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Hundehaftpflichtversicherung kündigen

Das sollten Sie bei der Kündigung Ihrer Hundehaftpflichtversicherung beachten
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Hundehaftpflicht kann ordentlich oder außerordentlich gekündigt werden.
  • Bei einer ordentlichen Kündigung muss eine Kündigungsfrist von drei Monaten eingehalten werden.
  • Sonderkündigungsrechte gelten bei Beitragserhöhungen ohne Leistungserweiterung, im Schadensfall sowie bei Abgabe oder Tod des Hundes.
  • Ein Wechsel der Hundehaftpflicht sollte erst dann erfolgen, wenn ein neuer Versicherungsvertrag vorhanden ist.

Kündigungsfristen bei ordentlicher Kündigung der Hundehaftpflichtversicherung

Für die ordentliche Kündigung einer Hundehaftpflichtversicherung ist eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende der Vertragslaufzeit vorgesehen. Wenn keine fristgemäße Kündigung erfolgt, verlängert sich die Police automatisch um die vertraglich vereinbarte Laufzeit.

Kündigung langfristiger Verträge

Bei Hundehaftpflichtversicherungen mit ein- oder zweijähriger Laufzeit ist eine ordentliche Kündigung normalerweise jährlich möglich. Für längerfristige Verträge sind jedoch Sonderregelungen vorgesehen. Eine ordentliche Kündigung der Hundehaftpflicht kann dann möglicherweise erstmals zum Ablauf des dritten Vertragsjahres unter Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist erfolgen. Schauen Sie also genau in Ihre Vertragsbedingungen.


Sonderkündigungsrechte für die Hundehaftpflicht

Sonderkündigungsrechte für Ihre Hundehaftpflicht können die Versicherungsnehmer, gegebenenfalls aber auch das Versicherungsunternehmen unter bestimmten Bedingungen in Anspruch nehmen. Im Einzelnen handelt es sich dabei um:

Ein Sonderkündigungsrecht für den Versicherungsnehmer besteht, wenn die Versicherungsgesellschaft die Beiträge für die Hundehaftpflicht ohne Erweiterung des Leistungsumfangs erhöht. Die Kündigung muss innerhalb eines Monats erfolgen, nachdem der Versicherungsnehmer davon Kenntnis erhalten hat. Diese Frist beginnt mit dem Eingangsdatum eines entsprechenden Schreibens der Versicherung.

Sowohl der Versicherungsnehmer als auch die Versicherungsgesellschaft haben nach einem regulierten Schadensfall das Recht, den Versicherungsvertrag außerordentlich zu kündigen. Auch hier gilt für die Sonderkündigung eine vierwöchige Frist, die nach dem Abschluss der Schadensregulierung beginnt. Alternativ können beide Seiten auch vereinbaren, dass die Kündigung erst zum Ende der Vertragslaufzeit wirksam wird und somit in Form einer ordentlichen Kündigung erfolgt.

Wenn der Hund verstirbt, ist ebenfalls eine außerordentliche und in diesem Fall fristlose Kündigung der Hundehaftpflicht möglich. Im Versicherungsrecht wird diese Situation als Wagnisfortfall oder Risikowegfall bezeichnet, da das versicherte Risiko nicht mehr besteht. Zu viel gezahlte Beiträge – beispielsweise bei einer jährlichen Beitragszahlung – werden durch die Versicherung erstattet. Eine Bescheinigung über den Tod des Tieres stellen entweder der Tierarzt oder der Tierbestatter aus.

Ein Sonderkündigungsrecht der Hundehaftpflicht besteht außerdem bei Abgabe eines in der Hundehaftpflicht versicherten Hundes. Wenn der neue Besitzer des Tieres den Versicherungsvertrag nicht übernehmen und auf seinen Namen schreiben lassen will, sollte der bisherige Halter umgehend eine außerordentliche Kündigung der Hundehaftpflicht in die Wege leiten, da auch in diesem Fall das versicherte Risiko nicht mehr besteht.

BERATER-TIPP

»Wenn die Versicherungsgesellschaft nach einem Schadensfall eine außerordentliche Kündigung der Hundehaftpflicht ausspricht, sollten Versicherungsnehmer verhandeln und versuchen, die Kündigung in eine ordentliche Eigenkündigung zum Ende der Vertragslaufzeit umzuwandeln. Nach einer Kündigung durch den Versicherer wird es deutlich schwerer, eine Hundehaftpflichtversicherung zu günstigen Konditionen bei einem anderen Anbieter abzuschließen. Bei häufigen Schadensfällen, die schließlich eine Kündigung des Versicherers zur Folge haben, kann im ungünstigsten Fall auch ein kompletter Ausschluss aus der Hundehaftpflichtversicherung erfolgen.«

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Wie muss eine Hundehaftpflichtversicherung gekündigt werden?

Die Kündigung einer Hundehaftpflichtversicherung muss in schriftlicher Form erfolgen. Im Kündigungsschreiben müssen die folgenden Punkte angegeben werden:

  • Name und Anschrift des Versicherungsnehmers
  • Versicherungsnummer
  • das Datum, zu dem die Kündigung erfolgen soll
  • bei einer außerordentlichen Kündigung: Angaben zu den Kündigungsgründen
  • Gegebenenfalls Belege über die Abgabe oder den Tod des Hundes

Ausschlaggebend für das Einhalten von Kündigungsfristen ist das Eingangsdatum des Kündigungsschreibens bei der Versicherungsgesellschaft. Die Kündigung der Hundehaftpflichtversicherung sollte daher am besten auf dem Postweg als Einschreiben mit Rückschein versendet werden. Alternativ ist auch eine Kündigung per Fax oder E-Mail möglich, falls beides in den Versicherungsbedingungen nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird. Unabhängig vom Übermittlungsweg sollten Sie den Versicherer um eine schriftliche Bestätigung des Erhalts der Kündigung bitten.

Kündigungsbestätigung keine Pflicht!

Eine Kündigungsbestätigung soll belegen, dass das Kündigungsschreiben beim Adressaten angekommen ist. Da Sie als Kündigender die Beweislast tragen, ist es daher sinnvoll, um eine Kündigungsbestätigung zu bitten. Da es sich bei einer Kündigung um eine einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung handelt, benötigen Sie keine Bestätigung, damit diese wirksam wird! Sie haben auf der anderen Seite allerdings auch kein Recht darauf, dass Ihnen eine Kündigungsbestätigung ausgestellt wird. Die meisten Vertragspartner lassen sich jedoch darauf ein.

Um auf jeden Fall auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie Kündigungen immer so versenden, dass Sie deren Zugang beweisen können. In der Regel eignet sich dafür ein Einschreiben mit Rückschein am besten.

Nutzen Sie für Ihre Kündigung der Hundehaftpflicht gern unsere kostenfreie Musterkündigung:

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Was ist bei einem Wechsel der Hundehaftpflichtversicherung wichtig?

Die Kündigung einer Hundehaftpflichtversicherung ohne Anschlussversicherung bei einem anderen Versicherungsunternehmen ist nur bei Abgabe oder Tod des Tieres sinnvoll. Vor allem Personenschäden, aber auch größere Sach- und Vermögensschäden können ohne Hundehaftpflichtversicherung für den Besitzer des Tieres durchaus existenzbedrohend werden.

Unterbrechungsfrei wechseln

Idealerweise ist bereits ein neuer Versicherungsvertrag vorhanden, wenn die Hundehaftpflicht gekündigt wird. Besonders wichtig ist ein unterbrechungsfreier Wechsel bei Hunden, die der gesetzlichen Versicherungspflicht in der Hundehaftpflicht unterliegen. Die Regelungen dafür unterscheiden sich je nach Bundesland.

In welchen Bundesländern die Hundehaftpflicht verpflichtend ist, erfahren sie hier:

… mehr zur Hundehaftpflicht-Pflicht

Für welche Hunde die Versicherungspflicht gilt, wird in den Landeshundeverordnungen festgehalten. Der Abschluss einer Hundehaftpflicht für diese Hunde ist häufig nicht ganz einfach. Zum Teil versichern die Versicherungsgesellschaften Listenhunde nicht oder nur zu erhöhten Prämien.

Auch beim Wechsel der Hundehaftpflicht Kündigungsfristen beachten

Natürlich müssen bei einem Wechsel der Hundehaftpflichtversicherung auch bestehende Kündigungsfristen und gegebenenfalls Sonderkündigungsrechte beachtet werden. Durch einen Versicherungsvergleich finden Hundehalter, die ihre Hundehaftpflicht wechseln wollen, oft günstigere und leistungsstärkere Tarife.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.07.2020 aktualisiert.
Über den Autor
Müni Enkhsaikhan
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