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Mittelbar begünstigt in der Riester-Rente

Wer mit einem unmittelbar Förderberechtigten verheiratet ist, kann ebenfalls von der Riester-Rente profitieren.
Das Wichtigste in Kürze
  • Bei der Riester-Rente wird zwischen der unmittelbaren und der mittelbaren Förderberechtigung unterschieden.
  • Als mittelbar begünstigt gelten jene Personen, die mit einem unmittelbar Begünstigten verheiratet sind, und andernfalls nicht förderberechtigt wären.
  • Zu den unmittelbar begünstigten Personen gehören grob gesagt alle Personen, die in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen.
  • Die Regelungen zur mittelbaren Förderberechtigung gelten nur für Ehepaare.
  • Wenn alle nötigen Voraussetzungen erfüllt sind, erhält der mittelbar begünstigte Ehepartner die vollen staatlichen Zulagen und muss lediglich 60 Euro im Jahr einzahlen.

Riester-Rente: unmittelbar, mittelbar, nicht förderberechtigt: Was bedetet das?

In der Riester-Rente wird vom Gesetzgeber zunächst zwischen unmittelbar und nicht förderberechtigten Personengruppen unterschieden. Dies ist nötig, da die staatlichen Förderungen ein wichtiger Bestandteil der Riester-Rente sind und eine Schlüsselrolle in der zu erwartenden Rentabilität dieser Form der Altersvorsorge spielen.


Unmittelbar begünstigte Personen

Unmittelbar förderberechtigt sind alle Personen, die selbst in der gesetzlichen Renten­versicherung pflichtversichert sind. Der Gesetzgeber geht an dieser Stelle davon aus, dass diese Personen wegen der zu erwartenden Renten­lücke und dem daraus resultierenden reduzierten Rentenniveaus ihre spätere Alters­vorsorge anteilig privat sicherstellen müssen. Deshalb sind Personen, die in die Renten­kasse einzahlen, automatisch förder­berechtigt.

Befinden sie sich in einer Ehe, können sie ihren Anspruch mit dem Ehepartner teilen, der zuvor nicht förderberechtigt war und dann mittelbar förderberechtigt wird.

Zu den unmittelbar begünstigten Personen zählen:

  • Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer/Angestellte
  • Selbständige, die freiwillig in die Rentenkasse einzahlen
  • Pflichtversicherte Landwirte
  • Beamte, Richter und Berufssoldaten
  • Empfänger von ALG I und ALG II/Arbeitslose
  • Erwerbsunfähige und dienstunfähige Personen, wenn sie zuvor rentenversicherungspflichtig waren
  • Teilnehmer am Bundesfreiwilligen-Dienst bzw. Wehrdienst
  • Beamte
  • Elternteile in Elternzeit (Kindererziehende)
  • Minijobber, wenn sie die Tätigkeit nicht auf selbständiger Basis ausüben
  • Auszubildende

Nicht begünstigte Personen, die zu mittelbar Begünstigten werden können

Alle anderen Personen, die nicht in die Pflicht­versicherung der Rentenkasse einzahlen, sind nicht förderberechtigt im Sinne der Riester-Rente. Die einzige Möglichkeit für diese Personen besteht darin, eine mittelbare Förder­berechtigung durch die Ehe mit einem unmittelbar Förderberechtigten zu erhalten. Das bedeutet, dass durch einen Dritten Ansprüche auf den Betroffenen übertragen werden, selbiger dadurch also die mit der Riester-Rente verbun­denen Zulagen und Riester-Förderungen erhalten kann. Die mittelbare Begünstigung ist dementsprechend ein positiver Umstand und sollte genutzt werden, sofern sie verfügbar ist. Die mittelbare Berechtigung ergibt sich i. d. R. im Jahr der Eheschließung.

Zu den nicht begünstigten Personen, die durch die Ehe mit oben aufgeführten unmittelbar be­günstigten Personen zu mittelbar Begünstigten werden, gehören:

  • Selbständige, die nicht in die Rentenkasse einzahlen
  • Studenten, die nicht in die Rentenkasse einzahlen, da sie sich z. B. von der Renten­versicherungspflicht im Minijob befreit haben
  • Pensionäre, Rentner und Altersrentner, die nicht in die Pflichtversicherung einzahlen
  • Angehörige einer berufsständischen Versorgung

Sinn und Zweck dieser gesetzlichen Regelung ist es, beide Eheleute vor Altersarmut zu schützen. Hierbei wird berücksichtigt, dass der Ehepartner später bei der Hinterbliebenenrente schlechter gestellt ist. Diese Lücke soll durch die mittelbare Begünstigung geschlossen werden, da damit auch die Hinterbliebenenbezüge ansteigen.


Nicht begünstigte Personen, die auch nicht begünstigt bleiben

Im Gegensatz zu der unmittelbaren und mittel­baren Förderberechtigung steht der Personenkreis der nicht förderberechtigten Personen. Das sind also Selbständige, Studenten, Rentner und Versicherte einer berufsständischen Versorgung, die einerseits nicht in der Rentenkasse pflichtversichert sind und andererseits auch keinen Ehepartner haben, der selbst unmittelbar förderberechtigt ist.

Man findet die Begriffe unmittelbar, mittelbar oder nicht „förderberechtigt“, „zulagenberechtigt“ oder „begünstigt“. Sie alle besagen dasselbe. Die Förder­berechtigung ist, wie der Name bereits sagt, die Berechtigung, für seine Riester-Rente staatliche Zulagen und Steuer­vorteile zu erhalten. Prinzipiell kann also jeder eine Riester-Rente abschließen, darin einzahlen, und im Alter eine zusätz­liche Rente beziehen. Doch nicht jeder, der dies tut, bekommt auch die attraktiven Zulagen vom Staat und kann von den Steuervorteilen der Riester-Rente profitieren.
Von dieser Regelung können ausschließlich Eheleute profitieren. Es muss eine Situation vorliegen, in der ein Ehepartner unmittelbar begünstigt ist. Durch seine eigenen Ansprüche bezüglich der Riester-Rente, kann der nicht pflichtversicherte Ehepartner eine mittelbare Begünstigung erhalten. Er erhält folglich einen Anspruch auf Grundzulage, Kinderzulage und Steuervorteile, obwohl er selbst nicht in die Rentenkasse einzahlt und dem­ent­sprechend nicht pflichtversichert ist. Die Kinderzulage wird bei Ehepaaren jedoch nur einem Elternteil ausgezahlt, nicht beiden.

Hier können Sie den entsprechenden Paragraph 10a des Einkommensteuergesetzes nachlesen. Hier finden Sie eine Übersicht des Bundes­finanzministeriums zum Thema.

… mehr zur Riester-Rente für Ehepaare

Voraussetzungen für die mittelbare Begünstigung

Damit die Regelung in der Praxis greift, müssen beide Ehepartner klar definierte Umstände erfüllen. Wichtig ist, wie bereits eingangs angesprochen, die Pflichtversicherung in der Rentenkasse von einem Ehepartner.

Außerdem gilt:

  • Der unmittelbar begünstigte Ehepartner muss zumindest den Mindesteigenbeitrag (4 % des Vorjahresbruttogehaltes) in seine Riester-Rente einzahlen.
  • Beide Ehepartner dürfen nicht dauerhaft getrennt leben, müssen also einen gemeinsamen Wohnsitz innerhalb der EU/EWR haben.
  • Beide Eheleute müssen jeweils einen eigenen Riester-Vertrag besitzen, der auch jeweils auf ihren eigenen Namen läuft.
  • Der mittelbar begünstigte Ehepartner muss mindestens den Sockelbeitrag von 60 Euro pro Jahr einzahlen.

Wie viel muss der mittel­bar Begünstigte in die Riester-Rente zahlen?

Grundsätzlich sehen die Kosten für eine Riester-Rente folgendermaßen aus: Es müssen min­destens 4 % des Bruttogehaltes aus dem Vorjahr eingezahlt werden. Für mittelbar Begünstigte gilt in der Riester-Rente etwas anderes: Diese müssen lediglich den reduzierten Sockelbeitrag von 60 Euro im Jahr bzw. 5 Euro im Monat einzahlen. Dann erhalten auch sie die Grundzulage und eventuelle Kinderzulagen vom Staat. Einzig der Berufseinsteigerbonus gilt nicht für mittelbar förderungsberechtigte Personen.

Rechenbeispiel: Darum lohnt sich die Riester-Rente für Sie

Angenommen, Sie sind selbständige Grafikdesignerin, verheiratet und haben 2 Kinder, die 2006 und 2012 geboren sind. Ihr Ehemann ist Angestellter und besitzt eine Riester-Rente. Im vergangenen Jahr haben Sie 40.000 Euro brutto verdient. Sie entscheiden sich nun dazu, ebenfalls eine Riester-Rente abzuschließen und über Ihren Ehemann die mittelbare Förder­berechtigung zu nutzen.

So sehen Ihre Kosten aus:

Ihr eigentlicher Betrag, den Sie nach der 4%-Regel ein­zahlen müssten1.600€/Jahr
Ihr tatsächlicher Betrag, den Sie dank mittelbarer Be­günstigung ein­zahlen müssen60€/Jahr
Grundzulage vom Staat+175€/Jahr
Kinderzulagen vom Staat+185€/Jahr für Kind 1, +300€/Jahr für Kind 2
Auf Ihrem Riester-Konto landen jährlich 720€, obwohl Sie effektiv nur 60€ eingezahlt haben

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Gesetzeslage kann sich jederzeit ändern. Auch können die Bedingungen der Riester-Rente für den Einzelfall je nach Anbieter und Vertrag variieren.

Mindestbeitrag, Höchstbeitrag, Maximalbeitrag: Hier werden alle Begriffe erklärt:

Höchstbetrag & Mindesteigenbeitrag in der Riester-Rente


Weitere Informationen für mittelbar Begünstigte

Die Beiträge für die Riester-Rente können Riester-Sparer in ihrer Steuererklärung geltend machen. Dies ist möglich bis zum Altersvorsorgehöchstbetrag von 2.100 Euro pro Jahr. Falls der unmittelbar begünstigte Ehepartner diesen Betrag noch nicht aus­geschöpft hat, kann er den 60 Euro-Beitrag seines mittelbar begünstigten Ehepartners dazuzählen und mit ein­berechnen. Dem Ehepaar stehen also max. 2.160 Euro zu, den sie gemeinsam steuerlich geltend machen können.

Es spielt indes keine Rolle, welches Riester-Modell abgeschlossen wurde. Es ist dem­nach möglich, dass der unmittelbar förderberechtigte Ehegatte einen klas­sischen Vertrag für die Riester-Rente unterhält, während der mittelbar berechtigte Partner zum Beispiel einen Riester-Fondssparplan betreibt. Wichtig ist lediglich, dass beide Verträge auf separaten Namen laufen. Ein Ehepartner kann also nicht beide Verträge unter seinem eigenen Namen bündeln. Beachten Sie, dass je nach Art der Riester-Rente verschiedene Ab­schluss- und Verwaltungskosten anfallen können.

(… mehr zu den Riester-Arten)

Auch wer eine mittelbare Begünstigung durch den Ehepartner erlangt hat, muss Zulagen selbst beantragen. Hier hilft ein Dauerzulagenantrag bei dem Anbieter der Riester-Rente. Dieser Antrag stellt sicher, dass die verfügbaren Zulagen und Förde­rungen automatisch jedes Jahr aufs Neue beantragt werden, ohne dass der Versicherte selbst etwas dafür tun muss. Vergessen Sie jedoch nicht, Änderungen zum Ehestand oder Nachwuchs dem Anbieter rechtzeitig mitzuteilen.
Sollten Sie sich scheiden lassen, dann verlieren Sie als mittelbar begünstigter Ehepartner diesen Status. Dieser ist an die Ehe mit einem unmittel­bar begünstigten gebunden. Wenn Sie nach einer Scheidung Ihren Riester-Vertrag weiter aktiv führen und Zulagen bekommen wollen, müssen Sie eine renten­versicherungs­pflichtigen Beschäftigung aufnehmen und 4 % Ihres Vor­jahres­brutto­gehaltes einzahlen.
Wenn Sie ein Kind bekommen, dann werden Sie vom mittelbar Begünstigten zum unmittelbar Förder­berechtigten, da Sie dann in die Gruppe der Kinder­erziehenden wechseln. Mütter und Väter in Elternzeit werden renten­versicherungs­pflichtig und somit unmittel­bar förder­berechtigt im Sinne der Riester-Rente. Vergessen Sie nicht, die Kinderzulage zu beantragen. Aktuell sind dies immerhin 300 Euro pro Jahr.

Fazit: Mittelbar be­günstigte profitieren von Riester-Rente

Wer die Gelegenheit zum Abschluss einer Riester-Rente als mittelbar Begünstigter erhält, sollte diese prinzipiell wahrnehmen. Durch die Regelung der Zahlung des Sockelbeitrages erhalten Sie maximale Gutschrift auf Ihr Riester-Rentenkonto mit minimalem Aufwand.

Eine Riester-Rente können Sie jederzeit abschließen. Doch auch wenn diese Form der privaten Altersvorsorge staatlich geregelt und gefördert wird, unterscheiden sich die Anbieter teilweise deutlich voneinander. So sind zum Beispiel die Orientierung am Garantiezins, die Wahl der Aktien und Fonds sowie die Abschluss- und Verwaltungskosten je nach Anbieter und Produkt verschieden.

Vergleichen Sie Anbieter mit Hilfe von Experten

Damit Sie das beste aus Ihrer Altersvorsorge rausholen, können Sie sich gern an unsere erfahrenen Versicherungsberater wenden. Unsere Experten im Bereich der Altersvorsorge und Riester-Rente kennen den Markt und betreuen verschiedenste Kunden bereits seit Jahren. Kontaktieren Sie uns unter 030 – 120 82 82 8 oder unter kontakt@transparent-beraten.de. Sie können auch das folgende kostenfreie Ver­gleichs­formular nutzen. Altersvorsorge ist ein wichtiges und komplexes Thema, für das Sie sich Zeit und professionelle Hilfe holen sollten.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.03.2020 aktualisiert.
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Mario Müller
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