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Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung

Voraussetzungen, Höchstbetrag, Besonderheiten für Eltern, Rentner, Teilzeitkräfte (2020)
Das Wichtigste in Kürze
  • Bei Angestellten beteiligt sich der Arbeitgeber mit einem steuerfreien Zuschuss an der privaten Krankenversicherung (PKV).
  • Eine Bezuschussung ist nur dann möglich, wenn es sich um eine vollwertige Krankenversicherung handelt, einzelne Zusatzversicherungen werden nicht bezuschusst.
  • Für Teilzeitbeschäftigte und Familien gelten besondere Bedingungen zum Zuschuss.
  • Welche das sind und wie hoch der Arbeitgeberzuschuss in der PKV aktuell ist, erfahren Sie im Beitrag.

So viel zahlt der Arbeitgeber für die private Krankenversicherung

Auch bei privat versicherten Angestellten greift das paritätische Prinzip: Der Arbeitgeber beteiligt sich anteilig an den Kosten der privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Im Regelfall fällt der Zuschuss genauso hoch aus, wie er bei einem gesetzlich Versicherten bemessen wäre. Im Jahr 2020 beträgt dieser maximal 368 Euro. Bei Familien oder Beschäftigten in Teilzeit gibt es jedoch Unterschiede.

Er wird nur gezahlt, solange Angestellte tatsächlich arbeiten und entfällt z.B. bei Arbeitsunfähigkeit oder während der Elternzeit. In letzterem Fall ist jedoch unter Umständen ein gewisser Ausgleich über den Arbeitgeberanteil des arbeitenden Elternteils möglich (mehr dazu weiter unten). Während Kurzarbeit wird er weitergezahlt. Diesen Zuschuss gibt es für private Krankenvollversicherungen, aber nicht für Krankenzusatzversicherungen.

… mehr zur privaten Krankenversicherung

Nachweis nötig

Angestellte müssen dem Arbeitgeber die Höhe Ihres Beitrags zur privaten Krankenversicherung nachweisen. Das entsprechende Dokument kann beim Versicherer angefordert werden.

Wie viel zahlt der Arbeitgeber?

Arbeitgeber zahlen in der Regel die Hälfte der Krankenversicherungsbeiträge inklusive der Zusatzbeiträge. Eine Deckelung erfolgt nach dem Höchstbetrag, den der Arbeitgeber auch für Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zahlen würde. Dieser ergibt sich aus dem gesetzlich festgehaltenen Arbeitgeberanteil sowie der Beitragsbemessungsgrenze und kann Änderungen unterliegen, beispielsweise durch Anpassungen des Gesetzgebers.

Regelungen 2020
  • Die Beitragsbemessungsgrenze beziffert sich aktuell auf 4.687,50 Euro brutto pro Monat.
  • Einkommen, die die Beitragsbemessungsgrenze übersteigen, sind auf diese gedeckelt.
  • Der anteilige Beitrag vom Arbeitgeber beziffert sich auf 7,3%.
  • Außerdem übernimmt er die Hälfte vom durchschnittlichen Zusatzbeitrag, was im Jahr 2020 exakt 0,55% entspricht.

Beispielrechnung

Mit einer einfachen Rechnung lässt sich damit der maximale Beitrag errechnen, den der Arbeitgeber bezuschusst: 7,85% (0,55% + 7,3%) von der Beitragsbemessungsgrenze (4.687,50 Euro) ergeben einen Höchstzuschuss in Höhe von knapp 368 Euro.

Sofern ein Angestellter für seine private Krankenversicherung also insgesamt 400 Euro zahlt, würde er 200 Euro dafür vom Arbeitgeber erhalten.

Angestellter 1

PKV-Beitrag400€
Arbeitgeberzuschuss200€

Wer hingegen für seine private Krankenversicherung 900 Euro zahlt, bekommt nicht etwa 450 Euro (die Hälfte), sondern den oben genannten maximalen Arbeitgeberzuschuss von rund 368 Euro.

Angestellter 2

PKV-Beitrag900€
Arbeitgeberzuschuss368€ (Maximalbetrag)

Der Privatversicherte müsste in diesem Fall also mehr als die Hälfte aus eigener Tasche leisten. Es ist folglich weiterhin im Interesse des Angestellten, seine PKV mit Bedacht zu wählen.

Ist der Zuschuss lohnsteuerpflichtig?
Der Arbeitgeberzuschuss zur PKV ist steuerfrei. Er wird auch nicht von Selbstbeteiligungen oder Rückzahlungen der Krankenversicherung beeinflusst. Zahlt der Arbeitgeber freiwillig mehr, sind diese Zuzahlungen als geldwerter Vorteil in der Steuererklärung anzugeben.

Wer zahlt bei Mehrfachbeschäftigung?

Hat ein privat versicherter Arbeitnehmer mehrere Arbeitgeber, teilt sich der Zuschuss anteilig nach der Höhe des jeweiligen Entgelts auf diese auf.


Bezuschussung der Pflegeversicherung

Mit der privaten Krankenversicherung schließen Versicherte auch eine private Pflegeversicherung ab. Ihre Leistungen entsprechen denen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Sie wird analog zur privaten Krankenversicherung vom Arbeitgeber bezuschusst.

Im Jahr 2020 beziffert sich der Beitragssatz für eben diese Pflegeversicherung entweder auf:

  • 3,05%
  • oder 3,3% bei Kinderlosen über 23 Jahre

Die Beitragsbemessungsgrenze ist mit der der Krankenversicherung identisch. Sie beläuft sich also auf exakt 4.687,50 Euro. Mit der prozentualen Angabe sowie der Beitragsbemessungsgrenze kann nun leicht der maximale Zuschuss errechnet werden. Er beziffert sich aktuell auf etwa 77 Euro pro Monat.

Regelmäßige Änderungen
Alle in diesem Text genannten absoluten und relativen Werte unterstehen regelmäßigen Änderungen, da diese der Gesetzgeber festlegt und sie sich teilweise progressiv entwickeln. Folglich sollten privatversicherte Angestellte regelmäßig nachrechnen, ob die PKV noch eine lohnenswerte Option ist oder ob Spielraum für eine Bezuschussung der Familienmitglieder besteht.

Zuschüsse für Rentner

Geht ein Angestellter in Rente, zahlt der Arbeitgeber keine Zuschüsse mehr zur PKV. Dafür werden die PKV-Beiträge nun von der gesetzlichen Rentenversicherung bezuschusst.

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Arbeitgeberzuschuss für Kinder und Ehepartner

Um bei dem oben genannten Beispiel zu bleiben: Bei einer PKV, die monatlich 400 Euro kostet, bezuschusst der Arbeitgeber 200 Euro. Zum Höchstbetrag von rund 368 Euro verbleiben also etwa 168 Euro. Diese zahlt der Arbeitgeber nun als Zuschuss für Familienmitglieder, die normalerweise in der GKV familienversichert wären.

PKV-Beitrag400€
Arbeitgeberzuschuss200€
Zuschuss für normalerweise familienversicherte Familienmitglieder (Differenz zum Maximalbetrag)168€

Kein Zuschuss bei erreichtem Höchstbetrag

Sofern der Angestellte bereits eigenständig den Höchstbetrag erreicht oder überschreitet, erfolgt keine Bezuschussung für die Familie. Das ist unabhängig davon, ob diese eigentlich in einer gesetzlichen Krankenversicherung familienversichert wären. Andersherum ist das nicht der Fall. Die Nutzung der oben genannten Differenz ist also daran gebunden, dass die Familienmitglieder eigentlich in der GKV familienversichert wären.

Was passiert während der Elternzeit?
Solange das Arbeitsverhältnis ausgesetzt ist, müssen auch keine Arbeitgeberzuschüsse gezahlt werden. Ist allerdings der weiterarbeitende Elternteil auch privat versichert, muss dessen Arbeitgeber während der Elternzeit den maximalen Arbeitgeberanteil zahlen, sofern dieser noch nicht erreicht ist.

Regelungen für Teilzeitbeschäftigte

Wer in Teilzeit arbeitet, ist in aller Regel nicht privat versichert>. Die gesetzlichen Regelungen sind dahingehend nicht vorteilhaft, weshalb eine gesetzliche Krankenversicherung nahezu immer die wirtschaftlich bessere Lösung darstellt. Dennoch kann es unter Umständen vorkommen, dass Teilzeitbeschäftigte in der PKV versichert sind, beispielsweise weil sie zuvor selbständig tätig waren, nach langer Vollbeschäftigung in Altersteilzeit gehen oder weil die Teilzeitarbeit nur temporär angedacht ist.

Geringere Zuschüsse für Teilzeitbeschäftigte

In diesem Fall fällt die Bezuschussung jedoch weitaus geringer aus, da Angestellte in Teilzeit erwartungsgemäß relativ wenig (oder zumindest weniger) verdienen, das Einkommen also unter der Beitragsbemessungsgrenze angesiedelt ist. Der Arbeitgeber müsste auf ein niedrigeres Einkommen geringere Sozialbeiträge zahlen, folglich reduziert sich auch die reale Bezuschussung der PKV.

Rechenbeispiel: Zuschuss für Teilzeitbeschäftigte

An einem Beispiel lässt sich das leicht verdeutlichen.

Gehalt für Teilzeitarbeit (brutto)1.800€
Monatsbeitrag PKV600€
Arbeitgeberzuschuss141,30€
Der Privatversicherte zahlt 600 Euro monatlich für seine private Kranken- und Pflegeversicherung. Für seine Teilzeitarbeit verdient er 1.800 Euro brutto. Der Zuschuss des Arbeitgebers beläuft sich nicht, wie mitunter fälschlich angenommen, auf 300 Euro (der Hälfte). Stattdessen ist er in seiner Höhe auf die eingangs erwähnten 7,85% gedeckelt. Bei dem genannten Bruttoeinkommen wären das also 141,30 Euro. Dieser Betrag ist der Zuschuss, den der Arbeitgeber an seinen privatversicherten Arbeitnehmer in Teilzeit auszahlt.

Kaum Vorteile bei geringen Einkommen

Teilzeitangestellte und Geringverdiener profitieren kaum bis gar nicht von der PKV-Bezuschussung. Anders als bei der GKV, wird bei dieser ein „fester“ Betrag (der jährlich angepasst wird) abgerufen, während sich die gesetzliche Krankenversicherung an der Höhe des Einkommens orientiert. Die prozentual bemessene Bezuschussung ist in beiden Situationen niedrig. Daher ist die private Krankenversicherung für geringere Einkommen kaum lohnenswert.

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Fazit: Ein großer Vorteil für Vollzeitbeschäftigte

Vollzeitbeschäftigte, welche die Voraussetzungen für die private Krankenversicherung erfüllen, haben gegenüber Selbständigen in der PKV den Vorteil, dass sich ihre Arbeitgeber anteilig an ihren Krankenversicherungsbeiträgen beteiligen und können dadurch jeden Monat mehrere hundert Euro sparen. Für Familien und für Teilzeitangestellte sind die Vorteile kleiner.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 20.11.2020 aktualisiert.
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Swantje Niemann
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