Hausrat­versicherung für die WG – So geht’s richtig (2022)

Foto von Nina Bruckmann
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Das erwartet Sie hier

Wie eine Hausrat­versicherung für die WG funktioniert und worauf Sie dabei besonders achten sollten.

Inhalt dieser Seite
  1. Mehr Menschen bedeuten mehr Wertsachen
  2. Wer muss in einer WG versichert sein?
  3. WG mit Gemeinschaftsmietvertrag
  4. Wohn­­gemeinschaft mit Untermietvertrag
  5. Studenten: Versicherungs­­schutz über die Eltern

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Leben in einer WG macht nicht nur Spaß, es ist auch sehr viel günstiger als alleine zu wohnen.
  • Nicht nur die Miete wird geteilt, auch andere Dinge wie z. B. Betriebskosten oder Lebensmittel können gemeinsam finanziert werden. So wird auch die Hausrat­versicherung von WG-Mitbewohnern gerne geteilt.
  • Dabei kommt häufig die Frage auf, inwieweit die Versicherung für Schäden in einer Wohn­gemeinschaft aufkommt und ob sie alle Mitbewohner einschließt.
  • Hierbei gibt es einige wichtige Regelungen, auf die man achten muss, wenn man sich entschließt, als Wohn­gemeinschaft eine gemeinsame Hausrat­versicherung abzuschließen.

Mehr Menschen bedeuten mehr Wertsachen

Da in Wohn­gemeinschaften mehrere Einzelpersonen leben, sind dort in der Regel auch mehr wertvolle Gegenstände vorhanden als in Single-Wohnungen oder bei Familien. Es geht dann gleich um mehrere PCs, Musikanlagen, andere Elektronikgeräte, Bargeld etc., die bei einem Einbruch gestohlen werden können. Und bei einem Brand oder einem Leitungswasserschaden muss die Wohn­gemeinschaft gemeinsam für die Bezahlung der oft sehr hohen Summen aufkommen.

Wer muss in einer WG versichert sein?

Generell ist der Hausrat einer Wohnung versichert, wenn der Versicherte Hauptmieter der Wohnung ist. Wenn er nur Untermieter ist, greift der Versicherungs­schutz nicht. Es gibt auch einige Versicherer, die eigens Hausrat­versicherungen für WGs anbieten. In den Vertragsklauseln ist dann explizit aufgeführt, dass auch die Einrichtungsgegenstände der Untermieter von dem Versicherungs­schutz eingeschlossen werden. Diese Tarife sind teilweise allerdings etwas teurer als normale Hausrattarife. Es sollte zudem geprüft werden, ob die Versicherung auf einen Änderungsvertrag bei Auszug verzichtet, da in Wohn­gemeinschaften häufig eine hohe Fluktuationsrate herrscht.

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Hausrat­versicherung auch bei vertraglicher Erwähnung keine Pflicht

In Deutschland ist der Abschluss einer Hausrat­versicherung nicht ver­pflichtend. Selbst dann nicht, wenn der Vermieter per Klausel im Vertrag festhält, dass vom Mieter eine Hausrat- oder Haftpflicht­versicherung abgeschlossen werden muss. Der Deutsche Mieterbund in Berlin hält diese Klauseln für unzulässig und beruft sich dabei auf ein Urteil des Landgerichts Berlin (AZ: 26 O 179/92).

1. Fall: WG mit Gemeinschaftsmietvertrag

Bei einem Gemeinschaftsmietvertrag stehen alle Bewohner der WG gleichberechtigt im Mietvertrag. Das hat in Bezug auf die Hausrat­versicherung den Vorteil, dass ein Bewohner einen Hausrat­versicherungsvertrag stellvertretend für alle anderen abschließen kann. Die Kosten für den Versicherungsvertrag können sich die Mitbewohner untereinander aufteilen. In der Regel handelt es sich nur um 2 bis 3 Euro im Monat, die dann jeder zahlen muss. Wenn der versicherte Mitbewohner auszieht, kann er den Vertrag auf einen anderen Bewohner übertragen oder ihn mit einer Frist von einem Monat kündigen. Der Nachteil an einem solchen Gruppenvertrag ist jedoch, dass öfter Schäden auftreten. Werden zu oft Schäden gemeldet, kann der Versicherer die Beiträge erhöhen oder den Vertrag kündigen.

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2. Fall: Wohn­gemeinschaft mit Untermietvertrag

Wenn es in der WG einen Hauptmieter gibt, der mit den anderen Mitbewohnern einen Untermietvertrag geschlossen hat, gilt die Hausrat­versicherung in der Regel nicht für die anderen Mitbewohner. In diesem Fall muss jeder Mitbewohner seinen eigenen Vertrag abschließen. Der Hauptmieter sollte in diesem Fall auch die Gemeinschaftsräume, wie Wohnzimmer, Küche und Bad absichern, die Untermieter sollten ihren persönlichen Wohnraum durch einen eigenen Vertrag absichern.

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Studenten: Versicherungs­schutz über die Eltern als Alternative

Ob man als Student noch über seine Eltern versichert ist, kommt auf die eigene Lebenssituation an. Wenn man noch zu Hause wohnt, ist man, solange man sich im Erststudium befindet, über die Eltern versichert. Auch wenn der Student auszieht, der Auszug jedoch zeitlich begrenzt ist und der Mietvertrag über die Eltern läuft, bleibt die elterliche private Haftpflicht­versicherung bestehen. Sie läuft dann als sogenannte „Außen­versicherung“ weiter. Dabei muss der Hausrat des Studenten zum Großteil von den Eltern gestellt sein. Möblierte Studentenwohnheim-Zimmer gelten nicht als eigener Hausstand und können über die Hausrat­versicherung der Eltern abgesichert werden. In der Außen­versicherung ist der Hausrat jedoch niedriger versichert, als in der Haupt­versicherung. In der Regel ist ein beschädigter Gegenstand in der Außen­versicherung zu einem Betrag zwischen 10 und teilweise sogar rund 40 Prozent der Versicherungssumme der elterlichen Hausrat­versicherung versichert. Dies kommt ganz auf den gewählten Versicherer an.

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