Be­rufs­un­fähig­keits­ver­siche­rung ab 50 Jahren abschließen

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Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung ist auch ab 50 Jahren noch möglich und sinnvoll – die Beiträge liegen allerdings deutlich über denen jüngerer Antragsteller. Wie hoch sie ausfallen und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie hier, einschließlich Überblick aktueller Altersgrenzen ausgewählter Versicherer.

Inhalt dieser Seite
  1. Warum eine BU ab 50 sinnvoll ist
  2. Diese Besonderheiten gelten bei der BU ab 50
  3. Bis zu welchem Alter lässt sich eine BU abschließen?
  4. Was kostet eine Berufs­unfähigkeits­­versicherung mit 50+?
  5. BU mit über 50 Jahren abschließen: So geht’s
  6. Die häufigsten Fragen zur BU ab 50 Jahren

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Abschluss einer Berufs­unfähigkeits­versicherung (BU) ist auch noch mit über 50 Jahren möglich und sinnvoll.
  • Die Beiträge sind tendenziell höher als in jungen Jahren, doch neue Tarife und der erhöhte Rechnungszins 2025 bieten Vorteile.
  • Für ältere Kunden gelten grundsätzlich die gleichen Voraussetzungen bei einer BU wie für jüngere.
  • Der Versicherer prüft Faktoren wie Berufsrisiko, Vor­erkrankungen, aktueller gesundheitlicher Zustand und riskante Hobbys.
  • Eine anonymisierte Risikovoranfrage steigert Ihre Chancen auf einen Abschluss, auch bei Vor­erkrankungen.
  • Lassen Sie sich kostenfrei zur passenden Berufs­unfähigkeits­versicherung beraten. Unsere BU-Beratung ist von Finanztip empfohlen.
Patrick Knittel

Mit vielen Jahren Vorgeschichte lohnt sich eine Anfrage kaum noch …

Wer über 50 ist, bringt fast immer die eine oder andere Diagnose in der Patientenakte mit – und genau das hält viele vom Antrag auf eine Berufs­unfähigkeits­versicherung ab. Die Sorge vor einer Ablehnung oder einem hohen Risikozuschlag ist verständlich, aber oft unbegründet. Versicherer bewerten Vor­erkrankungen unterschiedlich, und was bei einem Anbieter zum Ausschluss führt, wird bei einem anderen nur mit einem moderaten Zuschlag versehen.

Über eine anonyme Risikovoranfrage lässt sich das vorab klären, ohne dass ein Antrag offiziell abgelehnt wird. So verpassen Sie keine passende Absicherung nur, weil ein einzelner Versicherer skeptisch reagiert hat. Warum sich der Schutz gerade ab 50 trotzdem lohnt und welche Erkrankungen Versicherer dabei besonders genau prüfen, zeigen die folgenden Abschnitte.

Warum eine Berufs­unfähigkeits­versicherung ab 50 sinnvoll ist

Das ist neu in 2026

Stabiler Höchstrechnungszins: Der Höchstrechnungszins bleibt bei 1,0 Prozent. Das heißt, die Versicherungsbeiträge bleiben voraussichtlich stabil und auf moderatem Niveau, während die garantierten Leistungen weiterhin attraktiv kalkuliert werden können.

Icon Kalender

Drei Gründe, warum eine BU auch mit 50+ sinnvoll ist

Auch wenn viele Versicherer die Berufs­unfähigkeits­versicherung vor allem jüngeren Menschen nahelegen, bleibt sie für Personen ab 50 Jahren ein wichtiger Schutz:

Icon Glühbirne
  1. Das Risiko einer Berufs­unfähigkeit steigt mit dem Alter
    Auch wenn die Rente für Sie immer näher rückt, ist Ihr Risiko für eine Berufs­unfähigkeit nicht geringer: Im Durchschnitt werden Versicherte mit 48 Jahren berufsunfähig (Quelle: GDV). Statistisch gesehen wird jeder Vierte im Laufe seines Erwerbslebens mindestens einmal berufsunfähig – das Lebenszeitrisiko liegt damit bei rund 25 Prozent (Quelle: GDV).
  2. Gesetzliche Absicherung reicht kaum aus
    Wer kurz vor dem Ruhestand berufsunfähig wird, hat meist noch mehrere Jahre ohne Einkommen zu überbrücken. Die gesetzliche Erwerbsminderungs­rente ist dabei selten ausreichend: Nur wer in keinem Beruf mehr arbeiten kann, hat Anspruch auf die volle Rente. Selbst diese liegt im Schnitt bei rund 1.100 Euro pro Monat (Quelle: Deutsche Renten­versicherung – Renten­versicherung in Zahlen 2025). Eine private Berufs­unfähigkeits­versicherung kann hier die finanzielle Lücke schließen und ein abgesichertes Leben bis zum Renteneintritt ermöglichen.
  3. Bessere Chancen durch frühzeitiges Handeln
    Je früher Sie sich auch im höheren Alter um eine BU kümmern, desto größer sind Ihre Chancen auf einen Abschluss. Viele Vor­erkrankungen lassen sich mit einer anonymen Risikovoranfrage oder gezielter Beratung besser absichern, als oft gedacht.

Experten-Tipp:
Kurz vor der Rente lohnt sich keine BU mehr – ein teurer Irrtum

„Viele Ü50-Jährige denken, das Risiko einer Berufs­unfähigkeit sinke mit den verbleibenden Berufsjahren. Tatsächlich werden Versicherte im Schnitt mit 48 Jahren berufsunfähig, mitten in dieser Lebensphase. Wer abwartet, riskiert vor allem neue Diagnosen, die spätere Anträge erschweren. Mein Rat: Stellen Sie die Risikovoranfrage jetzt, nicht erst nach der nächsten Vorsorgeuntersuchung – jeder Monat ohne neue Befunde verbessert Ihre Chancen auf einen fairen Vertrag.“

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Grundsätzlich gleiche Voraussetzungen für eine BU

Damit Versicherer einen Antrag auf eine BU auch von einer Person mit 50 Jahren und mehr annehmen, müssen diese grundsätzlich die gleichen Voraussetzungen erfüllen wie jüngere Antragsteller. Dazu gehören unter anderem:

  • Möglichst wenige, am besten keine, gesundheitliche Beschwerden haben
  • Keinen riskanten Beruf ausüben
  • Keinen gefährlichen Hobbys nachgehen

Je mehr dieser Punkte Sie im Alter erfüllen, desto höher ist Ihre Chance, eine faire Berufs­unfähigkeits­versicherung mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu bekommen.

Lassen Sie sich von uns beraten

Dennoch gehen Versicherer bei älteren Menschen von einem steigenden Risiko für eine Berufs­unfähigkeit aus. Einige Versicherer bieten für Personen ab 60 Jahren keinen Versicherungsschutz mehr an. Auch wenn die Grundvoraussetzungen prinzipiell die gleichen sind, können individuelle Faktoren und die tarifliche Ausgestaltung der Versicherer entscheidend sein. Wir unterstützen Sie gern, um die passende Absicherung für Sie auch im höheren Alter zu finden.

Icon Sprechblasen

Mit uns die ideale Berufs­unfähigkeits­versicherung finden

Unsere BU-Beratung ist von Finanztip empfohlen und wir finden für Sie eine kostengünstige und leistungsstarke Berufs­unfähigkeits­versicherung:

  • Anonyme Risikovoranfrage vorab
  • Vereinfachte Gesundheitsfragen
  • Persönliche Prüfung auch bei Vor­erkrankungen
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Berater

Diese Besonderheiten gelten bei der BU ab 50

Wer mit über 50 Jahren eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abschließen möchte, muss mit einer etwas gründlicheren Prüfung rechnen als jüngere Antragsteller. Versicherer bewerten Alter, Vor­erkrankungen und den beruflichen Hintergrund besonders genau.

Warum können Sie uns vertrauen?

Unsere Berater haften persönlich für ihre Empfehlung. Wenn unsere Beratung falsch ist und Sie dadurch im Leistungsfall Nachteile haben, stehen wir dafür ein. Das unterscheidet unsere Beratung von jeder AI-generierten Auskunft, für die niemand haftet.

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Was Versicherer bei Antragstellern Ü50 besonders prüfen

Je älter Sie sind, desto höher schätzen Versicherer das Risiko einer künftigen Berufs­unfähigkeit ein. Deshalb wird die Gesundheitsprüfung in diesem Alter besonders sorgfältig durchgeführt. Typische Anforderungen sind etwa:

  • Vollständige und aktuelle Gesundheitsangaben der letzten fünf bis zehn Jahre
  • Ärztliche Atteste bei chronischen oder behandelten Erkrankungen
  • Detaillierte Angaben zu Medikamenten, Therapien und Diagnosen
  • Mitunter auch ergänzende Unterlagen wie ein aktuelles Belastungs-EKG oder Röntgenbefunde

Einige Vor­erkrankungen führen bei über 50-Jährigen schneller zu Leistungsausschlüssen oder Risikozuschlägen. Dazu zählen etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, orthopädische Beschwerden, psychische Diagnosen oder Stoffwechselstörungen wie Diabetes. Auch gefährliche Hobbys (etwa Motorradfahren, Klettern) und der ausgeübte Beruf spielen eine wichtige Rolle. Wichtig: Auch wenn Sie in Ihrem Leben schon mehrere Berufe ausgeübt haben – den Versicherer interessiert nur Ihr aktueller Beruf.

Icon Gesundheitscheck

Auch körperlich anspruchsvolle Berufsgruppen wie Pflegekräfte oder Handwerker werden ab 50 besonders genau geprüft. Ein Abschluss ist aber meist trotzdem möglich, oft zu individuell kalkulierten Konditionen statt zu einer Ablehnung.

Praxisbeispiel: Vorerkrankung mit anonymer Risikovoranfrage abgesichert

Ein Antragsteller Mitte 50 mit einer bereits behandelten Rückenerkrankung wollte direkt bei seinem bisherigen Versicherer eine BU beantragen. Über eine anonyme Risikovoranfrage stellte sich stattdessen heraus, dass ein anderer Anbieter ihn zu einem moderaten Risikozuschlag ohne Ausschluss aufgenommen hätte. So erhielt er am Ende einen passenden Tarif, ohne dass eine Ablehnung in seinen Unterlagen vermerkt wurde.


BU für Beamte ab 50: Was zusätzlich gilt

Für verbeamtete Antragsteller ist die private Berufs­unfähigkeits­versicherung eine Ergänzung, kein Ersatz für die dienstrechtliche Absicherung. Beamte erhalten im Fall der Dienstunfähigkeit ein Ruhegehalt vom Dienstherrn. Dieses fällt häufig deutlich niedriger aus als das letzte Nettogehalt und unterliegt strengeren Voraussetzungen als bei Angestellten.

Icon Person am Schreibtisch

Eine BU schließt genau diese Lücke. Sie zahlt unabhängig von der Dienstunfähigkeitsprüfung des Dienstherrn eine zusätzliche Rente, sobald der zuletzt ausgeübte Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausgeübt werden kann. Gerade ab 50 lohnt sich für Beamte ein Blick auf die tarifliche Ausgestaltung, da manche Versicherer bei verbeamteten Berufsgruppen abweichende Endalter vorsehen.


Ich habe bereits eine BU – reicht sie mit 50 noch aus?

Eine BU, die Sie vor 20 oder 30 Jahren abgeschlossen haben, deckt oft nicht mehr Ihr heutiges Einkommen ab. Damals vereinbarte Rentenhöhen wurden selten an Gehaltssteigerungen angepasst, wenn keine Dynamik oder Nach­versicherungsgarantie genutzt wurde. Prüfen Sie deshalb, ob die vereinbarte BU-Rente noch rund 70 bis 80 Prozent Ihres Nettoeinkommens abdeckt.

Icon Graph steigen

Reicht die Rentenhöhe nicht mehr aus, kommen zwei Wege infrage: eine Aufstockung des bestehenden Vertrags oder ein separater Zweitvertrag über die fehlende Differenz. Eine Aufstockung ist meist einfacher, weil sie an den bestehenden Vertrag anknüpft, während ein Zweitvertrag eine neue Gesundheitsprüfung erfordert. Wir prüfen für Sie kostenfrei, welcher Weg zu Ihrer bestehenden Versicherung passt.

Bis zu welchem Alter lässt sich eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abschließen?

Beim Abschluss ab 50 sind zwei Altersgrenzen wichtig, die oft verwechselt werden. Das Höchsteintrittsalter legt fest, bis zu welchem Alter ein Versicherer Sie überhaupt noch aufnimmt. Das Endalter bestimmt, bis zu welchem Alter die Rente im Leistungsfall gezahlt wird.

Icon Kalender

Auf das Höchsteintrittsalter sollten Sie beim Einstieg ab 50 zuerst achten, denn hier unterscheiden sich die Versicherer deutlich: Einige nehmen nur bis 52 oder 55 Jahre an, viele bis 60, einzelne bis 64 oder 65 Jahre. Das Endalter liegt dagegen bei fast allen Tarifen einheitlich bei 67 Jahren. Manche Versicherer bieten aber auch ein früheres Endalter an, etwa 62 Jahre. Das senkt zwar den Beitrag, verkürzt aber den Schutz genau in den Jahren, in denen das Risiko einer Berufs­unfähigkeit am höchsten ist – deshalb ist ein früheres Endalter gerade ab 50 selten empfehlenswert.


Aktuelle Höchsteintritts- und Endalter im Überblick

Viele Anbieter legen ein sogenanntes Endalter fest – also das Alter, bis zu dem die Berufs­unfähigkeits­versicherung maximal laufen kann. Wer die Versicherung erst mit 50, 55 oder gar später abschließen möchte, sollte genau prüfen, welcher Versicherer ihn überhaupt noch aufnimmt und wie lange der Schutz gelten kann. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen die aktuellen Höchsteintritts- und Endalter ausgewählter Versicherer:

VersichererHöchsteintrittsalterMaximales Endalter
Allianz54 Jahre67 Jahre
Alte Leipziger60 Jahre67 Jahre
Axa64 Jahre67 Jahre
Baloise55 Jahre67 Jahre
Canada Life61 Jahre67 Jahre
Condor65 Jahre67 Jahre
Continentale60 Jahre67 Jahre (55 Jahre bei Beamten)
Dialog57 Jahre67 Jahre
Die Bayerische60 Jahre67 Jahre
Ergo62 Jahre67 Jahre
Gothaer57 Jahre67 Jahre
Hannoversche55 Jahre67 Jahre
HanseMerkur62 Jahre67 Jahre
HDI55 Jahre67 Jahre
Helvetia (Tarife Baloise)55 Jahre67 Jahre
InterRisk60 Jahre67 Jahre
LV 187155 Jahre67 Jahre (abhängig vom Beruf)
Münchener Verein64 Jahre67 Jahre
Nürnberger52 Jahre67 Jahre (abhängig vom Beruf)
Öffentliche Braunschweig62 Jahre67 Jahre
Signal Iduna64 Jahre67 Jahre
Stuttgarter57 Jahre67 Jahre
Swiss Life55 Jahre67 Jahre
uniVersa57 Jahre67 Jahre
Volkswohl Bund55 Jahre67 Jahre (abhängig vom Beruf)
VPV60 Jahre67 Jahre
Württembergische57 Jahre67 Jahre (abhängig vom Beruf)
Zurich62 Jahre67 Jahre
Quelle: VEMA e. G. (internes Maklerportal, ohne öffentliche URL); Stand: Juli 2026. Beachten Sie: Höchsteintritts- und Endalter können sich durch neue Tarife kurzfristig ändern.

Zur groben Selbsteinschätzung: Wer mit 55 Jahren einsteigen möchte, kommt bei den meisten der gelisteten Versicherer noch infrage. Ab 60 Jahren verkürzt sich die Auswahl auf gut ein Fünftel der Anbieter.

Alle Berufs­unfähigkeits­versicherer im aktuellen Test (2026)


Icon Sessel

Verlängerungsgarantie bei steigender Regelaltersgrenze

Manche BU-Tarife enthalten eine Verlängerungsgarantie: Steigt die gesetzliche Regelaltersgrenze künftig über 67 Jahre, verlängert sich automatisch auch das Endalter der Versicherung, ohne erneute Gesundheitsprüfung. Für Antragsteller ab 50 ist diese Klausel besonders relevant, da sie selbst noch von einer weiteren Anhebung der Rentenaltersgrenze betroffen sein könnten. Ohne diese Garantie würde die BU sonst enden, bevor der tatsächliche Renteneintritt erreicht ist. Fragen Sie deshalb gezielt nach dieser Klausel, wenn Sie einen Tarif mit Endalter 67 abschließen. Unsere Berater prüfen im Rahmen der Beratung, welche Tarife eine Verlängerungsgarantie enthalten.


Anonyme Risikovoranfrage empfohlen

Gerade bei Antragstellern über 50 empfiehlt sich eine anonyme Risikovoranfrage als erster Schritt. Dabei reichen Sie – beispielsweise über einen spezialisierten Versicherungsexperten wie uns – Ihre Gesundheitsdaten und beruflichen Eckpunkte ein, ohne dass ein offizieller Antrag gestellt wird. In der Praxis geht das schneller als gedacht: Bei den von uns am häufigsten angefragten Anbietern liegt die Rückmeldung meist innerhalb von ein bis fünf Werktagen vor. Der Vorteil: Ihre Daten landen nicht bei der zentralen Wagnisdatei der Versicherer, dem Hinweis- und Informationssystem (HIS) der Versicherungswirtschaft, solange kein Antrag folgt (Quelle: GDV). So vermeiden Sie unnötige Ablehnungen, die Ihre Chancen auf Versicherungsschutz auch bei anderen Anbietern verschlechtern könnten.

Durch diese Voranfrage erfahren Sie:

  • Welche Anbieter Sie zu welchen Konditionen annehmen würden
  • Ob und welche Ausschlüsse oder Zuschläge zu erwarten sind
  • Ob ein Abschluss überhaupt möglich ist – und wenn ja, in welcher Tarifkombination
Icon grüner Kreis abgehakt

Experten-Tipp:
Eine Ablehnung ist kein Urteil über Ihre gesamte BU-Fähigkeit

„Viele Antragsteller glauben, eine Diagnose wie beispielsweise eine Rückenerkrankung bedeute automatisch Ausschluss oder Ablehnung. In der Praxis bewertet jeder Versicherer Vor­erkrankungen nach eigenen Maßstäben – was bei einem Anbieter zum Ausschluss führt, kostet beim nächsten nur einen moderaten Risikozuschlag. Mein Rat: Fragen Sie nie nur einen Versicherer direkt an, sondern lassen Sie mehrere Anbieter parallel und anonym prüfen.“

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Mit uns die ideale Berufs­unfähigkeits­versicherung finden

Finanztip empfiehlt uns für die BU-Beratung. Wird finden für Sie eine kostengünstige und leistungsstarke Berufs­unfähigkeits­versicherung, die zu Ihnen passt:

  • Anonyme Risikovoranfrage vorab
  • Vereinfachte Gesundheitsfragen
  • Persönliche Prüfung auch bei Vor­erkrankungen
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Was kostet eine Berufs­unfähigkeits­versicherung mit 50+?

Wer erst mit 50 oder später eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abschließt, muss mit deutlich höheren Beiträgen rechnen als jüngere Antragsteller. Das liegt vor allem am gestiegenen Risiko für gesundheitliche Einschränkungen und an der kürzeren Laufzeit bis zum Rentenalter, in der sich die Versicherung finanziell rechnen muss. Trotzdem kann sich der Abschluss noch lohnen – insbesondere dann, wenn Sie auf die passende Tarifgestaltung achten und eine sinnvolle Absicherungshöhe wählen.


Rechenbeispiele:
So wirkt sich das Eintrittsalter auf die Beiträge aus

EintrittsalterBU-RenteLaufzeit bis 67Monatsbeitrag*
30 Jahre1.500 €37 Jahreetwa 45–60 €
50 Jahre1.500 €17 Jahreetwa 90–140 €
55 Jahre1.500 €12 Jahreetwa 120–180 €
*Durchschnittswert bei guter Gesundheit und risikoarmen Berufen.

Weitere Infos: Davon hängen die Kosten einer BU ab

Praxisbeispiel: Günstigerer Beitrag durch Anbietervergleich

Ein Antragsteller mit 52 Jahren rechnete zunächst mit einem hohen Monatsbeitrag, weil ihm ein einzelner Versicherer ein entsprechendes Angebot genannt hatte. Über den Vergleich mehrerer Anbieter fand sich ein Tarif mit ähnlicher Leistung zu einem deutlich günstigeren Beitrag. Der Unterschied lag vor allem an der unterschiedlichen Kalkulation des Berufsrisikos je Versicherer.


Warum seit 2025 sinkende Nettobeiträge möglich sind

Seit 2025 gilt ein Höchstrechnungszins von 1,0 Prozent, nachdem dieser zuvor viele Jahre bei 0,25 Prozent lag. Die Deutsche Aktuarvereinigung empfiehlt ausdrücklich, den Höchstrechnungszins auch für 2026 und 2027 bei 1,0 Prozent zu belassen (Quelle: DAV).

Icon Graph

Für Neukunden bedeutet das: Die garantierten Leistungen in kapitalbildenden Versicherungen steigen wieder und auch in der Berufs­unfähigkeits­versicherung können die Beiträge sinken. Versicherer kalkulieren mit dem Rechnungszins die garantierten Rückstellungen, die zur Finanzierung der Rentenzahlungen nötig sind. Ein höherer Zinssatz bedeutet: Die Beiträge müssen nicht mehr ganz so hoch angesetzt werden wie zuvor, weil das angelegte Kapital besser verzinst wird.

Die Folge: Viele BU-Tarife sind 2025 trotz hoher Absicherung wieder etwas günstiger geworden – insbesondere im Nettobeitrag, den Kunden tatsächlich zahlen. Der Bruttobeitrag (also der Höchstbeitrag bei schlechter Überschussbeteiligung) bleibt in der Regel gleich.

Experten-Tipp:
Der günstigste Nettobeitrag ist selten das beste Angebot

„Vergleichsportale sortieren fast immer nach dem niedrigsten Nettobeitrag – doch der ist nur eine Prognose, keine Garantie, denn er hängt von der Überschussbeteiligung ab. Entscheidend ist der Bruttobeitrag: Er zeigt, was Sie im schlechtesten Fall zahlen. Mein Rat: Vergleichen Sie immer beide Werte und fragen Sie gezielt nach der Historie der Überschussbeteiligung des Versicherers.“

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BU mit über 50 Jahren abschließen: So geht’s

Wenn Sie über 50 Jahre alt sind und sich für eine Berufs­unfähigkeits­versicherung interessieren, sollten Sie besonders sorgfältig und strategisch vorgehen. Denn in diesem Alter spielen Gesundheitsdaten, Laufzeiten und die Auswahl des richtigen Tarifs eine noch größere Rolle als bei jüngeren Antragstellern.

In vier Schritten zur passenden BU

Schritt 1:
Patientenakte und Gesundheitshistorie prüfen

Verschaffen Sie sich einen vollständigen Überblick über Ihre bisherigen Behandlungen, am besten durch eine offizielle Patientenquittung oder die elektronische Patientenakte. So vermeiden Sie Lücken oder Widersprüche bei der späteren Antragstellung. Häufige Stolpersteine sind vergessene Diagnosen, unklare Behandlungen oder nicht dokumentierte Ausheilungen. Fordern Sie frühzeitig Auskünfte bei Ihrer Krankenkasse und behandelnden Ärzten an – das kann einige Tage dauern.

Icon Ordner

Schritt 2:
Anonyme Risikovoranfrage stellen

Reichen Sie Ihre Gesundheitsdaten und Eckdaten zu Beruf und Hobbys anonymisiert über unsere BU-Experten bei mehreren Versicherern ein. So erfahren Sie vorab, welche Anbieter Sie zu welchen Konditionen aufnehmen würden, ohne dass Ihre Anfrage offiziell gespeichert oder abgelehnt wird.

Icon Dokument mit Umschlag

Experten-Tipp:
Wer zuerst den Antrag stellt, verschenkt seine beste Verhandlungsposition

„Viele Antragsteller kontaktieren zuerst ihren Haus­versicherer und erst danach beschäftigen sie sich mit der eigenen Patientenakte. Damit verschenken sie die Chance, Lücken oder falsche Diagnosen vorab zu korrigieren. Mein Rat: Prüfen Sie zuerst Ihre Gesundheitshistorie lückenlos, bevor Sie eine anonyme Risikovoranfrage stellen – diese Reihenfolge entscheidet oft darüber, ob Sie einen Ausschluss vermeiden können.“

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Schritt 3:
Angebote vergleichen und professionell beraten lassen

Lassen Sie sich die Rückmeldungen der Versicherer erklären: Welche Tarife bieten echten Schutz? Welche enthalten Ausschlüsse oder Zuschläge? Wichtig sind dabei nicht nur der Preis, sondern auch Vertragsbedingungen. Der Verzicht auf abstrakte Verweisung, eine ausreichend hohe Rentenhöhe und eine klare Leistungsdefinition gewinnen mit steigendem Alter an Bedeutung. Ein beruflicher Wechsel wird unwahrscheinlicher, die Rente muss den Lebensstandard bis zum Renteneintritt tragen. Nach­versicherungsgarantien und Beitragsdynamik verlieren dagegen an Relevanz, da für die kürzere Restlaufzeit selten noch größere Erhöhungsanlässe wie Familiengründung oder Hausbau anstehen. Unsere BU-Experten übernehmen diese Einordnung für Sie kostenfrei und unverbindlich.

Icon Sprechblasen

Schritt 4:
Antrag stellen und Vertrag abschließen

Wenn Sie sich für einen Anbieter entschieden haben, können Sie auf Grundlage der Voranfrage den Antrag ausfüllen. Bei älteren Antragstellern kann es zu Rückfragen oder ärztlichen Zusatzunterlagen kommen. Wir unterstützen Sie selbstverständlich kostenfrei und professionell bei allen Schritten bis zum fertigen Vertrag – und darüber hinaus.

Icon Stift

Mit uns die ideale Berufs­unfähigkeits­versicherung finden

Wir sind von Finanztip für die BU-Beratung empfohlen und finden für Sie eine kostengünstige und leistungsstarke Berufs­unfähigkeits­versicherung:

  • Anonyme Risikovoranfrage vorab
  • Vereinfachte Gesundheitsfragen
  • Persönliche Prüfung auch bei Vor­erkrankungen
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Die häufigsten Fragen zur Berufs­unfähigkeits­versicherung ab 50 Jahren

Wie stehen die Chancen, mit 50 Jahren noch eine Berufs­unfähigkeits­versicherung abzuschließen?

Ja, viele Versicherer bieten auch für Personen ab 50 Jahren noch BU-Tarife an – teilweise sogar bis 60 oder 62 als Eintrittsalter. Allerdings sind die Bedingungen strenger und Beiträge eventuell höher als bei jüngeren Antragstellern.

Warum lohnt sich eine Berufs­unfähigkeits­versicherung mit 50 finanziell noch?

In vielen Fällen ja – insbesondere wenn Sie Ihr Einkommen bis zur Rente absichern möchten. Die Beiträge sind zwar höher, aber der Schutz kann entscheidend sein, um im Ernstfall die letzten Arbeitsjahre finanziell zu überbrücken.

Wie wirkt sich mein Alter auf die Beitragshöhe aus?

Je höher das Eintrittsalter, desto höher der monatliche Beitrag – weil das Risiko einer Berufs­unfähigkeit mit dem Alter steigt und die Vertragslaufzeit kürzer ist.

Was ist bei Vor­erkrankungen zu beachten?

Bei gesundheitlichen Vor­erkrankungen kann es zu Risikozuschlägen oder Ausschlüssen kommen. Deshalb empfiehlt sich immer eine anonyme Risikovoranfrage, bevor ein offizieller Antrag gestellt wird.

Welche Versicherer nehmen noch Antragsteller über 50 auf?

Die allermeisten Versicherer der Berufs­unfähigkeits­versicherung bieten Tarife mit Eintrittsaltern bis 55 oder sogar 60 Jahren an – teils mit speziellen Bedingungen. Nur wenige Versicherer, darunter zum Beispiel Nürnberger, nehmen Antragsteller schon ab 52 Jahren nicht mehr auf.

Welche Alternativen gibt es zur BU, wenn ich abgelehnt werde?

Mögliche Alternativen sind eine Erwerbsunfähigkeits­versicherung, eine Grundfähigkeits­versicherung oder in bestimmten Fällen eine betriebliche BU über den Arbeitgeber. Wichtig: eine Unfall­versicherung ist nicht unbedingt eine äquivalente Alternative zur Berufs­unfähigkeits­versicherung. Eine frühere Ablehnung bei einem Versicherer schließt andere Anbieter nicht automatisch aus. Prüfen Sie Ihre Chancen deshalb über eine anonyme Risikovoranfrage, bevor Sie einen neuen Antrag stellen.

Wie lange sollte die BU bei einem Abschluss ab 50 laufen?

Idealerweise bis zum gesetzlichen Renteneintritt mit 65 oder 67 Jahren. Eine kürzere Laufzeit senkt zwar die Beiträge, verringert aber auch die Schutzdauer deutlich.

Was kann ich tun, um meine Chancen auf einen Abschluss zu verbessern?

Bereiten Sie Ihre Gesundheitsdaten sorgfältig vor, nutzen Sie die Möglichkeit einer anonymen Risikovoranfrage und starten Sie den Prozess frühzeitig – idealerweise bevor gravierende Erkrankungen hinzukommen.

Ab wann beziehungsweise bis zu welchem Alter ist eine Berufs­unfähigkeits­versicherung noch sinnvoll?

Grundsätzlich lohnt sich eine Berufs­unfähigkeits­versicherung während des gesamten Erwerbslebens, denn das Risiko einer Berufs­unfähigkeit sinkt mit dem Alter nicht, sondern steigt eher an. Eine feste untere Altersgrenze für die Sinnhaftigkeit gibt es nicht: Jüngere Antragsteller zahlen niedrigere Beiträge, Antragsteller ab 50 profitieren trotz höherer Beiträge noch von einem wichtigen Schutz für die letzten Erwerbsjahre. Die eigentliche Grenze setzt das Höchsteintrittsalter des jeweiligen Versicherers, das je nach Anbieter zwischen 52 und 65 Jahren liegt.

Warum reicht die Dienstunfähigkeitsabsicherung für Beamte oft nicht aus?

Die dienstrechtliche Absicherung bei Dienstunfähigkeit reicht für die meisten Beamten allein nicht aus, denn das Ruhegehalt liegt häufig deutlich unter dem letzten Nettogehalt und ist an strengere Voraussetzungen geknüpft. Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung zahlt zusätzlich und unabhängig von der Dienstunfähigkeitsprüfung des Dienstherrn eine Rente, sobald der zuletzt ausgeübte Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausgeübt werden kann. Für Beamte ist die private BU deshalb eine sinnvolle Ergänzung, kein Ersatz für die dienstrechtliche Absicherung.

Welche Altersgrenzen gelten für Beamte bei der Berufs­unfähigkeits­versicherung?

Bei einigen Versicherern setzen Tarife für verbeamtete Berufsgruppen ein niedrigeres Endalter an, beispielsweise 55 statt 67 Jahre. Grund sind meist die frühere Pensionierungsmöglichkeit oder eine abweichende Risikoeinschätzung einzelner Anbieter bei Beamten. Prüfen Sie deshalb im Einzelfall, ob ein Tarif für Ihre Berufsgruppe das volle Endalter von 67 Jahren vorsieht oder eine verkürzte Laufzeit.

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Regelaltersgrenze Das gesetzlich festgelegte Renteneintrittsalter, ab dem eine Person ohne Abschläge die reguläre Altersrente beziehen kann. Aktuell liegt dies bei 67 Jahren.
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