Berufs­haftpflicht­versicherung für Heilpraktiker

Kosten, Leistungen, aktuelle Testergebnisse und Vergleich (2021)
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Das erwartet Sie hier

Wieso die Berufs­haftpflicht­versicherung für Heilpraktiker existenzsichernd sein kann und wie sie eine günstige Versicherung finden, die alle relevanten Risiken abdeckt.

Inhalt dieser Seite
  1. So sieht eine gute Versicherung aus
  2. Gründe für die Berufs­­haftpflicht
  3. Was leistet die Berufs­­haftpflicht?
  4. Kosten (inkl. Rechenbeispiele)
  5. Aktuelle Testergebnisse
  6. Ratschläge für den Tarifvergleich
  7. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Heilpraktiker arbeiten in einem Beruf, in dem Fehler hohe Schadenersatzforderungen nach sich ziehen können. Darum sollten sie nicht auf eine Berufs­haftpflicht­versicherung verzichten.
  • Wichtig ist, dass sämtliche Aspekte der Tätigkeit als Heilpraktiker und alle Therapieverfahren versichert sind. Personenschäden müssen unbedingt versichert sein.
  • Eine Berufs­haftpflicht­versicherung für Heilpraktiker ist ab 116,15 Euro pro Jahr  – umgerechnet 9,71 pro Monat – möglich.

Was macht eine gute Berufs­haftpflicht­versicherung für Heilpraktiker aus?

Versicherung von Sach- und Personenschäden

Anders als Menschen in beratenden Berufen verursachen Heilpraktiker eher selten Vermögensschäden. Viel größer ist das Risiko, versehentlich einen Sach- oder Personenschaden zu verursachen. Entsprechend ist es wichtig, vor allem diese Risiken abzusichern. Ob das durch eine Berufs­haftpflicht­versicherung erfolgen kann, lässt sich nicht pauschal sagen, denn der Begriff wird nicht einheitlich verwendet.

Verbirgt sich dahinter lediglich eine Vermögensschadens­versicherung, ist der Versicherungsschutz nicht ausreichend. Auf jeden Fall abgedeckt werden Sach- und Personenschäden durch die Betriebs­haftpflicht­versicherung. Diese wird entweder einzeln abgeschlossen oder ist, je nach Versicherer, Bestandteil einer Berufs­haftpflicht­versicherung.

Lassen Sie sich beraten (kontaktieren Sie hierzu am besten unser Makler-Team) oder nutzen Sie unseren kostenlosen Tarifrechner, um eine Versicherung zu finden, welche die für Sie relevanten Risiken abdeckt. Viele Anbieter bieten auf Heilpraktiker zugeschnittene Versicherungen an.

Die wichtigsten Vorteile der Berufs- bzw. Betriebs­haftpflicht auf einen Blick

  • Versicherung übernimmt die Haftung bei berechtigten Schadenersatzansprüchen
  • Abwehr unberechtigter Ansprüche
  • ermöglicht Mitgliedschaft in Berufsverband
  • mehr Sicherheit für Patienten

Was kostet eine Berufs­haftpflicht­versicherung?

Eine ausreichende Berufs­haftpflicht­versicherung für Heilpraktiker muss nicht teuer sein. Ein Heilpraktiker ohne Angestellte und mit wenigen zu versichernden Risiken könnte sich ab 116,52 Euro – umgerechnet 9,71 Euro im Monat – mit einer Deckungssumme von 5.000.000 Euro absichern.

Diese Versicherer empfehlen unsere Experten

Beim Vermitteln von Berufs­haftpflicht­versicherungen für Heilnebenberufe haben unsere Experten gute Erfahrungen mit diesen Versicherern gemacht:

  • Continentale
  • Alte Leipziger
  • Haftpflichtkasse
  • Mannheimer

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Wieso brauchen Heilpraktiker eine Berufs­haftpflicht­versicherung?

Die Berufs­haftpflicht als Existenzschutz

Heilpraktiker kümmern sich um das körperliche und seelische Wohlergehen ihrer Patienten und haben damit ein erhöhtes Berufsrisiko. Ein Fehlgriff während der Behandlung, eine falsche Beratung oder auch falsch eingeschätzte Beschwerden können sowohl Personen- als auch Vermögensschäden nach sich ziehen. In einem solchen Fall springt die Berufs­haftpflicht bzw. Betriebs­haftpflicht ein und übernimmt die Kosten. Auch wenn in den Räumen des Heilpraktikers das Eigentum eines Patienten beschädigt wird (Sachschaden), ist dies durch die Versicherung gedeckt.

Mit der Berufs­haftpflicht­versicherung sichern sich Heilpraktiker vor unkalkulierbaren Kosten ab, die z. B. aus einem Behandlungs- oder Beratungsfehler entstehen können. Gerade Personenschäden ziehen im schlimmsten Fall dermaßen hohe Kosten nach sich, dass sie die berufliche Existenz des Heilpraktikers gefährden können.

Mehr zur Berufs­haftpflicht­versicherung

Haftungsrisiken für Heilpraktiker

Aus der Tätigkeit eines Heilpraktikers ergeben sich diverse Haftungsrisiken. Schadenersatzforderungen können sich z.B. aus den folgenden Situationen ergeben:

  • Die gewählte Behandlungsmethode bringt keine Linderung der Symptome, sondern führt stattdessen sogar zu einer Verschlechterung.
  • Eine schwere Erkrankung wird vom Heilpraktiker nicht erkannt und daher zu spät behandelt.
  • Versäumnisse bei der Aufklärung vor der Behandlung (Verletzung der Aufklärungs- und Informationspflicht)
  • Missgeschicke in den Praxisräumen

Kann die Kranken­versicherung eines Patienten nachweisen, dass sich dessen Beschwerden auf eine falsche Behandlung durch einen Heilpraktiker zurückführen lassen, muss dieser für die Behandlungskosten aufkommen (Regress).

Keine gesetzliche Pflicht, aber in der Berufsordnung verankert

Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung für Heilpraktiker, sich zu versichern. Wer jedoch Mitglied in einem Berufsverband für Heilpraktiker ist, der muss eine Berufs­haftpflicht­versicherung abschließen. Denn die verschiedenen Berufsverbände haben eine Berufsordnung für Heilpraktiker entwickelt, die unter anderem auch die Versicherungspflicht regelt. Darüber hinaus empfiehlt der Verband einen ausreichenden Straf­rechtsschutz.

„Heilpraktiker verpflichten sich zum Abschluss einer ausreichenden Berufs­haftpflicht­versicherung. Der Abschluss einer zusätzlichen Straf­rechtsschutz­versicherung wird empfohlen.“

Berufsordnung für Heilpraktiker (BOH), Artikel 17


Mehr Sicherheit für Patienten

Auch Ihre Patienten profitieren vom Schutz der Berufs­haftpflicht­versicherung. Wenn Sie als behandelnder Heilpraktiker eine entsprechende Versicherung haben, können sich die Patienten sicher sein, nach einer falsch durchgeführten Behandlung ihre berechtigten Haftungsansprüche durchsetzen zu können.

Leistungen der Berufs­haftpflicht für Heilpraktiker

Wann leistet die Berufs­haftpflicht­versicherung?

Die Berufs­haftpflicht­versicherung für Heilpraktiker deckt alle Tätigkeiten ab, die ein behördlich zugelassener Heilpraktiker ausüben darf. In der Hauptsache schützt die Versicherung die Heilpraktiker vor Kosten, die ihnen aus der Haftung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden entstehen.

Wenn sich aus Beratungs- oder Behandlungsfehlern Schadensersatzansprüche ergeben, haftet der behandelnde Heilpraktiker. Die Berufs­haftpflicht übernimmt und begleicht die Schadensersatzansprüche – wenn sie berechtigt sind.

Passiver Rechtsschutz

Jede Forderung wird vom Versicherer genau geprüft. Sollte sich dabei eine Schadensersatzforderung als unbegründet erweisen, wehrt die Berufs­haftpflicht­versicherung den Fall ab – falls nötig auch im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens. Die Berufs­haftpflicht enthält also – wie andere Haftpflicht­versicherungen auch – einen passiven Rechtsschutz.

Beispiel für einen Schadensfall: Behandlungsfehler vor Gericht

2015 sprach das Landgericht in Bonn einem Patienten 2.500 Euro Schadensersatz und Schmerzensgeld zu. Dieser trug während einer Wärmebehandlung eine Brandblase davon, die nur langsam verheilte und eine Narbe hinterließ. Sein Heilpraktiker hatte ihn nicht wahrheitsgemäß über die Häufigkeit von Verbrennungen bei dieser Therapieform aufgeklärt, und außerdem identifizierte ein Sachverständiger Fehler bei der Auswahl und Durchführung der Behandlung (AZ: 9 O 234/14).

Wie hoch sollte die Deckungssumme sein?

Unterläuft einem Heilpraktiker bei der

  • Diagnose
  • Aufklärung
  • Behandlung

von Patienten ein Fehler, kann dies dramatische Folgen haben. Patienten können gesundheitliche Schäden davontragen, die sie für den Rest ihres Lebens begleiten und in Alltag und Beruf einschränken.

Das wiederum berechtigt sie, hohe Schadenersatzforderungen an den entsprechenden Heilpraktiker zu stellen. Darum empfiehlt sich für Heilpraktiker – gerade für die, die an besonders wichtigen und verletzlichen Körperteilen arbeiten, wie z.B. Chiropraktiker – eine Versicherung mit einer hohen Deckungssumme, z.B. 5.000.000 Euro.

Das sollte mitversichert sein

  • Hausbesuche
  • Mietsachschäden
  • Erweiterter Straf­rechtsschutz
  • Schlüssel­versicherung (bei eigener Praxis)

Darüber hinaus ist bei einigen Tarifen die private Haftpflicht­versicherung mit abgedeckt. Kosmetische Behandlungen können hingegen nur gegen Aufpreis mitversichert werden.

Experten-Tipp:

„Heilpraktiker, die eine Berufs­haftpflicht­versicherung abschließen möchten, müssen darauf achten, dass sie alle Tätigkeiten bzw. Behandlungsmethoden genau angeben. Nur dann gilt der Versicherungsschutz für die entsprechenden Behandlungen. Kommen aufgrund von Fort- und Weiterbildungen weitere Behandlungsmethoden dazu, sollten diese dem Versicherer gemeldet werden, damit der Versicherungsschutz angepasst werden kann.“

Foto von Martin Hacker
Signatur von Martin Hacker
Martin Hacker
Berater

Besonderheiten der Berufs­haftpflicht für Osteopathen und Chiropraktiker

Berufs­haftpflicht für Chiropraktiker

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Chiropraktiker behandeln vor allem die Körperbereiche rund um Becken und Wirbelsäule mit dem Ziel Fehlstellungen und Blockaden zu beheben. Mit ihrer Arbeit ist ein hohes Risiko verbunden, einen Personenschaden zu verursachen. Ein falscher Handgriff kann im schlimmsten Fall zu Lähmungen führen. Daher sollten gerade Chiropraktiker bei der Berufs­haftpflicht­versicherung auf eine ausreichend hohe Versicherungssumme achten. Wir empfehlen eine Mindest­versicherungssumme von 5 Millionen Euro.

Berufs­haftpflicht für Osteopathen

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Die Berufs­haftpflicht­versicherung für Osteopathen sollte neben der Physiotherapie auch die Bereiche Heilkunde und Osteopathie versichern. Außerdem müssen alle Risiken von der Anamnese bis zur Behandlung abgedeckt sein. Dies gilt für alle Teilgebiete der Osteopathie:

  • Parietale Osteopathie (befasst sich mit der Behandlung von Bewegungseinschränkungen an Gelenken, Muskeln, Sehnen, Bändern und Faszien auf Bewegungseinschränkungen)
  • Viszerale Osteopathie (untersucht die inneren Organe und die umgebenden Bereiche auf Bewegungseinschränkungen)
  • Cranio-sakralen Osteopathie (Behandlung und Untersuchung von Bewegungen der Schädelknochen und des Kreuzbeins )

Kosten der Berufs­haftpflicht für Heilpraktiker

Rechenbeispiel

Unser Beispiel-Heilpraktiker weist folgende Merkmale auf:

  • Heilpraktiker mit eigener Praxis und zwei Angestellten
  • Sach- und Personenschäden: 10 Millionen Euro
  • Vermögensschäden: 100.000 Euro
  • keine Selbstbeteiligung

Für ihn kommen z.B. diese Versicherungen infrage:

AnbieterJahresprämie (Euro)umgerechnet zu monatlichen Kosten (Euro)
Versicherer 1181,0015,08
Versicherer 2297,0024,75

Wichtige Kostenfaktoren

Die Kosten der Berufs­haftpflicht werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst. In der Hauptsache sind jedoch die versicherten Leistungen und die Höhe der Deckungssumme entscheidend für die Beitragshöhe.

Eine weitere wichtige Größe bei der Kostenermittlung ist die Frage, ob Sie freiberuflich tätig sind, eine eigene Praxis betreiben oder Teil einer Gemeinschaftspraxis sind. Auch die Frage, ob Sie Personal beschäftigen und ob es sich dabei um Büroangestellte oder medizinische Mitarbeiter handelt, wirkt sich auf die Höhe der Versicherungsbeiträge aus.

Weitere Kostenfaktoren

  • Spezielle Behandlungsmethoden, z. B. Akupunktur
  • Kosmetische Behandlungen
  • Zweitpraxen
  • Weitere Betriebseinrichtungen
  • Gründungsdatum (Existenzgründerrabatt möglich)
  • Vorschäden

Was kostet Sie eine Heilpraktiker­haftpflicht­versicherung?

Die Testsieger 2021 aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich.

Berufs­haftpflicht­versicherung für Heilpraktiker: Testsieger (2021)

So werden Berufs­haftpflicht­versicherungen getestet

Testergebnisse spezifisch zur Berufs­haftpflicht für Heilpraktiker liegen derzeit nicht vor. Da es sich hier um eine sehr spezielle Gewerbe­versicherung handelt, ist die Zielgruppe zu klein, als das sie von den bekannten Testinstituten bewertet werden würde. Allerdings liegen uns Ergebnisse von Umfragen und Vergleichen zu verschiedenen Anbietern der Berufs­haftpflicht­versicherung vor. Wir haben die neuesten Ergebnisse auf einer gesonderten Seite zusammengestellt:

Berufs­haftpflicht­versicherungen im Test

Berufs­haftpflicht­versicherungen für Heilpraktiker im Vergleich

Darauf sollten Sie achten

Die Berufs­haftpflicht­versicherungen für Heilpraktiker unterscheiden sich zum Teil erheblich hinsichtlich der versicherten Leistungen. Je nachdem, ob Sie freiberuflich oder in einer eigenen Praxis tätig sind, können unterschiedliche Tarife in Frage kommen. Beim Vergleich sollten Heilpraktiker auf folgende Punkte achten:

  • Wie hoch und zu welchen Bedingungen ist der erweiterte Straf­rechtsschutz abgedeckt?
  • Welche Selbstbeteiligung müssen Versicherte bei Mietsachschäden zahlen?
  • Welche Versicherungssummen bietet der Tarif bei Personen- und Sachschäden?
  • Sind Vermögensschäden mitversichert und wie hoch ist die Deckungssumme?
  • Sind Hausbesuche mitversichert?
  • Welche Behandlungsmethoden sind mitversichert bzw. können nur gegen Aufpreis mit abgedeckt werden?
  • Sind Seminare, Schulungen und Dozententätigkeiten mitversichert?

Besonderheiten für Heilpraktiker mit eigener Praxis

Heilpraktiker, die eine eigene Praxis haben oder Teil einer Praxisgemeinschaft sind, sollten ihren Versicherungsschutz um eine Geschäftsinhalts­versicherung und eine Firmen­rechtsschutz­versicherung erweitern. Betriebs­unterbrechungs­versicherungen und gegebenenfalls auch Krankentagegeld­versicherungen helfen, finanzielle Belastungen durch vorübergehende Verdienstausfälle aufzufangen.

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Fazit

Wenn Heilpraktikern ein Fehler läuft, kann die Berufs­haftpflicht­versicherung darüber entscheiden, ob er das Ende ihrer beruflichen Existenz bedeutet. Darum ist es wichtig, dass Sie sich ausreichend absichern. Hierbei sollten Sie darauf achten, das sämtliche Tätigkeiten und Therapiemethoden sowie weitere Risiken in der Praxis ausreichend versichert sind. Bei der Auswahl des richtigen Tarifs helfen unser Online-Tarifrechner und unser Berater-Team.


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Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
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