Ist die Hunde­haftpflicht­versicherung Pflicht?

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Das erwartet Sie hier

Welche Vorgaben zur Hunde­haftpflicht­versicherung Sie in verschiedenen Bundesländern beachten müssen.


Das Wichtigste in Kürze

  • 9 Bundesländer schreiben den Abschluss einer Hunde­haftpflicht­versicherung mindestens für bestimmte Hunde vor.
  • In 6 Bundesländern gilt die Versicherungspflicht für alle Hunde: Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
  • Mecklenburg-Vorpommern ist das einzige Bundesland ohne jegliche Vorgaben zur Absicherung.
  • Die Hunde­haftpflicht­versicherung ist sinnvoll und günstig.

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  1. Wo gilt eine Versicherungspflicht?
  2. Diese Vorgaben gelten
  3. Eingeschränkte Versicherungspflicht
  4. Weitere Regelungen

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Welche Vorgaben zur Hunde­haftpflicht­versicherung Sie in verschiedenen Bundesländern beachten müssen.

Inhalt dieser Seite
  1. Wo gilt eine Versicherungspflicht?
  2. Diese Vorgaben gelten
  3. Eingeschränkte Versicherungspflicht
  4. Weitere Regelungen

Das Wichtigste in Kürze

  • 9 Bundesländer schreiben den Abschluss einer Hunde­haftpflicht­versicherung mindestens für bestimmte Hunde vor.
  • In 6 Bundesländern gilt die Versicherungspflicht für alle Hunde: Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
  • Mecklenburg-Vorpommern ist das einzige Bundesland ohne jegliche Vorgaben zur Absicherung.
  • Die Hunde­haftpflicht­versicherung ist sinnvoll und günstig.

Versicherungspflicht: Je nach Bundesland gelten andere Regeln

Die allgemeine Pflicht, eine Hunde­haftpflicht­versicherung abzuschließen, besteht nur in sechs Bundesländern. Allerdings stellt es nur Mecklenburg-Vorpommern den Hundebesitzern komplett frei, auf eine Versicherung zu verzichten. Die restlichen neun Bundesländer verlangen, zumindest für bestimmte Hunde, den Nachweis, dass eine entsprechende Hunde­haftpflicht­versicherung besteht.

Versicherungspflicht für alle HundehalterVersicherungspflicht für bestimmte Hundekeine Versicherungspflicht
BerlinBaden-WürttembergMecklenburg-Vorpommern
HamburgBayern
NiedersachsenBrandenburg
Sachsen-AnhaltBremen
Schleswig-HolsteinHessen
ThüringenNordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen

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Vorgaben zur Hunde­haftpflicht­versicherung

In sechs Bundesländern müssen alle Hundebesitzer unabhängig von der Rasse oder Größe ihres Hundes eine Hunde­haftpflicht­versicherung abschließen.

Lesen Sie hier die Reglungen im Kurz-Überblick

BundeslandVersicherungssummesonstige Regeln
BerlinPersonen- und Sachschäden:
Mind. 1 Million Euro
Selbstbeteiligung jährlich max. 500 Euro
HamburgPersonen- und Sachschäden:
Mind. 1 Million Euro
Selbstbeteiligung max. 500 Euro
NiedersachsenPersonenschäden: Mind. 500.000 Euro
Sachschäden: Mind. 250.000 Euro
Versicherungspflicht ab einem Alter von 6 Monaten
Sachsen-AnhaltPersonen- und Sachschäden: Mind. 1 Million Euro
Vermögensschäden: Mind. 50.000 Euro
Versicherungspflicht ab einem Alter von 3 Monaten
Schleswig-HolsteinPersonenschäden: Mind. 500.000 Euro
Sachschäden: Mind. 250.000 Euro
Versicherungspflicht ab einem Alter von 3 Monaten
ThüringenPersonenschäden: Mind. 500.000 Euro
Sach- und Vermögensschäden: Mind. 250.000 Euro

Wo finde ich die gesetzlichen Regelungen zur Hunde­haftpflicht?

Die Entscheidung, ob der Abschluss einer Hunde­haftpflicht­versicherung gesetzlich vorgeschrieben wird, fällt auf Länderebene. Dementsprechend finden sich die Regelungen und Vorgaben der einzelnen Bundesländer in den jeweiligen Landesgesetzen bzw. Verordnungen.

Experten-Tipp:

„Die Hunde­haftpflicht­versicherung ist gemessen am Versicherungsschutz relativ günstig. Einen umfassenden Schutz erhält man bereits für weniger als 100 Euro im Jahr. Daher sollten Hundebesitzer unabhängig von der Versicherungspflicht eine Versicherung haben.“

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Signatur von Martin Hacker
Martin Hacker
Berater

Reglungen in den Bundesländern mit eingeschränkter Versicherungspflicht

Abgesehen von Mecklenburg-Vorpommern haben alle Bundesländer mindestens eine eingeschränkte Versicherungspflicht für Hundehalter.

In den Bundesländern Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen gilt eine allgemeine Versicherungspflicht. Alle anderen Bundesländer schreiben den Nachweis über das Bestehen einer Hunde­haftpflicht­versicherung nur für bestimmte Hunde vor. Welche das im einzelnen sind, unterscheidet sich je nach Bundesland.

Baden-Württemberg

Versicherungspflicht gilt nur für Kampfhunde. Drei Rassen gelten in jedem Fall als Kampfhund (Pit Bull Terrier, Bullterrier, American Staffordshire Terrier). Halter dieser Hunde können jedoch durch einen Wesenstest zeigen, dass ihre Hunde nicht gefährlich sind. Andere Hunderassen können ­versicherungspflichtig werden, wenn eine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit festgestellt wird.

Bayern

Versicherungspflicht kann in einzelnen Gemeinden für Kampfhunde vorgeschrieben sein. Dabei wird in Bayern unterschieden in Hunde:

  • die unwiderlegbar als Kampfhunde gelten
  • die grundsätzlich als Kampfhunde gelten, deren Eigenschaft jedoch im Einzelfall durch ein sogenanntes Negativzeugnis widerlegt werden kann
  • die nicht als Kampfhunde gelten, jedoch mit dem Ziel einer erhöhten Aggressivität oder Gefährlichkeit ausgebildet wurden

Bremen

Versicherungspflicht gilt für Hunde, folgender Rassen (inkl. Kreuzungen):

  • Pitbull Terrier, Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier

Sowie für Hunde, die entsprechend der gesetzlichen Definition als gefährlich eingestuft werden.

Brandenburg

Versicherungspflicht gilt für gefährliche Hunde. Die Gefährlichkeit kann sich durch Rasse oder Verhalten des Hundes begründen. Einige Hunderassen gelten immer als gefährlich (Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier, Tosa Inu). Bei anderen Rassen können sich die Hundebesitzer durch Nachweis der Ungefährlichkeit des Hundes von der Versicherungspflicht befreien lassen.

Hessen

Versicherungspflicht gilt für Hunde, die aufgrund ihrer Rasse oder ihres Verhaltens als gefährlich eingestuft werden. Die Deckungssumme der Hunde­haftpflicht muss bei mindestens 500.000 Euro liegen.

Nordrhein-Westfalen

Hundehalter, deren Hunde aufgrund ihrer Rasse oder ihres Verhaltens als gefährlich eingestuft werden, unterliegen der Hunde­haftpflicht­versicherungspflicht. Diese gilt auch für Hunde, deren Widerristhöhe bei mindestens 40 cm liegt und/oder Hunde, die 20 kg oder mehr wiegen. Die Versicherungssumme für Personenschäden muss dabei mindestens 500.000 Euro, für Sach- und Vermögensschäden mindestens 250.000 Euro betragen.

Rheinland-Pfalz

Versicherungspflichtig sind Halter von Hunden, die aufgrund ihrer Rasse oder ihres Verhaltens als gefährlich eingestuft werden. Die Hunde­haftpflicht­versicherung muss mindestens folgende Versicherungssummen bieten:

  • Personenschäden: 500.000 Euro
  • Sachschäden 250.000 Euro

Saarland

Hunde, die aufgrund ihrer Rasse oder ihres Verhaltens als gefährlich eingestuft werden, benötigen eine Hunde­haftpflicht­versicherung. Diese muss jährlich nachgewiesen werden und mindestens folgende Deckungssummen bieten:

  • Personenschäden: 1 Million Euro
  • Sachschäden: 500.000 Euro

Sachsen

Versicherungspflicht gilt für Hunde, die einer bestimmten Rasse angehören oder Verhaltensauffälligkeiten zeigen.

Weitere Regelungen zur Haltung von Hunden

Abgesehen von der Pflicht eine Hunde­haftpflicht­versicherung abzuschließen, können die Bundesländer weitere Vorgaben machen. Gerade Besitzer von gefährlichen Hunden müssen einiges zu beachten.

Leinenzwang und Maulkorbpflicht

Gefährliche Hunde müssen in den meisten Bundesländern an der Leine geführt werden und zusätzlich einen Maulkorb tragen. Kommen Halter solcher Hunde diesen Verpflichtungen nicht nach, müssen sie unter Umständen mit Bußgeldern rechnen. Außerdem kann im Schadensfall der Versicherungsschutz erlöschen. Einige Versicherungsunternehmen verzichten allerdings auch bei gefährlichen Hunden auf den Leinen- und Maulkorbzwang.

Tipp: So finden Sie die richtige Versicherung

Wenden Sie sich an einen spezialisierten Versicherungsberater, wenn sie eine Hunde­haftpflicht­versicherung für einen sogenannten gefährlichen Hund abschließen möchten. Im Gespräch mit einem Fachmann findet sich für jeden Hund die passende Versicherung. Ansonsten nutzen Sie gern unseren kostenfreien Tarifrechner.

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