Gebäude­versicherung für Vermieter

Kosten, Leistungen, aktuelle Testergebnisse und Vergleich (2022)
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Das erwartet Sie hier

Was kostet die Gebäude­versicherung für Vermieter, welche Risiken deckt sie ab und welche Kosten dürfen auf Mieter umgelegt werden?

Inhalt dieser Seite
  1. So sieht eine gute Versicherung aus
  2. Wichtige Leistungen
  3. Kosten (inkl. Kostenbeispiel)
  4. Aktuelle Testergebnisse
  5. Gebäude­­versicherungen im Vergleich
  6. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Vermieter ist die Gebäude­versicherung eine wichtige Absicherung ihres Einkommens.
  • Die Kosten der Gebäude­versicherung können auf die Mieter umgelegt werden.
  • Für ein Haus mit fünf Wohneinheiten sind beispielsweise Kosten von 66,67 Euro pro Monat möglich.
  • Zusätzliche Versicherungen und Versicherungsbausteine ermöglichen es Vermietern, ihr Eigentum umfassend abzusichern.

Das macht eine gute Gebäude­versicherung für Vermieter aus

Warum lohnt sich die Gebäude­versicherung?

Auch kleinere Schäden am Gebäude können mitunter hohe Kosten verursachen. Die Rendite, die durch die Mieteinnahmen erzielt wird, schmilzt dann schnell dahin. Die Gebäude­versicherung für Vermieter ist daher genauso ein Muss wie für Eigennutzer. Sie sorgt dafür, dass das Immobilienvermögen erhalten bleibt und kann sogar ein wichtiger Beitrag zur finanziellen Existenzsicherung sein.

Mehr zur Gebäude­versicherung

Vorteile einer guten Gebäude­versicherung

  • Absicherung gegen Schäden durch Leitungswasser, Sturm, Hagel und Feuer
  • Zusätzlicher Schutz vor Elementarschäden
  • Keine Unter­versicherung
  • Verzicht auf Einrede der groben Fahrlässigkeit
  • Kosten der Versicherung können auf Mieter umgelegt werden
Icon Haus mit Schutzschild

Kostengünstiger Versicherungs­schutz

Für Vermieter bietet die Gebäude­versicherung einen wertvollen Schutz vor großen finanziellen Verlusten. Für ein Mehrfamilien­hauses mit fünf Wohneinheiten kann das umgerechnet 66,67 Euro pro Monat kosten. Vermieter müssen die Kosten jedoch nicht oder nur teilweise selbst tragen, denn die Gebäude­versicherung für Vermieter ist umlagefähig. Nutzen Sie gern unseren Online-Rechner, um ein Angebot zu finden, das Ihrer Immobilie optimalen Schutz bietet, ohne Ihre Mieter mit unnötig hohen Kosten zu belasten.

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Das leistet eine Gebäude­versicherung für Vermieter

Wie ist die Versicherung aufgebaut?

Eine Gebäude­versicherung für Vermieter unterscheidet sich erst einmal grundsätzlich nicht von anderen Gebäude­versicherungen. Meist wird sie als verbundene Versicherung vereinbart, bei der der Versicherungs­schutz für unterschiedliche Gefahren rund um Gebäude und Vermietung unter einem vertraglichen Dach zusammengefasst wird.

In der „Grundausstattung“ umfasst die verbundene Gebäude­versicherung die Bestandteile:

  • Feuer­versicherung
  • Leitungswasser­versicherung
  • Sturm- und Hagel­versicherung.

Häufig wird auch eine Glas­versicherung vereinbart.


Zusätzliche Versicherungen

Darüber hinaus wird die Gebäude­versicherung für Vermieter gern mit weiteren Versicherungen verknüpft. Das betrifft insbesondere:

Experten-Tipp:

„Wird nur eine Einliegerwohnung vermietet, wird in der Regel kein eigener Haftpflicht­schutz benötigt. Haftpflichtrisiken sind hier üblicherweise durch die Privat­haftpflicht­versicherung mit erfasst. Das sollte man allerdings immer prüfen.“

Foto von Martin Hacker
Signatur von Martin Hacker
Martin Hacker
Berater
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Tipp: Versicherungen unter einem Dach

Je umfangreicher der Versicherungs­schutz ist, umso höher sind natürlich auch die zu zahlenden Prämien. Durch die Verknüpfung von Versicherungen ergeben sich jedoch häufig auch größere Einsparpotenziale. Unter dem Strich kann es sich rechnen, mehrere oder womöglich sogar alle Versicherungen unter einem Dach zu vereinen, also bei derselben Gesellschaft abzuschließen.


Was leistet die Gebäude­versicherung im Schadensfall?

Kommt es zum Gebäudeschaden, ersetzt die Versicherung die Kosten für die Schadensbeseitigung und die Wiederherstellung in den ursprünglichen Zustand. Bei Totalzerstörung finanziert sie auch den Wiederaufbau. In vielen Verträgen ist auch vorgesehen, dass im Schadensfall Aufräumungs-, Abbruch-, Bewegungs- und Absicherungskosten übernommen werden.

Für Vermieter besonders wichtig: auch Kosten für Mietausfälle und anderweitige Unterbringung von Mietern während der Schadensbeseitigung können in manchen Policen abgedeckt sein, wenn nicht als integrale Leistung, dann zumindest als Option.

Typische Schadensfälle der Gebäude­versicherung

Diese Klausel verhindert Unter­versicherung

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Wichtig ist, eine Unter­versicherung zu vermeiden, sonst leistet die Versicherung keinen vollen Schadensersatz! Manche Versicherer bieten – gegen Aufpreis – den Unter­versicherungsverzicht an. Die Unter­versicherung wird vermieden, wenn im Vertrag eine sogenannte „gleitende Neuwertklausel“ enthalten ist. Die Versicherungssumme wird dann automatisch der Wertentwicklung im Zeitablauf angepasst.

Icon Geschäft

Was gibt es bei vermieteten Gewerberäumen zu beachten?

Selbstverständlich kann eine Gebäude­versicherung nicht nur für vermietete Wohnhäuser, sondern auch für vermietete Gewerbeimmobilien vereinbart werden. Die gewerbliche Nutzung wirkt sich jedoch oft auf die Prämien aus, denn die Versicherer kalkulieren bei Gewerbeobjekten anders als bei Wohnimmobilien. Das Risiko wird bei gewerblicher Nutzung oft höher eingeschätzt. Dabei kommt es natürlich auch darauf an, welchem Zweck das Gebäude konkret dient. Eine Büronutzung wird in Hinblick auf das Risiko nicht so bewertet wie die Nutzung als Ladengeschäft oder für industrielle Fertigung.

Was kostet eine Gebäude­versicherung für Vermieter?

Kostenfaktoren

Die Versicherungsprämie in der Gebäude­versicherung wird von verschiedenen Faktoren bestimmt. Neben der Versicherungssumme sind Lage, Wert und Größe des Objektes relevant. Auch die Nutzung spielt eine Rolle. Bei gewerblichen Mieträumen wird anders kalkuliert als bei Mietwohnungen. Selbstbehalte wirken sich ebenfalls auf die Versicherungsprämie aus. Mit einer Selbstbeteiligung wird die Prämie zwar günstiger, kleinere Schäden müssen dann aber zu einem erheblichen Teil selbst getragen werden.


Was kostet die Gebäude­versicherung?

GebäudeDurchschnittlicher Preis – Jahr (Euro)Durchschnittlicher Preis – Monat (Euro)
Einfamilien­haus35029,17
Mehrfamilien­haus mit fünf Einheiten80066,67
Mehrfamilien­haus mit 20 Einheiten2.500 – 3.000208,34 – 250,00
Die monatlichen Kosten sind von den jährlichen Kosten umgerechnet, in der Praxis sind bei monatlicher Zahlung Aufschläge gegenüber einer jährlichen Zahlungsweise möglich.

Wer zahlt die Gebäude­versicherung – Vermieter oder Mieter?

Der Vermieter darf die Kosten der Gebäude­versicherung auf die Mieter umlegen. Sie erscheinen dann entsprechend ­anteilig in der Nebenkosten-Abrechnung und der Vermieter wird nicht belastet. Das heißt, letztlich zahlen die Mieter die Gebäude­versicherung. Voraussetzung ist allerdings, dass die Kostenumlegung von beiden Seiten im Mietvertrag vereinbart worden ist. Eine einseitig eingeführte Umlegung ohne Mieter-Einwilligung ist unzulässig.

Nicht umgelegt werden dürfen:

  • Kosten für Versicherungen oder Versicherungsbausteine, die persönliche Risiken des Vermieters betreffen
  • Nicht im Mietvertrag benannte Kosten
  • Selbstbeteiligung im Schadensfall

Eine detailliertere Erklärung zur Umlage der Gebäude­versicherung und den Rechten von Mietern und Vermietern finden Sie hier:

Sind die Kosten der Gebäude­versicherung umlagefähig?

Was kostet Sie als Vermieter eine Gebäude­versicherung?

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Gebäude­versicherungen im Test

Icon Stern

Anbieter und Tarife der Gebäude­versicherung werden regelmäßig von unabhängigen Instituten getestet. Auf unserer Seite zum Thema „Gebäude­versicherungen im Test“ finden Sie nicht nur die Gebäude­versicherer mit den besten Tarifbedingungen, sondern auch die Ergebnisse aktueller Kundenbefragungen und die Empfehlungen unserer Experten für Sach­versicherungen.

Das sind 2022 die besten Gebäude­versicherungen

Gebäude­versicherung für Vermieter: Tipps für den Tarifvergleich

Darauf sollten Sie beim Tarifvergleich achten

Vermieter sind sogar verpflichtet, bei der Auswahl ihrer Versicherung darauf zu achten, dass diese nicht unnötig teuer ist – dies ist eine Vorrausetzung dafür, dass sie die Kosten vollständig auf die Mieter umlegen können. Aber es kommt beim Versicherungsvergleich nicht nur auf die Prämie an. Weitere Punkte, auf die Sie achten sollten, sind die Folgenden:

  • Ist die Versicherungssumme angemessen?
  • Welche Risiken sind abgesichert?
  • Sind sinnvolle Zusatzbausteine integriert?
  • Gibt es eine Selbstbeteiligung? Wie hoch ist sie? (Beachten Sie: Die Selbstbeteiligung im Schadensfall wird vom Vermieter getragen)
  • Wie sieht es mit dem Versicherungs­schutz bei leichter oder grober Fahrlässigkeit aus?

Wie wichtig sind zusätzliche Versicherungen?

Wann macht eine Elementarschaden­versicherung Sinn?

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Die Elementargefahren Sturm, Hagel und Blitzschlag sind bereits durch die „normale“ verbundene Gebäude­versicherung abgedeckt, andere Gefahren durch Naturgewalten dagegen nicht. Ein erweiterter Elementarschaden­schutz als Zusatzabsicherung in Form einer Elementarschaden­versicherung bietet Sicherheit für solche Risiken. Versichert sind dann u.a. auch Schäden durch Überschwemmungen, Erdrutsche, Lawinen oder Erdbeben.

Praktisch am bedeutsamsten ist das Überschwemmungsrisiko. Gerade wenn das Miets­haus sich in hochwassergefährdeter Lage befindet, empfiehlt sich ein solcher Versicherungs­schutz. Ist das Hochwasserrisiko sehr hoch, kann es allerdings schwierig werden, Elementarschaden­schutz zu erhalten. Der Versicherungs­schutz wird dann häufig abgelehnt.

Warum braucht man Grund- und Hausbesitzer­haftpflicht­schutz?

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Der Vermieter als Eigentümer eines Miets­hauses haftet grundsätzlich für alle Schäden, die vom Gebäude ausgehen. Er ist auch in der Pflicht, für die Verkehrssicherheit im Haus, auf dem Grundstück und in dessen unmittelbarem Umfeld zu sorgen.

Bei selbst genutzten Immobilien-Eigentum ist das Haftpflichtrisiko üblicherweise schon durch die private Haftpflicht­versicherung abgedeckt. Bei Mietobjekten greift die Versicherung dagegen nicht. Hierfür benötigt man eine Haus- und Grundbesitzer­haftpflicht­versicherung. Vermieter sollten nicht auf diese Versicherung verzichten.

Wie ist eine Mietausfall­versicherung zu beurteilen?

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Mietausfälle wegen notwendiger Renovierung, Sanierung oder Wiederherstellung eines Gebäudes sind oft schon im Rahmen der regulären Gebäude­versicherung abgedeckt. Es gibt aber zusätzlich auch die Möglichkeit, Mietausfälle zu versichern, die durch Zahlungsrückstände, -kürzungen oder -verweigerungen von Mietern entstehen.

Billig ist die Mietausfall­versicherung nicht, zudem fallen relativ hohe Selbstbeteiligungen an. Wer seine Mieter sorgfältig auswählt, benötigt die Versicherung eigentlich nicht. Eine reine „Leerstands-Versicherung“ ist nicht möglich. Neben der reinen Mietausfall­versicherung gibt es auch eine Mietnomaden­versicherung, die zusätzlich Wiederherstellungskosten übernimmt.

Ist ein Vermieter­rechts­schutz angebracht?

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Rechtliche Auseinandersetzungen mit Mietern gehören zu den häufigsten Rechtsstreitigkeiten in Deutschland. Mieterhöhungen, Nebenkosten-Abrechnungen, Mieter­pflichten – es gibt viele Anlässe, um sich mit Mietern zu streiten. Mit einem Vermieter­rechts­schutz ist zumindest das Prozessrisiko abgedeckt. Die Versicherung übernimmt die Kosten für den Anwalt und das Verfahren, gegebenenfalls auch zu tragende Kosten der Gegenseite.

Meist ist der Vermieter­rechts­schutz nur zusammen mit privatem Rechts­schutz vereinbar. Die Rechts­schutz­versicherung wird dann an die Gebäude­versicherung „angedockt“. Sprechen Sie uns gern bezüglich einer Vermieter­rechts­schutz­versicherung an. Ein Vermieter­rechts­schutz ist eine Abwägungsfrage. Auch hier kann man als Vermieter durch ein „gutes Mietverhältnis“ viel dafür tun, dass es erst gar nicht zu Rechtsstreitigkeiten kommt.

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Fazit

Vermieter sollten nicht auf eine Gebäude­versicherung verzichten, da diese sie im Schadensfall vor potenziell sehr hohen Kosten bewahrt. Die Kosten der Versicherung können unter Beachtung einiger Regeln auf die Mieter umgelegt werden. Wie so oft lohnt sich ein sorgfältiger Vergleich verschiedener Tarife und eine genaue Lektüre der Versicherungsbedingungen.

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Foto von Katharina Tennius
Katharina Tennius
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