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Altersvorsorge in der Steuer

So mindern Beiträge zur privaten Altersvorsorge die Steuerlast.
Beiträge zur Altersvorsorge können steuerlich geltend gemacht werden. Der Sparer verringert somit seine Einkommenssteuer. Wie Altersvorsorge und Steuer genau miteinander zusammenhängen und welche Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben anerkannt werden, erfahren Sie im folgenden Beitrag.
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Welche Altersvorsorgeaufwendungen sind steuerlich absetzbar?

Die private Altersvorsorge ist in Deutschland so wichtig wie eh und je – immer mehr Berufstätige verlassen sich nicht mehr ausschließlich auf die gesetzliche Rente und sparen zusätzlich Geld für den Ruhestand. Dabei geht es oft um spezielle Geldanlagen für die Zukunft, wie beispielsweise die Riester-Rente.

Die gesetzliche Rentenversicherung kann von Arbeitnehmern zu einem großen Teil steuerlich geltend gemacht werden – allerdings nur maximal bis zum gesetzlich festgelegten Höchstbetrag (Höchstbetrag s. nächster Abschnitt). Ebenfalls in großem Umfang absetzbar sind die Rürup-Rente und die Beiträge zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen sowie für landwirtschaftliche Alterskassen. Immerhin teilweise anrechenbar sind die s. g. „sonstigen Vorsorgeaufwendungen“, zu denen z. B. die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gehören.

Wie wird die Absetzbarkeit der Altersvorsorge berechnet?

Für die private und auch für die gesetzliche Rentenversicherung lassen sich verschiedene Ausgaben absetzen. Seit 2020 liegt der absetzbare Höchstbetrag bei 25.046 €, 2019 waren es noch 24.305 € pro Person. Bei Ehepaaren gilt (und galt) der doppelte Betrag. Das Finanzamt erkennt allerdings für 2020 lediglich 90 Prozent der angegebenen Ausgaben an. Für 2021 erhöht sich dieser Satz auf 92 Prozent und für 2022 auf 94 Prozent.

Bei Einzahlungen in eine Rentenkasse verringert sich der absetzbare Geldbetrag um den errechneten Arbeitgeberanteil (steuerfrei).

Keine Günstigerprüfung seit 2020

Seit 2005 führt das Finanzamt die sogenannte Günstigerprüfung durch. Es gab bis 2019 zwei Berechnungsmethoden, um Vorsorgeaufwendungen auf ihre Absetzbarkeit zu prüfen. Das Finanzamt rechnet beide Methoden durch. Zur Anwendung kommt die für den Steuerzahler günstigere Methode. 2019 war jedoch das letzte Jahr, für dass das Finanzamt die Günstigerprüfung durchführt.

Was ändert sich, wenn die Günstigerprüfung entfällt

Ab 2020 kommt nur noch eine Berechnungsmethode zur Anwendung, die dann für alle Steuerzahler gilt, die ihre Altersvorsorge steuerlich geltend machen möchten.

So wird die Absetzbarkeit der Altersvorsorge ab 2020 berechnet:

Die Vorsorgeaufwendungen werden in Altersvorsorgeaufwendungen und sonstige Vorsorgeaufwendungen unterteilt. Beide Arten sind bis zu einem eigenen Höchstbetrag steuerlich absetzbar.

Weitere Informationen zum Thema Berechnung der absetzbaren Versicherungsbeiträge finden Sie hier.

Altersvorsorge und Steuer: Was muss wo eingetragen werden?

Die meisten Altersvorsorgeaufwendungen tragen Steuerpflichtige bei der Steuererklärung in der Anlage Vorsorgeaufwand ein. Um die Riester-Beiträge abzusetzen, benötigt man die Anlage AV.

Die Basisbeiträge, die für die Kranken- und Pflegeversicherung anfallen, dürfen komplett abgesetzt werden. Das gilt für den Lebenspartner und auch für die unterhaltsberechtigten Kinder. Wer Kindergeld bezieht, trägt die entsprechenden Beiträge in der Anlage Kind ein.
Der jährliche Höchstbetrag für die sonstigen Vorsorgeaufwendungen liegt für Arbeitnehmer sowie für Beamte bei 1.900 €, und für Selbständige bei 2.800 €. Die Grenze richtet sich danach, ob die Steuerzahler zu den jeweiligen Aufwendungen steuerfreie Zuschüsse erhalten.

Höchstbeträge voll ausschöpfen

Falls die oben genannten Grenzen noch nicht erreicht sind, können weitere Ausgaben für Versicherungen von der Steuer abgesetzt werden.

Die sonstigen Vorsorgeaufwendungen beziehen sich auf die zusätzlichen Aufwendungen zur Basis-Krankenversicherung und Pflegeversicherung ebenso wie auf Arbeitslosen-, Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung. Auch Haftpflicht- und Risikolebensversicherungen, private Krankenversicherungen und Kapitallebensversicherungen sowie spezielle Rentenversicherungen mit oder ohne Kapitalwahlrecht können abhängig von den jeweiligen Umständen abgesetzt werden.

Beachten Sie: Oft ist der Höchstbetrag bereits mit den Beiträgen zur gesetzlichen Altersvorsorge ausgeschöpft, sodass die Möglichkeiten der steuerlichen Absetzungen begrenzt sind.

Welche Beiträge können nicht abgesetzt werden?

Nicht immer wirkt sich die Altersvorsorge auf die Steuer aus. Bei einer Direktversicherung oder Pensionskasse erhalten Versicherte oft schon eine steuerliche Förderung. Daher gehören diese Beiträge nicht in das Feld „Sonderausgaben-Pauschbetrag“. Das liegt daran, dass es sich nicht um uneingeschränkt abziehbare Sonderausgaben handelt.

Auch Versicherungen, die nichts mit der Zukunftsabsicherung zu tun haben, können nicht als Vorsorgeaufwendung abgesetzt werden. In diese Kategorie fallen die üblichen Sachversicherungen wie Kasko, Hausrat oder Rechtsschutzversicherung.

Wie sieht es mit Pflichtbeiträgen der gesetzlichen Rentenversicherung aus?

Grundsätzlich sind alle regulären Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft sowie im öffentlichen Dienst dazu verpflichtet, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Freiwillig ist dies auch während Kindererziehungszeiten sowie für geringfügig Beschäftigte möglich, wenn sie sich nicht von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Ebenfalls rentenversichert sind:

  • Arbeitslose, die eine staatliche Unterstützung erhalten,
  • behinderte Arbeitnehmer in entsprechenden Einrichtungen,
  • rentenversicherungspflichtige Selbständige.

Weitere Möglichkeiten

Abhängig von der Arbeitssituation besteht die Möglichkeit, sich von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Dafür muss ein entsprechender Antrag gestellt werden. Andererseits kann jedoch auch eine freiwillige Weiterversicherung vereinbart werden. Eine befreiende Lebensversicherung oder spezielle Beitragszahlungen an eine bestimmte Versorgungsgruppe der jeweiligen Berufsgruppe sind auch möglich. Die entsprechenden Beiträge werden stets in der Steuererklärung eingetragen, wobei steuerfreie Zuschüsse des Arbeitgebers oder Erstattungen zuvor abzuziehen sind.

BERATER-TIPP

»Auch freiwillig geleistete Beiträge dürfen abgesetzt werden. Das kann bei einer Weiterversicherung oder Höherversicherung der Fall sein, wenn der Anspruch auf eine spätere Erwerbsminderungsrente aufrecht erhalten werden soll. Minijobber, die sich nicht von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, können den Arbeitnehmeranteil eintragen.

Für die freiwilligen Versicherungsbeiträge gelten ebenfalls die Höchstgrenzen der Vorsorgeaufwendungen.«

Welche Rentenversicherungsbeiträge sind von der Steuer absetzbar?

Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung lassen sich als Sonderausgaben absetzen, da sie zu den Altersvorsorgeaufwendungen zählen.

In diesen Fällen können Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung als Sonderausgaben abgesetzt werden:
  • Wenn Pflichtbeiträge von Selbständigen an die gesetzliche Rentenversicherung geleistet werden, beispielsweise von Handwerkern, Pflegekräften, Lehrern oder im häuslichen Gewerbe tätigen Personen.
  • Selbständig Tätige können für die Invaliditätsversicherung freiwillig ihre Beiträge einzahlen und diese in der Steuererklärung angeben.
  • Personen, die aufgrund eines eigenen Antrags versicherungspflichtig sind.
  • Künstler und Autoren zahlen in die Künstlersozialkasse (KSK) ein und können dementsprechend den eigenen Anteil eintragen. Davon ausgenommen sind die Zuschüsse der KSK.
  • Bei Auffüllung der gesetzlichen Rentenversicherungsbeiträge in der Ausbildungszeit können die gezahlten Beiträge angegeben werden.
  • Der Ausgleich der Rentenkürzung bei einer vorzeitigen Inanspruchnahme der Rente ermöglicht ebenfalls die Angabe der Beiträge.
  • Auch bei der Beitragszahlung in eine gesetzliche Rentenversicherung im Ausland ist es möglich, die Altersvorsorge von der Steuer abzusetzen.

Praktische Hinweise für Altersvorsorge und Steuer

Die Informationen zur gesetzlichen Rentenversicherung helfen dabei, einen Überblick über die Beiträge von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu bekommen. Diese Zahlen sind bereits in der Lohnsteuerbescheinigung enthalten.

Beiträge für Renten- und Lebensversicherungen sind dann einzutragen, wenn die entsprechenden Verträge bereits vor dem Jahr 2005 abgeschlossen wurden. Die entsprechenden Daten sind in der Lohnsteuerbescheinigung aufgeführt. Mit einem Eintrag bei der Arbeitslosen- und Berufsunfähigkeitsversicherung geben Versicherte an, dass sie die entsprechenden Beiträge eingezahlt haben und die Beitragszahlungen in der Steuererklärung geltend machen. Das Finanzamt erkennt diese allerdings nur an, wenn der abzugsfähige Höchstbetrag noch nicht ausgeschöpft ist.

Im Zweifel gilt: Lieber zu viele Versicherungsbeiträge angeben als zu wenig.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 28.07.2020 aktualisiert.
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Claudia Täubner
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