So wird die Hunde­haftpflicht­versicherung korrekt gekündigt (inkl. Musterschreiben

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Das erwartet Sie hier

Welche Fristen und Regelungen Sie bei der Kündigung Ihrer Hunde­haftpflicht­versicherung beachten müssen und wie Sie dabei am besten vorgehen (inkl. Musterkündigung).


Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Hunde­haftpflicht kann ordentlich oder außerordentlich gekündigt werden.
  • Bei einer ordentlichen Kündigung muss eine Kündigungsfrist von drei Monaten eingehalten werden.
  • Sonderkündigungsrechte gelten bei Beitragserhöhungen ohne Leistungserweiterung, im Schadensfall sowie bei Abgabe oder Tod des Hundes.
  • Ein Wechsel der Hunde­haftpflicht sollte erst dann erfolgen, wenn ein neuer Versicherungsvertrag vorhanden ist.

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  1. Kündigungsfristen
  2. Sonderkündigungsrechte
  3. Vorgehen bei der Kündigung
  4. Was ist beim Wechsel wichtig?

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Welche Fristen und Regelungen Sie bei der Kündigung Ihrer Hunde­haftpflicht­versicherung beachten müssen und wie Sie dabei am besten vorgehen (inkl. Musterkündigung).

Inhalt dieser Seite
  1. Kündigungsfristen
  2. Sonderkündigungsrechte
  3. Vorgehen bei der Kündigung
  4. Was ist beim Wechsel wichtig?

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Hunde­haftpflicht kann ordentlich oder außerordentlich gekündigt werden.
  • Bei einer ordentlichen Kündigung muss eine Kündigungsfrist von drei Monaten eingehalten werden.
  • Sonderkündigungsrechte gelten bei Beitragserhöhungen ohne Leistungserweiterung, im Schadensfall sowie bei Abgabe oder Tod des Hundes.
  • Ein Wechsel der Hunde­haftpflicht sollte erst dann erfolgen, wenn ein neuer Versicherungsvertrag vorhanden ist.

Kündigungsfristen bei ordentlicher Kündigung der Hunde­haftpflicht­versicherung

Für die ordentliche Kündigung einer Hunde­haftpflicht­versicherung ist eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende der Vertragslaufzeit vorgesehen. Wenn keine fristgemäße Kündigung erfolgt, verlängert sich die Police automatisch um die vertraglich vereinbarte Laufzeit.

Kündigung langfristiger Verträge

Bei Hunde­haftpflicht­versicherungen mit ein- oder zweijähriger Laufzeit ist eine ordentliche Kündigung normalerweise jährlich möglich. Für längerfristige Verträge sind jedoch Sonderregelungen vorgesehen. Eine ordentliche Kündigung der Hunde­haftpflicht kann dann möglicherweise erstmals zum Ablauf des dritten Vertragsjahres unter Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist erfolgen. Schauen Sie also genau in Ihre Vertragsbedingungen.

Sonderkündigungsrechte für die Hunde­haftpflicht

Sonderkündigungsrechte für Ihre Hunde­haftpflicht können die Versicherungsnehmer, gegebenenfalls aber auch das Versicherungsunternehmen unter bestimmten Bedingungen in Anspruch nehmen. Im Einzelnen handelt es sich dabei um:

Beitragserhöhungen

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Ein Sonderkündigungsrecht für den Versicherungsnehmer besteht, wenn die Versicherungsgesellschaft die Beiträge für die Hunde­haftpflicht ohne Erweiterung des Leistungsumfangs erhöht. Die Kündigung muss innerhalb eines Monats erfolgen, nachdem der Versicherungsnehmer davon Kenntnis erhalten hat. Diese Frist beginnt mit dem Eingangsdatum eines entsprechenden Schreibens der Versicherung.

Kündigung nach Schadensfällen

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Sowohl der Versicherungsnehmer als auch die Versicherungsgesellschaft haben nach einem regulierten Schadensfall das Recht, den Versicherungsvertrag außerordentlich zu kündigen. Auch hier gilt für die Sonderkündigung eine vierwöchige Frist, die nach dem Abschluss der Schadensregulierung beginnt. Alternativ können beide Seiten auch vereinbaren, dass die Kündigung erst zum Ende der Vertragslaufzeit wirksam wird und somit in Form einer ordentlichen Kündigung erfolgt.

Tod des Hundes

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Wenn der Hund verstirbt, ist ebenfalls eine außerordentliche und in diesem Fall fristlose Kündigung der Hunde­haftpflicht möglich. Im Versicherungsrecht wird diese Situation als Wagnisfortfall oder Risikowegfall bezeichnet, da das versicherte Risiko nicht mehr besteht. Zu viel gezahlte Beiträge – beispielsweise bei einer jährlichen Beitragszahlung – werden durch die Versicherung erstattet. Eine Bescheinigung über den Tod des Tieres stellen entweder der Tierarzt oder der Tierbestatter aus.

Abgabe des Hundes

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Ein Sonderkündigungsrecht der Hunde­haftpflicht besteht außerdem bei Abgabe eines in der Hunde­haftpflicht versicherten Hundes. Wenn der neue Besitzer des Tieres den Versicherungsvertrag nicht übernehmen und auf seinen Namen schreiben lassen will, sollte der bisherige Halter umgehend eine außerordentliche Kündigung der Hunde­haftpflicht in die Wege leiten, da auch in diesem Fall das versicherte Risiko nicht mehr besteht.

Expertinnen-Tipp:

„Wenn die Versicherungsgesellschaft nach einem Schadensfall eine außerordentliche Kündigung der Hunde­haftpflicht ausspricht, sollten Versicherungsnehmer verhandeln und versuchen, die Kündigung in eine ordentliche Eigenkündigung zum Ende der Vertragslaufzeit umzuwandeln. Nach einer Kündigung durch den Versicherer wird es deutlich schwerer, eine Hunde­haftpflicht­versicherung zu günstigen Konditionen bei einem anderen Anbieter abzuschließen. Bei häufigen Schadensfällen, die schließlich eine Kündigung des Versicherers zur Folge haben, kann im ungünstigsten Fall auch ein kompletter Ausschluss aus der Hunde­haftpflicht­versicherung erfolgen.“

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Katharina Krech
Beraterin

Wie muss eine Hunde­haftpflicht­versicherung gekündigt werden?

Die Kündigung einer Hunde­haftpflicht­versicherung muss in schriftlicher Form erfolgen. Im Kündigungsschreiben müssen die folgenden Punkte angegeben werden:

  • Name und Anschrift des Versicherungsnehmers
  • Versicherungsnummer
  • das Datum, zu dem die Kündigung erfolgen soll
  • bei einer außerordentlichen Kündigung: Angaben zu den Kündigungsgründen
  • Gegebenenfalls Belege über die Abgabe oder den Tod des Hundes

Ausschlaggebend für das Einhalten von Kündigungsfristen ist das Eingangsdatum des Kündigungsschreibens bei der Versicherungsgesellschaft. Die Kündigung der Hunde­haftpflicht­versicherung sollte daher am besten auf dem Postweg als Einschreiben mit Rückschein versendet werden. Alternativ ist auch eine Kündigung per Fax oder E‑Mail möglich, falls beides in den Versicherungsbedingungen nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird. Unabhängig vom Übermittlungsweg sollten Sie den Versicherer um eine schriftliche Bestätigung des Erhalts der Kündigung bitten.

Kündigungsbestätigung keine Pflicht!

Eine Kündigungsbestätigung soll belegen, dass das Kündigungsschreiben beim Adressaten angekommen ist. Da Sie als Kündigender die Beweislast tragen, ist es daher sinnvoll, um eine Kündigungsbestätigung zu bitten. Da es sich bei einer Kündigung um eine einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung handelt, benötigen Sie keine Bestätigung, damit diese wirksam wird! Sie haben auf der anderen Seite allerdings auch kein Recht darauf, dass Ihnen eine Kündigungsbestätigung ausgestellt wird. Die meisten Vertragspartner lassen sich jedoch darauf ein.

Um auf jeden Fall auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie Kündigungen immer so versenden, dass Sie deren Zugang beweisen können. In der Regel eignet sich dafür ein Einschreiben mit Rückschein am besten.

Musterkündigung

Nutzen Sie für Ihre Kündigung der Hunde­haftpflicht gern unsere kostenfreie Musterkündigung:

Was ist bei einem Wechsel der Hunde­haftpflicht­versicherung wichtig?

Die Kündigung einer Hunde­haftpflicht­versicherung ohne Anschluss­versicherung bei einem anderen Versicherungsunternehmen ist nur bei Abgabe oder Tod des Tieres sinnvoll. Vor allem Personenschäden, aber auch größere Sach- und Vermögensschäden können ohne Hunde­haftpflicht­versicherung für den Besitzer des Tieres durchaus existenzbedrohend werden. Bei der Frage, wohin Sie wechseln sollten, bieten aktuelle Testergebnisse Orientierung:

Tarife der Hunde­haftpflicht­versicherung im Test

Unterbrechungsfrei wechseln

Idealerweise ist bereits ein neuer Versicherungsvertrag vorhanden, wenn die Hunde­haftpflicht gekündigt wird. Besonders wichtig ist ein ­­unterbrechungsfreier Wechsel bei Hunden, die der gesetzlichen Versicherungspflicht in der Hunde­haftpflicht unterliegen. Die Regelungen dafür unterscheiden sich je nach Bundesland.

In welchen Bundesländern ist die Hunde­haftpflicht ver­pflichtend?

Achtung bei Listenhunden

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Für welche Hunde die Versicherungspflicht gilt, wird in den Landeshundeverordnungen festgehalten. Der Abschluss einer Hunde­haftpflicht für diese Hunde ist häufig nicht ganz einfach. Zum Teil versichern die Versicherungsgesellschaften Listenhunde nicht oder nur zu erhöhten Prämien.

Auch beim Wechsel der Hunde­haftpflicht Kündigungsfristen beachten

Natürlich müssen bei einem Wechsel der Hunde­haftpflicht­versicherung auch bestehende Kündigungsfristen und gegebenenfalls Sonderkündigungsrechte beachtet werden. Durch einen Versicherungsvergleich finden Hundehalter, die ihre Hunde­haftpflicht wechseln wollen, oft günstigere und leistungsstärkere Tarife.

Sie sind unzufrieden mit Ihrer aktuellen Hunde­haftpflicht und möchten wechseln? Dann machen Sie vorab einen schnellen Tarifvergleich! Als Versicherungsbeginn können Sie in unserem Online-Rechner zur Hunde­haftpflicht­versicherung später auch das Datum wählen, zu dem Ihr alter Versicherungsschutz abläuft.

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