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Auszahlung der Riester-Rente

Zum Rentenbeginn können Sie sich alles auf einmal oder als monatliche Rente auszahlen lassen.
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Auszahlung der Riester-Rente findet i. d. R. mit dem Eintritt ins Rentenalter und den damit verbundenen Rentenbezügen statt.
  • Wie hoch die Auszahlung ausfällt, hängt u. a. von der Laufzeit und der Summe der geleisteten Beiträge ab.
  • Riester-Versicherte können zwischen einer monatlichen Rente oder einer höheren Einmalzahlung wählen. Auch kommt es auf das Modell der Riester-Rente an, welche Variante gewählt werden kann.
  • Bei vorzeitiger Kündigung der Riester-Rente fällt die Auszahlung vergleichsweise niedriger aus.
  • Die späteren Rentenzahlungen aus der Riester-Rente müssen voll besteuert werden.
  • Weiterhin gibt es Verschiedenes zu den Themen Grundsicherung, Ausland und Todesfall zu beachten.

Riester-Rente: So setzt sich die Höhe der Aus­zahlung zusammen

Wie hoch Ihre Riester-Rente zum Rentenbeginn ausfällt, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Die Laufzeit der Riester-Rente, also die aktive Sparphase, ist der ausschlaggebendste Faktor für die spätere Rentenhöhe. Denn: Je länger Sie die Riester-Rente geführt haben, desto mehr Kapital steckt auch im Riester-Konto. Weiterhin sind folgende Faktoren entscheidend für die Höhe der Auszahlung:

  • Die geleisteten, eingezahlten Beträge
  • Der Anlageerfolg des Anbieters vom Riester-Vertrag
  • Das genutzte Riester-Produkt
  • Die Summe, die sich aus den Zulagen ergibt

Anhand dieser einzelnen Faktoren können Sie sich individuell einen Überblick verschaffen. Des Weiteren können Sie natürlich auch bei Ihrem Anbieter nach aktuellen Informationen fragen. Eine allgemeine Faustregel oder generelle Summe, wie viel ausgezahlt wird, lässt sich pauschal nicht festmachen.

Zum aktuellen Zeitpunkt erhalten Ver­sicherte, die sich bereits in der Aus­zahlungs­phase befinden, einen verhältnismäßig geringen Betrag. Das liegt daran, dass die Riester-Rente erst im Jahr 2002 eingeführt wurde. Folglich sind wir noch weit von Einzahlungsphasen, die sich über drei, vier oder mehr Jahrzehnte spannen, entfernt.

Ebenso ist zu berücksichtigen, dass die Grundzulage in der Vergangenheit noch geringer ausfiel als heute der Fall ist. Auch die Kinderzulage für vor 2008 geborenen Nachwuchs beträgt lediglich 185 Euro. Nach 2008 geborene Kinder erhalten hingegen eine höhere Auszahlung. Bedenkt man all diese Faktoren:

  • ein aktueller Einzahlzeitraum von lediglich knapp 20 Jahren
  • die frühere, geringere Grundzulage
  • die für ältere Kinder reduzierte Kinderzulage

… ergibt sich für eine Altersvorsorge eine aktuell nur überschaubare Rente. In den künftigen Jahrzehnten werden Riester-Beiträge einen weitaus höheren Teil ausmachen, da über mehr Jahre und gar Jahrzehnte eingezahlt wird und außerdem höhere Zulagen bezogen werden.

… mehr zur Riester-Förderung

Unterscheidung pro­gnos­tizier­te und ga­ran­tierte Renten­zahlung

Neben der Frage nach der Höhe, ist auch das „Wie“ entscheidend. Unterschieden wird zwischen der sogenannten prognostizierten und der garantierten Auszahlung. Die Ausnahme ist die Wohn-Riester, wo diese Unterscheidung nicht existiert. Alle anderen Riester-Produkte haben eine garantierte Auszahlung.

Prognostizierte Auszahlung

Die prognostizierte Rentenzahlung ist das, was der Anbieter anhand objektiver Faktoren vorhersagt. Es handelt sich dabei ganz konkret um eine Vorhersage, die so eintreten kann, aber keines­falls muss. Dennoch ist die prognostizierte Auszahlung auch ein Zusammenschluss aus der Performance des Anbieters sowie seiner Gebühren. Letztere wirken natürlich rendite­mindernd. Die prognostizierte ist im Gegensatz zur garantierten Rentenauszahlung nicht sicher, sondern nur wahrscheinlich.

Garantierte Auszahlung

Die garantierte Rentenzahlung setzt sich i. d. R. aus folgenden Teilen zusammen:

  • Die Summe aller Einzahlungen
  • Die Summe aller Zulagen
  • Die Verzinsung über den Garantiezins

Die Summe dieser Teile ist Ihnen später als Renten­zahlung sicher.

Garantiezins: häufig ein Grund für Verwirrung

Anders als häufig angenommen, ist der Garantiezins nicht der Zins, den der Anbieter zwangsläufig zahlen muss. Tatsächlich kann er auch eine niedrigere Verzinsung ansetzen. Der „Garantiezins“ wird vom Gesetzgeber bestimmt und gibt die maximale Höhe des Zinssatzes an, den der Anbieter seinen Kunden garan­tieren darf.

Dadurch ergeben sich konkrete Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern der Riester-Rente. Für den Riester­-Versicherten ist es freilich förderlich, wenn der Anbieter einen Zinssatz gewährleistet, der sich möglichst nah am Garantiezins bewegt. Das sind für gewöhnlich auch die Riester-Anbieter, die in unabhängigen Tests zur Riester-Rente gute Noten erhalten.

Ebenfalls ist mit Hinblick auf den Garantie­zins zu berücksichtigen, dass sich dieser bereits seit Jahren im sinkenden Trend befindet. Das begründet sich mit den historisch niedrigen Leitzinsen der europäischen Zentralbank. Betrug der Garantiezins im Jahr 2003 beispielsweise noch 3,25 Prozentpunkte, wurde er für das abgeschlossene Jahr 2019 nur noch auf 0,9 Prozentpunkte festgelegt. Anbieter dürfen, was die garantierte Rentenzahlung betrifft, also diese 0,9 Prozentpunkte für 2019 nicht überschreiten.

Da sich der Leitzinssatz im Jahr 2002 bei der Einführung der Riester-Rente, noch auf einem normalen Niveau bewegte, sind alte Verträge besonders lukrativ. Der Garantie­zins wird nämlich beim Vertragsabschluss festgesetzt und gilt für die gesamte Laufzeit. Dafür ist notwendig, dass die Verträge die damals übliche Klausel zum Garantiezins enthalten.

… mehr zur Riester-Rente

Wann beginnt die Aus­zahlung der Riester-Rente?

Grundsätzlich wird vertraglich vereinbart, dass die Riester-Rente ausgezahlt wird, wenn der Riester-Sparer den gesetzlichen Rentenbeginn eintritt. Mit welchem Alter die Riester-Rente konkret aus­ge­zahlt wird, ist davon abhängig, wann genau der Vertrag abgeschlossen wurde. Durch das Anheben des Renteneintrittsalters durch den Gesetzgeber, kam es zu einer Neuregelung in der Riester-Rente:

  • Vor 2012 abgeschlossene Verträge: Früheste Auszahlung mit 60 Jahren
  • Nach 2012 abgeschlossene Verträge: Früheste Auszahlung mit 62 Jahren

Möglichkeiten der Aus­zahlung einer Riester-Rente

Der Grundgedanke bei der Riester-Rente ist, dass die gesetzliche Rentenzahlung im Alter auf­gestockt wird. Sie ist also als eine parallele, zusätzliche Rentenzahlung gedacht. Neben der klassischen monatlichen Rentenzahlung gibt es jedoch auch weitere Möglichkeiten der Auszahlung der Riester-Rente. Welche Varianten Sie konkret nutzen können, hängt von Ihrem Riester-Anbieter und dem Riester-Produkt ab.

Bei dieser Art der Rentenzahlung wird das Riester-Ersparte bis zum Lebensende monatlich ausgezahlt, immer anteilsmäßig und so, wie auch klassische Rentenbezüge erhalten werden. Diese Variante wird am häufigsten genutzt.
Die Einmalzahlung auf einen Schlag ist ein eher selten genutztes Modell. Erlaubt ist sie lediglich dann, wenn sich in der Riester-Rente nur sehr kleine Beträge befinden. Die Grenze dafür wird fließend angepasst. Für das Jahr 2020 beträgt sie höchstens 31,85 Euro monatlich. Das bedeutet: Reicht das Riester-Ersparte nur aus, um 31,85 Euro oder noch weniger monatlich auszuzahlen, darf die komplette Riester-Summe auf einen Schlag ausgezahlt werden.
Bei der Einmalzahlung mit Rente werden bis zu 30% des Riester-Ersparten sofort mit Renteneintritt ausgezahlt, die verbleibende Summe wird dann als klassische, monat­liche Rente aufgeteilt und ausgezahlt.
Eine Ausnahme ist die Wohn-Riester-Rente. Da das Kapital bei diesem Modell in Wohn­eigentum mit Eigennutzung fließt, ist es gewissermaßen bereits ausgezahlt bzw. verarbeitet. Später kann die Wohn-Riester genutzt werden, um das Wohn­eigentum zu modernisieren, zum Beispiel in einen altersgerechten Umbau oder für einen Umzug in ein Seniorenheim.

Auszahlung nach Art der Riester-Rente

Unterschiede sind weiterhin zwischen den einzelnen Riester-Modellen und -Verträgen zu erwarten. Je nachdem, welche Riester-Art Sie gewählt haben, müssen Sie einige weitere Dinge bei der Auszahlung beachten.

Bei der klassischen Riester-Renten­versicherung wird das Ersparte zu Rentenbeginn in monatlichen Raten ausgezahlt. Der Versicherte hat einen lebenslangen Anspruch auf diese Zahlungen, unabhängig davon wie alt er wird.
Das Riester-Modell des Riester-Bank­sparplans hat den Vorteil, dass Anleger bereits bei Vertragsabschluss wissen, was sie ausgezahlt bekommen werden. Es erfolgt eine feste Verzinsung. Zudem haben Anleger eine Garantie, dass die Beiträge bei der Auszahlung höher als die Summe aus Einzahlungen und Zulagen sein werden. Heutzutage wird der Banksparplan aber nur noch selten angeboten.
Einzahlungen und Zulagen werden beim Riester-Fondssparplan in Aktien und Fonds investiert. Hier erfolgt eine Bei­trags­erhaltungs­garantie, die dem Riester-Versicherten mindestens die eingezahlten Beträge garantiert. Es kann zwischen Einmalzahlung und Rente sowie nur monatliche Rente gewählt werden.
Riester-Beträge können beim Wohn-Riester genutzt werden, um einen altersgerechten Umbau voranzubringen, Darlehen abzuzahlen bzw. einen Umzug in ein Pflege- oder Altersheim zu finanzieren. Die „Auszahlung“ im eigentlichen Sinne findet also nicht statt.

Häufige Fragen zur Auszahlung der Riester-Rente

Die Rentenzahlung wird später über die sog. „nachgelagerte Besteuerung“ versteuert, also erst mit der Auszahlung. Es greift der persönliche Steuersatz, der von der Höhe des Einkommens im Rentenalter abhängig ist. Es erfolgt eine volle Besteuerung, also auf die gesamte Rente. Die Steuerlast wäre insbesondere bei einer Einmalzahlung mit späterer reduzierter Rente daher im Jahr der Einmalzahlung sehr hoch.
Während der Einzahlung ist die Riester-Rente pfändungssicher und wird nicht auf staatliche Transfers, wie beispielsweise ALG II/Hartz IV angerechnet. Mit dem Eintritt in die Auszahlung ändert sich das aber. Beachten Sie dazu die folgenden Punkte:

  • Bei einer geringen Rente und wenig Vermögen kann Grundsicherung beantragt werden.
  • Die Riester-Rente zählt in die Grund­sicherung ein und kann folglich mindernd auf die Zahlungen aus der Grund­sicherung oder überhaupt die Berechtigung zum Erhalt der Grund­sicherung wirken.
  • 2018 wurde das Be­triebs­renten­stärkungs­gesetz eingeführt, welches einen Grund­frei­betrag von 100 Euro gewährt
  • Bei einer Riester-Rente von mehr als 100 Euro bleiben 30% anrechnungsfrei
  • Bewegt sich die Riester-Rente nach Abzug vom Freibetrag und den 30% noch über 202 Euro, wird sie bis zum Jahr 2018 voll mit der Grundsicherung verrechnet
Im EU-Ausland müssen keine Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt und die Riester-Rente kann problemlos bezogen werden. Außerhalb der Europäischen Union muss beides zurückgezahlt werden.

(… mehr zum Thema Riester-Rente im Ausland)

Für diesen Fall sollte ein Hinter­bliebenen­schutz in den Vertrag integriert werden. In Form einer „Renten­garantie­zeit“ bedeutet das, dass die Erben der Riester-Rente die weiteren Zahlungen erhalten, wenn der Versicherte vor Ablauf der Garantiezeit verstirbt. Bei einer Hinter­bliebenen­rente werden die Überschüsse an Erben ausgezahlt, das ist aber nicht auf Bankspar- oder Fonds­sparpläne anwendbar.

(… mehr zum Thema Riester-Rente erben & vererben)

Wird die Riester-Rente vor der Auszahlphase, also frühzeitig aufgelöst und gekündigt, müssen staatliche Zulagen und Förderungen zurückgezahlt werden. Die ausgezahlte Summe reduziert sich also erheblich. Beides zieht der Anbieter automatisch ab und zahlt den verbleibenden Rest dann aus.
… mehr zur Kündigung der Riester-Rente
Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.03.2020 aktualisiert.
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Claudia Täubner
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