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Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG)

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz soll die betriebliche Altersvorsorge attraktiver machen: Das müssen Sie wissen.
Das Wichtigste in Kürze
  • Mit dem Betriebsrenten­­­stärkungsgesetz (BRSG) wurde die betriebliche Altersvorsorge (bAV) umfassend reformiert. Es ist seit dem 1. Januar 2018 in Kraft.
  • Ziel ist es, die betriebliche Altersvorsorge attraktiver zu gestalten und diese weiter zu verbreiten.
  • Einerseits wurde dafür das Sozialpartnermodell geschaffen, eine Art sechster Durchführungsweg der bAV. Andererseits wurden die steuerlichen und arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen der bAV verbessert.
  • Dazu gibt es etwa mehr staatliche Förderung bei der Entgeltumwandlung und verpflichtende Arbeitgeber-Zuschüsse.
  • Ebenfalls erhalten Arbeitgeber Steuererleichterungen, wenn sie in die bAV von Geringverdienern einzahlen.

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG)

2017 wurde die betriebliche Altersvorsorge (bAV) mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) weitreichend reformiert. Das oberste Ziel dabei ist eine bessere Verbreitung der bAV. Denn bis dahin haben diese nur etwa 60 Prozent der Arbeitnehmer abgeschlossen. Nun sollen aber mit dem BRSG vor allem Mitarbeiter von kleineren und mittleren Betrieben sowie Geringverdiener vermehrt von der bAV profitieren.

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) ist seit dem 1. Januar 2018 in Kraft. Es umfasst im wesentlichen zwei Kernelemente: Einerseits sollen steuerliche und arbeitsrechtliche Anreize die bAV für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Branchen attraktiver machen. Andererseits wurde das Sozialpartnermodell geschaffen. Das ist eine Art sechster „Durchführungsweg“ der bAV und gilt für Tarifverträge. Im Unterschied zu den anderen fünf Durchführungswegen ist beim Sozialpartnermodell eine reine Beitragszusage möglich. Arbeitgeber haften somit nicht mehr für die spätere Leistungen.

… mehr zum Sozialpartnermodell

Unser Service für Sie

Unternehmen sind mit der Einführung des BRSG dazu angehalten, ihre betriebliche Altersvorsorge zu überarbeiten. Falls Sie diesen Schritt noch nicht gemacht haben und Unterstützung benötigen, helfen wir Ihnen gerne. Wir bieten einen umfassenden Service rund um die bAV an. Unsere Experten sind unter 030 – 120 82 82 8 oder kontakt@transparent-beraten.de erreichbar. 

Die wichtigsten Neuerungen im Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG)

Neben dem Sozialpartnermodell wurden im Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) viele Neuerungen eingeführt. Unter anderem sieht dieses mehr steuerliche Förderung, einen verpflichtenden Arbeitgeber-Zuschuss und Beitragsnachzahlungen vor. Die wichtigsten Neuerungen im Detail:

Mehr steuerliche Förderung

Arbeitnehmer konnten bisher jährlich bis zu 4 % der Beitrags­bemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung West (BBG) steuer- und sozialversicherungsfrei in einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse, eine Direktversicherung oder ein Sozialversicherungsmodell einzahlen. Zusätzlich konnten bis zu 1.800 Euro pro Jahr steuerfrei in die Betriebsrente eingebracht werden.

Neu beträgt die Beitrags­bemessungsgrenze bei den Steuern 8 %, sozialversicherungsfrei bleiben weiterhin 4 % der Beiträge. Der zusätzliche Steuerfreibetrag fällt dafür weg. Bei den bAV-Durchführungswegen Unterstützungskasse sowie Direktzusage sind die steuerfreien Beiträge wie bisher unbegrenzt.

Arbeitgeber-Zuschuss wird Pflicht

Seit dem 1. Januar 2019 müssen Arbeitgeber bei neu abgeschlossenen Entgeltumwandlungsvereinbarungen 15 % des umgewandelten Entgelts als Zuschuss zahlen. Allerdings nur soweit sie Sozialversicherungsbeiträge einsparen. 2022 gilt diese Pflicht für alle bestehenden bAV-Verträge.

… mehr zum Arbeitgeber-Zuschuss

Förderung bei geringen Einkommen

Mit dem BRSG sollen auch Arbeitgeber dazu animiert werden, eine bAV für Geringverdiener abzuschließen. Dazu erhalten sie staatliche Förderungen, wenn sie Arbeitnehmern mit einem Einkommen von maximal 2.200 Euro brutto im Monat einen Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge zahlen. Dazu müssen Arbeitgeber 240 bis 480 Euro in die bAV leisten. Diese Arbeitgeber können im Gegenzug 30 % des Förderbeitrages bei der nächsten Lohnsteuer-Meldung in Abzug bringen.

Beitragsnachzahlung, wenn das Arbeitsverhältnis ruht

Bei Elternzeit, Pflegezeit oder Sabbaticals ist das Arbeitsverhältnis vorübergehend unterbrochen. Oft können aus finanziellen Gründen keine Beiträge zur Altersvorsorge geleistet werden. Arbeitnehmer erhalten nun mit dem BRSG eine Nachzahlungsmöglichkeit, damit keine Lücken in der bAV entstehen.

Unter gewissen Voraussetzungen können diese Arbeitnehmer eine jährliche Nachzahlung in der Höhe von 8 % der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze leisten. Möglich ist dies bis zu zehn Jahren.  Er werden dabei auch  entgeltlose Dienstjahre vor dem 01.01.2018 zu berücksichtigt. Allerdings muss die Nachzahlung spätestens zum Ende jenes Kalenderjahres erfolgen, das auf das Ende der entgeltlosen Periode folgt.

… mehr zur betrieblichen Altervorsorge

Freibetrag in der Grundsicherung

Vor dem Inkrafttreten des Betriebsrentenstärkungsgesetz wurden Leistungen aus einer zusätzlichen Altersversorgung auf die staatlich zugesicherte Mindestversorgung, auch Grundsicherung genannt, angerechnet. Neu gibt es dafür einen Freibetrag von bis zu rund 200 Euro, damit Rentner mehr von ihrer zusätzlichen Vorsorge haben.

Erhalten Mitarbeiter automatisch eine bAV?

In der Regel müssen sich Mitarbeiter aktiv um eine betriebliche Altersvorsorge bemühen. Beim sogenannten Opting-out werden alle Mitarbeiter automatisch zur bAV angemeldet. Wer nicht an der Entgeltumwandlung teilnehmen will, muss aktiv widersprechen. Seit 2018 ist diese automatische Entgeltumwandlung möglich, allerdings muss dies in einem Tarifvertrag geregelt werden. Nicht tarifgebundene Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, sich an Tarifverträge anzulehnen. Es besteht jedoch keine Verpflichtung. Es ist also damit längst nicht so, dass alle Mitarbeiter automatisch eine bAV erhalten.

Verbesserung der Riester-Verträge

In der Rentenphase müssen für einen Riester-Rente-Vertrag in der bAV keine Sozialversicherungsbeiträge mehr auf Leistungen gezahlt werden. Die Doppelverbeitragung von Kranken- und Pflegeversicherung bei der riestergeförderten betrieblichen Altersversorgung wurde damit abgeschafft. Es gelten nun für den Riester-Vertrag in der betrieblichen Altersvorsorge die gleichen Bedingungen wie für einen privaten Riester-Vertrag. Zudem wurden die Zulagen von 154 auf 175 Euro pro Jahr angehoben.

Einfachere Vervielfältigungsregel

Verlässt ein Angestellter das Unternehmen, kann er steuerfrei zusätzliche Beiträge, wie etwa eine Abfindung, in die bAV leisten. Die Maximalhöhe war bisher abhängig von der Dienstzeit und den gezahlten Beiträgen in die bAV.

Seit 2018 wird der sogenannte Vervielfältigungsbetrag berechnet, indem die Dienstzeit (maximal 10 Dienstjahre) mit 4 % der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze multipliziert wird. Die Berechnung für die Vervielfältigungsregel ist damit einfacher.

… mehr zur betrieblichen Altersvorsorge beim Jobwechsel

 

Dieser Artikel wurde zuletzt am 27.09.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Maja Sommerhalder
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