Erstattung von Kieferorthopädie-Kosten auch bei leichter Fehlstellung der Zähne (für Kinder)

Welche Leistungen konkret übernommen werden, hängt von der Wahl des Tarifs und des Anbieters der privaten Kranken­versicherung ab. Den Leistungen und oft gerade für Gutverdiener im Vergleich zur GKV sehr attraktiven Prämien der PKV stehen auch einige Nachteile gegenüber, die Sie kennen sollten. Einen Überblick können Sie sich auf unserer Seite zu diesem Thema verschaffen:

Vor- und Nachteile der privaten Kranken­versicherung

Private Kranken­versicherung während der Elternzeit

Während der Elternzeit müssen die Beiträge zur privaten Kranken­versicherung in der Regel unverändert weitergezahlt werden, selbst wenn das Einkommen sinkt. Angestellte, die während oder nach der Elternzeit vorübergehend unter der Versicherungspflichtgrenze verdienen, müssen sich jedoch keine Sorgen machen, ihre private Kranken­versicherung zu verlieren.

In einer solchen Situation ist unter Umständen eine Befreiung von der Versicherungspflicht möglich. Aber auch ein Wechsel in die GKV mit der Option einer anschließenden Rückkehr in die PKV sind möglich – lesen Sie dazu unsere Themenseite. Dort können Sie sich auch darüber informieren, welche Besonderheiten z.B. für Beamte gelten.

PKV in der Elternzeit

Mutterschaftsgeld

Gesetzlich versicherte Angestellte erhalten Mutterschutzgeld von ihrer Versicherung, während sie im Mutterschutz sind. Das gibt es für Privatversicherte nicht. Aber wenn privat versicherte Angestellte einen entsprechenden Antrag stellen, zahlt das Bundes­versicherungsamt ein Mutterschaftsgeld von bis zu 210 Euro. Darüber hinaus erhalten sie auch weiterhin ihr um 13 Euro pro Tag reduziertes Gehalt von ihrem Arbeitgeber.

Sozialtarife: Sonderregeln für Kinder und Ehepartner

Bei den Sozialtarifen der privaten Kranken­versicherung gibt es bestimmte Sonderregeln für Kinder und Paare: Im Standardtarif der privaten Kranken­versicherung können die Kosten für ein gemeinsam versichertes Paar nicht 150 Prozent des maximalen Beitrags zur gesetzlichen Kranken­versicherung überschreiten, wenn das gemeinsame Einkommen unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Für den Basistarif gilt das jedoch nicht mehr. Im Notlagentarif sind die Leistungen für Kinder und Schwangere weniger stark reduziert als die für Erwachsene.

Experten-Tipp:

Eine Frau, die heiraten und Kinder bekommen möchte, sollte sich nicht privat versichern. Das ist nicht korrekt.

Eine Frau mit Kinderwunsch kann sich durchaus privat versichern. Sinnvoll kann dies sein, wenn sie bis zur Schwangerschaft noch etwas wartet, um aus der Beitragsersparnis der PKV Rücklagen für die Elternzeit zu bilden. Wichtig ist zudem, dass sie einen Tarif wählt, bei dem während der Elternzeit Beitragsfreiheit möglich ist. Auch sollte sie nicht unbedingt drei Jahre Erziehungsurlaub vorsehen, sondern nach einem Jahr wieder voll in den Beruf einsteigen.

Wenn der Ehemann in der gesetzlichen Kranken­versicherung ist, kann er seine Ehefrau und eventuelle Kinder aber kostenlos mitversichern, wenn die Ehefrau nicht mehr berufstätig ist. Dies gilt beispielsweise nach Geburt eines Kindes, wenn die Berufstätigkeit nicht wieder aufgenommen wird – also nach Ende der Elternzeit. Die vorhandene private Kranken­versicherung der Frau kann zeitgleich aufgehoben oder in eine Anwartschaft umgewandelt werden.“

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Robert Böhrk
Berater

Wie teuer ist die private Kranken­versicherung für Familien?

Wie bereits erwähnt, fallen bei der privaten Kranken­versicherung für die ganze Familie Kosten für jedes einzelne Familienmitglied an. Aber wie sehen diese konkret aus?

Rechenbeispiel: PKV und GKV im Vergleich

In unserem Rechenbeispiel gehen wir von einer Familie mit zwei Kindern von zwei und sechs Jahren aus. Die Mutter erzielt ein Monatsbruttogehalt von 6.500 Euro, der Vater von 2.500 Euro. Der Vater ist gesetzlich pflichtversichert, die Mutter hat die Wahl zwischen einer freiwilligen gesetzlichen Kranken­versicherung und einer privaten Kranken­versicherung. Da die Mutter das höhere Gehalt erzielt, richtet sich die Versicherungsmöglichkeit der Kinder nach ihrer Versicherungsart.

Ist die Mutter freiwillig gesetzlich versichert, haben die beiden Kinder Anspruch auf die beitragsfreie Familien­versicherung. Ist die Mutter jedoch privat versichert, müssen die Kinder entweder auch privat oder freiwillig gesetzlich versichert werden. In beiden Fällen muss für die Kinder jeweils ein eigener Beitrag zur Kranken­versicherung gezahlt werden. Bei einer freiwilligen gesetzlichen Versicherung beträgt der Beitrag pro Monat und Kind 200,14 Euro (2021), in der privaten Kranken­versicherung in einem Einsteigertarif mit soliden Leistungen und Wahlleistungen im Krankenhaus liegt der Beitrag pro Monat und Kind bei rund 105 Euro.

In der folgenden Tabelle sehen Sie einen Vergleich der Beiträge für die Kranken­versicherung der ganzen Familie, wenn die Mutter einmal freiwillig gesetzlich und einmal privat versichert ist, ebenso wie die Kinder. Der Vater zahlt aufgrund seines Einkommens immer den Beitrag zur gesetzlichen Kranken­versicherung. Die Beiträge zur Pflege­versicherung sind bereits enthalten, der jeweilige Arbeitgeberzuschuss bereits abgezogen.

Mutter freiwillig
gesetzlich versichert
Mutter
privat versichert
Mutter455,93 €249,98 €
Vater235,63 €235,63 €
Kind 1Beitragsfrei mitversichert105,00 €
Kind 2Beitragsfrei mitversichert105,00 €
Gesamtbeiträge691,56 €695,61 €
Ein genauer Vergleich kann immer nur individuell unter Berücksichtigung der persönlichen Absicherungswünsche, des Eintrittsalters, der Beschäftigungssituation und den steuerlichen Verhältnissen berechnet werden.

Die Gesamtbeiträge für die Kranken­versicherung der Familie unterscheiden sich kaum voneinander. Allerdings ist zu beachten, dass sowohl Mutter als auch Kinder in der privaten Kranken­versicherung von einem größeren Leistungsumfang profitieren. Für den gleichen Leistungsumfang müssten in der gesetzlichen Kranken­versicherung zusätzlich private Krankenzusatz­versicherungen abgeschlossen werden, wodurch die monatlichen Gesamtbeiträge wiederum steigen würden.

Private Kranken­versicherungen für Kinder sind meist sehr günstig, da für Kinder und Jugendliche noch keine Altersrückstellungen gebildet werden und sie Versicherungen statistisch gesehen wenig Kosten verursachen. Angestellte werden bei den Versicherungsbeiträgen durch den Arbeitgeberzuschuss entlastet, Beamte haben Anspruch auf Beihilfe für ihre Familie.

Faktoren für die Beitragsberechnung

Wie hoch der Beitrag zur privaten Kranken­versicherung ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Alter und Gesundheitszustand der Versicherten
  • Anbieter und Leistungsumfang der Versicherung
  • Höhe des Selbstbehalts
  • Beitragsanpassungen

Experten-Tipp:

„Eltern können die PKV-Beiträge für ihre Kinder als Vorsorgeaufwendungen steuerlich absetzen. Allerdings betrifft dies nur die Kosten der Basisabsicherung. In der Bescheinigung der Versicherung ist dessen Höhe im jeweiligen Tarif ersichtlich. Voraussetzung für die steuerliche Absetzung ist, dass Eltern Anspruch auf Kindergeld oder den Kinderfreibetrag haben, für den Unterhalt ihrer Kinder sorgen und die Steuererklärung abgeben.

Zudem erhalten privat Krankenversicherte einen Teil ihrer Beiträge zurück, wenn sie keine Leistungen beziehen.“

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Robert Böhrk
Berater

Private Kranken­versicherungen für Familien: die Testsieger von 2021

Derzeit liegt uns kein Test vor, bei dem Anbieter der privaten Kranken­versicherung vor allem hinsichtlich ihrer Eignung für Familien bewertet worden. Tests nach allgemeineren Gesichtspunkten wie Leistungs- und Servicequalität oder Substanzkraft (letztere beeinflusst die Beitragsstabilität) sind jedoch ausreichend aussagekräftig, um eine wertvolle Entscheidungshilfe zu sein. Wir stellen immer wieder aufs neue die aktuellen Testergebnisse unabhängiger Analysehäuser unseres Vertrauens zusammen. Die derzeitigen Testsieger können Sie auf der entsprechenden Seite einsehen:

Private Kranken­versicherungen im Test

Das sollten Familien beim Versicherungsvergleich beachten

Fragen, die Sie sich vor der Entscheidung für einen Tarif stellen können, sind:

  • Wie wichtig ist mir eine Chefarztbehandlung?
  • Brauche ich unbedingt ein Einzelzimmer?
  • Wie stehe ich zu alternativen Heilmethoden?
  • In welchem Umfang macht eine Selbstbeteiligung Sinn?

Vor der endgültigen Entscheidung für einen Tarif sollte man unbedingt darüber nachdenken, welche Leistungen unerlässlich sind. Wer später von einem günstigen Tarif in eine leistungsstärkere Variante wechseln möchte, muss häufig eine neue Gesundheitsprüfung ablegen.

Langfristige Entscheidung

Der Wechsel zwischen Anbietern der privaten Kranken­versicherung oder auch zwischen der privaten und der gesetzlichen Kranken­versicherung ist nur in Verbindung mit Nachteilen oder nur unter bestimmten Bedingungen möglich (der zwischen ähnlichen Tarifen beim selben Anbieter ist weitaus einfacher). Daher sollten Sie darauf achten, dass Sie sich auf Dauer mit Ihrem Versicherungsmodell und Ihrem Anbieter wohlfühlen. Bei der Entscheidung helfen aktuelle Testergebnisse ebenso wie professionelle Beratung.

Kostenfreier Tarif-Vergleich für Familien

Unser Service bietet Ihnen zusätzliche Orientierung: Lassen Sie sich einen auf die Situation Ihrer Familie zugeschnittenen Vergleich verschiedener Versicherungstarife zuwenden. Falls Sie darunter die richtigen finden, helfen unsere Experten Ihnen gerne bei allen weiteren Schritten.

Fazit

Sich als Familie in der privaten Kranken­versicherung zu versichern, kann sich wegen der umfangreichen Leistungen und manchmal auch finanziell lohnen. Bei der Entscheidung zwischen GKV und PKV, aber auch zwischen PKV-Anbietern und -Tarifen empfiehlt sich eine sorgfältige Analyse des Preis-Leistungs-Verhältnisses und der eigenen finanziellen Situation.

Um eine leistungsstarke Versicherung zu finden, die Ihren Bedürfnissen und denen Ihrer Familienmitglieder entspricht, können Sie aktuelle Testergebnisse, unseren kostenlosen Versicherungsvergleich und nicht zuletzt unabhängige Experten konsultieren.

Private Kranken­versicherung für verschiedene Berufsgruppen

Die häufigsten Fragen zur privaten Kranken­versicherung für Familien

Was kostet die private Kranken­versicherung für Familien?

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Der Preis für die private Kranken­versicherung für Familien ist die Summe der Versicherungsbeiträge aller Familienmitglieder. Günstiger wird sie durch Beihilfe, Arbeitgeberzuschuss und den Fakt, dass sie sich mindestens teilweise als Versorgungsaufwand von der Steuer absetzen lässt.

Sind Kinder in der privaten Kranken­versicherung mitversichert?

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In der privaten Kranken­versicherung gibt es keine kostenlose Familien­versicherung wie in der gesetzlichen Versicherung. Privat versicherte Eltern können ihre Kinder privat versichern – ob sie zwischen privater Kranken­versicherung und Familien­versicherung wählen können, hängt von ihrem Einkommen, ihrem Versicherungsstatus und ihrem Familienstand ab. Für jedes Kind muss jedoch eine eigene Versicherungsprämie gezahlt werden.

Was kostet eine private Kranken­versicherung mit zwei Kindern?

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Das hängt vom Alter und Gesundheitszustand der versicherten Familienmitglieder ab. Die Versicherungsprämien für Kinder sind jedoch im Vergleich zu denen für Erwachsene oft sehr niedrig und bewegen sich in der Regel unter 200 Euro pro Kind.

Wann fallen Kinder aus der privaten Kranken­versicherung?

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Kinder fallen aus der privaten Kranken­versicherung, wenn das Elternteil, über das sie versichert sind, in der GKV ­versicherungspflichtig wird. Darüber hinaus werden sie selbst gesetzlich ­versicherungspflichtig, wenn sie erwachsen werden und ihr Beruf und ihr Einkommen sie gesetzlich ­versicherungspflichtig machen. Grundsätzlich sind Kinder unbefristet versichert. Wer ein Studium oder eine Ausbildung aufnimmt, hat jedoch ein Sonderkündigungsrecht. Studenten können sich bis zum Ende des Studiums privat versichern.

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Katharina Tennius
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