Versicherungs­beiträge richtig von der Steuer absetzen – eine Orientierungshilfe

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von Nina Bruckmann
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Welche Versicherungs­beiträge Sie von der Steuer absetzen können und wie Ihnen dies ganz einfach gelingt.

Inhalt dieser Seite
  1. Vorsorge­­aufwendungen
  2. Sach­­versicherungen
  3. Beiträge zur Altersvorsorge

Das Wichtige in Kürze

  • Viele Menschen wissen nicht, welche Versicherungs­beiträge sie von der Steuer absetzen können.
  • Da zudem beim Eintragen in die Steuererklärung vieles beachtet werden muss, hier eine kurze Übersicht zu den wichtigsten Versicherungen und wie sie in der Steuererklärung geltend gemacht werden können.

Vorsorge­aufwendungen

Unter den Bereich der Vorsorge­aufwendungen fallen diejenigen Beiträge für Versicherungen mit dem Ziel der Vorsorge­ vor allgemeinen Lebensrisiken, wie beispielsweise private Kranken­­versicherung, Unfall­versicherung oder Risikolebens­versicherung. Unter den Bereich Vorsorge­aufwendungen fallen in der Steuererklärung unter anderem:


Die Obergrenze beachten

Bei den Vorsorge­aufwendungen liegt die Obergrenze des abzusetzenden Betrags aktuell bei 1.900 Euro für ­versicherungs­pflichtige Arbeitnehmer. Für Selbständige liegt die Grenze bei 2.800 Euro. Für Verheiratete gilt die doppelte Summe. In der Regel wird diese Summe jedoch schon durch die Beiträge zur Kranken­­versicherung erreicht, so dass die restlichen Kosten keine steuerlichen Auswirkungen mehr haben.

Sach­versicherungen

In diesen Bereich fallen jene Versicherungen, die Schäden an „Sachen“ absichern, wie beispielsweise an Häusern oder Autos (über Gebäude­versicherung und Kfz-Versicherung). Hierzu zählen unter anderem:


Als Werbungskosten absetzen

Diese Versicherungen sind in der Regel nicht von der Steuer absetzbar. Wenn die Versicherung jedoch einen Baustein beinhaltet, der nicht der privaten, sondern der beruflichen Absicherung dient, kann man diesen Teil als Werbungskosten geltend machen. Bei der Rechtsschutz­versicherung beispielsweise ist oftmals der Baustein „Arbeits­­rechtsschutz“ enthalten. Dieser kann anteilig als Werbungskosten abgesetzt werden. Auch eine Unfall­versicherung, die Unfälle auf Dienstreisen absichert, kann unter dem Bereich der Werbungskosten angegeben werden. Ein Teil der Versicherung könnte also als Werbungskosten angegeben werden.

Beiträge zur Altersvorsorge

Die Beiträge zur gesetzlichen Versicherung werden nachgelagert besteuert, das bedeutet, die Rente wird bei Auszahlung versteuert, dafür können die Beiträge jetzt abgesetzt werden – zumindest teilweise. Der Anteil der steuerfreien Beiträge steigt bis 2025 jedes Jahr an.


Möglichkeiten der Steuerersparnis bei der Rürup-Rente

Für Selbständige, aber auch für Arbeitnehmer gibt es mit der Rürup-Rente oder Basis-Rente eine Möglichkeit, den Staat an der Altersvorsorge zu beteiligen. Es gelten hier die gleichen Bedingungen wie für die Einzahlungen in die gesetzliche Rentenkasse: Für 2021 können 92 Prozent der Beiträge bis zu einer Höchstgrenze von 25.787 Euro für Alleinstehende und 51.574 Euro für Verheiratete als Beitrag für eine Basisrente von der Steuer abgesetzt werden. Mehr dazu im Artikel zum Thema „Rürup-Rente in der Steuer„.

Wenn Sie gesetzlich versichert sind, verringert sich der förderfähige Betrag um die Summe Ihrer Renten­versicherungs­beiträge. Einige Rürup-Policen umfassen auch Hinterbliebenen­versorgung oder Berufs­unfähigkeitsschutz. Die Beiträge dafür können ebenfalls zu den Altersvorsorgeaufwendungen zählen – aber nur, wenn diese Zusätze weniger als 50 Prozent des Beitrags­ ausmachen.


Was Sie bei der Riester-Rente beachten sollten

Viele Arbeitnehmer sorgen auch über eine Riester-Rente vor. Die Beiträge dieser Altersvorsorge können bis zu einem Höchstbetrag von 2.100 Euro als Sonder­ausgabe steuerlich geltend gemacht werden. Ob die Beiträge tatsächlich als Sonder­ausgaben berücksichtigt werden, hängt davon ab, ob die dadurch ermöglichte Steuerersparnis höher ist als die Altersvorsorgezulage. Das Finanzamt prüft dies automatisch, wenn die Kosten als Sonder­ausgaben im Steuerformular Anlage­ AV angegeben werden. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel zum Thema „Riester-Rente in der Steuer„.

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