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Berufshaftpflicht­versicherung für Steuerberater

Kosten, Leistungen, aktuelle Testergebnisse und Vergleich (2021)
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Das erwartet Sie hier

Wieso Steuerberater nicht auf eine Berufshaftpflicht­versicherung verzichten können und was es beim Abschließen einer solchen zu beachten gilt.

Inhalt dieser Seite
  1. So sieht eine gute Versicherung aus
  2. Berufshaftpflicht: gesetzliche Pflicht
  3. Wichtige Leistungen
  4. Kosten (inkl. Beispiel)
  5. Aktuelle Testergebnisse
  6. Berufshaftpflicht im Vergleich
  7. Fazit

Das Wichtige in Kürze

  • Die Berufshaftpflicht­versicherung für Steuerberater muss im Schadensfall mindestens 250.000 € zahlen.
  • Deckungssummen, Prämien und Leistungen der Berufshaftpflicht können und sollten dem individuellen Bedarf angepasst werden.
  • Wer nur geringe Umsätze hat, kann sich entsprechend günstig umfassend versichern – ab umgerechnet 6,19 € pro Monat.

Das macht eine gute Berufshaftpflicht­versicherung für Steuerberater aus

Unerlässlicher Versicherungsschutz

Die Berufshaftpflicht­versicherung ist für Steuerberater eine notwendige Voraussetzung, um diesen Beruf überhaupt ausüben zu können. Aus diesem Grund gibt es eine Vielzahl von Angeboten und Tarifen für diese Berufsgruppe. Eine solche Versicherung verhindert, dass ein Versäumnis Ihrerseits existenzbedrohend wird.

Vorteile der Berufshaftpflicht­versicherung

  • gesetzliche Verpflichtung für Steuerberater
  • Abwehr unberechtigter Schadenersatzforderungen vor Gericht
  • Deckungssumme richtet sich nach individuellen finanziellen Risiken
  • Angestellte und freie Mitarbeiter sind mitversichert

Mehr zur Berufshaftpflicht­versicherung

Die Berufshaftpflicht­versicherung für Steuerberater muss nicht teuer sein

Was die Berufshaftpflicht­versicherung für Steuerberater kostet, hängt u.a. davon ab, wie groß die Umsätze und finanziellen Risiken des Versicherungsnehmers sind. Ein Syndikus-Steuerberater mit einem Umsatz von 19.000 Euro könnte sich für 74,23 Euro im Jahr – umgerechnet 6,19 Euro pro Monat – versichern, für einen Steuerberater mit einem Umsatz von 90.000 Euro ist ein Tarif für 264,79 Euro pro Jahr – umgerechnet 22,07 Euro im Monat – möglich.

Diese Versicherer empfehlen unsere Experten

Für Steuerberater kann Versicherungsexperte Benjamin Mai besonders den Tarif Markel Pro RSW des Anbieters Markel empfehlen. Welche Versicherung die Beste ist, hängt jedoch von den individuellen Umständen der Kunden ab.

Berufshaftpflicht für Steuerberater jetzt online vergleichen

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Die Berufshaftpflicht für Steuerberater ist Pflicht

Mindestanforderungen an die Berufshaftpflicht

Für die Zulassung als freiberuflicher Steuerberater oder als Steuerberatergesellschaft ist der Nachweis einer Berufshaftpflicht­versicherung gesetzlich vorgeschrieben. Somit ist sichergestellt, dass eine Fehlberatung oder das Versäumen einer Frist nicht die persönliche Existenz eines Steuerberaters bedeutet.

Es ist auch festgelegt, wie viel eine Berufshaftpflicht­versicherung für Steuerberater mindestens leisten muss. So muss jeder Tarif Haftungsrisiken mit mindestens 250.000 Euro absichern. Auf das gesamte Versicherungsjahr bezogen liegt die Mindest­versicherungssumme bei 1 Million Euro.

Hierbei handelt es sich um eine Vermögensschaden­versicherung, da Vermögensschäden das wichtigste Risiko bei der Tätigkeit von Steuerberatern sind. Sie kann jedoch um die zusätzliche Absicherung gegen Sach- und Personenschäden erweitert werden (Betriebshaftpflicht).

Hier können Sie das Gesetz nachlesen

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Die entsprechende Regelung ist in § 67 Abs. 1 StBerG, § 51 Abs. 1 der Verordnung zur Durchführung der Vorschriften über Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Steuerberatungsgesellschaften (DVStB) festgehalten.

Angestellte und freie Mitarbeiter

Angestellte und freie Mitarbeiter eines Steuerberaters können über dessen Berufshaftpflicht­versicherung mitversichert sein. Um ihren Beruf ausüben zu können, müssen sie dies der Steuerberaterkammer mit einem entsprechenden Formular nachweisen.

Syndikus-Steuerberater

Syndikus-Steuerberater sind hauptberuflich bei einem Unternehmen angestellt und nebenher freiberufliche Steuerberater. Als solche müssen sie sich ebenfalls in ausreichender Höhe versichern, doch für sie ist die Berufshaftpflicht­versicherung besonders günstig und steht damit im Verhältnis zu den erfahrungsgemäß eher geringen Umsätzen von Syndikus-Steuerberatern.

Sonderkündigungsrecht

Geben Steuerberater ihre Tätigkeit auf, haben sie ein Sonderkündigungsrecht. Sie müssen ihre Versicherung also nicht weiterführen, wenn Sie sie nicht länger benötigen. Um Ihr Sonderkündigungsrecht zu nutzen, senden Sie Ihrem Versicherer die Bestätigung Ihrer Gewerbeabmeldung zu.

Das leistet die Berufshaftpflicht­versicherung für Sie

Haftungsrisiken: Deshalb brauchen Sie die Versicherung

Im Allgemeinen bestehen für Steuerberater bestimmte Haftungsrisiken, gegen die sie die Berufshaftpflicht absichert. Dabei kommt es durch Forderungen Ihres Mandanten auf Schadensersatz zum Versicherungsfall. Mögliche Schadensfälle sind z.B.:

  • inkorrekte und unvollständige Beratung zu Risiken und Möglichkeiten zum Steuernsparen
  • falsche Angaben in der Steuererklärung
  • Eindruck einer ungenügenden Aufklärung
  • Versäumen wichtiger Fristen, z.B. für Widerspruch gegen Steuerbescheid
  • Verzicht auf das Nutzen von Steuervorteilen
  • vermeidbares Bußgeld für den Mandanten

In diesen Fällen wissen beide Seiten, dass der Schaden von der Berufshaftpflicht­versicherung des Steuerberaters beglichen wird. Dies schafft bei Ihren Klienten die Gewissheit, im Schadensfall den finanziellen Verlust von der Berufshaftpflicht ihres Steuerberaters erstattet zu bekommen. Aber auch Sie als Versicherungsnehmer schützen sich selbst mit einer Berufshaftpflicht, weil Sie ohne Versicherungsschutz mit ihrem Privatvermögen voll haften müssten.

Beispiel für einen Versicherungsfall

Ein Steuerberater versäumt es, eine Steuererklärung fristgerecht beim Finanzamt einzureichen und legt auch nicht fristgerecht Widerspruch gegen den Steuerbescheid ein, den es daraufhin ausstellt. Dadurch ist sein Mandant nicht in der Lage, Kosten notwendiger Baumaßnahmen in Höhe von 7.000 Euro, die er sonst steuerlich hätte geltend machen können, von der Steuer abzusetzen. Da der Steuerberater hier offensichtlich seiner Verantwortung nicht nachgekommen ist, muss er Schadensersatz für den entgangenen Steuervorteil zahlen, falls er nicht versichert ist.

Mehr zu Schadensersatzansprüchen gegen Steuerberater

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Schadensersatzansprüche gegen Steuerberater müssen innerhalb von 3 Jahren geltend gemacht werden, bevor sie verjähren – vorausgesetzt, der Steuerberater hat seinen Mandanten darauf hingewiesen. In den meisten Fällen, in denen einem Mandanten durch einen Fehler des Steuerberaters finanzielle Nachteile entstehen, hat er einen wirksamen Schadensersatzanspruch an den Steuerberater. Allerdings ist das nicht immer der Fall, da Steuerberatern z.B. eine gewisse Zeit zusteht, um sich mit der korrekten Anwendung neuer Gesetze vertraut zu machen.

Experten-Tipp:

„Jeder Vorwurf eines Mandanten, Sie hätten ihm einen Vermögensschaden verursacht, wird von Ihrer Berufshaftpflicht­versicherung geprüft. Kommt der Versicherer zu dem Schluss, dass eine Forderung nicht berechtigt ist, müssen Sie sich als Steuerberater nicht um das juristische Abwehren unbegründeter Haftungsansprüche sorgen. Dieser passive Rechtsschutz ist Teil des regulären Leistungsspektrums der Berufshaftpflicht für Steuerberater.“

Foto von Martin Hacker
Signatur von Martin Hacker
Martin Hacker
Berater

Leistungen der Berufshaftpflicht­versicherung für Steuerberater im Überblick

  • Bezahlung berechtigter Schadensersatzforderungen
  • Abwehr unberechtigter Ansprüche
  • Übernahme von Gerichtskosten
  • Falls Sie Betriebshaftpflicht-Komponente beinhaltet: Absicherung von Sach- und Personenschäden

Schadensfälle vermeiden

Tritt ein Schadensfall ein, sollte so schnell wie möglich die Versicherung informiert werden. Schadensfällen vorbeugen lässt sich durch umfassende Beratung und Aufklärung des Mandanten, gute Kanzleiorganisation und regelmäßige Fortbildungen.

Wann ist eine höhere Deckungssumme sinnvoll?

Arbeitet ein Steuerberater in erster Linie für Privatpersonen, bei denen es um die Versteuerung moderater Einkünfte geht, halten sich die finanziellen Auswirkungen von Fehlern in der Regel in Grenzen. Hier dürfte die vorgeschriebene Deckungssumme genügen.

Sind hingegen Großunternehmen unter den wichtigsten Mandanten, können Vermögensschäden durchaus eine Viertelmillion Euro überschreiten. In diesem Fall wäre der verantwortliche Steuerberater mit einer Versicherung, die lediglich den gesetzlichen Mindestanforderungen genügt, unterversichert. Es empfiehlt sich also, eine angemessen hohe Versicherungssumme zu wählen. Lassen Sie sich gegebenenfalls beraten.

Weitere Versicherungen für Steuerberater

Unter Umständen kann sich für Sie eine Betriebshaftpflicht­versicherung lohnen, falls in Ihrem Steuerberaterbüro noch weitere Angestellte beschäftigt sind. Damit diese zusätzliche Versicherung sinnvoll ist, sollten Haftungsrisiken für Personen- und Sachschäden bestehen. Darüber hinaus ist eine Rechtsschutz­versicherung immer zu empfehlen, sollten Sie für ein Steuervergehen Ihres Mandanten ebenfalls belangt werden. Hier sollte spezieller Strafrechtsschutz unbedingt enthalten sein.

Das Inventar Ihrer Büroräume sichern Sie mit einer Geschäftsinhalts­versicherung gegen Kosten für Datenwiederherstellung ab. Für finanzielle Einbußen nach einer Betriebsunterbrechung zum Beispiel nach einem Einbruch oder Wasserschaden gibt es die Betriebsunterbrechungs­versicherung. Außerdem ist es unter Umständen sinnvoll, sich mit einer eigenständigen Cyber-Versicherung z.B. gegen den Verlust gespeicherter Daten Ihrer Mandanten abzusichern.

Was kostet eine Berufshaftpflicht­versicherung für Steuerberater?

Diese Rolle spielt Ihr Umsatz

Welche Kosten auf Sie zukommen, richtet sich grundsätzlich nach dem Jahresumsatz Ihres Steuerberaterbüros. Bei 20.000 Euro im Jahr ist eine Police mit der Mindest­versicherungssumme günstig. Aber erzielt Ihr Steuerberaterbüro einen doppelt so großen Jahresumsatz, kann Sie die Berufshaftpflicht mehr als das Zweifache kosten. Zudem trägt die gewählte Selbstbeteiligung einen Teil zur Beitragshöhe bei.

Rechenbeispiel

Hier haben wir für zwei Steuerberater, die ihre Tätigkeit beide gerade erst aufnehmen, errechnet, wie ihre Versicherungsprämie für die Berufshaftpflicht­versicherung aussehen könnte:

Versicherungsnehmer (Einkommen in Euro)Jahresbeitrag zur Berufshaftpflicht (Euro)Umgerechnet auf monatliche Kosten (Euro)
Syndikus-Steuerberater (Jahresumsatz: 19.000)74,236,19
Steuerberater (Jahresumsatz: 90.000)264,7922,07
Wir gehen hier von einer jährlichen Zahlweise aus. Bei monatlichen Zahlungen fallen oft Aufschläge von einigen Prozent an.

Welche Faktoren beeinflussen die Versicherungsprämie?

Wie viel ein Steuerberater für seine Berufshaftpflicht­versicherung zahlt, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Versicherungssumme
  • Vorschäden
  • Umsatz pro Jahr
  • Rechtsform
  • Anzahl der Mitarbeiter (Vollzeit und Teilzeit)
  • Umfang der Versicherung
  • Mandantenrisiken
  • Selbstbehalt
  • evtl. auch Fachberaterbezeichnung, Fortbildungen, Mitgliedschaft in Steuerberaterverbänden

Anhand Ihres Umsatzes wird der Versicherer den Einzelfall genau prüfen. Ziel ist eine möglichst passgenaue Einschätzung Ihrer Haftungsrisiken. Der genaue Beitragssatz für Ihre Berufshaftpflicht­versicherung richtet sich nach dieser Risikobewertung.

Günstige Konditionen für Gründer

Einige Versicherer begünstigen Existenzgründer und Berufseinsteiger. So kann sich die Prämie auf einen Mindestbeitrag beschränken oder der Anbieter in den ersten Jahren auf die Selbstbeteiligung im Schadensfall verzichten.

Was kostet eine Berufshaftpflicht für mich?

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Berufshaftpflicht­versicherungen für Steuerberater: Testsieger (2021)

Regelmäßig erheben unabhängige Analysehäuser Daten zur Unternehmensqualität oder Kundenzufriedenheit verschiedener Versicherer. Gegenwärtig liegen uns leider keine Tests und Rankings von Berufshaftpflicht­versicherungen spezifisch für Steuerberater vor. Dafür konnten wir jedoch aktuelle Testergebnisse zu Anbietern der Berufshaftpflicht­versicherung im Allgemeinen zusammenstellen:

Anbieter der Berufshaftpflicht­versicherung im Test

Berufshaftpflicht­versicherungen vergleichen: So finden Steuerberater den besten Tarif

Darauf sollten Sie beim Versicherungsvergleich achten

Der Vergleich zwischen Anbietern und Tarifen lohnt sich, da es große Unterschiede in Preisen und Leistungen gibt. Einige Fragen, die Sie sich bei der Auswahl eines Versicherungstarifs stellen können, sind z.B:

  • Welche Risiken sind mitversichert? (Wie sieht es z.B. mit Datenschutzrisiken oder zusätzlichen Tätigkeiten z.B. als Dozent aus?)
  • Ist die Versicherungssumme ausreichend für die finanziellen Risiken Ihrer Kanzlei?
  • Brauchen Sie weitere Versicherungen? Gibt es die Option, ein günstiges Versicherungspaket abzuschließen?
  • Wie sieht das Preis-Leistungsverhältnis im Vergleich zu dem bei anderen Anbietern aus?

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Fazit

Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen ist es Steuerberatern schlicht unmöglich, auf eine Berufshaftpflicht­versicherung zu verzichten. Eine gute Berufshaftpflicht­versicherung geht jedoch je nach individuellen Risiken noch über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus und sichert sie umfassend ab. Der Vergleich verschiedener Anbieter und Tarife lohnt sich. Dafür können Sie auf unsere Beratung und unseren kostenlosen Versicherungsvergleich zurückgreifen.


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Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
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Verfasst von Swantje Niemann & Team
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