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Die Versicherung zahlt nicht – Was tun?

Wer Versicherungen abschließt, möchte sich vor Schäden und dem daraus entstehenden finanziellen Verlust absichern. Umso ärgerlicher ist es, wenn die Versicherung im Schadensfall die Zahlung verweigert. Was man in diesem Fall tun kann.

Erst prüfen, dann beschweren

Hat die Versicherung die Verweigerung der Zahlung bekanntgegeben, gibt es für den Versicherten die Möglichkeit, gegen diese Vorgehensweise Beschwerde einzulegen. Bevor er das tut, sollten die Gründe für die Ablehnung genau geprüft werden. Denn in einigen Fällen hat die Versicherung durchaus das Recht, die Zahlung zu verweigern. Einige Beispiele:

  • Der Schaden ist nicht in den Leistungen der Versicherung abgedeckt
  • Es gab bei dem Vertragsabschluss Vorschäden, die nicht angegeben wurden
  • Es wurden falsche Aussagen in der Gesundheitsprüfung gemacht
  • Der Schaden wurde zu spät an den Versicherer gemeldet
  • Der Schaden wurde nicht ausreichend belegt
  • Schaden liegt zeitlich vor dem Datum des Vertragsabschlusses/vor Ablauf der Wartezeit
  • Schleppende Regulierung des Versicherers

Schleppende Leistungsabwicklung

Wenn es um die Zahlung im Leistungsfall geht, geraten Versicherungen oft in den Verdacht eine längere Wartezeit als nötig zu vereinbaren, um die Zahlung der Versicherungssumme herauszuzögern. Gerade wenn es um größere Summen geht, müssen die Versicherten oft sehr lange auf die Auszahlung der Versicherungssumme warten. Das hat jedoch meistens nicht mit einer bewussten Verzögerung von Seiten der Versicherung zu tun, sondern damit, dass in Fällen, die mit einer hohen Summe verbunden sind, oft die Überprüfung der Fakten eine Weile dauert. Wenn die Versicherung allerdings nicht nachweisen kann, warum die Leistungsauszahlung verzögert stattgefunden hat, kommt sie in Zahlungsverzug und muss auch für den Schaden aus diesem Verzug aufkommen. Dazu können mitunter die Kosten für den Rechtsanwalt zählen. Der Ombudsmann ist für alle Versicherungen außer die PKV zuständig. Für die private Kranken- und Pflegeversicherung gibt es einen eigenen Ombudsmann.

Beispiel aus der Rechtssprechung bei schleppender Regulierung durch die Versicherung

Dass eine Versicherung die Schadensregulierung nicht unnötig lange herauszögern kann, zeigt ein beispielhaftes Gerichtsurteil. In dem Fall musste die Versicherung eine höhere Summe als Schmerzensgeld zahlen aufgrund der Verzögerung in der Leistungsabwicklung (Urteil Landesgericht Schwerin vom 26.06.2000 – 7 0 600/97). Auch die Anwaltskosten werden in diesen Fällen in der Regel von der Versicherung übernommen.

So wehrt man sich gegen eine Zahlungsverweigerung der Versicherung

Wer denkt, dass die Versicherung die Zahlung zu Unrecht verweigert, der sollte Beschwerde einlegen. Zuerst muss die Versicherung schriftlich über die Beschwerde informiert werden. Eine Checkliste, was bei einer Beschwerde zu tun ist:

  • Prüfen ob ein Eintrag in der HIS vorliegt
  • Versicherungsunternehmen bzw. deren Beschwerdemanagement schriftlich über die Beschwerde in Kenntnis setzen, dabei eine Frist für die Antwort setzen
  • Beschwerde an den Ombudsmann richten
  • Evtl. Beschwerde an die BaFin richten
  • Bei Bedarf Anwalt mit der Beschwerde beauftragen
  • Bestimmte Fälle, in denen Versicherungen häufig die Zahlung verweigern
  • Es gibt einige Spezialfälle in Bezug auf Leistungsverweigerungen von Versicherungen, die häufig für Unsicherheiten sorgen, ob die Leistung von der Versicherung übernommen wird.

Wann die Versicherung nicht zahlt

Fahrraddiebstahl – Klauseln beachten

In vielen Hausratversicherungsverträgen ist zwar der Diebstahl des Fahrrads mit abgesichert, doch dabei gibt es einige Fallstricke zu beachten. Denn die meisten Versicherungen integrieren in ihren Vertrag in Bezug auf Fahrraddiebstahl Klausel, die sehr variabel sind. Die häufigste Bedingung: Das Fahrrad ist nur versichert, wenn es nachts abgeschlossen in einem Kellerraum steht. Bei vielen Versicherern ist die sogenannte Nachtzeitklausel integriert, die besagt, dass zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr morgens kein Versicherungsschutz besteht. Vor dem Abschluss

Autodiebstahl: korrekte Angaben sind wichtig

Wurde das Auto gestohlen, muss sofort (in der Regel innerhalb einer Woche) die Kfz-Versicherung informiert werden. Oft muss der Versicherte dann einen Fragebogen ausfüllen, der unbedingt wahrheitsgemäß beantwortet werden sollte. Wenn die Versicherung Ungereimtheiten feststellt, kann der Versicherte unter Umständen seinen Versicherungsschutz verlieren. Weiterhin sollte beachtet werden, dass über eine Teilkaskoversicherung nur am PKW fest montierten Teile erstezt werden, also beispielsweise keine Autoradios oder Kindersitze.

Fahrerflucht – Versicherung zahlt nicht

Wer ein anderes Fahrzeug beschädigt und einfach weiterfährt, der kann unter Umständen mit hohen Geldstrafen rechnen. Außerdem zahlt in diesen Fällen die Kfz-Haftpflicht den entstandenen Schaden nicht. Wer Opfer einer Fahrerflucht wurde, bekommt den Schaden nur ersetzt, wenn eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen wurde.

Einbruch ohne Einbruchsspuren

Wer nach einem Einbruch keine nachweisbaren Spuren der Tat in der Wohnung nachweisen kann, der kann in der Regel nicht auf eine Zahlung durch die Versicherung hoffen. Es müssen beispielsweise Spuren an Türen oder Fenstern oder zerstörte Gegenstände existieren, sonst bekommt der Versicherte Probleme bei der Leistungsabwicklung. Als Ausnahme gilt, wenn der Bewohner den Diebstahl des Schlüssels beweisen kann.

Beschwerde beim Ombudsmann einreichen

Wer als Versicherter Probleme mit seiner Versicherungsgesellschaft hat, der kann sich an den Versicherungsombudsmann als Schlichtungsstelle im Streitfall wenden. Dieser betrachtet den Fall aus einer unabhängigen Perspektive und wägt die Argumente der beiden Seiten ab. Er strebt das Erreichen einer zufriedenstellenden Lösung an, er kann dabei allerdings nur Empfehlungen aussprechen. Wenn der Ombudsmann zu dem Schluss kommt, dass die Entscheidung des Versicherers falsch war, kann er bis zu einem Betrag von 10.000 Euro eine verbindliche Entscheidung gegenüber dem Unternehmen aussprechen.

Fazit

Wenn die Versicherung die Zahlung verweigert, gibt es für den Versicherten einige Möglichkeiten, sich zu wehren. Bevor eine Beschwerde eingereicht wird, sollte aber zunächst genauestens geprüft werden, ob diese auch begründet ist. Grundsätzlich sollte der Versicherte bei Vertragsabschluss prüfen, welche Bedingungen an den Vertragsabschluss geknüpft sind und ob alle eigenen Angaben korrekt sind.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22.05.2019 aktualisiert.
Über den Autor
Mario Müller
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