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Neue Regelungen in der betrieblichen Altersvorsorge

Das ändert sich bei der betrieblichen Altersvorsorge 2019

Neue Regelungen der betrieblichen Altersvorsorge 2019

Betriebsrentenstärkungsgesetz Stufe 2

Ein Jahr ist es nun her, seit das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) eingeführt wurde. Seit dem 1. Januar 2019 ist die zweite Stufe davon in Kraft. Folgendes ist bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) neu:

  • Arbeitgeberzuschüsse: Seit dem 1. Januar 2019 müssen Arbeitgeber nun bei neu abgeschlossenen Entgeltumwandlungvereinbarungen 15 % des umgewandelten Entgelts als Zuschuss zahlen, soweit sie Sozialversicherungsbeiträge einsparen. Ab dem 1. Januar 2022 greift diese gesetzliche Regelung auch bei bestehenden Vereinbarungen. Diese Pflicht gilt beim Pensionsfonds, bei der Pensionskasse, bei der Direktversicherung und beim Sozialversicherungsmodell. Bei der Unterstützungskasse sowie Direktzusage muss der Arbeitgeber weiterhin keinen Zuschuss leisten.

Weitere Neuerungen bei der betrieblichen Altersvorsorge ab 2019

  • Steuerfreie Beiträge: Arbeitnehmer können wie bereits 2018  jährlich bis zu 8 % steuer- und 4 % sozialversicherungsfrei in einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse, eine Direktversicherung oder ein Sozialversicherungsmodell einzahlen. Der maximale sozialabgabenfreie Anteil erhöht sich 2019 aber von 260 auf 268 Euro monatlich und der steuerfreie von 520 auf 536 Euro. Bei der Unterstützungskasse sowie Direktzusage  bleibt der steuerfreie Anteil unbegrenzt.

    Grund für die Änderung der sozialabgaben- und steuerfreien Beiträge ist die gestiegene Beitragsbemessungsgrenze (BBG). Damit ist der maximale Bruttolohnbetrag gemeint, mit dem die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung berechnet werden. Beim darüber hinausgehenden Teil des Bruttogehaltes entfällt die Beitragspflicht. 2019 liegt die Grenze bei monatlich 6.700 Euro (West) und 6.150 Euro (Ost). Das wirkt sich auch die betriebliche Altersvorsorge aus. Denn die sozialabgabefreie sowie der steuerfreie Anteil der bAV gilt nur für den Bruttolohnanteil der jeweiligen BBG.
  • Abfindung: Wenn die spätere Rente sehr gering ausfallen würde, kann sich der Arbeitnehmer allenfalls einmalig abfinden lassen. Der Arbeitgeber muss aber einverstanden sein. So ist 2019 eine Abfindung möglich, wenn die monatliche Rente nicht höher als 31,15 Euro (West) sowie 28,70 Euro (Ost) sein würde. Beim angesparten Kapital liegt die Abfindungsgrenze bei 3.738 Euro (West) sowie 3.444 Euro (Ost).

Erklärvideo: Die betriebliche Altersvorsorge für Arbeitgeber: Mit Tipps vom Experten

Neue Regelungen der betrieblichen Altersvorsorge 2018

Betriebsrentenstärkungsgesetz ist in Kraft

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist seit 2018 umfassend reformiert. Seit dem 1. Januar ist das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) in Kraft. Dank diesem Gesetz soll die bAV vor allem für kleine und mittlere Betriebe sowie den Niedriglohnsektor attraktiver werden. Das sind die wichtigsten Änderungen:

  • Mehr steuerliche Förderung: Der steuerliche Förderrahmen bei der Entgeltumwandlung wurde von 4 auf 8 % erhöht.
  • Arbeitgeber-Zuschuss: Bei der Entgeltumwandlung ist der Arbeitnehmer ab 2019 bei neuen Verträgen verpflichtet, einen Zuschuss von mindestens 15 % zu leisten. Ab 2022 gilt diese Pflicht auch bei bestehenden Verträgen.
  • Förderung bei Geringverdienern: Zahlt ein Unternehmen Zuschüsse in die bAV von Geringverdienern (max. 2.200 Monatseinkommen) profitiert es von staatlicher Förderung.
  • Sozialpartnermodell: Mit dem Sozialpartnermodell wurde ein 6. Durchführungsweg der bAV geschaffen – es ist das Herzstück des BRSG. Tarifparteien können damit die reine Beitragszusage vereinbaren. Dabei garantiert der Arbeitgeber lediglich die Beitragszahlung und haftet nicht wie bisher für die Versorgungsleistung während der Rentenphase. Auch die Versorgungseinrichtung übernimmt keine Haftung. Dafür wird bei der Geldanlage in der Regel mehr Flexibilität gewährt, was die Renditechancen erhöht.
…mehr zum Betriebsrentenstärkungsgesetz

Weitere Neuerungen in der betrieblichen Altersvorsorge seit 2018

  • Steuerfreie Beiträge: Arbeitnehmer können nun statt 4 % bis zu 8 % steuerfrei und wie bisher 4 % sozialversicherungsfrei in einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse, eine Direktversicherung oder ein Sozialversicherungsmodell einzahlen. Der maximale sozialabgabenfreie Anteil erhöht sich gegenüber 2017 von 254 auf 260 Euro monatlich und der der steuerfreie von 254 auf 520 Euro. Bei der Unterstützungskasse sowie Direktzusage bleibt der steuerfreie Anteil unbegrenzt.
  • Abfindung: Wenn die spätere Rente sehr gering ausfallen würde, kann sich der Arbeitnehmer allenfalls einmalig abfinden lassen. So ist 2018 eine Abfindung möglich, wenn die monatliche Rente nicht höher als 30,45 Euro (West) sowie 26,95 Euro (Ost) sein würde. Beim angesparten Kapital liegt die Abfindungsgrenze bei 3.654 Euro (West) sowie 3.234 Euro (Ost).
  • Fristen der Unverfallbarkeit: Beim Jobwechsel kann ein Mitarbeiter, die angesparten arbeitgeber-finanzierten Beiträge mitnehmen, sofern die Fristen der Unverfallbarkeit erfüllt sind: Bei seit dem 1. Januar 2018 abgeschlossenen bAV-Verträgen ist dies der Fall, wenn der Arbeitnehmer das 21. Lebensjahr vollendet hat und die Rentenzusage seit mindestens 3 Jahren besteht.

 

Dieser Artikel wurde zuletzt am 28.11.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Maja Sommerhalder
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