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Private Pflegeversicherung für Selbständige

Ebenso wie Angestellte müssen auch Selbständige und Freiberufler kranken- und pflegeversichert sein. Die Form der Krankenversicherung bestimmt dabei in der Regel, wo die Pflegeversicherung erfolgt. Des Weiteren können Selbständige aus einer Reihe von Pflegezusatzversicherungen wählen, um den Versicherungsschutz im Pflegefall auszubauen.

Formen der Pflegeversicherung für Selbständige

Die Form der Krankenversicherung entscheidet bei Selbständigen, ob die Pflegeversicherung in der sozialen Pflegekasse oder bei einer privaten Krankenkasse erfolgt. Wenn der Unternehmer freiwillig gesetzlich versichert ist, so erfolgt auch die Pflegeversicherung bei der dort angebundenen Pflegekasse. Ist er jedoch privat versichert, erfolgt die Pflegepflichtversicherung ebenfalls privat und meistens im gleichen Unternehmen. Damit ist gewährt, dass die Versorgung im Leistungsfall bei Pflegebedürftigkeit aus einer Hand erfolgt.

Beitrag zur privaten Pflegeversicherung für Selbständige

Selbständige und Freiberufler zahlen für die private Pflegeversicherung den gleichen monatlichen Beitragssatz, wie Arbeitnehmer in der gesetzlichen Pflegeversicherung. Sie müssen den Beitrag jedoch komplett aus eigener Tasche finanzieren. Anders als Arbeitnehmer haben Selbständige keinen Chef, der sich den Beitragssatz mit ihnen teilt. In der gesetzlichen Pflegeversicherung teilen sich Arbeitgeber und -Nehmer den Betrag nämlich zur Hälfte.

Der Beitrag zur Pflegeversicherung beträgt für Selbständige 3,05 Prozent des monatlichen Einkommens, was gleichbedeutend mit dem Beitrag für Arbeitnehmer ist. Für Versicherte ohne Kinder kommen noch einmal 0,25 Prozent zum Beitrag dazu. Das kommt daher, da Personen mit Kindern einen wichtigen Beitrag zur Funktionsfähigkeit des umlagefinanzierten Sozialversicherungssystems leisten und daher vom Gesetzgeber besser gestellt werden. Dies wurde vom Bundesverfassungsgericht festgelegt. Ein weiterer Grund ist die hohe Wahrscheinlichkeit, dass kinderlose Personen im Pflegefall höhere finanzielle Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen werden, als kinderreiche Frauen und Männer. Als Ausgleich für diese spätere Belastung hat der Gesetzgeber den zusätzlichen Beitrag beschlossen.

Leistungen der privaten Pflegeversicherung

Die Pflegepflichtversicherung ist, im Gegensatz zur Krankenversicherung, im Allgemeinen nicht auf die komplette Kostendeckung im Leistungsfall ausgelegt. Im Falle einer Pflegebedürftigkeit zahlt sie lediglich Zuschüsse zu den Pflegekosten dazu. Der Bedürftige muss somit einen großen Teil der Kosten trotz Versicherung selbst tragen.

Die Leistungen der gesetzlichen und privaten Pflegekasse sind gleich, sie werden nur unterschiedlich gewährt. Privat Versicherte müssen bei Pflege- und Behandlungskosten in Vorleistung gehen. Anschließend bekommen sie vom behandelnden Arzt oder dem Pflegedienst einen Kostennachweis über die erbrachten Leistungen ausgestellt, der bei der Pflegekasse eingereicht werden muss. Diese erstattet dann einen Teil des Betrags zurück. Im Gegensatz dazu werden in der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung die Leistungen als Sachleistungen sofort erbracht. Der gesetzlich Versicherte zahlt seinen Teil dann dazu.

Leistungen nach Pflegegrad

Die Leistungen der privaten Pflegeversicherung werden in Abhängigkeit zum Pflegegrad des Versicherten gewährt. Insgesamt werden fünf Pflegegrade unterschieden. Je höher der Grad ist, desto mehr Pflege und dementsprechende Leistungen aus der Pflegekasse erhält der Versicherte.

Häusliche Pflege vor stationärer Pflege

Ein weiterer Faktor zur Ermittlung der Leistungen ist der Ort, wo die Pflege erfolgt. Dabei wird zwischen stationärer Pflege in einem Heim und häuslicher Pflege in den eigenen vier Wänden unterschieden. Die häusliche wird der stationären Pflege vom Gesetzgeber vorgezogen. Deswegen werden eher Leistungen unterstützt, die auf eine häusliche Pflege abzielen und Angehörige des Pflegebedürftigten entlasten. Diese bekommen von der Pflegekasse zum Beispiel kostenlose Pflegekurse zur Verfügung gestellt.

Der Beeinträchtigte hat die Wahl, ob er Pflegesachleistungen, Geldleistungen oder gar eine Kombination aus beidem beziehen möchte. Zudem werden die Kosten für Pflegemittel von der Pflegekasse übernommen und sie beteiligt sich darüber hinaus an den Umbaukosten für eine pflegegerechte Wohnung, beziehungsweise für ein pflegegerechtes Haus.

Im Falle einer stationären Pflege übernimmt die Pflegeversicherung nur die monatlichen Kosten für Pflegeleistungen in einem Pflegeheim. Die Kosten für die Unterbringung und Verpflegung muss der Versicherte aus eigener Tasche finanzieren.

So wird der Pflegegrad ermittelt

Die Einstufung des Pflegegrades des Versicherten geschieht durch einen Gutachter. Dieser hat die Aufgabe, den Umfang der benötigten täglichen Pflege des Beeinträchtigten festzustellen. Der Pflegebedürftige muss dazu unter anderem einen Fragebogen ausfüllen. Danach folgt ein auswertendes Gespräch zwischen dem Gutachter, den Pflegebedürftigen, dessen Pfleger und Angehörigen. Durch diese Maßnahmen wird ermittelt, inwieweit der Beeinträchtigte noch in der Lage ist, häusliche Tätigkeiten allein und selbstständig auszuführen.

Den Ergebnissen des Tests werden anschließend Punkte zugeordnet. Je mehr Punkte der Versicherte im Test erzielt hat, umso höher ist der Pflegegrad und damit verbunden, die von der Pflegekasse genehmigten Betreuungs- und Pflegeleistungen.

BERATER-TIPP

»Man sollte sicher sein, dass man sich die Beiträge langfristig leisten kann. Bei Arbeitslosigkeit oder Auslandsaufenthalten lassen sich die Beiträge manchmal aussetzen. Wenn man aber gar nicht mehr zahlen kann, verliert man den Versicherungsschutz und hat womöglich jahrelang umsonst eingezahlt.«

Bei der Feststellung des Pflegegrads werden folgende sechs Bereiche berücksichtigt:

  • kommunikative und kognitive Fähigkeiten
  • Mobilität
  • Selbstversorgung
  • Umgang mit sozialen Kontakten und Gestaltung des täglichen Lebens
  • psychische Probleme und Verhaltensweisen
  • Umgang mit krankheits- sowie therapiebedingten Belastungen und Anforderungen
Bestimmungen im Sozialgesetzbuch

Alle konkreten Bestimmungen zu den Pflegegraden und den damit verbundenen Leistungen der Pflegeversicherung sind im Sozialgesetzbuch (SGB XI) zu finden.

Sinnvolle Pflegezusatzversicherungen

Da die Pflegepflichtversicherung die tatsächlichen späteren Pflegekosten nur zum Teil abdeckt, empfiehlt es sich für Selbständige privat eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Folgende Zusatzversicherungen stehen dem Selbständigen zur Verfügung:

Pflegetagegeldversicherung

Mit einer Pflegetagegeldversicherung sichert sich der Pflegebedürftige ein zusätzliches, tägliches Einkommen. Über dieses kann er frei verfügen. Dafür wird zu Versicherungsbeginn zwischen Versichertem und Versicherer eine Summe vereinbart, die dem Pflegebedürftigen unabhängig von den tatsächlichen Pflegekosten gezahlt wird. Das Pflegetagegeld wird zudem staatlich gefördert.

Pflegekostenversicherung

Eine Pflegekostenversicherung kann den gesamten Betrag der Pflegekosten abdecken. Das ist aber abhängig vom gewählten Tarif dieser Krankenzusatzversicherung. Die Leistung wird jedoch gesenkt, wenn Angehörige den Pflegebedürftigen betreuen.

Pflegerentenversicherung

Pflegebedürftigen, die eine Pflegerentenversicherung abgeschlossen haben, wird eine monatliche Rente gezahlt. Dieses zusätzliche Einkommen steht zur freien Verfügung. Der ausgezahlte Betrag ist abhängig vom Pflegegrad des Versicherten und den zuvor geleisteten Beiträgen zur Pflegerentenversicherung.

Pflege-Bahr für Selbständige

Um den Schutz der Pflegepflichtversicherung zu erweitern und sich gegen ein hohes finanzielles Risiko abzusichern, können Selbständige eine sogenannte Pflege-Bahr abschließen. Diese Form der Pflegezusatzversicherung wird staatlich gefördert und kann, anders als die geförderte Riester-Rente, von Unternehmern ab 18 Jahren abgeschlossen werden. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass der Pflegefall noch nicht eingetreten sein darf. Die Pflege-Bahr ermöglicht es, dank der staatlichen Förderung, mit einem geringen Eigenanteil eine zusätzliche Absicherung für den Pflegefall aufzubauen.

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