Riester-Rente für Babys

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Warum sich eine Riester-Rente für Babys nur bedingt lohnt, welche Alternativen es gibt und worauf Eltern bei Vertragsabschluss achten müssen.

Inhalt dieser Seite
  1. Können Babys riestern?
  2. Wie sinnvoll ist die Riester Rente für Babys?
  3. Alternativen der Altersvorsorge für Babys
  4. Riestern für Eltern durchaus sinnvoll
  5. Kosten der Riester Rente für Babys
  6. Aktuelle Testergebnisse
  7. Tipps für den Vergleich

Das Wichtige in Kürze

  • Eine Riester-Rente für Babys kann in Form von Fondssparplänen bereits bei Geburt abgeschlossen werden.
  • Jedoch erhalten Babys und Kinder keine staatliche Förderung und profitieren damit nicht von den Steuervorteilen, welche die Riester-Rente erst interessant machen.
  • Andere Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge für den Nachwuchs sind daher attraktiver.
  • In der Regel zahlen Eltern 10 bis 50 Euro in die Riester-Rente für Babys ein.

Riester-Rente für Babys: Ist das überhaupt möglich?

Es ist nie zu früh, um an die Altersvorsorge zu denken. Der frühzeitige Abschluss einer Altersvorsorge erscheint vielen Eltern und Großeltern als gute Möglichkeit, dem Nachwuchs finanzielle Sicherheit zu verschaffen. Bei einigen Versicherern und Fonds-Anbietern ist es tatsächlich möglich, bereits für Babys eine Riester-Rente abzuschließen. Dabei handelt es sich in der Regel um eine fondsbasierte Riester-Rente.

Die Verträge funktionieren ähnlich wie Riester-Fondssparpläne für Erwachsene, mit der Ausnahme, dass eben Eltern, Großeltern oder weitere Verwandte die Beiträge zahlen. Das Kind kann die Sparpläne dann zum 18. Geburtstag oder später übernehmen und bis zum Renteneintritt weiterführen. Doch ist die Riester-Rente für Babys tatsächlich sinnvoll?

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Warum die Riester-Rente für Babys nur wenig sinnvoll ist

Die Riester-Rente ist vor allem aufgrund der hohen staatlichen Zulagen interessant. Von der Grundzulage und gegebenenfalls der Kinderzulage sowie von den Steuervorteilen profitieren Personen, die in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Das sind in erster Linie Angestellte, aber auch Menschen im Staatsdienst wie Soldaten oder Beamte oder aber Menschen, für die Sonderregeln gelten, wie z.B. Arbeits­lose oder die nicht angestellten Partner unmittelbar förderberechtigter Riester-Sparer.

Schließen Verwandte einen Riester-Vertrag für Babys ab, werden zunächst nur die eingezahlten Beiträge angespart. Bei Riester-Fondssparplänen kommen die eventuell erzielten Rendite hinzu. Zulagen und Steuervorteile gibt es erst, wenn das Kind berufstätig und damit steuer- und renten­versicherungspflichtig wird. Die Riester-Rente für Babys ist daher erst einmal nicht sehr sinnvoll.

Lange Laufzeiten führen zu hohen Abschlusskosten

Die lange Laufzeit von der Geburt bis zum Eintritt des Rentenalters bedeutet, dass für Riester-Verträge für Babys relativ hohe Abschlusskosten anfallen. Diese drücken die Rendite. Wie sich die Fonds innerhalb von 65 Jahren entwickeln werden, lässt sich außerdem kaum absehen. Schließlich hat der Nachwuchs vielleicht auch gar kein Interesse, den Riester-Vertrag nach dem 18. Geburtstag weiterzuführen. Wer jedoch vor Ende der Laufzeit aus dem Vertrag aussteigt, muss mit hohen Verlusten rechnen. Mehr dazu lesen Sie hier:

Riester-Rente kündigen

Private Altersvorsorge für Babys: Diese Möglichkeiten gibt es

Ohne staatliche Förderung und Steuervorteile ist die Riester-Rente nur wenig attraktiv. Eltern und Großeltern steht jedoch eine Reihe von Alternativen zur Auswahl, mit denen sie ab der Geburt für den Nachwuchs vorsorgen können.

Fondssparpläne

Fondssparpläne ähneln fondsbasierten Riester-Verträgen, allerdings fallen Einrichtungs- und Verwaltungsgebühren wesentlich geringer aus. So bleibt mehr für den Sparer übrig. Lässt man den Aktienfonds von einem erfahrenen Fondsmanager verwalten, stehen die Chancen auf hohe Rendite gut. Das gilt vor allem bei langfristigen Investitionen. Alternativ können Eltern und Großeltern in einen Fonds einzahlen, der sich automatisch am DAX oder einem anderen Börsenindex orientiert. Dadurch lassen sich die Verwaltungskosten noch weiter reduzieren.

Die Investition in Fonds geht mit einem gewissen Verlustrisiko einher. Verlieren die im Fonds zusammengefassten Wertpapiere an Wert, gehen den Sparern Rendite verloren. Bei renommierten Fonds-Anbietern ist dieses Risiko jedoch relativ gering.

Verschiedene Fondssparpläne

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Wer einen Fondssparplan abschließen möchte, hat verschiedene Varianten zur Auswahl:

  • Aktienfonds, die in Aktien investieren
  • Rentenfonds, die in Anleihen, sogenannte Rentenpapiere investieren
  • Dachfonds, bei denen das Geld der Anteilseigner wiederum in Investmentfonds angelegt wird
  • Indexfonds, die einen Börsenindex wie den DAX nachbilden
  • Mischfonds, die verschiedene Anlagestrategien mischen
  • Garantiefonds garantieren die Auszahlung eines gewissen Betrags zum Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit

Aktiendepot

Höhere Rendite als mit einem aktiv gemanagten Investmentfonds lassen sich mit einem Aktiendepot erzielen. Mehr Sicherheit als die Investition in einzelne Aktien bietet ein passiv gemanagter Exchange Traded Fund (ETF), auch börsennotierter Fonds genannt. Aktienfonds und ETFs lassen sich tagesaktuell an der Börse handeln und können dadurch schnell aufgelöst werden, wenn das Kapital anderweitig benötigt wird. Die Auseinandersetzung mit den Aktienkursen erfordert jedoch ein entsprechendes Verständnis und kann zeitaufwendig sein.

Tagesgeldkonto

Eine klassische Möglichkeit, für den Nachwuchs vorzusorgen, ist das Tagesgeldkonto. Das lässt sich einfach einrichten und erfordert nicht viel Verwaltungsaufwand. Die Summe, die Eltern oder Großeltern monatlich einzahlen möchten, können sie einfach per Lastschrift einziehen oder per Dauerauftrag überweisen lassen. Das Tagesgeldkonto bietet eine hohe Flexibilität, das Geld steht tagesaktuell zur Verfügung.

Durch die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken erhalten Sparer allerdings nur sehr geringe Zinsen aufs Tagesgeld. Mehr als 0,5 Prozent bietet kaum noch eine Bank. Manche Institute zahlen überhaupt keine Zinsen mehr aufs Tagesgeld, erheben aber eventuell Kontoführungsgebühren. Die Gewinne bleiben also unter Umständen hinter der Inflation zurück.

Bausparplan

Zu den klassischen Vorsorgemöglichkeiten gehört auch der Bausparplan. Eltern und Großeltern können den Bausparplan bereits für Babys anlegen. Die erwachsenen Kinder können dann entscheiden, ob sie das angesparte Kapital für ihre Ausbildung oder zur Immobilienfinanzierung verwenden möchten. Alternativ kann das Kapital auch in eine private Renten­versicherung eingezahlt werden.

Riester-Rente für die Eltern durchaus sinnvoll

Zwar steht auch die Riester-Rente für Erwachsene häufig in der Kritik, doch gerade, wer Kinder hat, kann von hohen staatlichen Zulagen profitieren. Lesen Sie auf unserer Seite zu dem Thema mehr dazu:

Riester-Rente für Familien

Riestern Sie bereits? Auf unserer Seite zum Thema Kinderzulage können Sie nachlesen, wie Sie die Kinderzulage für Ihr Neugeborenes beantragen. Das kann auch rückwirkend geschehen, allerdings haben Sie nur bis zum Ende des übernächsten Jahres Zeit.

Anleitung: Kinderzulage beantragen

Riester-Rente für Babys

Kosten der Riester-Rente

Was für die Riester-Rente für Kinder gilt, gilt auch für Babys: Da diese kein Einkommen haben und unabhängig von der Gestaltung ihrer Beiträge keine Riester-Förderung erhalten, können die Eltern frei entscheiden, wie viel sie monatlich einzahlen wollen. Typisch sind hier Beiträge zwischen 10 und 50 Euro. Führen die Kinder ihren Riester-Vertrag im Erwachsenenalter weiter und nehmen eine renten­versicherungspflichtige Tätigkeit auf, müssen sie für den Erhalt der vollen staatlichen Förderung 4 Prozent des Bruttovorjahreseinkommens sparen.

Für Fondssparpläne fallen keine Abgeltungssteuern an, aber dafür kommen zu den Beiträgen einmalig Abschlusskosten und schließlich regelmäßig Nebenkosten hinzu.

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Riester-Produkte im Test: Aktuelle Ergebnisse

Da Riester-Renten für Babys aus den bereits genannten Gründen nicht sehr populär sind, gibt es keine Rankings von Produkten und Anbieter nach deren Eignung für Neugeborene. Dafür jedoch wurden Riester-Anbieter und -Produkte ausgiebig anhand allgemeiner Kriterien verglichen. Wir stellen die Testsieger verschiedener Vergleiche ausführlich auf einer eigenen Seite vor. Neben Testergebnissen können Sie auch darauf achten, ob das Produkt, für das Sie sich interessieren, eine Zertifizierungsnummer hat. Diese sagt nicht viel über die Qualität aus, aber bestätigt zumindest, dass ein Riester-Plan den gesetzlichen Mindestanforderungen genügt.

Riester-Produkte im Test

Riester-Rente für Babys

Riester-Produkte vergleichen – Tipps

Wenn es um Riester-Produkte für Babys geht, ist die Auswahl klein. Auch sollten Sie hier nicht nur verschiedene Riester-Produkte miteinander vergleichen, sondern auch andere Arten der Geldanlage in Ihren Vergleich einbeziehen, da der Vergleich der Vor- und Nachteile der Riester-Rente bei Babys wenig positiv ausfällt. Beim Vergleich der verschiedenen Riester-Produkte können Sie diese in Bezug auf Abschluss- und Nebenkosten vergleichen, da sich diese stark voneinander unterscheiden können.

Andere Personengruppen in der Riester-Rente

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Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
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