Betriebliche Kranken­versicherung für den öffentlichen Dienst

Ratgeber und Vergleich (2021)
Wir sind stolz auf eine hohe Kundenzufriedenheit!

Überzeugen Sie sich selbst

Logos von Google, Trustpilot, Trustedshops und ProvenExpert.com

Das erwartet Sie hier

Wie Dienstherren und Arbeitgeber eine betriebliche Kranken­versicherung für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst abschließen und welche Besonderheiten es gibt.

Inhalt dieser Seite
  1. Warum eine bKV für den öffentlichen Dienst sinnvoll ist
  2. Leistungen und Kosten (inkl. Beispiele)
  3. Ihre Vorteile einer bKV
  4. Besondere Bedingungen für den öffentlichen Dienst
  5. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Mit einer betrieblichen Kranken­versicherung (bKV) wird die Gesundheits­versorgung der Arbeitnehmer deutlich verbessert.
  • Der Arbeitgeber bzw. Dienstherr entscheidet über die Vertragsdetails – und profitiert gleichzeitig von z.B. weniger Ausfallzeiten der Mitarbeiter und einem geringen Verwaltungsaufwand.
  • Eine bKV für den öffentlichen Dienst gibt es jedoch noch nicht flächendeckend, da die gesetzlichen Grundlagen fehlen – die Bedeutung guter Gesundheits­versorgung nimmt jedoch immer mehr zu.

Darum ist eine betriebliche Kranken­versicherung für den öffentlichen Dienst sinnvoll

So sieht der Krankenschutz Ihrer Mitarbeiter bisher aus

In der gesetzlichen Kranken­versicherung werden seit Jahren die Leistungen gekürzt – in einigen Bereichen sind gesetzlich Versicherte Beamte im Nachteil. Das gilt vor allem im Vergleich zu Beamten, die in der privaten Kranken­versicherung versichert sind. Diese bekommen zum Teil viel höhere Leistungen und Erstattungen. Wollen auch die gesetzlich versicherten Arbeitnehmer von Zusatzleistungen profitieren, etwa für den Zahnersatz oder Leistungen beim Heilpraktiker, müssen sie dafür eine private Zusatz­versicherung abschließen. Diese kann allerdings recht kostspielig ausfallen und mit Hürden behaftet sein, wie etwa einer Gesundheits­prüfung.

So hilft die betriebliche Kranken­versicherung

Lücken im Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen können Arbeitgeber im öffentlichen Dienst aber dennoch schließen: mit einer betrieblichen Kranken­versicherung für den öffentlichen Dienst. Der administrative Aufwand ist überschaubar, genauso wie die Kosten: Eine Auslandskranken­versicherung für Ihre Mitarbeiter schließen Sie bereits ab 0,80 Euro pro Mitarbeiter im Monat ab (direkt zu den Rechenbeispielen).

Die Einführung einer betrieblichen Kranken­versicherung bringt Vorteile sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Dienstherren mit sich – mehr dazu im Abschnitt „Vorteile einer betrieblichen Kranken­versicherung im öffentlichen Dienst“ .

So gehen Sie als Arbeitgeber bzw. Dienstherr vor

  1. Der Arbeitgeber oder Dienstherr ist der Vertragspartner für den Versicherer: Somit liegt die Entscheidung über Produkt und Anbieter bei Ihnen. Holen Sie sich die Wünsche Ihrer Mitarbeiter über den Leistungsumfang ein.
  2. Holen Sie sich verschiedene Angebote von betrieblichen Kranken­versicherern ein und gehen Sie mit den gewählten Gesellschaften in Verhandlung. Beachten Sie die Möglichkeit für günstige Gruppenverträge. Wir unterstützen Sie hierbei – nutzen Sie einfach unser Formular für einen kostenfreien Tarifvergleich auf dieser Seite oder kontaktieren Sie uns direkt.
  3. Der Versicherer bietet den Schutz in der Regel modular an. Es gibt viele unterschiedliche Varianten, die als „Bausteine“ für die Absicherung dienen. Hier kommen die Mitarbeiterwünsche ins Spiel.
  4. Daraus resultieren verschiedene Möglichkeiten, die Module für den Schutz zusammenzusetzen. Wie die Komponenten bei der Absicherung kombiniert werden, entscheiden Sie als Arbeitgeber bzw. Dienstherr.
  5. Haben Sie sich für ein Angebot entschieden, wird der Vertrag abgeschlossen. Sie sind als Arbeitgeber der Vertragspartner (Versicherungs­nehmer) und entrichten auch die Beiträge.
  6. Arbeitgeber melden dem ausgewählten Versicherer jeden einzelnen Arbeitnehmer. Dieser ist dann die versicherte Person im Gruppenvertrag.
  7. Scheiden Mitarbeiter aus oder kommen neue hinzu, melden Sie dies einfach dem Versicherer. Verwaltungstechnisch kommt wenig Aufwand auf Sie zu. Auch hier unterstützen wir Sie.
  8. Zwischen dem Arbeitnehmer und dem Versicherer läuft später auch die Kommunikation zu sämtlichen Leistungen. Die Gesundheits­leistung rechnet er dann auch direkt über die Versicherungs­gesellschaft ab.

Jetzt kostenfreies Angebot zur betrieblichen Kranken­­versicherung erhalten

Passgenau und individuell von unseren mehrfach ausgezeichneten Experten erstellt.

Leistungen und Kosten der betrieblichen Kranken­versicherung

Was bietet eine betriebliche Kranken­versicherung genau?

Die betriebliche Kranken­versicherung öffentlicher Dienst bietet ein breites Portfolio an Leistungen. Welche Module sie präsentieren, entscheiden die Gesellschaften individuell. Nicht jeder Versicherer hat alle Module im Programm. Wie die Bausteine im Vertrag zusammengesetzt werden, darüber einigen sich die beiden Vertragsseiten. In diesem Fall sind das Arbeitgeber oder Dienstherr im öffentlichen Dienst und der Versicherer.

Diese Leistungen stehen zur Auswahl:

Mehr zu den Leistungen einer betrieblichen Kranken­versicherung

Experten-Tipp:

„Der Arbeitgeber kann auch im öffentlichen Dienst seinen Angestellten verschiedene Formen der betriebliche Kranken­versicherung anbieten. Wie umfangreich der Versicherungs­schutz sein soll und wer der Versicherungs­anbieter ist, kann der Arbeitgeber entscheiden.“

Foto von Robert Böhrk
Signatur von Robert Böhrk
Robert Böhrk
Berater

Was kostet die betriebliche Kranken­versicherung für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes?

Die Kosten für eine betriebliche Kranken­versicherung richten sich vorrangig nach der Anzahl der zu versichernden Mitarbeiter sowie nach den konkreten Leistungen, die inkludiert werden sollen. Die Kostenstruktur einzelner Leistungsbausteine variiert von 0,80 Euro für eine Auslandskranken­versicherung bis hin zu 160 Euro für die volle Kostenerstattung für alles, was die gesetzliche Krankasse nicht übernimmt. Eine Übersicht dazu finden Sie hier. Zur Veranschaulichung haben wir Ihnen im Folgenden zwei vereinfachte Rechenbeispiele aufgestellt. Beachten Sie bitte, dass je nach Anbieter, Tarif und zu versichernden Personen weitere Faktoren eine Rolle spielen können, die die genauen Kosten beeinflussen.

Rechenbeispiel: Betriebliche Kranken­versicherung für ein Referat im Landesministerium

Zu versichernde Mitarbeiter:

  • 1 Referatsleiterin
  • 4 Referendare
  • 2 Sekretärinnen
  • 10 Sachbearbeiter

Gewählte Leistungsbausteine

  • Zahnzusatz
  • Vorsorge
KomponenteMonatliche Kosten
Baustein Zahnzusatz pro Mitarbeiter15,64 €
Baustein Vorsorge pro Mitarbeiter8,61 €
Betriebliche Kranken­versicherung gesamt pro Mitarbeiter24,25 €
Betriebliche Kranken­versicherung gesamt für alle Mitarbeiter412,25 €

Rechenbeispiel: Betriebliche Kranken­versicherung für eine Abteilung einer öffentlichen Bibliothek

Zu versichernde Mitarbeiter:

  • 1 Abteilungsleiter
  • 2 wissenschaftliche Mitarbeiter
  • 5 Fachangestellte

Gewählte Leistungsbausteine

  • Auslandskranken­versicherung
  • Sehhilfe
KomponenteMonatliche Kosten
Baustein Auslandskranken­versicherung pro Mitarbeiter0,80 €
Baustein Sehhilfe pro Mitarbeiter3,85 €
Betriebliche Kranken­versicherung gesamt pro Mitarbeiter4,65 €
Betriebliche Kranken­versicherung gesamt für alle Mitarbeiter37,20 €

Jetzt kostenfreies Angebot zur betrieblichen Kranken­­versicherung erhalten

Passgenau und individuell von unseren mehrfach ausgezeichneten Experten erstellt.

Vorteile einer betrieblichen Kranken­versicherung für den öffentlichen Dienst

Für den Arbeitgeber bzw. Dienstherren

  • Arbeitgeber gleichen mit einer betrieblichen Kranken­versicherung die Unterschiede zwischen ihren gesetzlich und privat versicherten Mitarbeiter aus.
  • Ältere Mitarbeiter und Arbeitnehmer mit Vorerkrankungen werden gleich behandelt.
  • Die Leistungen der betrieblichen Kranken­versicherung sind attraktiv und gleichzeitig preiswert.
  • Sie schaffen eine sinnvolle Alternative zur Gehaltserhöhung.
  • Arbeitgeber haben keinen Aufwand für die betriebliche Kranken­versicherung. Die Verwaltung obliegt dem Anbieter oder bKV-Betreuer.
  • Die betriebliche Kranken­versicherung macht den Arbeitgeber attraktiver – nicht zuletzt auch im Vergleich zur Konkurrenz der Privatwirtschaft.
  • Besondere Programme zielen auf die Gesunderhaltung der Mitarbeiter.
  • Die Zahl der Fehltage und krankheitsbedingten Ausfälle sinkt.

Für den Angestellten bzw. Beamten

  • Arbeitgeber oder Dienstherr zahlen die Beiträge vollständig oder zum überwiegenden Teil.
  • Der Versicherungs­schutz ist preiswerter als bei der privaten Vorsorge.
  • Die Aufnahme in das System erfolgt für Arbeitnehmer ohne Wartezeit. Der Zusatzschutz gilt sofort.
  • Für eine Aufnahme ist grundsätzlich keine Gesundheits­prüfung notwendig, was besonders für ältere Arbeitnehmer ein Vorteil sein kann. Vorerkrankungen sind nicht relevant.
  • Akute Gesundheits­schäden sind mitversichert und verursachen keine höhere Beiträge oder Risikozuschläge.
  • Auch einen Ausschluss bestimmter Risiken vom Versicherungs­schutz gibt es nicht.
  • Durch die guten Konditionen ist eine umfangreichere Gesundheits­vorsorge möglich.
  • Die zusätzlichen Leistungen reichen von alternativer Medizin bis Zahnersatz.
  • Kostenlosen Schutz gibt es in vielen Angeboten auch für Familienangehörige.
  • Verträge lassen sich nach dem Ausscheiden aus dem öffentlichen Dienst als Verträge über eine Einzel­versicherung fortsetzen.

Weitere Vor- und Nachteile der betrieblichen Kranken­versicherung

Welche Bedingungen gelten für die betriebliche Kranken­versicherung öffentlicher Dienst?

Fehlende gesetzliche Vorgaben für den öffentlichen Dienst

Eine betriebliche Kranken­versicherung gibt es für den öffentlichen Dienst nicht flächendeckend. Dafür fehlen die gesetzlichen Vorgaben. Arbeitgeber in der öffentlichen Verwaltung und in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes können selbst entscheiden, ob sie Gruppenverträge für die Gesundheits­vorsorge anbieten. Versicherungs­gesellschaften empfehlen, mindestens 50 Prozent der Mitarbeiter mit einer betrieblichen Kranken­versicherung auszustatten.

Bedeutung der Gesundheits­vorsorge nimmt zu

Die Bedeutung einer zusätzlichen Gesundheits­vorsorge und der Versorgung im Krankheitsfall nimmt immer weiter zu. Eine betriebliche Kranken­versicherung im öffentlichen Dienst kann also zu einem Teil einer Betriebs­vereinbarung oder eines Tarifvertrages werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben damit die Chance, dies gemeinsam zu verhandeln und in der Zukunft entsprechende Verträge abzuschließen.

Beachten Sie!

Eine betriebliche Kranken­versicherung öffentlicher Dienst ist keine Betriebs­krankenkasse. Es handelt sich um einen Zusatzschutz für die Gesundheits­vorsorge und den Krankheitsfall. Die Leistungen setzen auf denen der gesetzlichen Krankenkassen auf.

So funktioniert die betriebliche Kranken­versicherung

Fazit

Arbeitgeber und Dienstherren im öffentlichen Dienst können ebenso wie Arbeitgeber in der Privatwirtschaft soziale Verantwortung übernehmen, indem sie die Gesundheits­versorgung ihrer Mitarbeiter und Beamten deutlich verbessern. Dies ist mit der Einführung einer betrieblichen Kranken­versicherung unkompliziert und kostengünstig möglich. Zudem ist es ein zusätzliches Benefit, was qualifizierte Mitarbeiter an die Einrichtung und generell an den öffentlichen Dienst mehr bindet.

Deutliche Preis- und Leistungsunterschiede möglich

Preise und Leistungen bei der betrieblichen Kranken­versicherung im öffentlichen Dienst unterscheiden sich zum Teil deutlich. Deswegen müssen die Tarife, die Angebote, die Versicherungs­­bedingungen und die Preise genau miteinander verglichen werden. Wenden Sie sich hierfür gern an uns und unsere kompetenten Experten für betriebliche Kranken­versicherungen.

Jetzt kostenfreies Angebot zur betrieblichen Kranken­­versicherung erhalten

Passgenau und individuell von unseren mehrfach ausgezeichneten Experten erstellt.

Häufige Fragen zur betrieblichen Kranken­versicherung für den öffentlichen Dienst

Wer schließt die Verträge zur betrieblichen Kranken­versicherung im öffentlichen Dienst ab?

lesen

Die Verträge für die betriebliche Kranken­versicherung für den öffentlichen Dienst werden vom Arbeitgeber bzw. dem Dienstherrn abgeschlossen. Sie werden in der Regel auch komplett vom Arbeitgeber finanziert. Auch die anteilige Finanzierung ist möglich. Bei diesen Modellen tragen Arbeitgeber oder Dienstherr einen Teil der Prämie. Mit einem vergleichsweise geringen Anteil beteiligt sich der Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst an der betrieblichen Kranken­versicherung.

Wer entscheidet über den Anbieter und den Tarif, der abgeschlossen wird?

lesen

Als Gruppenpolicen sind die Verträge zur betrieblichen Kranken­versicherung im öffentlichen Dienst ausgesprochen preiswert. Das vertragliche Verhältnis besteht zwischen dem Arbeitgeber im öffentlichen Dienst und dem Anbieter (in der Regel Anbieter privater Kranken­versicherungen). Arbeitnehmer greifen auf das Angebot ihres Arbeitgebers zu. Sich als Arbeitnehmer selbst einen Anbieter auszusuchen, ist nicht möglich.

Gibt es die betriebliche Kranken­versicherung auch für privat Versicherte Beamte?

lesen

Eine betriebliche Kranken­versicherung wendet sich im öffentlichen Dienst zwar hauptsächlich an gesetzlich Versicherte. Dienstherren haben aber auch die Möglichkeit, über eine betriebliche Kranken­versicherung für ihre privat versicherten Beamten und Mitarbeiter diverse Zusatzleistungen zu vereinbaren.

Haben Sie alles gefunden?

Schnelle Frage, Kritik oder Feedback?

Wir helfen Ihnen gerne. Professionelle Beratung von echten Menschen. Rufen Sie uns zum Ortstarif an oder schreiben Sie uns per E–Mail.

Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
Ihre Ansprechpartnerin