Berufs­­haftpflicht­versicherung für Grafikdesigner

Kosten, Leistungen, aktuelle Testergebnisse und Vergleich (2021)
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Das erwartet Sie hier

Wie Sie sich als Grafikdesigner oder Mediengestalter mit der richtigen Berufs­­haftpflicht­versicherung schützen können und was das genau kostet.

Inhalt dieser Seite
  1. So sieht eine gute Versicherung aus
  2. Gründe für die Berufs­­­­haftpflicht
  3. Die wichtigsten Leistungen
  4. Kosten der Berufs­­­­haftpflicht
  5. Aktuelle Testergebnisse
  6. Tipps für den Tarifvergleich
  7. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Eine Berufs­­haftpflicht­versicherung für Grafikdesigner und Mediengestalter sichert ihre Versicherungs­nehmer gegen potenziell sehr hohe Schadenersatzforderungen ab.
  • Sie ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, doch empfehlenswert, da z.B. Urheberrechtsverletzungen, Datenverluste oder Druckfehler ein permanentes Risiko im Arbeits­alltag von Mediengestaltern sind.
  • Es ist bereits ab umgerechnet 15,78 € im Monat möglich, sich gegen zahlreiche Risiken zu versichern.

Die wichtigsten Vorteile der Berufs­­haftpflicht­versicherung für Grafikdesigner

Wovor schützt die Berufs­­haftpflicht?

Auch erfahrenen Grafikdesignern und Mediengestaltern kann es passieren, dass sie einen Tippfehler übersehen oder sich bei der Lizenz eines Bildes täuschen. Schlimmstenfalls resultiert das in hohen Schadenersatzforderungen. Eine Berufs­­haftpflicht­versicherung bzw. Media-Haftpflicht­versicherung, die in solchen Fällen einspringt, macht die Arbeit sicherer und entspannter.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick

Die Berufs­­haftpflicht­versicherung …

  • haftet bei berechtigten Schadenersatzforderungen.
  • übernimmt die Abwehr unberechtigter Forderungen.
  • lässt sich individuell anpassen.
  • bietet erschwingliche Tarife für Berufs­einsteiger und Grafiker mit geringen Umsätzen und Risiken.

Eine Berufs­­haftpflicht­versicherung muss nicht teuer sein

Auch wer als Grafiker weniger hohe Umsätze hat, kann sich die Versicherung leisten. Eine Berufs­­haftpflicht­versicherung mit einer Deckungssumme von 100.000 Euro ist ab umgerechnet 15,78 Euro pro Monat möglich.

Diese Versicherer empfehlen unsere Experten

Für Grafikdesigner empfehlen unsere Experten die folgenden Versicherer:

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Warum brauchen Grafikdesigner und Mediengestalter eine Berufs­­haftpflicht­versicherung?

Ist die Berufs­­haftpflicht­versicherung Pflicht?

Die Berufs­­haftpflicht­versicherung ist für Grafiker keine Pflicht, aber es empfiehlt sich dennoch, sie abzuschließen. Die Kosten bei Haftungsfällen liegen schnell im fünf- bis sechsstelligen Bereich. Schadensfälle der Berufs­­haftpflicht­versicherung können z.B. wie folgt aussehen:


Beispiel: Druckfehler

Ein Grafiker erstellt eine Broschüre für ein Unternehmen, gibt diese in den Druck und organisiert die Verteilung an den Kunden. Weil sich hier ein Fehler eingeschlichen hat, muss die Broschüre neu gedruckt und verteilt werden. Der Auftraggeber wendet sich mit der Forderung nach Schadensersatz­ an den Grafiker und sein Unternehmen, das für den gesamten Schaden haftbar gemacht wird. Die zu zahlenden Beträge können dabei schnell mehrere zehntausend Euro erreichen.


Beispiel: Urheberrechtsverstoß

Eine Werbeagentur entwickelt eine Kampagne für ein Unternehmen. Die Mitarbeiter merken dabei nicht, dass einer ihrer Slogans nahezu identisch mit dem geschützten Slogan eines anderen Unternehmens ist, bis es zu spät ist. Nicht nur fordert dieses Unternehmen nun 200.000 Euro Schadensersatz­ von ihnen, auch ihr Auftraggeber möchte die Kosten für bereits hergestellte Werbematerialien, die er nun nicht länger verwenden kann, erstattet bekommen.

Rechtliche Grauzonen

Bei der Verwendung von ganzen Texten, einzelnen Worten, Bildern oder Musikstücken kann gegen geltendes Recht verstoßen werden – hier gibt es viele rechtliche Grauzonen, sodass auch sehr gewissenhaft arbeitenden Textern und Designern Urheberrechtsverstöße unterlaufen können. Eine Absicherung durch entsprechende Klauseln in den Verträgen hilft hier nur bedingt, wie entsprechende Gerichtsurteile in der Vergangenheit zeigen.

Was leistet die Berufs­­haftpflicht?

Verschiedene Versicherungs­bausteine

Die Berufs­­haftpflicht­versicherung für Grafikdesigner bietet verschiedene Bausteine, aus denen der Versicherungs­nehmer seine individuelle Absicherung zusammenstellen kann. Somit zahlen Grafiker und Grafik-Agenturen lediglich für den Versicherungs­schutz, den sie auch wirklich benötigen.

Wogegen sind Sie versichert?

Versichert sind üblicherweise Verstöße gegen:

  • Markenrechte
  • Namensrechte
  • Datenschutz­rechte
  • Urheberrechte
  • Persönlichkeitsrechte

Mehr zur Media-Haftpflicht­versicherung

Was passiert im Versicherungs­fall?

Forderungen gegen den Versicherungs­­nehmer werden zunächst durch das Versicherungs­unternehmen geprüft. Falls die Forderungen nicht gerechtfertigt sind, werden sie von der Versicherung direkt abgewendet. Die dabei entstehenden Kosten für Zeugen, Sachverständige, Gutachter, Gericht oder sonstige Aufwendungen, trägt das Versicherungs­unternehmen. Die Versicherung bietet ihren Kunden also passiven Rechtsschutz.

Ist eine Schadensersatz­forderung hingegen gerechtfertigt, sind ihre Kosten durch die Berufs­­haftpflicht­versicherung für Grafikdesigner bis zur vereinbarten Versicherungs­summe abzüglich des Selbstbehaltes gedeckt. Üblicherweise sind nur Vermögens­schäden versichert, die aus der spezifischen Tätigkeit des Grafikers entstanden sind.

Sach- und Personenschäden sind zunächst nicht im Deckungsumfang enthalten, können aber zusätzlich mitversichert werden. Einige Versicherer decken auch Eigenschäden ab. Diese können zum Beispiel dann entstehen, wenn ein Kunde oder Auftraggeber vom Vertrag zurücktritt.


Wer ist versichert?

Nicht nur einzelne Selbständige können sich versichern. Häufig wählen freischaffende Mediengestalter die Rechtsform der GbR. Hier ist es möglich, einen Versicherungs­vertrag für alle Mitarbeiter des Unternehmens sowie Praktikanten und Hilfspersonal wie zum Beispiel Reinigungskräfte zu schließen. Wie es um die Versicherung freier Mitarbeiter steht, ist den Versicherungs­­bedingungen zu entnehmen.

Wichtige Bausteine der Berufs­­haftpflicht­versicherung

  • Berufs­­haftpflicht als Vermögens­schaden­haftpflicht:
    Wird durch schuldhaftes Verhalten einem Dritten (zum Beispiel dem Kunden oder Auftraggeber) ein finanzieller Schaden zugefügt, spricht man von einem Vermögens­schaden. Reine Vermögens­schäden sind durch die Vermögens­schaden­haftpflicht­versicherung gedeckt. Streng genommen ist die Vermögens­schaden­haftpflicht also kein Baustein der Berufs­­haftpflicht, sondern ist als Synonym zu verstehen.
  • Deckung bei Urheberrechtsverletzung:
    Die Berufs­­haftpflicht­versicherung leistet umfassende Deckung bei Verletzung von Urheberrechten. Das ist vor allem für Mediengestalter wichtig, die vollständige Websites erstellen.

Sinnvolle Zusatzbausteine für Grafikdesigner

Büro- und Betriebs­­haftpflicht­versicherung

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Möchte sich eine Grafik-Agentur gegen mögliche Personen- und Sachschäden absichern, kann sie dies mit der Büro- bzw. Betriebs­­haftpflicht­versicherung tun. Während die Vermögens­schaden- bzw. Berufs­­haftpflicht nur reine Vermögens­schäden abdeckt, übernimmt die Betriebs­­haftpflicht unreine bzw. unechte Vermögens­schäden. Dabei handelt es sich um finanzielle Schäden, die in Folge von Personen- oder Sachschäden verursacht werden. Die Betriebs­­haftpflicht kann als Zusatzbaustein zur Berufs­­haftpflicht ergänzt werden.

Datendiebstahl

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Im Berufs­alltag sind Cyberangriffe keine Seltenheit mehr. Daher sollten Unternehmen sich auch gegen die Folgen von Datendiebstahl und Daten absichern. Zur Berufs­­haftpflicht­versicherung sollte also eine Cyber­versicherung als Zusatzbaustein hinzugebucht werden. Im Notfall kann diese eine Soforthilfe durch IT-Krisenexperten und Datenschutz­anwälten sowie durch Wiederherstellung des IT-Systems und der Daten leisten.

Druckfehler

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Ein Zahlendreher, oder ein fehlender Buchstabe – Tippfehler entstehen schnell und finden sich ebenso schnell im gedruckten Exemplar wieder. Dies kann in schwerwiegenden Image- und Vermögens­schäden resultieren. Die Kosten können dabei in den sechsstelligen Eurobereich gehen. Dagegen kann der Zusatzbaustein „Eigenschäden aus Druckaufträgen“ schützen.

Berater-Tipp:

Zusatzbausteine wie die Absicherung von Druckfehlern oder Urheberrechtsverletzungen sind zu empfehlen. Auch Datenklau und der damit verbundene Missbrauch infolge von Cyberattacken kann für Sie mit hohen Kosten verbunden sein. Achten Sie also darauf, den Versicherungs­schutz ggf. sinnvoll zu ergänzen.“

Foto von Martin Hacker
Signatur von Martin Hacker
Martin Hacker
Berater

Was kostet die Berufs­­haftpflicht­versicherung?

Kostenbeispiel

Bei der Berufs­­haftpflicht­versicherung für Grafikdesigner hängen die Kosten von mehreren Faktoren ab, sodass sich nicht pauschal sagen lässt, wieviel sie kostet. Hier ist ein mögliches Kostenbeispiel:

Versicherungs­nehmerGrafikdesigner, Existenzgründer, Umsatz: 20.000 €
Vertragslaufzeit3 Jahre
Deckungssumme100.000 €
Selbstbeteiligung0 €
Versicherte Risikenpassiver Rechtsschutz
gesetzliche und vertragliche Haftung
Verletzung von Schutz- und Urheberrechten
Auslands­risiko
Nachmeldefrist
Beschädigungen an Akten und Schriftstücken
Datenschutz­risiken
Reputationsschäden
u.v.m.
Berufs­­haftpflicht (umgerechnet auf monatliche Kosten)17,40 €

Mit einer Selbstbeteiligung von 2.500 € und etwas weniger umfangreichem Schutz könnte sich unser Beispiel-Versicherungs­nehmer schon ab umgerechnet 15,78 Euro pro Monat (198,40 Euro pro Jahr) versichern. Berufs­einsteiger können in den ersten Versicherungs­jahren zusätzlich sparen, weil viele Versicherer Gründerrabatte anbieten.

Auch ist es manchmal möglich, Geld zu sparen, indem Berufs­- und Privat­haftpflicht als günstiges Versicherungs­paket abgeschlossen werden. Allerdings sind diese Versicherungen dann oft weniger flexibel in ihren Bedingungen.


Die Deckungssumme der Berufs­­haftpflicht

Die Kosten der Berufs­­haftpflicht­versicherung richten sich zunächst nach der gewählten Deckungssumme. Es wird empfohlen, diese zwischen 250.000 Euro und 1 Millionen Euro zu setzen. Damit sind insbesondere Vermögens­schäden abgesichert, die durch den Fehler eines Grafikers entstehen.

Wird die Deckungssumme geringer gewählt, sinkt auch die zu zahlende Prämie. Dies geschieht allerdings zu Lasten des Versicherungs­schutzes. Abhängig von den optional gewählten Zusatzleistungen und dem Selbstbehalt variiert die Beitrags­höhe und kann beim selben Versicherer schnell zu mehreren hundert Euro Differenz führen


Kostenfaktoren im Überblick

  • Mitarbeiterzahl
  • Jahresbruttoumsatz
  • Jahr der Unternehmensgründung (Viele Versicherer bieten einen Existenzgründerbonus an)
  • Tätigkeitsspektrum
  • Land der Tätigkeit (EU oder weltweit)
  • Vorschäden
  • Deckungssumme
  • Selbstbehalt
  • Optionale Zusatzbausteine

Was kostet Sie eine Berufs­­haftpflicht­versicherung?

Die Testsieger 2021 aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich.

Berufs­­haftpflicht­versicherungen für Grafikdesigner: Testsieger (2021)

Leider liegen uns gegenwärtig keine Testergebnisse zur Eignung verschiedener Berufs­­haftpflicht­versicherer für einzelne Berufs­gruppen vor. Dafür wurden jedoch von verschiedenen unabhängigen Unternehmen und Magazinen Kunden- und Vermittlermeinungen zur Beliebtheit und Fairness von Anbietern der Berufs­­haftpflicht­versicherung erhoben. Diese bieten eine gewisse Orientierung beim Vergleich verschiedener Anbieter. Wir haben Sie auf einer eigenen Seite zusammengetragen:

Berufs­­haftpflicht­versicherungen im Test

Berufs­­haftpflicht­versicherungen vergleichen – worauf Grafikdesigner achten sollten

Wie bei vielen anderen Versicherungen lohnt es sich, vor der Entscheidung für eine Versicherung mehrere Anbieter und Tarife zu vergleichen. Wenn Sie Angebote verschiedener Versicherer miteinander vergleichen, sollten Sie auf die folgenden Aspekte achten:

  • Ist die Deckungssumme ausreichend hoch?
  • Sind alle Ihre Tätigkeiten versichert?
  • Wie sieht es mit Auslands­risiken aus?
  • In welchen Situationen leistet die Versicherung?
  • Brauchen Sie zusätzliche Versicherungen, um weitere Risiken abzudecken?
  • Zahlt der Versicherer, wenn der Auftraggeber vom Vertrag zurücktritt?

Angesichts dessen, wie wichtig eine leistungsstarke Versicherung im Schadensfall ist, sollten Sie bei der Entscheidung für einen Anbieter und Tarif viel Sorgfalt walten lassen. Lesen Sie die Versicherungs­­bedingungen aufmerksam und scheuen Sie sich nicht, nachzufragen, wenn Sie nicht sicher sind, ob eine für Sie wichtige Leistung enthalten ist.


Weitere Versicherungen für Grafiker

  • Forderungsausfall­versicherung:
    Zahlt der Kunde nach Abschluss eines Projektes nicht, bleibt der Grafiker bzw. die Grafik-Agentur zunächst auf den Kosten sitzen. Je nach Größenordnung können diese schnell an die Kapazitätsgrenzen des Betriebes gehen. Eine Forderungsausfall­versicherung stellt sicher, dass im Falle der Nichtzahlung der Betrieb nicht gefährdet ist.
  • Vertrauensschaden­versicherung:
    Entsteht ein finanzieller Schaden durch die Tätigkeit eigener Mitarbeiter (wie zum Beispiel Nichtbeachtung von Skonti, Schreib-, Eingabe- oder Rechenfehler), ist dieser durch den Baustein der Vertrauensschaden­versicherung gedeckt. Ebenso sind Mehraufwendungen versichert, die durch Betrug und Urkundenfälschung Dritter entstehen.
  • Rechtsschutz­versicherung:
    Wenn ein Kunde die Zahlung verweigert oder Sie Ihrerseits Opfer einer Urheberrechtsverletzung werden, hilft Ihnen eine Rechtsschutz­versicherung, Ihre Interessen vor Gericht durchzusetzen.

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Die Testsieger 2021 aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich.

Fazit

Eine Berufs­­haftpflicht­versicherung für Grafikdesigner kann sich im Schadensfall als sehr wertvoll erweisen, denn in dieser Branche drohen immer wieder hohe Vermögens­schäden. Eine gute Berufs­­haftpflicht­versicherung sollte auf die spezifischen Risiken dieser Berufs­gruppe abgestimmt sein und eine ausreichend hohe Deckungssumme aufweisen.

Zusätzliche Versicherungen und Versicherungs­bausteine ermöglichen einen individuellen, umfassenden Schutz. Bei der Auswahl eines geeigneten Tarifs helfen Recherche und unabhängige Testergebnisse ebenso wie Online-Rechner und professionelle Beratung. Greifen Sie gern auf unsere kostenlosen Angebote zurück.


Weitere Berufs­- und Personengruppen in der Berufs­­haftpflicht­versicherung

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Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
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