Naturgefahren nach Bundes­land

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Welche Naturgefahren beeinflussen den Bedarf und die Kosten für eine Gebäude­versicherung in den verschiedenen Bundes­ländern?

Inhalt dieser Seite
  1. Naturgefahren nach Bundes­­land
  2. Baden Württemberg
  3. Bayern
  4. Berlin
  5. Brandenburg
  6. Bremen
  7. Hamburg
  8. Hessen
  9. Mecklenburg Vorpommern
  10. Niedersachsen
  11. Nordrhein Westfalen
  12. Rheinland Pfalz
  13. Saarland
  14. Sachsen
  15. Sachsen Anhalt
  16. Schleswig Holstein
  17. Thüringen

Das Wichtige in Kürze

  • Je nach Bundes­land sind Gebäude verschiedenen Risiken ausgesetzt.
  • Beispielsweise empfiehlt es sich in einigen Gegenden besonders, eine Elementar­schaden­versicherung abzuschließen.
  • Die Risiken haben auch einen Einfluss auf die Versicherungs­prämie.
  • Viele Landesregierungen stellen auf Websites Informationen zu Naturgefahren bereit.

Naturgefahren nach Bundes­land

Die Kosten für eine Gebäude­versicherung werden primär von Risikofaktoren bestimmt. Anhand diverser Schadensquellen, den Naturgefahren, wird die Risikogruppe eines Gebäudes festgelegt. Hier finden Sie eine Übersicht zu den Gegebenheiten in den verschiedenen Bundes­ländern.

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Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg kam es in der Vergangenheit häufig zu heftigen Gewittern, starken Stürmen und kleineren Erdbeben. Schäden durch Überschwemmung, Rückstau oder Starkregen zählen in diesem Bundes­land dagegen nicht zu den besonderen Naturgefahren. Allerdings besteht in einigen Teilen von Baden-Württemberg eine erhöhte Waldbrandgefahr, die bei langanhaltenden Trockenperioden akut ansteigen kann.

Eigentümer­ von Betriebs­gebäuden können ihre Gebäude­versicherung somit ohne besondere Risikoaufschläge abschließen. Eine Ausnahme könnte die holzverarbeitende Industrie sein, wenn Anlage­n in Waldbrandzonen stehen. Ihre Gewerbeimmobilien in Baden-Württembergs Großstädten sollten Unternehmen vor allem wegen der Gefahr von Sturm- und Gewitterschäden mit einer Gebäude­versicherung ausstatten.

Konkrete Naturgefahren in Baden-Württemberg

Zwischen Freiburg im Breisgau und Villingen-Schwenningen spannt sich eine Risikozone für die Naturgefahren Sturm und Hagel. Und obwohl Erdbeben in Deutschland kein so katastrophales Ausmaß annehmen wie an anderen Orten der Erde, können sie dennoch erhebliche Schäden anrichten. So erstreckt sich in Baden-Württemberg, rund um Albstadt, ein Gebiet mit vergleichsweise hoher Erdbebengefährdung. Unternehmen müssen zwar nicht mit besonders hohen Aufschlägen zur Gebäude­versicherung rechnen, sollten aber generell auf diese Absicherung nicht verzichten.

Das Land Baden-Württemberg beitreibt zur Information seiner Bürger ein Serviceportal rund um Umwelt- und Naturgefahren unter www.service-bw.de.

Bayern

Die Regionen in Bayern mussten in der Vergangenheit oft Hochwasser verkraften. Der Lech, die Isar und die Donau sorgen treten immer wieder über ihre Ufer. So besteht in weiten Teilen Südbayerns ein erhöhtes Risiko für Flutschäden. Die hier ansässigen Unternehmen müssen daher mit höheren Kosten für ihre Gebäude­versicherung rechnen.

Aufgrund des besonderen Risikos, einem Hochwasser zum Opfer zu fallen, sollten Eigentümer­ von Gewerbeimmobilien rund um Passau und München nicht auf eine Elementar­schaden­versicherung verzichten. Dieser Zusatzbaustein dürfte zwar mit Risikoaufschlägen belastet sein, macht sich beim nächsten großen Hochwasser jedoch bezahlt.

Konkrete Naturgefahren in Bayern

Südlich von München liegt ein Gebiet mit mittlerer bis sehr hoher Gefährdung durch Sturm und Hagel. Betriebs­gebäude in dieser Region müssen daher nicht nur mit deutlichen Aufschlägen für ihre Gebäude­versicherung, sondern auch mit mehr Schadensfällen rechnen. Der gesamte Osten Bayerns, von Bayreuth bis Passau, ist besonders von Schäden durch Blitzeinschläge und Überspannungen bedroht. Das Risiko wird hier hoch bis zum Teil sehr hoch eingeschätzt. Westlich von Ingolstadt und südlich von München verläuft eine Zone mit erhöhter Erdbebengefahr. Betriebs­gebäude in diesen Zonen haben mit einem höheren Schadensrisiko zu rechnen.

Die bayrische Staatsregierung informiert ihre Bevölkerung im Internet unter www.naturgefahren.bayern.de zu aktuellen Entwicklungen und Möglichkeiten der Vorsorge­.

Berlin

Das Land Berlin wird von den meisten Naturgefahren verschont. Weder größere Hochwasser, noch Erdbeben oder Überspannungsrisiken bedrohen den Bestand der Betriebs­gebäude.

Unternehmen mit Immobilien im Stadtstaat Berlin haben am ehesten mit Schäden durch übermäßig starken Schneefall oder durch Brände nach einer intensiven Hitzewelle zu rechnen. Dabei handelt es sich jedoch um keine besonderen Risiken. In Bezug auf eine Gebäude­versicherung profitieren Eigentümer­ von Gewerbeimmobilien in Berlin somit von allen Leistungen gleichermaßen.

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Brandenburg

Von allen Naturgefahren hat das Land Brandenburg bisher mit Hochwassern am meisten zu kämpfen gehabt. Elbe, Havel, Spree, Schwarze Elster und die Oder: teilweise trat das Wasser mehrere Wochen lang über die Ufer. Aufgrund dieser Erfahrungen ist für alle Immobilienbesitzer, also auch für Gewerbe, eine Gebäude­versicherung mit Elementar­schaden­versicherung unverzichtbar.

Zwar wird im Land Brandenburg der Hochwasserschutz groß geschrieben. Das hält die Wassermassen in Zukunft allerdings nie vollständig auf. Und infolge des Klimawandels ist mit zunehmenden Pegelständen zu rechnen. In den erfahrungsgemäß stark gefährdeten Regionen ist mit besonderen Risikoaufschlägen bei der Gebäude­versicherung zu rechnen.

Konkrete Naturgefahren in Brandenburg

Neben der Oder und der Havel im Osten des Landes ist auch der Nordwesten durch die an der Grenze verlaufende Elbe gefährdet. Hier kam es bislang häufiger zu starken Hochwassern. Aber auch Stürme können in Brandenburg teilweise erhebliche Schäden verursachen. Nach intensiven Hitzeperioden besteht zudem in den stark bewaldeten Regionen Brandenburgs erhöhte Waldbrandgefahr.

Die Regierung des Landes Brandenburg informiert ihre Bürger über Möglichkeiten der Vorsorge­ gegen Hochwasser und andere Naturgefahren im Internet unter naturgefahren.brandenburg.de.

Bremen

Der Stadtstaat Bremen ist im Vergleich zum nördlichen und westlichen Umland einer eher geringen Gefahr durch Sturm und Hagel ausgesetzt. Obwohl Bremen eine Hafenstadt ist, gibt es keine besonderen Risikofaktoren. Somit ist auch für die Immobilien in Firmeneigentum kein Risikoaufschlag zur Gebäude­versicherung zu erwarten.

Weil Bremen von der Weser durchflossen wird und ein Großteil der bebauten Flächen unterhalb des durchschnittlichen Hochwasserstandes liegen, besteht eine theoretische Gefahr durch Hochwasser. Die vielen Schutz­maßnahmen verhindern jedoch selbst bei Höchstständen größere Überflutungen.

Konkrete Naturgefahren in Bremen

Als Folge zunehmender Wetterextreme ist für die Zukunft mit stärkeren Stürmen und intensiveren Hochwassern zu rechnen. Gerade weil die Weser sich primär aus Schmelzwasser der deutschen Mittelgebirge speist, kann zunehmende Hitze dort zu höheren Pegelständen in Bremen führen. Bis sich diese Entwicklung jedoch manifestiert, ist mit keinen Risikoaufschlägen zur Gebäude­versicherung zu rechnen.

Hamburg

Bislang war die Stadt Hamburg besonders von Stürmen und Hochwassern betroffen. Legendär ist die Hamburger Sturmflut von 1962. Aber auch 14 Jahre später kam es erneut zu besonderen Hochwassern. Als Hafen- und Hansestadt ist die Hamburger Wirtschaft von intakten Hafenanlagen angewiesen. Die dortigen Betriebs­gebäude sollten allein aufgrund der bisherigen Erfahrungen schon mit einer umfänglichen Gebäude­versicherung ausgestattet sein. Dazu gehört die Elementar­schaden­versicherung.

Konkrete Naturgefahren in Hamburg

Konkret ist Hamburg zunehmend durch Hochwasser bedroht. Aber auch Stürme dürften in Zukunft an Stärke gewinnen. Darüber hinaus aber besteht für andere Naturgefahren kein besonderes Risiko.

Hessen

Für das Land Hessen lässt sich keine herausragende Bedrohung durch Naturgefahren feststellen. Dennoch wird seitens der Landesregierung intensiver über das Risiko eines Hochwassers aufgeklärt. Damit will man den absehbaren Folgen der sich verändern klimatischen Bedingungen vorbeugen.

Im Fokus der Vorsorge­bemühungen des Landes Hessen steht der Hochwasserschutz. Bisher sind Städte wie Frankfurt oder Wiesbaden von schlimmen Hochwassern verschont geblieben. Doch wie lange das noch so bleiben wird, ist ungewiss. So sind auch Gewerbetreibende dazu aufgerufen, sich und ihre Gebäude gegen Hochwasser und Starkregen abzusichern. Dazu gehört auch eine Gebäude­versicherung mit Elementar­schaden­versicherung.

Konkrete Naturgefahren in Hessen

Das Risiko von Schäden durch Sturm und Hagel wird für ganz Hessen als eher gering eingeschätzt. Dasselbe gilt für Schäden durch Blitzeinschlag und Überspannung. Allerdings besteht ein vergleichsweise hohes Risiko für Schäden durch Erdbeben. Die entsprechende Risikozone verläuft von Rüsselsheim bis vor die Tore Mannheims und darüber hinaus. Im Großraum Frankfurt und Wiesbaden ist das Erdbebenrisiko zwar geringer, aber immer noch erhöht.

Rund um das Thema Elementar­schäden hält das Umweltministerium Hessens Informationen für Bürger im Internet unter umwelt.hessen.de bereit.

Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind Gebäude bisher keinen außergewöhnlichen Naturereignissen ausgesetzt gewesen. Eigentümer­ von Gewerbeimmobilien müssen sich deshalb nicht intensiv absichern. Hier gelten die allgemeinen Schadensrisiken.

Besondere Vorsorge­ ist für alle Standorte in Küstennähe geboten. Hier kommen auf Gebäudeeigentümer entsprechend höhere Beitrags­sätze zur Gebäude­versicherung zu.

Niedersachsen

Im Jahr 1972 fegte der sogenannte Niedersachsen-Orkan von Westen her über das Bundes­land. Im Osten, an der Elbe, waren auch zahlreiche Menschen in Niedersachsen von schlimmen Hochwassern betroffen.

An der Nordseeküste, in Nähe der Weser sowie links der Elbe ist mit höheren Beiträgen zur Gebäude­versicherung zu rechnen. In den restlichen Gebieten Niedersachsens besteht dagegen kein besonderer Anlass für höhere Versicherungs­prämien.

Konkrete Naturgefahren in Niedersachsen

Durch die Hauptstadt Hannover verläuft ein relativ breiter Streifen, in dem die Gefahr für Hochwasser am höchsten ist. Jedoch ist die prognostizierte Flutfläche nicht breit genug, um die Gewerbe- und Industriegebiete am Westufer der Leine abzudecken. Um Hannover herum liegt ein Gebiet mit mittlerer Risikostufe für die Naturgefahren Sturm und Hagel. Die Region um Meppen und Lingen (Ems) sind einem mittleren Risiko für Schäden durch Blitzeinschläge und Überspannung ausgesetzt.

Nordrhein-Westfalen

n den 2000er Jahren wurde Nordrhein-Westfalen von zwei besonders schweren Orkanen heimgesucht. Ein äußerst schweres Erdbeben erschütterte die Gegend um Heinsberg bei Köln im Jahr 1992. Zudem kam es in der Vergangenheit häufig zu Erdrutschen und Absenkungen, welche auch auf den Bergbau zurückgeführt werden können.

Als außerordentlich dicht besiedelte Region kann ein Hochwasser, Orkan oder Erdbeben zwischen Düsseldorf, Köln und Bonn großen Schaden anrichten. Mit häufiger werdenden Naturereignissen ist aufgrund des Klimawandels zu rechnen. Entsprechend könnten die Beiträge zur Gebäude­versicherung die Unternehmen am Rhein stärker belasten.

Konkrete Naturgefahren in Nordrhein-Westfalen

Der Westen Nordrhein-Westfalens ist besonders anfällig für Schäden durch Sturm und Hagel. Das Risikogebiet hierfür erstreckt sich von Aachen bis Rheine und Ibbenbüren. Zwischen Aachen und Düren befindet sich das Gebiet mit der höchsten Erdbeben-Risikostufe. Das Risiko für Schäden durch diese Naturgefahr schwächt sich erst auf Höhe von Essen und Wuppertal allmählich ab. Städte wie Bonn, Köln, Düsseldorf und Krefeld sind immer noch besonders bedroht.

Das Umweltministerium in NRW informiert über die Absicherung gegen die Schäden durch Hochwasser im Internet unter www.elementar-versichern.nrw.de.

Rheinland-Pfalz

Stellenweise trat auch schon mal die Mosel bedeutend über ihre Ufer. Ansonsten aber blieben die Menschen in Rheinland-Pfalz von Naturgefahren verschont. Allerdings waren die Folgen des 1992er Erdbebens bei Heinsberg auch noch an der Mosel-Rhein-Gabelung zu spüren.

In einzelnen Regionen des Landes könnten Versicherer geringfügige Risikoaufschläge verlangen. Jedoch ist eine zusätzliche Elementar­schaden­versicherung für Firmengebäude in Rheinland-Pfalz nicht zwingend notwendig.

Konkrete Naturgefahren in Rheinland-Pfalz

Für den Süden von Rheinland-Pfalz gilt ein erhöhtes Risiko für Schäden durch Sturm und Hagel. Im Rest des Bundes­landes herrscht ein etwas geringes Risiko. Blitz- und Überspannungsschäden treten im Westen und im Osten von Rheinland-Pfalz häufiger auf. Eine Zone mit erhöhter Gefahr von Erdbebenschäden erstreckt sich von Nordwesten bis Südosten.

Zu Naturgefahren und zur Vorsorge­ informiert das rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten im Internet unter www.naturgefahren.rlp.de.

Saarland

Orkane, Sturmfluten und Hochwasser sind im Saarland keine häufig auftretenden Naturgefahren. Anders als andere Bundes­länder hat das Saarland keine Geschichte katastrophaler Extremereignisse hinter sich.

Gebäude­versicherungen für gewerblich genutzte Objekte im Saarland sind vor allem wegen der Absicherung von Schäden durch Sturm und Hagel zu empfehlen. Eine Elementar­­versicherung ist nicht unbedingt notwendig.

Konkrete Naturgefahren im Saarland

Das Saarland liegt in einem Ausläufergebiet der Erdbebenzone zwischen Rüsselsheim und Karlsruhe. Die Gefahr für Gebäudeschäden durch Erdbewegungen ist im gesamten Saarland zwar weniger hoch, aber dennoch überdurchschnittlich. Auch Sturm und Hagel können im gesamten Süden des Landes deutlich häufiger Schäden anrichten.

Unter dem Motto „Hochwasservorsorge = Eigenvorsorge“ informiert die saarländische Landesregierung ihre Bürger über Hochwasserschutz und Vorsorge­ im Internet unter www.saarland.de.

Sachsen

Die Bewohner in Sachsen hatten bisher vor allem unter Hochwassern entlang der Elbe zu leiden. Der Südwesten Sachsens ist von Ausläufern einer Erdbebenzone hinter der deutsch-tschechischen Grenze betroffen.

Die zahlreichen Unternehmen und Betriebe in Sachsen sollten für die Zukunft entlang der Elbe mit zunehmenden Hochwassern rechnen, bis entsprechende Maßnahmen zur Eindämmung ergriffen werden konnten. Eine Gebäude­versicherung in vom Hochwasser bedrohten Gebieten sollte zusammen mit einer Elementar­schaden­versicherung abgeschlossen werden.

Konkrete Naturgefahren in Sachsen

Das Zentrum einer Erdbeben-Risikozone liegt in der Mitte des Dreiecks aus Gera, Zwickau und Plauen. Nach Osten erstreckt sich das Areal bis an die Grenze zu Brandenburg. Nach Westen hin sind Schäden durch Erdbeben bis Erfurt wesentlich wahrscheinlicher. Im Westen und Nordosten Sachsens ist zudem das Risiko für stärkere Gewitter erhöht.

Die Landesregierung von Sachsen informiert die Öffentlichkeit über Naturgefahren und Elementar­schäden im Internet unter www.naturgefahren.sachsen.de.

Sachsen-Anhalt

Die Elbe verläuft an der nördlichen Landesgrenze von Sachsen-Anhalt. An der Grenze zum Land Brandenburg kam es in der Vergangenheit häufiger zu Hochwassern. Ansonsten aber bestehen keine gesonderten Naturgefahren für Immobilien in Sachsen-Anhalt.

Für die Zukunft sind jedoch häufigere Hochwasser oder stärkere Stürme nicht auszuschließen. Noch jedenfalls sollte eine einfache Gebäude­versicherung zum Schutz von Betriebs­gebäuden ausreichend sein. Einzig für Standorte wie Halle (Saale) ist nach dem jüngsten Hochwasser eine zusätzliche Elementar­schaden­versicherung eine sinnvolle Ergänzung.

Konkrete Naturgefahren in Sachsen-Anhalt

Ein leicht erhöhtes Risiko für Schäden durch Sturm und Hagel ist im Gebiet nordöstlich von Magdeburg zu verzeichnen. Teilweise reicht in den Süden von Sachsen-Anhalt noch die Erdbeben-Risikozone hinein, deren Zentrum zwischen Gera und Zwickau verortet wird. So liegt Halle (Saale) noch in einer Region mit mittlerer Gefahrenstufe. Ansonsten ist zukünftig zunächst einmal mit erneuten Hochwassern an Sachsen-Anhalts größten fließenden Gewässern zu rechnen

Schleswig-Holstein

Zwischen Nordsee und Ostsee gelegen ist Schleswig-Holstein von Ost und West her dem maritimen Klima ausgesetzt. So sind schwere Stürme, starke Kälteeinbrüche und Fluten die entscheidenden Naturgefahren in diesem Bundes­land.

Wegen des hohen Anteils von Küstenabschnitten am Landesgebiet wird in Schleswig-Holstein beständig an einem starken Küstenschutz gearbeitet. Das Küstenschutzmanagement ist sich dabei der zunehmenden Bedeutung einer sensibilisierten und informierten Bevölkerung im Klaren. Zur Verminderung von Sachschäden nach einem schweren Unwetter sind somit auch Eigentümer­ von Firmengebäuden zur adäquaten Absicherung angehalten.

Konkrete Naturgefahren in Schleswig-Holstein

Besonders die Region von Tönning bis ans nördliche Ende von Westerland ist stark von Sturm und Hagel bedroht. Bis auf den Süden von Schleswig-Holstein ist das ganze Bundes­land deutlich von Schäden durch Unwetter bedroht. Dabei spielen Windgeschwindigkeit und Niederschlag eine wesentlich größere Rolle als Gewitter und Blitzeinschläge.

Zuständig für den Schutz von Schleswig-Holsteins Küsten ist der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH). Die Institution informiert unter anderem zum Thema Küstenschutz.

Thüringen

Der Osten Thüringens ist mit der Gefahr durch Hochwasser vertraut. Mit dem Ansteigen des Pegels müssen vor allem Bewohner nahe der Saale jedes Jahr rechnen. Aufgrund der angrenzenden Mittelgebirge sind zudem spürbare Bewegungen im Erdreich möglich.

Klimaforscher schätzen, dass auf Thüringen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weitere, stärkere Hochwasser zukommen werden. Auch Orkane könnten regelmäßiger die Dächer von Gebäuden reißen. Aber auch spektakuläre Erdlöcher, die über Nacht einen Straßenzug verschluckt zu haben scheinen, sind bereits aus Thüringen bekannt. Eigentümer­n von gewerblich genutzten Objekten in diesem Bundes­land wird daher eine Erweiterung ihrer Gebäude­versicherung um die Elementar­schaden­versicherung dringend empfohlen.

Konkrete Naturgefahren in Thüringen

Im äußersten Osten des Landes kann es verstärkt zu heftigen Gewittern kommen. Entsprechend erhöht ist die Gefahr von Schäden an Gebäuden durch Blitzeinschläge und Überspannung. Deutlich stärker betroffen ist der Ostteil Thüringens von Schäden durch Erdbeben und Erdsenkungen. Die besondere Risikozone erstreckt sich von der Grenze zu Sachsen bis kurz vor Erfurt.

Die Landesregierung Thüringens informiert ihre Bürger über Naturgefahren im Internet unter naturgefahren.thueringen.de.

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