Be­rufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung mit 50 Jahren abschließen

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von Swantje Niemann
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Wie Sie auch mit über 50 Jahren noch eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abschließen können und welche Bedingungen Sie dabei beachten sollten.

Inhalt dieser Seite
  1. Berufs­­unfähigkeits­­versicherung mit 50+
  2. Bedingungen für Personen über 50
  3. Kosten (inkl. Rechenbeispiel)
  4. Welche Laufzeit sollten Sie vereinbaren?

Das Wichtige in Kürze

  • Der Abschluss einer Be­rufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung (BU) ist auch noch mit 50 Jahren oder mehr möglich.
  • Für ältere Kunden gelten grund­sätzlich die gleichen Kriterien wie für jüngere Antragsteller.
  • Berücksichtigt werden Faktoren wie Berufs­­risiko, Vorer­krankungen, aktueller gesund­heit­licher Zustand und riskante Hobbys.
  • Sie sollten lediglich mit höheren Beiträgen als bei Abschluss in jüngeren Jahren rechnen, da Versicherer hier einen Prämiensprung aufgrund des Alters vorsehen.

Be­rufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung für die Generation 50+

Die Möglichkeit, im Alter von 50 Jahren oder mehr noch eine Be­rufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung (BU) abschließen zu können, ist grundsätzlich möglich. Sie müssen lediglich auf mehrere Faktoren achten. Grund­sätzlich ist es empfehlens­wert, eine Berufs­unfähigkeits­versicherung so früh wie möglich abzuschließen. Im jüngeren Alter sind die Beiträge niedriger und der frühe Abschluss bietet eine Absicherung über einen längeren Zeitraum. Dennoch ist ein höheres Alter kein unbedingtes Ausschluss­kriterium. Versicherer kalkulieren das Risiko des Leistungs­falls auf Basis mehrerer Faktoren.


Hohes Alter ist nicht immer ein Nachteil in der Berufs­unfähigkeits­versicherung

Das Alter und die Ursachen für die Berufs­­unfähig­keit sind miteinander verknüpft, doch nicht immer ist dies für die ältere Generation von Nachteil. Beispielsweise wissen Versicherer, dass das Risiko eines Unfalls in jüngeren Jahren tendenziell höher ist. Menschen über 50 Jahren werden seltener infolge eines Unfalls berufsunfähig. Hinsichtlich Erkrankungen liegt in nahezu allen Alters­schichten eine vergleichbare Wahr­schein­lich­keit vor, berufsunfähig zu werden. Dies gilt insbesondere für psychische Erkrankungen wie Burnout oder Depression, die in 30 Prozent aller Fälle die Ursache für eine Berufs­­unfähig­keit bilden. Dennoch gehen Versicherer insgesamt von einem steigenden Risiko älterer Versicherungs­­nehmer aus.

Voraussetzungen für eine BU mit 50

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Damit Versicherer Kunden ab 50 Jahren den Antrag auf eine Berufs­unfähigkeits­versicherung genehmigen, sollten sie grund­sätzlich die gleichen Voraus­setzungen erfüllen wie jüngere Antrag­steller. Dazu gehören u. a.:

  • Möglichst wenige gesund­heitliche Beschwerden haben
  • Keinen riskanten Beruf ausüben
  • Keinen gefährlichen Hobbys nachgehen

Je mehr diese Punkte auf Interessenten über 50 Jahren zutreffen, desto höher ist ihre Chance, eine gute und faire Be­rufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung zu bekommen.

Bedingungen und Konditionen für Versicherte ab 50

Versicherungs­­kunden ab 50 können grundsätzlich nicht mit den gleichen Beitrags­­sätzen rechnen wie jüngere Versicherte. Weiterhin achten Versiche­rungs­unter­nehmen bei älteren Kunden noch stärker darauf, dass andere Risiko­faktoren ausgeschlossen sind. Das Risiko des Berufs­ oder des Hobbys wird beispielsweise genauer betrachtet.

Die Berufs­gruppe

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Die Berufs­gruppe ist für die Be­rufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung einer der wichtigsten Faktoren, wenn es um die Bestimmung der Bedingungen für Versicherte geht. Wer sich beruflich einem Risiko aussetzt, muss mit höheren Beiträgen rechnen und zahlt für die Absicherung entsprechend mehr. Das Eintritts­alter hat im Hinblick auf die Berufs­­gruppe eine besondere Bedeutung für die Kondi­tionen der meisten Versicherer.

Bei den meisten Gesell­schaften steigen die Beiträge mit dem Alter nur geringfügig an, wenn der Versicherungs­­nehmer einen wenig riskanten Bürojob ausübt. Ist ein Versicherter hingegen in einem gefährlicheren Beruf tätig (etwa als Handwerker mit körperlicher Belastung), hat der Faktor Berufs­­gruppe einen stärkeren Einfluss auf die Beiträge bei höherem Eintritts­alter.

Die meisten Versicherer sehen die Einordnung der Berufe in bestimmte Risiko­klassen vor. Anhand dieser bestimmen sie im Einzelfall den Einfluss des Berufs­ auf die Genehmigung des Antrags beziehungs­weise auf die zu zahlenden Beiträge. Hier sollten Interessenten jedoch beachten: Jeder Versicherer kalkuliert unterschiedlich. Besonders was die sog. Gefahren­klassen betrifft, kann die Einschätzung unter den Gesell­schaften anders ausfallen. Ein Bürojob kann bei der einen Versicherung als harmlos, bei der anderen als besonders gefährdet gelten.

Die Gesundheits­prüfung

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Auch bei der Gesundheits­­prüfung hat das Alter einen Einfluss. Die Wahr­schein­lichkeit, bestimmte Vorer­krankungen zu haben, nimmt mit längerer Lebens­dauer zu. Ebenso steigt die Wahrscheinlichkeit, im Alter bestimmte Beschwerden zu entwickeln. Die Ergebnisse der Gesundheits­prüfung haben einen entscheidenden Einfluss darauf, ob Versicherer den Antrag genehmigen. Ebenso sind die Ergebnisse ausschlag­gebend, wenn es um die Berechnung der Prämienhöhe geht.

Auch bei hohem Eintritts­alter gilt: Die Gesundheits­­fragen der Berufs­unfähigkeits­versicherung sollten möglichst genau, gewissenhaft und wahrheitsgemäß beantwortet werden. Ältere Interessenten mit einer längeren Kranken­­geschichte sollten ihre Patientenakten der behandelnden Ärzte einfordern, um nichts zu vergessen.

Typische Gesundheits­fragen der Berufs­unfähigkeits­versicherung

Experten-Tipp:

„Möchten Sie im fortgeschrittenen Alter noch eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abschließen, dann lassen Sie sich gerne von uns unterstützen. Durch eine anonyme Risikovoranfrage laufen Sie nicht Gefahr, dass Sie im Falle einer Ablehnung auf einer Art schwarzen Liste landen. Dies könnte für Sie die Chance verringern, bei einem anderen Versicherer aufgenommen zu werden.“

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Alexander Velden
Berater

Welche Rolle spielt das Alter in der Berufs­unfähigkeits­versicherung überhaupt?

Versicherer machen die zu zahlenden Prämien unter anderem vom Eintrittsalter abhängig. Junge Versicherte zwischen 20 und 30 Jahren profitieren meist von sehr geringen Beiträgen. Deswegen ist die BU für Studenten und Azubis auch so attraktiv. Die Beiträge bleiben dabei dauerhaft günstig.


Risikozunahme im Alter

Der wesentliche Grund für mögliche Prämien­sprünge liegt im Risiko­management der Versicherer: Versicherungs­­gesell­schaften gehen von einem im Alter steigenden Risiko der Berufs­unfähigkeit aus. Dieser Zusammenhang wird auch bei Betrachtung der Zahlen der gesetzlichen Renten­­versicherung deutlich: hier zeigt sich in der Verteilung der genehmigten Renten aufgrund verminderter Erwerbs­­fähigkeit ein direkter Zusammenhang mit einem höheren Lebensalter.


BU-Tarifvergleich hilft weiter

Wie hoch der Einfluss des Eintritts­alters auf die Beiträge zur Versicherung ausfällt, obliegt den jeweiligen Berechnungen der Versicherungs­­mathe­matik der Unternehmen. Hier ist für Interessenten ein umfassender Vergleich der Tarife, Prämien und Konditionen im Vorfeld von hoher Bedeutung. Unsere BU-Experten helfen Ihnen gerne, die richtige Absicherung zu finden, egal wie alt Sie sind. Im Beitrag zur BU-Beratung lesen Sie, wie das Ganze bei uns abläuft. Kontaktieren Sie unser Makler-Team oder nutzen Sie unseren kostenfreien Tarifrechner, um ein individuelles Angebot zu erhalten.

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Wie viel kostet eine Berufs­unfähigkeits­versicherung mit 50+?

Die Kosten einer Be­rufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung werden für jeden Fall individuell berechnet. Dafür spielen viele Faktoren eine Rolle. Pauschal kann man daher nicht sagen, wie viel eine Berufs­unfähigkeits­versicherung für 50-Jährige kostet. Die folgende Rechen­beispiele basieren auf Verträgen unserer Kunden und sollen Ihnen eine Orientierung bieten.

Alter zu VertragsbeginnBeitrag (monatlich)
23 Jahre62 €
29 Jahre81 €
41 Jahre108 €
51 Jahre120 €

Beachten Sie: Die genaue Höhe des Beitrages hängt nicht nur vom Eintrittsalter ab. Daneben spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die Einfluss auf die Kosten einer Be­rufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung haben können.

Was kostet Sie eine Berufs­unfähigkeits­versicherung?

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Berufs­unfähigkeits­versicherung mit 50: Welche Laufzeit sollte vereinbart werden?

Gerade älteren Kunden bieten Versicherer gerne an, das Endalter in der Laufzeit zu verringern. Dies erscheint attraktiv, da ein höheres Endalter bzw. eine längere Laufzeit auch höhere Beiträge bedeuten. Doch auch ältere Versicherungs­­nehmer sollten darauf achten, einen Vertrag mit einer Laufzeit bis ins Renten­alter zu wählen. Auf diese Weise lassen sich Ver­sorgungs­lücken vermeiden, falls die Berufs­­unfähig­keit vor dem Rentenalter eintritt.

Eine Reduktion der Rest­laufzeit kommt daher nur in Frage, wenn Versicherte für diese Über­brückungs­zeit ein hinreichendes finanzielles Polster haben. In der Regel sind Versicherungs­­nehmer auf der sicheren Seite, die Laufzeit des Vertrages hinreichend lang zu wählen. Aus diesem Grunde sollte der BU-Vertrag prinzipiell bis zum Renten­eintritts­alter (im Regelfall 67 Jahre) laufen.

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