DSGVO-Versicherung

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Das erwartet Sie hier

Welche Verpflichtungen Sie als Unternehmer durch die DSGVO haben und wie die DSGVO-Versicherung Ihnen hilft, sich gegen hohe Bußgelder zu wehren.

Inhalt dieser Seite
  1. Die ideale Versicherung finden
  2. Das leistet die DSGVO Versicherung
  3. Wer braucht diese Versicherung?
  4. Kosten (inkl. Kostenbeispiel)
  5. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Wer gegen die Datenschutz­grundverordnung (DSGVO) verstößt, muss mit hohen Bußgeldern rechnen.
  • Die DSGVO-Rechtsschutz­versicherung hilft z.B., wenn sie sich vor Gericht gegen ein nicht gerechtfertigtes Bußgeld wehren.
  • Zum Service der DSGVO-Versicherung gehört auch Rechtsberatung.
  • Die DSGVO-Versicherung ist auch als Baustein der Firmen­rechtsschutz­versicherung möglich. Ein solches Gesamtpaket kann z.B. 23,99 Euro pro Monat kosten.

So finden Sie die optimale DSGVO-Versicherung

Warum ist die DSGVO-Versicherung relevant?

Wer mit personenbezogenen Daten arbeitet, ist automatisch betroffen: Bei einem Verstoß gegen die Europäische Datenschutz­-Grundverordnung (EU-DSGVO) sind Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des Vorjahres­umsatzes möglich. Eine DSGVO-Versicherung schützt vor den finanziellen Folgen eines Rechtsstreits.

Diese Vorteile bietet eine gute DSGVO-Versicherung

  • Abwehr von Klagen wegen Verstößen gegen die Datenschutz­grundverordnung – Schutz vor hohen Bußgeldern
  • Telefonische Rechtsberatung
  • Kurze Wartezeiten
  • Verzicht auf Selbstbeteiligung bei kleinen Rechtsstreitigkeiten

Kostengünstige Ergänzung zu bestehenden Versicherungen

Die DSGVO-Versicherung lässt sich z.B. als günstiger Zusatzbaustein zur Firmen­rechtsschutz­versicherung oder Cyber-Versicherung abschließen. In einigen Tarifen sind vergleichbare Leistungen von Anfang an inkludiert. Für einen Zeitungsverlag mit 5 Mitarbeitern wäre z.B. eine Firmen­rechtsschutz­versicherung inklusive Daten­rechtsschutz für 23,99 Euro im Monat möglich.

Alternativ kann sie auch als eigenständige Versicherung abgeschlossen werden. Dabei können die jährlichen Kosten durchaus im zweistelligen Bereich bleiben. Wir beraten Sie gerne dazu, was die beste Lösung für Ihr Unternehmen ist.

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Was leistet eine DSGVO-Versicherung?

Wann zahlt die DSGVO-Versicherung?

Die Versicherung übernimmt die Kosten, die im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit stehen. Dazu gehören Anwaltskosten, eventuell anfallende Gerichtskosten und ggf. auch die Kosten für einen Sachverständigen. Ihre Rechtsschutz­versicherung hilft Ihnen zum Beispiel bei:

  • dem Vorwurf, gegen die Datenschutz­-Verordnung verstoßen zu haben
  • dem Vorwurf, Kundendaten unrechtmäßig weitergegeben zu haben
  • Datenschutz­verstößen im Zusammenhang mit E‑Mails oder Newslettern

Bei einigen Tarifen ist zudem eine kostenlose telefonische Rechtsberatung nach einer Datenpanne im Leistungs­umfang inbegriffen. Die Kosten einer Mediation mit der Gegenseite werden ebenfalls häufig übernommen, wenn ein kostspieliges Gerichtsverfahren vermieden werden kann.

Grafik mit Überschrift "Was übernimmt eine DSGVO-Rechtsschutzversicherung" und Aufzählung: "Freie Wahl des Anwalts, Gerichtskosten, Gebühren der Gegenseite bei verlorenem Prozess, Kostenübernahme für Gutachter, Zeugen Sachverständige, Anwaltsgebühren)

Einzellösung oder Versicherungs­baustein

Die DSGVO-Rechtsschutz­versicherungen sind entweder als Einzel-Lösung (als eigenständige Versicherung) oder als Teil eines Gesamtpakets erhältlich (zum Beispiel in Kombination mit einer bereits bestehenden Firmen­rechtsschutz­versicherung oder einer Cyber-Versicherung). Wie immer gilt: Lesen Sie ihre Versicherungs­unterlagen genau, um herauszufinden, welche Risiken abgedeckt sind. Für eine eigenständige DSGVO-Versicherung wenden Sie sich am besten an unser Makler-Team.


Website-Check oftmals inklusive

Bei einigen Rechtsschutz-Tarifen ist eine kostenfreie Prüfung der Website auf Datenschutz­-Fehler bereits enthalten! Das bedeutet, dass auf Wunsch ein fachkundiger Anwalt auf Kosten der Versicherung prüft, ob es zum Beispiel bei der Datenschutz­erklärung Nachbesserungsbedarf gibt. Sprechen Sie uns direkt auf diese Option an. Wir ermitteln für Sie, bei welchen Tarifen diese Erst-Prüfung enthalten ist.

Experten-Tipp:

„Einige Rechtsschutz­versicherungen haben eine telefonische Anwalts-Hotline zum Thema Datenschutz­ eingerichtet. Für die Versicherten ist diese Hotline kostenfrei! Nutzen Sie diese Möglichkeit, um sich eine fachkundige Ersteinschätzung einzuholen.“

Foto von Martin Hacker
Signatur von Martin Hacker
Martin Hacker
Berater

Beachten Sie!

Eine DSGVO-Versicherung übernimmt die Kosten des Rechtsstreits, also Anwalts- und Gerichtskosten sowie eventuell notwendige Sachverständige. Bußgelder werden wie auch bei anderen Formen der Rechtsschutz­versicherung nicht übernommen! Ob nun mit oder ohne Versicherungs­schutz: Die eigene Website sollte in jedem Fall in Hinblick auf die aktuellen Datenschutz­bestimmungen überprüft werden!


Gibt es vor der Vertragsunterschrift eine Prüfung?

Eine Prüfung auf Einhaltung der DSGVO-Bestimmungen gibt es nicht. Die meisten Anbieter geben ihren Versicherungs­nehmern allerdings eine Checkliste an die Hand, damit die Unternehmen selbst prüfen können, ob die wichtigsten Vorgaben erfüllt sind. Eine ausführliche Analyse der Datenspeicherung und der Datenverarbeitung ist bei einigen Versicherern kostengünstig hinzubuchbar. Zudem wird mitunter eine Datenschutz­schulung für die Mitarbeiter angeboten.


Wie hoch fällt die Wartezeit aus?

Bei einigen DSGVO-Versicherung gibt es eine Wartezeit von drei Monaten, bei anderen fällt die Wartezeit weg. Wenn eine Wartezeit besteht, bedeutet dieses, dass zwischen Versicherungs­beginn und dem Beginn einer Auseinandersetzung mindestens drei Monate liegen müssen.

Bei Tarifen ohne Wartezeit gilt auch bei den DSGVO-Versicherungen: Der Versicherungs­schutz gilt nur für Fälle, die während der Vertragslaufzeit auftreten. Gibt es einen Fall, der bereits vor der Vertragsunterschrift aufgetreten ist, gilt der Versicherungs­schutz nicht.

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Wer braucht eine DSGVO-Versicherung?

Welche Unternehmen sollten sich versichern?

Eine DSGVO-Versicherung richtet sich grundsätzlich an alle Einzelpersonen und Gewerbetreibende, die mit personenbezogenen Daten arbeiten. Die DSGVO-Rechtsschutz gehört in den Bereich Gewerbe­versicherungen und eignet sich damit zum Beispiel für:

  • Unternehmen
  • Gewerbetreibende
  • Vereine
  • Vermieter von privaten oder gewerblichen Immobilien

Diese Pflichten haben Unternehmen mit der DSGVO

Gewerbetreibende müssen mit der aktuellen Datenschutz­verordnung zahlreichen Pflichten nachkommen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Führung eines Verzeichnisses aller Datenverarbeitungstätigkeiten, das bei Bedarf vorgelegt werden muss
  • Einhaltung der neuen Richtlinien im Bereich Auftragsdatenverarbeitung
  • verschiedene Dokumentationspflichten bei Datenschutz­pannen
  • Folgenabschätzungen
  • Einhaltung neuer Vorgaben für Einwilligungserklärungen – sowohl online als auch offline
  • „Recht auf Vergessenwerden“ der User

Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder: bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des Umsatzes des Vorjahres­ sind möglich.

Diese Abmahnungen sind denkbar

Bereits wenige Tage nach Inkrafttreten der aktuellen Datenschutz­verordnung hat es Abmahnungen durch s. g. Abmahnanwälte gegeben.

Falsche Einbindung von Google Analytics

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Eine fehlerhafte Einbindung von Google Analytics kann nur mit etwas technischem Hintergrundwissen erkannt werden. Rechtsanwaltskanzleien, die sich auf Abmahnungen spezialisiert haben, können falsche Einbindungen natürlich erkennen. Dabei geht es in erster Linie um die fehlende Anonymisierung der IP-Adressen, um fehlende Opt-out-Möglichkeiten oder auch um die fehlende Erwähnung von Google Analytics in der Datenschutz­erklärung

Einbindung von Plugins für Facebook

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Zur Einbindung von Plugins, die das Teilen und/oder “Liken” von Facebook-Beiträgen ermöglichen, gibt es bereits Urteile aus dem Jahr 2016. Die Zahl der Abmahnungen zu diesem Thema hat nach Einführung der aktuellen DSGVO-Bestimmungen noch einmal deutlich zugenommen. Hintergrund: Die Plugins sorgen dafür, dass eine Seite aufgerufen wird (in diesem Fall: die Seite von Facebook), die Daten sammelt, ohne dass der Besucher davon etwas mitbekommt.

Einbindung von Google Fonts

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Wenn Google Fonts (also Schriftarten, die von Google bereitgestellt werden) auf einer Website eingebunden sind, fragt der Browser des Website-Besuchers bei Google an, ob es zum Beispiel Änderungen bei der Schriftgröße oder anderen Details gegeben hat. Google erkennt dann zugleich, von welcher Seite eine Anfrage gesendet wird. Außerdem kann es passieren, dass ein Teil des persönlichen Browser-Verlaufs an Google übermittelt wird.

Wenn Google Fonts nicht korrekt eingebunden werden, ist diese Datenübermittlung nach der aktuellen DSGVO-Bestimmung nicht rechtmäßig! Abmahnanwälte nutzen diesen Umstand, um Abmahnungen einzureichen.

Fehlerhaft verschlüsseltes Kontakformular

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Die fehlende Verschlüsselung von Kontaktformularen ist ebenfalls ein großes Thema. Aktuelle Fälle dazu sind uns allerdings nicht bekannt.

Wie hoch sind die monatlichen Kosten?

Kostengünstiger Versicherungs­schutz

Die Höhe der Kosten richtet sich in erster Linie nach der Unternehmensgröße. Ein Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern erhält einen günstigeren Versicherungs­schutz als zum Beispiel ein mittelständischer Betrieb. Ein kleines Unternehmen kann eine DSGVO-Versicherung schon für einen zweistelligen Euro-Betrag für das ganze Jahr abschließen.

Eine Selbstbeteiligung senkt die Kosten

Denken Sie über eine Selbstbeteiligung für den Schadensfall nach. Je höher die Selbstbeteiligung im Schadensfall, desto niedriger sind die Kosten. Einige Anbieter übernehmen die Kosten von “kleinen” Rechtsstreitigkeiten übrigens trotz einer vereinbarten Selbstbeteiligung, wenn die Kosten unter 250 Euro liegen. Erfragen Sie bei unseren Fachberatern, bei welchen Tarifen dieses der Fall ist.

Kostenbeispiel

Ein kleiner Zeitungsverlag möchte eine Firmen­rechtsschutz­versicherung inklusive Daten­rechtsschutz abschließen. Es kommt z.B. folgender Tarif infrage:

Versicherungs­nehmerZeitungsverlag, 5 Mitarbeiter
Selbstbeteiligung500 €
Leistungen (Auszug)Anwaltstelefon rund um die Uhr,
klassische Firmen­rechtsschutz-Leistungen,
Verwaltungs- und Daten­rechtsschutz,
Unterstützung bei Erstellen der Datenschutz­erklärung
Monatliche Kosten23,99 €

Das kostet eine Firmen­rechtsschutz­versicherung für Ihre Firma

Die Testsieger 2021 aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich.

Fazit

Bei Verstößen gegen die komplexe Datenschutz­grundverordnung drohen Klagen und hohe Geldstrafen. Mit einer DSGVO-Rechtsschutz­versicherung (als Baustein einer anderen Versicherung oder als eigenständige Versicherung) können Sie sich vor Gericht effektiv gegen solche Anschuldigungen wehren, ohne hohe Prozesskosten fürchten zu müssen.

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Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
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