Cyber-Versicherung für Ärzte und Zahnärzte

Kosten, Leistungen, aktuelle Testergebnisse und Vergleich (2021)
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Das erwartet Sie hier

Warum Ärzte und Zahnärzte auf eine Cyber-Versicherung setzen sollten, was sie kostet und welche Leistungen für Arztpraxen besonders wichtig sind.

Inhalt dieser Seite
  1. So finden Sie die passende Absicherung
  2. Darum ist die Absicherung so wichtig
  3. Was sind wichtige Leistungen?
  4. Was kostet eine Cyber Versicherung?
  5. Aktuelle Testergebnisse
  6. Cyber Versicherungen vergleichen
  7. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Das Risiko, dass Ärzte und Zahnärzte Opfer einer Cyberattacke werden, ist groß. Insbesondere wenn Hacker sensible Patientendaten entwenden, können hohe Kosten entstehen.
  • Nicht selten muss der Praxisbetrieb vorübergehend unterbrochen werden und es werden Schadensersatz­forderungen fällig.
  • Eine Cyber-Versicherung kommt für solche Schäden auf. Sie übernimmt aber auch Kosten für Eigenschäden, Fremdschäden und Service-Dienstleistungen.
  • Zahnärzte und Ärzte können ihre Praxis bereits ab 22 € im Monat absichern.

So finden Sie als Arzt oder Zahnarzt die passende Cyber-Versicherung

Das Risiko für Arztpraxen, einem Hacker-Angriff zu unterliegen, ist beachtenswert groß. Die Cyber-Versicherung ist ein leistungsstarkes Versicherungs­produkt, was den Betrieb vor erheblichen finanziellen Schwierigkeiten schützen kann – jedoch nur und am besten, wenn es auf den Betrieb angepasst ist. Ärzte und Zahnärzte mit eigener Praxis haben ein anderen Versicherungs­bedarf, als ein Architektenbüro oder ein Grafikdesigner.


Passgenauer Schutz ab 22 Euro im Monat

Wichtig ist es, verschiedene Tarife und Angebote miteinander zu vergleichen, bevor Sie etwas abschließen. Achten Sie dabei besonders darauf, dass Sie alle Ihre Angaben zum Unternehmen korrekt und so genau wie möglich machen: Diese Risikoanalyse dient dazu, dass die Versicherungs­summe hoch genug bemessen wird und die Police auch sonst genau das versichern, was Sie auch wirklich brauchen.

Wenn Sie bereits sehr viel für die IT-Sicherheit Ihrer Praxis bemühen, wird dies mit günstigeren Beiträgen belohnt und Sie können langfristig sparen. Eine Cyber-Versicherung können Sie als Arzt bzw. Zahnarzt bereits ab 22 Euro im Monat abschließen. Dies ist im Vergleich zu mehreren 10.000 Euro teuren Schaden, den der Verlust von sensiblen Patientendaten auslösen kann, ein überschaubarer Preis. Beachten Sie dazu auch unsere Fallbeispiele.


Die Top-Vorteile einer Cyber-Versicherung für Arztpraxen

  • Übernahme von Schadenersatzforderungen, wenn z.B. Patientendaten missbraucht werden. Ebenfalls werden unberechtigte Forderungen abgewehrt.
  • Kompensation des Ertragsausfalls bei Praxisunterbrüchen
  • Service-Dienstleistungen des Versicherers, wie etwa Erstellung eines Krisenplans, Notrufnummern, PR-Beratung zur Wiederherstellung der Reputation

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Warum brauchen Ärzte und Zahnärzte überhaupt eine Cyber-Versicherung?

Optimal vor Cyber-Risiken geschützt sein

Das Cyber-Risiko für Unternehmen wird immer größer. Diese Entwicklung macht auch vor Zahnarztpraxen und Arztpraxen nicht halt. Der Schaden ist oft groß. Schließlich geht es um sensible Patientendaten. Zwar bietet eine Firewall oder Antivirenprogramme einen gewissen Schutz, doch das Risiko vor einer Attacke bleibt trotzdem. In jüngster Vergangenheit gab es sogar Ärzte oder Zahnärzte, die ihre Praxen deswegen vorübergehend schließen mussten.

Eine Cyber-Versicherung kann in solchen Fällen helfen und sollte in medizinischen Praxen zum Standard gehören. Niedergelassene Ärzte und Zahnärzte sichern zurecht das Inventar gegen Feuer ab. Eine Versicherung wird oft nicht in Frage gestellt. Anders sieht dies bei der Cyber-Versicherung aus – dabei ist das Risiko eines Hacker-Angriffs 30 Mal höher als dasjenige eines Brands.


Diese Cyber-Risiken bestehen in Arzt- und Zahnarztpraxen

Laut dem Branchenreport des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungs­wirtschaft (GDV) sind Ärzten, Zahnärzte und Apotheken eine „gut erpressbare Berufsgruppe“ und sollten sich demnach ausreichend absichern. Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie Hacker-Angriffe in Zahnarzt- oder Arztpraxen erheblichen Schaden verursachen können. Dazu gehören:

  • Verseuchte Software und defekte Hardware
  • Betriebsunterbrechung, weil nicht auf Daten zugegriffen werden kann
  • Kosten für IT-Fachleute
  • Verlust von Patientendaten
  • Schadenersatzansprüche von Geschädigten
  • Strafe, weil Datenrechte verletzt wurden

Schadensbeispiele: Darum ist eine Cyber-Versicherung so essenziell

Lösegeldforderungen für Arzt

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Hacker klauten Patientendaten in großer Menge. Anschließend verschlüsselten sie diese auf militärischem Niveau und schicktem dem Arzt eine Lösegeldforderung, damit die Daten wieder entsperrt werden. Da täglich neue Virenarten entwickelt werden, ist die Entschlüsselung äußerst schwierig. Sogar das Bundes­amt für Sicherheits- und Informationstechnologie (BSI) stößt bei einer sogenannten „Ransomware-Attacke“ an seine Grenzen.

In diesem Fall konnten IT-Spezialisten die Daten zwar entschlüsseln und die Schwachstelle im System beheben. Das IT-System wurde gegen ein sicheres ausgetauscht. Obwohl der Zahnarzt kein Lösegeld zahlen musste, kostete ihm die IT-Forensik doch 6.000 Euro. Weitere 14.000 Euro zahlte er für die Betriebsunterbrechung. Denn es dauerte vier Tage, bis die Daten wiederhergestellt wurden. Bis dahin blieb die Arztpraxis zu. Hinzukam ein Reputationsschaden, als die Patienten und Medien vom Datenklau erfuhren. Durch die Krisenkommunikation entstanden nochmals Kosten von 1.500 Euro.

Insgesamt entstanden also Kosten von 21.000 Euro, die der Arzt aus eigener Tasche bezahlen musste.

Schadenersatzforderung von Patienten

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Hackern gelang es, einige Patientendaten von einem Zahnarzt zu klauen. Sie drohten damit, diese im Darknet zum Verkauf anzubieten, falls sie kein Lösegeld erhielten. Polizei und Staatsanwaltschaft rieten dem Zahnarzt, dieser Forderung nicht nachzukommen. Allerdings musste er die Datenschutzbehörden und seine Pa­tienten über den Datenverlust in Kenntnis setzen.

Die Patienten hatten intensiven Gesprächsbedarf, was dem Arzt Kosten von 3.500 Euro verursachte. Hinzu kamen Anwaltskosten von 2.500 Euro und Kosten von 6.000 Euro, um die Schwachstelle im System zu schließen. Bis diese behoben wurde, war die Zahnarztpraxis für drei Tage geschlossen. Die Betriebsunterbrechung kostete dem Zahnarzt 8.000 Euro.

Insgesamt kostete die Attacke den Zahnarzt 20.000 Euro.

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Was sollte die Cyber-Versicherung für Mediziner leisten?

Die Cyber-Versicherung sollte alle nötigen Kosten, die nach einem Hacker-Angriff entstehen können. Dazu gehören:

  • Wiederherstellung der IT-Systeme durch IT-Forensiker
  • Benachrichtigung von Patienten
  • Ertragsausfall bei Praxisunterbrüchen
  • Fachanwälte für die Kommunikation mit Patienten und Behörden
  • Schadenersatzforderung von Patienten
  • PR- oder Krisenberatungen zum Schutz der Reputation
  • Mögliche Bußgelder der Aufsichtsbehörden
  • Lösegeldzahlungen
  • Prozesskosten

Experten-Tipp: Auf welche Leistungen Sie besonders achten sollten

„Es gibt es zwar viele Cyber-Versicherungen auf dem Markt, allerdings sind nicht alle gezielt auf die Zahnarztpraxen oder Arztpraxen ausgerichtet. So konzentrieren sich die meisten ausschließlich auf die Daten und die möglichen Schäden durch Datendiebstahl und Erpressung. Die Betriebsunterbrechung werde nicht immer automatisch miteingeschlossen. Allerdings ist bei Zahnärzten und Ärzten diese Absicherung sehr wichtig.“

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Benjamin Mai
Berater

Service-Leistungen für schnelle Hilfe

Wichtig für Arztpraxen sind auch die Service-Leistungen des Cyber-Versicherers:

  • Krisen-Dienstleister
  • Soforthilfe per Notfallnummer
  • Präventive Krisenberatung
  • Cyber-Training für Mitarbeiter

Diese helfen, im Schadensfall so schnell wie möglich Maßnahmen zu treffen und den Schaden nicht noch weiter vergrößern zu lassen, oder aber, Cyber-Angriffen vorzubeugen.


Sind Lösegeldforderungen immer mitversichert?

Mit dem Thema Lösegeldforderung gehen die Versicherungs­gesellschaften unterschiedlich um. Einige zahlen Lösegelder, andere nicht. Zwar empfiehlt das Bundes­amt für Sicherheits- und Informationstechnologie, einer Lösegeldforderung nicht nachzukommen. Dennoch sollten Sie auf diesen Leistungs­baustein bei der Wahl der passenden Cyber-Versicherung achten und sich im Zweifel in der Expertenberatung über die Möglichkeiten erkundigen.

Was zahlt die Cyber-Versicherung bei Erpressung?

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Was kostet eine Cyber-Versicherung für Arztpraxen?

Die Versicherungs­prämie für eine Cyber-Versicherung können unterschiedlich hoch ausfallen – schließlich wird sie im Idealfall an den Bedarf der Arztpraxis angepasst und hängt von mehreren Faktoren ab. Wir haben Ihnen zur Orientierung ein Rechenbeispiel erstellt.


Rechenbeispiel: Cyber-Versicherung für Zahnarztpraxis

Anzahl der Ärzte1
Anzahl der Patientenmax. 1.500
Anzahl der IT- und Telekommunikationsgeräte5
Jahresumsatz500.000 €
BesonderheitenPräventions­maßnahmen, wie etwa wöchentliches Backup aller relevanten und sensiblen Daten, Anti-Viren-Software etc.
Keine Kredit- und EC-Karten-Zahlungen
Leistungs­bausteineCyber- und Daten- Eigenschaden, Betriebsunterbrechung
Versicherungs­prämie21,17 € monatlich*
254,01 € jährlich
*Umgerechnet aus Jahresbeitrag zur Orientierung. Wir empfehlen, den Versicherungs­beitrag jährlich zu zahlen, da bei unterjähriger Zahlweise in der Regel ein Aufschlag fällig wird.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten?

  • Praxisumsatz
  • Anzahl der Mitarbeiter
  • Art und Anzahl der internetfähigen Kommunikationstechnik
  • Vorhandene Präventions­maßnahmen gegen Cyber-Angriffe
  • Umgang mit dem Datenschutz in der Praxis
  • Wie ist der Intervall und der Umgang mit Daten-Backups?
  • Sind Notfallpläne vorhanden, die eine rasche Wiederaufnahme des Praxisbetriebes nach einem Hacker-Angriff erlauben?

Größere Praxisstrukturen mit einer höheren Patientenanzahl und einer Vielzahl von internetbasierten Abläufen sollten in der Regel mit einer höheren Prämie rechnen. Maßnahmen, die gegen Cyber-Attacken und zur Datensicherheit getroffen wurden, senken die Beiträge hingegen.


Wie hoch sollte die Versicherungs­summe sein?

Betriebe erlitten in der Vergangenheit Schäden von etwa 172.000 bis 180.000 Euro durch Cyber-Angriffe. Daher ist eine Versicherungs­summe von mind. 180.000 Euro zu empfehlen. Nach der Höhe der Versicherungs­summe kann sich auch die Höhe des Versicherungs­beitrages richten.

Experten-Tipp:

„Bei einem Jahresumsatz von über 2,5 Millionen Euro und großen Sicherheitslücken in der Praxis ist auch eine Jahresprämie von über 2.500 Euro für berechtigt. Bei einigen Versicherern lässt sich die Cyber-Versicherung auch mit anderen Praxis­versicherungen kombinieren. Mediziner profitieren dann von Bündelungsrabatten.“

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Benjamin Mai
Berater

Was kostet eine Cyber-Versicherung für meine Praxis?

Die Testsieger 2021 aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich.

Die besten Cyber-Versicherer: Testsieger (2021)

Spezifische Testberichte von unabhängigen Instituten, welche Cyber-Versicherer am besten für Arztpraxen geeignet sind, gibt es derzeit nicht. Sie können sich dennoch an den allgemeinen Testergebnissen der Cyber-Versicherung orientieren. Im jüngsten Test hat das Institut Franke und Bornberg zahlreiche Versicherer hinsichtlich ihres Leistungs­umfangs unter die Lupe genommen.

Cyber­versicherung: Alle Testberichte (2021)

Cyber-Versicherung für Ärzte und Zahnärzte vergleichen

Ärzte und Zahnärzte sollten vorab verschiedene Angebote von Cyber-Versicherern vergleichen und abwägen, welche Leistungen für ihre Praxis wichtig sind. Auch unterscheiden sich Preise und Leistungs­umfang zwischen den Versicherern, sodass sich ein Tarifvergleich lohnt. Nutzen Sie dazu einen unabhängigen Tarifrechner, wie beispielsweise unseren, damit Sie eine möglichst große Auswahl dabei haben.

Halten Sie Angaben wie Ihre Praxisgröße und Ihren Jahresumsatz bereit und erkundigen Sie sich, welche Maßnahmen zur IT-Sicherheit Sie bereits in Ihrer Praxis umsetzen. Bei Bedarf können Sie unsere Experten direkt kontaktieren, wenn Sie eine individuelle Beratung wünschen. Die Beratung und unser Service sind für Sie kostenfrei.

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Fazit

Das Risiko von Cyber-Angriffen ist für Arztpraxen relativ hoch und es wird höchstwahrscheinlich weiter ansteigen. Deshalb ist eine Cyber-Versicherung für Zahnärzte und Ärzte sinnvoll, da andere Versicherungen nicht für solche Schäden aufkommen. So deckt zum Beispiel eine Berufs­haftpflicht­versicherung nur Schäden, die man selbst an Dritten verursacht hat. Bei Cyber-Attacken ist dies selten der Fall. Machen Sie vor Abschluss unbedingt einen individuellen Tarifvergleich – angepasst an Ihre Praxis. Nutzen Sie dafür gern unseren kostenfreien Tarifrechner auf dieser Seite.


Wie können sich Praxen vor Cyber-Angriffen schützen?

Der Anteil von Hacker-Angriffe durch organisierte Kriminalität macht gerade mal 11 Prozent aus. Die meisten Attacken passieren über automatisierte Schadsoftwareprogramme, die das Internet nach Schwachstellen durchforsten. Das sind zum Beispiel offene Fernzugänge. Auch werden in Arzt- oder Zahnarztpraxen monatelang Zugangscodes und Passwörter der Praxisserver ausspioniert.

Mit folgenden Maßnahmen kann man sich schützen und die Prämie für eine Cyber-Versicherung reduzieren:

  • Ein gutes Anti-Viren-Programm
  • Beratung eines IT-Sicherheitsfachmannes zur Datensicherheit
  • Regelmäßiger Check des Serverprotokolls, um einen Hacker-Angriff frühzeitig zu entdecken
  • Regelmäßige Backups, um nach einem Angriff schnell wieder auf die Daten zuzugreifen
  • Sichere Passwörter verwenden. Diese enthalten mindestens acht Zeichen sowie Sonderzeichen und Zahlen

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