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Betriebshaftpflicht­versicherung für Dachdecker

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Das erwartet Sie hier

Wie Dachdecker trotz Ihres hohen Berufsrisikos die Kosten für die Betriebshaftpflicht­versicherung so gering wie möglich halten können, ohne auf Leistungen zu verzichten.

Inhalt dieser Seite
  1. So sieht eine gute Versicherung aus
  2. Leistungen der Betriebshaftpflicht
  3. Kosten (inkl. Beispiel)
  4. Aktuelle Testergebnisse
  5. Versicherungen vergleichen
  6. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Die Betriebshaftpflicht­versicherung schützt Dachdecker-Betriebe vor Schadenersatzforderungen Dritter.
  • Kleinere Betriebe können sich ab umgerechnet 155,20 € im Monat versichern.
  • Aufgrund des hohen Berufsrisikos ist der Abschluss einer Betriebshaftpflicht­versicherung für Dachdecker besonders empfehlenswert.

Was macht eine gute Betriebshaftpflicht­versicherung für Dachdecker aus?

Eine gute Betriebshaftpflicht …

  • deckt nicht nur Personen- und Sachschäden ab, sondern umfasst auch Umweltschäden z.B. im Zuge von Asbestentfernungen im Dach.
  • hat eine ausreichend hohe Deckungssumme.
  • deckt Schadenersatzansprüche für sämtliche Niederlassungen ab.

Mehr zu den Leistungen der Betriebshaftpflicht­versicherung

Warum ist eine Betriebshaftpflicht für Dachdecker wichtig?

Aufgrund des berufsbedingten hohen Schadensrisikos sollte jeder Dachdecker-Betrieb über eine Betriebshaftpflicht­versicherung verfügen. Häufig können Schadensersatzforderung im Zuge von Betriebsunfällen teuer werden und die Existenz eines Betriebes bedrohen. Dachdecker sollten bei Vertragsabschluss möglichst genaue Angaben machen, um für sämtliche Risiken versichert zu sein.

Kostenloser Online-Tarifvergleich

Damit Sie und Ihr Dachdecker-Betrieb ausreichend versichert sind, sollten Sie die Bedingungen der einzelnen Tarife unbedingt vergleichen. Nutzen Sie dafür gern unseren kostenfreien Onlinerechner. Auf der Grundlage Ihrer Angaben erhalten Sie individuelle Tarifvorschläge und können die verschiedenen Angebote hinsichtlich ihres Preises und ihrer Leistungen vergleichen.

Welche Leistungen bietet eine Betriebshaftpflicht­versicherung für Dachdecker?

Wann leistet die Betriebshaftpflicht?

Die Betriebshaftpflicht­versicherung leistet grundsätzlich Schadensersatz bei Schäden, bei denen der Dachdecker-Betrieb in der gesetzlichen Haftung ist. Die Höhe der Leistung bemisst sich am Schaden (ggf. abzüglich eines geringen Selbstbehalts), ist aber maximal auf die Versicherungssumme begrenzt. Der Versicherungsschutz gilt nicht nur für den Inhaber, sondern auch für die Beschäftigten. Da Schäden schnell beträchtliche Größenordnungen erreichen können, ist es wichtig, eine ausreichende Versicherungssumme zu vereinbaren.

Leistungen im Überblick: Diese Schäden sind versichert

  • Personenschäden: Schäden, die zu Verletzungen, Erkrankungen, dauernder Invalidität und im schlimmsten Fall zum Tod einer fremden Person führen.
  • Sachschäden: die Beschädigung oder Zerstörung eines Gegenstands. Im Dachdecker-Gewerbe handelt es sich oft um Gebäudeschäden oder Mietsachschäden an Arbeitsgeräten.
  • Vermögensfolgeschäden: Vermögensschäden, die infolge eines Personen- oder Sachschadens auftreten (z. B. Verdienstausfall, Einnahmenausfall).

Schadensbeispiele

Personenschaden

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Bei Dachdecker-Arbeiten fällt eine Dachpfanne herunter, weil die Arbeitsstelle nicht richtig abgesichert war. Dadurch stürtzt ein vorbeigehender Passant und bricht sich ein Bein. Ein Krankenhaus-Aufenthalt und eine mehrwöchige Physiotherapie schließen sich an. Der Dachdecker-Betrieb haftet für die Behandlungskosten und mögliche Folgeschäden, wie etwa den Verdienstausfall des Passanten.

Möglicher Kostenpunkt: ab 100.000 Euro

Sachschaden I

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Bei Dacharbeiten wird beim Enteisen mit dem Brenner versehentlich ein Schwelbrand ausgelöst, der nicht bemerkt wird und nach Stunden zu einem offenen Feuer ausbricht – was schwerwiegende Schäden nach sich zieht. Eine leistungsstarke Betriebshaftpflicht­versicherung bewahrt den Dachdecker-Betrieb vor dem finanziellen Ruin.

Möglicher Kostenpunkt: ab 50.000 Euro

Sachschaden II

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Ein ausgeliehener Kran kippt aus Unachtsamkeit bei Dacharbeiten um und wird ebenso beschädigt wie die Fassade des Gebäudes. Der Dachdecker-Betrieb ist sowohl gegenüber dem Hauseigentümer als auch gegenüber dem Kran-Verleiher in der Haftpflicht. Eine Betriebshaftpflicht­versicherung kann beides abdecken.

Möglicher Kostenpunkt: ab 10.000 Euro

Welche Schäden sind nicht versichert?

  • Schäden an der eigenen Person
  • Vorsatz
  • Schäden, die nicht dem betriebsspezifischen Risiko unterliegen
  • Reine Vermögensschäden

Reine Vermögensschäden durch Ergänzungstarif abdecken

Reine Vermögensschäden deckt die Betriebshaftpflicht­versicherung nicht ab – dafür ist eine gesonderte Vermögensschadenhaftpflicht nötig. Das Risiko, einen reinen Vermögensschaden bei einem Dritten zu verursachen, ist im Dachdecker-Bereich aber auch von untergeordneter Bedeutung. Wie bei Haftpflicht­versicherungen üblich, umfasst der Haftpflichtschutz einen entsprechenden passiven Rechtsschutz, um unberechtigte Ansprüche abzuwehren. Vollumfassenden Schutz in Rechtsangelegenheiten bietet jedoch nur eine Firmenrechtsschutz­versicherung.

Zusätzliche Informationen finden Sie z.B. beim Zentralverband des deutschen Dachdeckerhandwerks e.V. .

Experten-Tipp:

„Viele Dachdecker-Betriebe sind noch inhabergeführt, die Grenzen zwischen Privatsphäre und geschäftlichem Bereich daher oft fließend. Deshalb wird vielfach die Möglichkeit geboten, den Betriebshaftpflichtschutz mit einer privaten Haftpflicht­versicherung zu verbinden. Die Konditionen sind vielfach günstiger als die für zwei separate Verträge.“

Foto von Martin Hacker
Signatur von Martin Hacker
Martin Hacker
Berater

Wie hoch sind die Kosten für eine Betriebshaftpflicht­versicherung?

Kostenfaktoren

Die Gewerbe­versicherung kann die individuell auf jede Art von Betrieb zugeschnitten werden. Folgende Faktoren bestimmen dabei die Versicherungsprämie:

  • Betriebsgröße: Diese wird üblicherweise an der Zahl der Mitarbeiter, an den Lohnkosten und/oder am Jahresumsatz bemessen.
  • Zahl der Niederlassungen: Dies ist wichtig, da jede Niederlassung sozusagen ein eigener Gefahrenort ist.
  • Dauer der Unternehmensexistenz und frühere Schäden: Dies dient dem Versicherungsunternehmen zur Bewertung des Schadensrisikos.
  • Höhe der Versicherungssumme: Die optimale Versicherungssumme hängt vom Geschäftsumfang ab, 5 Millionen Euro als Mindestschutz sind ein Orientierungswert.
  • Höhe der Selbstbeteiligung: Diese ist oft vorgegeben. Sie beträgt wenige hundert Euro bis 1.000 Euro pro Schadensfall. Es gibt auch Angebote ohne Selbstbehalt.
  • Vertragsdauer: Vielfach ist eine Mindestlaufzeit vorgesehen, häufig beträgt diese drei Jahre. Danach verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr, falls nicht gekündigt wird.
  • Betriebliche Besonderheiten: Wird z.B. in asbestbelasteten Gebäuden oder mit umweltgefährdenden Stoffen gearbeitet?

Kostenbeispiel: So viel zahlt ein Dachdeckerbetrieb

Herr P. führt einen Dachdeckerbetrieb mit 3 Vollzeit-Mitarbeitern. Er möchte eine Betriebshaftpflicht­versicherung abschließen. Die Beitragsberechnung kann z.B. so aussehen:

BerechnungskriterienBeispiel Herr P.
Art des BetriebsDachdeckerei
Mitarbeiteranzahl3 (Vollzeit)
Jahresumsatz600.000 Euro
Lohn- und Gehaltskosten150.000 Euro
Höhe der Deckungssumme5 Millionen Euro
SelbstbeteiligungJa
Jährlicher Betrag1.862,47 Euro
Monatliche Kosten (umgerechnet)155,20 Euro

Betriebshaftpflicht­versicherung für Dachdecker im Test

Tarife der Betriebshaftpflicht­versicherung werden regelmäßig von unabhängigen Verbraucherinstituten und Analysehäusern überprüft. Darin werden die Tarife anhand verschiedener Kriterien bewertet und gegenübergestellt. In der jüngsten Analyse vom Institut Franke und Bornberg kann vor allem die Signal Iduna mit ihren Tarifen für die Baubranche und Handwerksbetriebe und extra für Dachdecker mit der Bewertung “hervorragend” überzeugen.

Solche Tests bieten einen guten Überblick über die aktuellen Anbieter der Betriebshaftpflicht­versicherung und ihre Leistungen. Wir haben Ihnen auf unserer separaten Seite diesen und weitere aktuelle Testberichte zur Betriebshaftpflicht­versicherung sowie Erfahrungen mit verschiedenen Anbietern zusammengetragen.

Aktuelle Testsieger der Betriebshaftpflicht (2021)

Worauf Dachdecker beim Vergleich von Betriebshaftpflicht­versicherungen achten sollten

Wichtige Leistungseinschlüsse

Ein Tarifvergleich kann dabei helfen den bestmöglichen Tarif für sich und seinen Betrieb zu finden. Einige Vergleichskriterien können dabei helfen das richtige Angebot aus der Vielzahl an Tarifen herauszusuchen. Folgende Punkte sollte der Versicherungsschutz für Dachdecker-Betriebe enthalten:

  • Tätigkeitsschäden: Das sind Schäden, die durch die Dachdeckertätigkeit bei fremden Sachen oder Personen verursacht werden.
  • Schäden an Arbeitsmaschinen: Abdeckung durch den Versicherungsschutz ist dringend zu empfehlen, wenn mit geliehenem Gerät gearbeitet wird.
  • Asbestschäden: Diese müssen häufig extra versichert werden und sind wichtig, wenn an Gebäuden mit Asbest gearbeitet wird.
  • Nachbesserungsbegleitschäden: Dies sind Schäden, die bei Nachbesserungsarbeiten anfallen. Bei einigen Tarifen sind sie ausgeschlossen.

Korrekte Angabe bei der Risikoermittlung wichtig

Da es sich bei der Betriebshaftpflicht­versicherung um ein individuelles Versicherungsprodukt handelt, benötigen Versicherer einige Angaben, um das Risiko einschätzen und so einen passenden Leistungsumfang und einen möglichen Preis berechnen zu können. Folgende Risikodaten werden benötigt:

  • Gründungsdatum des Unternehmens
  • Betriebsart und Tätigkeiten (hier ist es sehr wichtig, dass möglichst genaue Angaben und Beschreibungen gemacht werden.)
  • Jährlicher Umsatz
  • Umweltrelevante Anlagen: Öltanks, Fettabscheider, Ölabscheider, Benzinabscheider.
  • Anzahl der Beschäftigten
  • Lohnsumme
  • Zusatzleistungen für gemietete oder geliehene Sachen (Immobilien, Mobilien, Arbeitsmaschinen)
  • Zusatzleistungen für Umweltschadendeckung

Kostenloser Tarifrechner zur Betriebshaftpflicht­versicherung

Nutzen Sie unseren kostenfreien Tarifrechner und erhalten Sie ausführliche Informationen zu aktuellen Tarifen und Preisen der Betriebshaftpflicht­versicherung.

Fazit

Der Beruf des Dachdeckers ist mit einigen Risiken verbunden. Die Betriebshaftpflicht­versicherung schützt Dachdecker und ihre Mitarbeiter im Schadensfall vor finanzieller Eigenbeteiligung. Die Betriebshaftpflicht kostet jährlich ab 1.800 Euro. Die Beitragshöhe hängt unter anderem von Faktoren wie Betriebsgröße oder der Anzahl an Niederlassungen ab.

Die vergleichsweise hohen Jahresprämien sind dem überdurchschnittlichen Risiko der Dachträger-Tätigkeit geschuldet. Häufig bieten Versicherungen hohe Selbstbeteiligungen an, um die jährlichen Kosten zu senken. Dachdecker-Betriebe sollten sich im Vorfeld darüber Gedanken machen, ob sie diese im Schadensfall tragen könnten.

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Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
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Verfasst von Swantje Niemann & Team
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