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Die Versicherungssteuer auf einen Blick!

Übersicht der Versicherungssteuer für alle Sparten inkl. Ausnahmen
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Höhe der allgemeinen Versicherungssteuer beträgt derzeit 19 Prozent.
  • Bei vielen Versicherungsarten wird allerdings ein abweichender Steuersatz zugrunde gelegt.
  • In diesem Beitrag erhalten Sie einen kompletten Überblick.

Die Höhe der Versicherungssteuer

Grundlage der Versicherungssteuer ist das s. a. Versicherungssteuergesetz.

VersicherungSteuersatz
Kfz-Versicherung19,00 %
Hausratversicherung ohne Feuer19,00 %
Hausratversicherung mit Feuer16,15 %
Rechtsschutzversicherung19,00 %
Unfallversicherung19,00 %
Unfallversicherung Beitragsrückgewähr3,80 %
Private Haftpflichtversicherung19,00 %
Haftpflichtversicherung Haus-/Grundbesitzer19,00 %
Weitere Sachversicherungen19,00 %
Gebäudeversicherung mit Feuer16,34 %
Alleinige Feuerversicherung13,20 %
Hagelversicherung0,03 %
Private Krankenversicherung0,00 %
Gesetzliche Krankenversicherung0,00 %
Kapitallebensversicherung0,00 %
Risikolebensversicherung0,00 %
Private Rentenversicherung0,00 %
Gesetzliche Rentenversicherung0,00 %
Berufsunfähigkeitsversicherung0,00 %
Erwerbsunfähigkeitsversicherung0,00 %

(Steuersätze seit 01. Juli 2010; sämtliche Angaben ohne Gewähr)

Mehrwertsteuersenkung 2020: Werden Versicherungen günstiger?

Zum 01.07.2020 tritt die Mehrwertsteuersenkung des Konjunkturpaktes der Bundesregierung in Kraft. Versicherungen sind hiervon jedoch nicht betroffen! Dies liegt daran, dass die Versicherungssteuer nichts mit wirtschaftlichen Vorgängen, wie etwa die Mehrwertsteuer, zu tun hat. Die Versicherungssteuer und somit auch die Versicherungsbeiträge bleiben unverändert.

Das Konjunkturpaket wurde von der deutsche Bundesregierung aufgestellt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise 2020 aufzufangen. Mehr Infos zum Konkunkturpaket finden Sie hier.

Was für Auswirkungen die Coronakrise auf Ihren Versicherungsschutz als Firma oder Privatperson hat, lesen Sie hier:

Coronavirus & Versicherungen


Wie wird die Versicherungssteuer berechnet?

Die Steuersätze werden auf Grundlage der Versicherungsbeiträge bzw. -prämien erhoben (dem sog. Jahresentgelt). Eine Ausnahme bildet hier die Hagelversicherung, bei der die Versicherungssumme als Grundlage herangezogen wird.

Worauf keine Versicherungssteuer fällig wird
  • Lebens- und Krankenversicherungen
  • Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung
  • gesetzliche Arbeitslosenversicherungen
  • Kleine Viehversicherungen, wenn die Versicherungssumme einen Betrag von 4.000 Euro nicht übersteigt
  • Sportinvaliditätsversicherungen. Dies gilt sowohl für Verträge, die von Vereinen für ihre Sportler abgeschlossen werden, also auch für Verträge, die die Sportler selbst abschließen.

So wird die Versicherungssteuer gezahlt

Die Ver­siche­rungs­steuer wird zusammen mit den Versicherungsbeiträgen gezahlt und ist mit deren Zahlung fällig, muss also zeitgleich mit den Beiträgen entrichtet werden. Die Versicherer ziehen die Steuer zusammen mit den Beiträgen ein und reichen die Steuer an das Finanzamt weiter. In den Versicherungsverträgen wird die Steuer nicht gesondert ausgewiesen.

BERATER-TIPP

»Die Versicherungsnehmer haben in der Regel mit der Versicherungssteuer nichts zu tun. Sie wird von den Versicherungsgesellschaften für ihre Mitglieder direkt an das Bundeszentralamt für Steuern abgeführt.«


Steuer beim Finanzamt absetzen

Die Versicherungssteuer kann nicht von der Steuer abgesetzt werden, denn die Erhebung steht in keinem Zusammenhang mit der Wirtschaftlichkeit von Privatpersonen, Unternehmen oder Institutionen. Eine Einreichung beim Finanzamt wäre ohnehin schwerlich möglich, da die Steuer in den Versicherungsverträgen nicht extra ausgewiesen werden. Nur die Versicherungsbeiträge können unter Umständen von Personen und Firmen von der Steuer abgesetzt werden.

Wie Sie Ihre Versicherungsbeiträge steuerlich geltend machen können, lesen Sie hier:

Versicherungsbeiträge von der Steuer absetzen

Gut zu wissen – Rund um die Versicherungssteuer

Zuletzt spülte die Versicherungssteuer jährlich rund 10 Milliarden Euro in die Staatskasse. Der Anteil an den gesamten Steuereinnahmen liegt damit bei 4 Prozent.
Die Umsatzsteuer ist für den Verkauf bzw. den Erwerb von Gütern und die Bezahlung von Dienstleistungen gedacht. Versicherungen werden vom Gesetzgeber in steuerlicher Sicht in keine dieser beiden Kategorien eingeordnet. Statt der Umsatzsteuer zahlen Versicherungsunternehmen die Ver­siche­rungs­steuer an den Fiskus.
Das Nummernschild des Versicherungswesens: Jeder Versicherungsnehmer hat eine Ver­siche­rungs­steuer­nummer, damit die Beiträge eindeutig zugeordnet werden können.
Die Versicherungssteuer wird vom Gesetzgeber als keine “gesetzlich geschuldete Steuer” angesehen. Aus diesem Grund hat der Bundesfinanzhof 2011 ein Urteil gefällt, nachdem die Versicherungssteuer nicht als Vorsteuer eingezogen werden darf.

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Versicherungsvergleich
Dieser Artikel wurde zuletzt am 16.07.2020 aktualisiert.
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