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Kindergeld und Co. – Was (werdende) Eltern in Berlin beachten sollten

Ein Kind zu bekommen, ist für Eltern eine besonders schöne aber auch nervenaufreibende Zeit. Und das nicht nur wegen der neuen Anforderungen rund um das Elternsein – auch die bürokratischen Aufgaben sind nicht ohne. Denn Leistungen wie Kindergeld und Elterngeld fallen nicht vom Himmel. Gerade in einer großen Stadt wie Berlin sollten Eltern darauf achten, früh genug die Anträge für derlei vorzubereiten. Trotzdem kann es auch schon mal dazu kommen, dass Eltern die ersten Monate nach der Geburt ohne die staatlichen Leistungen auskommen müssen.

Wo und wann muss das Kindergeld in Berlin beantragt werden?

Das Kindergeld muss von den Eltern bei der zuständigen Familienkasse beantragt werden. Je nachdem, in welchem Bezirk die Familie wohnt, sind verschiedene Ämter zuständig. Eine Übersicht über die zuständigen Ämter gibt es hier. Der Antrag muss schriftlich beim Amt gestellt werden und kann erst nach der Geburt gestellt werden, da die Geburtsurkunde benötigt wird. Ein mündlicher Antrag, z. B. per Telefon, ist nicht möglich. Die Auszahlung erfolgt rückwirkend für den Monat, ab dem der Anspruch anfing, d. h. ab dem das Kind geboren wurde.

Welche Unterlagen werden für den Kindergeldantrag benötigt?

Für den Kindergeldantrag werden folgende Unterlagen benötigt:

  • die Geburtsurkunde und
  • die Steuer-ID (seit 1.1.2016)

Wie lange dauert die Bearbeitung des Kindergeld-Antrags?

Bei der Beantragung des Kindergelds sollte den Eltern bewusst sein, dass sie nicht sofort mit dem Geld rechnen können. Die normale Bearbeitungszeit beträgt, wie auch in vielen anderen Amtsangelegenheiten, in der Regel etwa 1 bis 2 Monate. Deshalb gilt auch hier: Die Beantragung des Kindergelds sollte möglichst früh erfolgen, damit die Wartezeit nicht noch viel länger wird. Empfehlenswert ist es, den Antrag schon vor der Geburt des Kindes vorzubereiten, damit er nach der Geburt bzw. nach dem Erhalt der Geburtsurkunde nur noch eingereicht werden muss.

Beantragen von Kinder- und Elterngeld in Berlin – Erfahrungsberichte

Dass man sich nicht darauf verlassen kann, zeitnah nach der Geburt des Kindes Eltern- und Kindergeld zu erhalten, kann unsere Kollegin Christiane nur bestätigen. Bereits vor der Geburt hatte sie mit einigen Problemen zu kämpfen. Und die Probleme wurden nach der Geburt nicht weniger. Denn um Kindergeld und Elterngeld zu erhalten, müssen die Eltern die Geburtsurkunde des Kindes einreichen. Auch die Krankenkasse benötigt die Geburtsurkunde des Kindes. Da sich sowohl die Ausstellung der Geburtsurkunde als auch die Zusendung der Steuer-ID bei ihr verspäteten, müssen die frisch gebackenen Eltern nun schon seit fast 3 Monaten ohne Gelder vom Staat auskommen. „Nach meinen Erfahrungen kann ich allen, die ein Kind erwarten, nur empfehlen vor der Geburt Geld beiseite zu legen. Denn die erste Zeit mit dem eigenen Kind sollte nicht von Existenzängsten geprägt sein.“

Unterschiede bei der Bearbeitungsdauer

Andere Erfahrungen hat unsere Mitarbeiterin Claudia gemacht. Bei ihren beiden Kindern dauerte die Bewilligung des Kindergeldes etwa einen Monat, die Auszahlung des Elterngeldes ca. 2 Monate. Sie hat in diesem Zusammenhang besonders positive Erfahrungen mit der Beratung durch die Elterngeldstelle machen können. Ihr Tipp: „Am besten sollte die Kommunikation mit der Elterngeldstelle per E-Mail erfolgen. Ich habe hierbei schnelle und präzise Antworten auf meine Fragen zum Elterngeld-Antrag bekommen können“. Doch auch ein Zeitraum von ein bis zwei Monaten ohne Kinder- und Elterngeld ist für manche nicht leicht zu überbrücken. Wie in den meisten Amtsangelegenheiten kann man in Bezug auf die Bearbeitungszeit Glück oder Pech haben, in Berlin hängt dies sicherlich auch vom Bezirk ab, in dem die Eltern wohnen.

Eine Übersicht über die finanzielle Unterstützung von Schwangeren gibt es z. B. hier

Anträge nur vollständig einreichen

Bevor die Geburtsurkunde nicht da ist, können keine Gelder beantragt werden. Viele Ratgeber empfehlen zwar, die Anträge schon ohne die Geburtsurkunde einzureichen. In der Praxis hat sich aber herausgestellt, dass die Ämter mittlerweile den Antrag ablehnen, wenn die Geburtsurkunde noch nicht beigefügt wurde. Dementsprechend können Eltern nur durch die Vorbereitung der Unterlagen dazu beitragen, dass der Prozess beschleunigt wird.

Seit 2016: Steuer-ID für Kindergeld-Beantragung

Seit dem 1. Januar 2016 muss der Familienkasse für die Auszahlung des Kindergeldes die Steuer-ID des Kindes vorliegen. Das Bundeszentralamt für Steuern sendet diese ID automatisch den Eltern des neugeborenen Kindes zu. Das geht in der Regel schnell, kann allerdings in Berlin auch schon mal bis zu zwölf Wochen dauern. Und erst dann können die Eltern Kindergeld beantragen. Mit einer zeitnahen Auszahlung nach der Geburt kann somit in den seltensten Fällen gerechnet werden.

Geburtsurkunde beantragen/Erstbeurkundung

Wenn das Kind auf der Welt ist und die Eltern sich für einen Namen entschieden haben, muss die Geburt bei dem Standesamt des Geburtsortes beurkundet werden. Wenn es in einem Berliner Krankenhaus oder Geburtshaus zur Welt kommt, übermittelt dies die Geburtsanzeige an das zuständige Standesamt. Die Eltern erhalten 3 kostenfreie Exemplare der Geburtsurkunde für die Beantragung von Kinder- und Elterngeld und zur Vorlage bei der Krankenversicherung. Das Exemplar für die eigenen Unterlagen muss bezahlt werden und kostet 10 Euro.

Höhe des Kindergelds

Anzahl der Kinder1. Kind2. Kind3. KindWeiteres Kind
Betrag190 Euro190 Euro196 Euro221 Euro

Und das Elterngeld?

Jeder, der ein Kind bekommt, hat nicht nur Anspruch auf Kinder- sondern auch auf Elterngeld. Wenn das Kind von den Eltern selbst betreut wird, können diese einen einen bestimmten Beitrag für die Betreuung bekommen. Das Elterngeld dient dabei als Einkommenserstaz. Bis zu 65 Prozent des in den 12 Monaten davor erhaltenen Einkommens werden durch das Elterngeld ersetzt. Maximal 1800 Euro können die Eltern hierdurch erhalten. Voraussetzung ist dabei nur, dass das Elternteil, das das Kind betreut, nicht mehr als 30 Stunden die Woche arbeitet. Das Elterngeld wird maximal für 14 Monate ausgezahlt. Beantragt werden muss das Elterngeld innerhalb von drei Monaten nach der Geburt bei der Elterngeldstelle.

ElterngeldPlus

Wenn die Eltern noch während der Zeit des Elterngeldbezugs wieder in Teilzeit arbeiten möchten, erhalten sie zwar nur maximal die Hälfte des Betrags (also mindestens 150 und maximal 900 Euro), dies allerdings dann doppelt so lange.

Fazit

Eltern sollte bewusst sein, dass ein Kind zu bekommen mit einer Menge Bürokratie verbunden ist. In einer Großstadt wie Berlin kann man dabei auch mal ein paar Monate auf den Erhalt der Gelder warten. Werdende Eltern sollten daher zumindest im Vorhinein alle Anträge rund um das Kind ausfüllen, damit nach der Geburt nur noch die nötigen Unterlagen beigefügt werden müssen.

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