Betriebs­haftpflicht­versicherung für Dachdecker

Kosten, Leistungen, aktuelle Testergebnisse und Vergleich (2022)
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Das erwartet Sie hier

Wie Dachdecker trotz Ihres hohen Berufsrisikos die Kosten für die Betriebs­haftpflicht­versicherung so gering wie möglich halten können, ohne auf Leistungen zu verzichten.

Inhalt dieser Seite
  1. So sieht eine gute Versicherung aus
  2. Leistungen der Betriebs­­haftpflicht
  3. Kosten (inkl. Beispiel)
  4. Aktuelle Testergebnisse
  5. Versicherungen vergleichen
  6. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Die Betriebs­haftpflicht­versicherung schützt Dachdecker-Betriebe vor Schadenersatzforderungen Dritter.
  • Kleinere Betriebe können sich ab umgerechnet 155,20 € im Monat versichern.
  • Aufgrund des hohen Berufsrisikos ist der Abschluss einer Betriebs­haftpflicht­versicherung für Dachdecker besonders empfehlenswert.

Was macht eine gute Betriebs­haftpflicht­versicherung für Dachdecker aus?

Eine gute Betriebs­haftpflicht …

  • deckt nicht nur Personen- und Sachschäden ab, sondern umfasst auch Umweltschäden z.B. im Zuge von Asbestentfernungen im Dach.
  • hat eine ausreichend hohe Deckungssumme.
  • deckt Schadenersatzansprüche für sämtliche Niederlassungen ab.

Mehr zu den Leistungen der Betriebs­haftpflicht­versicherung


Warum ist eine Betriebs­haftpflicht für Dachdecker wichtig?

Aufgrund des berufsbedingten hohen Schadensrisikos sollte jeder Dachdecker-Betrieb über eine Betriebs­haftpflicht­versicherung verfügen. Häufig können Schadensersatz­forderung im Zuge von Betriebsunfällen teuer werden und die Existenz eines Betriebes bedrohen. Dachdecker sollten bei Vertragsabschluss möglichst genaue Angaben machen, um für sämtliche Risiken versichert zu sein.

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Welche Leistungen bietet eine Betriebs­haftpflicht­versicherung für Dachdecker?

Wann leistet die Betriebs­haftpflicht?

Die Betriebs­haftpflicht­versicherung leistet grundsätzlich Schadensersatz­ bei Schäden, bei denen der Dachdecker-Betrieb in der gesetzlichen Haftung ist. Die Höhe der Leistung bemisst sich am Schaden (ggf. abzüglich eines geringen Selbstbehalts), ist aber maximal auf die Versicherungs­summe begrenzt. Der Versicherungs­schutz gilt nicht nur für den Inhaber, sondern auch für die Beschäftigten. Da Schäden schnell beträchtliche Größenordnungen erreichen können, ist es wichtig, eine ausreichende Versicherungs­summe zu vereinbaren.


Diese Schäden sind versichert

  • Personenschäden: Schäden, die zu Verletzungen, Erkrankungen, dauernder Invalidität und im schlimmsten Fall zum Tod einer fremden Person führen.
  • Sachschäden: die Beschädigung oder Zerstörung eines Gegenstands. Im Dachdecker-Gewerbe handelt es sich oft um Gebäudeschäden oder Mietsachschäden an Arbeitsgeräten.
  • Vermögensfolgeschäden: Vermögensschäden, die infolge eines Personen- oder Sachschadens auftreten (z. B. Verdienstausfall, Einnahmenausfall).

Schadensbeispiele

Personenschaden

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Bei Dachdecker-Arbeiten fällt eine Dachpfanne herunter, weil die Arbeitsstelle nicht richtig abgesichert war. Dadurch stürtzt ein vorbeigehender Passant und bricht sich ein Bein. Ein Kranken­haus-Aufenthalt und eine mehrwöchige Physiotherapie schließen sich an. Der Dachdecker-Betrieb haftet für die Behandlungs­kosten und mögliche Folgeschäden, wie etwa den Verdienstausfall des Passanten.

Möglicher Kostenpunkt: ab 100.000 Euro

Sachschaden I

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Bei Dacharbeiten wird beim Enteisen mit dem Brenner versehentlich ein Schwelbrand ausgelöst, der nicht bemerkt wird und nach Stunden zu einem offenen Feuer ausbricht – was schwerwiegende Schäden nach sich zieht. Eine leistungsstarke Betriebs­haftpflicht­versicherung bewahrt den Dachdecker-Betrieb vor dem finanziellen Ruin.

Möglicher Kostenpunkt: ab 50.000 Euro

Sachschaden II

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Ein ausgeliehener Kran kippt aus Unachtsamkeit bei Dacharbeiten um und wird ebenso beschädigt wie die Fassade des Gebäudes. Der Dachdecker-Betrieb ist sowohl gegenüber dem Hauseigentümer als auch gegenüber dem Kran-Verleiher in der Haftpflicht. Eine Betriebs­haftpflicht­versicherung kann beides abdecken.

Möglicher Kostenpunkt: ab 10.000 Euro

Welche Schäden sind nicht versichert?

  • Schäden an der eigenen Person
  • Vorsatz
  • Schäden, die nicht dem betriebs­spezifischen Risiko unterliegen
  • Reine Vermögensschäden

Reine Vermögensschäden durch Ergänzungstarif abdecken

Reine Vermögensschäden deckt die Betriebs­haftpflicht­versicherung nicht ab – dafür ist eine gesonderte Vermögensschaden­haftpflicht nötig. Das Risiko, einen reinen Vermögensschaden bei einem Dritten zu verursachen, ist im Dachdecker-Bereich aber auch von untergeordneter Bedeutung. Wie bei Haftpflicht­versicherungen üblich, umfasst der Haftpflichtschutz einen entsprechenden passiven Rechtsschutz, um unberechtigte Ansprüche abzuwehren. Vollumfassenden Schutz in Rechtsangelegenheiten bietet jedoch nur eine Firmen­rechtsschutz­versicherung.

Zusätzliche Informationen finden Sie z.B. beim Zentralverband des deutschen Dachdeckerhandwerks e.V. .

Experten-Tipp:

„Viele Dachdecker-Betriebe sind noch inhabergeführt, die Grenzen zwischen Privatsphäre und geschäftlichem Bereich daher oft fließend. Deshalb wird vielfach die Möglichkeit geboten, den Betriebs­haftpflichtschutz mit einer privaten Haftpflicht­versicherung zu verbinden. Die Konditionen sind vielfach günstiger als die für zwei separate Verträge.“

Foto von Martin Hacker
Signatur von Martin Hacker
Martin Hacker
Berater

Wie hoch sind die Kosten für eine Betriebs­haftpflicht­versicherung?

Kostenfaktoren

Die Gewerbe­versicherung kann die individuell auf jede Art von Betrieb zugeschnitten werden. Folgende Faktoren bestimmen dabei die Versicherungs­prämie:

  • Betriebsgröße: Diese wird üblicherweise an der Zahl der Mitarbeiter, an den Lohnkosten und/oder am Jahresumsatz bemessen.
  • Zahl der Niederlassungen: Dies ist wichtig, da jede Niederlassung sozusagen ein eigener Gefahrenort ist.
  • Dauer der Unternehmensexistenz und frühere Schäden: Dies dient dem Versicherungs­unternehmen zur Bewertung des Schadensrisikos.
  • Höhe der Versicherungs­summe: Die optimale Versicherungs­summe hängt vom Geschäftsumfang ab, 5 Millionen Euro als Mindest­schutz sind ein Orientierungswert.
  • Höhe der Selbstbeteiligung: Diese ist oft vorgegeben. Sie beträgt wenige hundert Euro bis 1.000 Euro pro Schadensfall. Es gibt auch Angebote ohne Selbstbehalt.
  • Vertragsdauer: Vielfach ist eine Mindest­laufzeit vorgesehen, häufig beträgt diese drei Jahre. Danach verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr, falls nicht gekündigt wird.
  • Betriebliche Besonderheiten: Wird z.B. in asbestbelasteten Gebäuden oder mit umweltgefährdenden Stoffen gearbeitet?

Kostenbeispiel: So viel zahlt ein Dachdeckerbetrieb

Herr P. führt einen Dachdeckerbetrieb mit 3 Vollzeit-Mitarbeitern. Er möchte eine Betriebs­haftpflicht­versicherung abschließen. Die Beitrags­berechnung kann z.B. so aussehen:

BerechnungskriterienBeispiel Herr P.
Art des BetriebsDachdeckerei
Mitarbeiteranzahl3 (Vollzeit)
Jahresumsatz600.000 Euro
Lohn- und Gehaltskosten150.000 Euro
Höhe der Deckungssumme5 Millionen Euro
SelbstbeteiligungJa
Jährlicher Betrag1.862,47 Euro
Monatliche Kosten (umgerechnet)155,20 Euro

Was kostet eine Betriebs­haftpflicht­versicherung für Sie?

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Betriebs­haftpflicht­versicherung für Dachdecker im Test

Tarife der Betriebs­haftpflicht­versicherung werden regelmäßig von unabhängigen Verbraucherinstituten und Analysehäusern überprüft. Darin werden die Tarife anhand verschiedener Kriterien bewertet und gegenübergestellt. In der jüngsten Analyse vom Institut Franke und Bornberg kann vor allem die Signal Iduna mit ihren Tarifen für die Baubranche und Handwerksbetriebe und extra für Dachdecker mit der Bewertung “hervorragend” überzeugen.

Solche Tests bieten einen guten Überblick über die aktuellen Anbieter der Betriebs­haftpflicht­versicherung und ihre Leistungen. Wir haben Ihnen auf unserer separaten Seite diesen und weitere aktuelle Testberichte zur Betriebs­haftpflicht­versicherung sowie Erfahrungen mit verschiedenen Anbietern zusammengetragen.

Aktuelle Testsieger der Betriebs­haftpflicht (2022)

Worauf Dachdecker beim Vergleich von Betriebs­haftpflicht­versicherungen achten sollten

Wichtige Leistungs­einschlüsse

Ein Tarifvergleich kann dabei helfen den bestmöglichen Tarif für sich und seinen Betrieb zu finden. Einige Vergleichskriterien können dabei helfen das richtige Angebot aus der Vielzahl an Tarifen herauszusuchen. Folgende Punkte sollte der Versicherungs­schutz für Dachdecker-Betriebe enthalten:

  • Tätigkeitsschäden:
    Das sind Schäden, die durch die Dachdeckertätigkeit bei fremden Sachen oder Personen verursacht werden.
  • Schäden an Arbeitsmaschinen:
    Abdeckung durch den Versicherungs­schutz ist dringend zu empfehlen, wenn mit geliehenem Gerät gearbeitet wird.
  • Asbestschäden:
    Diese müssen häufig extra versichert werden und sind wichtig, wenn an Gebäuden mit Asbest gearbeitet wird.
  • Nachbesserungsbegleitschäden:
    Dies sind Schäden, die bei Nachbesserungsarbeiten anfallen. Bei einigen Tarifen sind sie ausgeschlossen.

Korrekte Angabe bei der Risikoermittlung wichtig

Da es sich bei der Betriebs­haftpflicht­versicherung um ein individuelles Versicherungs­produkt handelt, benötigen Versicherer einige Angaben, um das Risiko einschätzen und so einen passenden Leistungs­umfang und einen möglichen Preis berechnen zu können. Folgende Risikodaten werden benötigt:

  • Gründungsdatum des Unternehmens
  • Betriebsart und Tätigkeiten (hier ist es sehr wichtig, dass möglichst genaue Angaben und Beschreibungen gemacht werden.)
  • Jährlicher Umsatz
  • Umweltrelevante Anlagen: Öltanks, Fettabscheider, Ölabscheider, Benzinabscheider.
  • Anzahl der Beschäftigten
  • Lohnsumme
  • Zusatzleistungen für gemietete oder geliehene Sachen (Immobilien, Mobilien, Arbeitsmaschinen)
  • Zusatzleistungen für Umweltschadendeckung

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Fazit

Der Beruf des Dachdeckers ist mit einigen Risiken verbunden. Die Betriebs­haftpflicht­versicherung schützt Dachdecker und ihre Mitarbeiter im Schadensfall vor finanzieller Eigenbeteiligung. Die Betriebs­haftpflicht kostet jährlich ab 1.800 Euro. Die Beitrags­höhe hängt unter anderem von Faktoren wie Betriebsgröße oder der Anzahl an Niederlassungen ab.

Die vergleichsweise hohen Jahresprämien sind dem überdurchschnittlichen Risiko der Dachträger-Tätigkeit geschuldet. Häufig bieten Versicherungen hohe Selbstbeteiligungen an, um die jährlichen Kosten zu senken. Dachdecker-Betriebe sollten sich im Vorfeld darüber Gedanken machen, ob sie diese im Schadensfall tragen könnten.


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Katharina Tennius
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