Pflegezusatz­versicherung

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Das erwartet Sie hier

Was kostet eine gute Pflegezusatz­versicherung, was für Leistungen werden übernommen und für wen ist sie wirklich sinnvoll.

Inhalt dieser Seite
  1. Ergänzende Pflegezusatz­­versicherung
  2. Leistungen
  3. Staatliche Förderung mit dem Pflege Bahr
  4. Kosten (mit Beispiel)
  5. Wartezeiten

Das Wichtige in Kürze

  • Private Pflegezusatz­versicherungen ergänzen die Leistungen der gesetzlichen Absicherung zur bestmöglichen Deckung Ihrer späteren Pflegekosten.
  • Experten empfehlen hier das Pflegetagegeld – am besten mit Förderung durch Pflege-Bahr.

Ergänzende Pflegezusatz­versicherung

Aus der Grundabsicherung im Pflegefall entsteht Ihnen trotz gesetzlicher Pflege­versicherung eine Versorgungslücke. Unter den privaten Kranken­zusatz­versicherungen eignet sich hier die Pflegezusatz­versicherung zur Ergänzung. Am Ende lohnt sich die Absicherung auch für die Angehörigen der Pflegebedürftigen.

Abhängig von Ihrer Einstufung in einen der fünf Pflegegrade durch den stehen Ihnen grundlegende oder erweiterte Leistungen auch aus Ihrer Pflegezusatz­versicherung zu. Mitglieder der gesetzlichen Kranken­­versicherung werden vom medizinischen Dienst der Kranken­kassen (MDK) begutachtet und je nach Bedürftigkeit eingestuft.

Expertinnen-Tipp:

„Die Chance dafür, dass man im Alter pflegebedürftig wird, ist mittlerweile relativ hoch. Man schätzt, jeder zweite Mann und drei Viertel aller Frauen werden im Alter auf Hilfe angewiesen sein. Gute Pflege kann schnell sehr teuer werden. Daher ist es auch ratsam, sich rechtzeitig abzusichern. Die ergänzende Pflegezusatz­versicherung dient dazu noch der Vermögens­sicherung.“

Foto von Katharina Krech
Signatur von Katharina Krech
Katharina Krech
Beraterin

Pflege­versicherung zur Entlastung der Angehörigen

Haben Sie bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit eine private Pflege­versicherung abgeschlossen, dann entlasten Sie damit auch die eigenen Angehörigen. Denn Kinder sind gesetzlich dazu verpflichtet, finanziell zu Ihrer Pflege beizutragen. Über den Freibetrag hinaus können Sie je nach Schwere des Pflegefalls Ihren Angehörigen spürbar zur Last fallen.

Das Schließen von Versorgungslücken kommt entsprechend auch Ihrer Familie zugute. Mit einer Police sichern Sie sich und Ihre Liebsten finanziell ab. Es ist sogar möglich, dass Kinder die Beiträge zur Pflegezusatz­versicherung ihrer Eltern zahlen.

Leistungen einer Pflegezusatz­versicherung

Grundsätzlich handelt es sich bei der privaten Pflegezusatz­versicherung um eine Risiko­versicherung. Das bedeutet für Sie, dass Beiträge für den Pflegefall einbezahlt werden. Tritt dieser allerdings nie ein, verbleiben die Zahlungen beim Versicherer. Dafür kommt Ihre Pflege­versicherung im Ernstfall nicht um Leistungen herum.

Sie haben häufig die Wahl zwischen verschiedenen Varianten der Pflegezusatz­versicherung. Welche sich für Sie dabei am besten eignet, muss individuell geklärt werden. Die Auszahlung kann in Form eines Pflegetagegelds, einer Pflegekosten­versicherung oder einer Pflegerenten­versicherung vereinbart werden.


Zusatz­versicherung für Pflegetagegeld

Falls Sie Ihre Pflege lieber privat organisieren, ist ein Pflegetagegeld häufig die beste Option. Denn mit den Auszahlungen können Sie die Kosten nach eigenem Ermessen begleichen, so wie sie anfallen. Die Leistungen liegen dabei für stationäre Pflege etwas höher, weil hier zusätzliche Ausgaben berücksichtigt werden müssen.

Ähnlich zur privaten Kranken­tagegeld­­versicherung müssen Sie Ihre Ausgaben nicht nachweisen. Stattdessen können Sie vom Pflegetagegeld frei Gebrauch machen. Damit bleiben Sie flexibel und können sich gleichzeitig auf regelmäßige Einnahmen zur Finanzierung Ihrer Pflege verlassen.


Pflegekostentarife

Entscheiden Sie sich für die Variante der Pflegekosten­versicherung, erhalten Sie eine Pflegezusatz­versicherung ergänzend zu den gesetzlichen Leistungen. Meist wird Ihnen zu den Kosten der Pflege ein vereinbarter Anteil zugezahlt.

Weil es sich hier um ein Zuschussmodell handelt, müssen Sie die tatsächlichen Pflegekosten gegenüber Ihrem Versicherer einzeln nachweisen können. Schließlich wird nur von Leistung zu Leistung gezahlt und nicht pauschal für den Zeitraum Ihrer Pflege. Welche Pflegedienste dabei versichert sind, richtet sich nach den Leistungen Ihrer gesetzlichen Pflege­versicherung. Deshalb lohnt sich eine Pflegezusatz­versicherung nach dieser Variante nur bei Nutzung professioneller Pflegedienste.


Zusatz­versicherung für private Pflegerente

Es gibt als drittes Modell noch die private Renten­versicherung speziell für den Pflegefall. Als Pflegerenten­versicherung können Sie sich bei eintretender Pflegebedürftigkeit eine lebenslange Rente auszahlen lassen. Ihre Pflegerente ist einzig an die Bedingung gekoppelt, dass Ihnen Pflegebedürftigkeit zuerkannt wird.

Sobald Sie diese Voraussetzung erfüllen, können Sie wie bei einem Tagegeld frei über die Auszahlung verfügen. Entscheidend ist vor allem, ob Ihre Pflegezusatz­versicherung in dieser Form an die Einstufung in einen bestimmten Pflegegrad gebunden ist. Achten Sie deshalb schon beim Tarifvergleich auf solche Leistungs­­bedingungen.


Umfang der Leistungen vom Pflegegrad abhängig

Gerade beim Pflegetagegeld sollten Sie wissen, dass Sie die vollen Leistungen erst mit einem hohen Pflegegrad erhalten. 100 Prozent der versicherten Auszahlung stehen Ihnen nur zu, falls Sie schwerst beeinträchtigt sind und besondere pflegerische Versorgung benötigen. Bei geringerer Einstufung Ihrer Pflegebedürftigkeit zahlt Ihr Versicherer ein entsprechend verringertes Pflegetagegeld. Mit Ihren Beitrags­zahlungen können Sie jeden Pflegegrad absichern.

Ähnlich verhält es sich deshalb mit den Leistungen der Pflegepflicht­versicherung. Die höchsten Auszahlungen erfolgen an die Betroffenen mit der größten Bedürftigkeit. So wird Ihnen auch die private Pflegezusatz­versicherung bei Pflegegrad 1 oder Pflegegrad 2 nur einen Anteil des maximal möglichen Pflegetagegeldes auszahlen.


Staatliche Förderung mit dem Pflege-Bahr

Allein kann auch der Pflege-Bahr nicht Ihre Versorgungslücke schließen. Aber die staatliche Förderung kann ein hilfreicher Baustein dabei sein. Sie schließen den Pflege-Bahr bei dem Anbieter Ihrer Wahl ab. Die Versicherungs­gesellschaft übernimmt den Antrag auf staatliche Förderung und Sie müssen sich mit diesem Teil des Vorganges nicht weiter befassen.

Unter der Bezeichnung Pflege-Bahr werden nur Tarife für ein Pflegetagegeld angeboten. Die Förderung richtet sich nach Ihren Einzahlungen in die Pflegezusatz­versicherung. Ab einer Mindest­summe von 10 Euro im Monat erhält Ihre Police 5 Euro monatliche Förderung. Die Leistungen sind wiederum begrenzt. Aus einer Pflege-Bahr-Versicherung erhalten Sie höchstens das Zweifache von dem, was die gesetzliche Pflege­versicherung vorsieht.

Kostenfreier Tarifvergleich zur privaten Pflegezusatz­versicherung

Passgenau und individuell von unseren mehrfach ausgezeichneten Experten erstellt.

Kosten einer Pflegezusatz­versicherung

Rechenbeispiel

Alter35
Chronische Erkrankungennein
PflegetagessatzTages­satz 50 €
Monatlicher Beitrag27,30 €

Kosten sind unabhängig vom Einkommen

Die Höhe Ihres Beitrags­satzes wird unabhängig von Ihrem Einkommen berechnet. Ausschlaggebend für Ihre Kosten sind drei Faktoren. Zunächst bestimmen die von Ihnen gewählten Leistungen über die Prämie. Hinzu kommt Ihr Alter und Ihr Gesundheits­zustand zum Zeitpunkt der Antragstellung.

Was kostet Sie eine private Pflegezusatz­versicherung?

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Wartezeiten bei der Pflegezusatz­versicherung

Mit dem Abschluss einer privaten Pflegezusatz­versicherung kann eine Wartezeit von einigen Jahren verbunden sein. Die genaue Dauer, bis Sie Leistungen in Anspruch nehmen können, wird in Ihrer Police festgelegt. Berücksichtigen Sie beim Tarifvergleich, ob und wie lang eine Wartezeit vorgesehen ist.

Es gibt schließlich auch Angebote, bei denen die Versicherer ganz auf eine Wartezeit verzichten. Im Regelfall aber sollte Ihre Pflegebedürftigkeit erst einige Zeit nach Vertragsabschluss eintreten, um von Ihrer Zusatz­versicherung auch Gebrauch machen zu können.

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Katharina Tennius
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