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Günstigerprüfung in der Riester-Rente

Die Günstigerprüfung wird er­rechnet, was sich mehr lohnt: Sonderabgabenabzug oder staat­liche Zulagen.
Das Wichtigste in Kürze
  • Durch die Günstigerprüfung wird ermittelt, was für den Riester-Sparer vorteilhafter ist: die direkten Zulagen oder der Sonder­ausgaben­abzug.
  • Die Günstigerprüfung wirkt sich für Riester-Sparer immer zum Vorteil aus.
  • Für die Günstigerprüfung ist das Finanzamt zuständig, welches sie automatisch ohne weiteres Zutun durchführt.
  • Eine Ersparnis ergibt sich demzufolge bei der Steuer­erklärung, deren Abgabe dafür erforderlich ist.
  • Der Ehestand sowie die Lebens­be­dingungen wirken sich unmittelbar auf das Ergebnis der Günstigerprüfung aus.

Günstigerprüfung in der Riester-Rente

Es ist im Interesse des Staates, seine Bürger bei der privaten Vorsorge für das Rentenalter zu unterstützen. Aus diesem Grund heraus kam die Riester-Rente überhaupt erst zustande, gleichermaßen ist das der Grund, warum die Günstigerprüfung existiert – und ohne weiteres Zutun des Versicherten automatisch stattfindet. Wenn Sie einen Riester-Vertrag besitzen, werden Sie also automatisch der Günstigerprüfung unterstellt, ohne dass dabei weitere Arbeit auf Sie zukommt.

Prinzipiell lässt sich die Günstigerprüfung sehr einfach erklären: Sie entscheidet darüber, ob Ihre Riester-Rente über Zulagen oder über den Sonderausgabenabzug gefördert wird. Eines davon werden Sie zwangsläufig beanspruchen. Die Günstigerprüfung stellt sicher, dass Sie automatisch die Option beanspruchen, die für Sie die größtmögliche Rendite verspricht.

Die Zulagen und Förderungen staffeln sich grundsätzlich wie folgt:

  • die Grundzulage, wenn mindestens der Sockelbeitrag von aktuell 60 Euro oder 4% des rentenversicherungspflichtigen Einkommens in den Riester-Vertrag eingezahlt werden
  • die Kinderzulage, mit der Sie 185 Euro für jedes bis 2007 geborene Kind und 300 Euro für jedes nach 2007 geborene Kind erhalten
  • der Berufseinsteigerbonus, der einmalig beim Abschluss des Riester-Vertrages gezahlt wird und sich aktuell auf 200 Euro bemisst
Auf der anderen Seite steht der Sonder­aus­gaben­abzug, der aktuell auf 2.100 Euro jährlich begrenzt ist. Damit ist gemeint, dass die Eigenleistungen des Riester-Sparers sowie alle Zulagen vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen werden können – die Steuerlast wird also effektiv gemindert.

… mehr zur Riester-Förderung

Zulagen unbedingt beantragen
Bei der Berechnung durch das Finanzamt geht selbiges automatisch davon aus, dass Sie alle Zulagen und Förderungen, die Ihnen zustehen, auch tatsächlich beantragen. Wenn Sie das versäumt haben, kalkuliert das Finanzamt also dennoch damit. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie sich beispielsweise über einen Dauerzulagenantrag absichern und konsequent die Zulagen erhalten, die Ihnen zustehen.
… mehr zum Dauerzulagenantrag

So läuft die Berechnung der Günstigerprüfung ab

Die Berechnung erfolgt automatisiert durch Ihr zuständiges Finanzamt. Bei der Erstattung über die Steuererklärung wird folgende Formel angewandt:

Steuerliche Vorteile bedingt durch den Sonderausgabenabzug, subtrahiert mit dem Zulagenanspruch, ergibt den Auszahlungsbeitrag

Wenn nun der Anspruch, der auf Zulagen und die Förderung besteht, größer ist als der Steuer­vorteil, dann kann keine Erstattung geltend gemacht werden. Die Riester-Zulagen werden dafür steuerfrei ausgeschüttet. Ist der Steuervorteil größer als die Summe der Zulagen, bekommt man die Steuerersparnis vom Finanzamt erstattet.

Diese Faktoren beeinflussen die Günstigerprüfung

Die exakte Berechnung ist demzufolge von Ihrer individuellen Steuererklärung und damit auch der Steuerbehandlung abhängig. Faktoren, die darauf einwirken, sind beispielsweise:

  • Ihr persönlicher Steuersatz, der sich unter anderem durch die Höhe des Einkommens ergibt
  • ob Sie verheiratet sind und falls ja, wie der Ehepartner besteuert wird
  • die Höhe des zu zahlenden Beitrages
  • der Anspruch auf Zulagen für die private Altersvorsorge
BERATER-TIPP

»Haben in einer Ehe beide Partner Anspruch auf die Riester-Rente, erfolgt die Günstigerprüfung jeweils unabhängig voneinander. Es können in diesem Fall also beide Ehepartner einen Steuervorteil erhalten.«

Riester-Rente wird nachträglich besteuert
Der Sonderausgabenabzug führt temporär, während der Einzahlungen, zu einer potentiellen Steuerersparnis. Das ändert aber nichts an dem Umstand, dass die Riester-Rente nachträglich, also später bei der Auszahlung, besteuert wird.
… mehr zur Riester-Rente in der Steuer

Methoden zur Berechnung

Bei der ersten Methode wird die persönliche Einkommenssteuer einmal mit und ohne des Sonderausgabenabzugs ermittelt. Die Differenz, die dabei entsteht, ist dann die mögliche Entlastung. Bei der zweiten Methode liegt die steuerliche Entlastung unter der Höhe der Zulagen, so werden die staatlichen Zuschüsse gewährt.

Aus dieser Erklärung wird bereits ersichtlich, dass von der Günstigerprüfung alle Parteien profitieren sollen. Ehepaare mit mehreren Kindern würden durch die Zuschüsse voraus­sichtlich besser gestellt werden. Alleinstehende ohne Kinder können hingegen meist den Steuervorteil nutzen.

Warum gibt es den Sonderausgabenabzug?
Der Abzug dient zur steuerlichen Behandlung von Vorsorgeleistungen. Der Gesetzgeber erkannt damit an, dass der steuerpflichtige Einwohner ein eigenes Zutun zu seiner Altersvorsorge unternimmt und stellt ihn im Gegenzug eine Steuerersparnis in Aussicht. Der Sonderausgabenabzug unterliegt stetigen Anpassungen und wird in der Zukunft daher, auch bedingt durch die Inflation, voraussichtlich weiter steigen. Dem Riester-Versicherten soll der Umgang damit erleichtert werden, indem sich das Finanzamt um die Berechnung sorgt.
… mehr zur Riester-Rente

Rechenbeispiele und Unterscheidungen je nach Familienstand

Genau wie die Riester-Rente, ist auch die Einkommenssteuer individuell. Unterschiede sind insbesondere aus dem Familienstand ersichtlich. Um das zu verdeutlichen, erhalten Sie nach­folgend zwei hypothetische Beispiele.

Beide Kinder wurden vor dem Jahr 2008 geboren, weshalb eine Förderung von 545 Euro bezogen wird. Eingezahlt werden 895 Euro, der Sonder­aus­gaben­abzug schlägt mit 1.440 Euro zu Buche. Ohne steuerliche Vorteile aus der Riester-Rente ergibt sich ein zu versteuerndes Einkommen von 38.000 Euro. Die Einkommenssteuer liegt demnach bei rund 8.192 Euro. Nach Abzug der Sonderausgaben reduziert sich die Steuerlast auf rund 7.681 Euro – eine Differenz von 511 Euro. Die Förderung ist demnach größer als die Steuerersparnis, weshalb die Günstigerprüfung zu Gunsten der Zulagen ausfällt.
Bei einem Single ohne Nachwuchs entfallen natürlich die Kinderzulagen. Die Grund­zulage bleibt in Höhe von 175 Euro erhalten. Werden die eben genannten Angaben zur Einkommenssteuer bei­behalten, ist die Differenz von 511 Euro dann größer als die Zulagen und Förderungen in Höhe von 175 Euro. Demnach würde die Günstigerprüfung in diesem Fall zu Gunsten der Steuer­er­sparnis ausfallen.

Mindestbeitrag, Höchstbeitrag, Maximalbeitrag: Hier werden alle Begriffe erklärt:

Höchstbetrag & Mindesteigenbeitrag in der Riester-Rente

Berechnungen dem Finanzamt überlassen
Die Beispiele und generell die Berechnung dienen Ihnen lediglich zur Information. Sie werden Zulagen und Riester-Förderungen in Verbindung mit Ihrem Riester-Vertrag sowieso beantragen. Da die Berechnung das Finanzamt über­nimmt, müssen Sie selbst nicht den Taschenrechner hervorkramen. Für Riester-Versicherte ist die Günstigerprüfung so ein bequemer Selbstläufer.

Fazit

Die Günstigerprüfung hat damit zum Ziel, Vorteile für Singles mit hohem Einkommen ebenso zu schaffen wie für Familien mit mehreren Kindern oder Alleinerziehende mit einem Kind und Durchschnittseinkommen. Im Vordergrund steht immer, dass keine Partei durch Zulagen und Förderungen benachteiligt wird, weshalb die Günstigerprüfung automatisch die optimale Berechnung veranlagt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.07.2020 aktualisiert.
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Claudia Täubner
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