Altersvorsorge für Ältere

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Das erwartet Sie hier

Welche Optionen Sie für die Altersvorsorge haben, wenn nicht mehr viel Zeit bis zur Rente bleibt.

Inhalt dieser Seite
  1. Altersvorsorge für Späteinsteiger
  2. Die richtige Altersvorsorge für Ihr Alter
  3. Einmalzahlung für garantierte Rente
  4. Aktuelle Testergebnisse
  5. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der Altersvorsorge zahlt es sich aus, so früh wie möglich damit anzufangen. Die ­gesetzliche Rente allein reicht oftmals nicht aus.
  • Auch jenseits der 40, 50 oder 60 kann es sich noch lohnen, eine betriebliche Altersvorsorge, eine Riester- oder Rürup-Rente abzuschließen.
  • Wer kurz vor Rentenbeginn eine größere Geldsumme zur Verfügung hat, kann diese als Einmalzahlung für die Optimierung der Altersvorsorge einsetzen.

So sieht eine gute Alters­vorsorge für Späteinsteiger aus

Darum ist Altersvorsorge wichtig

Bei vielen Menschen gibt es eine Lücke zwischen der ­gesetzlichen Rente und ihrem tatsächlichen Bedarf im Alter und das wird sich in Zukunft noch verstärken. Besonders groß ist die Lücke häufig bei Personen, die z.B. wegen Kindererziehungszeiten zeitweise mit der Arbeit aussetzen mussten oder viel in Teilzeit gearbeitet haben. Insbesondere Frauen sind hier betroffen. Doch selbst Personen, die mehr als 40 Jahre durchgehend in Vollzeit gearbeitet haben, können schließlich feststellen, dass ihre ­gesetzliche Rente nicht genügt.

Darum ist es wichtig, die bestehende Absicherung für das Alter durch privates Sparen zu ergänzen. Idealerweise sollte man dies bereits in jungen Jahren tun, aber auch jenseits der 40 oder 50 oder sogar in den letzten Jahren vor Rentenbeginn ist es noch nicht zu spät, um in eine bessere Versorgung im Alter zu investieren.

So ermitteln Sie Ihre Rentenlücke

So sieht gute Altersvorsorge für ältere Sparende aus

Eine gute Altersvorsorge ist exakt auf Ihre Situation angepasst. Sie berücksichtigt unter anderem die folgenden Aspekte:

  • Ihr Alter beim Beginn Ihrer Investitionen in die Altersvorsorge
  • Ihre berufliche Situation (angestellt, selbständig, nicht berufstätig, …)
  • Ihre Familiensituation
  • Ihre Zukunftspläne (Immobilienkauf etc.)
  • Ihr voraussichtliches Alter bei Renteneintritt
  • Das Kapital, das Ihnen aktuell zur Verfügung steht

Auf der Grundlage dieser Informationen lässt sich ein Plan erarbeiten, wie sie auch als Späteinsteiger:in in der Altersvorsorge ihr Einkommen im Alter optimieren können.

Das müssen ältere Sparende beachten

Wenn Sie zum Thema Altersvorsorge recherchieren, wird ihnen wieder und wieder die Empfehlung begegnen, früh mit der Altersvorsorge zu beginnen. Und tatsächlich sind Personen, die schon in ihren 20ern oder 30ern mit dem Sparen beginnen, in mehrfacher Hinsicht im Vorteil. Wer erst in höherem Alter mit der Altersvorsorge beginnt, muss oft höhere Summen auf einmal aufwenden, um in den Genuss einer soliden Altersvorsorge zu kommen. Glücklicherweise gibt es jedoch auch für Personen, die kurz vor dem Rentenbeginn stehen, mehrere Optionen, wie sie Rentenlücken schließen oder verkleinern können. Insbesondere die verschiedenen Möglichkeiten, Ihre Situation durch Einmalzahlungen zu verbessern, sollten Sie sich genau ansehen.

Altersvorsorge: Unser großer Überblick


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Einstieg in die Altersvorsorge: Diesen Unterschied macht Ihr Alter

Altersvorsorge ab 30

Sparende, die in ihren 30ern mit der Altersvorsorge beginnen, profitieren davon, dass ihnen noch relativ viel Zeit bis zur Rente bleibt. Ihnen stehen viele Optionen zur Altersvorsorge offen. Welche davon besonders attraktiv sind, hängt stark von der individuellen Lebenssituation ab. Selbständige und gutverdienende Angestellte profitieren z.B. besonders von den Steuervorteilen in der Basisrente.

Gerade für Angestellte mit mehreren Kindern kann auch eine Riester-Rente eine attraktive Option sein, da über die Jahre sehr viel Förderung zusammenkommt. Die betriebliche Altersvorsorge ist ebenfalls oft eine gute Option, um für das Alter vorzusorgen und bietet Vorteile bei Steuern und Sozialabgaben.

Auch der Kauf einer Immobilie, in der man dann im Alter mietfrei wohnen bzw. die man vermieten kann, kommt in Frage. Wenn man sie selbst nutzen möchte, ist eine Finanzierung über den Wohn-Rieser möglich. Ebenso gibt es die Möglichkeit, eine nicht geförderte Form der privaten Altersvorsorge abzuschließen, z.B. eine fondsgebundene private Renten­versicherung. Flexibles Sparen, z.B. mit Investmentfonds oder ETFs, hilft ebenfalls, fürs Alter Vermögen aufzubauen. Was Sie dabei beachten müssen, können Sie hier nachlesen:

Geld anlegen: Das sind unsere Empfehlungen


Icon Zeit ist Geld

Altersvorsorge ab 40

Auch wer über 40 ist, hat gute Chancen, sich eine solide Altersvorsorge aufzubauen, sollte jedoch schnellstmöglich damit beginnen. Die Optionen hier sind mehr oder weniger die gleichen wie bei Sparenden in ihren 30ern und es hängt weiterhin stark von der individuellen Situation ab, welche Form der Altersvorsorge die richtige ist.

Altersvorsorge ab 50

Auch mit 50 kann man noch stark von einer betrieblichen Altersvorsorge oder einer Basis-Rente profitieren. Wenn noch 15 Jahre oder mehr bis zur Rente bleiben, kann sich auch noch ein Riester-Fondssparplan lohnen. Bei einer kurzen Laufzeit ist allerdings oftmals die Rendite einer Basis- oder Rürup-Rente besser. Altersvorsorge mit Aktien und Fonds, z.B. einem ETF-Sparplan, bietet ein gewisses Risiko, aber auch die Chance auf eine gute Rendite. Sie funktioniert am besten, wenn man das Ersparte vor Rentenbeginn je nach Wertentwicklung in Festgeld umwandelt, oder aber flexibel beim Entnahmezeitpunkt ist, sodass man eine günstige Kursentwicklung abwarten kann.

Altersvorsorge ab 60

Wer in der ­gesetzlichen Renten­versicherung versichert ist und z.B. eine Rentenminderung ausgleichen möchte, kann dies durch zusätzliche Zahlungen an die Renten­versicherung ausgleichen. Weitestgehend Selbständige können mit zusätzlichen Beiträgen auch dafür sorgen, dass sie die Wartezeit in der ­gesetzlichen Renten­versicherung erfüllen und so überhaupt erst einen Anspruch auf Leistungen aus dieser haben.

Darüber hinaus kann auch jetzt noch eine Basis- oder Riester-Rente oder betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen werden, wobei ebenfalls gilt, dass eine kurze Laufzeit die Riester-Rente oftmals weniger lohnenswert macht.

Hat man eine größere Geldsumme zur Verfügung, kann diese über eine Sofortrente in eine garantierte monatliche Rente umgewandelt werden. Auch der Kauf einer vermieteten Immobilie kommt unter Umständen in Frage.


Welche Formen der Altersvorsorge lohnen sich nicht?

Teilweise hängt es vom Alter ab, welche Formen der Altersvorsorge sich nicht länger oder weniger lohnen, aber oft sind auch weitere individuelle Faktoren im Spiel. Eine wichtige Rolle spielen beispielsweise Einkommen und Steuersatz sowie die Höhe der geplanten Einzahlungen im Jahr. Einige Formen der Altersvorsorge haben jedoch allgemein stark an Attraktivität verloren. So lohnt es sich z.B. angesichts der sehr niedrigen Zinsen mittlerweile kaum noch, eine Kapitallebens­versicherung abzuschließen.

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Rente durch Einmalzahlung: Eine Option für Späteinsteiger

Einmalige Zahlung für garantierte Rente

Eine wichtige Option für Späteinsteiger:innen bei der Altersvorsorge sind Einmalzahlungen, bei denen man eine größere Geldsumme einsetzt, um eine Renten­versicherung abzuschließen oder aber die späteren monatlichen Zahlungen einer bereits bestehenden Rentenzahlung aufzubessern. Diese sind in mehreren Kontexten möglich.


Gesetzliche Renten­versicherung

Wer nicht bis zum offiziellen Renteneintrittsalter arbeitet, muss mit Abschlägen rechnen. Allerdings ist es möglich, eine Sonderzahlung zu leisten, um diese auszugleichen. Wie hoch diese ausfallen muss, können sie einer besonderen Rentenauskunft entnehmen, die sie bei der Renten­versicherung beantragen.

Früher in Rente – das sollten Sie beachten


Basis- bzw. Rürup-Rente

Wer eine Basis- oder Rürup-Rente abgeschlossen hat, kann bei einigen Tarifen zusätzlich zu den normalen monatlichen Beiträgen einmalig eine größere Summe einzahlen, um die späteren Auszahlungen zu erhöhen. 2022 wird hierbei ein Betrag von bis zu 25.639 Euro steuerlich gefördert. Für Paare gilt die doppelte Summe.

Sofortrente

Eine Variante der privaten Renten­versicherung ist die Sofort-Rente: Bei dieser zahlt man einmalig eine große Summe ein und erhält im Gegenzug eine lebenslange monatliche Rente. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten der Ausgestaltung, z.B. in Bezug auf den Beginn der Auszahlung, eine Dynamik in der Rente oder auf die Versorgung von Hinterbliebenen. Neben den regulären Auszahlungen sind auch zusätzliche Kapitalentnahmen möglich. Eine Sofortrente bietet sich z.B. für ältere Menschen an, die durch Ersparnisse oder ein Erbe über eine größere Geldsumme verfügen.

Mehr zur Sofortrente

Altersvorsorge für Ältere im Test

Icon Stern

Bei der Entscheidung für einen Anbieter oder ein Produkt der Altersvorsorge bieten unabhängige Tests Orientierung. Auf unseren Seiten zu den einzelnen Altersvorsorgeprodukten finden Sie zusätzlich zu ausführlichen Erklärungen über deren Funktionsweise auch Informationen darüber, welche Anbieter und Tarife unabhängige Analysehäuser besonders überzeugen konnten. Einen allgemeinen Vergleich finden Sie hier:

Anbieter der Altersvorsorge im Test

Fazit

Falls Sie sich bisher nicht mit Ihrer Altersvorsorge auseinander­gesetzt haben, sollten Sie dies so bald wie möglich tun. Je nachdem, wie viel Zeit Ihnen noch bis zur Rente bleibt und wie Ihre berufliche, familiäre und finanzielle Situation aussieht, bieten sich hier verschiedene Spar- und Vorsorgeprodukte an. Falls Sie über eine signifikante Geldsumme verfügen und kurz vor dem Renteneintritt stehen, sollten Sie sich unter anderem die verschiedenen Optionen dafür anschauen, mit einer Einmalzahlung eine monatliche Rente zu erwerben oder aufzubessern. Und auch wenn Sie bereits in jungen Jahren Verträge für die Altersvorsorge abgeschlossen haben, lohnt es sich, in den Jahren vor dem Ruhestand noch einmal innezuhalten und durchzurechnen, ob das Geld ausreicht, um z.B. einen in der Zwischenzeit gestiegenen Lebensstandard zu halten.

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Die häufigsten Fragen zur Altersvorsorge für Ältere

Was kann man mit 50 Jahren noch für die Rente tun?

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Wer über 50 ist, hat nicht mehr viel Zeit, sich um die Altersvorsorge zu kümmern, aber es ist auch noch nicht zu spät dafür. Hier lohnt es sich, die eigene berufliche und finanzielle Situation anzuschauen und z.B. über den Abschluss einer geförderten Altersvorsorge wie der Basisrente oder einer betrieblichen Altersvorsorge nachzudenken, eine private Renten­versicherung abzuschließen oder z.B. mit Aktion oder Fonds zu sparen. Kurz vor der Rente kann es sich lohnen, größere Ersparnisse in eine Sofortrente umzuwandeln.

Welche Rentenvorsorge ist sinnvoll?

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Welche Rentenvorsorge sinnvoll oder überhaupt möglich ist, hängt stark davon ab, wie Ihre Arbeit vor der Rente aussah, aber auch von Ihrer familiären Situation, Ihren Plänen für die Zukunft (z.B. ob Sie lieber in eine Rente oder in mietfreies Wohnen im Alter investieren wollen) und von Ihrer Risikobereitschaft beim Geld anlegen. Am besten verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre bestehenden Lücken bei der Versorgung im Alter und informieren sich anschließend über die verschiedenen Möglichkeiten zur privaten Altersvorsorge. Beachten Sie jedoch, dass einige Arten der Altersvorsorge – z.B. der mittlerweile kaum noch angebotene Riester-Banksparplan oder die Kapitallebens­versicherung – durch die aktuell sehr niedrigen Zinsen nur noch sehr schlechte Rendite-Chancen bieten.

Was ist die beste Altersvorsorge für Arbeitnehmer?

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Welche Altersvorsorge besonders gut für Angestellte geeignet ist, hängt stark von deren individueller familiärer und finanzieller Situation ab. Eltern mehrerer Kinder können z.B. besonders von der Kinderzulage in der Riester-Rente profitieren, während wieder andere Angestellte mit einer Basis- bzw. Rürup-Rente besser gestellt sind. Für sehr viele Angestellte lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge, auch wenn es auch hier Fälle gibt, in sie eine weniger geeignete Vorsorgeform darstellt.

Wann ist es zu spät für die Altersvorsorge?

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Es zahlt sich in jedem Fall aus, sich frühzeitig mit der Thematik Altersvorsorge auseinanderzusetzen und z.B. eine Basisrente oder betriebliche Altersvorsorge abzuschließen, sodass sich über lange Zeit Ersparnisse fürs Alter ansammeln können und man maximal von Zinsen profitiert. Doch auch wenn es mit Nachteilen einhergeht, sich erst spät um die Altersvorsorge zu kümmern bzw. erst spät darum kümmern zu können, gibt es selbst kurz vor Rentenbeginn noch mehrere Möglichkeiten, das Einkommen im Alter zu optimieren.

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Katharina Tennius
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