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Förderung in der Riester-Rente

Das bekommen Sie 2021 vom Staat als Zuschuss
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Das Wichtige in Kürze

  • Die Riester-Förderung erfolgt über Zulagen, Steuervorteile und Berufseinsteigerbonus.
  • Die Grundzulage wurde 2018 auf 175 Euro angehoben.
  • Sparer mit Kindern erhalten zusätzlich eine Kinderzulage pro Kind, die an das Kindergeld gebunden ist.
  • Wichtig: Das Finanzamt entscheidet darüber, welche Förderung zu Trage kommt. Mit Hilfe der Günstigerprüfung wird zwischen Zulage oder Steuervorteile entschieden.

Wie funktioniert die staatlich geförderte Riester-Rente?

Die Riester-Förderung ist der entscheidende Pluspunkt der staatlich geförderten Altersvorsorge im Vergleich zu anderen Vorsorge-Produkten. Die staatliche Förderung sorgt dafür, dass die Rendite in der Riester-Rente trotz niedriger Zinsen vergleichsweise hoch ausfällt. Grundsätzlich wird die Riester-Förderung in Form von Zulagen und Steuervorteilen gewährt. Dabei ist es unerheblich, für welches Riester-Produkt sich der Versicherte entschieden hat.

Riester-Förderung: Welche Voraussetzungen gibt es?

Allgemein gilt: Riestern darf jeder, der verpflichtend in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt. Somit sind alle Arbeitnehmer, die in Voll- oder Teilzeit angestellt sind, riesterberechtigt und haben einen Anspruch auf staatliche Förderung. Auch Menschen, die auf Sozialleistungen wie Grundsicherung oder Arbeitslosengeld I und II angewiesen sind, haben die Möglichkeit eine Riester-Rente abzuschließen. Hier können jedoch Sonderregelungen gelten.

Wichtigste Voraussetzung ist jedoch, dass Sparer jährlich 4 Prozent ihres sozialversicherungspflichtigen Einkommens bzw. mindestens 60 Euro in ihren Riester-Vertrag einzahlen. Nur so haben Sie einen Anspruch auf staatliche Zulagen.

Weitere Informationen zu den einzelnen Personengruppen finden Sie hier:

Riester-Rente Personengruppen

Riester-Rente: Welche Zulagen gibt es?

Der Staat fördert jährlich die private Altersvorsorge in Form von Boni, Steuervorteilen oder weiteren Zuschüssen. Dabei wird in folgende Zulagen unterschieden:

Riester-Zulagen:

  • Grundzulage: 175 Euro pro Jahr
  • Kinderzulage bis einschließlich Geburtsjahr 2007: 185 Euro pro Jahr und Kind
  • Kinderzulage ab Geburtsjahr 2008: 300 Euro pro Jahr und Kind

Der einmalige Berufseinsteigerbonus

Um einen besonderen Anreiz für junge Menschen zu schaffen, vergibt der Staat seit 2008 den sogenannten “Berufseinsteigerbonus”. Der Begriff ist jedoch ein wenig irreführend, da der Bonus nicht davon abhängt, ob und wie lange der Anleger in einem Beruf tätig ist.

Vielmehr hat jeder Anleger, der zulagenberechtigt ist und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, einen Anspruch auf einmalig 200 Euro. Diese werden zusätzlich zu den sonstigen Altersvorsorgezulagen gezahlt.

Riester-Rente in der Steuererklärung: Vorteile sichern

Die geleisteten Riester-Beiträge können in der Steuererklärung per Sonderausgabenabzug berücksichtigt werden. Insgesamt können Sparer jedes Jahr bis zu 2.100 Euro von der Steuer absetzen. Das Finanzamt prüft dann durch die Günstigerprüfung die Höhe der Steuerersparnis, die dem Sparer durch die Riester-Rente zusteht. Dabei gilt:

  • Ist die Steuerersparnis höher als die Summe der Zulagen, zahlt das Finanzamt die Differenz aus.
  • Fällt die Steuerersparnis niedriger aus als die Summe der Zulagen, geschieht nichts.

Die Steuerersparnis kommt dabei für alle Versicherungs­nehmer zur Anwendung, unabhängig von der Höhe des Eigenbeitrags. Das bedeutet, dass auch Versicherte, die lediglich den Sockelbeitrag einzahlen, eine Steuerersparnis geltend machen können. Gerade Geringverdiener oder Empfänger von Hartz IV-Leistungen können so von der Riester-Förderung mit ihren zwei Komponenten (Zulagen plus eventuelle Steuerersparnis) profitieren.

Riester-Rente: Förderung berechnen

Häufig fragen sich Anleger, welchen Riester-Beitrag sie zahlen müssen, um sich die staatlichen Zuschüsse zu sichern. Im Allgemeinen lässt sich das anhand einer einfachen Rechnung feststellen, die wir für Sie in einem Beispiel veranschaulicht haben:

Modellbeispiel: Riester-Zulagen

Sabine F. hat zwei Kinder, die 2010 und 2015 geboren wurden. Ihr Bruttojahreseinkommen beträgt 35.000 Euro. Damit die Anlegerin Anspruch auf die staatliche Förderung hat, muss sie insgesamt 4 Prozent ihres sozialversicherungspflichtigen Einkommens in ihren Riester-Vertrag einzahlen.

4 Prozent von 35.000 Euro:1.400 Euro
Abzüglich der Grundzulage:
Abzüglich der Kinderzulage für 2 Kinder:
– 175 Euro
– 600 Euro
Jährlicher Riester-Betrag:= 625 Euro

Das heißt, Sabine F. muss lediglich 625 Euro pro Jahr in ihren Riester-Rente einzahlen, um die vollen Zulagen in Höhe von 775 Euro zu erhalten.

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Riester-Zulagen beantragen

Um die voll Förderung zu erhalten, muss der Sparer den „Antrag zur Altersvorsorgezulage“ ausfüllen und bei seinem Versicherer einreichen – und zwar jedes Jahr aufs Neue. Wer sich die Arbeit sparen möchte, kann gleich beim Abschluss eines Riester-Vertrags einen Dauerzulagenantrag nutzen. Kommt es hier zu Änderungen, müssen die Zulagen allerdings neu beantragt werden.

Wer den Dauerzulagenantrag gestellt hat, sollte anschließend prüfen, ob die Beantragung erfolgreich war. Sollte dies nicht der Fall sein, hat der Sparer zwei Jahre Zeit (bzw. bis zum Ende des übernächsten Jahres), um eine korrekte Beantragung einzureichen.

Antrag für Riester-Zulage: Darauf müssen Sie achten

Damit Sie bei Ihrem Antrag zur Altersvorsorgezulage alles richtig machen, haben wir die wichtigsten Hinweise einmal zusammengestellt:

  • Der Antrag wird idealerweise mit der Vertragsunterzeichnung des Riester-Vertrages gestellt.
  • Bei Änderung der finanziellen Situation muss der Beitrag überprüft werden.
  • Kommen Kinder hinzu, muss der Antrag neu gestellt werden, um die Kinderzulage zu erhalten.
  • Die Kinderzulage kann nur für Kinder beantragt werden, die kindergeldberechtigt sind: Verliert eines der Kinder die Kindergeldberechtigung, müssen Sparer dieses dem Versicherer mitteilen. Ansonsten müssen erhaltene Zulagen später zurückgezahlt werden.

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Wie wird die staatliche Förderung ausgezahlt?

Nach erfolgreicher Beantragung werden die Riester-Zulagen von der Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) auf das Riester-Konto des Anlegers eingezahlt – nicht etwa auf das Girokonto des Versicherten.

Experten-Tipp: Geben Sie Änderungen an!

Gibt es Änderungen bei den Zulagen, zum Beispiel durch die Geburt eines Kindes, muss der Dauerzulagenantrag neu gestellt werden. Viele Riester-Sparer missachten das: Fachleute vermuten daher, dass viele Sparer zahlreiche Zulagen ungenutzt lassen. Zulagen können generell bis zum Ende des übernächsten Jahres beantragt werden. Für die Riester-Förderung 2020 heißt das, dass die Beantragung noch bis Ende 2022 rückwirkend erfolgen kann. Für die Förderung 2021 haben Sie bis Ende 2023 Zeit. Danach ist das Geld jedoch verloren.

Foto von Patrick Knittel
Signatur von Patrick Knittel
Patrick Knittel
Berater

Riester-Zulagen im Überblick

Die häufigsten Fragen zur Riester-Förderung

Was ist der Unterschied zwischen Riester-Zulage und Riester-Förderung?

Die Riester-Förderung darf nicht mit den Riester-Zulagen verwechselt werden. Die Riester-Zulagen meint ausschließlich die staatliche Zulagen in Form der Grundzulage, der Kinderzulage sowie des Berufseinsteigerbonus. Die Riester-Förderung hingegen umfasst sowohl die Zulagen als auch die Steuervergünstigungen.

Was ist der Sockelbeitrag?

Bei dem Sockelbetrag handelt es sich um den jährlichen Mindestbeitrag den Anleger einzahlen müssen, um staatliche Riester-Förderung zu erhalten. Wer die 4 Prozent des Bruttoeinkommens nicht zahlen kann oder wer mittelbar begünstigt ist, muss nur den Sockelbeitrag von 60 Euro im Jahr einzahlen.

Wie hoch ist die staatliche Förderung?

Die Grundzulage beträgt 175 Euro. Für Kinder, die vor 2008 geboren worden, erhalten Familien 185 Euro. Ab Geburtsjahr 2008 zahlt der Staat 300 Euro pro Kind. Darüber hinaus können Sparer jedes Jahr bis zu 2.100 Euro an Riester-Beiträgen von der Steuer absetzen. Für Anleger, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, vergibt der Staat den sogenannten „Berufseinsteigerbonus„.

Claudia Täubner
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