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Gebäude­versicherung – Typische Schadensfälle

Wie verhalte ich mich im Schadensfall? Ob privat oder geschäftlich: Auf Schäden am Gebäude sollte umgehend reagiert werden. Die folgenden drei Beispiele zeigen, welcher Gewinn eine Gebäudeversicherung in jedem Fall sein kann.
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Wie verhalte ich mich im Schadensfall?

Vermeiden Sie noch größere Schäden, indem Sie soweit wie möglich die Schadensursache unmittelbar abstellen. Ansonsten rufen sie bei Bränden und Überflutungen umgehend die Feuerwehr. Ihre Gebäudeversicherung wird Ihnen jeden Versuch danken, den Schaden zu begrenzen. Wer beispielsweise bei Hochwasserwarnung keine Sandsäcke platziert, kann unter Umständen den Schaden nicht ersetzt bekommen.

Sobald keine direkte Gefahr mehr besteht, melden Sie Ihrer Gebäudeversicherung den Schadensfall. Rufen Sie dagegen zuerst die Polizei, falls Sie eine Straftat als Schadensursache vermuten. Und vergessen Sie nicht, den Schaden und die Ursachen so gründlich wie möglich mit Fotos zu dokumentieren. Auch Zeugenaussagen können bei der Regulierung des Schadens helfen. Im Zweifel wird Ihre Gebäudeversicherung einen Gutachter vorbeischicken, der sich alles ganz genau ansieht.

BERATER-TIPP

„Aus dem Versicherungsschutz sind oftmals Ableitungsrohre zur Entsorgung des Gebäudes ausgenommen, welche außerhalb des versicherten Grundstücks verlaufen. Will man diese Gefahr mit eingeschlossen wissen, sollte man besonders darauf achten, dass sie im Schadensfall ausdrücklich mit versichert sind.“

Beispielfall 1: Hochwasser
Das Haus von Frau Bergmann steht in der Nähe eines Flusses. Nach anhaltendem Starkregen tritt das Wasser über die Ufer und das Haus wird durch die Überflutung beschädigt. Dadurch entsteht ein Gesamtschaden in Höhe von 75.000 Euro.

Hochwasserschaden ohne Gebäudeversicherung

Wenn Frau Bergmann keine Gebäudeversicherung mit Elementarschadenversicherung abgeschlossen hat, muss sie die gesamten Kosten selbst tragen. Eine solche Absicherung ist in Deutschland zwar keine Pflicht mehr, aber dieses Beispiel zeigt, dass auf jeden Fall jeder Eigentümer für seine Immobilie eine Gebäudeversicherung abschließen sollte. Denn ein Fall wie dieser kann schnell in den finanziellen Ruin führen. Eine pauschale Prämie kann nicht im Vorhinein genannt werden, denn diese ist abhängig von dem gewählten Tarif und dem Leistungsspektrum – und davon, ob auch Elementarschäden abgesichert sind.

Hochwasserschaden mit Gebäudeversicherung/Elementarversicherung

Frau Bergmann hat glücklicherweise eine Gebäudeversicherung mit integrierter Elementarversicherung abgeschlossen. Denn eine einfache Gebäudeversicherung übernimmt in der Regel nicht die Kosten für Schäden, die durch Hochwasser entstanden sind. Bei der HDI zahlt sie für eine Gebäudeversicherung mit integriertem Elementarschutz beispielsweise 220,82 Euro im Jahr. Die Elementarversicherung ist eine sinnvolle Ergänzung zur Gebäudeversicherung. Sie übernimmt die Kosten bei Hochwasser und für folgende weiteren Schäden:

  • Sturm- und Hagelschäden
  • Hochwasser- und Überschwemmungsschäden
  • Schäden durch Erdrutsch und Erdsenkung
  • Erdbeben, Lawinen und Schneedruckschäden
Beispielfall 2: Blitzschlag

Bei einem Gewitter trifft ein Blitzschlag das Haus von Frau Bergmann, wodurch ein Brand im Dachstuhl entsteht. Die Feuerwehr kann zwar das Schlimmste verhindern, der Dachstuhl muss aber aufgrund von Schäden durch Feuer und Löschwasser komplett erneuert werden. Die Kosten belaufen sich auf 80.000 Euro.

Blitzschaden ohne Gebäudeversicherung

Wenn Frau Bergmann in diesem Fall keine Gebäudeversicherung besitzt, muss sie den gesamten Betrag selbst bezahlen.

Blitzschaden mit Gebäudeversicherung

In der Gebäudeversicherung von Frau Bergmann sind, wie in den meisten Tarifen, Schäden durch Blitzeinschlag, Feuer und auch Löschwasserschäden abgesichert. Die Versicherung übernimmt daher die kompletten Kosten für den entstandenen Schaden. Ohne eingeschlossene Elementarschadenversicherung muss Frau Bergmann z. B. bei der Concept IF 228,26 Euro im Jahr für ihre Gebäudeversicherung zahlen.

Beispielfall 3: Wasserrohrbruch

Nach einem Rohrbruch steht das Erdgeschoss von Frau Bergmanns Haus komplett unter Wasser. Das Wasser dringt durch den Boden in den Keller und durchnässt den Boden bzw. die Kellerdecke komplett. Die Decke muss getrocknet und der Boden im Erdgeschoss muss ersetzt werden.

Wasserrohrbruch ohne Gebäudeversicherung

Wenn Frau Bergmann keine Gebäudeversicherung besitzt, muss sie die gesamten Kosten selbst tragen.

Wasserrohrbruch mit Gebäudeversicherung

Die Gebäudeversicherung übernimmt die Kosten bei einem Leitungswasserschaden. Daher bekommt Frau Bergmann von ihrer Versicherung die vollen Kosten für den Schaden durch den Wasserrohrbruch ersetzt. Vertraglich geregelt ist die Regulierung von Leitungswasserschäden im Paragraph 1 VGB, dort ist geregelt, dass Schutz bei  sind die Rohre im Haus und alle Installationen genau geregelt, der Schutz besteht für Schäden an Rohren

  • Der Wasserversorgung (Zu- oder Ableitungen) oder den damit verbundenen Schläuchen
  • Der Warmwasser- oder Dampfheizung sowie Klima-, Wärmepumpen- oder Solarheizungsanlagen
  • Von Wasserloch- und Berieselungsanlagen sowie Klima-, Wärmepumpen oder Solarheizungsanlagen
Dieser Artikel wurde zuletzt am 18.11.2019 aktualisiert.
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Claudia Täubner
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