Betriebs­haftpflicht­versicherung für GmbHs

Kosten, Leistungen, aktuelle Testergebnisse und Vergleich (2022)
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Das erwartet Sie hier

Wie eine Betriebs­haftpflicht die Haftungsfrage für GmbHs erleichtert, was eine optimale Absicherung kostet und was sie leisten sollte.

Inhalt dieser Seite
  1. So sieht eine gute Versicherung aus
  2. Wichtige Leistungen für GmbHs
  3. Kosten (inkl. Kostenbeispiel)
  4. Aktuelle Testberichte
  5. Tarifvergleich für GmbHs
  6. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Eine Betriebs­haftpflicht­versicherung für GmbHs deckt Schadensersatz­ansprüche aus Personen- und Sachschäden ab.
  • Damit ergänzt sie die Haftungsbeschränkung auf das Stammkapital der GmbH.
  • Eine Betriebs­haftpflicht­versicherung gibt es für eine GmbH bereits ab 8,68 € im Monat.
  • GmbHs, die Produkte und Dienstleistungen auch im Ausland anbieten, sollten auf einen umfangreichen Auslandsschutz achten.

Was macht eine gute Betriebs­haftpflicht­versicherung für eine GmbH aus?

Passgenauer Versicherungs­schutz

Die ideale Betriebs­haftpflicht­versicherung ist genau auf die Risiken und den Absicherungsbedarf der GmbH angepasst. So sollte die Versicherungs­police das genaue Tätigkeitsfeld abdecken und die Deckungssumme sollte ausreichend hoch sein. Hier empfiehlt sich eine Summe von mindestens 5 Millionen Euro.

Je nach Branche deckt die ideale Betriebs­haftpflicht­versicherung besondere Zusatzleistungen ab, wie etwa die Nutzung von Internettechnologien, die Verletzung von Datenschutzgesetzen oder die Kostenübernahme nach Schlüsselverlust. Eine solche Absicherung für eine Marketing-Agentur mit 8 Mitarbeitern kostet die GmbH ab 8,68 € pro Monat.

Die Top-Vorteile einer Betriebs­haftpflicht für GmbHs

  • Kostenübernahme von Schadensersatz­forderungen nach Personen-, Sach- oder Vermögensfolgeschäden
  • Entlastung des Stammkapitals der GmbH bei Haftungsfragen
  • Abwehr von unberechtigten Forderungen inkl. Übernahme aller Kosten
  • Mit­versicherung aller Mitarbeiter und ggf. Subunternehmer

Deshalb ist eine Betriebs­haftpflicht­versicherung für die GmbH wichtig

Zur Gründung einer GmbH reicht bereits ein Stammkapital von 25.000 Euro, das auch in Form von Sacheinlagen erbracht werden kann. Die Haftung der Gesellschaft ist auf dieses Stammkapital begrenzt. Das Privatvermögen der Gesellschafter oder Geschäftsführer wird nur in Ausnahmefällen zur Haftung herangezogen, etwa bei Verstoß gegen seine Sorgfaltspflicht und daraus resultierenden Schäden (mehr dazu weiter unten).

Die Haftungsbeschränkung bietet viele Vorteile, kann im Schadensfall aber auch zum Nachteil werden. Verursacht ein Mitarbeiter der GmbH einen Sach- oder Personenschaden, reicht das Stammkapital oft nicht aus, um daraus entstehende Schadenersatzansprüche zu decken. Gerade Personenschäden können schnell Kosten in Höhe von mehreren Millionen Euro verursachen.

Daher ist eine gute Betriebs­haftpflicht­versicherung für jede GmbH unabdingbar. Sie deckt Forderungen aus Sach- und Personenschäden ab und kann die Firma vor der Insolvenz bewahren. Das Stammkapital wird so entlastet.

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Welche Leistungen bietet die Betriebs­haftpflicht für GmbHs?

Die wichtigsten Leistungen

Eine Betriebs­haftpflicht für GmbHs hat 2 wichtige Funktionen: Werden Schadensersatz­ansprüche angemeldet, prüft der Versicherer zunächst, ob die Forderungen überhaupt berechtigt sind.

  1. Bei unberechtigten Forderungen übernimmt die Versicherung die Prozesskosten, bietet also einen passiven Rechtsschutz.
  2. Sind die Ansprüche dagegen berechtigt, erstattet die Versicherung die Forderungen.

Zu den Leistungen der Betriebs­haftpflicht­versicherung gehört grundsätzlich die Deckung von Personen- und Sachschäden, die durch den Betrieb des Unternehmens entstehen. Ebenfalls werden sog. Vermögensfolgeschäden versichert, die infolge eines Personen- oder Sachschadens auftreten können. So ein Schaden ist schnell passiert.


Beispiel Personenschäden

Rutscht etwa ein Kunde in den Geschäftsräumen der GmbH aus und bricht sich den Arm, ist das Unternehmen in der Haftungspflicht. Gleiches gilt, wenn ein Kunde durch ein Produkt der Firma Schaden nimmt. Neben den Behandlungs­kosten können auch Ersatzleistungen für einen eventuellen Arbeitsausfall fällig werden (Vermögensfolgeschaden).

Verletzt sich eine Person schwer und wird arbeitsunfähig, kann die GmbH sogar zu einer lebenslangen Rentenzahlung verpflichtet werden. Die Schadenshöhe kann sich hier auf mehrere Tausend Euro belaufen. Eine Betriebs­haftpflicht deckt derartige Personenschäden ab und übernimmt die Zahlung von Schadensersatz­forderungen.

Experten-Tipp:

„Zum Deckungsumfang gehören außerdem Sachschäden. Beschädigt zum Beispiel ein Mitarbeiter der GmbH persönliche Gegenstände eines Dritten oder kommen diese auf dem Firmengelände abhanden, springt die Versicherung ein und übernimmt die Kosten für Reparatur oder Ersatz.“

Foto von Martin Hacker
Signatur von Martin Hacker
Martin Hacker
Berater

Wie hoch sollte die Deckungssumme sein?

Eine gute Betriebs­haftpflicht­versicherung sollte immer für den größten anzunehmenden Schadensfall absichern. Standardmäßig beträgt die Deckungssumme mindestens 3 Millionen Euro. Je nach Betriebsgröße kann jedoch auch eine Summe von 5 Millionen Euro optimal sein.


Für wen gilt der Versicherungs­schutz?

Die Betriebs­haftpflicht gilt für alle Personen, die im Auftrag des Unternehmens handeln. Dabei ist es unerheblich, ob die Mitarbeiter auf dem Betriebsgelände oder außerhalb, etwa in der Wohnung eines Kunden, tätig werden. Ausschlaggebend für den Versicherungs­schutz ist lediglich, ob ihre Arbeit zur Erfüllung der Geschäftstätigkeit dient. Die genauen Tätigkeitsfelder sollten dennoch exakt im Versicherungs­antrag angegeben werden.

D&O Versicherung: Zusätzliche Absicherung für den Geschäftsführer

Die Haftungsbeschränkung gilt nur für die GmbH selbst, nicht für ihren Geschäftsführer. Verletzt er seine Sorgfaltspflicht, haftet er mit seinem gesamten Privatvermögen für eventuelle Schäden. Schon eine Fehleinschätzung kann immense finanzielle Konsequenzen haben. Die Betriebs­haftpflicht springt in diesen Fällen nicht ein. Geschäftsführer können jedoch eine zusätzliche Director & Officers-Versicherung abschließen, kurz D&O Versicherung genannt, und sich so gegen Forderungen aus Personen-, Sach- und Vermögensschäden absichern.

In welchen Fällen zahlt die Betriebs­haftpflicht­versicherung für die GmbH nicht?

Die Betriebs­haftpflicht schützt vor Forderungen aus Schäden, die unabsichtlich herbeigeführt werden. Auch leichte Fahrlässigkeit ist in der Regel abgedeckt. Die Versicherung zahlt allerdings nicht bei Schäden, die durch grobe Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz zustande kommen. Stellt der Versicherer fest, dass der Versicherungs­nehmer vorsätzliches Handeln vertuschen möchte, kann er den Vertrag kündigen und rechtliche Schritte gegen die GmbH einleiten.

Weitere Fälle, in denen die Betriebs­haftpflicht nicht leistet, werden in diesem Beitrag an anderen Stellen besprochen:


Welche zusätzlichen Leistungen sind sinnvoll?

GmbH ist nicht gleich GmbH und nicht für jedes Unternehmen eignet sich die gleiche Betriebs­haftpflicht­versicherung. Einige Unternehmen können von zusätzlichen oder weiteren Absicherungen profitieren.

  • Vermögensschaden­haftpflicht: Je nach Branche können GmbHs etwa von einer zusätzlichen Absicherung von direkten Vermögensschäden profitieren. Als direkte oder echte Vermögensschäden gelten alle Schadensfälle, bei denen weder Personen verletzt noch Gegenstände beschädigt werden, sondern “nur” ein geldwerter Nachteil bei einem Dritten entsteht. Dazu zählen etwa Schäden durch fehlerhafte Beratung. Bei solchen Schäden leistet die Vermögensschaden­haftpflicht­versicherung, für einige Berufe auch Berufs­haftpflicht­versicherung genannt. Eine solche Versicherung ist besonders für GmbHs mit beratender Tätigkeit empfehlenswert – teilweise sogar gesetzlich vorgeschrieben.
  • Elektronik-/Cyber-Versicherung: GmbHs, die mit Computersystemen oder digitalen Verwaltungslösungen arbeiten, können sich mit einer Cyber-Versicherung vor Risiken im Internet schützen. Hackerangriffe sind längst keine Seltenheit mehr und können nicht nur der GmbH sondern auch ihren Kunden erheblich schaden. Eine Elektronik­versicherung versichert alle elektronischen Gegenstände im Betrieb vor Schäden durch Elementar­gefahren oder Vandalismus, aber auch vor Eigenschäden durch etwa falscher Bedienung.
  • Produkt­versicherung: Für GmbHs, die eigene Produkte herstellen und vertreiben, kann sich eine extra Produkt­versicherung lohnen. Bis zu einem gewissen Umfang ist diese bereits in der Betriebs­haftpflicht enthalten. Prüfen Sie unbedingt, ob dies für Ihren Betrieb ausreicht – andernfalls ist eine erweiterte Produkt­versicherung notwendig. Dies gilt etwa, wenn Sie Ihre Produkte an Großabnehmer liefern.

Versicherungs­schutz im Ausland

Zahlreiche Betriebe bieten ihre Produkte und Dienstleistungen nicht nur im Inland an. Eine gute Betriebs­haftpflicht­versicherung für die GmbH sollte daher auch einen Auslandsschutz beinhalten. Der Auslandsschutz kann europaweit oder weltweit gelten. Wie umfassend die Auslands­versicherung sein muss, hängt davon ab, ob die GmbH lediglich Waren ins Ausland liefert oder dort auch eine Niederlassung unterhält.

Was kostet eine Betriebs­haftpflicht für GmbHs?

Versicherungs­schutz ab 8,68 € pro Monat

Da der Versicherungs­schutz auf das Unternehmen angepasst wird, variieren auch die Kosten der Betriebs­haftpflicht­versicherung je nach GmbH. Zur Orientierung: Eine Betriebs­haftpflicht kostet ab 8,68 Euro pro Monat, kann aber auch deutlich teurer ausfallen. Beachten Sie dazu folgendes Rechenbeispiel, das wir Ihnen erstellt haben sowie unsere Hinweise zur Kostenberechnung.


Rechenbeispiel: 8-köpfige Marketing-Agentur

BrancheMarketing-Agentur
Anzahl Mitarbeiter1 Geschäftsführer, 7 Vollzeit-Angestellte
Jahresumsatz500.000 €
Selbstbehalt250 €
Deckungssumme5 Mio € pauschal für Personen-, Sach-, Vermögensschäden
Versicherte Leistungen (Auswahl)Verletzung von Datenschutzgesetzen, Schäden durch Subunternehmen, Verlust von Schlüsseln, Umwelt­haftpflicht
Beitrag pro Monat8,68 €
Je nach gewünschtem Leistungs­umfang kann die Betriebshaft dieser Marketing-Agentur auch bis zu 335,64 Euro im Jahr kosten.

Wie werden die Kosten kalkuliert?

Die Kosten einer Betriebs­haftpflicht­versicherung für GmbHs hängen von mehreren Faktoren ab:

  • Branche
  • Tätigkeitsbereiche
  • Anzahl der Mitarbeiter
  • Jahresumsatz
  • Vorschäden
  • Höhe der Selbstbeteiligung

Auf Grundlage dieser Angaben wird das individuelle Schadensrisiko der GmbH kalkuliert und die Höhe der zu zahlenden Versicherungs­prämie berechnet. Insbesondere durch die Höhe der Selbstbeteiligung lässt sich diese Versicherungs­prämie regulieren: Je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger der Beitrag.

Was kostet eine Betriebs­haftpflicht für Ihre Firma?

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Betriebs­haftpflicht für GmbHs: Aktuelle Testberichte

Die Betriebs­haftpflicht­versicherung wurde erstmals vom Institut Franke und Bornberg getestet. Die Bewertungen basieren auf den Versicherungs­­bedingungen der jeweiligen Tarife und werden fortlaufend aktualisiert. Die Testergebnisse sind auch für GmbHs relevant. Für den Bereich Handel können beispielsweise die folgenden Anbieter mit der Bestwertung “hervorragend” überzeugen:

Den gesamten Testbericht mit ausführlichen Testergebnissen für den Handel und weitere Branchen sehen Sie hier:

Aktuelle Testsieger der Betriebs­haftpflicht­versicherung (2022)

Betriebs­haftpflicht­versicherung für Ihre GmbH vergleichen und wechseln

Alternative Tarife finden

Haben Sie das Gefühl, dass Sie zu viel für die Betriebs­haftpflicht­versicherung Ihrer GmbH bezahlen? Erscheint Ihnen Ihr Versicherungs­schutz veraltet? Dann prüfen Sie, ob es aktuellere und günstigere Angebote gibt. Unter Einhaltung der Kündigungsfrist können Sie Ihre alte Police kündigen und wechseln. Achten Sie darauf, dass Sie einen unabhängigen Vergleich anstellen. Unser unabhängiger Versicherungs­vergleich zeigt Ihnen, welche Versicherungen für Ihre GmbH in Frage kommen.

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Was gilt es bei der Kündigung zu beachten?

Der Versicherungs­vertrag wird in der Regel für ein Kalenderjahr abgeschlossen. Die Versicherungs­police informiert über das genaue Ablaufdatum. Kündigt die GmbH den Vertrag nicht, verlängert sich die Laufzeit um weitere 12 Monate. Die Kündigungsfrist beträgt üblicherweise 3 Monate. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Kündigung schriftlich einreichen.

Die außerordentliche Kündigung

lesen

Setzt der Versicherer eine Beitrags­erhöhung an, die nicht mit einer Verbesserung der Leistungen einhergeht, hat der Versicherungs­nehmer das Recht auf außerordentliche Kündigung. Diese muss innerhalb eines Monats nach Erhalt des Ankündigungsschreibens beim Versicherer eingehen. Beide Seiten haben das Recht zur außerordentlichen Kündigung, wenn ein Schadensfall eintritt, der die Versicherung zur Regulierung verpflichtet. Stellt eine GmbH den Betrieb ein oder wird veräußert, kann der Versicherungs­vertrag ebenfalls außerordentlich gekündigt werden.

Fazit

Die Betriebs­haftpflicht­versicherung gehört zu den wichtigsten Gewerbe­versicherungen. Je nach Betriebsgröße ist die Absicherung bereits für unter 100 Euro im Jahr zu haben. Doch wichtiger als der Preis ist der Leistungs­umfang. Dieser sollte perfekt auf die genaue gewerbliche Tätigkeit und auf die Firma angepasst sein. Achten Sie bei der Antragstellung darauf, alle Risiken korrekt anzugeben, denn nur was im Antrag und später im Versicherungs­vertrag steht, ist auch wirklich versichert.

Mit einer guten Betriebs­haftpflicht­versicherung ist die GmbH ideal vor Schadensersatz­forderungen geschützt, die aus Schäden bei Dritten resultieren können – ohne, dass das Stammkapital zu knapp wird. GmbHs sollten beim Versicherungs­schutz auf Experten setzen: Wenden Sie sich gern an uns. Kontaktieren Sie uns für eine kostenfreie Beratung gern direkt oder nutzen Sie unseren kostenfreien Tarifrechner für einen direkten Vergleich von Angeboten.


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Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
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