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Rentenlücke: Wie man sie am besten umgeht

Die Luft wird immer dünner – diese Aussagen hört man häufig, wenn die Frage nach der Höhe der erwarteten Rente gestellt wird. Schließlich reicht die gesetzliche Rente allein nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Dieser Tatsache müssen insbesondere die heute 30-bis 50-Jährigen ins Auge blicken. Damit sie eventuelle Gegenmaßnahmen einleiten können, müssen sie ihre Lücke kennen und – viel wichtiger – auch wissen, wie sie sie schließen können.

Definition Rentenlücke

Die Rentenlücke beschreibt den Prozentanteil, um den das letzte Nettoeinkommen vor Rentenbeginn die gesetzliche Nettoaltersversorgung nach Rentenbeginn übersteigt. Bereits im Jahre 2030 wird dass Rentenniveau auf 50 Prozent gesunken sein. Zum selben Zeitpunkt erhöht sich die Besteuerung der Rentenleistung bis 2040 auf 100 Prozent, sodass Menschen ohne zusätzliche Altersvorsorge mit Einschränkungen leben müssen.

Warum wird die Lücke immer größer

Dass die erwartete Rentenhöhe geringere Ausmaße annimmt, ist vor allem auf die sinkende Geburtenrate zurückzuführen. Im Gegensatz dazu kommt es zu einem Anstieg der Lebenserwartung um etwa drei Monate pro Jahr, was einem Tagessatz von fünf bis sechs Stunden entspricht. Somit werden im Jahre 2030 lediglich 1,13 Beitragszahler einen Rentner finanzieren. Wohingegen im Jahre 2000 noch etwa 1,85 Beitragszahler auf einen Rentner kamen.

Ermittlung der Rentenlücke

Bevor die Ermittlung der individuellen Rentenlücke in Angriff genommen werden kann, sollten möglichst sämtliche Einnahmequellen berechnet werden, die im Alter zur Verfügung stehen. Dabei gibt die Renteninformation Aufschluss darüber, wie hoch die jeweilige gesetzliche Rente ausfällt. In dem Zusammenhang sind sämtliche Ausgaben aufzulisten, die im Rentenalter anfallen könnten. Hierbei sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass eventuelle neue Ausgaben anfallen können, wie beispielsweise die finanzielle Unterstützung der zukünftigen Enkelkinder oder ein Anstieg der Medizinkosten. Anhänger der privaten Krankenversicherung sollten die Entwicklung ihrer Versicherungsbeiträge im Auge behalten. In dem Zusammenhang versehen die meisten Versicherungen ihre Policen mit sogenannten Altersrückstellungen, sodass sich die Beitragszahlungen im Rentenalter reduzieren. Alternativ dazu können sie auch in den Basistarif der privaten Krankenversicherung wechseln, der ihnen einen gesetzlichen Krankenversicherungsschutz (zur gesetzlichen Krankenversicherung) ermöglicht.

Grundsatz zur Ermittlung der Rentenlücke

Für die anschließende Berechnung der Rentenlücke legt Stiftung Warentest folgenden Grundsatz fest: man subtrahiert die voraussichtliche spätere Rentenzahlung von 80 Prozent des Nettolohns. Den Prozentsatz von 80 Prozent führt Stiftung Warentest aus dem Grund an, dass man im Rentenalter weniger Geld benötigt als im Berufsleben.

Ermittlung der Rentenlücke für eine Angestellte

Erhält eine Angestellte einen Nettolohn in Höhe von 1.600 Euro, bräuchte sie für den Erhalt des jetzigen Lebensstandard im Rentenalter ein monatliche Rente von 1.280 Euro. Hingegen prophezeit ihre Renteninformation eine gesetzliche Rente von monatlich 720 Euro. Somit müsste sie die entstehende Lücke von 560 Euro mit zusätzlichen Vorsorgepolicen füllen. Stiftung Warentest zufolge kann eine derartige Lücke signifikante Einbußen im Alter bedeuten. Haben Alleinstehende des Jahrgangs 1965 beispielsweise jahrelang ein durchschnittliches Einkommen verbucht und gehen 2030 nach 45 Beitragsjahren in den Ruhestand, droht ihnen eine Rentenlücke von 600 Euro. Bei Verheirateten steigt die Rentenlücke auf 850 Euro an.

Maßnahmen zur Schließung der Rentenlücke

Die entscheidende Frage, die sich mit dem vorzeitigen Entdecken einer Rentenlücke stellt, ist wie diese Differenz schnellstmöglich ausgeglichen werden kann. Dafür stehen dem Sparer unterschiedliche Anlagen der privaten Altersvorsorge zur Verfügung, wie zum Beispiel private Rentenversicherung, betriebliche Altervorsorge, Rürup- oder die Riester-Rente. Insbesondere die staatlich geförderten Anlagen genießen zahlreiche Steuervorteile und Begünstigungen. Personen, die sich für das Riestern entscheiden und vier Prozent ihres Bruttolohns in einen Riestervertrag investieren, erhalten die volle staatliche Förderung. Dabei beläuft sich die anzulegende Summe auf monatlich 100 Euro. Abhängig vom Alter und der verbleibenden Arbeitsjahre des Sparer kann auf die Weise ein kleines Vermögen aufgebaut werden.

Versicherungen gekoppelt mit einer Kapitalanlage schließen die Lücke
Projiziert man diese Anlagenstrategie auf den dargestellten Fall der Angestellten, erhielte sie eine Riester-Rente in Höhe von 180 Euro. Dahingehend würde ihre Rentenlücke auf 380 Euro sinken. Betreibt sie zeitgleich noch eine betriebliche Altersvorsorge, stünde ihr zum Rentenzeitpunkt eine betriebliche Rente von 200 Euro zu. Somit würde sich die noch zu füllende Rentenlücke auf 180 Euro schmälern. Rechnet man die monatliche Rentenlücke von 180 Euro auf 35 Jahre des Rentenbezugs hoch, müsste die Angestellte 55.000 Euro ansparen, um ihren jetzigen Lebensstandard zu erhalten. Schließt sie beispielsweise eine Kapitalanlage mit einem Zinssatz von zwei Prozent bei einer Laufzeit von 25 Jahren ab, müsste sie eine monatliche Sparrate von 142 Euro aufwenden

Fazit

Je früher man sich mit der Berechnung der Rentenlücke auseinandersetzt, desto eher kann etwas gegen das späte Rentendefizit unternommen werden. Darüber hinaus müssen bei frühem Ansparbeginn weniger hohe Sparraten bewerkstelligt werden, als im fortgeschrittenen Alter.

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