Die Versicherungssteuer auf einen Blick!

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Das erwartet Sie hier

Eine Übersicht der Versicherungssteuer für alle Sparten – inklusive der Ausnahmen.

Inhalt dieser Seite
  1. Versicherungssteuer im Überblick
  2. Wie wird Versicherungssteuer berechnet?
  3. Wie wird Versicherungssteuer gezahlt?
  4. Versicherungssteuer absetzbar?
  5. Weitere Fragen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Höhe der allgemeinen Versicherungssteuer beträgt derzeit 19 Prozent.
  • Bei vielen Versicherungsarten wird allerdings ein abweichender Steuersatz zugrunde gelegt.
  • In diesem Beitrag erhalten Sie einen kompletten Überblick.

Die Höhe der Versicherungssteuer

Grundlage der Versicherungssteuer ist das Versicherungssteuer­gesetz.

VersicherungSteuersatz
Kfz-Versicherung19,00 %
Hausrat­versicherung ohne Feuer19,00 %
Hausrat­versicherung mit Feuer16,15 %
Rechts­schutz­versicherung19,00 %
Unfall­versicherung19,00 %
Unfall­versicherung Beitragsrückgewähr3,80 %
Private Haftpflicht­versicherung19,00 %
Haftpflicht­versicherung Haus-/Grundbesitzer19,00 %
Weitere Sach­versicherungen19,00 %
Gebäude­versicherung mit Feuer16,34 %
Alleinige Feuer­versicherung13,20 %
Hagel­versicherung0,03 %
Private Kranken­versicherung0,00 %
Gesetzliche Kranken­versicherung0,00 %
Kapitallebens­versicherung0,00 %
Risikolebens­versicherung0,00 %
Private Renten­versicherung0,00 %
Gesetzliche Renten­versicherung0,00 %
Berufsunfähigkeits­versicherung0,00 %
Erwerbsunfähigkeits­versicherung0,00 %
(Steuersätze seit 01. Juli 2010; sämtliche Angaben ohne Gewähr)

Versicherungssteuer und Mehrwertsteuer

Die Versicherungssteuer ist nicht mit der Mehrwertsteuer in Zusammenhang zu bringen. Dies liegt daran, dass die Versicherungssteuer nichts mit wirtschaftlichen Vorgängen, wie etwa die Mehrwertsteuer, zu tun hat. Etwaige Änderungen der Mehrwertsteuer wirken sich also nicht auf die Versicherungssteuer aus.

Wie wird die Versicherungssteuer berechnet?

Die Steuersätze werden auf Grundlage der Versicherungsbeiträge bzw. -prämien erhoben (dem sog. Jahresentgelt). Eine Ausnahme bildet hier die Hagel­versicherung, bei der die Versicherungssumme als Grundlage herangezogen wird.


Worauf keine Versicherungssteuer fällig wird

  • Lebens- und Kranken­versicherungen
  • Berufs- und Erwerbsunfähigkeits­versicherung
  • ­gesetzliche Arbeitslosen­versicherungen
  • Kleine Vieh­versicherungen, wenn die Versicherungssumme einen Betrag von 4.000 Euro nicht übersteigt
  • Sportinvaliditäts­versicherungen. Dies gilt sowohl für Verträge, die von Vereinen für ihre Sportler abgeschlossen werden, also auch für Verträge, die die Sportler selbst abschließen.

So wird die Versicherungssteuer gezahlt

Die Ver­siche­rungs­steuer wird zusammen mit den Versicherungsbeiträgen gezahlt und ist mit deren Zahlung fällig, muss also zeitgleich mit den Beiträgen entrichtet werden. Die Versicherer ziehen die Steuer zusammen mit den Beiträgen ein und reichen die Steuer an das Finanzamt weiter. In den Versicherungsverträgen wird die Steuer nicht gesondert ausgewiesen.

Expertinnen-Tipp:

„ie Versicherungsnehmer haben in der Regel mit der Versicherungssteuer nichts zu tun. Sie wird von den Versicherungsgesellschaften für ihre Mitglieder direkt an das Bundeszentralamt für Steuern abgeführt.“

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Katharina Krech
Beraterin

Steuer beim Finanzamt absetzen

Die Versicherungssteuer kann nicht von der Steuer ab­gesetzt werden, denn die Erhebung steht in keinem Zusammenhang mit der Wirtschaftlichkeit von Privatpersonen, Unternehmen oder Institutionen. Eine Einreichung beim Finanzamt wäre ohnehin schwerlich möglich, da die Steuer in den Versicherungsverträgen nicht extra ausgewiesen werden. Nur die Versicherungsbeiträge können unter Umständen von Personen und Firmen von der Steuer ab­gesetzt werden.

Wie Sie Ihre Versicherungsbeiträge steuerlich geltend machen können, lesen Sie hier:

Versicherungsbeiträge richtig von der Steuer absetzen

Gut zu wissen – Rund um die Versicherungssteuer

Einnahmen für den Fiskus

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Zuletzt spülte die Versicherungssteuer jährlich rund 10 Milliarden Euro in die Staatskasse. Der Anteil an den gesamten Steuereinnahmen liegt damit bei 4 Prozent.

Deswegen zahlen Unternehmen Versicherungs- statt Umsatzsteuer

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Die Umsatzsteuer ist für den Verkauf bzw. den Erwerb von Gütern und die Bezahlung von Dienstleistungen gedacht. Versicherungen werden vom Gesetzgeber in steuerlicher Sicht in keine dieser beiden Kategorien eingeordnet. Statt der Umsatzsteuer zahlen Versicherungsunternehmen die Ver­siche­rungs­steuer an den Fiskus.

Was hat es mit der Versicherungssteuernummer auf sich?

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Das Nummernschild des Versicherungswesens: Jeder Versicherungsnehmer hat eine Ver­siche­rungs­steuer­nummer, damit die Beiträge eindeutig zugeordnet werden können.

Deswegen kann die Versicherungssteuer nicht als Vorsteuer ab­gesetzt werden

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Die Versicherungssteuer wird vom Gesetzgeber als keine “­gesetzlich geschuldete Steuer” angesehen. Aus diesem Grund hat der Bundesfinanzhof 2011 ein Urteil gefällt, nachdem die Versicherungssteuer nicht als Vorsteuer eingezogen werden darf.

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