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Grundzulage in der Riester-Rente

Jeder Förderberechtigte bekommt die Grundzulage für die Riester-Rente, wenn genug eingezahlt wird.
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Grundzulage für die Riester-Rente beträgt aktuell 175 Euro pro Person pro Jahr.
  • Voraussetzung für den Erhalt der Grundzulage ist eine unmittelbare oder mittelbare Förder­be­rech­ti­gung sowie die Einzahlung eines Mindest­eigen­beitrages.
  • Durch die Grundzulage wird der zu zahlende Eigenbeitrag gesenkt. Die Auszahlung erfolgt als Gutschrift im laufenden Riester-Vertrag und wird nicht bar ausgezahlt.
  • Besonders bei Geringverdienern kann sich die Grundzulage lohnen.
  • Die Grundzulage muss mit dem jährlichen Zulagenantrag beantragt werden.

Was ist die Grundzulage in der Riester-Rente?

Die Riester-Rente wird mit einem festen Betrag staatlich gefördert. Dadurch soll der Anreiz geschaffen werden, um auch privat für die Rente vorzusorgen. Seit Januar 2018 beträgt die Grundzulage 175 Euro pro Jahr und Person. Alle Riester-Sparer, die den Mindesteigenbeitrag einzahlen sowie unmittelbar oder mittelbar begünstigt sind, erhalten die Grundzulage auf ihr Riester-Konto. Die Grund­zulage muss beantragt werden.

… mehr zur Riester-Rente

Wer ist zum Erhalt der Grundzulage berechtigt?

Zum Erhalt der Grundzulage für die Riester-Rente ist erst einmal jeder Vertragsinhaber berechtigt. Es sind jedoch einige Anforderungen zu erfüllen, damit die vollständige Zulage gewährt wird:

  1. Ein ausreichend hoher Sparbetrag: Dieser muss mindestens vier Prozent des Bruttogehaltes des Vorjahres betragen. Die Grundzulage und alle weiteren Zulagen werden davon abgezogen, um den Mindesteigenbeitrag zu ermitteln (siehe Rechenbeispiel).
  2. Förder- bzw. zulagenberechtigt sein: Jeder ist zum Erhalt der Grundzulage berechtigt, der in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt oder eine niedrige Pension (z. B. als Beamter) zu erwarten hat, als sein derzeitiges Gehalt. Damit soll die Riester-Rente ihrem Ziel gerecht werden, die Renten­lücke zu schließen. Auch Ehepartner von diesen Personen­gruppen erhalten die Grund­zulage. Sie gelten dann als mittelbar begünstigt.

… mehr zum Thema mittelbar begünstigt

Diese Personen erhalten die Grundzulage
  • Arbeitnehmer, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende und ggf. Studenten mit renten­versicherungs­pflichtiger Beschäftigung
  • Beamte, Soldaten und Richter
  • Freiwillig rentenversicherte Selbständige
  • Bezieher von Arbeitslosengeld II oder Krankengeld (Arbeitslose)
  • Personen mit Erwerbsminderung oder Dienstunfähigkeit

Menschen mit geringem Einkommen profitieren überdurchschnittlich von den Riester-Zulagen. Da diese als Festbetrag definiert sind, ist ihr Anteil höher, je niedriger das Einkommen und damit der Mindestsparbeitrag ist. Auch wenn Sie in der Rente eine Grundsicherung erhalten, wird nur ein Teil der Riester-Rente angerechnet. Sie können 100 % der Rente bis 100 Euro und 30 % der Rente zwischen 100 Euro und 200 Euro monatlich behalten. Damit lohnt sich das Riestern in jedem Fall.

Der Beitrag, den Sie in Ihre Riester-Rente zahlen, ist jedoch nach unten hin begrenzt. Betragen 4 % Ihres Vorjahresbruttos weniger als 60 Euro, wird dieser auf 60 Euro aufgerundet. Dies ist der sog. Sockelbeitrag.

Wenn Sie mehr oder weniger als den Mindestsparbeitrag von 4 % des Vor­jahres­brutto zurücklegen wollen, ergeben sich einige Änderungen. Zahlen Sie weniger ein, erhalten Sie auch nur die anteilige Grundzulage. Zahlen Sie mehr ein, erhöht sich damit zwar die spätere Rente, aber nicht die Zulage.
… mehr zur Riester-Förderung

Rechenbeispiel: So lohnt sich die Grundzulage

Bruttojahresgehalt40.000 €
Sparbetrag (4 % vom Vorjahrebrutto)1.600 €
Grundzulage wird abgezogen175 €
Mindesteigenbeitrag bzw. der Beitrag, den Sie effektiv bezahlen1.425 €
Riester-Beitrag pro Monat118,75 €

Mindestbeitrag, Höchstbeitrag, Maximalbeitrag: Hier werden alle Begriffe erklärt:

Höchstbetrag & Mindesteigenbeitrag in der Riester-Rente


Auszahlung der Grund­zulage

Die Grundzulage der Riester-Rente wird nicht sofort auf das Girokonto des Vertragsinhabers ausgezahlt, sondern auf einem getrennten Riester-Konto verwahrt. Sie als Sparer haben vorerst keinen Zugriff auf dieses Konto. Erst, wenn die Auszahlung des gesamten Vertrages fällig ist, werden auch die Zulagen, inklusive der Grund­zulage, an den Vertragsinhaber ausgezahlt. Die Auszahlung der Riester-Rente beginnt i. d. R. mit dem Renteneintrittsalter.

Schädliche Verwendung bei vorzeitiger Auflösung
Sollten Sie einen Riester-Vertrag vor Rentenbeginn auflösen, liegt meistens eine sogenannte „schädliche Verwendung“ vor. Sie verwenden den Vertrag also nicht für den vorgesehenen Zweck. In diesem Fall ist auch die Grundzulage zurück­zuzahlen, beziehungsweise wird gar nicht erst ausgezahlt. Daher ist von einer vorzeitigen Auflösung bzw. Kündigung der Riester-Rente dringend abzuraten. Eine Möglichkeit, den Vertrag ohne schädliche Verwendung zu beenden, ist beispiels­weise ein Immobilienkauf zur eigenen Nutzung – der sog. Wohn-Riester.
… mehr zur Kündigung der Riester-Rente

Antrag auf Grundzulage: Was ist zu tun?

Damit Ihnen am Jahresende auch die Zulagen, die Ihnen zustehen, gutgeschrieben werden, müssen Sie diese beantragen. Diesen Antrag auf Altersvorsorgezulage erhalten Sie von Ihrem Anbieter, meist zwischen Februar und März.

Die Grundzulage wird zwar von der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) aus­geschüttet. Den Antrag müssen Sie jedoch nicht an diese Stelle senden, sondern Ihrem Anbieter der Riester-Rente übergeben. Sie müssen dafür eine Vollmacht zur Antrags­einreichung erteilen und können dies bereits bei Vertragsabschluss tun. Die ZfA prüft dann die Unterlagen und schüttet die Zulagen bei erfolgreicher Prüfung aus.

Unterlagen für den Zulagenantrag

Halten Sie am besten bereits im Vorfeld die nötigen Unterlagen bereit:

  • Vertragsunterlagen zur Riester-Rente: Zuerst benötigen Sie den Vertrag Ihrer Versicherung, Bank oder Fondsgesellschaft. Kontrollieren Sie die Angaben unbedingt auf Richtigkeit.
  • Meldung zur Sozial­versicherung: Aus Ihren Gehalts­abrechnungen benötigen Sie die „Meldung zur Sozialversicherung nach der DEÜV“. Dieses Dokument erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber. Häufig wird es im Februar für das vergangene Jahr ausgestellt. Hieraus gehen Ihr Einkommen und auch Ihre Sozial­versicherungs­nummer hervor. Das Schreiben dient als wesentliche Grundlage für die Zulagenberechnung.
  • Aktueller Einkommens­bescheid: Ergänzt wird dieses Dokument um den letzten Einkommen­steuerbescheid, der Ihnen vorliegt.
  • Zulagennummer: Beamte, Richter und Soldaten verfügen übrigens über keine Sozial­versicherungsnummer. Die Besoldungs­stelle gibt auf Antrag aber eine Zulagen­nummer bekannt, die dann alternativ verwendet werden kann.
Ja, die gibt es. Spätestens zwei Jahre nach Abschluss des Riester-Vertrages und zum Ablauf des Beitragsjahres müssen Sie den Antrag abgegeben haben. Bis Ende 2020 können damit noch Zulagen für Verträge aus 2018 eingereicht werden.
Dauerzulagenantrag einreichen
Grundsätzlich müssen Zulagen für Riester-Verträge jährlich neu beantragt werden. Mit einem Dauerzulagenantrag können Sie diesen Aufwand jedoch minimieren und müssen nur einmal den Antrag stellen. Den Antrag erhalten Sie üblicherweise von dem Anbieter, bei dem Sie den Riester-Vertrag abschlossen haben. Beachten Sie jedoch, dass Sie jede Änderung in Ihrem Leben, wie etwa die Geburt eines Kindes oder eine Heirat, Ihrem Anbieter melden müssen.
… mehr zum Dauerzulagenantrag

Welche staatlichen Zulagen gibt es für die Riester-Rente noch?

Kinderzulage

Neben der Grundzulage profitieren insbesondere Eltern von der Riester-Rente. Diese erhalten dann nämlich die sog. Kinderzulage. Diese ergänzen die Grundzulage und ersetzen sie keinesfalls. Auch Kinderzulagen vermindern den Betrag, den Sie aus Eigenmitteln in den Vertrag einzahlen müssen. Pro Kind gibt es je nach Geburtsjahr 185 Euro oder 300 Euro pro Jahr. Der Erhalt der Kinderzulage ist stark an den Erhalt von Kindergeld gekoppelt.

… mehr zur Kinderzulage

Berufseinsteigerbonus

Wer besonders früh einen Riester-Vertrag abschließt, kann eine weitere Zulage beantragen. Jeder, der vor Vollendung des 25. Lebensjahres ein Riester-Produkt abschließt, kann einen Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro beantragen. Dieser wird jedoch nur einmalig ausgezahlt.

… mehr zum Berufseinsteigerbonus
Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.03.2020 aktualisiert.
Über den Autor
Müni Enkhsaikhan
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