Erfahrungen & Bewertungen zu transparent-beraten.de GmbH
Transparent-Beraten logo
Jetzt Vergleich anfordern    
ic_local_phone_black_24px Created with Sketch.
sandwich Created with Sketch.
Wir beraten Sie gern!

Unsere Berater freuen sich von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr (oder nach Vereinbarung) auf Ihre Fragen.

030 – 120 82 82 8 kontakt@transparent-beraten.de
Zweigstellen
Deutschlandweit in Bayern, NRW, Niedersachsen etc. Alle Zweigstellen ›
Kostenfreier Vergleich Riester-Rente
Jetzt Vergleich anfordern
  • Persönlicher Ansprechpartner
  • Hohe Kundenzufriedenheit
  • Ihr unabhängiger Versicherungsexperte
  • Online-, Telefon- & Vorortberatung möglich

Riester-Rente für Arbeits­lose

Auch bei Arbeitslosigkeit kann die Riester-Rente weitergeführt und gefördert werden.
Das Wichtigste in Kürze
  • Wer sich bei der Agentur für Arbeit als arbeitslos meldet und ALG I oder II bezieht, hat weiterhin Anspruch auf die Riester-För­derung, anderenfalls geht dieser Anspruch verloren.
  • Arbeitslose müssen beachten, dass sich die Riester-Beiträge am Vor­jahreseinkommen bemessen, was im Jahr der Arbeitslosigkeit zur Belastung werden kann.
  • Wer nicht mehr in der Lage ist den Mindestbetrag einzuzahlen, kann seine Beiträge reduzieren oder den Vertrag beitragsfrei stellen. Beides hat Bedingungen und Konse­quenzen.
  • Ersparnisse aus dem Riester-Rente-Vertrag sind Hartz IV-sicher.
  • Bei vorzeitiger Kündigung muss die staatliche Förderung muss zurückgezahlt werden.

Arbeitslos ohne Ein­kommen: Was passiert mit der Riester-Rente?

Der Staat sieht vor, dass auch Arbeitslose weiter­hin privat für das Alter vorsorgen können. Die Riester-Rente kann also wie gewohnt weiter­laufen. Als Empfänger von Arbeitslosengeld I oder II (ALG I/ALG II bzw. Hartz-IV) sind Arbeitslose gesetzlich rentenversichert und gelten daher als unmittelbar förderberechtigt. Zu berücksichtigen ist der Umstand, dass sich die fälligen Riester-Beträge am Bruttoeinkommen des Vorjahres orientieren. Wer also arbeitslos geworden ist, wird in dem ersten Jahr der Arbeitslosigkeit die hohen Beträge zahlen müssen, die sich aus dem Einkommen des Vorjahres ergeben.

Beitrag kürzen oder Beitragsfreistellung bei Arbeitslosigkeit

Für diesen Fall sieht der Gesetzgeber vor, dass die Eigenbeteiligung entweder gekürzt werden darf oder der Versicherte den Riester-Vertrag temporär ruhen lässt. Trifft das in Ihrem ersten Jahr der Arbeitslosigkeit zu, können Sie ein formloses Schreiben an den Versicherer übermitteln und um eine Kürzung der Eigenbeteiligung bzw. die Beitragsfreistellung des Vertrages mit Hinblick auf die Arbeitslosigkeit verweisen.

… mehr zum Thema Riester-Rente beitragsfrei stellen

Was passiert mit den Riester-Förderungen bei Arbeitslosigkeit?

Förderungen und die Riester-Rente gehen Hand in Hand, denn sie sind es erst, die diese zu einer attraktiven Altersvorsorge werden lassen. Förderungen werden jedoch nur dann ausgezahlt, wenn mindestens vier Prozent des Vorjahres-Bruttoeinkommens eingezahlt werden und Sie sich offiziell bei der Agentur für Arbeit als arbeitslos melden. Dies gilt für zukünftige staatlichen Förderungen.

BERATER-TIPP

»Förderungen, die bereits erhalten wurden und im Riester-Ersparten enthalten sind, werden nicht angetastet. Voraussetzung ist, dass Sie Ihre Riester-Rente nicht kündigen! Denn bei einer vorzeitigen Auflösung Ihrer Riester-Rente müssen Sie in jedem Fall die erhaltenen staatlichen Zulagen und Förderungen zurückzahlen

… mehr zur Kündigung der Riester-Rente

Welchen Riester-Beitrag muss ich als Arbeitsloser einzahlen?

Sie müssen weiterhin 4 Prozent Ihres Vor­jahres­brutto­ein­kommens in Ihre Riester-Rente einzahlen, um weiterhin förderberechtigt zu sein und Zulagen zu erhalten.
Erst im 2. Jahr können Sie beim Versicherer darum bitten, Ihren Mindesteigenbeitrag zu reduzieren. Dies ist auf 60 Euro im Jahr, also 5 Euro im Monat möglich. Damit sind Sie weiterhin förder­berechtigt. Alternativ können Sie Ihren Vertrag beitragsfrei stellen lassen, jedoch sparen Sie dadurch nicht mehr aktiv für Ihre Altersvorsorge und erhalten keine Zulagen mehr.
An dieser Stelle profitieren Sie von der 4-Prozent-Regel: Denn wenn Sie wieder arbeiten, orientiert sich der Riester-Beitrag immer noch an Ihrem Vorjahreseinkommen, was in der Arbeits­losigkeit deutlich weniger war. Mehr dazu lesen Sie im Abschnitt „Nach der Arbeitslosigkeit zurück in den Beruf“ .

Mindestbeitrag, Höchstbeitrag, Maximalbeitrag: Hier werden alle Begriffe erklärt:

Höchstbetrag & Mindesteigenbeitrag in der Riester-Rente

Arbeitslosengeld II (Hartz IV)

Nachdem ein volles Jahr Arbeits­losen­geld I bezogen wurde, wandeln sich diese Leistungen zu Arbeits­losen­geld II. Beim ALG I erhält der Betroffene 80 Prozent seines zuletzt vor der Arbeitslosigkeit verdienten Brutto­einkommens. Beim ALG II hingegen den fixen Hartz-IV-Satz.

Zu beachten ist, dass seit dem Jahr 2011 Hartz-IV-Empfänger nicht mehr als pflichtversichert gelten. Es werden also keine Rentenbeiträge an die gesetzliche Rentenkasse übermittelt. Mit Hinblick auf die Altersvorsorge ist es dann umso wichtiger, den Riester-Vertrag möglichst nicht aufzugeben. ALG-II-Bezieher müssen lediglich die 60 Euro pro Jahr Sockel­beitrag aufwenden. Dann bleiben sowohl die Grundzulage als auch alle kinderbezogenen Förderungen erhalten.


Was passiert mit dem Riester-Ersparten bei Arbeitslosigkeit?

Anders als beispielsweise privat geführte Depots oder Dividenden, ist das Ersparte aus dem Riester-Vertrag vor Hartz IV „sicher“. Das bedeutet, dass das im Vertrag befindliche Vermögen nicht auf die Transferleistungen angerechnet wird. Es führt daher weder zu einer Minderung dieser Leistungen, noch muss es vor dem Leistungsbezug aufgebraucht werden. Die Riester-Rente gilt damit als eine vor der Arbeitslosigkeit sicheren privaten Altersvorsorge.

Welche Form der Riester-Rente unterhalten wird, ist in der Arbeitslosigkeit irrelevant. Selbst wenn Sie also beispielsweise eine Wohn-Riester oder einen Riester-Fondssparplan nutzen, statt der klassischen Rentenvariante, ist das bereits eingezahlte und angesparte Guthaben geschützt.

Achtung bei Beitragsfreistellung
Wenn Sie sich dazu entscheiden, Ihre Riester-Rente beitragsfrei zu stellen, geht der Pfändungsschutz des Riester-Ersparten verloren. Prinzipiell ist die Riester-Rente nicht pfändbar. Dies ist jedoch an die Voraussetzung gebunden, dass staatliche Förderung bezogen wird. Bei einer Beitragsfreistellung ist dies nicht der Fall. Die Entscheidung ist also genau abzuwägen: Einerseits ist die Bei­trags­frei­stellung eine Entlastung für den Arbeitslosen, andererseits ist die Riester-Rente dann pfändbar.
… mehr zur Beitragsfreistellung der Riester-Rente

Weitere Fragen zur Riester-Rente und Arbeitslosigkeit

Beim Elternunterhalt bzw. in der Elternzeit zählt das im Riester-Vertrag angesparte Vermögen ebenfalls nicht ein. Ebenso wenig wird es bei Bedürftigkeitsprüfungen angerechnet. In einem Großteil der Fälle ist es gegenüber Dritten pfändungssicher. Entfällt während der Elternzeit der Leistungs­anspruch, beispielsweise aufgrund eines hohen Einkommens des Ehepartners, bleibt die Regelung mit dem Sockelbetrag von 60 Euro pro Jahr erhalten.

Ein Umstand, der oft zum positiven ausfällt, ist die Förderberechtigung. Kinder­er­ziehende (das Elternteil, welches in Elternzeit geht), sind unmittelbar zu­lagen­berechtigt. Wer dies bereits zuvor war, für den ändert sich nichts. Wer vorher nur mittelbar begünstigt war, kann nun „allein riestern“ und besitzt direkten Anspruch auf Förderung. In der Elternzeit muss zudem lediglich der Sockelbeitrag von 60 Euro eingezahlt werden, um volle Zulagen zu erhalten.

Bei einer Arbeitsunfähigkeit wird Kranken­geld von der Krankenkasse bezogen, nachdem die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers vorüber ist. Sobald die Kranken­kasse nicht mehr zahlt, wird vom Gesetzgeber die vereinbarte Er­werbs­minderungs­rente ausgezahlt – das Vermögen im Riester-Vertrag bleibt bestehen, sofern der Betroffene in der Zeit zuvor pflichtversichert war.

Die Förderberechtigung richtet sich dann nach der Art der Erwerbsunfähigkeit: Erhalten Sie die volle Er­werbs­minderungs­rente, sind Sie weiterhin förderberechtigt. Wenn Sie nur die halbe Erwerbsminderungsrente erhalten, bekommen Sie die staatliche Förderung nur, wenn:

  • Ihr Ehepartner renten­ver­sicherungs­pflichtig ist und und seinen Riester-Vertrag unmittelbar förderberechtigt bespart. Dann werden Sie zum mittelbar Begünstigten
  • Sie mit einer teilweisen Erwerbs­un­fähig­keit weiterhin in der Lage sind, einer ren­ten­ver­sicherungs­pflichtigen Nebentätigkeit nachzugehen.

In beiden Fällen muss der Sockelbeitrag in Höhe von 60 Euro/Jahr eingezahlt werden, um Förderungen zu erhalten.

(… mehr zum Thema Riester-Rente bei Berufsunfähigkeit)

Personen, die Angehörige mindestens 14 Stunden in der Woche pflegen, werden als „ehrenamtliche Pflegeangehörige“ eingestuft. Diese Einstufung stellt sicher, dass Beiträge aus der Pflegekasse in die Rentenversicherung übergehen. Dadurch bleibt bei solchen ehrenamtlichen Pflege­angehörigen auch alle Ansprüche auf Riester-Zulagen erhalten, sofern mindestens der Sockelbeitrag jährlich eingezahlt wird.

Nach der Arbeitslosigkeit zurück in den Beruf: Was passiert mit der Riester-Rente?

Reduzierte Beiträge im 1. Jahr

Für dann ehemals Arbeitslose entstehen Vorteile im ersten Jahr. Erneut gilt in dieser Situation die Regelung, dass das Einkommen aus dem Vorjahr zur Berechnung herangezogen wird. Da das Einkommen aufgrund der Arbeitslosigkeit nur sehr niedrig ausfiel, reduzieren sich nach der Arbeits­losigkeit auch die Beiträge für die Riester-Rente. Wer also wieder eine Arbeitstätigkeit aufnimmt, muss im ersten Jahr nur reduzierte Riester-Beiträge zahlen, erhält aber weiterhin die vollständige Riester-Förderung.

Änderungen dem Anbieter mitteilen

Versicherte stehen natürlich in der Pflicht diese neuen Lebensumstände immer zeitnah ihrem Versicherer mitzuteilen. Dieser wird Sie dann auch informieren, welche Beiträge für das Jahr gezahlt werden müssen, gleichermaßen kann er Ihnen ein Ausblick darüber geben, wie die Beiträge im zweiten Jahr der Erwerbstätigkeit ansteigen. Wurde der Vertrag stillgelegt, muss er rechtzeitig wieder aktiviert werden. Das sollte noch vor dem Eintritt in die neuerliche Erwerbstätigkeit stattfinden, um von den reduzierten Beiträgen im ersten Jahr der Erwerbstätigkeit zu profitieren.

Förderberechtigung beachten

Je nachdem, was für eine berufliche Tätigkeit Sie wieder aufnehmen, ändert sich Ihre Förder­berechtigung. Unmittelbar förderberechtigt sind Sie, wenn Sie einer ren­ten­ver­sicherungs­pflichtige Tätigkeit zum Beispiel als Angestellter oder Beamter nach­gehen. Machen Sie sich dagegen selbständig, benötigen Sie einen unmittelbar förder­berechtigten Ehepartner, um mittelbar förder­berechtigt weiter riestern zu können.

… mehr zur Riester-Rente
Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.03.2020 aktualisiert.
Über den Autor
Müni Enkhsaikhan
Müni Enkhsaikhan
mehr erfahren
ic_arrow_upward_black_24px Created with Sketch. zum Seitenanfang riester rente bei arbeitslosigkeit