Betriebliche Altersvorsorge für Geschäftsführer

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Das erwartet Sie hier

Wie sich Geschäftsführer optimal mit einer betrieblichen Altersvorsorge absichern und eine maximale Rentenhöhe erreichen.

Inhalt dieser Seite
  1. Darum ist die bAV für Geschäftsführer sinnvoll
  2. Welche Personen haben Anspruch?
  3. Gestaltungsmöglichkeiten
  4. Welcher Durchführungsweg ist am besten?
  5. Unser Service für Sie
  6. Steuerliche Besonderheiten
  7. Risiken und Fallstricke
  8. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Um die Lücken der gesetzlichen Renten­versicherung zu schließen, lohnt sich für Geschäftsführer eine betriebliche Altersvorsorge (bAV).
  • Mit dem richtigen bAV-Produkt können bis zu 35 % mehr Rentenleistungen erreicht werden.
  • Es gelten strenge Vorschriften, damit die bAV für Geschäftsführer steuerlich anerkannt wird.
  • Nicht jeder Geschäftsführer kann eine bAV abschließen.

Warum ist eine betriebliche Alters­vorsorge für Geschäftsführer sinnvoll?

Mit einer bAV die Rentenlücke schließen

Sie führen eine Firma, investieren viel Zeit und Herzblut in Ihr Unternehmen. Die Einnahmen stimmen, doch was passiert nach Ihrer aktiven Zeit? Hier ist es wichtig, dass Sie bereits an Ihren Lebensabend denken. Denn oft ist die gesetzliche Renten­versicherung nicht für Sie zuständig oder Sie sind nur Pflichtmitglied. Es drohen also große Lücken bei der Versorgung. Deshalb ist die betriebliche Altersvorsorge (bAV) in der Regel eine gute Lösung für Sie. Doch Geschäftsführer ist nicht gleich Geschäftsführer. Je nach Ihrem Status werden Sie in der bAV unterschiedlich behandelt. Manchmal ist es gar nicht möglich, eine solche abzuschließen.

Ob und wie es für Sie funktioniert, erfahren Sie in den nächsten Kapiteln. Auf unserer separaten Seite können Sie sich noch einmal ausführlich über die betriebliche Altersvorsorge im Allgemeinen informieren:

So funktioniert die betriebliche Altersvorsorge

Welcher Geschäftsführer hat Anspruch auf die bAV?

bAV für angestellte und nicht beteiligte Geschäftsführer

Viele Geschäftsführer sind auch bei einem Unternehmen angestellt und nicht daran beteiligt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es eine Kapital- oder Personengesellschaft ist – steuerlich und sozial­versicherungs­rechtlich gilt er als normaler Angestellter. Er kann also auch eine betriebliche Altersvorsorge abschließen. Da er in der Regel gut verdient, hat er dabei oft einen erhöhten Bedarf. Häufig werden auch solche Arbeits­verträge befristet auf fünf Jahre abgeschlossen. Deshalb muss auch die Unverfallbarkeitsregelung hier stärker beachtet werden. Denn beim Jobwechsel gelten bestimmte Fristen, in denen die Arbeitgeber-Beiträge mitgenommen werden können.

bAV für Gesellschafter-Geschäftsführer mit Minderheitsbeteiligung

Hat ein Gesellschafter-Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften eine Minderheitsbeteiligung an der Gesellschaft, ist er einem Geschäftsführer ohne Beteiligung gleichgestellt. Er ist sozial­versicherungs­pflichtiger Angestellter und kann wie die anderen Mitarbeiter von der betrieblichen Altersvorsorge profitieren.

Etwas komplizierter wird es, wenn mehrere Gesellschafter-Geschäftsführer in einem Unternehmen eine Minderheitsbeteiligung haben und zusammen die Mehrheit der Stimmrechte halten. Sie alle werden in der bAV als beherrschender Gesellschafter-Geschäftsführer angesehen. Für diesen gelten spezielle Regeln bei der Erteilung einer Versorgungszusage.

bAV für beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer

Ein beherrschender Gesellschafter-Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft (z.B. einer GmBH) hält die Mehrheit der Stimmrechte. Sozial­versicherungs­rechtlich wird er als selbständig angesehen. Für ihn entfällt die Sozial­versicherungs­pflicht und damit auch die Bestimmungen des Betriebs­rentengesetzes.

Trotzdem ist der beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer nach wie vor Angestellter und hat Anspruch auf ein Gehalt. Deshalb ist für ihn eine aus seinem Angestelltenverhältnis begründete Versorgungszusage der betrieblichen Altersvorsorge möglich, die auch steuerrechtlich anerkannt wird.

Keine bAV für Geschäftsführer von Personengesellschaften

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Als Einzelkaufmann ist man selbständiger Unternehmer. Daher ist es nicht möglich, Verträge mit sich selbst zu machen geschweige denn sich selbst eine bAV-Zusage zu erteilen. So fehlt der Arbeits­vertrag, denn für eine betriebliche Altersvorsorge muss auch ein Arbeits­verhältnis bestehen. Der Einzelkaufmann kann also nur eine private Vorsorge­ (z.B. Riester-Rente oder Rürüp-Rente) abschließen, bei der ebenfalls eine steuerliche Förderung möglich ist.

Dies trifft auch auf auf Geschäftsführer von Personengesellschaften (KG, OHG) zu, die auch Gesellschafter sind. Denn ihre Einkünfte aus der Geschäftsführertätigkeit werden als selbständige Tätigkeit angesehen. Als „selbständiger Unternehmer“ gilt auch ein Geschäftsführer einer GmbH & Co. KG, wenn er gleichzeitig Kommanditist ist und die Verwaltung der KG der alleinige Geschäftszweck der GmbH ist.

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Wie kann der Geschäftsführer seine bAV gestalten?

Zusatzleistungen für die bAV

Ist ein Geschäftsführer sozial­versicherungs­pflichtig, leistet er Beiträge für die gesetzliche Renten­versicherung – dies von dem Teil seines Einkommens­, das unter der Beitrags­bemessungsgrenze (BBG) liegt. Er genießt also eine gewisse Grundsicherung. Mit der bAV kann er die gesetzliche Rente, die in der Regel oft gering ist, aufstocken. Zusätzlich kann er auch eine betriebliche Invalidenrente oder eine Rente für die Hinterbliebenen­ abschließen, damit Lücken aus der gesetzlichen Versorgung geschlossen werden. Möglich ist es auch, Tantiemen oder Sonder­zahlungen in die betriebliche Altersvorsorge zu investieren, was ein zusätzliches Polster für den Ruhestand bedeutet.

bAV ohne gesetzliche Rente

Da beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer sozial­versicherungs­rechtlich als Selbständige gelten, unterstehen sie nicht der Renten­versicherungs­pflicht. Möglich ist, dass sie freiwillige Beiträge in die gesetzliche Renten­versicherung leisten. Allerdings ist es sinnvoller, komplett auf die betriebliche Altersvorsorge zu setzen. Insbesondere wenn sie arbeitgeberfinanziert ist, wird sie für einen Geschäftsführer richtig attraktiv.

Die bAV ist in voller Höhe Betriebs­ausgabe und mindert den Gewinn des Unternehmens. Somit ist das Verhältnis aus eingesetzten Mitteln zur Höhe der späteren Versorgung optimal. Zusätzlich zur Altersrente sind auch hier noch weitere Bausteine möglich wie eine Rente für die Hinterbliebenen­ oder eine Absicherung der Berufs­unfähigkeit. Allerdings sind die gesetzlichen Anforderung an die Gestaltung der Versorgungszusage hoch.

Welchen Durchführungsweg der bAV wählen Geschäftsführer?

Direkt­versicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds

Es gibt mehrere Varianten, wie Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) ihre Vorsorge­lücken schließen können. Eine Kombination aus verschiedenen Durchführungswegen ist möglich. Grundstock der betrieblichen Altersvorsorge können sein:

Die Beiträge sind im Rahmen der Entgeltumwandlung bis zu einer gewissen Beitrags­bemessungsgrenze steuerfrei (bis zu 8 Prozent) und sozialabgabenfrei (bis zu 4 Prozent). Ebenfalls sind die steuerlichen Vorgaben für GGF nicht so streng wie bei den Durchführungswegen Direktzusage und Unterstützungs­kasse. Grund: Diese Durchführungswege der bAV werden durch eine externe Versorgungseinrichtung abgewickelt. Das Unternehmen ist einzig für die Bezahlung der Beiträge zuständig, die Bilanz bleibt unberührt.


Kombination mit Direktzusage und Unterstützungs­kasse möglich

Trotzdem reicht eine bAV über diese drei externen Durchführungswege häufig nicht aus, um einem Gesellschafter-Geschäftsführer später eine angemessene Rente zu ermöglichen. Denn sein Gehalt liegt oft über der Beitrags­bemessungsgrenze – 2021 sind dies jährlich 85.200/80.400 Euro (West/Ost). Deshalb können die Direktzusage (Pensionszusage) oder Unterstützungs­kasse eine Ergänzung sein. Unser Spezialist für betriebliche Altersversorgung Frank Heide rät gar dazu, von Anfang an auf diese beiden Durchführungswege zu setzen, da die steuerfreien Beiträge unbegrenzt sind.

Für die Direktzusage bildet der Unternehmer in der Regel Rückstellungen in der Bilanz. Damit diese steuerlich geltend gemacht werden können, sind verschiedene Anforderungen nötig, die weiter unten beschrieben werden. Falls Rückstellungen in der Bilanz nicht gewünscht sind, bietet sich auch eine rückgedeckte Unterstützungs­kasse an. Bei dieser sorgt eine externe Einrichtung für die Abwicklung der bAV.

Unser Service für Sie

Wahl der bAV-Lösung sollte gut durchdacht sein

Wenn ein Gesellschafter-Geschäftsführer eine betriebliche Altersvorsorge aufbauen will, ist das eine komplexe Angelegenheit und bedarf einer ganzheitlichen Planung. „Meistens ist bei der Beratung ein Zusammenspiel von einem erfahrenen Berater, einem Steuerberater und einem Juristen notwendig“, sagt unser Spezialist Frank Heide. Denn es gehe häufig um sehr hohe Beträge, die in die bAV investiert werden sollen: „Dabei muss man sich auch immer fragen, ob sich dies ein Unternehmen dauerhaft leisten kann.“

Für welche Lösung und Produkte ein Gesellschafter-Geschäftsführer bzw. ein Unternehmen sich letztlich entscheidet, hängt laut Heide immer von seiner persönlichen Situation ab und von den Präferenzen des Unternehmens. „Will eine Firma ihre Altersversorgung sehr flexibel gestalten, eignet sich eine Direktzusage. Hier kann man die Zahlungen individuell gestalten und auch die Einzahlung von Tantiemen sind möglich.“ Allerdings werde durch die Direktzusage auch die Bilanz berührt.


25 – 35 % mehr Rentenleistung dank Smart Pension

Wenn ein Unternehmen dies nicht will, kann es auch den Durchführungsweg Unterstützungs­kasse wählen oder diese mit der Direktzusage kombinieren. „Im Bereich Unterstützungs­kasse empfehlen wir für Gesellschafter-Geschäftsführer häufig das Modell Smart Pension, das spezielle Konditionen bietet“, sagt Heide: „Im Durchschnitt erreichen wir 25 bis 35 Prozent mehr Rentenleistung als bei normaler Geschäftsführer-Vorsorgung.“

So gehe man bei Smart Pension von einer Lebenserwartung aus, die geringer als bei herkömmlichen Unterstützungs­kassen sei: „Dadurch erhöht sich die monatliche Rente. Nur wenn der Versicherungs­nehmer länger lebt als das kalkulierte Endalter, zahlt der Betrieb in der Regel drauf.“

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Diese steuerlichen Besonderheiten gelten bei der bAV für Geschäftsführer

bAV wird nicht immer steuerlich anerkannt

Nicht in jedem Fall werden die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung bei Gesellschafter-Geschäftsführer steuerlich anerkannt. Insbesondere bei der Direktzusage und Unterstützungs­kasse sind die Aufwendungen steuerlich gesehen Betriebs­ausgaben, was den Unternehmensgewinn schmälert. Die Gesellschaft zahlt dadurch weniger Körperschaft- und Gewerbesteuer, obwohl sie von der bAV profitiert. Bei den Finanzbehörden gelten deshalb Anforderungen, damit die bAV steuerlich anerkannt wird. Diese müssen besonders bei der bAV von beherrschenden GGF befolgt werden.

Voraussetzungen für die steuerliche Anerkennung

  • Formale Anforderungen:
    Die getroffenen Versorgungsvereinbarungen müssen klar und eindeutig sein und schriftlich festgehalten werden. Es braucht zudem einen Arbeits­vertrag mit Entgeltumwandlung und die bAV muss sich darauf beziehen. Sonst kann einem Geschäftsführer eine versteckte Gewinnausschüttung unterstellt werden.
  • Ernsthaftigkeit:
    Auch muss die Vorsorgungszusage ernsthaft sein. Ihr Zweck ist es, dass die spätere Versorgung des Geschäftsführers sichergestellt ist. Die Ernsthaftigkeit wird z.B. in Frage gestellt, wenn eine bestehende Zusage ohne triftigen Grund aufgehoben wird.
  • Finanzierbarkeit:
    Die bAV des Geschäftsführers sollte finanzierbar sein. Die Beiträge
    dürfen also kein allzu großes Loch in die Unternehmenskasse reißen.
  • Erdienbarkeit:
    Die Behörden achten darauf, dass die Versorgung angemessen und erdienbar ist. Unter anderem heißt das, dass mindestens zehn Jahre zwischen der Erteilung der Zusage und dem geplanten Renteneintritt liegen. Auch sollte die vereinbarte Rente nicht höher sein als 75 % des aktiven Gehalts.
  • Wartefristen:
    Die Firma muss mindestens seit 5 Jahren existieren. Auch der GGF sollte länger als 2 bis 3 Jahre für das Unternehmen arbeiten. Die Behörden wollen sehen, dass er sich bewährt hat.
  • Befreiung vom Insichgeschäfts-Verbot:
    Vertraglich muss das Arbeits­verhältnis ausdrücklich vom Insichgeschäfts-Verbot befreit sein – auch Selbstkontrahierungsverbots genannt. Das muss im Handelsregister eingetragen werden. Damit sind Geschäfte gemeint, die der Vertreter mit sich selbst abschließt. Bei einem Vertragsabschluss handelt er auf der eigenen Seite mit seinem eigenen Namen und auf der anderen in fremdem Namen.

Mögliche steuerliche Auswirkungen

Die betriebliche Altersvorsorge hat in der Anspar- und Rentenzeit für den Geschäftsführer und für das Unternehmen steuerliche Auswirkungen. Für die externen Durchführungswege Direkt­versicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds sind die Regeln recht eindeutig. Die Ausgaben gelten als Betriebs­ausgaben. Die Beiträge sind bis zu einer gewissen Obergrenze von der Lohnsteuer befreit. Die spätere Rente ist bei allen Durchführungswegen voll steuerpflichtig.

Bei den Durchführungswegen Direktzusage und Unterstützungs­kasse gibt es grundsätzlich keine Lohnsteuerpflicht. Die Direktzusage wird aber im Unternehmen im Gegensatz zu den anderen Durchführungswegen intern abgewickelt. Hier gestalten sich die steuerlichen Regelungen kompliziert. Die Gefahr besteht, dass das Finanzamt die Dinge anders sieht als das Unternehmen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn das Amt bei der Direktzusage für den GGF die strengen steuerlichen Anforderungen nicht anerkannt. Die Aufwände für die bAV werden dann (manchmal auch im Nachhinein) als versteckte Gewinnausschüttung angesehen. Dann werden Steuernachzahlungen fällig.

Ausführliche Infos zur bAV in der Steuer

Diese Risiken drohen bei der bAV von Geschäftsführern

Bei Gesellschafter-Geschäftsführer sind die Anforderungen an die Versorgungszusage oft hoch, um sie steuerlich geltend zu machen. Folgende Fallbeispiele verdeutlichen, welche Fallstricke drohen und wie man diese vermeiden kann.

Start-ups müssen Wartezeiten akzeptieren

Ein Unternehmen wurde neu gegründet. Die bAV des Gesellschafter-Geschäftsführers soll über eine Direktzusage abgewickelt werden. Nur ist das nicht so einfach möglich, damit diese auch steuerlich anerkannt wird. Denn ein Geschäftsführer muss zum einen seine Eignung während einer zweijährigen Probezeit nachweisen. Zum anderen kann die bAV für Geschäftsführer sowieso erst drei Jahre nach der Neugründung eines Unternehmens abgeschlossen werden. Sonst drohen Steuernachzahlungen. Deshalb ist es empfehlenswert, die Wartezeit zum Beispiel mit einer Direkt­versicherung zu überbrücken.


Formfehler vermeiden

Ein Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH sorgte für sein Alter mit einer Unterstützungs­kasse vor. Nach ein paar Jahren bemerkte das Finanzamt, dass ein Formfehler gemacht wurde, als die Unterstützungs­kasse eingerichtet wurde. Die geleisteten Beiträge wurden damit als verdeckte Gewinnausschüttung behandelt. Insgesamt sollte der Versicherte sowie seine Firma 35.000 Euro Steuern nachzahlen.


Versicherungs­­bedingungen studieren

Ein angestellter Geschäftsführer wurde nach einem Autounfall invalide und konnte seinen Beruf nicht mehr ausüben. Er hatte über seine GmbH eine Direktzusage abgeschlossen und diese muss nun eine Berufs­unfähigkeitsrente leisten. Obwohl die GmbH für solche Fälle eine Rückdeckungs­versicherung abgeschlossen hatte, wollte diese nicht zahlen. Grund: Sie sah ihre Bedingungen für die Übernahme der Leistungen nicht erfüllt.

Dass der Versorgungsauftrag nicht mit den Versicherungs­­bedingungen übereinstimmt, ist keine Seltenheit. Deshalb ist es wichtig, diese genau zu studieren, damit man sich nicht in falscher Sicherheit wiegt. Hilfreich ist dabei auch eine externe Beratung. Für unsere Beispielfirma war es aber schon zu spät: Sie musste die monatliche Rente für ihren invaliden Ex-Geschäftsführer in der Höhe von 5.300 Euro selbst zahlen.


Vertrag regelmäßig überprüfen

Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, seinen Versicherungs­vertrag regelmäßig zu überprüfen und geänderte persönliche Rahmen­bedingungen rechtzeitig festzuhalten. Dazu zählt etwa eine Scheidung, eine Heirat oder die Geburt von Kindern:

So verunglückte ein Gesellschafter-Geschäftsführer mit 51 Jahren tödlich. Zurück ließ er seine Ehefrau und seinen 3-jährigen Sohn. Seine Direktzusage sah eine monatliche Rente von 2.000 Euro für seine Familie vor. Nur war seine Ex-Frau als Versorgungsberechtigte im Vertrag aufgeführt. Somit erhielt sie und nicht seine neue Familie die Hinterbliebenen­-Vorsorge­.


Weitere Besonderheiten für die bAV von Gesellschafter-Geschäftsführern

Abfindung einer bAV ist grundsätzlich möglich

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Die Abfindung einer betrieblichen Altersvorsorge ist gemäß Betriebs­rentengesetz nicht erlaubt. Allerdings unterliegen Gesellschafter-Geschäftsführer nicht der Sozial­versicherungs­pflicht und damit auch nicht dem Betriebs­rentengesetz. Somit ist die Abfindung grundsätzlich möglich. Willkürlich darf das Recht auf Abfindung jedoch nicht angewandt werden, denn dies ist nicht mit der Ernsthaftigkeit der Versorgungszusage vereinbar. Ebenfalls muss die Abfindung so hoch sein wie der Barwert des angesparten Kapitals und nicht wie der steuerlich anzusetzende Teilwert.

Insolvenzschutz der bAV von Gesellschafter-Geschäftsführer

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In der Regeln ist die betriebliche Altersvorsorge durch den Pensionssicherungs-Verein gegen Insolvenz geschützt. Beim beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer ist jedoch ein Insolvenzschutz bei der Direktzusage nur durch eine privatrechtliche Verpfändung der Rückdeckungsmitteln an den Begünstigten möglich. So wird zum Beispiel eine Direktzusage durch eine Lebens­versicherung rückgedeckt. Diese wird dann an den GGF oder an seine Hinterbliebenen­ verpfändet.

Rückdeckungs­versicherung für Geschäftsführer ist sinnvoll

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Bei einer Direktzusage sind Unternehmen zur Zahlung verpflichtet, wenn ein Mitarbeiter z.B. berufsunfähig wird. Das kann ein Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten bringen. Mit einer Rückdeckungs­versicherung können sie dieses Risiko abfedern. Meistens geschieht dies in Form einer Lebens- oder Renten­versicherung, die auf den Zusagempfänger abgeschlossen wird. Tritt der Versorgungsfall (Alter, Invalidität oder Tod) ein, deckt eine Versicherung die Ansprüche des Rentenempfängers.

Fazit

Professionelle Beratung suchen, um Fallstricke zu umgehen

Die obigen Fallbeispiele zeigen: Bei einer betrieblichen Altersvorsorge für Geschäftsführer gibt es viele Fallstricke, die die Leistungen erheblich schmälern oder sogar zu Problemen mit den Behörden führen können. Dabei ist die bAV eine ideale Form der privaten Altersvorsorge für:

  • angestellte Geschäftsführer,
  • Gesellschafter-Geschäftsführer
  • und beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer,

um die gesetzliche Rentenlücke zu schließen und den Lebensstandard im Alter zu halten.

Mit dem richtigen Know-how kann man mögliche Stolpersteine aus dem Weg räumen. Die meisten Unternehmen brauchen aber Hilfe dabei. „Dazu ist die Materie einfach viel zu komplex. Sogar ein erfahrener Vorsorge­berater sollte einen Juristen und Steuerberater beiziehen, wenn es um die betriebliche Altersvorsorge von Geschäftsführern geht“, sagt unser Experte Frank Heide.

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Katharina Tennius
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