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DSGVO-Versicherung (Rechts­schutz)

Wer mit personenbezogenen Daten arbeitet, ist automatisch betroffen: Bei einem Verstoß gegen die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) sind Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des Vorjahresumsatzes möglich! Eine DSGVO-Versicherung schützt vor den finanziellen Folgen eines Rechtsstreits.
Wer schreibt und berät hier eigentlich?
Über Uns

Was leistet eine DSGVO-Versicherung?

Die Versicherung übernimmt die Kosten, die im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit stehen. Dazu gehören Anwaltskosten, eventuell anfallende Gerichtskosten und ggf. auch die Kosten für einen Sachverständigen.

Ihre Rechtsschutzversicherung hilft Ihnen zum Beispiel bei:

  • Vorwurf, gegen die Datenschutz-Verordnung verstoßen zu haben
  • Vorwurf, Kundendaten unrechtmäßig weitergegeben zu haben
  • Datenschutzverstößen im Zusammenhang mit E-Mails oder Newslettern

Bei einigen Tarifen ist zudem eine kostenlose telefonische Rechtsberatung nach einer Datenpanne im Leistungsumfang inbegriffen. Die Kosten einer Mediation mit der Gegenseite werden ebenfalls häufig übernommen, wenn ein kostspieliges Gerichtsverfahren vermieden werden kann.
DSGVO-Rechtsschutzversicherung
Die DSGVO-Rechtsschutzversicherungen sind entweder als Einzel-Lösung (als eigenständige Versicherung) oder als Teil eines Gesamtpakets erhältlich (zum Beispiel in Kombination mit einer bereits bestehenden Firmenrechtsschutzversicherung oder einer Cyber-Versicherung).

Website-Check oftmals inklusive!
Bei einigen Rechtsschutz-Tarifen ist eine kostenfreie Prüfung der Website auf Datenschutz-Fehler bereits enthalten! Das bedeutet, dass auf Wunsch ein fachkundiger Anwalt auf Kosten der Versicherung prüft, ob es zum Beispiel bei der Datenschutzerklärung Nachbesserungsbedarf gibt.

Sprechen Sie uns direkt auf diese Option an. Wir ermitteln für Sie, bei welchen Tarifen diese Erst-Prüfung enthalten ist.

Kostenloser Tarif-Vergleich zur DSGVO-Rechtsschutzversicherung

Aktuelle Tarife aus 2019 für Sie persönlich angepasst und optimiert.

Wer braucht eine DSGVO-Versicherung?

Eine DSGVO-Versicherung richtet sich grundsätzlich an alle Einzelpersonen und Gewerbetreibende, die mit personenbezogenen Daten arbeiten.

Die DSGVO-Rechtsschutz gehört in den Bereich Gewerbeversicherungen und eignet sich damit für zum Beispiel:

  • Unternehmen
  • Gewerbetreibende
  • Vereine
  • Vermieter von privaten oder gewerblichen Immobilien
Achtung!
Beachten Sie: Eine DSGVO-Versicherung übernimmt die Kosten des Rechtsstreits, also Anwalts- und Gerichtskosten sowie eventuell notwendige Sachverständige. Bußgelder werden wie auch bei anderen Formen der Rechtsschutzversicherung nicht übernommen! Ob nun mit oder ohne Versicherungsschutz: Die eigene Website sollte in jedem Fall in Hinblick auf die aktuellen Datenschutzbestimmungen überprüft werden!

Wie hoch sind die monatlichen Kosten?

Die Höhe der Kosten richtet sich in erster Linie nach der Unternehmensgröße. Ein Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern erhält einen günstigeren Versicherungsschutz als zum Beispiel ein mittelständischer Betrieb. Ein kleines Unternehmen erhält eine DSGVO-Versicherung schon für einen zweistelligen Euro-Betrag im Jahr.

Selbstbeteiligung senkt die Kosten
Denken Sie über eine Selbstbeteiligung für den Schadensfall nach! Je höher die Selbstbeteiligung im Schadensfall, desto niedriger sind die Kosten.
Einige Anbieter übernehmen die Kosten von “kleinen” Rechtsstreitigkeiten übrigens trotz einer vereinbarten Selbstbeteiligung, wenn die Kosten unter 250 Euro liegen! Erfragen Sie bei unseren Fachberatern, bei welchen Tarifen dieses der Fall ist.

Wie hoch fällt die Wartezeit aus?

Bei einigen DSGVO-Versicherung gibt es eine Wartezeit von drei Monaten, bei anderen fällt die Wartezeit weg! Wenn eine Wartezeit besteht, bedeutet dieses, dass zwischen Versicherungsbeginn und dem Beginn einer Auseinandersetzung mindestens drei Monate liegen müssen.

Bei Tarifen ohne Wartezeit gilt auch bei den DSGVO-Versicherungen: Der Versicherungsschutz gilt nur für Fälle, die während der Vertragslaufzeit auftreten. Gibt es einen Fall, der bereits vor der Vertragsunterschrift aufgetreten ist, gilt der Versicherungsschutz nicht.

BERATER-TIPP

»Einige Rechtsschutzversicherungen haben eine telefonische Anwalts-Hotline zum Thema Datenschutz eingerichtet. Für die Versicherten ist diese Hotline kostenfrei! Nutzen Sie diese Möglichkeit, um sich eine fachkundige Ersteinschätzung einzuholen.«

Gibt es vor der Vertragsunterschrift eine Prüfung?

Eine Prüfung auf Einhaltung der DSGVO-Bestimmungen gibt es nicht. Die meisten Anbieter geben ihren Versicherungsnehmern allerdings eine Checkliste an die Hand, damit die Unternehmen selbst prüfen können, ob die wichtigsten Vorgaben erfüllt sind.

Eine ausführliche Analyse der Datenspeicherung und der Datenverarbeitung ist bei einigen Versicherern kostengünstig hinzubuchbar. Zudem wird mitunter eine Datenschutzschulung für die Mitarbeiter angeboten.

Diese Pflichten haben Unternehmen mit der DSGVO-Verordnung

Gewerbetreibende müssen mit der aktuellen Datenschutzverordnung zahlreichen Pflichten nachkommen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Führung eines Verzeichnisses aller Datenverarbeitungstätigkeiten, das bei Bedarf vorgelegt werden muss
  • Einhaltung der neuen Richtlinien im Bereich Auftragsdatenverarbeitung
  • verschiedene Dokumentationspflichten bei Datenschutzpannen
  • Folgenabschätzungen
  • Einhaltung neuer Vorgaben für Einwilligungserklärungen – sowohl online als auch offline
  • „Recht auf Vergessenwerden“ der User

Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder: bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des Umsatzes des Vorjahres sind möglich.

Diese Abmahnungen sind denkbar

Bereits wenige Tage nach Inkrafttreten der aktuellen Datenschutzverordnung hat es Abmahnungen durch s. g. Abmahnanwälte gegeben.

Falsche Einbindung von Google Analytics

Eine fehlerhafte Einbindung von Google Analytics kann nur mit etwas technischem Hintergrundwissen erkannt werden. Rechtsanwaltskanzleien, die sich auf Abmahnungen spezialisiert haben, können falsche Einbindungen natürlich erkennen. Dabei geht es in erster Linie um die fehlende Anonymisierung der IP-Adressen, um fehlende Opt-out-Möglichkeiten oder auch um die fehlende Erwähnung von Google Analytics in der Datenschutzerklärung

Einbindung von Plugins für Facebook

Zur Einbindung von Plugins, die das Teilen und/oder “Liken” von Facebook-Beiträgen ermöglichen, gibt es bereits Urteile aus dem Jahr 2016. Die Zahl der Abmahnungen zu diesem Thema hat nach Einführung der aktuellen DSGVO-Bestimmungen noch einmal deutlich zugenommen. Hintergrund: Die Plugins sorgen dafür, dass eine Seite aufgerufen wird (in diesem Fall: die Seite von Facebook), die Daten sammelt, ohne dass der Besucher davon etwas mitbekommt.

Einbindung von Google Fonts

Wenn Google Fonts (also Schriftarten, die von Google bereitgestellt werden) auf einer Website eingebunden sind, fragt der Browser des Website-Besuchers bei Google an, ob es zum Beispiel Änderungen bei der Schriftgröße oder anderen Details gegeben hat. Google erkennt dann zugleich, von welcher Seite eine Anfrage gesendet wird. Außerdem kann es passieren, dass ein Teil des persönlichen Browser-Verlaufs an Google übermittelt wird.

Wenn Google Fonts nicht korrekt eingebunden werden, ist diese Datenübermittlung nach der aktuellen DSGVO-Bestimmung nicht rechtmäßig! Abmahnanwälte nutzen diesen Umstand, um Abmahnungen einzureichen.

Die fehlende Verschlüsselung von Kontaktformularen ist ebenfalls ein großes Thema. Aktuelle Fälle dazu sind uns allerdings nicht bekannt.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 18.04.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Leοn Κnigge
Leon Knigge
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