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Riester-Rente in der Steuer

So setzen Sie die Riester-Rente richtig von der Steuer ab
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Riester-Rente unterliegt der nachgelagerten Besteuerung, folglich werden die Auszahlungen im Rentenalter besteuert, wie auch weitere bezogene Einkünfte.
  • Während der Ansparphase sind Steuervorteile möglich, da sich bis zu 2.100 € p.a. absetzen lassen.
  • Über die Günstigerprüfung wird zwischen Zulagen und Steuervorteilen immer automatisch die für den Riester-Sparer beste Option gewählt.
  • Um Steuervergünstigungen in der Ansparphase zu erhalten, müssen gezahlte Riester-Beiträge in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Riester-Rente & die Steuer: Grundlagen

Die Riester-Rente ist eine staatliche geförderte private Altersvorsorge. Die Förderung durch den Gesetzgeber ergibt sich einerseits durch Riester-Förderungen und Zulagen sowie andererseits durch Steuervorteile. Letztere können Riester-Sparer in der Ansparphase erzielen.

Mit einem steigenden persönlichen Einkommensteuersatz ergeben sich zugleich stärkere Steuervorteile. Wenn im Alter die Riester-Rente ausgezahlt wird, erfolgt eine nachgelagerte Besteuerung. Die Alterseinkünfte sind dann, zusammen mit allen anderen Einkünften, zu versteuern. Wer im Alter hohe Einkünfte vorweist, selbst ohne aktive Erwerbstätigkeit, wird bei der Riester-Rente demnach stärker im Nachgang besteuert.

… mehr zur Riester-Rente

Steuerliche Behandlung der Riester-Rente in der Ansparphase

In der Ansparphase wird fortlaufend Geld in den Riester-Vertrag eingezahlt. Welcher Vertrag das ist, ist für die steuerliche Behandlung zweitrangig. Um die steuerliche Behandlung während dieser Ansparphase zu beleuchten, ist zuerst auf die Förderungen einzugehen. Kurzgefasst, sind das:

  • Grundzulage von 175 Euro
  • Kinderzulage von 185 Euro (vor 2008 geboren) beziehungsweise 300 Euro (nach 2008 geboren) pro Kind für den/die Kindergeldberechtigte(n)
  • gegebenenfalls einen Berufseinsteigerbonus von einmalig 200 Euro
… mehr zu den Leistungen der Riester-Rente
Riester-Rente auch für Selbständige absetzbar

Selbständige, die förderberechtigt sind, können ihre Beiträge zur Riester-Rente ebenfalls in ihrer Steuererklärung geltend machen. Dazu zählen Selbständige, die:

  • gesetzlich rentenversicherungspflichtig sind
  • über ihren Ehepartner mittelbar begünstigt sind

Zulagen als Sonderausgaben

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die eingezahlten Beträge über das Feld „Sonderausgaben“ in der eigenen Einkommensteuererklärung geltend zu machen. Das ist bis zu einer maximalen Höhe von 2.100 Euro möglich. Die Zulagen sind insofern wichtig, weil diese vom Gesetzgeber gegengerechnet werden. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang ebenfalls, dass mindestens vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens eingezahlt werden müssen, um die Grundzulage zu erhalten. Dieser Teil wiederum ist ebenfalls auf maximal 2.100 Euro inklusive Zulagen begrenzt.

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Beispielrechnung

Wer ein nach 2008 geborenes Kind hat, erhält als Kindergeldberechtigter die Kinderzulage. Werden vier Prozent vom Bruttovorjahreseinkommen eingezahlt, gibt es außerdem die Grundzulage.

Kinderzulage300 €
Grundzulage175 €
Insgesamt475 €

Wer nun zusätzlich 1.625 Euro eigenständig einzahlt, kann den vollen Betrag von 2.100 Euro in der Steuererklärung geltend machen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, mehr einzuzahlen. Dann dürfen aber trotzdem keine höheren Beträge steuerlich mindernd genutzt werden. Die Grenze von 2.100 Euro bleibt also bestehen.

Steuerersparnis korreliert mit dem persönlichen Steuersatz

In Deutschland existiert ein progressiver Steuersatz. Menschen, die mehr verdienen, zahlen also einen höheren Prozentsatz Steuern. Aus diesem Grund ist die Riester-Rente für Gutverdiener ebenfalls eine interessante Option. Die „abgesetzten“ 2.100 Euro machen bei einem hohen Einkommen (und damit hohen Steuersatz) eine größere effektive Ersparnis aus.

Wie sich die Riester-Rente auch mit hohem Einkommen lohnt:

… mehr zur Riester-Rente für Gutverdiener


Steuererklärung in der Ansparphase

Ein „Absetzen“ der Beträge ist nur möglich, wenn diese vom Riester-Sparer in der eigenen Steuererklärung festgehalten werden – und das Jahr für Jahr. Dazu dient der Bogen „Anlage AV“, was kurz für „Altersvorsorgebeiträge“ steht. Auf diesem Bogen befindet sich das Feld „Sonderausgaben“. In diesem sind alle notwendigen Informationen zu hinterlegen, so beispielsweise:

  • die Anzahl der Riester-Verträge
  • die rentenversicherungspflichtigen Beiträge, sofern unmittelbar begünstigt
  • Zahl und Geburtsjahr der Kinder
Bei der Steuererklärung beachten:

Alle Angaben müssen selbstverständlich der Wahrheit entsprechen. Zudem sollten Riester-Sparer berücksichtigen, dass die Steuererklärung immer für das abgelaufene Jahr ausgefüllt wird. Es sind also Angaben aus dem Vorjahr, nicht dem aktuellen Jahr zu hinterlegen. Wird die Steuererklärung von einem Steuerberater durchgeführt, sind diesem die notwendigen Unterlagen zu übergeben. Um die Eintragung und fachgerechte Buchung sorgt sich dieser dann selbst.

Wie Sie Versicherungsbeiträge von der Steuer absetzen:

Versicherungsbeträge richtig absetzen

Welche Angaben wo eintragen?

Nachfolgend ein kurzer Überblick über die einzelnen Felder und was für Informationen in diese gehören. Selbst wer zumindest mit diesem Bogen in der Steuererklärung noch keine Erfahrungen gesammelt hat, wird feststellen, dass die Eintragung keine komplexe Angelegenheit darstellt. Alle nachfolgenden Zeilenangaben beziehen sich auf das Formular “Anlage AV”.

Wie bei allen anderen Anlagen Ihrer Steuererklärung, tragen Sie hier Ihren Namen, Vornamen sowie Ihre Steuernummer ein.

Wer unmittelbar begünstigt ist, muss hier eine “1” eintragen.

Hier werden die Einnahmen des Vorjahres eingetragen. Diese benötigt das Finanzamt für die Günstigerprüfung. In der Steuerklärung für das Jahr 2019 werden hierfür die Einnahmen aus dem Jahr 2018 herangezogen.

In Zeile 8 müssen die Leistungen festgehalten werden, die als Entgeltersatzleistungen gelten. Elterngeld gehört nicht dazu. Die Höhe kann den Bescheinigungen der Stellen entnommen werden, die für die Auszahlung zuständig waren.

Die Zeile 9 zum tatsächlichen Entgelt wird nur ausgefüllt, wenn das Einkommen von den angegebenen Beiträgen in der Sozialversicherung abweicht. Ansonsten bleibt es frei.

Das Gegenstück zu Zeile 5, hier tragen Personen eine “2” ein, die nur mittelbar begünstigt riestern.

Unterteilt werden diese Zeilen in Kinder von Eheleuten und Kindern, für die die Person kindergeldberechtigt ist.

Soll für einen oder mehrere Riester-Verträge kein Sonderausgabenabzug erfolgen, wird dies hier eingetragen. Die Anbieter-, Zertifizierungs- und Vertragsnummer können der jährlichen Bescheinigung des Vertragsanbieters entnommen werden.

Die Felder für diese Angaben befinden sich auf der zweiten Seite der „Anlage AV“. Dort sind sie in den Zeilen 31 bis 48 eingetragen.

Steuererklärung rechtzeitig abgeben!

Arbeitnehmer, die zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, müssen die Steuererklärung für das vorangegangene Jahr bis zum 31. Juli abgeben. Einzelne Unterlagen dürfen bis zu vier Jahre nachgereicht werden.


Günstigerprüfung der Riester-Rente

Die Günstigerprüfung in der Riester-Rente garantiert Ihnen eine optimale Stellung beim Riestern. Es wird zwischen Zulagen und Steuerersparnis immer die Option gewählt, mit der Sie am meisten Geld sparen/erhalten. Die Günstigerprüfung wird automatisch durchgeführt und obliegt daher nicht Ihnen selbst.

… mehr zur Günstigerprüfung in der Riester-Rente

Versteuerung der Riester-Rente in der Auszahlungsphase

Während in der Ansparphase Steuern gespart werden, entstehen bei der Auszahlungsphase Mehrkosten. Erneut schwankt die steuerliche Belastung zwischen einzelnen Personen prozentual zu der Höhe des Einkommens. Wer also im Rentenalter sehr hohe Bezüge erhält, zahlt einen überdurchschnittlich hohen Steuersatz. Die Auszahlung der Riester-Rente wäre aus steuerlicher Sicht dann „teurer“. Wer hingegen geringe Beträge erhält, zahlt auch weniger Steuern.

Altersentlastungsbetrag

Der Altersentlastungsbetrag gilt für Steuerpflichtige ab einem Lebensalter von 65 Jahren und gewährleistet einen Steuerfreibetrag. Für das aktuelle Jahr 2020 beziffert er sich auf 16 Prozent des zu versteuernden Einkommens, darf aber einen Betrag von 760 Euro nicht überschreiten. Die noch etwas jüngere Generation sollte bedenken, dass sich dieser sukzessive reduziert. Zum Vergleich: Für 2019 betrug er noch 17,6 Prozent bei maximal 836 Euro. Bis zum Jahr 2040 wird er vollständig abgeschafft.

BERATER-TIPP

»Seit dem Inkrafttreten des Betriebsrentenstärkungsgesetz am 01. Januar 2018, gelten Riester-Renten aus der betrieblichen Altersvorsorge nicht mehr als Versorgungsbezüge. Somit sind diese auch nicht mehr beitragsflichtig in der Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner. Die Grundlage dafür bildet § 229 SGB V

Ausnahme Wohn-Riester

Da beim Wohn-Riester keine monatlichen Beträge aus dem Riester-Vertrag ausgezahlt werden, sondern der Vorteil das mietfreie Wohnen im Alter ist, fällt sie steuerlich auch nicht ins Gewicht. Allerdings existiert ein fiktives Wohnförderkonto, das im Rentenalter als Grundlage zur Besteuerung dient.

… mehr zum Wohn-Riester

Steuererklärung in der Auszahlungsphase

Die Bezüge aus der Riester-Rente müssen erneut selbständig in der Steuererklärung hinterlegt werden. Dazu dient die „Anlage R“, welche speziell für Rentenbezieher erforderlich ist. Auf Seite 2 dieser Anlage befinden sich Felder für bezogene Beträge aus Altersvorsorge- und betrieblichen Altersvorsorgeverträgen. Die Riester-Bezüge tragen Betroffene in das Feld „Leistungen aus einem Altersvorsorgevertrag“ ein. Wer eine betriebliche Riester-Rente bezieht, trägt diese in das dazugehörige Feld für betriebliche Verträge ein.

Welche Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge gibt es?

Private Altersvorsorge

Werbungskosten auch im Alter

Um die steuerliche Belastung in der Auszahlungsphase zu reduzieren, dürfen Steuerpflichtige weiterhin Kosten absetzen. In erster Linie sind das Werbungskosten. Bleibt das dazugehörige Feld leer, geht das zuständige Finanzamt zum aktuellen Zeitpunkt von Werbungskosten in Höhe von 102 Euro aus. Wer in der Realität darüber liegt, sollte das Feld daher mit dem richtigen Betrag ausfüllen. Wer weniger als diese 102 Euro an Werbungskosten hat, lässt das Feld stattdessen leer und nimmt diese 102 Euro mit.

Elster-Steuersoftware

Viele Versicherer arbeiten mittlerweile mit Elster-fähigen Verträgen. Ist das der Fall, übernimmt die Elster-Steuersoftware automatisch die jeweiligen Beträge, sie werden direkt in das passende Feld eingetragen. Für alle, die ihre Steuererklärung selbständig anlegen, könnte das eine kleine Hilfe darstellen. Notwendig ist es aber nicht, da sowohl in der Anspar- als auch der Auszahlungsphase alle Angaben manuell hinterlegt werden können.

Für alle, die die Elster-Software nicht nutzen möchten, gibt es zahlreiche Alternativen für den PC oder das Smartphone. Auf unserem Portal testsieger-berichte.de haben wir Ihnen hier eine Übersicht über aktuelle Steuersoftware und Apps zusammengestellt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 03.08.2020 aktualisiert.
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Mario Müller
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